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<Romi> unregistriert
| Erstellt am 20.04.2007 - 12:14 |  |
Das mit dem Senf dazugeben finde ich genial, Bruni,
zumal ich von beschriebener Marke den Essig bevorzuge.
Eine lukullische Reise besteht für mich nicht nur
aus Rezepten, sondern aus der Gesamtheit, zu der
Land, Kultur, Geschichte sowie eben auch das Essen
zählen.
Ich habe vor, pro Länderbesuch insbesondere ein
Nationalgericht herauszustellen...
...passende Rezepte von dir - als Meisterin der
excellenten Küche - nicht nur zur Quiche Lorraine
wäre fantastisch.
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<Romi> unregistriert
| Erstellt am 22.04.2007 - 10:05 |  |
Inzwischen haben wir
Nancy
erreicht. Nancy an der Meurthe, Hauptstadt
(Präfektur)des Départements Meurthe-et-Moselle.
Wusstet Ihr, dass die alte deutsche Bezeichnung für
Nancy Nanzig ist und nur noch in Luxemburg üblich?
Historisch war Nancy die Hauptstadt des Herzogtums
Lothringen (oder Ober-Lothringen),im nachrevolutio-
nären Frankreich die Hauptstadt der Provinz Lothringen.
Das historische Stadtzentrum hat es uns besonders angetan.
Das architektonische Ensemble aus dem 18. Jahrhundert
wurde von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes
aufgenommen.
Drei Plätze folgen von Norden nach Süden aufeinander
und bilden eine verbindende Einheit im historischen
Stadtzentrum von Nancy: Place de la Carrière, Place
Royale (heute Place Stanislas) und Place d'Alliance;
die beiden letztgenannten Plätze wurden zu Ehren
Ludwigs XV., Schwiegersohn des ehemaligen polnischen
Königs, angelegt.

Die Erlesenheit dieses Ortes steht im Einklang mit
der Auswahl unseres Hotels, dem Grand Hôtel de
la Reine, einem reizvollen Hotel an der Place
Stanislas, in einem denkmalgeschützten Palais aus
dem 18. Jahrhundert.

Wir nehmen unser Abendessen auf der Terrasse ein,
vor dem prachtvollen Hintergrund mit der Oper, dem
Museum der Schönen Künste und dem Rathaus.
Das excellent geschulte Personal serviert uns ein
fantastisches Menü:
Topfpastete von Halbkonserven-Stopfleber und Mirabellen-Chutney,
gebratene Dombes-Wachtel an Heidelbeeren aus den Vogesen
und auf besonderen Wunsch von LESEPROBE
eine landestypische Spezialität:
Baba au Rum

Dazu die Geschichte
„Stanislaus Lecsczinski, ehemaliger König von Polen
und Herzog von Lothringen, fand eines Tages seinen
heiß geliebten Napfkuchen ein wenig trocken. Er ließ
sich eine Sauciere mit Malagawein bringen – vielleicht
dachte er dabei an eine gewisse polnische Kuchen-
spezialität aus Roggenmehl, die mit ungarischem Wein
übergossen wird. Er probierte, dachte nach und ließ
die Sauciere in die Küche zurückgehen, um diesen
Sirup mit Safran abschmecken zu lassen. Er probierte
wieder und fand die Erfindung so köstlich, dass er
einen Kuchen nach diesem neuen Rezept backen ließ,
den er sich von da an oft munden ließ. Da er damals
gerade Tausendundeinenacht las, nannte er den neuen
Kuchen ‚Ali Baba‘.“
Rezept
In einer Schüssel 60 g gesiebtes Mehl und 10 g Hefe
mit einem Deziliter lauwarmer Milch mischen; den
Teig an einem warmen Ort eine halbe Stunde gehen lassen.
200 g Mehl abwiegen und auf den Vorteig geben.
5 g Salz dazugeben und nach und nach vier Eier in
den Teig einrühren. Zum Teig 15 g Zucker dazu geben,
der vorher in einem halben Deziliter lauwarmer Milch
aufgelöst wurde. Dann 125 g zerlassene, lauwarm
abgekühlte Butter hinzugeben und den Teig eine
Stunde lang an einem warmen Ort gehen lassen.
Förmchen buttern, 100 g Sultaninen und Korinthen in
den Teig einrühren und die Förmchen halb damit
füllen. An einem lauwarmen Ort gehen lassen, bis
der Teig die Form ganz ausfüllt; dann 20 Minuten
lang bei schwacher Hitze backen.
Einen leichten Sirup aus 350 g Zucker und vier
Dezilitern Wasser zubereiten. Sobald er aufkocht,
vom Feuer nehmen und mit einem Deziliter Rum
abschmecken. Die kleinen Napfkuchen in den Sirup
tauchen, bis sie sich gut vollgesogen haben und
auf einem Gitter abtropfen lassen.
Und nach diesem Tag und Abend voller Kostbarkeiten
führt uns morgen - auf besonderen Wunsch von Lavida -
unsere Reise weiter in das
SOS-Kinderdorf Jarville,
im gleichnamigen Vorort von Nancy
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Pipasi 

Status: Offline Registriert seit: 01.03.2007 Beiträge: 225 Nachricht senden | Erstellt am 24.04.2007 - 20:35 |  |
Ist unsere charmante Reiseleiterin krank?
Liebe Romi, ich schicke Dir herzliches Danke für die
wunderschönen Reiseerlebnisse Marokko und Frankreich. Ich freue mich auf die Weiterreise.
liebe Grüße
Pipasie
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Q10

Status: Offline Registriert seit: 24.03.2007 Beiträge: 317 Nachricht senden | Erstellt am 29.04.2007 - 13:35 |  |
nun hab ich genug von Nancy, ich will endlich weiter reisen ansonsten werde ich entgangene genüsse einklagen. romi kannst uns doch hier nicht sitzen lassen, bab au rum schmeckt nach 7 tagen nicht mehr.
beschwerde von Q10
Signatur Jeder Mensch hat das Recht dumm zu sein,
es sollte dieses Recht nur nicht ständig missbraucen. |
<Romi> unregistriert
| Erstellt am 04.05.2007 - 22:04 |  |
Gewidmet: Q10 + Pipasi

Lang hat es gedauert, bis unser Bus in Jarville angekommen ist. Aus dem Radio klingt noch die Piaf
„No je ne regrette rien“ – nein, niemand hat die Weiterreise bereut, auch wenn es stundenlange
Verzögerungen wegen der vielen Umleitungen von Nancy nach Jarville gab. Einige haben das Hotel schon vor
uns erreicht, weil sie klugerweise die Bahn genommen haben: WoBi hält in seinem Hotelzimmer bereits
Ausschau nach einem geeigneten Fotomotiv, Tagträumerin sinniert am Fenster über ein Gedicht
und DayDream träumt von ihrer ersten großen Liebe.
Und die Busgäste? Die sehen doch noch sehr fröhlich durch die Fenster oder nicht? Ganz hinten, das ist
Pipasi mit ihrem schelmischen Blick, davor Katzenfreundin Minka, Mehiel wirkt mit ihren blonden
Haaren engelsgleich und Künsterlin Sarazena möchte gleich nach dem Abendessen ihre Eindrücke malerisch
festhalten. Der pfiffige Willy verzichtet ausnahmsweise auf seinen Jet und Leseprobe träumt
von einem fruchtigen Dessert; Aleph genießt seine Nachbarin, die schöne Loreley, während sich Fidelis
mit seiner sprichwörtlichen Gelassenheit zwischen den beiden Damen ART und Lavida Platz genommen hat.
...Non, je ne regrette rien, singt noch immer die Piaf.
http://www.youtube.com/watch?v=CzJjbHAlMVI
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wortundbild 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 4085 Nachricht senden | Erstellt am 04.05.2007 - 22:52 |  |
wow! da hast dir ja Mühe gemacht! toll!
Signatur Worte sind Bilder – Bilder sind Worte - Bildworte – Wortbilder .... |
Westallgaeuer 

Status: Offline Registriert seit: 03.01.2007 Beiträge: 2252 Nachricht senden | Erstellt am 04.05.2007 - 23:36 |  |
Hallo Romi, da bin ich gespannt wohin die Reise noch führt, der Besuch einer prachtvollen Kirche wäre ja auch mal etwas. Mit Werner zusammen könnten wir darin eine kleine Andacht halten.
Signatur Die Menschen so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte, ist ein guter Weg zum Frieden |
wortundbild 

Status: Offline Registriert seit: 14.12.2006 Beiträge: 4085 Nachricht senden | Erstellt am 05.05.2007 - 00:04 |  |
ach fidelis,
warum sollen nur immer die PROFIS eine Andacht halten? die "Laien" können das doch genauso gut.Lass diemal eine Andacht gestalten.
Signatur Worte sind Bilder – Bilder sind Worte - Bildworte – Wortbilder .... |
Mehiel unregistriert
| Erstellt am 05.05.2007 - 07:49 |  |
Romi, dass hast du super gemacht. Ich bin total begeistert.
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<Romi> unregistriert
| Erstellt am 06.05.2007 - 09:10 |  |


http://www.sos-kinderdoerfer.de/cgi-bin … erden-navi
Mit Fidelis, WoBi und den Kindern besuchen wir die Primatiale (Kathedrale) in Nancy.
Die Kinder verschiedenen Glaubens aus dem SOS- Kinderdorf Jarville haben für uns ein
afrikanisches Gebet in einen kleinen Kanon umgewandelt und singen voller Freude:

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