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Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
![]() Die Araber machten Palermo im Jahre 831 zur Hauptstadt ihres neuen Inselreichs. Und sie machten sie zu einer der schönsten Metropolen Europas mit Palästen, Moscheen, Geschäftsstrassen und Lustgärten. Auch die Landwirtschaft blühte auf. Unter der Führung von persischen Fachleuten wurden Bewässerungssysteme angelegt und viele neue Pflanzen kultiviert: die Bitterorange, die Dattelpalme, die Melone, die Pistazie, der Reis, das Zuckerrohr. Aber auch der Maulbeerbaum und seine Nutzung für die Seidenraupenzucht und der Papyrus samt der Herstellung von Papier wurden eingeführt. Es war eine kosmopolitische, gebildete Gesellschaft, die Palermo bewohnte. Ein arabisch-orientalischer Hauch weht noch im Gassengewirr der historischen Viertel, die sich um die Kreuzung Quattro Canti verteilen. Man findet ihn auch im Geruch und in den Farben der Märkte Vucciria, Ballarö und Mercato del Capo und im archaischen Singsang der Händler, wenn sie die Käufer umwerben. ![]() ![]() ![]() ![]() Europas geistiger Elite, die in den beiden letzten Jahrhunderten nach Sizlien strömte, prägte sich ein und dasselbe Bild ein: Die weit geschwungene Küste von Palermo mit dem Monte Pellegrino auf der einen und dem Kap Zafferana auf der anderen Seite, strotzend vor Pflanzen und Bäumen, aus denen die Orangen leuchteten. Dieser Eindruck gab der Bucht ihren Namen, «Conca d'Oro», goldene Muschel. Den Namen hat sie noch heute, auch wenn das Gold verschwunden ist. ![]() Die Stadt, einst als «Perle» darin eingeschlossen, wuchert heute in alle Richtungen. | ||||
Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
Golden funkeln noch die Kirchen der Normannen. Ein Schmuckstück aus christlichen-islamischen Elementen ist Santa Maria deN'Ammiraglio. ![]() Der Dom von Monreale und sein Kreuzgang sind das schönste Beispiel des arabisch-normannischen Baustils Johann Wolfgang von Goethe, der 1787 in Sizilien den «Schlüssel zu allem» entdeckte, ignorierte den Ort. Anders König Juan Carlos von Spanien. Als er im Oktober 1998 Palermo besuchte, wurde Monreale generalstabsmässig abgeriegelt. Das Lächeln des Monarchen grüsste auf Plakaten monatelang weiter. Nach der Eroberung Siziliens durch die Spanier im fünfzehnten Jahrhundert errichtete der gesamte einheimische Adel seine Paläste in der Nähe des Vizekönigs, also in der Hauptstadt. Auf die arbeitende Landbevölkerung hatte diese Gewichtung zum Teil katastrophale Folgen. Auch Palermo spürte sie, indem sich das Proletariat und die Armenviertel ausbreiteten. Einen Nachgeschmack der alten aristokratischen Ordnung bekommt man in Bagheria, wo der Prinz von Butera, als er sich hier eine Sommerbleibe errichtete, eine Modewelle unter seinesgleichen auslöste. Skurril grinsen die Steinskulpturen der Villa Palagonia, während der Saal mit der Spiegeldecke, die nun braun und erblindet ist, nicht einmal mehr nostalgisch stimmt. ![]() Palermos heutiger Adel residiert auf der anderen Seite der Bucht in Mondello. Der Jugendstil mancher Gebäude zeigt, dass auch dieser Stand nicht mehr der neueste ist. Längst nicht mehr bestimmen die Kaleschen der Patrizier, die zum Eisessen ans Foro Italico fuhren, das Bild, sondern das Heiligtum aller Italiener: la Santa Macchina. Mit dem Auto sind alle Palermitaner endlich gleich geworden, zu Herren wie zu Untertanen. Mit ihm mähen sie sich durch Gassen und Quartiere. Sie freuen sich, wenn es einen Gehsteig gibt, worauf sie das Automobil abstellen können, und wenn die Strasse breit genug ist, parken sie gleich in mehreren Reihen nebeneinander. Die heilige Rosalia, der heilige Domenikus und die heilige Anna husten zwar, aber das hört im Knattern der Auspuffrohre keiner mehr. ![]() Palermos chronisch verstopfte Strassen sind berüchtigt. Es gibt zwar gut funktionierende öffentliche Verkehrsmittel, aber den Gang zum nächsten «Tabacchi», in die nächste Bar macht keiner zu Fuss. | ||||
besucherin unregistriert |
a propos marzipan.......... | ||||
Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
LA PATRIA E COME LA MAMMA, ce ne una sola, sagen die Italiener | ||||
Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
![]() u.a. von Erberto Carboni, begehrte grafische Trophäen Carboni prägte auch die Nachkriegsära. Die Kampagne Con Pasta Barilla e sempre domenica (Mit Pasta von Barilla ist immer Sonntag) von 1952 sorgte in der Werbewelt für Furore. ![]() Er setzte auf ein simples und modernes Grafikdesign: freigestellte Nudeln, Bestecke und Töpfe auf blauem Grund für Werbekampagnen und Verpackung. Er schuf auch das weiß-rote Logo im flachen Oval. In den 60er und 70er Jahren verpflichtete die Pastafabrik Prominente wie Dario Fo, die beliebte Sängerin Mina und den Beatles-Regisseur Richard Lester für ihre populären Carosello-Werbespots Mina Carosello Barilla Il Ballista - il Carosello di Dario Fo An diese Erfolge konnte in den 80er Jahren mit Kampagnen von TBWA und Young & Rubicam sowie Spots von Filmemachern wie Ridley Scott, David Lynch oder Nikita Michalkov angeknüpft werden. Sie und ein erfolgreiches Management machten Barilla, heute eine Gruppe von etwa 30 Unternehmen, zum Marktführer in Europa. Spot pasta Barilla ambientato a Mosca, 1989. ![]() ![]() ![]() | ||||
besucherin unregistriert |
eine weitere buchempfehlung zu italien.......
ein spannendes buch, lässt sich schlecht aus der hand legen. ![]() Alberto Moravia | ||||
Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
![]() Schnecken, «babaluci», sind aus der sizilianischen Küche nicht wegzudenken. Straßenhändler verkaufen sie an jeder Ecke und verraten gern die Zubereitung: Erst lässt man sie drei Tage fasten, dann werden sie in Knoblauch und Kräutern gedünstet und schliesslich als Fingerfood verspeist. «Fimmine vasate, vavaluci sucati» lautet der obligate Essspruch dazu, was ungefähr heisst: *Küssen und Schmatzen tönt beides gleich* | ||||
Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
![]() Die Geschichte Salvatore Ferragamos ist die italienische Version des amerikanischen Traums. Als elftes von 14 Kindern in einem kleinen, armen Dorf in der Nähe Neapels geboren, verließ der kleine Salvatore schon mit neun Jahren die Schule. Er wußte nur, daß er Schuhmacher werden wollte. Nach ersten Lehrjahren in Süditalien versuchte er 1914 sein Glück in Amerika. Dort erlebte das Kino seine erste Blüte und fragte bei Ferragamo Cowboystiefel, ägyptische Sandalen und elegante Pumps für Diven wie Gloria Swanson und Joan Crawford an, die seine Schuhe bald auch außerhalb des Sets trugen. Kurz vor großen Weltwirtschaftskrise kehrte Ferragamo nach Italien zurück und etablierte sich in Florenz. Dass Not erfinderisch macht, konnte er unter Beweis stellen, als der Völkerbund 1936 Sanktionen gegen das Mussolini-Regime verhängte und die Rohstoffe knapp wurden. Statt Leder verwandte Ferragamo nun dünne Metallfäden, Holz, transparente Kunststoffe, Filz und den typisch florentinischen Raffia-bast. Die sorgsame Handarbeit und die ungewöhnlichen Materialien, z.B. seine mit Metall verstärkten hohen Absätze, wurden Ferragamos Markenzeichen. Extravagante Modelle wie die unsichtbare Sandalette von 1947 machten ihn zum Mythos in der Schuhwelt. In den 50er Jahren stapelten sich in seinem Atelier die Holzmodelle der Füße von Greta Garbo, Sophia Loren, Audrey Hepburn und der ganzen prominenten Welt. Heute führen Ferragamos Kinder das Unternehmen und haben die Kollektion um Taschen, Lederaccessoires, Krawatten und Foulards erweitert. http://www.youtube.com/watch?v=TpxiHlUb9SY Das Museum Salvatore Ferragamo in Florenz | ||||
Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
![]() Schon auf Münzen, die im fünften Jahrhundert vor Christus in Messina geprägt wurden, sind Olivenzweige dargestellt. Und bis heute verbindet sich der Olivenbaum, das Symbol der Weisheit und Unsterblichkeit, mit Siziliens Landschaft. Dieser Urbaum, der im Grunde genommen so gar keine Ansprüche stellt, hat den Menschen des Südens fast alles geschenkt - sogar den Schatten, wenn sie die Schafe hüten. So waren denn die Insel und die Inselchen nicht nur von den silbrig flimmernden Wahrzeichen übersät, sondern auch von Ölmühlen. Diese funktionierten nach einem mehr oder weniger altem System - mit Mahlsteinen, Pressmatten und Zentrifuge. Den Oliven und dem daraus gewonnen Öl ist es halt lange ergangen wie den Reben: Sie waren Geschenke der Natur und schmeckten einfach gut. Unweit der antiken Stadt Selinunte ist ein Olivenhain mit über zweitausend Bäumen. Anfang Oktober bevölkert sich dieser Riesengarten, wenn mit Leitern und Körben ausgerüstete Männer und Frauen sich an die Ernte der Oliven machen. Es ist hundertprozentige Handarbeit, wie auch das Verlesen der Früchte. Diese gleichen eher Nüssen, so gross sind sie, und sie heissen wohl deshalb Nocellara-Oliven. Vor allem aber sind sie noch grasgrün. Die alten Bauern schütteln darüber die Köpfe, weil dieses den gewohnten Ernteablauf durcheinander bringt: Erst die Trauben, dann die Tafeloliven und zuletzt die Oliven für die Ölgewinnung ![]() «Olio Verde» gehört zu Italiens Spitzenklasse. Es sammelt Jahr für Jahr internationale Lorbeeren ein. | ||||
Eliane ![]() Status: Offline Registriert seit: 12.07.2007 Beiträge: 321 Nachricht senden |
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