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...   Erstellt am 24.03.2009 - 11:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Anlässlich des Festjahres 2009 zum 250. Todestag von Händel (1685-1759) richtet das Kunstforum Halle in seiner neuen Ausstellung gezielt einen Blick auf eine weniger bekannte Epochendarstellung des weltberühmten Komponisten: auf ein Phänomen des Alltags. Vom 26. Mai bis 5. Juli 2009 thematisiert die aktuelle Schau „Barocke Spielereien - Vergnügen zu Händels Zeiten“ die Hoch- und Blütezeit des Spiels und macht deutlich, dass die barocke Spielkultur den Alltag aller Gesellschaftsschichten in den verschiedensten Ausprägungen umfasste. Die Ausstellungskonzeption entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Spielforschung an der Universität Mozarteum Salzburg unter der Leitung von Ass. Prof. Dr. Rainer Buland.

Kupferstiche, Spielpläne, illustrierte Fabeln und Spiele aus der Zeit um 1700 zeigen exemplarisch Spiele zu Händels Lebzeiten, die nachweisbar in allen Haushalten jener Zeit zu finden waren. Zusätzlich verleihen u.a. originale Tarotkarten, Jetons und L‘ombre-Spiele aus Privatsammlungen dieser kulturtheoretischen Aufarbeitung einen besonderen und authentischen Charakter. Gegliedert in vier Themenkomplexe präsentiert das Kunstforum Halle anhand anschaulicher Exponate die Vielfalt des amüsanten Zeitvertreibs. Schon zu Händels Zeiten waren die uns heute bekannten „Kinderspiele“ wie Blinde Kuh, Kreisel treiben oder Drachen steigen ein beliebtes Vergnügen für Kinder. Ein weiterer Themenbereich verweist darauf, dass im 18. Jahrhundert noch keine Trennung zwischen Kinder- und Erwachsenenspielen bestand. Unter den „Gesellschaftsspielen“ wie Kartenspiele oder Brettspiele, zählten das Gänsespiel und das Eulenspiel zu den beiden populärsten Spielen der Barockzeit bei Jung und Alt. Der Besucher erfährt weiterhin Interessantes zu „Papiertheater und Guckkasten“, die das Szenische Spiel beeinflusst haben und von denen die Ausstellungsmacher ausgehen, dass sie auch den jungen Händel prägten. Ein Sonderkapitel schreiben die in der Barockzeit überaus beliebten „Feuerwerke“. Ein Büchlein aus dem Jahr 1749 beschreibt jenes Feuerwerk zu dem Händel seine berühmte Feuerwerksmusik komponierte. Darüber hinaus bietet die Ausstellung Interessierten die Möglichkeit, selbst Brett- und Kartenspiele aus dem 17. und 18. Jahrhundert auszuprobieren.

Veranstaltungsort: Kunstforum Halle, Bernburger Straße 8, 06108 Halle (Saale)
Ausstelungsdauer: 26. Mai bis 5. Juli 2009
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Freitag 14-17 Uhr / Donnerstag 14-19 Uhr / Samstag, Sonn- und Feiertage 11-17 Uhr
Eintrittspreise: 2,50 € / ermäßigt 1,50 €
Weitere Informationen: www.kunstforumhalle.de





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