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Eliane ...



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...   Erstellt am 11.03.2009 - 09:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen







Als die Araber Sizilien eroberten, hatten sie die Kultur des maurischen Andalusien zum Vorbild. Dazu gehörten die Gärten, in welchen die Zitrussträucher mit ihren Düften, dem immergrünen Laub und dem Farbenspiel der Früchte sorgsam gepflegt wurden. Nicht zum wirtschaftlichen Nutzen, sondern zum ästhetischen Genuss.

Ein Wunder für sich ist der Zitronenbaum. In vier Zyklen innerhalb eines Jahres blüht er und trägt gleichzeitg Früchte.

Die Früchte aus den verschiedenen Perioden unterscheiden sich äusserlich wie auch geschmacklich.
Für den hausgemachten Likör etwa, den Limoncello, verwenden die Sizilianerinnen die noch grünlichen Zitronen aus der ersten Blüte.
Diese «Primofiore» wechseln erst durch die Kälteeinwirkung im November zur Farbe Gelb.
Ähnlich wie die späteren Winterzitronen, die als einzige wirklich am Baum gelb herausleuchten.
Ganz im Gegensatz zu den «Verdelli», den Sommerzitronen, die von Natur aus grün oder grünlich bleiben.
Reif sind sie trotzdem, und Kenner schätzen sie wegen ihrer erfrischenden Säure.

[Dieser Beitrag wurde am 11.03.2009 - 12:23 von Eliane aktualisiert]




Eliane ...



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Romi ...



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...   Erstellt am 11.03.2009 - 21:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Wir unternehmen einen Ausflug in das geheimnis-
volle oft von Wolken durchzogene Erice oberhalb
von Trapani. Nach einem Stadtrundgang und kleinen
Mittagsimbiss machen wir bei der berühmtesten
Zuckerbäckerin der Region, Donna Maria Grammatico,
einen Workshop Pasticceria Siciliana. Ein Traum
für jeden, der Süßes und vor allem Marzipan liebt!





Eliane ...



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...   Erstellt am 12.03.2009 - 08:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mit der Mandelblüte im Februar
beginnt auf Sizilien der Frühling - Primavera



Eckig und gespreizt stehen die Mandelbäume im Winter. Erst wenn duftende Wolken in Weiß und Rosa das nackte Holz verzaubern, erwachen sie wieder zum Leben.
Die Blüten sind die ersten Boten des Frühlings.
Sie lassen die ganze Landschaft um Noto und Avola wie ein Blütenmeer aussehen.


Bevor Notos Bauern auf Zitrusfrüchte umstiegen, gedieh auf der Insel eine Vielzahl von Mandelsorten.
Die Pizzuta d'Avola, wird seit dem letzten Jahrhundert zur Primamandorla aller Mandeln gehandelt.
Sie ist eine begehrte Rarität






Eliane ...



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...   Erstellt am 12.03.2009 - 15:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mandeln sind ein Grundnahrungsmittel der mediterranen Küche Siziliens.
Sie geben vielen Saucen Geschmack und Konsistenz, wie auch dieser Suppe, in der die Muscheln dazu einen verblüffenden Kontrast bilden.
Am intensivsten schmecken die länglichen, kleinen Tellmuscheln, die sich im sandigen Grund des Mittelmeers vergraben. Muschelkenner halten sie für die besten.




Eliane ...



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...   Erstellt am 12.03.2009 - 17:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen







Eliane ...



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...   Erstellt am 12.03.2009 - 18:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Collage von Romi


Maria Grammatico kam als Mädchen zu den Nonnen des Klosters San Carlo in Erice.
Dort lernte sie das Kunsthandwerk der Zuckerbäckerin.
Dass die Mandeln bitter schmeckten, gehört zur Biografie des Mädchens.
Dass gerade Nonnen die süsse Verführung pflegten, ziert Siziliens Kulturgeschichte.
Jedes Kloster hütete seine Rezepte für Mandelgebäck und wer an seine Tür pilgerte, tat es nicht nur aus Frömmigkeit.

Was die betrifft, hat jedes Dorf seine Spezialität. Um sie zu finden, braucht man nur nach den Nonnen zu suchen, denn wo sie sind, überleben das traditionelle Zuckergebäck und die Süsspeisen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden viele Klöster geschlossen und mit ihnen verschwanden die geheimen Rezepte.
Maria Grammatico in Erice zählt sich zu den überlebenden Hüterinnen dieser aussterbenden Tradition. Ihre üppigste Kostprobe ist die «Pasta di conserva». Der Name besagt gar nichts. Handelt es sich doch um ein barockes Gebilde aus rosa gefärbtem Marzipan und einer Füllung aus schwerer Zedratkonfitüre. Eigentlich ist es eine Torte,

Maria Grammaticos Mandelgebäck stammtnoch aus der Tradition der Klöster, und natürlich wird sie mit den prächtigsten Marzipanrosen verziert.

Leichter, auch zum Nachmachen, sind die «Bocconcini».
Derartige «Häppchen» finden die verschleckten Pilger noch heute in den verbliebenen Klöstern, wenn auch jedes Mal unter einer anderen Bezeichnung und in geheimnisvoller Abwandlung.
Bei den Nonnen von San Michele in Mazara del Vallo heissen sie «Muccunetti».





Romi ...



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...   Erstellt am 12.03.2009 - 22:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mamma mia!
Maria Grammatico sorgt für zuckrige
Pfunde auf meinen Hüften...

Wir radeln nach
Syrakus
ein wenig Geschichte,
ein wenig kulinarische Leckereien....

Archimedes




Eliane ...



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...   Erstellt am 13.03.2009 - 08:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Vom Radeln sind wir müde und haben Hunger.
Nur ein kleiner Imbiss soll es sein, hat Romi uns ermahnt, nach dem wir uns gestern bei Maria Grammatico rund geschlemmt haben.

Schon «Belvedere» klang wie eine Verheißung, eine, die ähnliche Erlebnisse von gastfreundlicher Art vorausnahm.
Wenn Franco einen Korb mit Kapern verliest oder Kräuter zum Trocknen aufbindet, fallen ihm all die Geschichten ein, die ihm seine Eltern und die Alten dieser Insel erzählten.
Es sind Geschichten von Dorffesten, den Launen des Meeres oder schierer Not, und sie würzen heute seine Gerichte. Von sich selber sagt er: «Ich bin Bauer.»
Er will damit andeuten, dass fast alles in seiner Küche vom eigenen Hof stammt - die Kapern, das Gemüse, das Olivenöl, der Wein.
«Die Bewohner waren arm, aber sie aßen gut. Das will ich bewahren: das Einfache und Gute.»
Sein Prinzip kommt bei uns gut an. Unter seiner Pergola bleibt die Zeit stehen und der Blick über die Gärten hinaus auf die unendliche Bläue des Meeres macht das Inselglück perfekt und lässt die Anstrengungen des Tages schnell vergessen.
Zum Wein bekommen wir Oliven serviert und ein Stück von der «runzligen» Foccacia.
Nun folgt ein unendlichen Reigen Antipasti:
marinierte Gemüse, frittierten Krapfen und Reisbällchen, eingelegten Sardellen und Pilze, kalten Salate und lauwarmen Aufläufe.
Wir werden mit den eindrücklichsten Stimmungen gefüttert, die immer entstehen, wenn Sizilien zum Essen pilgert: Büffets, beladen wie kulinarische Altäre, Rituale ohne Ende.

Zum Abschied gibt uns Franco einen Geheimtipp seiner Nonna mit auf den Weg

Il pane dei poveri

Dieser stille Genuss kommt ohne Rezept aus.
Er stammt aus der Tradition des Brotbackens, als die Steinöfen nur einmal in der Woche oder noch seltener geheizt wurden und das duftende, frische Brot zu den grossen Köstlichkeiten zählte.

Wenn Franco die Erinnerung daran packt, schneidet er ofenwarmes Landbrot in Scheiben, tropft kaltgepresstes Olivenöl darüber und streut gerebbelten Oregano und grobes Meersalz darauf. Dazu ein Krug Landwein.




Eliane ...



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