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Uriel ...
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...   Erstellt am 07.06.2009 - 00:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Luzifer (der gefallene Engel)



"Den Ungläubigen hat der Gott dieser Welt (Satan) den Sinn verblendet, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen." (2. Korinther 4,4)


Die Bibel zeigt uns sehr deutlich den Charakter des Teufels auf. Er ist seinem ganzen Wesen nach ein Lügner und Mörder:

"Der Teufel ist von Anfang an ein Mörder gewesen und hat niemals etwas mit der Wahrheit zu tun gehabt, weil es in ihm keine Wahrheit gibt. Wenn er lügt, so entspricht das seinem Wesen; denn er ist ein Lügner und alle Lüge stammt von ihm." (Joh. 8,44)


Der Teufel log von Anfang an. Bereits im Garten Eden täuschte er Eva und log ihr vor: "Gewisslich werdet ihr nicht sterben, wenn ihr von dem Apfel esst. Ihr werdet dann sein wie Gott" (nach 1 Mose 3,4). Das Ergebnis ist bekannt: Adam und Eva wurden mitnichten wie Gott, sondern im Gegenteil sie wurden sterblich und wurden aus dem Garten Eden geworfen. Und so lügt der Teufel nach wie vor, er log und lügt die vielen Jahrtausende über und wir können sicher davon ausgehen, dass er auch heute noch lügt.

Ein Punkt ist der, dass beispielsweise Esoteriker oft channeln oder zumindest gechannelten Botschaften vertrauen. Viele nehmen aktiv geistigen Kontakt auf mit "Lichtwesen", aufgestiegenen Meistern, Engeln, Sternengeschwistern, toten Verwandten oder Freunden oder was auch immer man ihnen vormacht. Ich möchte aufzeigen, dass hinter solchen Kontakten IMMER ein Dämon steht. Niemals würde je ein Engel Gottes per Channeling Kontakt zu jemandem aufnehmen. Niemals ein Totengeist. Denn Gott ist jeder Kontakt mit spirituellen Realitäten ein Gräuel. In der Bibel bekundet er das deutlich:

"Und die Person, die sich zu den Totengeistern und zu den Wahrsagern wendet, um ihnen nachzuhuren, gegen diese Person werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes." (3 Mo 20,6)


"Es soll unter dir niemand gefunden werden, der seinen Sohn oder eine Tochter durchs Feuer gehen lässt, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier oder der die Toten befragt. Denn ein Gräuel für den Herrn ist jeder, der diese Dinge tut." (5 Mo 18, 10-12)


Gott weiß genau, warum er den Kontakt zu Geistwesen aller Art streng untersagt. Denn Gott ist klar, dass dies eine erhebliche Gefahr für uns Menschen bedeuten kann. Wer sich auf soetwas einlässt, bietet dämonischem Einfluss ein ideales Einfallstor. Wer channelt öffnet Türen, von denen er nicht weiß, was dahinter ist.
Man könnte jetzt sagen: Aber das waren keine Dämonen, mit denen ich zu tun hatte, es waren liebliche und sehr weise Wesen, die nur das Gute wollten. Nun, dann haben Sie eine der Lügen des Teufels entdeckt. Natürlich wird er nicht immer als böser, schwarzer, bedrohlicher Dämon erscheinen. Nein: Am liebsten kommt der Teufel als ein Engel das Lichts daher!

Auch das dokumentiert bereits die Heilige Schrift:

"Denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichtes an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen" (2 Kor. 11,14)


Es ist also keine große Sache, wenn man glaubt, Kontakt zu einem Lichtwesen zu haben, in Wahrheit aber hat man es mit dem Teufel oder einem seiner (gefallenen) Engel zu tun.
Es ist in diesem Zusammenhang bemerkenswert, dass die Bibel solche Lehren und Eingebungen, die von Esoterikern verbreitet werden und die von vermeintlichen "Lichtwesen" stammen (Kryon, Metatron, Hilarion, Seth ...) bereits ankündigt:

"Manche werden den Glauben preisgeben und sich Leuten anschließen, die sie mit ihren Eingebungen in die Irre führen, und werden den Lehren dämonischer Mächte folgen" (1 Tim. 4,1)


Es ist keine besondere Kränkung, dem Teufel auf den Leim gegangen zu sein. Er ist zweifellos intelligent und kennt die Menschen seit Jahrtausenden! Glauben Sie wirklich, Sie seien intelligenter als der Teufel?

Die Bibel schreibt so manches über die Listigkeit des Teufels:

"Vielleicht gibt Gott ihnen die Gelegenheit zur Umkehr und lässt sie zur Besinnung kommen, so dass sie die Wahrheit erkennen. Dann können sie sich aus der Schlinge befreien, in der sie der Teufel gefangen hatte, um sie für seine Absichten zu missbrauchen." (2 Tim. 2,25-26)


"Du Sohn des Teufel, du bist voll List und Tücke und kämpfst gegen alles Gute." (Apg. 13,10)


"Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt." (Epheser 6,11)


Zu dieser Waffenrüstung Gottes, die im Epheserbrief Kapitel 6 beschrieben ist, gehören übrigens das Vertrauen auf Gott und das Wort Gottes. Und wer Gott wirklich vertraut, sollte zuerst damit anfangen, sofort mit jeder Art von Channeling oder anderer Praktiken dieser Art aufzuhören. Man kann es nicht oft genug betonen: Gott sind diese Dinge - wie oben gesehen - ein Gräuel und das hat auch seine guten Gründe. Denn wer channelt, betreibt nichts anderes als Okkultismus.

Dann ist uns noch folgendes wichtig: Hier ist viel vom Teufel und seiner Verführungskraft die Rede. Damit soll keinesfalls gesagt werden, dass der Teufel eine Art ebenbürtiger Gegenspieler zu Gott wäre. Nein, die Bibel sagt uns deutlich, dass der Teufel (ursprünglich ein Geschöpf Gottes) besiegt und gebunden ist. Jesus Christus machte dies durch sein Opfer möglich. Der Teufel ist also besiegt, aber trotzdem noch aktiv, er möchte möglichst viele Menschen mit in den Abgrund ziehen, wo auch er die Ewigkeit zu fristen hat. Wenn wir uns ihm nicht nähern, kann er uns nichts tun.


Der Engelsturz

Als Gründe für den Fall des Engels werden genannt:

Streben nach Gottgleichheit:
Im Buch Jesaja (Jes 14,12) ist von einem – später mit einem Engel identifizierten – König die Rede, der sich über Gott erheben wollte und dafür in die Hölle fuhr: „Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie bist du zur Erde gefället, der du die Heiden schwächtest! Gedachtest du doch in deinem Herzen: Ich will in den Himmel steigen und meinen Stuhl über die Sterne Gottes erhöhen; ich will mich setzen auf den Berg des Stifts, an der Seite gegen Mitternacht; ich will über die hohen Wolken fahren und gleich sein dem Allerhöchsten. Ja, zur Hölle fährest du, zur Seite der Grube.“

Stolz:
Ezechiel (Ez 28,14) berichtet von einem „glänzenden, schimmernden Cherub“, dessen „Herz sich hob ob seiner Schönheit“. Daraufhin versündigte er sich und entweihte durch „Missetat“ und „unrechten Handel“ sein Heiligtum.

Weigerung, dem Menschen Respekt zu bezeugen:
Nach anderer Lehre gebot Gott nach Erschaffung des Menschen seinen Engeln, vor diesem niederzuknien. Einige Engel aber weigerten sich, da der Mensch aus niedrigerem Stoff gemacht sei als sie selbst. Biblische Belege für diese Version gibt es nicht. Ihren Ursprung hat sie vielmehr wahrscheinlich im Buch Adam und Eva, einem apokryphen Text aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. In ihm bekennt der Teufel gegenüber Adam, er hasse die Menschen deshalb, weil er ihretwegen aus dem Himmel vertrieben worden sei.
Nach anderer Version rebellierte die Mehrheit der abtrünnigen Engel bereits zu dem Zeitpunkt, als der Plan Gottes, den Menschen zu erschaffen, unter ihnen bekannt wurde.

Sieg über Satan in der Apokalypse:
In der Offenbarung des Johannes (Offb 12,3ff.) erscheint der Satan am Himmel in Gestalt eines Drachen mit „sieben Häuptern und zehn Hörnern“, wo er mit seinem Schwanz ein Drittel der Sterne hinwegfegt und den Knaben des Weibes zu verschlingen droht. Daraufhin entbrennt ein Kampf zwischen Gott und Satan: „Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen. Und der Drache stritt und seine Engel und siegeten nicht; auch ward ihre Stätte nicht mehr funden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet; und ward geworfen auf die Erde; und seine Engel wurden auch dahin geworfen.“ Die letzten Worte, die der Satan vor seinem Sturz hörte, sollen „Wer ist wie Gott?“ gewesen sein – was eine wörtliche Übersetzung des hebräischen Namens Michael darstellt.
In Offb 20,2ff. heißt es weiter: „Und er (ein Engel) griff den Drachen, die alte Schlange, das ist der Teufel und Satan, und band ihn tausend Jahre, und warf ihn in den Abgrund und verschloss ihn und tat ein Siegel oben darauf, dass er nicht mehr verführen sollte die Völker, bis dass vollendet würden die tausend Jahre. Danach muss er los werden eine kleine Zeit. (Offb 20.7) Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satanas los werden aus seinem Gefängnis und wird ausgehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde (...) (Offb 20.10) Und der Teufel, der sie verführete, ward geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, da auch das Tier und der falsche Prophet war, und werden gequälet werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.“




[Dieser Beitrag wurde am 07.10.2009 - 01:03 von Uriel aktualisiert]





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Matth 5:11 Selig seid ihr, wenn sie
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„Wer Maria nicht ehrt, sich Gnaden verwehrt!“
„Gepriesen sei der Herr durch der Engel Lobgesang“


Hl. Gottesmutter Maria Hl. Joseph von Nazareth Hl. Apostel Johannes Hll. Engel Hl. Uriel Hl. Beda Venerabilis Hl. Thomas von Aquin Hl. Pseudo-Dionysius Hl. Nikolaus von Myra Hl. Cäcilia Hl. Christina Mirabilis Hl. Maria Kreszentia Höß Hl. Johannes Don Bosco Hl. Johannes Maria Vianney Hl. Hildegard von Bingen Hl. Pater Pio Hl. Bernhard von Clairvaux Sel. Maria Deluil-Martiny Sel. Anna Katharina Emmerick Mechthild Thaller-Schönwerth Gisela-Maria

Tobias
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...   Erstellt am 07.06.2009 - 14:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

der Friede und die Gnade des Herrn sei mit Euch.

Unter folgendem Link wird das oben gezeichnete Bild abgerundet:
Die Prüfung der Engel - Maria von Agreda




Uriel ...
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...   Erstellt am 25.07.2009 - 21:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Der große Mythos vom Glanz und Elend der Engel beginnt mit den Worten: »Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.« In diesem ersten Beginn rief der Herr durch seinen Geist, der über dem Chaos brauste, eine geistige Schöpfung hervor, die in allen Teilen noch vom göttlichen Urlicht durchdrungen war: die aus ätherischen Kräften gebildete himmlische Erde, die ewige Natur. Diese erste geschaffene, noch heile, unversehrte Welt wird von der biblischen Überlieferung einem heiligen Gottesberg verglichen, dessen Stoff feuer- und farbenstrahlenden Edelsteinen ähnlich war. Zuhöchst auf diesem Gottesberg erhob sich inmitten des oberen Paradieses der göttliche Thron. Von diesem Gipfelpunkt der Schöpfung flössen in Kreuzesform vier Ströme lebendigen Wassers nach den vier Richtungen des Universums herab. Als Bewohner dieser himmlischen, strahlenden Lichtwelt schuf der Herr aus feuriger Geistmaterie, das Heer der Geistwesen, die Engel, die in verschiedenen Farben juwelengleich schimmerten. Sie sollten seine Diakone beim Schöpfungswerk und nach dessen Vollendung seine Boten sein.

Unter diesen ätherischen Geistwesen waren sieben in besonderer Weise ausgezeichnet: die sieben Ersterschaffenen, gestalthafte Urbilder und Urkräfte der gesamten Schöpfung, von Gott geformte Prägestempel alles Erschaffenen. Diese höchsten Sieben waren dazu berufen, allzeit das unverhüllte Antlitz ihres Schöpfers zu schauen, strahlend im Lichte seiner Herrlichkeit. Diesen seinen Ursöhnen, aber auch den Engelscharen, deren Praepositi sie sind, wollte der Schöpfer seinen gewaltigen Schöpfungsplan, längst bevor er ihn Gestalt werden ließ, vorführen. Ehe Gott den von ihm geschaffenen Weltstoff wie ein Bildhauer formte, entfaltete er das zu Bildende im Geiste vor seinen Engeln. Denn Gott hat, nach Augustinus, die Wirklichkeit der Dinge erst hervorgebracht, nachdem er sie dem Geist der Engel eingeprägt hatte.

Diesen obersten sieben Geistwesen der Schöpfung war wiederum ein Führer vorgesetzt, in dem all ihre Schönheit, Macht und Herrlichkeit wie in einem Lichtfokus zusammengefasst war. Dies höchste geschaffene Lichtwesen, Samael, zuweilen auch Satanael oder Luzifer, der Lichtträger, genannt, wurde vom Herrn der Geister zu seinem Sachverwalter in der Schöpfung unter dem Amtstitel „Fürst dieser Welt“ berufen. Durch ihn als Wächter und Fürsorger der Welt sollten sich die Gotteskräfte wie belebender Tau über die Schöpfung breiten. Dieser Luzifer leuchtete in herrlichem Edelsteinglanz von Karneol, Topas und Jaspis, von Chrysolith, Saphir und Rubin. Aber der wunderbarste Edelstein, einem Smaragde gleich, strahlte in der ihm verliehenen Krone der Herrlichkeit als Urbild jenes allsehenden Geistorganes, das in der späteren Überlieferung das Geistesauge oder das Stirnauge genannt wurde.

Als aber der Herr seinen Ersterschaffenen samt Luzifer und allen Engeln den Plan seiner künftigen Welt vorführte, ließ er sie auch wissen, dass darin der Mensch unter allen Geschöpfen eine Ausnahmestellung einnehmen werde, da Gott ihn unmittelbar nach seinem eigenen Bilde schaffen werde. Ja noch mehr: Gottes geliebter Sohn sollte dereinst aus eines Weibes Schoß fleischliche Menschengestalt annehmen. Dann sollten die Engel Gott in Menschengestalt verehren und um seinetwillen sollten sie auch den Menschen dienen.
Aber dieser Ratschluss Gottes empörte Satanael. Eine solche von ihm geforderte Beugung vor dem Menschen, in dessen Gestalt sich Gott verhüllen wollte, erschien ihm, dem herrlichen Lichtwesen, als eine Erniedrigung. Gerade weil die Natur der Engel die des Menschen weitüberragte, vermochte Satanael nicht einzusehen, warum der Mensch so hoch erhoben werden sollte.

Von da an begann Satanael an der Weisheit Gottes zu zweifeln und zugleich in einem unstillbaren Hass gegen den künftigen Menschen und gegen dessen Urbild, den Menschensohn, zu entbrennen. Wie ein dunkler Blitz zuckte der erste Zweifel durch das Geisterreich, der es für Äonen entzweien sollte. Von Neid erfüllt beschloss Satanael, seinem Herrn nicht mehr zu gehorchen, ja sich selber zum Herrn zu setzen. Er gedachte in seinem Stolze: »Ich werde meinen Thron im Himmel auf die Wolken setzen und dem Allmächtigen gleich werden.« Aber nicht genug, dass Satanael sich selber zum Herrn setzen wollte - er rief auch die Engelscharen zum Abfall und zur Treulosigkeit auf. Da entstand eine schauervolle Unruhe und als Folge eine Spaltung im Engelreich: ein Drittel der Engel erlag den Verführungskünsten Satanaels.

Da der Herr um die Gedanken und Anschläge seines schönsten Engels wusste, beschloss er, den Stolzen samt den ihm anhangenden Engeln aus dem Himmel zu stoßen:
»Weil dein Herz sich überhoben hat und du gesagt hast: „Ein Gott bin ich, auf einem Gottessitze will ich thronen“, werde ich dich hinabstürzen. Ja, du warst ein urbildliches Siegel, voll Weisheit und von vollendeter Schönheit. Dein Herz aber hatte sich überhoben ob deiner Schönheit, so hast du deine Weisheit um deines Glanzes willen zerstört. Da füllte sich dein Inneres mit Frevel und Sünde. Darum schleudere ich dich aus dem Himmel hinab; durch deine übergroße Schuld hast du mein Heiligtum entweiht. Aus seiner Mitte soll ein Gottesfeuer hervorbrechen, dich zu verzehren; so mache ich dich zu Asche und Dunkelheit auf der Erde. Alle, die dich kannten, werden entsetzt sein über dein Geschick; jähem Ende bist du verfallen, auf immer verschwunden aus dem Himmelreich.«

Der Vollzug dieses Richtspruches wurde einem der treugebliebenen Engel aus der Hierarchie der Cherubim mit Namen Michael aufgetragen; dieser sollte Satanael, seiner himmlischen Vorrechte entblößt, zur Erde hinabstoßen. Aber Satanael Versehrte den Michael mit Feuer, denn noch umkleidete ihn die Herrlichkeit und Macht, die der Herr ihm verliehen hatte. Als sich Michael beim Herrn darüber beklagte, erhob ihn dieser zum obersten aller Engel und belehnte ihn mit dem Thron und dem Rang Satanaels. Satanael aber hieß von nun an nur noch Satan, denn die Schluss-Silbe El in den Engelnamen bedeutet Gott; wessen Name damit gezeichnet ist, der ist als ein Gottverbundener, als ein Gottesträger gekennzeichnet.

Nun befahl der Herr dem Michael, Satan mit seinem Zepter zu schlagen, ihn mit der Kraft des Gottesfeuers zu blenden und ihn samt seinen aufrührerischen Engeln aus dem Himmel zu stürzen. Da fiel Satan mit den Seinen kopfüber, in der Haltung der Verkehrung, aus dem Himmel. »Wie ein Feuerblitz fiel der Satan vom Himmel und verbrannte.« Der einst Leuchtende ward so zum Schwarzen, zum Inbegriff der Finsternis. Drei ganze Tage und Nächte wirbelten die Satansscharen, schwarz wie erloschene Kohle, durch den Abgrund der Welt.

Bei seinem Sturz kopfüber verlor Satan das lichte Juwel, den Smaragd, den Inbegriff der ihm verliehenen geistigen und heilenden Kräfte, aus seiner Krone. Er fiel in eine Höhle und blieb in ihr verborgen, bis die Zeit erfüllt war.

Am dritten Tage nach dem Gerichte versammelten sich die treuen Engel mit großem Jubel im Himmel, jetzt wurde Michael vom Herrn zu ihrem Obersten bestellt. Viele der satanischen Engel blieben jedoch, von der Windsbraut der Gottlosigkeit umhergeworfen, an den Bergen hängen; manche stürzten in Abgründe, andere wirbeln für immer durch die Luft, während wieder andere bis zur Erde gelangten. Daher ist »alles, Luft und Erde, ja die ganze Welt, vom Satan und seinen Engeln erfüllt, selbst die Straßen und der Markt, die Bäder und die Ställe«. Der Sturz der Scharen Satans geschah mit so ungeheurer Gewalt, dass viele seiner Engel sich geradezu in die Erde einbohrten. Seitdem steckt »der Teufel ganz und gar in der Erde«. Dort, in den düsteren Höhlen der Unterwelt, in den dunklen und schaurigen Tiefen der Schöpfung, huschen die Satansengel wie Schatten umher, angstvoll auf das Gericht der Endzeit wartend. »Denn Gott hat die Engel, die gesündigt hatten, nicht verschont, sondern sie in finstere Höhlen der Unterwelt hinabgestoßen zur Aufbewahrung für das Gericht.«

Doch nicht nur in der Unterwelt, sondern auch im Luftbereich zwischen Himmel und Erde hausen und wirken die gestürzten, verfinsterten Engel: Satan ist der Fürst des Bösen in der Luft. Aus dem Luftbereich vermag der Satan noch immer zu wirken, denn auch nach seinem Sturze aus dem Himmel bleibt er ein Engelfürst. Er wird immer noch Fürst genannt, »weil sich seine Herrschaft rund um die Erde erstreckt. Der Kosmos ist gleichsam zugedeckt, eingehüllt in eine Atmosphäre teufelerfüllter Luft. In diesem uns ganz nahen und finsteren Bereich wohnt der Böse, eingeschlossen wie in einen Kerker von Luft.« »Denn ins Irdische ist er abgestürzt, und nie mehr wird er zugelassen in die Regionen des Himmels; darum schleicht er jetzt um die Menschen, um sie zu verführen. «

Zuerst aber wirkte sich der Satanssturz in der Geisterwelt aus, da Satan ein Drittel der Engel mit in seinen Fall hineinriss, jene, die - durch sein Beispiel verführt - sich gegen ihren Herrn auflehnten und die Anbetung des künftigen Gottmenschen und den Dienst am Menschen verweigerten. Durch den Sturz dieses Drittels der Engelkräfte entstand eine furchtbare Wunde am Organismus des Geisterreiches; die Harmonie der Welt war zerstört, und die Engel wehklagten über den Verlust ihrer Brüder. Gott aber wollte diese Wunde des Universums dadurch wieder heilen, dass er die Menschen dazu berief, die Stelle der abtrünnigen Engel einzunehmen.

So war dem Menschen durch den Satanssturz eine neue Aufgabe übertragen. Durch seine Liebe und Zuwendung zu Gott sollte er engelgleich werden und die Zahl der Engel wieder vervollständigen, indem er die Sitze der Gefallenen einnahm. Auf diese Weise sollte die ursprüngliche, heile Gestalt der Schöpfung wiederhergestellt werden.

Aber gerade wegen diesem unter allen Geschöpfen nur dem Menschen verliehenen Charisma setzt der Satan als Drache und Verführer alles daran, den Menschen an dem ihm aufgetragenen heilenden Tun zu hindern. Denn der Satan will die Wunde, die er dem Universum geschlagen hat, verewigen, was ihm aber nur gelingen könnte, wenn er den Menschen in seinen eigenen Abfall einzubeziehen vermag.

Um dies zu erreichen, beschloss er, dem Menschen für immer sein Brandmal aufzuprägen und ihn zu seinem Sklaven zu machen. Dies unternahm er, nachdem Gott den Urmenschen Adam in zwei Wesen gespalten hatte, in den Mann und die Männin. Vom Weibe aber wusste Satan, dass es die Einfallspforte des Guten wie des Bösen sei; darum versuchte er das Weib in Schlangengestalt, um in ihr das ganze Menschengeschlecht zu schwächen. Er verführte sie dazu, Gott den Gehorsam aufzusagen, und flößte ihr den eigenen frevelhaften Wunsch ein, Gott gleich zu werden. Und das Weib verfiel dem Gelüste, und mit dem Weibe fiel der Mann, eines Fleisches und Willens mit ihr.

Nach einer jüdischen Überlieferung ist aber Eva nicht nur Gott, sondern auch Adam dadurch untreu geworden, dass sie im Worte Satans, auf das sie hörte, auch seine zeugende Kraft empfing. Die Frucht dieser Verbindung war, der Legende nach, Kain, ein Sohn Satans, der als Mann des bösen Herzens geboren wurde. So ward der Mensch bis in sein Innerstes, bis ins Herz, in Hirn und Geschlecht, vom Satan verwundet und gezeichnet. Damit jedoch das unglückselige Paar in diesem Zustande nicht auch noch nach den Früchten des Lebensbaumes greife und so seinen gefallenen Zustand verewige, wurde es vom Herrn aus dem Garten des Paradieses gewiesen. Um dem Paar den Rückweg zum Lebensbaume zu verwehren, umgab Gott den Garten mit einem Zaun aus Feuerengeln, den Cherubim, denen Michael, der Gegner und Verfolger Satans auf Weltzeit, als Anführer vorgesetzt ist.





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...   Erstellt am 30.07.2009 - 09:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Wäre es möglich hierzu eine Quelle anzugeben?

Vielen Dank




Uriel ...
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...   Erstellt am 30.07.2009 - 19:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Grüß Dich,

Der Auszug stammt aus dem Buch "Engel und Dämonen" von Alfons Rosenberg.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass das Buch nicht durchweg katholisch ist. Es geht neutral auf das Engel- und Dämonenbild in den verschiedenen Weltreligionen ein. Der Auszug hier entspringt allerdings dem katholischen und orthodoxen Glaubensverständnis.





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...   Erstellt am 31.07.2009 - 09:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Uriel,

vielen Dank für deine Antwort.

Wie schon in einem anderen Beitrag erwähnt, bin ich nicht sehr Bibelfest, aber mir sind in dem Artikel einige Dinge aufgefallen, die mir nicht wirklich in den Kopf wollen. Ich bin versucht, dies als zutiefst esoterische Lehre abzutun und ich kann bei aller Liebe keinen Bezug zum katholischen Glaubensverständnis herstellen. Ich hoffe aber, dass du mir bei meinen Verständnisschwierigkeiten behilflich sein kannst.

(ui habe wohl heute meinen schlimmen tag -entschuldige bitte dafür)

„Diesen obersten sieben Geistwesen der Schöpfung war wiederum ein Führer vorgesetzt, in dem all ihre Schönheit, Macht und Herrlichkeit wie in einem Lichtfokus zusammengefasst war. Dies höchste geschaffene Lichtwesen, Samael, zuweilen auch Satanael oder Luzifer, der Lichtträger, genannt, wurde vom Herrn der Geister zu seinem Sachverwalter in der Schöpfung unter dem Amtstitel „Fürst dieser Welt“ berufen.“

Ich konnte bis jetzt keinen Text finden, wo Satan als Führer aller Engel tituliert wurde. Als schönster Engel ja, aber nicht als deren Führer also quasi Metatron und diesen finde ich auch nur im esoterischen Bereich. Auch seine Beschreibung des Aufgabenbereiches ist für mich sehr, sehr gewagt. Sachwalter Gottes, ich weiß nicht. Wurde ihm der Amtstitel „Herrscher der Welt“ nicht erst NACH seinem Stutz und Wegnahme seines ursprünglichen Namens gegeben?

Der Vollzug dieses Richtspruches wurde einem der treugebliebenen Engel aus der Hierarchie der Cherubim mit Namen Michael aufgetragen; dieser sollte Satanael, seiner himmlischen Vorrechte entblößt, zur Erde hinabstoßen.

Bei Michael kenn ich mich auch nicht wirklich aus. In der hl. Schrift ist er bekannt als einer der Erzengel, kein Cherub und kein Seraph. Wie kann er dann beides sein? Kann es sein, dass seine Aufgabe die eines Erzengels ist, sein Rang aber dem eines Seraph entspricht? (Selbiges auch für Raphael, Uriel, Gabriel,….).

Richtig haarsträuben wird es für mich dann:
Aber Satanael Versehrte den Michael mit Feuer, denn noch umkleidete ihn die Herrlichkeit und Macht, die der Herr ihm verliehen hatte. Als sich Michael beim Herrn darüber beklagte, erhob ihn dieser zum obersten aller Engel und belehnte ihn mit dem Thron und dem Rang Satanaels. Satanael aber hieß von nun an nur noch Satan, denn die Schluss-Silbe El in den Engelnamen bedeutet Gott; wessen Name damit gezeichnet ist, der ist als ein Gottverbundener, als ein Gottesträger gekennzeichnet

Das kann sich so einfach nicht zugetragen haben. Gott sendet Michael nicht aus im Wissen, dass er seine Aufgabe nicht erfüllen kann.

Nun befahl der Herr dem Michael, Satan mit seinem Zepter zu schlagen, ihn mit der Kraft des Gottesfeuers zu blenden und ihn samt seinen aufrührerischen Engeln aus dem Himmel zu stürzen. Da fiel Satan mit den Seinen kopfüber, in der Haltung der Verkehrung, aus dem Himmel. »Wie ein Feuerblitz fiel der Satan vom Himmel und verbrannte.« Der einst Leuchtende ward so zum Schwarzen, zum Inbegriff der Finsternis. Drei ganze Tage und Nächte wirbelten die Satansscharen, schwarz wie erloschene Kohle, durch den Abgrund der Welt.

Auch diesen Teil finde sehr eigenartig, und eher in „Gute Nacht" Lektüren zu finden. War es nicht ein Kampf mit dem Geiste, war es nicht eher eine Entblendung des Teufels von seinem Hochmut sich selbst erhöhen zu können, sich selbst gar auf die Stufe Gottes zu stellen und dies durch die Worte und dem Namen Michaels „Wer ist wie Gott?“

Am dritten Tage nach dem Gerichte versammelten sich die treuen Engel mit großem Jubel im Himmel, jetzt wurde Michael vom Herrn zu ihrem Obersten bestellt.

Das ist chronologisch schon nicht mehr möglich, da er ja schon den Platz Satans als Führer der Engel eingenommen hat.

Viele der satanischen Engel blieben jedoch, von der Windsbraut der Gottlosigkeit umhergeworfen, an den Bergen hängen; ……………….
…blieben im Boden stecken,….. ohne Worte!



So war dem Menschen durch den Satanssturz eine neue Aufgabe übertragen. Durch seine Liebe und Zuwendung zu Gott sollte er engelgleich werden und die Zahl der Engel wieder vervollständigen, indem er die Sitze der Gefallenen einnahm. Auf diese Weise sollte die ursprüngliche, heile Gestalt der Schöpfung wiederhergestellt werden.

Das ist haarsträubend. Nochmals verzeih mir bitte, aber dieser Text hat für mich die Qualität eines drei Groschen Romans.

Mir fehlt die theologische Kompetenz, aber erlaube mir einen Gedankengang der sich mir aufdrängt. Ich bin Tiroler, also etwas salopp geschildert:
Wenn Gott Michael aussendet um Satan zu vertreiben und dieser weinerlich zurück kommt und sich darüber beklagt, dass er eins auf die Mütz bekam, ist das starker Tobak.
Ich verwehre mich zu glauben, dass Gott fehlbar und Michael eine Heulsuse ist. Ich meine das sieht ein Blinder mit dem Stock, dass Michael als Erzengel (oder Cherub) gegen Satan, ausgestattet mit der höchsten Macht unter den Engeln, einfach nur alt aussehen kann.


Nun ist schon wieder so lang geworden^^

[Dieser Beitrag wurde am 31.07.2009 - 12:25 von 3Rad aktualisiert]




Uriel ...
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...   Erstellt am 31.07.2009 - 23:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Lieber 3rad,

Du brauchst Dich wirklich nicht zu entschuldigen. Denn genau dafür sind wir doch da um auf die Fragen unserer Mitglieder einzugehen.

Wie Du Dir sicher denken kannst, ist dieses Thema ein weites Feld. Die Engellehre (=Angelologie) ist tief verwurzelt im katholischen Glauben. In der Urkirche gab es einst sogar Lehrstühle in Angelologie. Leider ist dieses tiefe Auseinandersetzen mit diesem Thema stark rückläufig.

Es gibt einige große Namen von Seligen und Heiligen, die sich fast ausschließlich damit befassten. Besonders würde ich gerne Hildegard von Bingen oder Pseudo Dyonisius erwähnen. letzterer hat dem Thema ein ganzes Werk gewidmet. Er hat Struktur in die Ordnung der Engel gebracht und seine Himmlischen Hierarchien aufgeschlüsselt (mehr dazu unter "Die Welt der Engel" hier im Forum).

Da Du selbst sagst Du seist nicht bibelfest, kann ich deine Argumente gut nachvollziehen. Denn zum einen ist das meiste biblisch fundiert und zum anderen den Schlussfolgerungen der lebendigen Theologie der katholischen Kirche entnommen.

Ich kann Dich beruhigen, das ich ein Augenmerk auf das theologische dabei lege. In jüngeren Jahren war ich selbst in der Esoterik zugange und behaupte daher inzwischen die Unterschiede erkennen zu können. Gerade beim Engelthema ist es sehr schwierig die nötige Unterscheidung der Geister zu treffen. Die Esoterik missbraucht das Thema Engel. Daher bin ich gerne bereit dahingehend aufklärend zu verdeutlichen.

Satanael war einst der oberste in der Hierarchie. Er ist durch seinen Hochmut und Machtgelüste gestürzt worden. Gott ist der Schöpfer ALLER Wesen. Er hat die Engel erschaffen und nicht Dämonen. Sie sind zu Dämonen geworden durch ihre Abkehr von Gottes Wille. Deshalb der Engelsturz.

In einer Hierarchie können Plätze, Ränge und Aufgaben umstrukturiert werden oder sich überschneiden. So wurde Michael zum Anführer der Engel. Ob er Cherub ist oder war spielt gar nicht mal eine so große Rolle. Er verliert dadurch nicht sein Gesicht oder Ansehen oder Einfluss. Wir dürfen die himmlische Hierarchie nicht allzu sehr vermenschlichen. Gott hat Satanel als Fürst der Welt von Anbeginn eingesetzt. Jedoch hat er diese Macht missbraucht.
Diesen Missbrauch setzte er fort durch die Verführung Adams und Evas wodurch die Welt vergiftet wurde. Die Welt als der vergiftete Apfel.

Gott hat Michael erst aus ausgesendet und zudem ernannt, als Satanaels böse Handlungen offenkundig wurden.

Einiges von dem mag Legende sein. Wir wissen es nicht genau wie es sich exakt zutrug. Es mag Verbildlichung sein. Ähnlich der Verbildlichung der Schöpfungsgeschichte. Dieses "an den Bergen hängen" gehört wohl in diese Kategorie. Es ist nicht ganz wörtlich zu nehmen. Es dient mehr dem Verständnis der Strukturen und weniger dem exakten geschichtlichen Ablauf. Vergessen wir nicht, dies hat sich auf geistiger Ebene zugetragen.





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...   Erstellt am 01.11.2009 - 22:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Teufel (griech. diabolos, hebr. satan = Entzweier, Verleumder, Widersacher), allg. Name der von Gott erschaffenen, aber am Anfang der Schöpfung gefallenen u. verdammten Engel, im Besonderen des obersten unter ihnen.

Die Vorstellung vom Teufel findet sich außerhalb der Bibel in der babylonischen Mythologie (wo ein dämonisches Wesen als Ankläger u. Verleumder vor Gott u. als Verfolger des Menschen erscheint), ebenso in der persischen u. ägyptisch religiösen Ideenwelt, an die der eine oder andere Zug in einigen Schriften des AT erinnert (vgl. Tob 8,3; 3.8). Die Teufelsvorstellungen des AT u. NT weisen eine Entwicklung auf. In der Zeit nach der Gefangenschaft werden sie klarer u. bestimmter. Der Satan des AT steht in Abhängigkeit von Gott (Hiob 1, 6 ff; 2, 1 ff u. a.), wodurch er sich von ähnlichen Gestalten der babylonischen Texte unterscheidet. Durch den Neid des Teufels ist der Tod in die Welt gekommen (Weish 2, 24). Satan ist der Widersacher Hiobs vor dem Herrn (Job 1,6; 2,1). Er klagt den jüdischen Hohenpriester bei Gott an (Zach 3,1—4), verleitet David, dass er Israel zähle (1 Chr 21,1). Im NT kehrt er unter verschiedenen Namen wieder (Mt 4,1 u.a.; l Petr 5, 8; Apk 12, 10; 12,9; Mk 3,22; Mt 9, 34; 12, 24; Jo 12, 31; 14, 30; 16, 11; Eph 2,2; 2 Kor 4,4). Er versucht den Herrn (Mt 4. 3—10), bereitet seiner Lehre Hindernisse (Mk 4. 15; Mt 13,39), versucht seine Jünger (Lk 22, 3—31), kämpft gegen die Kirche (Mt 16, 18),ist der Fürst dieser Welt (Jo 12, 31; 14,30; 16,11). Auch nach der Vertreibung sucht er die Menschen mit vermehrter Anstrengung heim (Lk 11, 24—26).

Die christlichen Schriftsteller sehen im Teufel ein durch eigene Schuld böse gewordenes Geschöpf Gottes, weshalb sie seit Irenäus den Demiurgen (Weltschöpfer) der Gnostiker für den Teufel halten. In den germanischen Sagen u. Märchen begegnen uns in den Göttern, Riesen, Kobolden u. Nixen dem Teufel ähnliche Wesen. Auch Luther hält an der Wirklichkeit des Teufels fest.

Erst die Vernunftphilosophie der neuzeitlichen Aufklärung beginnt die Teufelsvorstellung zu einer Verkörperung des von Grund aus Bösen abzuschwächen (so Kant u. Schleiermacher). Nach der kirchlichen Lehre ist der Teufel ein Geschöpf Gottes u. war zuerst ein guter Engel (Konzil v. Braga 561; Denz. 237; Glaubensbekenntnis für die Waldenser 1208; Denz. 428). Er verführte die Stammeltern zur Sünde (Weish 2, 42; Jo 8, 44; Apk 12, 9; Glaubensbekenntnis für die Waldenser Denz. 428). Seitdem hatte er die Herrschaft über die Menschen (Trid. sess. 5 can. 1; Denz. 788; sess. 6 cap. 1 Denz. 793).

Der Einfluss des Teufels darf weder geleugnet noch übertrieben werden. Es steht nicht fest, dass der Teufel bei jeder Sünde im Spiele ist. Krankheiten, Wetterschäden, Missgeburten und dergleichen erklären wir heute, nicht mehr ohne weiteres alleinig als Wirkungen teuflischer Einflüsse. Durchaus schriftgemäß ist aber die Lehre der Theologen, wonach Versuchungen, soweit sie nicht unmittelbar aus der bösen Begierlichkeit des Menschen aufsteigen oder von außen, durch die „Welt", d. h. die gottabgewandte Umgebung, an den Menschen herangetragen werden, unmittelbar vom Teufel ausgehen. Dieser kann, wie die Theologen lehren, auf die leibliche u. über sie mittelbar auf die höheren Seelenfähigkeiten des Menschen einwirken, indem er z. B. durch Vorspiegelung von Phantasiebildern böse oder sündhafte Gedanken in uns wachruft. Eine besondere Art der Ausübung teuflischer Macht ist die Umsessenheit, insbesondere der Besessenheit, die im allgemeinen darin besteht, dass der Teufel vom Leib eines Menschen Besitz ergreift, diesen auch gegen dessen Willen gebraucht u. ihm zuweilen Fähigkeiten mitteilt, die über menschliche Kräfte hinausgehen.

Den Kampf gegen den Teufel führt Christus durch Absage an den Versucher (Mt 4, 3—11) u. durch zahlreiche Teufelsaustreibungen / Exorzismen (Mt 4, 24; 8, 16; 9, 32—33 u.a.). Christus ist gekommen, den Teufel zu besiegen u. dadurch dem Reich Gottes den Eingang in die Welt zu bahnen (Mt 12, 22—32; Lk 11, 14—26). Seine Erlösungstat hat den Menschen von der Knechtschaft des Teufel befreit (Denz. 371).

Die Möglichkeit teuflischer Beeinflussung bleibt aber auch jetzt noch. Die Kirche wendet dagegen den Exorzismus (Beschwörung) an, so bei der Taufe, in einzelnen Fällen auch bei schon Getauften oder bei der Weihe von Gegenständen (Taufwasser, Weihwasser, Salz usw.), da ja auch diese vom Teufel als Werkzeuge zum Schaden des Menschen benutzt werden können (z.B. Esoterik, Okkultismus, Spiritismus, Magie, Satanismus etc.).

In den Christen macht sich die Herrschaft des Teufels geltend durch den Tod (Hebr 2, 14 ff, wobei die Erlösung in der Befreiung von der Todesfurcht besteht), durch Erregung von Krankheiten (1 Kor 5,5; 11,30; vgl. 10, 20 bis 21), als Quälgeist in Paulus (2 Kor 12, 7; vgl. 1 Thess 2,18), besonders aber durch Versuchung zur Sünde (1 Kor 7, 5; 2 Kor 11, 3; 2 Tim 2, 26). Zahlreich sind die Mahnungen der Schrift zur Wachsamkeit gegen die Nachstellungen des Teufels (Eph 6,11—20; 2 Kor 11, 14; 1 Jo 3, 8; 1 Petr 5, 8 f).

Durch die Gnade Christi ist der Teufel für uns überwindbar geworden (1 Jo 2, 14; Jak 4, 7; vgl. auch Trid. sess. 5, can. 5, Denz. 792). Nach der Apokalypse bleibt jedoch die ganze Heilsgeschichte bis ans Ende vom Kampf zwischen dem Reich Gottes und dem Teufel bestimmt (Apk 12,9; 20, 2).








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...   Erstellt am 26.06.2010 - 19:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Ist schon - wie im Beitrag über die Engel aufgezeigt wurde - die Vorstellung von den Engeln weithin verkitscht und entwürdigt worden, ist bei der Vorstellung vom Teufel eine geradezu gefährliche Verniedlichung und Veralberung erfolgt, die den gesamten Glauben an das Sein des Teufels bedroht. Für Ofenheizungsreklamen, für Putzmittel (Putzteufelchen), für die nichtigsten Dinge muss das Bild eines gehörnten, schwanzwedelnden, auf Bocksfüßen herumspringenden „dummen Teufelchen" herhalten, ganz zu schweigen von den zahllosen Witzzeichnungen und Witzworten über den Teufel.

Was bedeutet das Wort Teufel in seinem Ursinn eigentlich? Es stammt aus der griechischen Sprache. „Dia-Bolos", das ist wörtlich „Der alles Durcheinander-Werfende". Über „diafolo" bildete sich unser heutiges Wort Teufel. Alle göttlichen und menschlichen Ordnungen durcheinander zu bringen, Gottes Gesetze umzustürzen, ihnen zu widersprechen, das Heilige in Unheiligkeit zu verkehren, das ist das tiefste Wesen dieses als Lichtgeist (Luzifer = Lichtträger) von Gott geschaffenen Geschöpfes.

Weit über hundertmal wird in der Heiligen Schrift von seinem verderbenden Wirken berichtet. Vielfältig sind die Namen, die ihm in der Bibel gegeben werden: Teufel, Satan (hebräisch = Widersacher), Feind, Lügner von Anbeginn, Unreiner Geist, Menschenmörder von Anbeginn (womit auf seine Versuchung zur Erbsünde hingewiesen wird). Petrus schreibt von ihm: „Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe, der sucht, wen er verschlingen könne." (1. Petrusbrief 5,8) Aus den hl. Evangelien erfahren wir mehrmals, dass es sich nicht nur um einen Teufel handelt. „Wenn ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist damit das Reich Gottes zu euch gekommen...", spricht Christus (Matthäus 12,28) „Er rief die zwölf Apostel zusammen und gab ihnen Macht und Gewalt über alle bösen Geister..." (Lukas 9,1). Beachtenswert ist in diesem Zusammenhang gewiss, dass der Glaube an das Dasein eines Gegenspielers der Gottheit, an böse Geister, Dämonen, Teufel zum Urbesitz der meisten Religionen der Menschheitsgeschichte gehört. In den anfangs erwähnten verschiedenen Bezeichnungen kommt das vielfältig unheilvolle Wirken der Teufel deutlich zum Ausdruck.

Seine ganze Furchtbarkeit aber wird aus dem Biblischen Bericht über die Versuchung des Gottmenschen Jesus Christus offenbar, die alle drei Evangelisten übereinstimmend niedergeschrieben haben. Die drei Versuchungen durch Satan gipfeln in dem unerhörten Ansinnen: „Dies alles (alle Reiche der Welt samt ihrer Herrlichkeit) will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest!" (Matthäus 4,8-9) Hier kommt am deutlichsten seine durchaus verderbte Natur zum Erscheinen, die sich selbst zum Gott machen will. Das stimmt mit jenen biblischen Andeutungen überein, die als die eigentliche Ursache ihrer göttlichen Verurteilung zur ewigen Höllenstrafe ihre Auflehnung gegen ihren Schöpfer bezeichnen, mit der sie sich selbst zur Gottheit erhöhen wollten. Der Name ihres Widerstreiters „Michael" (= Wer ist wie Gott?), des Erzengels, deutet ebenfalls darauf hin. So ist Satan wirklich „Der Böse" im Gegensatz zu Gott, dem vollkommen „Guten". Aus Christi klaret Lehre und auch aus anderen Stellen der Bibel kommt es klar zum Ausdruck, dass Satan bis zum Jüngsten Tage auf dieser Erde ein „Satansreich" als Gegenreich gegen das Reich Gottes durch Gottes Zulassung aufrichten durfte. Wie den Menschen, war ja auch zuvor den Engeln die Gottähnlichkeit des freien Willensentscheides gegeben worden. „Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt, jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgestoßen. Ich aber werde, wenn ich von der Erde erhöht bin, alles an mich ziehen." (Johannes 12,31-32). In der Geheimen Offenbarung des Johannes wird in eindrucksstarken Bildern der auf und ab wogende Kampf zwischen dem Satansreich und dem Gottesreich geschildert (besonders: 9. Kapitel).

Unsere Aufgabe ist es ein Leben lang, die Zugehörigkeit zum Reiche Gottes zu bejahen und mit allen Kräften zu verteidigen! „Nicht der Nacht, nicht der Finsternis gehören wir an. Lasst uns also nicht schlafen wie die anderen, sondern wachsam und nüchtern sein! ... Wir aber, die wir dem Tage angehören, wollen nüchtern sein, gerüstet mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. Denn Gott hat uns nicht für das Zorngericht bestimmt, sondern dazu, dass wir das Heil erlangen durch unseren Herrn Jesus Christus." (1. Brief an die Thessalonicher 5,1-11) Diese Mahnung des Völkerapostels, die Christi Worte von der Wachsamkeit wieder aufgreift, und die mit anderen Stellen übereinstimmt, sagt uns das Entscheidende über unsere Abwehr Satans. Aus dem sicheren Glauben an das Dasein des Teufels, der auf Leib und Seele stärksten Einfluss ausüben kann, muss die stete und helle Wachsamkeit erwachsen. Treffend sagt der Volksmund: „Wer dem Teufel den kleinen Finger reicht, dem nimmt er die ganze Hand!" Wer da spricht: „Es handelt sich ja nur um eine lässliche Sünde ...", der beginnt zu schlafen, der öffnet dem Satan die Tür, wenn es auch nur ein ganz winziger Spalt ist. „Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet!", mahnt der Herr seine schlafenden Jünger (Matthäus 26,41). Zum Wachen gehört also auch das ständige Beten, die Aufrechterhaltung der Verbindung mit Gott.

Verbindung mit Gott wird aber in vollkommenstem Maße durch das Erlösungsopfer Jesu Christi mit seinem Opfermahl erhalten. So ist die oftmalige heilige Kommunion eine der stärksten Waffen gegen Satan. Wo Gott im Herzen und im Leibe ist, da ist kein Platz mehr für Satan. Gott ist die Liebe, Satan ist der böse Geist des Hassens! So müssen wir unser Herz mit großer Liebe zu Gott und zu unseren Mitmenschen anfüllen. Über allem muss die unerschütterliche Hoffnung stehen, das Gottvertrauen auf das Heil, zu dem Gott uns berufen hat, Gott, der uns nicht für das Zorngericht bestimmt hat, sondern zur ewigen Gemeinschaft in seinem himmlischen Reich! –

Für das christliche Erziehungsmühen sei im Anschluss an die ersten Gedanken dieses Artikels über den Teufel eindringlich gemahnt, jede alberne Verniedlichung des Teufels von den Kindern fernzuhalten! Hier darf es keine dummen Witze geben! Hier müssen simple Zeichnungen von „kleinen, dummen Teufelchen" sorgsam aus den Kinderhänden ferngehalten werden! Wenn vom Satan gesprochen werden muss, und Eltern müssen diese Glaubenslehre von Zeit zu Zeit sehr ernst betonen, da sollten die Kinder etwas von der heilsamen Furcht vor dem Widersacher Gottes im Herzen ihrer Eltern deutlich verspüren. Das ist besser, als mit allerhand Läppischkeiten andauernd „den Teufel an die Wand zu malen".





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...   Erstellt am 20.07.2010 - 13:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Satan will als Haupt seines „Gegenreichs“ göttlich verehrt werden. Da er es aber nicht wagen kann, sich offen anzubieten, muss er versuchen, die Menschen auf Umwegen sich zuzuführen, und er muss sich ihnen in Masken zeigen, die sein Schreckensantlitz verbergen. Er braucht stellvertretende Idole, und er muss trachten, Irrtümer über die Welt und sein wirkliches Verhältnis zu Gott zu erzeugen.

Es kann die Interpretation gewagt werden, dass in der Empörung Luzifers und seiner Trabanten ein pervertiertes Gerechtigkeitsempfinden wirkte. Satan muss es als ungerecht erschienen sein, dass Gott den Menschen, obgleich den Engeln in allem unterlegen, dennoch durch Christus zur Verklärung berufen und in gewisser Hinsicht über die Engel stellen wollte - denn Satan erhob sich selbst zum Maß der Gerechtigkeit. Seinen Aufstand machte er nach diesem falschen Maß zur guten Sache gegen einen ungetreuen Willkür-Gott. Das ist der Ursprung der frevelhaften Rede vom Gott, dem außer dem Guten auch das Böse innewohne - oder gar vom bösen, unbarmherzigen Gott, in dessen Gewalt die Menschheit gegeben sei, von Gott, dem Urheber aller Qualen und Leiden, dem Folterherrn, der sich an den Martern seiner Geschöpfe weidet; unerschöpflich im Erfinden neuer Grausamkeiten. Der Gotteshass ist eine Versuchung Satans, unendlich gefährlich, weil das Geheimnis des Leidens in der Welt so drückend schwer ist. Satan, der wahre Urheber allen Übels, wird alles tun, um seine Schuld auf Gott abzuwälzen, und der Mensch ist dieser List immer wieder erlegen; es ist nur nötig, die Bedeutung der Freiheit der Menschen und Engel in der Schöpfung ein wenig zu unterschätzen, um aus der Allmacht Gottes den Schluss zu ziehen, dass er das Leiden verhindern könnte, wenn er es wollte, und dass Gott, weil er es dennoch nicht tut, der grausame, boshafte Feind seiner Geschöpfe sein müsse.

Dies ist das Urmotiv des europäischen Antitheismus, der zwar nicht ausdrücklich für den Teufel, aber gegen Gott, dessen Sein nicht geleugnet wird, Partei ergreift -wofür? Für die »Humanität«, für die durch die Fügung, Zulassung oder Bosheit Gottes sinnlos gemarterten Menschen, für die Freiheit, Größe und Souveränität der Menschheit. Dieser Antitheismus ist pervertierter Glaube und darum wirkliche Empörung gegen den geglaubten Gott, somit eine abbildliche Wiederholung des Aufstands der Engel. Und wie dem Glauben Satans, so fehlt auch dem Atheisten die Hoffnung und die Liebe. Aber die durchaus klar gewusste Aussichtslosigkeit der Empörung hemmt diese nicht; schon die Revolte allein ist Befriedigung des Gotteshasses: dies kann der böse Gott trotz aller seiner Allmacht nicht verhindern, dass der als frei geschaffene Mensch ihm ins Antlitz hinein widersteht, Gott ins Gesicht schlägt und ihn in seinem menschlichen Bewusstsein »tötet«. Das blasphemische, aber gewaltig von der menschlichen Freiheit zeugende Bild der Tötung Gottes ist seit jener Vision Nietzsches mächtig geblieben; Sartre hat es in seinem Drama »Der Teufel und der liebe Gott« wieder erneuert.

Die Tendenz des Atheismus ist also die Verdrängung der Glaubenselemente, die Selbstverwandlung in den Atheismus. Aber das gelingt bloß unvollständig. Es gibt nur selten einen wirklich kühlen, von Affekten freien Atheismus; fast immer ist die Gottlosigkeit unduldsam, aggressiv, fanatisch, sie will den Gottesglauben, den sie hasst, ausrotten, auch, wenn sie dazu die Macht hat, mit Gewaltmitteln: sie ist »militant«. Darin verrät sich der Glaubensursprung des Atheismus, nämlich seine Herkunft aus dem Antitheismus. Er ist eine Antireligion, die im Grunde doch von einem irrationalen Glauben, nämlich dass kein Gott sei, lebt - einem Dogma, das noch weit mehr Glaubensbereitschaft voraussetzt als die Anerkennung der Existenz eines persönlichen dreifaltigen Gottes. Weil er der Abkömmling des Antitheismus ist, darf man den Atheismus sogar als die Religion Satans bezeichnen.





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