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Nevaeh ...
*****lamna alveus****
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...   Erstellt am 26.03.2007 - 12:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bitte! Nach der langen Zeit ohen Update nur fair.

Und ja, Jon und Hanna haben ja auch wahrlich lange genug gebraucht...nur jetzt kommen die nächsten Probleme mit Namen Lars, Tommy, Mikko und Co...





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~seamos realistas, exijamos la imposible~ Che Guevara
Aus dem Leben einer Abiturientin

Nevaeh ...
*****lamna alveus****
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...   Erstellt am 27.05.2007 - 13:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 15: Happy Birthday!?
°Kjersti°

„Kjersti?“ Morten winkte mich zu sich und ich war froh, endlich eine Ausrede zu haben um von der Tanzfläche zu humpeln.
Gott, war ich froh, wenn ich diesen verflixten Gips endlich los werden würde.
Morten grinste und zog eine weiße Rose hinter seinem Rücken hervor. „Es tut mir leid, dass ich so unausstehlich war in letzter Zeit. Tut mir leid, dass ich das mit Björn so heraus posaunt hab.“
„Oooch“, machte ich lang gezogen. „Irgendwann musste es ja rauskommen. Spätestens wenn sie verlangt hätten, dass wir heiraten sollten, wäre es schwierig geworden.“ Grinsend nahm ich die Rose entgegen und umarmte meinen Bruder.
Pack schlägt sich. Pack verträgt sich. So war es doch immer.
„Wenn das so weiter geht, hab ich irgendwann noch einen Strauß voll.“
„Ach ja?“ Morten sah mich zweifelnd an. „Wie viele hast du bekommen?“
„Drei, mit deiner vier. Aber die Witzbolde haben keine Karte dazu geschrieben. Ich frag mich, wo der Sinn bei solchen Feiertagen sein soll, wenn sowieso keiner eine Karte dazu schreibt. Ist es nicht der Sinn demjenigen zu sagen, dass man ihn mag? Was nützt einem eine Rose, wenn man am Ende nicht weiß, von wem sie kommt? Jetzt weiß ich, dass mich jemand mag, und? Was hab ich jetzt davon? Richtig. Gar nichts.“ Empört holte ich tief Luft und Morten sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Na ihr beiden?“ Bode schlug Morten freundschaftlich auf den Rücken und sah uns fragend an. „Alles klar bei euch?“ Er hielt eine Rose hoch. „Hier Kristie, die soll ich für dich abgeben.“
„Aaargh“, stieß ich hervor und hielt sie Morten unter die Nase, als ich sah, dass die Rose ebenfalls keine Karte hatte. „Siehst du jetzt was ich meine?“
„Was meint sie?“ Fragte Bobe Morten.
„Sie sind halt schüchtern, Kjersti. Macht die Sache doch nur spannender.“
„Du hast noch mehr ohne Karte bekommen?“
„Vier“ Dann sah ich auf die Rose in meinen Händen. „Fünf“
„Oh, ha. Von wem?“
„Das ist es ja“, seufzte ich „Ich find das scheiße. Ich will wissen von wem die kommen.“
„Das ist doch aber der Sinn von anonymen Rosen. Das du eben nicht weißt, von wem sie kommen.“
„Ist jetzt der richtige Zeitpunkt um zu sagen, dass eine von mir ist?“
Morten, Bode und ich drehten uns zu Björn um.
„Was?“ Fragten wir wie aus einem Mund.
„Na ja“, druckste Björn. „Ich dachte mir, ‚wär doch ’ne liebe Geste’ oder nicht?“ Er sah mich unsicher an. „Das soll echt nichts bedeuten Kjersti, es war mehr so... Gewohnheit.“
„Gewohnheit?“ Echote ich.
„Oh, oh“, machten Morten und Bode und grinsten sich an. „Falsch mein Lieber, ganz falsch.“
„Du schickst mir aus Gewohnheit eine rote Rose? Hab ich das richtig verstanden? Hab ich das die letzten drei Jahre übersehen? Machst du das mit allen deinen Ex-Freundinnen?“
„Äh, nein?“ Hilfe suchend sah Björn zu Morten und Björn. „Oh nein“, wehrten diese beiden ab. „Sieh man zu, wie du da allein wieder raus kommst.“
„Das war einfach nur zur Versöhnung.“
Ich überlegte einen Moment in dem die Jungs mir einen vorsichtigen Blick zu warfen, als wüssten sie nicht, ob ich kurz vorm Explodieren oder losheulen war.
Schließlich schüttelte ich lächelnd den Kopf und umarmte Björn. „Danke schön. Aber in Zukunft...lass es einfach.“

„Mmh, das ist lecker.“ Ich schnappte mir noch ein Stück Pizza und biss genüsslich ab. „SO stell ich mir einen perfekten Abend vor.“
„Oh ja“, stimmte Bode mir zu und ließ sich von Björn ein Bier reichen. „Wozu dumme Bälle. Das hier ist sehr viel besser.“
„Wo ist eigentlich Hanna?“ Wunderte sich Morten und nahm mir meine Pizza aus der Hand.
„Hey!“ Empört wollte ich mir das Stück wiederholen, doch Morten hielt es einfach außer meiner Reichweite.
„Lass das, du wirst zu dick.“
„Danke“, schmollte ich. „Ich glaub Hanna wollte schon ins Bett.“ Mit wem ging die Jungs ja nichts an.
„Schon, das ist aber früh.“
Bode grinste und gab mir einfach sein Stück seiner Pizza. „Ich weiß nicht, was für einen Standart dein Bruder hat, aber ich finde dich alles andere als zu dick.“
„Dankeschön. Nimm dir daran mal ein Beispiel Morten. So geht man mit Frauen um.“ Grinste ich und strecke Morten die Zunge heraus.
„Haha“
„Hat eigentlich einer von euch Hanna bescheid gesagt?“ Fragte Björn recht praktisch.
„Öh“, machten wir anderen und sahen uns an. Also hatte es niemand gemacht. Wobei ich mir auch nicht sicher war, ob Hanna wirklich daran Interesse hatte jetzt mit uns hier im Fernsehraum zu sitzen.
„Der Tag war vielleicht anstrengend. Lasst sie in Ruhe.“ Versuchte ich mich lahm rauszureden. Ich hatte wirklich keine Lust Hanna von den anderen zu rechtfertigen. Das hatte sie gar nicht nötig.
Ich würde jede Wette eingehen, dass sie irgendwo mit Jon rum hing. Entweder die beiden hatten es endlich geschafft oder beschimpften sich immer noch. Was genau genommen sowieso auf’s gleiche hinauslief.
Ich schnappte mir ebenfalls ein Bier und streckte mich auf dem Sofa aus. Für Björn und Bode hieß das, dass ich dem einen meine Beine über den Schoß legte und für den anderen, dass ich meinen Kopf auf seinem Schoß bettete. Da weder der eine noch der andere etwas dagegen zu haben schien, machte ich es mir einfach gemütlich.
„Boah, da lässt es sich aber einer gut gehen.“ Kim grinste und ließ sich vor mir auf den Boden plumpsen. „Ich will mich ja nicht beschweren. Irgendwie ist Kojo ja ruhiger geworden, seit er Roar hat... aber diese ständigen Bälle gehen einem schon auf die Nerven, oder?“
Skeptisch runzelte ich die Stirn. „Könnte auch daran liegen, dass wir ruhiger geworden sind.“
„Ach ja?“ Fragt Björn und klopfte auf meinen Gips. „Von Lars kann man auch nicht behaupten, dass er ruhiger geworden ist. Er hat es nur verlagert.“ Er nahm einen großen Schluck von seinem Bier und prostete Kim zu. „Er hat’s richtig gemacht. Liv ist schon heiß.“
„Lass deine Finger bei dir Romören“, knurrte ich. „Du solltest so etwas nicht mal denken, wenn dir deine Männlichkeit noch was wert ist.“
„Was die Wert ist solltest grad du ganz genau wissen.“
„Oha, Romören, das wollen wir alle gar nicht wissen“, regte Morten sich auf und hielt sich kurzerhand einfach die Ohren zu.
Ich grinste. Es hatte zwar einen kleinen, bitteren Nachgeschmack, aber es war schön zu sehen, dass alles wieder einen Schritt in Richtung Normalität machte.
Wenn man mal davon absah, dass meine beste Freundin in den bescheuertsten Typen der ganzen Schule verliebt war, mein Ex-Freund jetzt anscheinend mit dem, für mich, dümmsten Mädchen der Schule zusammen war und ich den Sohn des Direktors toll fand, während Lars heute schon einen guten Schritt in Richtung ‚Kojo for Schwiegervater’ gemacht hatte.
Joah, es schien, als würden wir endlich zur Normalität zurück kehren.
Einige Zeit später hörte auch ich mein Bett immer deutlicher nach mir rufen.
„Alles klar Leute“, verabschiedete ich mich. „Ich verzieh mich.“
„Warte ich komm mit“, rief Björn und sprang hastig auf. Als er merkte, dass die anderen ihn kritisch ansahen, lief er leicht rot an und stotterte: „Äh... ja.. ich meinte ich geh jetzt auch ins Bett... Mein Bett“, redete er sich immer mehr rein. „Auch egal“, seufzte er schließlich. „Gute Nacht.“
„Kjersti?“, hielt er mich zurück, als sich an der Treppe unser Weg trennte.
„Hm?“
„Ich...“, er stockte und zuckte mit den Schultern. „Es tut mir immer noch leid und ich bin froh, dass ... du ... ähm ... na ja, dass ich ... das“ „Du keine Angst mehr haben muss alleine übers Gelände zu gehen?“
Björn nickte. „So was in der Art.“
Ich seufzte und lächelte schwach. „Bau nicht wieder Scheiße, Björn. Mehr verlangt glaub ich keiner von dir.“

„Meint ihr, die schneiden das auf?“
„Ja, wie sollen sie denn den Gips sonst runter bekommen?“
„Aber die machen das doch mit nichts elektrischen, oder?.“
Bode und Anders lachten und Anders drehte sich zu mir um. „Ich glaube normalerweise gibt es da so genannte Gipsscheren. Nur wenn alles nichts nützt kommen sie mit der Kettensäge.“
Wir waren auf dem Weg ins Krankenhaus. Ich weil mein Gips endlich ab soll, Anders hatte irgendwelche Probleme mit seinem Knie und Bode war abkommandiert worden uns zu fahren.
„Kettensäge?“ Fragte ich geschockt und riss die Augen auf.
Bode lachte und gab Anders einen leichten Klaps auf den Hinterkopf. „Lass dich von dem nicht verarschen.“
„Kettensäge“, grummelte ich. „Nur weil ich nicht weiß, wie der Scheiß abgemacht wird, ist das noch lange kein Grund mich zu verarschen.“
Unsicher sah Anders zu Bode. „Meinte sie das ernst? Ich dachte das war ein Witz. Jeder weiß doch, dass die da nicht mit der Kettensäge rangehen.“
Bode zuckte mit den Schultern und sah kurz prüfend in den Rückspiegel. „Ich glaube, wenn du so lange mit Lars und Tommy befreundet bist, wie sie, dann gehst du davon aus, dass so etwas ernst gemeint ist.“
Ich schmollte immer noch, als mein Gips endlich ab war, ohne Kettensäge, und Bode und ich im Flur auf Anders warteten.
„Was hat er eigentlich?“ Fragte ich nachdenklich und wackelte mit meinem Bein. Es war doch erstaunlich wie leicht es auf einmal wieder ist.
„Ich glaube irgendwas mit dem Knie.“
„Irgendwas mit dem Knie? Geht’s vielleicht noch ein bisschen ungenauer?“
„Hm?“ Machte Bode immer noch vertieft in seine Sportzeitschrift. „Ich glaub nicht.“
Missbilligend zog ich eine Augenbraue hoch, stand auf und wippte ein wenig auf und ab um das unsichere Gefühl in meinem Bein los zu werden. „Ich geh mich mal ein bisschen umschauen.“
„Ja ja, mach das.“
„Und wenn ich MacDreamy finde, dann lass ich es mit ihm in der Abstellkammer krachen.“
„Wenn du Spaß dabei hast.“
Ich verdrehte die Augen und seufzte. „Danke für’s Gespräch.“
Es war nicht sonderlich spannend in dem Krankenhaus. Oder ich war einfach nicht auf der Richtigen Station. Hier war recht wenig los, meist lagen in den Zimmern irgendwelche alten Menschen, die vor sich hin jammerten.
„Junge Frau! Ich glaube nicht, dass sie hier irgendetwas drin verloren haben!“ Ertappt zog ich meinen Kopf aus dem Raum.
„Öhh“
„Ist schon okay“, kam eine andere Stimme aus dem Raum. Anders. „Ich kenne sie.“
„Na dann.“ Lächelte die Krankenschwester und winkte mich rein. „Dann kommt mal rein.“
„Hey“ Da noch kein Arzt in Sicht war und Anders munter auf der Untersuchungsbahre saß ließ ich mich einfach auf einen Hocker im Zimmer plumpsen.
„Na, Gips los?”
“Hmhm”, machte ich und streckte ihm mein Bein entgegen. „Alles ab.“
„Tut mir leid, dass ich vorhin so ein Quatsch erzählt hab.“ Er machte ein zerknirschtes Gesicht und zog die Schultern hoch.
„Ist schon okay. Mittlerweile sollte ich es gewöhnt sein, dass mich alle verarschen.“
Ich stutze, als mir auffiel, dass Anders in Boxershorts vor mir saß. „Warum bist du eigentlich hier?“ Netter Anblick.
Er deutete nach unten und winkelte das Bein ein wenig an. „Deswegen.“ Sein Knie war rot und angeschwollen.
„Oh ha“, machte ich und legte den Kopf schief. „Das sieht aber nicht besonders gut aus.“
Anders lachte auf. „Das fühlt sich auch nicht besonders gut an.“
Fasziniert beobachtete ich, wie er sich erst beiläufig durch die Haare fuhr und dann noch einmal mit den Schultern zuckte. „Kann ich nichts gegen machen. Mein Meniskus ist... na ja, gelinde gesagt, hinüber. Das kommt und geht. Im Moment ist es grad wieder entzündet. Wie man sieht.“ Er lächelte ergeben. „Wenigstens muss ich dann nicht beim Schulsport mit machen.“
Es war unglaublich. Das kleinste Lächeln von ihm löste bei mir ein Herzklopfen an, das wahrscheinlich jeden Kardiologen einen gehörigen Schock verpasst hätte.
Dabei war er das genaue Gegenteil von Björn, der ja bekanntlich die letzten drei Jahre mein Herz zum Klopfen gebracht hatte.
Es war der Wahnsinn. Es war total bescheuert, immerhin war er Kojonkoskis Sohn.
Gegen tun konnte ich trotzdem nichts.
„Anders, hast du...ah.. hier bist du.“ Bode, der gerade in den Raum gestützt kam stockte, als er mich sah. „Ich hab dich überall gesucht.“
„Ich hab dir doch gesagt, dass ich ein wenig rum gehe.“
„Hab ich nicht gehört.“
„Wundert mich gar nicht“, murrte ich. „Hätte mich auch echt gewundert.“
Bode zog mich hoch und ließ sich auf dem Hocker, nebenbei die einzige Sitzmöglichkeit im Raum, nieder um mich dann auf seinen Schoß zu ziehen. Anders beobachtete das alles mit zusammengezogenen Brauen.
„Mal was anderes, was hast du eigentlich für Samstag geplant?“
„Nichts“, machten Anders und ich gleichzeitig, sahen uns dann an und fingen an zu lachen.
„Nee, im Moment plane ich gar nichts“, gab ich dann Bode doch noch eine Antwort. „Am liebsten würde ich es vergessen. Ist doch eh nichts besonderes.“
„Moment mal“, unterbrach mich Anders. „Was ist nichts besonderes?“
„Nichts.“
„Ihr achtzehnter Geburtstag“, gab Bode ihm die Antwort, die ich ihm nicht geben wollte. Einen Moment lang sah Anders mich verdutzt an, bevor er anfing laut zu lachen.
„Ich glaub’s nicht. Du hast am 17ten Geburtstag?“
„Was ist daran so komisch?“ Fragte ich skeptisch.
„Das Mikko und ich auch Geburtstag haben?“
Ich stutzte und grinste dann ebenfalls. Was für ein Zufall.
Bode klopfte mir auf die Schulter und stand auf, als der Arzt in den Raum kam. „Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist.“
Knapp zwei Stunden später saßen wir wieder im Auto. Diesmal ohne einen Gips, dafür mit einer Menge Antibiothiker und Schmerzmittel mehr.

„Dieses Arsch“, murrte ich mit zusammengebissenen Zähnen. „Wie bescheuert kann man bitte sein?“
Ein Junge, der mir im Weg stand, bekam einen ordentlichen Stoß von mir verpasst. Bevor er sich beschweren konnte war ich schon weiter gestampft.
Ich hatte wirklich eine Mordswut im Bauch. Wie konnte er so etwas tun? War er wirklich so ignorant?
Die Frage konnte ich mir wohl schenken.
Jemandem dem eine Wahl zum Ballkönig wichtiger war als die eigene Freundin, konnte man anscheinend nicht sehr viel mehr zutrauen.
Wütend ging ich in den Essenssaal, wo schon Hanna, Morten, Daniel und AJ an einem Tisch saßen.
„Ich bring ihn um. Ich wird ihn eigenhändig umbringen“ Knurrte ich noch, während ich mich zu den anderen setzte und mein Essen inspizierte. Eigentlich sollte es eine Art von Braten sein. Leider sah es eher aus wie Schuhsohle mit Soße. Hoffentlich schmeckte es nicht auch so.
„Wen?“ Fragte Morten schmatzend. Okay, wenn es ihm schmeckte, konnte es ja eigentlich gar nicht so schlimm sein.
„Björn. Wen sonst.“
„Was hat er denn diesmal ausgefressen?“ Daniel knackste vorsorglich mit den Fingerknöcheln und sah sich suchend um.
„Was passiert ist?“ Regte ich mich auf. „Er ist mein bescheuerter Tutor... das ist passiert.“ Wütend stocherte ich in meinem Essen herum. „Er und Leena, verdammt noch mal.“
Schüchtern hob AJ seine Hand. „Ich gehör auch in die Gruppe.“
Unsere Schule hatte ein „tolles“ System entwickelt, damit die Abschlussklassen den Stoff der letzten Jahre noch einmal wiederholten, bevor sie ihre Abschlussklausuren schrieben und die unteren Stufen dabei von älteren lernen konnten.
Das Prinzip war einfach. Zwei Schüler aus der Abschlussklasse wurden zwei jüngere Schüler zugeteilt. Diese Gruppen treffen sich in festgelegten Stunden und machten bestimmte Aufgaben, die sie vom Lehrer zugeteilt bekamen. Meist wurde dabei auf die besonderen Stärken und Schwächen der Schüler Rücksicht genommen.
„Gegen dich hab ich ja auch nichts gesagt.“
Ich hatte tatsächlich nichts dagegen mit AJ in einer Gruppe zu sein, ganz im Gegenteil. Das war eigentlich das beste, was mir hätte passieren können. Das in diese Gruppe allerdings auch mein Ex und seine neue Flamme gehörten, das kotze mich gewaltig an.
„Moment mal“, schritt Morten ein. „Deine Tutoren sind Björn und Leena? Ich dachte...“ „Ja“, schnitt ich ihm das Wort ab. „Man kann Wünsche äußern. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man uns aus einem anderen Grund zusammen gesteckt hat, außer dass da ein gewisser Herr einen Wunsch abgegeben hat.“
„Glück muss der Mensch haben“, befand Hanna und streckte mir die Zunge raus.
„Och“, gab ich zurück. „Du dann hast du mindestens genauso viel. Hast du noch nicht nachgeguckt in welcher Gruppe du bist?“
Hanna schüttelte den Kopf. „Nö. Das seh ich ja sowieso früh genug.“
Ich zuckte mit den Schultern. „Klar... spätestens, wenn Mikko und Lars Jon lynchen.“
„Was?“ Fragte Hanna geschockt und ließ ihre Gabel sinken. „Ich... du verarscht mich!“
Lachend schüttelte ich den Kopf. „Nein, irgendjemand hatte da echt Mitleid mit dir und hat dich mit Jon, Lars und Mikko in eine Gruppe gesteckt.“
Auch Morten konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ich war mir sicher, er hatte ebenfalls Hanna als Wunsch angegeben, aber Hannas Gesichtsausdruck war einfach Gold wert.
Irgendwas schien bei der Einteilung gründlich in die Hose gegangen.
„Warum tauscht ihr beide nicht einfach?“
„Nein!“ Machte Anders erschrocken und lief rot an, als wir nun ihn verwundert ansahen. „Ich meine, da wird sich jemand schon was dabei gedacht haben uns so einzuteilen.“
„Klar“, grummelte Hanna. „Wie liefern mir diese Landplagen am schnellsten einen Grund sie von der Schule zu schmeißen.“
„Meint ihr, wenn ich ganz lieb darum bitte, dass ich meine Gruppe wechseln kann?“ Hoffnungsvoll sah ich in die Runde. Wenn ich auf irgendwas überhaupt keine Lust hatte, dann jede Woche Stunde um Stunde mit Björn und Lena zusammen zu lernen. Das konnte nicht einmal AJ’s Anwesenheit retten.
„Meinst du, Lars hört auf zu rauchen, wenn du ihn ganz lieb darum bittest?“
„Scheiße“, murrte ich und ließ meinen Kopf auf die Tischplatte sinken.

„Das wird kein Kindergeburtstag!“ Hanna nahm mir das Puzzle aus der Hand und stellte es ins Regal zurück.
„Aber das leuchtet im Dunkeln!“ Protestierte ich und sah dem Puzzle sehnsüchtig hinterher, während Hanna mich aus der Spielzeugwarenabteilung zog.
„Es wäre mir egal, wenn es dazu auch noch tanzen könnte. Wir schenken den beiden kein Puzzle.“
„Und was wollen wir den beiden dann schenken? Wenn du eine bessere Idee hast, dann immer raus damit.“
„Es gibt bestimmt etwas besseres in diesem bescheuertem Kaufhaus als ein Puzzle!“
„Eis!“
„Gott“, stöhnte Hanna auf. „Bist du 8 oder 18?“
„17 um genau zu sein.“ Korrigierte ich sie grinsend. Mit Hanna einkaufen zu gehen war doch immer wieder eine Freude. Vor allem, wenn man eigentlich gar nicht wusste, was man eigentlich suchte. Klar, die grobe Richtung wussten wir. Ein Geschenk für Mikko und AJ. Wahlweise auch für jeden eins.
Dummerweise hatte sich Lars mit Liv in letzter Zeit ziemlich rar gemacht, so dass wir nicht einmal sie fragen konnte, was ihre beiden Brüder denn so glücklich machen würde
„Ich hab keine Lust mehr“, murrte Hanna einige Abteilungen weiter, nachdem auch die Möglichkeit den beiden einen flauschigen Bademantel, tierische Hausschuhe oder wunderschöne Poster mit halbnackten Frauen als Geschenke ausgeschieden waren.
Wir ließen uns beide auf eine Bank fallen, die an der Rolltreppe des Kaufhauses stand und ich kramte in meiner Handtasche nach meinem Handy.
Heute würden wir sowieso keinen Schritt mehr weiter kommen, da konnte uns Morten auch abholen und wieder zurück ins Internat fahren.
Ja, ja. Wozu große Brüder so alles gut sein können.
Eine knappe halbe Stunde später langen Hanna und ich kaputt auf unseren Betten und überlegten immer noch, was wir den beiden Zwillingen zum Geburtstag schenken könnten.
„Ein vaterfreies Wochenende?“
„Klar... und gleich dazu auch noch eine Golfpartie mit Roar. Abgelehnt. Wie wär’s mit Skifahren?“
„Du kannst mich mal Hanna. Bettwäsche.“
„Seh ich auch wie ihre Großmutter. Vergiss es. Da schenk ich den beiden lieber einen Kalender mit Orlando Bloom.“
Ich drehte mich auf die Seite und sah zweifelnd zu Hanna hinüber. „Nimm’s nicht persönlich, aber ich glaub nicht, dass sie sich darüber sonderlich freuen würden. Aber wenn du willst, kann ich meinen endlich mal aufhängen.“
„Haha.. vergiss es“, machte Hanna und griff zu ihrem Handy, dass gerade das gerade lautstark eine SMS angekündigt hatte. „Wie wär’s mit... Jon?!“
Ich zog eine Augenbraue hoch. „Sei mir nicht böse, aber auch darüber würden sie sich nicht freuen.“
„Nein, Jon hat mir geschrieben.“ Sie stand vom Bett auf und sah noch einmal auf ihr Handy. „Klingt dringend.“
„Ich wette ihm ist das Klopapier ausgegangen oder Tori ist mal wieder aus dem Fenster gefallen...“
„Woher kennst du Torkild?“
„Ein Freund von Björn...“, erwiderte ich lahm. Ein verdammt gutaussehender Freund von Björn. Aber das musste ich Hanna ja nicht auf die Nase binden.
„Ah“, gab Hanna nicht wirklich interessiert zurück. „Ist er denn schon wieder da? Jon hat erzählt, dass er noch zur Reha ist.“
Nachdenklich betrachtete ich Hanna. „Weißt du“, fing ich dann langsam an. „Es ist gruselig.“
„Hum?“
„Wie du von Aaraas redest. Als wäre er... normal. Dabei ist es die Nervensäge Aaraas. Das Schwein, das sich liebend gern mit dir oder Lars gezofft hat. Verdammt, er ist immer noch der selbe, der noch am Tag unserer Ankunft hier unsere Türklinke mit Zahnpasta eingeschmiert hat.“
Hanna zuckte hilflos mit den Schultern. „Menschen ändern sich.“
Nachdenklich sah ich ihr hinterher, wie sie das Zimmer verließ. Ich wünschte ihr, dass Jon zu den Menschen gehörten, die sich geändert hatten. Ansonsten würden ein paar sehr, sehr schwere Zeiten auf uns und vor allem auf ihn zu kommen.
Ich ließ mich auf meinen Rücken fallen und grinste still in mich hinein. Was würde das für ein Spaß werden, wenn Lars erst einmal mitbekommen würde, was da zwischen Aaraas und seiner Schwester lief.

° Hanna °


„Wieso muss ich eigentlich gehen?“, murmelte ich gereizt und schaute Kjersti an, die die Kerzen auf dem Kuchen in meinen Händen anzündete.
„Weil du fit bist und zur Not weglaufen kannst. Ich kann das noch nicht mit meinem Bein.“
„Aber ich mit einem brennenden Kuchen, oder was?“ Ich seufzte, als Kjersti keine Anstalten machte, etwas zu erwidern. Ich sollte den Kuchen zu Anders und Mikko bringen, es war fünf vor zwölf. Sprich, in wenigen Minuten war Geburtstag angesagt. Eigentlich war es ja ganz gut, dass ich ging, aber ich war müde und daher ein wenig grantig.
„Geh einfach“, sagte sie und schob mich aus dem Zimmer. Ich wartete, bis die Tür hinter mir geschlossen war, dann blies ich die Kerzen aus und versteckte den Kuchen in einem Schrank auf dem Flur. Gähnend schaute ich mich um und drei Minuten später hörte ich tatsächlich Schritte.
„Ihr seid spät dran“, motzte ich leise.
„Sorry, Mikko ist nicht wach geworden“, murmelte Anders.
„Und sie hat keine Ahnung?“, wollte Morten wissen.
„Ach quatsch, sie denkt ich schleppe gerade einen Wackelpuddingkuchen zu Anders und Mikko.“
„Kuchen?“, murmelte Mikko und schaute mich hungrig an. Er wurde mir immer sympathischer.
„Ist im Schrank.“
„Wie bitte?“ Tommy zog eine Augenbraue hoch. „Wieso ist der Kuchen im Schrank?“
„Lange Geschichte“, log ich. „Können wir jetzt anfangen?“
„Klar.“ Morten zündetet die Kerzen auf der riesigen Schokotorte vom Bäcker auf Aker Brygge an und klopfte zaghaft an die Tür, damit sonst keiner etwas mitbekam. Allerdings war das vollkommen sinnlos, denn als Kjersti die Tür öffnete, grölten Anders, Mikko, Morten, Lars, Daniel und Tommy wie die Bescheuerten los, sangen „Happy Birthday“ und gratulierten Kjersti alle durcheinander, während sie ins Zimmer drängten. Kojonkoski müsste doch eigentlich wissen, dass die drei heute alle Geburtstag hatten, ich hätte gedacht, dass er ein Sondereinsatzkommando der Armee anfordern würde, um genau das hier zu vermeiden.
„Herzlichen Glückwunsch“, sagte ich leise, als ich Kjersti umarmte.
„Du wusstest davon?“
„Na klar. Es war meine Idee.“ Ich strubbelte ihr freundschaftlich durch die Haare und gab Anders kurz die Hand, während ich auch ihm gratulierte. Dann war es an der Zeit, ihn und Kjersti allein zu lassen, damit sie sich gegenseitig gratulieren konnten. Ich kannte meine beste Freundin und irgendwie mochte sie diesen Sprössling des Bösen.
Also ging ich stattdessen zu Mikko, der sich klammheimlich an Kjerstis Torte zu schaffen machte.
„Hey, alles Gute“, wünschte ich und streckte ihm die Hand hin. Er legte das Stück Kuchen beiseite und lächelte.
„Wieso so förmlich?“, fragte er und umarmte mich fest. Unsicher klopfte ich ihm auf den Rücken. Als wir uns voneinander lösen wollten, gab Mikko plötzlich ein leidvolles „AU!“ von sich.
„Was ist denn?“
„Mein Ohrring hat sich in deinen Haaren verfangen.“
„Oh.“
Der trug Ohrringe? Beim Schlafen?
Mikko zog mich vorsichtig näher an sich heran und ich drehte meinen Kopf unwillkürlich seinem Ohr zu, er wiederum drehte sein Gesicht mir zu, wodurch unsere Stirnen geräuschvoll gegeneinander prallten.
„Oooh“, stöhnte ich und sank in die Knie, wohin Mikko mir wohl oder übel folgen musste. Er legte mir eine Hand auf die Schulter und sah mich besorgt an.
„Entschuldige. Alles okay?“
„Ja. War nicht deine Schuld“, murmelte ich und streckte die Hände aus. „Stillhalten.“
„Okay.“
Ich fummelte den Ohrring ab, befreite selbigen aus meinem Haar und reichte ihn Mikko, der mich geschockt anschaute.
„Was denn?“
„Du blutest“, sagte er und deutete auf meinen Haaransatz. Er griff nach einem Handtuch, das über einer Stuhllehne hing und drückte es mir auf den Kopf.
„AUA!“, schrie ich auf. Wie das brannte.
„Ups. Sorry.“
„Schon gut“, murmelte ich und hielt das Handtuch selber fest.
„Was ist denn hier los?“, wollte Morten wissen und ging neben mir in die Knie.
„Kleiner Unfall“, murmelte ich. „Es blutete ein, bisschen. Ist bestimmt gleich vorbei.“
„Lass mal sehen.“ Morten nahm das Handtuch weg und drehte meinen Kopf so, dass er die Wunde gut sah. Nachdenklich verzog er das Gesicht. „Alle Achtung, Mikko, du hast einen Schädel wie ein Backstein.“
„Danke“, knurrte Mikko und schaute mich besorgt an. Ich lächelte beruhigend, es tat nicht mal wirklich weh, wenn man nicht gerade Frottee in die offene Wunde presste. „Wir haben einen Erste-Hilfe-Kasten im Zimmer. Am besten, wir verbinden das Ding.“
„Gute Idee. Das Ding und ich kommen mit hoch.“ Ich stand auf und schlich mit Mikko durch die Flure. In seinem und Anders’ Zimmer presste er eine Kompresse auf die Wunde und verband meinen Kopf so, dass ich aussah wie eine angehende Mumie. Mikko wollte noch mal kurz aufs Klo, also ging ich schon mal vor. Als ich Schritte im Flur hörte, drückte ich mich dicht an die Wand und hoffte, dass derjenige sich einfach auflösen würde. Doch das tat er nicht. Er blieb vor mir stehen, musterte mich eingehend und beugte sich so weit vor, dass ich sein Gesicht erkennen konnte. Und er meins.
„Hanna?“
„Och nöö.“
„Was machst du denn hier? Und was hast du da am Kopf?“
„Ein kleiner Unfall“, murmelte ich.
„Unfall? Was für ein...?“
„Hanna?“, sagte Mikko, der plötzlich neben Jon stand. „Oh, hi Aaraas. Was schleichst du hier denn rum?“
Jon sperrte den Mund auf, zeigte erst auf mich, dann auf Mikko und schnappte nach Luft.
„Was...zur...“
„Sorry, Aaraas“, sagte Mikko und legte einen Arm um mich. „Wir müssen zurück zu unserer kleinen...Party.“ Er betonte das letzte Wort so anzüglich, dass sogar ich sofort an etwas Unanständiges denken musste. Jon kochte, ich spürte es genau und ich bekam schreckliche Angst. Nicht vor ihm, sondern um ihn. Aber ich konnte Mikko ja jetzt schlecht wegschicken. Das würde unsere Tarnung total sprengen.
Im Weggehen griff ich nach Jons Hand, doch er zog sie weg und ging wortlos weiter. Nein, nein, nein, nein, nein! Blöder Geburtstag, blöder Ohrring, blöder Verband!
„Ts, Idiot“, murmelte Mikko und ich musste mich sehr zusammenreißen, um ihn nicht mit meinem Handtuch zu strangulieren. Am liebsten wäre ich sofort zurückgerannt und hätte Jon alles erklärt. Aber das ging ja nicht, weil wir heimlich zusammen waren. Wer hat eigentlich behauptet, sowas wäre romantisch und sowas? Der jemand stand mit Sicherheit unter Drogen. Oder aber sein Partner.
Verdammt!
Als wir wieder unten ankamen, war bereits der halbe Kuchen weg und Lars und Tommy breit wie die Haubitzen. Aber na ja, war ja Samstag.
„Da seid ihr ja“, freute Kjersti sich, die sich offensichtlich ziemlich über die Überraschung freute, als sie uns sah. „Dann wird es Zeit für die Geschenke.“

Da die Jungs bis vier Uhr morgens blieben, wachten Kjersti und ich nur sehr schwer auf, als es gegen neun an unserer Zimmertür klopfte. Schließlich trugen Kjersti und ich die Frage, wer aufstehen musste, mit einer Runde „Schere, Stein, Papier“ aus. Sie verlor und öffnete.
„Oh man“, knurrte sie. „Hanna, für dich.“ Sie krabbelte wieder ins Bett und ich kletterte stöhnend aus meinem. Ich schlurfte zur Tür und fand mich Jon gegenüber. Müde kratzte ich mich am Kopf und verzog vor Schmerz das Gesicht. Da fiel mir auch wieder ein, wieso er wohl hier war.
„Morgen“, murmelte ich und zog die Tür hinter mir zu.
„Morgen.“
„Hör mal, wegen gestern...“
„Schon okay. Was macht der Kopf?“
„Tut weh. Jon, mit Mikko, das war ein Missverständnis, wir sind zusammengeprallt und er hat sich nur um die Wunder gekümmert und...“
„Ist okay“, versicherte Jon mir. „Ich hab eh nicht gedacht, dass da was war.“
„Oh. Okay“, murmelte ich und starrte in die Luft. „Ähm...Kuchen?“
„Ihr habt hier Geburtstag gefeiert, richtig?“, meinte Jon und schaute sich im Flur um. Kein Mensch weit und breit.
„Ja, Kjerstis, Mikkos und Anders’. War witzig, Tommy und Lars wollten nackt in die Zimmer der Mädchen einbrechen, aber wir konnten sie davon abhalten. Gott sei Dank war Liv nicht hier, die hat wohl verschlafen oder so.“
„Klingt nett.“
„Ja.“
Jon schaute mich eine Weile an, dann lächelte er. „Hi“, flüsterte er, nahm mich in den Arm und küsste mich lange. Glücklich lehnte ich mich gegen ihn und schlang meine Arme um seine Taille.
„Ich hatte Angst, dass du sauer bist“, murmelte ich.
„Ach was. Ich kenn dich doch. Allerdings hat mich die Sache auf eine Idee gebracht.“
„Aha?“, hakte ich verwirrt nach. Mein Blöder-Ideen-Alarm schrillte los, als ich Jons Gesicht sah.
„Wieso bändelst du nicht ein bisschen mit dem Kojonkoski-Bengel an? Das ist das beste Ablenkungsmanöver, das es gibt. Der Keine steht eh auf dich.“
„Du willst, dass ich was mit Mikko anfange?“
„Nein. Nur ein bisschen flirten, dass alle denken, dass das was läuft. Sowas verbreitet sich doch wie ein Lauffeuer. Das würde uns absolut schützen!“
Ich dachte einen Moment nach, dann schüttelte ich denk Kopf. „Jon, das kann ich nicht.“
„Wieso nicht? Ist doch nicht viel mehr als jetzt schon.“
„Jon, das ist verabscheuungswürdig! Der arme Mikko! Außerdem steht er nicht auf mich, wir verstehen uns ganz gut, das war es aber auch schon. Ich mag deine Idee nicht.“ Ich ließ ihn los und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ach komm...“, setzte er an, doch ich fuhr ihm dazwischen.
„Wer hat denn rumposaunt, dass Mikko gefälligst die Finger von mir lassen soll, hm? Und jetzt soll ich ihn anbaggern? Jon, du spinnst doch!“ Ich versuchte, nicht allzu laut zu werden, obwohl es mir schwer fiel. Dieser Typ!
„Ich will ja auch nicht, dass da was passiert. Nur für den Schein! Komm schon, Hanna. Oder möchtest du es Lars erklären, was zwischen uns läuft? Oder Morten?“
„Morten? Was hat der damit zu tun?“, fragte ich verwirrt.
„Äh“, machte Jon sichtlich überrumpelt. „Schon gut, vergiss es. Bitte, probier es, Schatz.“
„Von mir aus“, seufzte ich. „Aber ich werde Mikko nicht auflaufen lassen, klar? Ich mag ihn und sowas tu ich ihm nicht an.“
„Ja, ja, schon okay. Du bist die Beste.” Er küsste mich sanft und verzog sich dann, da Stimmen in unsere Richtung kamen. Plötzlich flog die Tür hinter mir auf.
„Hanna! Wie kannst du da zustimmen?“, zischte Kjersti ungläubig. Ich schaute sie streng an. „Ja, okay, ich hab zufällig gelauscht. Ich meine, mitgehört. Das ist die dümmste Idee, die Aaraas je hatte. Und das will was heißen.“
„Ich weiß“, seufzte ich. „Aber er hat Recht, unsere Tarnung ist unglaublich fragil.“
„Ja, aber...Hanna, der arme Mikko!“
„Ach, der lässt sich doch eh nicht auf sowas ein. Er ist ein kleiner Charmeur, aber das ist nichts Ernstes.“
„Ja. Klar“, flüsterte Kjersti.
„Was?“
„Nichts. Sag mal, wieso outet du und Aaraas euch nicht einfach? So schlimm kann es nicht sein.“
Ich schaute sie niedergeschlagen an. „Kjersti, Lars hätte ihn beinahe mal in einem Sandkasten erstickt. Wie genau definierst du ‚nicht so schlimm’?“
„Ah, touché.“
„Ich weiß nicht, was ich machen soll“, murmelte ich verzweifelt. Kjersti dachte kurz nach. Dann grinste sie heimtückisch.
„Tu, was Aaraas dir gesagt hat. But do it the Bystoel-way!“





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~seamos realistas, exijamos la imposible~ Che Guevara
Aus dem Leben einer Abiturientin

Schlumpf ...
undefiniert


...

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Registriert seit: 15.01.2007
Beiträge: 1237
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...   Erstellt am 28.05.2007 - 15:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hab mich mal durch alles hier durchgewühlt und muss mal ein lob los werden!
supi story und ich hoffe doch, es geht auch noch weiter!





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http://yvonnemuetze.wobistdujetzt.com

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unregistriert

...   Erstellt am 01.07.2007 - 23:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also ich muss mal sagen, ist echt ne coole Story! Hab die im Zug gelesen und alle haben sich umgedreht und komisch geschaut, als ich mich vor lachen weggeplatzt hab!!! =) Echt nen tolles Teil! Und Robi so darzustellen ist ja auch mal was...
Hab den Link von ner Freundin und ich hoffe, es gibt bald ne Fortsetzung! =)
Bin also schon mächtig gespannt was noch so passiert!!!
Übrigens Lars und Tommy sind der Knüller!!!




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