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<Romi>
unregistriert

...   Erstellt am 18.04.2007 - 07:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zurück von Marokko reisen wir in ein Land, das
bekannt ist u.a. für seine kluturelle-kulinarische
Vielfalt:

Frankreich.


Ein Wein aus dem Departement Gironde, aus der Region
Aquitaine oder eher ein Bordeaux aus dem Médoc?
In allen Fällen handelt es sich um die gleiche
Gegend und es ist schwierig, Frankreich in einer
übersichtlichen Form darzustellen.

95 Departements wurden nach der Revolution
geschaffen, sind aber nie in das Bewusstsein des
Volkes eingedrungen. 1982 wurden diese Departements
zu 22 Regionen zusammengefasst. Diese wiederum
entsprechen teilweise historischen Provinzen.
Vertraute Namen wie Savoyen, das Baskenland, das
Bordelais, das Perigord findet man darin nicht
wieder.



Und nun?
Die regionale Küche Frankreichs ist so vielfältig
wie seine Landschaften und auch wie die Produkte, die
diese Landesteile hervorbringen.

Champagne, Paris, ÎIe-de-France
Bekannte Gerichte sind die Zwiebelsuppe, die
in der ganzen Welt bekannten Pommes Frites und die
luftigen Brioches. ÎIe-de-France ist bekannt für
ihre köstlichen Gemüse sowie Spargel aus Argenteuil,
Karotten aus Crécy und Erdbeeren aus dem Tal des
Bièvre. Süßwasserfische und Wild gehören zu den
Schätzen dieses Landes.

Elsass, Lothringen, Franche-Comté, Savoyen
Im Elsaß spürt man die Küche des östlichen Nachbarn.
Sauerkraut und Schweinefleisch, Gans und Gänse-
leberzubereitungen sind Grundpfeiler der elsässischen
Küche.

Dauphiné, Burgund, Bresse, Lyonnais
Burgundische Gerichte wie Fisch, Geflügel,
Fleisch und Wild werden im Wein gegart. Auch
Schnecken aus den Weinbergen und der bekannte Senf
aus Dijon prägen die Küche. Rindfleisch aus dem
burgundischen Charolais, Schinken aus Morvan,
Wurstspezialitäten aus Lyon und das feine Geflügel
der Bresse sind in ganz Frankreich begehrt.

Provence, Languedoc-Roussillon, Korsika
Die Provence und das Land um Nizza sind bekannt für
ihre verschwenderische Fülle an Fischspezialitäten,
von denen die Bouillabaisse wohl die bekannteste
ist. Lammfleisch und alle südländischen Gemüsesorten
sowie Olivenöl sind Elemente der äusserst varianten-
reichen Küche.

Der Südwesten: Midi-Pyrénées, Aquitanien
Die baskische Küche wartet mit so seltsamen Namen auf
wie Tripotch, Loukinkas und Ttorro, Blutwurst
vom Schaf, Knoblauchwürstchen und Eintopf aus
Atlantikfischen. In der Gascogne werden Hühner,
Perlhühner, schwarze Puten und Gänse gezüchtet.

Auvergne, Limousin
Bäuerlich und einfach ist die Küche aus dem kargen
Zentralmassiv. Kartoffelgerichte, einfache,
wohlschmeckende Suppen und Eintöpfe mit Hammel- oder
Rindfleisch, Milch und Käse herrschen vor. Im
Limousin gehören Edelkastanien zu den Grundzutaten.

Poitou-Charentes, Loiretal
Die Küche der Charentes Ursprungsgebiet des Cognac)
basiert auf den Schätzen des Atlantiks. Milch, Sahne
Butter und Wein sind wichtige Elemente der einfachen
Küche. Die bekanntesten Spezialitäten des Poitou
sind Süßspeisen, Gebäck und Konfekt. Im
Loiretal werden aus erstklassigem Fleisch, Fisch,
Wild und Wildgeflügel, Gemüse und Obst Spezialitäten
in königlicher Vollendung bereitet.

Bretagne, Normandie, der Norden
In der Bretagne, dem westlichste Vorposten Frank-
reichs, sind Atlantikfische und allerhand Krabbenarten,
das nach dem Salz des Meeres schmeckende Lammfleisch
sowie Crêpes Nationalgerichte. Wie in der Normandie
trinkt man Cidre statt Wein.

Starten wir unsere kulinarische Reise also in

Champagne, Paris, ÎIe-de-France


http://www.bonne-france.de/

mit mit der berühmten

Französischen Zwiebelsuppe.

Nichts lässt sich schneller aufwerten als eine Suppe.
Suppen sind par excellence Familienessen, Leibspeisen
und Nationalgerichte. (Dr. Hans Ottomeyer, Historiker)

Zurückzuführen ist die Französische Zwiebelsuppe auf
die "Soupe d'oignons aux Halles", die schon im 18.
Jh. als Imbiss für Händler, Kunden und Touristen in
den Markthallen von Paris verkauft wurde. Der
niedrige Preis der Zutaten und die einfache Zuberei-
tung machten die Zwiebelsuppe zu einer verbreiteten
Armenspeise, die auch in Zeiten der Unterversorgung
mit Grundnahrungsmitteln (z.B. während der Französi-
schen Revolution) oder während der Fastenzeit als
warme Mahlzeit zur Verfügung stand. (Auszug aus Wikipedia)



http://www.lemenu.de/cms/Vorspeisen/Sup … acken.html

Bonne apétit




Romi, ich habe mir erlaubt, den Threadnamen zu korrigieren. Ansonsten ist diese Reise lobenswert.

[Dieser Beitrag wurde am 29.04.2007 - 13:39 von ART aktualisiert]




HeadWork ...



...

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Beiträge: 79
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...   Erstellt am 18.04.2007 - 12:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich wollte schon immer leben
wie Gott in Frankreich, aber niemand adelt mich *zwinker*




Leseprobe ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 25.03.2007
Beiträge: 419
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...   Erstellt am 18.04.2007 - 14:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eine lukullische Weiterreise habe ich schon in Marokko gebucht, und wurde was den Reiseort, die Reiseleitung und das Programm betrifft, nicht enttäuscht.
Romi, gut gemacht! Weiter so!
Ich bestelle ein Dauerabo.
Andy
PS: Gibt es auch ein Dessert?

[Dieser Beitrag wurde am 18.04.2007 - 15:10 von Leseprobe aktualisiert]




<Romi>
unregistriert

...   Erstellt am 18.04.2007 - 23:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Im Loiretal, da gibt es dann endlich für lesende
Naschkatzen was zu probieren.


Jetzt begeben wir uns in Paris erst einmal
auf die Spuren von Maigret...


begleitet von einem Valse Musette
http://www.youtube.com/watch?v=lObuzBLp … ed&search=


...am Gare du Nord mit Simenon und Maigret zum Hotel
Alhambra, zentral gelegen, mitten in der Stadt -
zum Boulevard Richard Lenoir noch ein paar Schritte
und weiter zum Kanal St. Martin. Durch Seitenstra-
ßen und wunderschönen Passagen gelangen wir zur
Bastille. Dort noch eine kleine Verschnaufpause und
ein gemütliches Bierchen, um dann zum Montmartre zu
gelangen. Allmählich wird es dunkel und wir
besichtigen noch ein paar Tatorte aus "Maigret
stellt eine Falle" und anderen Romanen, begutachten
das Hotel, welches Simenon zu seiner ersten
Unterkunft erkor. Dann gehen wir in die Rue Junot
und von dort aus in eine Brasserie.

Am nächsten Tag geht es durch das Zentrum von Paris,
durch düstere Gassen und durch verruchte Straßen.
Ziel ist schlussendlich die Ile de la Cité und mit
ihr der Quai des Orfèvres. Der dritte Tag beginnt
mit einer Fahrt auf dem Kanal St. Martin, von dem
es heißt, dass in ihm mit Vorliebe die Toten
abgeladen wurden. Vom Schiff aus kann man gut das
rege Paris betrachten. Mit dem Schiff sind wir etwa
zweieinhalb Stunden unterwegs, bevor es mit U-Bahn
wieder zurück geht in die Stadt. Marais, Place des
Vosges - zwei Schlagworte seien genannt, die diese
wunderschöne Tour durch Paris und dann noch im
Kontext Simenon und Maigret abschließen.




<Romi>
unregistriert

...   Erstellt am 19.04.2007 - 09:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Du bist kein Freund von Kommissar Maigret?

Macht nichts, für jeden gibt es unzählbare Schätze zu besichtigen in Paris, deren erste Erwähnung (Lutentia Parisorum) bereits 53 v. Chr. in Cäsars "De Bello Gallico" findet. Lutetia, eine gallo- römische Stadt, die der römischer Kaiser Julian Apostata 360 n. Chr. in Parisia umbenennt.

Geh' auf Entdeckungsreise und berichte uns über deine Erlebnisse. Damit dir die Auswahl leichter fällt, hier die...

'Top Ten' der Sehenswürdigkeiten:

- Montmartre
- Musée du Louvre
- Jardin des Tuileries
- Passagen
- Palais Royal
- Notre-Dame
- Musée d'Orsay
- Marais
- Eiffelturm
- Centre Georges Pompidou


Wir haben nicht viel Zeit in Paris - entscheide dich deshalb rasch, welche Kirche, welches Museum, welchen Platz du besichtigen möchtest. Ich bin ein Fan von Märkten...Wochenmärkten, Flohmärkten...dort, wo das Leben pulsiert....

Wochenmärkte
gibt es in fast jedem der Pariser Arrondissements, insgesamt genau 71 im Stadtgebiet. Ein paar wenige davon sind...

Marché biologique
nur Bio-Waren, Boulevard Raspail

Marché d'Aligre
sehr beliebter Markt im 12. Arrondissement, bietet Lebensmittel und Krimskrams, Place d'Aligre

Marché Mouffetard

feilgeboten wird, was der französische Boden zu bieten hat, sogar Köstlichkeiten aus den ehemaligen französischen Kolonien und heutigen Departements. Doch nicht nur Obst und Gemüse, auch zahlreiche Fleisch-und Fischgeschäfte, deren Auslagen eine wahre Augenweide sind. Aber seht nicht nur auf die Waren. Hebt die Augen und bewundert die herrlichen Jugendstilfassaden mancher Häuser in der Rue Moufftard.

Halles St. Quentin
wenn ihr einen Eindruck haben wollt, wie die ehemaligen Hallen wohl ausgesehen haben, solltet ihr die Hallen von St. Quentin in der Nähe der Gare de l'Est besuchen.In dieser riesigen Markthalle mit der typischen Eisenkonstruktion findet ihr alles, was Auge und Gaumen erfreuen kann. Frischer Fisch wird
auf Eis gelegt angeboten, und die Auswahl an Gemüse und Obst ist beinahe unendlich.

Marché Daguerre

Die Rue Daguerre ist wieder eine der herrlichen Pariser Marktstraßen. Entweder ihr bummelt einfach durch das bunte Trieben...oder ihr setzt euch gemütlich in eines der netten Bistros.





Sollte dann noch die Zeit für einen Flohmarktbesuch ausreichen, dann sei hier der berühmteste erwähnt:

Marché aux Puces an der Porte Clignancourt




<Romi>
unregistriert

...   Erstellt am 19.04.2007 - 09:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kein Rahmen ist uns nobel genug, und nur dort wollen die Erhebung in den Adelsstand unseres
werten HeadWork feiern, im berühmtesten Café Frankreichs... im

Café de Flore



direkt am Place St. Germain des Prés, das 1890 eröffnet wurde, der heimliche Treffpunkt des
französischen Widerstands Resistance war, von vielen berühmten Schriftstellern und Künstlern
bevorzugt wurde, u.a. von Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Alberto Giacometti, Antoine
de Saint-Exupéry, Ernest Hemingway und Pablo Picasso.




<Romi>
unregistriert

...   Erstellt am 19.04.2007 - 09:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


das alles natürlich mit einem Augen...
*lach




HeadWork ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 06.09.2008
Beiträge: 79
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...   Erstellt am 19.04.2007 - 11:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Grande Duchesse Romi, Remerciement pour l'honneur
Moi verneige moi avant leur charme

montrer votre Messieurs le baron des HeadWork


oder
Großfürstin ich danke Ihnen für diese Ehre.
Verneige mich vor Ihrem Charme

ergebens Freiherr Baron von HeadWork




<Romi>
unregistriert

...   Erstellt am 19.04.2007 - 11:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Großfürstin Romi

bedankt sich ganz ihrerseits für die liebreizenden Worte

eines Grand Charmeur,
beweist er sich als Grand Signeur,
wenn er uns im Bus als Grand Chauffeur


zu unserem nächsten Reiseziel steuert:

Elsass, Lothringen, Franche-Comté

(das fehlende *von* möge mir Baron Stefan bitte verzeihen )




<Romi>
unregistriert

...   Erstellt am 20.04.2007 - 00:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lothringen

843 wird das Fränkische Reich im Vertrag von
Verdun unter den Söhnen Kaiser Ludwigs aufgeteilt.
Das Mittelreich fiel mit der Kaiserwürde an Lothar
I. und erhielt von diesem seinen neuen Namen
Lotharii Regnum ("Reich des Lothar", auch
Lotharingien). Es erstreckte sich von den niederen
Landen (heute Niederlande und Belgien) über Burgund
bis zur Kaiserstadt Rom in Italien.

1850 begann die Industrialisierung in der Region
Nancy. 1850 wurde die Bahnstrecke Nancy-Metz eröffnet.

1940 wurde Lothringen von Truppen der
deutschen Wehrmacht besetzt. Frankreich kapitulierte.

1944/1945 wurde Lothringen von alliierten
Streitkräften zurückerobert und wieder Teil Frankreichs.



Wir machen Halt in Metz, der zauberhaften Haupt-
stadt von Lothringen. Metz ist die bevölkerungs-
reichste Stadt der Region. Sie liegt am Ufer der
Mosel und ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum
von Lothringen.

Die wichtigste Sehenswürdigkeit

ist die Kathedrale "St-Etienne", die hoch über der
Mosel und der Metzer Altstadt throhnt. Ebenfalls
sehenswert ist das "Musée de la Cour d'Or", das alte
Stadttor "Porte des Allemands" sowie die Kirche
"St-Pierre-aux-Nonnains", die zu den ältesten noch
erhaltenen Kirchen ganz Frankreichs zählt.



Müde von der langen Busfahrt freuen wir uns auf
unser Hotel La Citadelle, das süd-östlich von Metz,
zwischen Arsenal und Palais du Gouverneur, umgeben
von einem herrlich grünen Park, liegt.



Das Hotel ist in einem geschichtsträchtigen Gebäude
aus dem Jahr 1559 beherbergt. Zu seinen Annehmlich-
keiten zählt auch ein elegantes Restaurant. Dort
bestellen wir uns noch ein typisches Lothringer
Gericht:

Quiche Lorraine
(Lothringer Specktorte)


Das ist ein Käsekuchen. Kein süßer natürlich. Das
Wort Quiche, könnte eine mundartliche Entstellung
des Wortes Küche sein. Käme die Küche aus dem
Hunsrück, dann hieße sie in der Tat Kich (oder
Kisch?), aber niemals Lorraine, sondern vielleicht
Lorsche - abgeleitet von Lore, nämlich: die Lore
der Lorsche ihr Kich (= die Küche, die wo der Lore
ihre ist)!



Bonne nuit !




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