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Leenary ...
Putzigstes Vieh im Forum
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Registriert seit: 24.02.2006
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...   Erstellt am 02.02.2007 - 21:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


''Hilf mir, bitte. Hilf mir...'' Eine liebliche Mädchenstimme, die traurig klingt, in dieser Dunkelheit. Samusa schaut um sich und versucht, etwas zu erkennen, aber vergeblich. Doch da... Ein Mädchen im weißen Kleid, mit schimmernd silbernem Haar, kommt auf sie zu. Ihre Tränen glänzen im dem einzigen Schein, der Samusa umgibt. ''Wer bist du?'' Samusa schaut das Mädchen fragend an, doch die Antwort lautet nur: ''Bitte, ich flehe dich an. Hilf mir...Hilf mir...'' Nun ist das Mädchen ganz nah vor Samusa. Es sieht sie mit traurigen roten Augen an. ''Geh...geh nach Norden...Nur du kannst mir helfen...Bitte, ich flehe dich an'' Samusas Blick bleibt auf das Mädchen haften ''Aber wieso? Wer bist du?'' Nun schaut das Mädchen panisch um sich. ''Er kommt...Er darf nicht erfahren, dass du das bist...Die einzige Hoffnung...Sonst vernichtet er dich...Ich muss jetzt los!'' Das Mädchen dreht sich rum und verschwindet in die Dunkelheit. Samusa will ihr folgen und rennt hinterher. Doch die Dunkelheit scheint unendlich zu sein. Das Mädchen bleibt verschwunden. Doch ein merkwürdiges Wesen erscheint. Dieses sieht einem Wolf ähnlich. Doch es ist keiner, denn dieser besitzt rote Flügel und goldene Augen. ''Du kannst sie retten...Nur du...Ich werde dir helfen'' Die dunkle Stimme lässt Samusa nicht zurückweichen. Im Gegenteil. Sie geht langsam auf ihn zu.''Wer oder was bist du?'' Der Wolf gibt keine Antwort und fängt an zu rennen.Sie bleibt stehen und auf einmal spürt sie einen stechenden Schmerz. Der Wolf verschmilzt sich mit ihr. Samusas schrei hallt durch die Dunkelheit. ''Jetzt sind wir vereint...Jetzt kannst du meine Macht nutzen, doch auch ich habe meine Grenzen...! Merk dir dies!'' ''Aber ich verstehe...nicht!'' Samusas Schmerzen sind unerträglich und ein weiterer Schrei lässt sie in ihrem Bett hochschrecken
Schweißgebadet sitzt sie da und ringt nach Atem. Was war das nur? Sie schaut sich in ihrem Zimmer um, doch sie erkennt nur wenig wegen der Dunkelheit. Dann starrt sie aus dem Fenster und schaut zum Himmel. Der Vollmond ist von den dunklen Wolken ganz bedeckt. Langsam beruhigt sich Samusa, doch sie denkt immer noch über ihren merkwürdigen Traum nach. War das jetzt alles Wirklichkeit? Die Worte des Mädchens und die des beflügeltem Wolfes lassen sie nicht mehr los. Warum soll sie das Mädchen befreien?Und wer ist sie? Und was ist mit dem Wolf? Sie spürte keinen Schmerz und fragt sich, ob das nicht doch nur ein Traum war. Langsam legt sie sich wieder hin und schliesst ihre Augen. Nur langsam schläft sie wieder ein...

Die ersten Sonnenstrahlen scheinen durchs Fenster und treffen Samusas Gesicht. Diese öffnet langsam ihre Augen und richtet sich auf.Ihre Augen schweifen durch ihr Zimmer, welches nicht sehr gross ist. Nur ein Bett, ein Schrank neben der Türe und ihr Tisch stehen in ihrem Zimmer. Neben ihrem Bett steht noch ein kleines Nachttischchen, auf dem eine kleine Kerze steht. Die Kerze scheint weit runtergebrannt zu sein. Sie starrt den blauen Himmel an. Der Gesang der Vögel dringt in ihr Ohr, doch ihre Gedanken scheinen nicht dort zu sein. War das wirklich nur ein Traum? Sie schüttelt leicht den Kopf, steht auf und geht auf einen Tisch zu. Auf diesem steht eine Wasserschüssel. Samusa wäscht sich ihr Gesicht und starrt in den Spiegel, der vor ihr an der Wand gelehnt ist. Zurück blickt eine junge Frau mit langen roten Haaren und grünen Augen. Ihr Spiegelbild. Lange starrt sie ihr Spiegelbild an und scheint Gedankenversunken. Was war das nur...? Wer war dieses Mädchen? Doch etwas scheint sie aus den Gedanken zu holen. Ihr Spiegelbild verdunkelt sich langsam, bis Samusa nur noch in ein schwarzes Loch schauen kann. Was passiert jetzt? Durch ihren Rücken läuft ein kalter Schauer, doch ihr Blick bleibt an diesem Spiegel haften. Dann erscheint das Gesicht eines jungen Mannes im Spiegel. Seine Haare scheinen blonde zu sein und seine kalten blauen Augen blicken zu Samusa. Diese wagt es kaum, sich zu bewegen. Sie spürt die Kälte seines Blickes. Der Mann setzt ein furchterregendes Grinsen auf und Samusa schliesst schnell die Augen. ''Aufhören!Geh weg!'' Sie traut sich nicht, ihre Augen zu öffnen. Doch nach einer Zeit spürt sie nicht mehr die teuflische Kälte dieses Mannes. Erst jetzt traut sie sich, in den Spiegel zu schauen. Die unheimliche Person ist weg und die Tür geht auf. ''Was ist passiert? Warum schreist du so am Morgen?'' Samusa dreht sich um und vor ihr steht ihre Mutter. Diese hat ebenfalls rotes Haar, doch ihre Augen waren nicht grün, sondern blau. Sie ist schlank, wirkt aber nicht zerbrechlich. Ihre fragender Blick ist auf ihre einzige Tochter gerichtet. Samusa schüttelt den Kopf. ''Es...es ist nichts...Ich bin nur gefallen...''Ich will ihr keine Sorgen bereiten! Der Blick ihrer Mutter wirkt jetzt ungläubig. ''Und so schreit man dann, wenn man hinfällt? Du bist mir ja eine...In dieser Nacht hast du auch geschrieen. Was war denn da?'' Wieder schüttelt Samusa den Kopf. ''Ich hatte nur schlecht geträumt...'' Doch ich bin mir nicht sicher, ob das nur ein Traum war... Die Mutter seufzt und geht aus der Tür raus. ''Komm bald runter. Nach dem Essen müssen wir noch in den Wald.'' ''Ja Mutter...Ich komme gleich...'' Samusa dreht sich zum Spiegel um und blickt verwundert. Wer war das? Das ganze kann nichts gutes verheißen! Sie geht mit schütteldem Kopf zum Schrank und holt ihre Kleider für den Tag raus.
Samusa betritt die Küche. Die Küche besteht aus zwei Ecken. In einer Ecke wird gekocht und in der anderen steht ein grosser Holztisch mit vielen Stühlen. Auf der Mitte des Tisches steht ein Glas mit Blumen. Samusas Mutter deutet auf einen Stühle hin und stellt einen Korb mit Brot auf den Tisch. Samusa setzt sich und isst.
Ihr Vater war schon lange tot. Er kam vor zehn Jahren bei einem Krieg um. Samusa war damals sechs Jahre alt, als dies passiert ist. Doch Samusa ist schon lange darüber hinweg. Doch auch Geschwister besitzt sie keine.
''Nacher werden wir ein paar Kräuter sammeln. Dann werde ich dir die Verwendung dafür erklären.'' ''Ja Mutter'' Sie ist froh, die Tochter einer Heilerin zu sein, doch sie will nicht in ihre Fußstapfen treten. Samusa will lieber die Welt erkunden. Sie übt jeden Abend die Schwertkünste beim Dorfältesten. Doch ihre Mutter ist nicht einverstanden damit und erlaubt es nur unfreiwillig.
Im Wald ist es ruhig. Nur das Zwitschern der Vögel und das Rauschen eines Baches sind zu hören. Samusa liebt diese Atmosphere. Sie kommt meistens alleine hierher, um nachzudenken. Ihre Mutter macht sich an blauen Blumen zu schaffen. ''So. Das sind besonders gute Pflanzen. Ihre Heilkraft wirken....'' Samusa hört ihr nicht zu, sondern schaut weiter zwischen den Bäumen. Sie sieht einige dunkle Gestalten auf Pferden. Ein Glück das wir nicht auf dem Waldweg sind! Die Gestalten kommen immer näher auf das Dorf zu. ''Mutter'', flüstert sie. ''Wer sind diese Leute da?'' Ihre Mutter schaut auf und folgt ihrem Blick. Dann zieht sie Samusa runter zu sich. ''Das ist nicht gut!!'

Die Reiter schnellen auf das Dorf zu. ''Wer sind denn diese Leute, Mutter?'', will Samusa wissen, doch sie bekommt keine Antwort. Stattdessen gibt sie ihrer Tochter das Zeichen, leise zu sein. Samusas Mutter steht langsam auf und macht Anstalten zu gehen. Sie dreht sich mit besorgtem Blick zu Samusa um. ''Du bleibst hier und wartest, bis diese Reiter wieder weg sind...Ich gehe zum Dorf und schaue nach, welche Absichten sie besitzen!''
''Aber Mutter...'' Doch ihre Mutter ist schon losgelaufen. Samusa sitzt da und blickt zum Dorf. Die Reiter sind schon dort, doch sie kann durch die ganzen Sträucher nicht erkennen, ob der Dorfälteste schon draussen steht. Warum hat sie mir nicht geantwortet? Ich will wissen, wer diese Leute sind... Wenn Vater nur hier wäre. Sie schaut traurig zu Boden und ist in Gedanken versunken.
Lange sitzt sie da, bis ein heller Schrei sie aus ihren Gedanken reisst. Samusa glaubt ihre Mutter gehört zu haben und schaut wieder zum Dorf. Sie sieht, wie Leute hektisch umherlaufen. So hektisch, als hätten sie Angst. Dann sieht sie eine Frau. Sie versucht, zu flüchten. Doch hinter ihr taucht einer dieser Reiter auf und hebt die Hand. Die Frau dreht sich um und noch ehe sie versteht, was passieren wird, fällt sie blutend zu Boden. Danach bleibt sie regungslos liegen. Samusa hält sich vor Schock die Hand vorm Mund und ihr Blick bleibt bei der Frau haften. Was haben sie mit ihr getan? Diese Reiter sind schnell... Sie steht auf, rennt aber nicht los, da sie sich nicht sicher ist, ob sie ins Dorf laufen soll. Doch dann ertönt wieder dieser Schrei, der nach Samusas Mutter klingt und sie eilt ins Dorf.
Was sie dort sieht lässt zuerst erstarren. Überall sieht sie die Leichen der Dorfbewohner. Selbst Kinder haben die Reiter nicht ausgelassen. Es sind noch sehr wenige am leben, die mit aller Kraft versuchen, ihre Feinde zu erledigen. Doch diese scheinen von den magischen Kräften der erfahrensten Bewohner noch nicht mal einen Kratzer abbekommen zu haben. Samusa befreit sich aus ihrer Erstarrung und ist froh, das sie von niemanden beachtet wird. Dadurch hat sie Zeit, ihre Mutter zu suchen. Sie schleicht sich durch die Häuser und hofft sehnsüchtigst, dass ihre Mutter noch am leben ist. In der Gruppe der Überlebenden ist sie nicht zu sehen. Hoffentlich ist sie im Haus und lebt noch... Als sie am Haus ankommt und nochmal um sich schaut, traut sie ihren Augen kaum. Zwischen den vielen Leichen erkennt sie ihre Mutter. Sie bewegt sich nicht. Schnell läuft Samusa zu ihr und kniet sich neben ihr hin. ''Mutter!'' Nichts... Tränen laufen über ihre Wangen. Von ihrer Umgebung bemerkt sie nichts mehr. Auch bemerkt sie nicht, das einer der Reiter auf sie zukommt. Dieser kommt immer näher, doch die Aufmerksamkeit der jungen Frau gilt ihrer Mutter, die immer mehr Blut verliert. Ihre Augen sind weit aufgerissen und in ihnen lässt sich die grosse Furcht wiederspiegeln. Der Reiter steht schon neben Samusa und erhebt schon seine Hand. PASST AUF!! Samusa schaut schnell zur Gestalt, dann geht sie, vor Angst, in eine unterwürfige Haltung, schliesst die Augen und wartet auf ihren Tod. Doch sie spürt nur, wie eine sanfte Aura erscheint. Verwundert schaut sie zum Reiter, doch jemand steht zwischen den beiden und hält den Feind mit einer gewaltigen Kraft ab, seinen Angriff auszuführen. Der Unbekannte hat langes weißes Haar und trägt ein rotes Gewand, das an das Gewand eines Priesters erinnert. Der Reiter scheint wütend zu werden und ruft etwas unverständliches. Bald darauf erscheinen auch die anderen Reiter und setzen auf einen Angriff an. Nur mit Mühe gelingt es dem Unbekannten, diese abzuwehren. Samusa sitzt nur da und weiss nicht, was sie tun soll. Stattdessen schaut sie dem Treiben zu. Die Reiter sammeln ihre Kräfte, um einen weiteren Angriff zu starten. Diese Gelegenheit nutzt der Unbekannte und nimmt Samusa. ''Komm mit! Schnell!'' Sie schaut zu ihrer toten Mutter. ''Aber was...?'' ''Für sie können wir jetzt nichts mehr machen. Jede Hilfe käme jetzt zu spät. Also los!'' Samusa zögert. Der Unbekannte trägt sie, rennt los und lässt die Meute alleine. Sie wundert sich, wie schnell er aus dem Dorf in den Wald rennt und fragt sich, ob er ein Mensch ist. Erst jetzt bemerkt sie auch, das er rote Augen besitzt. Diese kommen ihr bekannt vor. Doch sie wagt es nicht, jetzt fragen zu stellen.
Nach langer Zeit wird der Unbekannte langsamer und macht dann in einer Lichtung Halt. Er lässt Samusa runter. ''Ihr hättet tot sein können! Ihr seid von grosser Wichtigkeit, wisst Ihr das nicht mehr?'' Sie blickt in sein besorgtes Gesicht. Wichtigkeit...Warum?''Wer bist du?'' Der Fremde kniet sich vor das junge Mädchen hin und senkt den Kopf. ''Verzeiht meine Unhöflichkeit. Mein Name ist Kronos und es ist meine Aufgabe, Euch zu beschützen.'' Er schaut sie wieder an. ''Beschützen? Aber wieso?'' Sie wischt sich verwirrt ihre Tränen ab. Kronos schüttelt den Kopf. ''Sagt bloss, Ihr habt das vergessen...? Ihr sollt doch Leeandra Delysais aus den Fängen Vhaits befreien! Ich muss Euch beschützen und helfen, bis Ihr dies geschafft habt.'' Samusa lässt sich fallen und schaut ihn fragend an. ''Wer ist Leeandra und wer ist Vhait?'' ''Ich werde Euch das noch früh genug erzählen...Ihr solltet Euch für eine Weile hinlegen und Euch ausruhen...'' ''Deine Stimme kommt mir bekannt vor...Du bist der Wolf aus meinem Traum, oder?'' Kronos nickt, schweigt aber. ''Ich bitte Euch. Ruht Euch etwas aus, denn der Weg zur Stadt Viatura ist noch weit.'' ''aber ich bin nicht müde!'' Kronos schüttelt ungläubig den Kopf und legt seine Hand auf ihre Stirn. Kurz darauf schläft Samusa ein...

Wieder findet sich Samusa in der Dunkelheit wieder. Mit suchenden Blicken schaut sie sich um, kann aber nichts erkennen. Sie blickt nur in dunkle Leere. Doch dann wird alles ganz hell und einige Bilder erscheinen. Bilder, von dem Morgen, als die Reiter ins Dorf geritten sind. Samusa befindet sich jedoch mittendrinn. ''Wie kann das sein? Ich war doch nicht hier...'' Hilflos muss sie sich ansehen, wie ihre Mutter noch einmal getötet wird. Sie fällt auf die Knie und starrt auf ihre Mutter. ''Diese Reiter waren wegen dir hier!'' Samusa dreht sich um und entdeckt wieder das Mädchen, dass sich neben sie stellt. ''Vhait hat dich entdeckt...'' Samusa schaut zu dem Mädchen hoch ''Ihr seid Leeandra Delysais?'' Leeandra nickt stumm und deutet auf die Reiter. ''Sie sind stark...Es wird nicht leicht sein, an Vhait heran zukommen...Du und Kronos könnt das nicht alleine schaffen. Ihr müsst euch Hilfe suchen...Es gibt welche deinesgleichen...Doch sie sind überall verstreut und es ist schwer, sie alle zu finden...Doch keine Sorge...'' Sie bemerkt Samusas besorgtes Gesicht.''...Sie werden versuchen euch zu finden.'' Samusa überlegt eine Weile, schaut zu Boden und dann wieder zu den Bildern.''Doch wie werde ich sie erkennen?'' Leeandra schweigt zuerst. ''Sie werden dich erkennen...Nun muss ich los! Sonst kommt er und versucht, dich hier im Traum festzuhalten...Denk daran...Versuche dir, Kronos Macht zunutze zu machen...Er kann dir eine grosse Hilfe sein...!'' Leeandra verschwindet, ehe Samusa noch eine Frage stellen kann. Die Bilder verschwinden und es wir wieder ganz dunkel.
Samusa wacht auf und sieht neben sich Kronos liegen, der wieder ein Wolf ist. Er scheint zu schlafen. Sie schaut ihn lange an und starrt dann zu den Baumkronen hoch, die sich durch den Wind bewegen.
Mittlerweile ist die Sonne schon untergegangen und Kronos wacht auf. Sein weisses Fell glänzt im Mondschein, der sich durch die Blätter kämpft. Er streckt sich kurz und schaut Samusa an. ''Wir sollten schnell weiterziehen. Ich glaube, Vhait wird uns schon gefunden haben. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Reiter uns erreichen. Aber vorher solltet ihr etwas zu Euch nehmen. Dort drüben ist ein kleiner Bach. Wenn ihr dorthin wollt, sagt mir bescheid. Ich möchte nicht, dass ihr dort alleine hingeht.'' Er schiebt ihr ein Stück Fleisch hin und wartet. Samusa schaut skeptisch auf das Fleisch, doch schliesslich nimmt sie es doch und isst.
Nach einiger Zeit Schaut sie Kronos an. ''Du wolltest mir doch alles erklären...?'' Kronos schaut sie mit seinen roten Augen an. ''Das Wichtigste kann ich Euch erzählen, da Ihr schon einiges von Leeandra erfahren habt.'' Woher weiss er das? Sie schaut Kronos fragend an. ''Ihr habt vergessen, das ich nun ein Teil von Euch bin.'' Samusa schaut leicht verlegen zu Boden und Kronos fängt an: ''Vhait Darksoul stürzte Leeandra vom Thron und brachte seitdem nur Unheil über die Welt. Leeandra ist eine Göttin und bringt Frieden in die Welt. Doch weil sie in der Dunkelheit eingesperrt worden ist, kann sie nichts mehr tun und sucht nach Hilfe. Sie hat mich und einige andere gebeten, Auserwählte zu finden, damit unsere rechtmäßige Königin gerettet werden kann. Wenn sie nicht bald befreit wird, dann wird sie in ewiger Dunkelheit fallen und die Welt ist dem Untergang geweiht.'' Er macht Anstalten zu gehen. ''Kommt jetzt...Weiteres werdet Ihr erfahren, wenn wir weiterkommen.'' Samusa, die in Gedanken versunken war, schüttelt den Kopf und steht auf. ''Nun gut. Dann wollen wir die anderen finden.'' Die Welt muss vor dem Untergang gerettet werden. Und NUR wir Auserwählten können gegen Vhait was ausrichten.
Die Zeit vergeht nur langsam auf ihrem Weg. Während Kronos Zielsicher durch den Wald läuft, schaut sich Samusa immer um. ''Warum so ängstlich?'' Sie schaut ihn zuerst fragend an und schüttelt dann den Kopf. ''Ich muss mich daran gewöhnen, dass du meine Gedanken kennst. Ich kann dir jetzt nichts mehr vormachen...'' Kronos dreht sich kurz zu Samusa um. ''Keine Sorge...Ich werde nicht alle Eure Gedanken lesen. Doch manchmal ist es unvermeidlich.'' Sie nickt und schaut ihn an. Ich danke dir...
Langsam geht die Sonne wieder auf und ihre Reise endet in der Stadt Viatura. Samusas Augen werde gross, als sie die ganzen Häuser und Läden sieht. Schliesslich kommt sie nur aus einem kleinen Dorf, in dem es noch nichtmal eine Taverne gibt. Kronos nimmt seine Menschengestalt wieder an und geht mit ihr Richtung Marktplatz. ''Ich spüre, dass sich hier jemand besonderes befindet...Ein Auserwählter... Für heute bleiben wir hier. Schau dich hier um, während ich nach dem Auserwählten suchen werde.'' Er geht los und lässt Samusa alleine. Diese streift langsam durch die Häuser und bemustert alles neue. Die Leute sind alle Menschen und Samusa fragt sich, was das alles für Wesen sind. Sie kennt nur Elfen, da jedesmal welche kamen, um ihrer Mutter besondere Kräuter zu bringen.
Langsam geht sie an einem Brunnen vorbei. Auf einmal wird sie von jemandem angerempelt. ''Pass doch auf, wo du hinläufst! Ich habs eilig!'', ertönt eine weibliche Stimme. Samusa schaut sie an. Diese Frau hat langes schwarzes Haar, das mit Locken versehen ist. Ihre hellblauen Augen blicken Samusa leicht genervt an. Sie trug ein dunkelblaues kurzes Kleid, das mit kleinen Taschen versehen ist. Schnell läuft die Frau weiter, ohne, dass sich Samusa noch entschuldigen konnte.Diese Person...Sie hatte etwas an sich... Sie zuckt mit den Schultern und setzt sich auf dem Brunnenrand hin. Ihre Blicke wandern überall hin.
Plötzlich rennen die Stadtbewohner panisch hin und her und Samusas Blick geht in Richtung Stadttore und sie weiss sofort, dass es die schwarzen Reiter sind. Schnell rennt sie dorthin und entdeckt die Frau vom Zusammentstoß und noch eine Frau. Diese hatte blaue Haare und ein schwarzes Gewand an, das an Kronos Gewand erinnert. Später kommt auch Kronos angerannt und schaut zu Samusa. ''Samusa! Sie ist eine Auserwählte!!

Eine Auserwählte? Samusa sieht sich die Personen genauer an. Die Frau mit dem schwarzen Haar greift einen Reiter mit einem Schwert an. Dieses Schwert scheint kein gewöhnliches zu sein, den sobald der Reiter getroffen wird, erscheinen Feuerfunken, die vom Schwert ausgehen. Die Frau mit den blauen Haaren greift mit einem Zauber an. Aus ihrer Hand erscheint grünes Licht und trifft einen Reiter, worauf dieser zu Boden fällt und sich auflöst. Auch Kronos greift an. Aus seiner Hand kommen schwarze Blitze, die gleich zwei Reiter zu Boden fallen lassen. Auch diese lösen sich sofort auf. Samusa kommt sich hilflos vor, da sie nicht angreifen kann. Sie steht nur da und schaut beim Kampf zu. Als Kronos am Arm getroffen wird, schmerzt auch Samusas Arm. Das er ein Teil von mir ist, bedeutet also auch, seine Schmerzen zu spüren... Kronos schaut sich kurz zu Samusa um, blickt dann schnell wieder zu den letzten zwei Reitern. Die beiden Frauen stürzen sich auf einen und besiegen ihn schnell. Den letzten erledigt Kronos. Als sie sich auflösen, rennt Kronos schnell zu Samusa. ''Alles in Ordnung mit Euch?'' Sie nickt, doch sie schaut zu Boden. ''Ihr macht Euch Vorwürfe, weil ihr nichts tun konntet, um uns zu helfen?'' Wieder nickt Samusa auf seine Frage und schaut ihn an. ''Warum?'' Kronos schüttelt den Kopf.''Bald wird es anders sein...Habt Geduld.'' Die beiden Frauen gehen zu den beiden hin und schauen sie an. Die Frau mit den blauen Haaren schaut zu Kronos. ''Lange nicht mehr gesehen, Kronos...'' Sie lächelt Kronos an und dieser nickt. ''Wie Recht du hast, Ladicula... Das ist Samusa. Auch eine Auserwählte.'' Ladicula nickt Samusa zu und zeigt auf die schwarzhaarige Frau. ''Und dies ist Lycia...'' Lycia nickt freundlich. ''Freut mich, eure Bekanntschaft zu machen. Es tut mir Leid, Samusa, wenn ich dir gegenüber nicht nett war. Aber ich wusste nicht, das ihr die Auserwählte wart, die ich geuscht habe...'' Samusa nickt und setzt ein mildes Lächeln auf. ''Aber das macht doch nichts. Hauptsache, wir haben uns gefunden... Und die Reiter sind auch besiegt.'' Ladicula schaut zu Samusa. ''Doch wissen wir nicht, wie viele Reiter von Vhait noch geschickt werden. Und ob er noch andere Leute auf uns angesetzt hat, denn schliesslich besitzt er auch einen...'' Sie bricht ab und schaut besorgt zu Kronos. Dieser schaut zu Boden. Was ist mit dir, Kronos? Kronos schüttelt den Kopf. Lycia macht Anstalten, auf ein Haus zuzugehen und blickt die anderen an. ''Ich wohne dort und ich denke, ihr seid hungrig...Also kommt mit!''
Nach dem Essen gehen Ladicula und Kronos aus dem Haus. Am tisch sitzen nur noch Samusa und Lycia. Lycia schaut ihr Gegenüber fragend an. ''Machst du dir noch immer Vorwürfe wegen dem Kampf?'' Sie nickt und schaut Lycia an. ''Ich konnte überhaupt nichts machen. Ich konnte nichts mitnehmen, als ich und ich aus dem Dorf geflüchtet sind. Ich wünschte, ich hätte wenigstens etwas machen können, doch ich musste euch zusehen, wie ihr alleine gegen die Reiter kämpfen musstet...'' Lycia schaut Samusa tröstend an. ''Aber du brauchst dir doch deswegen keine Vorwürfe zu machen. Schliesslich hast du bald eine grosse Aufgabe. Ladicula hat mir erzählt, dass du die wichtigste von uns Auserwählten bist...'' Samusas fragender Blick ist auf Lycia gerichtet. ''Ich...? Die wichtigste? Ich denke, sie muss sich geirrt haben...Ich bringe doch nichts zustande.'' Lycia schüttelt den Kopf und streicht sich eine Strähne aus dem Gesicht. ''Nein...Das hat sie nicht. Schliesslich hast DU Leeandra in deinen Träumen gesehen...Ich weiss noch nichtmal, wie sie aussieht. Deine Träume sind von grosser Bedeutung, so, wie du mir das erzählt hast.'' ''Aber ist Ladicula nicht auch im Traum mit dir verschmolzen?'' Lycia nickt. ''Doch schon, aber du hast davor Leeandra gesehen...Ich nicht. Zu mir ist ein blauer Wolf mit schwarzen Flügeln gekommen...Ladicula... Sie hat gesagt, ich hätte nun eine grosse Aufgabe. Zuerst verstand ich das auch nicht, aber dann hat sie mir alles erzählt, was sie wusste.'' Ein grosses Schweigen tritt ein und Samusa schaute nachdenklich auf den Tisch. Bin ich wirklich so wichtig? Lycia steht auf und schaut Samusa an. ''Komm mit, ich werde dir jetzt die Stadt zeigen.'' Samusa blickt verwundert auf, nickt dann aber und steht auf. Die beiden gehen aus dem Haus.
Am Abend gehen die vier zum Marktplatz, wo ein grosses Lagerfeuer zu sehen ist. ''Was wird das werden?'', will Samusa wissen und Lycia antwortet ihr:''Die Bewohner dieser Stadt veranstalten öfters Feste. Dabei wird ein grosses Lagerfeuer gemacht, um das ein Mädchen tanzen wird. Dieses Mädchen wir zufällig ausgewählt. Ich musste auch mal tanzen und das war lustig. Ich frage mich, wer heute tanzen muss...''
Am Lagerfeuer haben sich alle Stadtbewohner versammelt und reden miteinander. Samusa denkt nun nicht mehr an dem Kampf, der am diesen Tag ausgetragen wurde. Sie schaut sich um und lächelt fröhlich. Ihre Gedanken an Leeandra und Vhait sind in diesem Moment verflogen.
Kronos und Ladicula schauen Samusa an und nicken sich gegenseitig zufrieden zu.
Vor den Stadtbewohnern steht ein älterer Mann und bittet um Ruhe. Alles wird sofort still. Der Mann räuspert sich leicht und schaut alle an. ''Wieder veranstalten wir ein Fest. Auch zu Ehren der vier Leuten, die unsere Stadt verteidigt haben...'' Er zeigt auf Kronos, Samusa, Lycia und Ladicula. Dann fährt er fort:''Und? Wer wird heute tanzen?...Ahhh. Ich weiss schon...Diese Lady soll heute den Tanz eröffnen...'' Er zeigt auf Samusa und bittet sie zu sich. Verwundert geht Samusa zu ihm hin und schaut die Bewohner an, die freudig umherrufen. Auch ihre drei Begleiter lächeln sie an.
Als die Musik startet, fängt sie langsam an zu tanzen. Sie stellt sich zuerst ungeschickt an, doch nach einiger Zeit tanzt sie sicher und achtet nicht mehr auf ihre Zuschauer. Danach kommen viele Leute hinzu und tanzen mit. Lycia geht zu Samusa und tanzt mit ihr, während sich Ladicula und Kronos im Hintergrund auhalten und den beiden zuschauen. Samusa schaut fragend zu Lycia. ''Weisst du warum die beiden nicht mitmachen?'' Lycia nickt. ''Ihnen ist es nicht erlaubt, da sie auf uns aufpassen müssen...Schade eigentlich.''
Der Abend hält noch lange an und Samusa sieht im Hintergrund ausser Ladicula und Kronos, noch zwei andere Männer. Die beiden schauen dem Treiben mit ernsten Mienen zu und Samusa fragt sich, was diese wohl wollen.

Als die Feier zu beendet ist, schaut Samusa nochmal dorthin, wo die zwei Männer gestanden haben. Doch diese sind weg. Suchend schaut sie sich um, doch vergeblich. ''Suchst du irgendjemanden?'' Lycia schaut fragend zu Samusa, doch diese schüttelt nur den Kopf. Schließlich weiß sie ja selbst nicht, warum sie diese Männer sucht.
Die vier gehen zu Lycia und machen sich für die Nacht fertig. Samusa und Lycia reden noch lange in dieser Nacht.

Samusa steht wieder in der Dunkelheit, wo Leeandra schon auf sie wartet. ''Ich habe schon auf dich gewartet'' Samusa schaut sie an. Sie weiß nicht, ob sie richtig sieht, doch Leeandras Kleid ist von Blutspuren übersehen. ''Was ist mit Euch geschehen? Euer Kleid...'' Leeandra schaut zu Boden. Dann zeigt sie Samusa ihre Handgelenke. Sie sind voller Blut. ''Ich wollte mein Leben beenden, doch es gelingt mir einfach nicht. Ich kann nicht sterben, bevor ich keine Nachfolgerin für mich gefunden hab. Es ist schwer, jemanden zu finden, die die Macht dazu hat, auf das Reich zu achten...'' Samusa sieht, wie sie anfängt, zu weinen und kommt zu ihr, um sie in den Arm zu nehmen und zu trösten. Leeandra schaut sie an. ''Ausserdem kann ich noch keine Nachfolgerin bestimmen, weil ich hier gefangen bin. Wenn Vhait nicht mehr herrscht, kann ich dies endlich tun.'' Samusa schaut zu Boden, dann entschlossen zu Leeandra. ''Keine Sorge...Ich werde ihn besiegen...Ich werde seiner Herrschaft ein Ende bereiten.'' Leeandra nickt und zum ersten Mal entweicht ihr ein Lächeln von ihren Lippen. ''Danke...Ich danke dir...Doch nun muss ich wieder fort, sonst kommt er und wird dich hier gefangen halten. Du bist eine Wichtigkeit für die Welt...'' Mit diesen Worten verschwindet Leeandra und lässt Samusa alleine.
Samusa öffnet ihre Augen und bemerkt, dass alle schon wach sind. Langsam und in Gedanken versunken zieht sie sich an. Dann gesellt sie sich zu den anderen, die am Tisch sitzen und essen. Kronos schaut sie an. ''Ihr habt eine gute Entscheidung getroffen, Samusa.'' Er nickt ihr dabei zu und Samusa schaut ihn an. ''So? Findest du nicht, das ich ein wenig zu voreilig war?'' Er schüttelt den Kopf. Lycia und Ladicula schauen zu den beiden. ''Was war den?'', will Lycia wissen, doch Samusa schüttelt nur den Kopf. ''Es ist nichts.'' Samusas Lächeln wirkt gezwungen und jeder weiss sofort, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Doch sie sagen nichts mehr dazu. Stattdessen holt Lycia eine Karte hervor. ''Also, wir sollten mal schauen, wo wir als nächstes hingehen wollen.'' Samusa schaut auf die Karte und setzt einen traurigen Blick auf. Sie sieht auf der Karte ihr Dorf und muss sich wieder an diese schrecklichen Ereignisse erinnern. Wieder sieht sie die vielen Leichen, die mit Blut überströmt sind. Sie macht Anstalten zu gehen, doch Lycia hält sie auf. ''Wo willst du hin?'' Samusa wird leicht nervös.''Ich muss raus...Einfach nur raus.'' Sie geht aus der Tür hinaus und schaut sich um. Ihr Weg führt sie automatisch zum Brunnen. Dort ist es für sie in der Stadt am schönsten. Dort fühlt sie sich wohl.
Nun sitzt sie wieder auf den Brunnenrand und schaut nach oben. Sie sitzt da, als würde sie darauf warten, dass etwas vom Himmel fällt. Ihr trauriger Blick lässt sich nicht vermeiden. Ihre Erinnerungen sind wieder so stark, das sie weinen möchte, doch will sie ihre Tränen unterdrücken und schafft dies nur mit Mühe. Wieso musste ausgerechnet IHR das passieren. Sie hätte noch so viele glückliche Tage mit ihrer Mutter verbringen können.
''Warum so traurig?'' Samusa schaut zu einem Mann und bekommt einen Schreck. Das ist der, den sie am vorherigen Abend auf dem Feste gesehen hat. Das ist er...Doch wo ist der andere? Der Mann, der vor ihr steht, hat schwarze Haare, die bis unter die Schulter gehen. Doch sie sind am Nacken mit einem Zopf zusammen gebunden. Seine roten Augen lassen jeden wissen, dass er kein Mensch sein kann. Samusa schüttelt den Kopf, doch kann sie nicht von seinen Augen ablassen. ''Es ist nichts...Wirklich nichts...'' Der Mann schaut sie ungläubig an. ''Darf ich mich wenigstens zu Euch setzen?'' Samusa nickt und schaut weg. Warum ist er hier? Warum jetzt? Samusas Herz schlägt schneller asl normal. ''Mein Name ist Xerxes. Werdet Ihr mir Euren Namen verraten?'' Xerxes schaut sie fragend an. ''Mein Name ist Samusa. Freut mich...'' ''Ganz meinerseits. Ihr lebt nicht in dieser Stadt, oder? Darf ich Euch dann fragen, was Euch hierhin führt?''
Samusa schaut ihn wieder an. ''Ich habe jemanden gesucht...Mehr kann ich Euch nicht sagen...Tut mir leid.'' ''Das macht auch nichts.'' Er lächelt und Samusa wird rot. Schnell blickt sie wieder weg. Was passiert nur mit mir? Wieso werde ich rot? Schnell steht sie auf und verbeugt sich vor Xerxes. ''Es war nett mit Euch...Doch nun muss ich wieder zurück zu meinen Freunden. Auf baldiges Wiedersehen.'' Xerxes nickt ihr lächelnd zu und Samusa geht zügig zu Lycias Haus. Was ist nur los mit mir? Als sie drinnen angekommen ist, schaut Lycia sie an und kichert. ''Du bist ja rot im Gesicht. Was ist mit dir passiert?'' ''Ähh...Es...ist nichts...'', entgegnet ihr Samusa. Doch sie wird von Lycia skeptisch angeschaut. ''Das glaube ich dir zwar nicht, aber in Ordnung. Unser nächstes Ziel ist Lennarto. Bist du damit auch einverstanden?'' Samusa nickt und fängt sich langsam. Dann sieht sie Kronos und Ladicula ins Zimmer reinkommen. Kronos schaut Samusa an. ''Seid Ihr bereit, weiterzureisen?'' Sie nickt und lächelt. Sie ist froh, dass nicht jeder ihre Gedanken kennt und Kronos diese nicht aussprach.
Auf einmal wird es dunkel. Samusa und die anderen schauen aus dem Fenster, doch können sie von dort nichts erkennen. Sie laufen nach draussen. ''Es ist am Marktplatz!'', schreit Ladicula und rennt los. Die anderen folgen ihr. Am Marktplatz angekommen, sieht Samusa ein bekanntes Gesicht und hält sich die Hand vorm Mund. Kronos und Ladicula knurren. ''Es ist Vhait!'', sagt Kronos mit zitternder Stimme.

Das ist der Mann, den ich im Spiegel gesehen habe! Samusa blickt in Vhaits kalten blauen Augen. Diese scheinen alles zu durchschauen. Vhait schaut die Truppe an und lacht. Kronos stellt sich sofort vor Samusa hin und schaut ihn zornig an. ''Was willst du hier, Vhait? Willst du etwa gegen uns antreten?'' Vhait lacht wieder und schaut Kronos an. ''Nein... Ich wollte mir nur ansehen, wie weit ihr doch schon seid. Mit so wenigen Leuten könnt ihr sie nicht retten.'' Samusa blickt kurz zu Boden und dann wieder zu Vhait. ''Wir werden das schon schaffen. Wir werden Leeandra aus deinen Fängen befreien.'' Ladicula und Lycia nicken, obwohl man erkennen kann, dass sie Zweifel haben. Selbst Samusa besitzt Zweifel, weil sie noch so wenige sind. ''Ich sehe es Euch doch an, Lady Samusa. Ihr wisst doch selber nicht, ob ihr alle das jemals schaffen werdet. Ihr sucht noch die anderen, aber müsst ihr auch an eines denken. Sie hat nicht mehr lange Zeit.'' Sie wird von der Dunkelheit verschlungen, wenn nichts geschieht... Kronos schaut Samusa an. ''Habt keine Angst. Wir werden es schon schaffen.'' Doch Samusa hört nicht, sondern geht an ihm vorbei zu Vhait. Auch Vhait schein verwundert zu sein, als er sie vor sich sieht. Dann erhält er von Samusa eine Ohrfeige und schaut nur noch fragend drein. Samusa fängt an zu weinen. ''Wenn Ihr Leeandra etwas antut, werde ich Euch das nie verzeihen.'' Sie schaut zu den anderen, die auch verwundert zu ihr schauen. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass sie so etwas macht. Vhait, der nun seinen gewohnten Blick angenommen hat, nickt grinsend. ''Nun gut... Es war dumm von mir, dich förmlich anzusprechen. Du scheinst nicht so lieblich und höflich zu sein, wie ich das dachte.'' Er hebt die Hand und ein grosser schwarzer Magieball formt sich darin. Samusa weiß nicht, was sie tun soll und schliesst die Augen. Doch indem Moment löscht ein helles Licht Vhaits Ball. Samusa denkt, dass es Kronos war, doch als sie die Augen öffnet, sieht sie Xerxes und den anderen Mann. Der noch Unbekannte hat dunkelrotes Haar, das kurz ist und trägt ein schwarzes Gewand. Er muss auch ein Wolf sein... Dann ist Xerxes auch ein Auserwählter...? Sie merkt, wie sie rot wird und dreht sich schnell um und läuft zu Kronos. Kronos nickt, als wüsste er schon, was sie sagen will und schaut zu Xerxes. Dieser blickt zu Vhait. ''Du lässt diese Lady in Ruhe!'' Vhait schaut ihn an und lacht leise. Dann hält er inne und er scheint sich aufzulösen. ''Nungut... Für heute werde ich mich zurückziehen. Aber beim nächsten Mal werdet ihr mein Kraft zu spüren bekommen. Auf bald.'' Mit diese Worten verschwindet er ganz. Samusa atmet leicht auf. ''Wir werden ihn besiegen...'' Lycia geht auf sie zu und umarmt sie. ''Ich bin froh, dass dir nichts passiert ist. Du bist sehr waghalsig. Wenn er dir jetzt doch...'' Samusa streichelt ihr durch die Haare. ''Aber Lycia... Du brauchst dir keine Sorgen um mich zu machen. Er hätte mich nicht verletzen können.'' Die anderen gehen zu Xerxes und verbeugen sich leicht. Kronos lächelt leicht. ''Ihr habt Samusa gerettet... Sagt, wer seid Ihr?'' Xerxes lächelt Kronos freundlich an. ''Mein Name ist Xerxes und diesen hier, dürftest du schon kennen.'' ''Stimmt... Venidgo, oder?'' Vendigo nickt, sagt aber nichts. Xerxes geht zu Samusa und gibt ihr einen Handkuss. ''Ich freue mich, Euch wieder zu sehen, Lady Samusa.'' ''Ähhm... Ganz...meinerseits.'' Er lächelt Samusa an und diese schaut verlegen drein. Verhalte dich jetzt ruhig, Samusa... Ganz ruhig.

''Unser nächstes Ziel ist also Lennarto...?'', fragt Xerxes und die anderen nicken. Kronos schaut ihn an.''Dort soll auch ein Auserwählter sein. Wir sind in Eile und müssen ihn sofort finden.'' Xerxes nickt verständlich.''Dann sollten wir keine Zeit verlieren. In zwei Sonnenläufen würden wir dieses Dorf erreichen.'' ''Aber nur, wenn wir ohne Schwierigkeiten ziehen können...'', entgegnet ihm Ladicula.
Samusa und Lycia sitzen entfernt von den anderen und schauen in ihre Richtung. ''Ich hoffe, dass wir ohne Schwierigkeiten losziehen können. Ich will endlich raus aus dieser Stadt.'', sagt Lycia und Samusa schaut sie fragend an.''Warum? Es ist doch nett hier.'' Lycia schüttelt den Kopf.''Nicht, wenn man einen Vater hat, der von allen gehasst wird. Er ist zwar tot, doch die Leute meiden mich, weil ich seine Tochter bin... Deswegen will ich hier weg.'' Samusa nickt und ist in Gedanken versunken. Die arme... Bestimmt hat sie es hier schwer...

Die sechs gehen durch einen Wald. Es ist Abend. Kronos bleibt stehen und schaut die anderen an. ''Wir sollten hier eine Rast einlegen. Ich bin sicher, dass einige von euch müde sind.'' Samusa nickt. Sie ist müde wegen der langen Reise, da sie ohne Pause durch den Wald gelaufen sind. Sie sind abseits des normalen Weges gelaufen, der schwieriger zu durchquehren war.
Das Lagerfeuer erleuchtet die Gesichter der anderen, die ein wenig schweigsam ins Feuer starren. Samusa hat sich an Lycia angelehnt. Diese scheint eingeschlafen zu sein. Samusa schaut sie an und lächelt mild. Dann schaut sie zu Kronos, der zu Vendigo schaut. Sie weiß genau, das die beiden sich unterhalten. Ladicula hat ihre Wolfgestalt angenommen und schläft ebenfalls. Als Wolf hat sie ein blaues Fell und schwarze Flügel. Samusa findet das aussehen der Wölfe nicht mehr seltsam. Im Gegenteil. Sie findet diese Wesen aussergewöhnlich schön.
Xerxes hat sich an einem Baum angelehnt und schaut ins Feuer. Als Samusa ihn anschaut, blickt er zu ihr und lächelt ihr höflich zu. Sie lächelt verlegen zurück und blickt schnell ins Feuer. Mein Herz... Es rast... Warum? Nach einer Weile schläft auch Samusa ein.
Leeandra sitzt da und weint. Samusa läuft zu ihr, doch stößt sie dabei gegen eine unsichtbare Wand. Sie tastet diese ab und schaut dann fragend zu Leeandra. Leeandra dreht sich zu ihr um und steht auf. ''Das war er... Du musst schnell machen... Ich weiß nicht, was er plant... Er kam heute zu mir und meinte, dass alles nach Plan läuft. Doch ich wusste nicht, was er damit meinte. Vhait denkt, dass er schon gewonnen hat, doch noch könnt ihr das schaffen. Bitte... Ihr seid auf den Weg nach Lennarto?'' Samusa nickt. ''Dort soll sich auch einer aufhalten...'' Leeandra geht auf sie zu, doch auch sie stöß auf die Wand. ''Ich weiß es noch nicht, doch ich habe das Gefühl, dass Vhaits Kraft immer stärker wird. Auch wegen ihm...'' Sie schaut zu Boden. Samusa blickt wieder fragend drein. ''Wegen ihm? Wen meint Ihr?'' Leeandra schaut sich panisch um und schaut sie dann ernst an. ''Los, du musst gehen. Er kommt und er soll dich nicht hier sehen, sonst versucht er, dich hier festzuhalten...'' Sie macht eine Handbewegung und Leeandra verschwindet langsam.
Samusa wacht auf. Sie sieht, das alle noch schlafen. Alle, ausser Xerxes. Dieser ist nicht da. Wo mag er nur sein? Sie steht auf und geht langsam um den Platz. Das Feuer ist schon längst erloschen. Samusa kann das Rauschen eines Baches hören und folgt dem Geräusch. Dort angekommen, entdeckt sie Xerxes. Er sitzt auf einem Stein und starrt Gedankenversunken zum Wasser. Samusa geht näher auf den Bach zu, als Xerxes sie bemerkt und ihr freundlich zulächelt. ''Ihr seid schon wach?'' Samusa nickt stumm. Sie weiß nicht so recht, wie sie sich verhalten soll und kniet sich am Brunnen nieder, um zu trinken. Dann blickt sie zu Xerxes und setzt einen fragenden Blick auf. ''Ihr seid aber auch früh auf... Warum?'' Er blickt wieder zum Wasser. ''Ich habe zu viele Gedanken im Kopf und finde kaum schlaf...'' Dann dreht er sich schnell um und erblickt Kronos. Er schaut zu Samusa. ''Hier seid Ihr... Ich habe Euch schon gesucht. Ich habe die anderen geweckt. Wir wollen jetzt los... Kommt ihr?'' Xerxes und Samusa nicken und folgen Kronos. Als Lycia Samusa erblickt, geht sie sofort zu ihr hin und schaut sie fragend an. ''Und?'' Samusa blickt fragend zurück.''Was meinst du?'' Lycia blickt kurz zu Xerxes und grinst sie dann an und Samusa versteht sofort und schüttelt den Kopf. ''Warum auch... Ich habe wichtigeres im Kopf!'' ''Ach ja?'' Wieder grinst Lycia, doch Samusa geht einfach an ihr vorbei. ''Das war doch nicht so gemeint, Samusa...'', sagt sie und holt sie ein.

Die sechs erreichen Lennarto mühelos, was Samusa wundert. Sonst ist ihnen immer etwas auf dem Weg passiert und sie hatten selten einen ruhigen Tag gehabt. Doch sie sagt nichts.
Es ist schon Nacht...
Kronos hielt die anderen vor dem Dorf an und schaut zu Samusa. ''Ich werde eine Bleibe für uns suchen... Wartet hier bitte.'' Samusa nickt, lässt sich auf den Boden fallen und sieht, wie Kronos ins Dorf marschiert. Lycia setzt sich neben sich hin. ''Du bist mir doch nicht böse, oder?'' Samusa lächelt ihre fragend dreinblickende Freundin an und schüttelt den Kopf. ''Ich weiß, das du es nicht ernst gemeint hast....'' Dann schaut sie für einen kurzen Augenblick zu Xerxes. Sie ist froh, das er ihren Blick nicht bemerkt und schaut zu Ladicula. Diese schaut Vendigo skeptisch an. Samusa fragt sich, warum, doch spricht sie ihre Gedanken nicht laut aus.
Nach einiger Zeit kommt Kronos wieder und nickt allen zu. ''Ich hab in einer Taverne eine Bleibe für uns gefunden. Hier können wir erstmal eine weile bleiben...'' Lycia atmet auf. ''Ein Glück. Ich bin froh, endlich mal wieder ein nettes Plätzchen. Gehen wir jetzt... Ich hab Hunger...'' Sie steht auf und geht ins Dorf hinein. Die anderen schauen sich mit fragenden Blicken an, folgen ihr aber wenig später.
Samusa bleibt stehen. Dieses Dorf erinnert mich an meins... Kronos schaut sie an. ''Wollt ihr Euch hier umsehen?'' Sie schüttelt den Kopf, schaut sich aber nochmal um. Sie gehen weiter und in den Moment stößt Kronos mit einem kleine Jungen zusammen. Dieser schaut ihn an und sagt:''Sie werden bald da sein...'' Der blondhaarige Junge wendet seine grünen Augen von dem verwunderten Kronos ab, schaut die anderen an und rennt dann weiter. Kronos schaut ihm hinterher. ''Was meinte er nur damit?'' Ladicula schaut ihn an. ''Vielleicht wusste er garnicht, was er da gesagt hat. So sind kleine Kinder nunmal.'' Sie verzeiht leicht ihr Gesicht, als wolle sie sagen, dass sie schlechte Erfahrungen mit Kindern gemacht hatte.
In der Taverne wartet Lycia schon. Sie sitzt an einem Tisch und winkt die anderen zu sich. Der Tisch ist reich gedeckt. ''Bedient euch... Ich schaffe das nicht alleine.'' Lycia lächelt und Samusa starrt sie an, während sie sich neben sie setzt. Sie verbirgt all ihre Probleme... Auch die anderen setzen sich hin und fangen an zu essen. ''Und? Habt ihr schon etwas gespürt?'', will Lycia von den Wölfen wissen und diese nicken gleichzeitig.
''Nur wissen wir nicht genau, wo der Auserwählte ist. Doch das Dorf ist nicht so groß, da wird er leicht zu finden sein...'', entgegnet ihr Vendigo. Lycia nickt. '' Da werden wir nach dem Essen mal anfangen zu suchen, oder?'' ''Können wir das nicht auf morgen verschieben? Ich bin wirklich sehr müde...'', antwortet Samusa. Xerxes schaut sie verständnisvoll an. ''Ihr könnt Euch solange ausruhen, während wir nach dem Auerwählten suchen.'' Er lächelt sie sanft an und Samusa schaut verlegen auf den Tisch. ''Aber ich möchte gerne dabei sein, wenn wir nach ihm suchen...'' Kronos steht auf. ''Ihr solltet Euch ausruhen und alles uns überlassen. Wenn wir ihn heute nicht finden, werden wir ihn morgen gemeinsam suchen... Einverstnden?'' Samusa schaut zu Kronos. Dieser blickt entschlossen zu ihr. Ihr solltet mit Leeandra reden...! Samusa nickt, zögert jedoch zuerst. Dann steht auch sie auf, verabschiedet sich von allen und geht in ihr Zimmer. Dort lässt sie sich auf das Bett fallen und starrt zur Decke. Warum kann niemand anders mit ihr reden?
Nur langsam schläft sie ein...

Wieder ist Samusa in der Dunkelheit, doch Leeandra ist nicht da. Wo ist sie nur? Diese Dunkelheit fährt wie ein kalter Wind über Samusas Wangen. Sie bekommt Angst. ''Leeandra? Wo bist du?'' Nichts. Sie bekommt keine Antwort. Samusa versucht vergeblich, in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Doch sie selber weiß, dass es nichts bringt. Langsam geht sie, nicht wissend, in welche Richtung. Auf einmal sieht sie einen kleinen Lichtstrahl. In diesem is eine Person zu erkennen. Samusa läuft dorthin, da sie auf Leeandra hofft. Doch es ist nicht Leeandra, sondern jemand anderes. Dieser schaut so aus wie Kronos. ''Kronos? Was machst du denn hier?'' Der vermeintliche Kronos dreht sich zu ihr um und da erkennt Samusa, dass es nicht Kronos ist. Dieser hatte keine roten Augen, sondern Purpurne. ''Kronos? Kennt Ihr ihn?'' Woher kannte er Kronos? Aber Samusa muss nicht lange überlegen, denn die Wölfe scheinen sich alle zu kennen. Doch eine Frage brennt ihr auf der Zunge. ''Wer bist du?'' Der Unbekannte grinste leise. ''Mein Name ist Mercos... Werte Lady... Ihr müsst DIE Auserwählte sein, die daran glauben, Vhait zu besiegen. Hab ich recht?'' Er weiß wohl auch darüber bescheid... Samusa nickte stumm. Dann erhebt sich Mercos und schaut sie weiter an. ''Ich werde das nicht zulassen und gegen meinen Zwillingsbruder kämpfen...!'' Zwillingsbruder? Warum will er denn gegen Kronos kämpfen. ''Warum?'' Er schaut zu Boden. ''Er hat sich von mir abgewandt... Vor langer Zeit... Er war glücklicher als ich... Doch jetzt diene ich ihm... Vhait ist jetzt mein Meister! Niemand kann mich stoppen... Wirklich niemand!'' Mercos geht lachend in die Dunkelheit rein. Samusa will ihm zuerst hinterherlaufen, doch dann wurde ihr bewusst, was sie da tun wollte. Sie wollte ihrem Feind hinterherlaufen...

Langsam öffnet sie ihre Augen. Es ist noch dunkel. Wie lange hatte sie geschlafen? Sie bemerkt Kronos, der in Wolfsgestalt an ihrem Fußende schläft. Über den Anblick muss sie lächeln. Was nun? Ob Kronos das weiß, dass Samusa Mercos im Traum begegnet ist? Bestimmt... Sie schaut ihn länger an und denkt, eine Träne in seinem Gesicht zu sehen. Können diese Geschöpfe eigentlich weinen? Sie will unbedingt mehr über Kronos Vergangenheit herausfinden. Mercos hat sie nun neugierig darauf gemacht. Er war glücklicher als ich... Sie erinnert sich an seine Worte. Aber es ist ihnen doch eigentlich vergönnt, Gefühle wie diese zu haben...? Vielleicht hat sich Lycia ja auch geirrt... Samusa streichelt Kronos über seinen Kopf und legt sich wieder hin.
Am nächsten Morgen geht sie zu den anderen, die schon freudig essen. Lycia schaut sofort auf, als sie den Raum betritt. ''Guten Morgen, Samusa. Schnell... Bevor nichts mehr da ist... Ich glaube, du bist auch hungrig, hab ich recht?'' Samusa schaut die lächelnde Lycia an und schüttelt den Kopf. ''Nein... Ich bin nicht hungrig. Ich will nur etwas trinken...'' Sie nimmt einen Schlick aus einem Becher und schaut zu den anderen. Dabei fällt ihr Blick immer auf Kronos. Dieser schaut sie an. ''Was ist los? Ihr schaut ein wenig seltsam drein...'' Sie schüttelt den Kopf, doch wendet sie ihren Blick nicht von ihm ab. ''Es ist nichts... Ich hab nur ein wenig schlecht geschlafen... Das ist alles.'' Ladicula schaut sie an und schaut dann zu den anderen. Sie scheint ein wenig besorgt zu sein. Dann blickt Samusa fragend in die Runde. ''Habt ihr den Auserwählten schon gefunden?'' Xerxes schüttelt den Kopf. ''Wir sind leider noch nicht fündig geworden. Die Wölfe spüren aber auch nichts. Vielleicht sind wir falsch?'' Samusa schüttelt den Kopf. ''Nein... Wir sind nicht falsch. Ich weiss das genau... Wir müssen einfach noch ein wenig weitersuchen...''

Draussen bleiben sie stehen und schauen umher. Samusa schaut Kronos an. ''Vielleicht sollte jeder mit seinem Wolf gehen, da er den Auserwählten leicht spüren kann.'' Xerxes schaut sie fragend an. ''Aber die Wölfe haben ihn doch gestern schon nicht gespürt... Wie sollen sie jetzt...?'' ''Wir waren einfach ein wenig zu schwach.'', entgegnet ihm Vendigo und Kronos nickt. Daraufhin seufzt Xerxes und macht Anstalten zu gehen. Er dreht sich nach Vendigo um. ''Sollen wir jetzt?'' Vendigo blickt um sich, nickt und geht dann mit ihm weg. Lycia scheint verwundert zu sein. ''Was ist denn mit ihm los? Er scheint nicht irgendwie bei guter Laune zu sein...'' Ladicua zuckt mit den Schultern, schaut Xerxes aber skeptisch hinterher. ''Ich traue ihm irgendwie nicht. Ich weiss nicht, warum...'' Samusa wirft ihr einen skeptischen Blick zu. ''Man kann ihm aber trauen... Und wenn... Was soll er denn sonst sein,w enn kein Auserwählter?'' Ladicula schüttelt den Kopf und geht. Lycia folgt ihr. Kronos blickt zu Samusa. ''Das mit Mercos bleibt bitte geheim, in Ordnung? Ich will die anderen nicht mit diesen Problemen konfrontieren.'' Zuerst will Samusa ihm etwas sagen, doch nickt sie dann verständnisvoll. Er sollte ihnen das selber erzählen. Samusa versteht dies, doch weiss sie auch, das er den anderen das nie erzählen würde. Irgendwann werden sie doch sowieso darauf stossen. Spätestens, wenn es soweit ist...
Samusa und Kronos laufen schweigend durch das Dorf herum und halten Ausschau. Samusa entdeckt niemanden, der vielleicht wie ein Wolf aussehen könnte... Keine ungewöhnlichen Merkmale. Sie weiss, auf was sie achten muss, denn sie reist schon seit längerer Zeit mit einem herum. Sie schaut zu ihm rauf. ''Spürst du schon etwas, Kronos?'' Er schüttelt den Kopf. ''Nein... Ich frage mich überhaupt, ob wir hier richtig sind... Vielleicht ist es nicht Lennarto.'' ''Wo sollen wir dann sein, wenn nicht in Lennarto?'' Er blickt um sich. ''Vielleicht wurden wir hereingelegt?'' Samusa lacht. Die Vorstellung darüber, dass sie hereingelegt wurden, ist ein wenig ungläubig. ''Warum lacht Ihr? Wir dürfen Vhait nicht unterschätzen, denn er hat eine gewaltige Macht, vor der wir aufpassen müssen.'' Samusa nickt und entschuldigt sich. Dann schaut sie ihn wieder an. ''Bist du auch der Meinung, dass man Xerxes nicht trauen sollte?'' ''Wieso fragt Ihr?'' Samusa schüttelt den Kopf. ''Ich vertraue ihm, aber warum tut Ladicula das nicht?'' Kronos legt seine Hand auf ihre Schulter. ''Sie ist etwas eigen. Macht Euch keine Sorgen. Sie misstraut vorher jedem, da sie schon sehr oft hintergangen wurde. Sie will nicht wieder diesen Fehler begehen, da sie Leeandra ihr Leben gegeben hat... Wie wir alle...'' Er schaut zu Boden, doch dann schaut er um sich, als wenn er etwas suchen würde. Um Samusas fragenden Blick zu beantworten zeigt er in eine Gasse. ''Dort... Dort müsste er sein. Ihr habt Recht. Wir SIND in Lennarto. Also kommt...'' Sie rennen in die Gasse rein und sehen ein kleines Mädchen. Diese spielt mit einem kleinen Jungen, der goldene Augen hat. Seine Haare sind purpur und sein Gewand, welches nur die Wölfe tragen, ist blau. Das Mädchen hat weisses Haar und Meerblaue Augen. ''Ist sie ein Mensch? Sie sieht so ungewöhnlich aus, wie Xerxes.'' Kronos schaut das Mädchen an. ''Nein, sie ist ein Drachenmädchen. Ich dachte eigentlich, dass sie schon ausgestorben wären. Sie sind sehr starke Geschöpfe.'' Das Mädchen und der junge Wolf bemerken Kronos und Samusa. Der Wolf fängt an zu knurren, doch als er Kronos näherkommen sieht, verneigt er sich vor ihm. ''Verzeih Kronos, dass ich dich nicht wiedererkannt habe, aber Atrajas Bruder sagt, dass wir in grosser Gefahr wären.'' Kronos lächelt ihn lieb an und tätschelt seinen Kopf. ''Es ist gut, dass du vorsichtig bist, Loturus. Atrajas Bruder? Dann ist er uns über den Weg gelaufen?'' Loturus nickt und blickt dann zu Samusa. ''Verzeiht meine Ungehorsamkeit... Ihr seid bestimmt Lady Samusa? Freut mich. Mein Name ist Loturus und das ist mein erster Schützling, Atraja.'' Samusa lächelt. ''Wieso war es so schwer dich zu finden?'' Atraja blickt die beiden ernst an. ''Weil wir uns nicht verraten wollten. Die schwarzen Reiter kommen bald in dieses Dorf und wir wollten verhindern, das sie dieses wegen uns angreifen.'' Ihre Stimme gleicht der eines Engels. So hell. Kronos macht Anstalten zu gehen. ''Wir sollten jetzt zu den anderen gehen, damit wir schnell weiterziehen können.'' ''Aber mein Bruder und meine Eltern... Ich muss mich von denen verabschieden.'' Atraja ist den Tränen nahe. Samusa geht zu ihr hin und schaut sie verständnisvoll an. ''In Ordnung. Aber zuerst holen wir die anderen, sonst suchen sie noch lange nach dir.''
Nachdem sich die anderen auch wiedergefunden haben, folgen sie Atraja zu ihrem Haus. Doch bevor sie dies erreichen, erfüllt ein Schreien die Luft. Atraja schaut aufgelöst in die Richtung. ''NOCTARIOS!! Nein!! Bitte nicht mein Bruder.'' Sie läuft in diese Richtung, gefolgt von den anderen. Was sie dort sehen, löste einen Schrecken bei denen aus.

''Er hat ihn...'' Atraja gräbt ihr Gesicht in Samusas Kleid. Samusa schaut auf den kleinen jungen, den sie am letzten Tag begegnet waren... Noctarios. Noctarios' weißes Haar hat sich goldend gefärbt. Er scheint noch ein wenig zu atmen. Samusa fragt sich, warum er in einer goldenen Lache liegt. Hinter dem Jungen erkennt sie Vhait, der lachend zu den Auserwählten schaut. Hinter ihnen sind einige schwarze Reiter. Von Mercos keine Spur. Vhait wendet seinen Blick nun Noctarios zu. ''Das Blut der Drachenmenschen... Es hat so eine schöne Farbe... Gold... Das Blut ist wertvoller als das der Wölfe...'' Wieder lacht er. Atraja blickt wütend zu ihm rüber. ''Was hast du mit meinem Bruder gemacht? Du bist ein schlechter Mensch!'' ''Mensch?'' Vhaits Blick wurde nun fragend. ''Wer sagt, dass ich ein Mensch bin?'' Die Wölfe stellen sich vor ihren Auserwählten. Selbst der kleine Loturus scheint keine Angst zu haben, denn entschlossen zieht er seine zwei Dolche aus seinem Ärmel. Noctarius' Atem wird immer schwächer und Atraja blickt besorgt zu ihm. Man erkennt schon eine Träne, die sich ihren Weg über ihre Wange bahnt. Samusa hat Mitleid mit ihr. Das sie schon so früh etwas so schlimmes erleben muss... Grausam Lycia hat ihr Feuerschwert schon fest im Griff und hat sich schon neben Ladicula gestellt. Auch Xerxes stellt sich nun neben Vendigo und hat schon einen Feuerball in seinen Händen geformt. Vhait schaut alle an. ''Ich habe nicht die Absicht, heute meine Zeit mit euch zu verschwenden. Ihr könnt noch nichts gegen mich ausrichten.'' Die Wölfe schauen ihn verdutzt an, doch Kronos blickt zu Samusa. Er hat Recht... Noch bist du nicht erwacht... Noch bist du nicht in der Lage ihn zu besiegen... Was meint Kronos nur damit? Warum muss Samusa erst erwachen, damit sie etwas gegen Vhait ausrichten kann. Sie versteht es nicht, doch nickt sie nur. Wieder sorgt sie sich, weil sie nichts machen kann. Und sie soll die Auserwählte sein? In diesem Augenblick kann sie dies nicht glauben. Sie zweifelt an der Vorstellung, Vhait überhaupt zu besiegen. Warum?
Vhait scheint ihren ungläubigen Blick bemerkt zu haben, denn er setzt sein Grinsen wieder ein. ''Hast du schon wieder Zweifel, Samusa? Vielleicht ist dies sogar nicht verkehrt... Wer weiss... Vielleicht erwachst du nie.'' Kronos tritt einen Schritt nach vorne und knurrt. ''Hört auf! Sie wird erwachen... Dafür sorgen wir alle.'' Muss ich erwachen? Wieso? Und was ist, wenn ich nicht will? Vhait wendet sich wieder Noctarios zu, der jetzt noch schwächer atmet als zuvor. ''Vielleicht sollte ich ihn nicht weiter quälen... Der Arme musste gerade viel durchmachen... Er hat sich tapfer geschlagen und wollte um jeden Preis verhindern, dass ich seine Schwester kriege. Wie niedlich. Er wusste, was ich vorhatte... Er wusste, dass ich seine Schwester vernichten wollte, den Loturus ist zu schwach um ein würdiger Wolf zu sein...'' Loturus knurrt ganz verbissen. ''Das stimmt nicht. Ich kann sehr wohl auf Atraja aufpassen. Sie ist bei mir in sicheren Händen, sonst hätte Lady Leeandra mich nicht geschickt.'' Vhait lacht. ''Lady Leeandra hatte nur Mitleid mit dir. Aber... Ich weill meine Zeit noch nicht für euch alle opfern und verschwinde mal lieber, nachdem ich ihn von seinem Leiden befreit habe.'' ''Lasst meinen Bruder in Ruhe.'' Vhait formt in seinen Händen ein Feuerschwert und rammte dies in das Herz Noctarios'. Vhaits Lachen geht unter in dem Geschrei von Atraja. Diese wird von einem blauen Licht umgeben und stürzt auf ihren Feind. Ihre eigentlich zarten Hände formen sich zu Klauen und gingen auf Vhait los. Doch dieser weicht jedesmal aus. ''Das gerade die weiblichen Drachenmenschen so aggressiv werden, habe ich schon gewusst. Aber du bist noch schlimmer. Doch du gefällst mir. Warum kommst du nicht mit mir? Du würdest stärker werden...'' ''NIEMALS! Du hast meinen Bruder ermordet. Du hast ihn getötet!'' Vhait blickt unzufrieden drein. ''Dann eben nicht. Dann musst du genauso leiden, wie die anderen.'' Er streckt seine Hand nach ihr aus und eine Energiewelle lässt Atraja und die anderen nach hinten fallen. Daraufhin verschwindet er, doch sein Lachen hallt noch lange. Samusa steht langsam auf. Sie geht zu Noctarios und schaut ihn bemitleidenswert an, doch bleibt sie stumm. Atraja rennt sofort zu ihrem Bruder und weint. Erst jetzt bemerkt Samusa, das ihre Tränen rot sind...

Atraja steht mit Samusa an dem frischgemachten Grab von Noctarios. Immer noch fließen die Tränen. Auch die von Samusa, denn sie erinnert sich wieder an ihre Mutter. Atraja blickt nun zu Samusa. ''Ich will ihn unbedingt besiegen. Er soll so leiden, wie Noctarios gelitten hat.''

Samusa bewundert Atraja. Doch findet sie es auch schade, dass dieses Mädchen nun nach Rache sinnen muss, weil ihr Bruder ermordet worden ist. Das muss nicht sein. Atraja hat noch ein ganzes Leben vor sich. Ein Leben, dass man hätte, mit Freude füllen können. Doch nun wird sie nicht eher ruhen können, bis Vhait besiegt ist. Doch Atraja scheint stark zu sein, den nun kämpft sie.
In dem Haus von Atraja verabschieden sich die Auserwählten von den Eltern unter dem Versprechen, Atraja wohl behalten wieder nach Hause zu bringen. Die Eltern, die ebenfalls Schneeweisse Haare haben, weinen um Noctarios und nun auch wegen ihrer Tochter... Doch sie lächeln auch. Sie lächeln, weil ihre Tochter dazu auserwählt wurde, den Frieden wiederzubringen. ''Bitte... Beschützt Atraja. Wir wollen nicht noch ein Kind verlieren.'' Samusa nickt. ''Sie wird wohlbehalten wiederkommen. Keine Sorge.'' Loturus tritt vor und schaut die Eltern entschlossen an. ''Ich werde Lady Atraja mit meinem Leben schützen.'' Die Eltern nicken und lächeln ihm zu. ''Wir glauben an dich...'', sagt die Mutter im leisen Ton, aber so, dass Loturus es gut versteht und zufrieden grinst. Samusa findet ihn irgendwie niedlich. Denn Loturus ist fest entschlossen, sein bestes zu geben und ist stolz, dass sein Schützling ihm vertraut. Das Atrajas Eltern ihm ebenfalls vertrauen, macht ihn nur noch stolzer und entschlossener. Samusa hingegen zweifelt immer noch an ihre eigene Stärke. Besitzt sie eine starke Macht? Hat Kronos sich auch nicht getäuscht, als er sie auswählte. Kronos ist der Anführer der Wölfe und erwählt damit auch DIE Auserwählte. Doch Samusa kann dies immer noch nicht glauben, dass sie es ist. Sie konnte bis jetzt nie etwas ausrichten, ausser mit Leeandra sprechen...
''Unser nächstes Ziel liegt hinter den Bergen der Kitanos. Wir sollten auf die Bewohner der Berge aufpassen. Es heisst, sie sind nicht sehr friedlich.'', ermahnt Lycia. Samusa schaut sie an. ''Woher weisst du das alles?'' Lycia lächelt. ''Ich bin früher oft gereist. Denn Viatura ist nicht meine Geburtsstätte.'' Xerxes schaut nun auch neugierig zu Lycia. ''Wo dann?'' Lycia kicherte. ''Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen erinnern, doch mein Dorf ist sehr weit weg von Viatura.'' Samusa scheint verwirrt zu sein. Lycia erzählte doch, dass ihr Vater in Viatura gehasst wurde. Sie dachte, dass sie dort geboren wurde. Doch sie zuckt nun nur mit den Schultern und schüttelt leicht den Kopf. Dann blickt sie zu Xerxes. Wo er wohl das Licht der Welt erblickt hat? Diese Frage würde sie sich noch lange stellen.
Die Auserwählten erreichen mit ihren Wölfen einen Wald, der vor der Bergkette liegt. Vendigo bleibt stehen und dreht sich zu Lycia um. ''Wisst Ihr auch etwas über diesen Wald hier, Lady Lycia? Ich spüre nämlich, dass hier nicht sehr friedliche Wesen leben...'' Lycia zuckt leicht mit den Schultern und schaut in den Wald hinein, der nicht gerade hell ist. ''Vielleicht könnte es sein, das die Bewohner der Berge hier sind. Denn der Wald ist eigentlich frei von Bewohnern, die nicht friedlich sind, weil hier Waldgeister leben, die für Frieden sorgen...'' Xerxes geht auf den Wald zu und schaut ebenfalls hinein. ''Vielleicht können die Waldgeister auch nicht mehr darüber wachen, wegen dieser Lage. Wegen Vhait...'' Kronos blickt in die Runde. ''Da muss ich Lord Xerxes Recht geben. Die Waldgeister spüren, wenn etwas nicht stimmt und sie müssten eigentlich schon etwas von Vhait wissen. Denn schliesslich sind diese schwarzen Reiter unterwegs. Diese dürften bestimmt diesen Wald durchquert haben. Also sollten wir nun vorsichtig sein...'' Die anderen nicken und folgen Kronos, der schon vorgegangen ist.
Der Wald ist düster und es scheint so, als würde hinter jedem Baum jemand lauern. Samusa fühlt sich beobachtet und blickt immer um sich. Die anderen, so bemerkt sie, scheinen sich auch so zu fühlen wie sie. Atrajas Blick scheint so anders. Ob das immer so ist, wenn sich Drachenmenschen beobachtet fühlen? Bestimmt. Es kann nur so sein, denn in Legenden sollten Drachen immer aufmerksame Geschöpfe gewesen sein. Die Wölfe scheinen auch die Umgebung genau im Auge zu behalten, denn diese haben sich in Angriffsposition gestellt und beobachten jeden Baum genau.
Der sanfte Wind streichelt Samusas Wange. Doch dieser wird immer stärker. Was ist das nur? Kronos stellt sich sofort zu Samusa. ''Passt auf Euch auf. Es wird nun gefährlich...'' Auf einmal sind leise Stimmen zu hören. Diese schallen durch die Köpfe der anderen. ''Helft uns... Bitte... Gibt uns unsere Heimat zurück....'' Samusa schaut sich um. ''Heimat? Meint ihr die Berge der Kitanos?'' Plötzlich erscheint ein junger Mann vor der Gruppe. Sein Haar ist Purpur und reicht ihm bis zu den Schultern. Er ist genkniet und schaut zu Boden. Er trägt ein beiges Gewand, welches mit viel Schmuck versehen ist. Samusa geht zu ihm, bevor Kronos sie aufhalten kann und schaut ihn an. ''Wer bist du?'' Der Unbekannte blickt mit seinen goldenen Augen langsam zu Samusa hoch. ''Oh, Ihr Auserwählte. Ihr, die unsere Königin des Friedens retten werdet. Bitte... Rettet unsere Berge und befreit sie von den Dienern Vhaits. Ich flehe Euch an, Erwählte...'' Er schaut sie flehend an und hält ihre Hand. Samusa schaut ihn nun fragend an. ''Aber wer bist du?'' Der Unbekannte blickt nun zu den andern und steht langsam auf. Dann verbeugt er sich. ''Mein Name ist Dragoon und ich bin der Häuptling der Kitanos...''

Die Auserwählten schauen sich an. Vor ihnen steht der Häuptling der Kitanos, ein Volk, welches nicht sehr friedlich zu anderen Wesen ist. Doch nun schaut der Häuptling, Dragoon, Samusa in die Augen und scheint seine Bitte ernst zu meinen. In seinem Blick liegt etwas flehendes. Dies erkennt Samusa sofort und schaut zu Kronos. Dieser nickt ihr zu und blickt Dragoon leicht fragend an. ''Wir werden euch helfen, doch... Wo sind die anderen?'' Dragoon schaut kurz um sich und macht eine Handbewegung. Lange passiert nichts, doch nach einiger Zeit hört man ein Rascheln. Aus den Baumkronen erscheinen viele andere Kitanos. Viele Frauen und Kinder, doch auch Männer stehen nun um die Auserwählten herum. Atraja blickt nervös um sich, als würde sie etwas spüren. Doch danach schaut sie zu Loturus und nickt ihm zu. Samusa bemerkt, wie sich die Auserwählten mit Blicken verständigen. Danach schauen alle Samusa an und nicken ihr zu. Sie lächelt ihnen zu und wendet sich an Dragoon. ''Sagt, werter Dragoon. Warum haben die Diener Vhaits den Berg in Besitz genommen und euch von dort verbannt?'' Dragoon schaut sie leicht erschrocken an. ''Wir wissen es einfach nicht. Doch sie haben uns erzählt, dass ihr unseren Berg überqueren wollt. Vielleicht wollen sie euch dort aufhalten...'' Sein Blick fällt zu Boden, doch dann blickt Dragoon zu seinesgleichen. Xerxes, der mit misstraurigem Blick die anderen begutachtet, schüttelt den Kopf. ''Doch was wollt ihr jetzt tun?'' Die Blicke der Kitanos scheinen in Samusas Gedanken eindringen zu wollen. Samusa spürt diese Blicke, doch traut sie sich nicht, um sich zu blicken.
Dragoon überlegt kurz, dann nickt er. ''Wäret ihr bereit, uns zu helfen? Wir würden euch auch, als Gegenleistung euch den Weg freimachen... Ausserdem könnten dann die Waldgeister auch wieder in Frieden leben.'' An die Waldgeister hatte Samusa bis jetzt nicht gedacht. Sie hatte auf dem Weg noch keinen einzigen hier gesehen.
''Einverstanden! Aber haltet euch auch daran, was ihr gesagt habt, sonst werde ich meine Angriffe auch gegen euch lenken...'', sagt Kronos im ernsten Ton. Dragoon nickt und die beiden reichen sich die Hände. Dragoon lächelt. ''Habt vielen Dank. Wir werden unser Versprechen halten... Sonst werde ich mit meinem Leben bezahlen...''

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...   Erstellt am 02.02.2007 - 21:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nach diesen Worten dreht Dragoon sich um und geht voran. Sein Volk folgt ihm, sodass die Auserwählten den Schluss bilden. Als diese nun auch gehen wollten, nimmt Xerxes Samusa am Arm und hält sie zurück. Die anderen bemerken es nicht. Samusa dreht sich zu Xerxes und blickt ihn fragend an. Dabei bemerkt sie, dass er immer noch skeptisch dreinblickt. ''Ich traue diesen Leuten irgendwie nicht. Sie... Sie haben etwas an sich, dass man nicht trauen kann.'' Sie schüttelt den Kopf. ''Du irrst dich. Dragoons Hilflosigkeit konnte ich ihm genau ansehen...'' ''Darum geht es ja... Es war zu deutlich. Ich konnte es ihm ansehen...'' Erst jetzt lässt er sie los und schaut sie ernst an. ''Ich bitte Euch... Vertraut denen nicht allzu sehr... Bitte... Es ist mir sehr wichtig.'' Samusa fühlt sich hilflos. Sie weiß nicht, wie sie reagieren soll und schweigt. Doch um die Lage zu retten macht sie Anstalten zu gehen, dreht sich zu Xerxes um und lächelt ihn milde an. ''In Ordnung... Ich werde vorisichtig sein. Komm, sonst holen wir sie nicht mehr ein.'' Xerxes lächelt zurück und nickt. Dann gehen sie im Schnellschritt in Richtung der anderen und schleußen sich in die Gruppe ein. Die anderen scheinen dies wieder nicht bemerkt zu haben.
Es ist eine stumme Wanderung. Zumindest findet dies Samusa, denn sie hört niemanden reden. Alle verständigen sich mit Blicken oder schreiten stumm voran. Vielleicht wollen sie euch dort aufhalten... Die Worte Dragoons hallen Samusa durch den Kopf. Nur wegen den Auserwählten mussten die Kitanos hierher fliehen? Sie schüttelt den Kopf und denkt darüber nach. Wegen uns geraten alle Unschuldigen in Gefahr... Warum muss dem so sein? Samusa schwört sich, dass die Unschuldigen nicht umsonst gestorben sind. Sie wird alle rächen und den Frieden wieder in die Welt bringen.
Doch sie macht sich grosse Sorgen um Leeandra, da sie nicht mit ihr reden konnte. Statt Leeandra hat sie den Bruder von Kronos getroffen. Mercos. Es war zwar nicht eine schöne Begegnung, doch dafür erfuhr Samusa mehr über ihren Wolf Kronos. Kronos erzählt nicht sehr viel über sich, was sie traurig findet. Sie würde so gerne mehr über ihn wissen. Doch nicht nur über ihn, sondern über alle. Selbst über ihre neugewonnende Freundin Lycia weiss sie noch nicht viel. Und ihre grösste Sorge ist, was passieren wird, wenn dies hir vorbei ist. Doch noch darf sie sich keine Sorgen machen. Noch ist es nicht soweit.
Sie erreichen nur langsam den Berg. Als sie dort stehen, können sie noch nichts erkennen. ''Seltsam... Ich spüre nichts...'', bemerkt Kronos. Alle schauen ihn an und schauen sich dann um. Die Kitanos verschwinden langsam nacheinander. Samusa schaut sich erschrocken um. ''Was passiert hier? Xerxes?'' Sie schaut zu Xerxes und dieser nickt. ''Eine Falle...''
Alle stellen sich um Samusa herum. Du hättest es am ehesten erkennen müssen... Samusa schaut zu Kronos, doch dieser konzentriert sich auf die Umgebung. ''Wer?'' Erkennst du meine Stimme nicht? Hast du mich schon so schnell vergessen? ''Nein... Du bist...'' Samusa erschrickt. Es war eine Stimme, die ihr sehr wohl bekannt war, doch fällt es ihr erst jetzt ein. ''Mercos''
Kronos dreht sich um. ''Mercos? Steckt er dahinter?'' Sehr wohl. Und du, mein Bruder, sollst heute am meisten leiden Die anderen drehen sich nun auch zu Samusa. Lycia geht einen Schritt auf sie zu. ''Samusa... Was ist los? Mit wem redest du?'' Samusa schüttelt den Kopf. ''Geht weg, bitte...''
Ein seltsamer Schmerz berührt ihren Körper. Es ist, als würde dieser Schmerz stärker werden. Sie ist kann sich kaum noch bewegen und fällt hin. Doch sie bemerkt noch jeden einzelnen, der auf sie zukommt, um sie zu halten. Kronos soll jetzt mal dieses Gefühle kennenlernen. Er soll lernen, wie es ist, wenn man seinen Schützling nicht beschützen kann... In ihrem Kopf dringt ein schallendes Gelächter ein. ''Warum...?'', fragt sich Kronos. ''Warum siehst du deine Niederlage nicht ein? Komm raus, wenn du mir Schmerzen zufügen willst, hörst du?''

Samusa versucht aufzustehen, doch gelingt es ihr nicht. ''Was meinst du damit? Hast du deinen Schützling verloren?'' Lycia schaut zu Samusa runter und hilft ihr, sich hinzusetzen. ''Samusa? Mit wem redet ihr beiden denn? Und wer ist Mercos?'' Kronos schaut zu Samusa und Lycia. ''Mercos ist mein Bruder, doch ich kann es euch jetzt nicht erklären... Dafür haben wir jetzt nicht die Zeit...'' Lycia nickt verständnisvoll. ''Ich kann dies verstehen.'' Atraja geht zu Samusa und kniet sich vor ihr hin. ''Geht es wieder? Kannst du aufstehen?'' Samusa schüttelt nur den Kopf. Ja, ich habe einen Schützling verloren... wegen Kronos! Und nun soll er so leiden, wie ich gelitten habe! Nun blicken alle zu Kronos, der zu Boden schaut. Was nur in ihm vorgeht? Samusa weiss es nicht. Doch wie sehr würde sie gerne wissen, welche Geschichte er besitzt.
''Wie hast du deinen Schützling verloren und war es wirklich seine Schuld?'', will sie wissen. Doch Mercos scheint die Antwort zu verzögern. Doch dann taucht er vor der Gruppe auf und blickt zuerst zu Samusa. Mercos setzt ein leichtes Grinsen auf. ''Schön, Euch wiederzusehen, Lady Samusa'' Seine purpurnen Augen scheinen ihre Gedanken zu erkennen. Samusa versucht ihren Blick von seinen Augen abzuwenden, doch es gelingt ihr nicht. Die anderen scheinen ein wenig verwirrt dreinzublicken, doch haben sie sich schon in Angriffsposition gestell. Mercos schüttelt den Kopf und lacht leise. ''Vergesst es... Ihr könnt es nicht mit mir aufnehmen. Ausserdem habe ich noch einige andere auf meiner Seite.'' Er hebt seine Hand und die Kitanos kommen zum Vorschein. Kronos will auf Dragoon losstürzen, der die Gruppe grinsend anschaut, doch die anderen halten ihn, mit grosser Mühe, fest. Man kann nur unschwer erkennen, dass Kronos wütend ist. ''Ihr... Ihr habt gesagt, dass Ihr mit Eurem Leben bezahlen werdet, wenn Ihr uns verratet. So kommt her und... und...'' Er dreht sich weg und schüttelt den Kopf. Samusa bemerkt, dass Kronos es bereut, dass er Dragoon vertraut hat.
Endlich kann Samusa aufstehen. Dabei schaut sie zu Mercos. ''Nun sag schon. Wie hast du deinen Schützling verloren?'' Diesmal hofft sie auf eine Antwort und auch die anderen schauen gebannt zu Mercos. Dieser schüttelt nur den Kopf und zeigt auf Kronos. ''Da müsst Ihr ihn fragen, vielleicht erinnert er sich ja wieder daran. Doch eines steht fest. Du, Kronos. Du hast sie umgebracht.'' Kronos blickt zornig drein und schüttelt den Kopf. ''Du weisst ganz genau, dass es ein Unfall war. Sie hätte eben nicht die Macht gebrauchen sollen. Sie wusste ganz genau, dass es ihr das Leben kostet, wenn sie diese Macht gebrauchen würde.'' Vendigo nickt und blickt zu mercos. ''Selbst Leeandra hat sie darauf aufmerksam gemacht, doch sie hat nicht nachgedacht...'' ''Weil Kronos auch auf sie eingeredet hat.'' Kronos schüttelt den Kopf und seine Stimme wird lauter. ''Nein! Das war ich nicht! Sie hat mit mir gesprochen und hat mir gesagt, dass sie die Macht einsetzen wird, damit sie endlich für Frieden sorgen kann. Ich habe sie gewarnt, doch sie meinte, dass es so besser sei. So glaube mir doch...'' ''Es hieß doch so, dass DIE Auserwählte diese Macht benutzen darf, wenn sie fest entschlossen ist, ihr Leben zu beenden.'', sagt Ladicula, doch Mercos schüttelt heftig den Kopf. ''Sie hat es aber nicht alleine entschieden... Sie ist nur wegen ihm in den Tod gestürtzt, weil er sie dazu überredet hatte.'' Samusa tritt einen Schritt nach vorne und blickt alle Wölfe fragend an. ''Was ist das für eine Macht? Und warum sterben? Wer war sie überhaupt?'' Sie scheint ratlos zu sein. Sterben... Warum? Sie konnte sich das nicht erklären. ''Es ist das Licht des Wolfes... Diese Macht ist so stark, dass die Auserwählte danach stirbt.'', erklärt Vendigo. Xerxes und Lycia schütteln den Kopf. ''Gibt es den keinen Weg aus dieser Lage heraus?'', fragt Lycia, die nun ganz nah bei Samusa steht. Ich muss sterben? Sterben, damit der Frieden eintritt? Kronos schüttelt den Kopf. ''Bis jetzt hat es noch niemand diese Macht überlebt...'' Xerxes blickt Kronos an. ''Wogegen kämpfen wir überhaupt? Gegen Vhait? Und was war vor uns?'' Mercos grinst. ''Nun... Ihr kämpft gegen die Nachkommen der Darksouls. Niemand wusste etwas davon, das Vhait weggebracht wurde.'' Kronos nickt betrübt. ''Die Darksouls sind die grössten Feinde der Delysais.'' Samusa scheint dies noch immer nicht zu verstehen, doch sie blickt nun zu den Kitanos, die angriffsbereit hinter Mercos stehen.
''Was woll ihr jetzt mit uns machen?''

Mercos überlegt eine Weile.''Was soll ich mit euch anfangen? Lord Vhait hat es mir verboten, euch zu töten. Ich selber weiß aber nicht, warum. Doch er sagte, dass ich euch ein wenig quälen darf.'' Ein schadenfrohes Grinsen huscht über sein Gesicht. Dann blickt er zu Samusa. ''Habe ich Eure Frage beantwortet?'' Samusa schüttelt den Kopf. ''Wie willst du uns denn Quälen?'' Alle blicken nun gespannt zu Mercos, der leise lacht. Selbst die Kitanos blicken zu ihm. Dieser schaut nun jeden einzelnen Auserwählten an. ''Nunja... Wie soll ich es sagen. Ich möchte mit euch ein wenig spielen. Wenn ihr siegt, dürft ihr den Berg passieren.'' Kronos tritt einen Schritt nach vorn, doch bevor er etwas sagen kann, hebt Mercos die Hand und alles wird schwarz. Samusa schaut ein wenig ängstlich drein, nicht wissend, was jetzt passiert. Sie wird von den anderen getrennt. Diese werden von der Dunkelheit verschlungen. Doch die Dunkelheit ist so schnell verschwunden, wie sie eingetreten ist. Samusa findet sich vor einem Weg wieder, dessen beide Seiten Mauern zieren. Weiter vor ihr scheint es auch eine Mauer zu geben, doch sie entdeckt noch einen Weg und erkennt, dass sie sich in einem Labyrinth befindet. Langsam geht sie nach vorne. ''Mercos? Was hast du nun vor? Wo sind die anderen?'', brüllt sie und vernimmt ein düsteres Lachen. ''Geht doch weiter, dann seht Ihr es...'' Nichts ahnend tut sie dies, schaut zur Seite und erschrickt. Dann dreht sie sich in diese Richtung. Vor ihr steht ein Mädchen, das genauso ausschaut wie sie. Doch etwas ist bei ihrem Doppelgänger anders. Sie besitzt Flügel. Rote Flügel. An der Hüfte dieses Mädchens ist ein Schwert zu erkennen, welches goldend ist. Samusa ist verwirrt. ''Das... bin ich? Doch warum?'', bringt sie heraus und dreht sich um, als sie Mercos hinter sich sieht. Dieser setzt ein diabolisches Grinsen auf. ''Das seid Ihr wirklich. Dieser Spiegel bringt jede Wahrheit ans Licht. Das seid Ihr, wenn Ihr das Licht des Wolfes einsetzt.'' Sie schaut auf ihr Spiegelbild. ''Licht des Wolfes...'' Dann schaut sie wieder zu Mercos. Dieser lacht hämisch. Doch dann schaut er sie verwundert an. Sie schaut an ihm vorbei. ''Du... Du warst in sie verliebt, richtig? Du hast deinen Schützling geliebt und nur weil sie sich entschlossen hat, die Darksouls zu retten und dafür gestorben ist, gibst du Kronos die Schuld an ihrem Tod. Habe ich Recht? Ja, ich habe Recht, denn dieser Spiegel sagt doch die Wahrheit. Er zeigt deine Vergangenheit.'' Sie schaut in entschlossen an. Men erkennt, dass Mercos gereizt ist. Er dreht sich wütend um und zerschlägt den Spiegel. Dann dreht er sich um, hebt seine Hand und Samusa prallt gegen den Spiegel, der zerbricht. ''Wie könnt Ihr es wagen? Wie könnt Ihr es wagen? Ihr habt doch keine Ahnung. Sie war ein herzensguter Mensch. Sie hatte den Tod nicht verdient.'' Er geht zu ihr und beugt sich über sie. Er greift nach ihrem Hals und würgt sie. Samusa versucht sich aus seinem Griff zu befreien. Doch es gelingt ihr nicht. Er redet weiter. ''Sie wollte niemals eine Auserwählte sein. Nein, das wollte sie nicht. Sie wollte ein friedliches Leben führen, welches sie auch verdient hatte. Doch Leeandra hat sie ausgewählt, weil sie die richtige war.'' Er lässt von Samusa ab und dreht sich um. ''Luciana... Sie hatte den Tod nicht verdient...'' Er schüttelt den Kopf und geht. ''Ich werde nun zu den anderen gehen. Aber Ihr werdet sie nicht leicht finden. Viel Glück...''
Als Mercos fort ist, bleibt sie noch eine Weile sitzen und Tränen laufen über ihre Wangen. ''Du tust mir Leid... Mercos.''

Nun sitzt Samusa ganz alleine da und starrt ins Leere. Sie hat wirklich Mitleid mit Mercos. Wird seine Seele jemals Ruhe finden?
Sie steht langsam auf und schaut sich um. Der Gang vor ihr scheint so endlos. Doch Samusa atmet kurz tief durch und setzt sich in Bewegung. Nach jedem Schritt wird sich umgeschaut. Aus Vorsicht. Und aus Angst. Aus Angst, dass jemand sie von hinten angreifen könnte...
Nach einiger Zeit schaut Samusa nach oben. Hatte sie nicht eben etwas gehört? Sie horcht, doch nichts. Langsam geht sie kopfschüttelnd weiter. ''Sie...'' Erschrocken schaut Samusa wieder nach oben. Nun ist sie sich sicher. Sie hatte sich nichts eingebildet. Sie hört wirklich etwas. ''Wer... Wer ist da?'' ''Sie... Sie ist hier... Auserwählte...'' Samusa schaut sich nun um. Die Stimme scheint überall zu sein. Die Auserwählte ist unsicher. ''Wer ist da? Was willst du?'' Ihre Stimme wird lauter. ''Die Auserwählte... Sie spricht mit uns... Wir sind... Werden erlöst...'' Samusa ist verwirrt. Sie versteht nicht ganz. ''Erlöst? Von wem oder was? Warum zeigt ihr euch nicht?'' Samusa dreht sich um. Am liebsten würde sie weitergehen, doch sie traut sich nicht. Sie weiß nicht, ob sie der Stimme trauen kann. ''Sie will... uns zeigen... Wunsch... erfüllen.'' Vor Samusa taucht eine Lichtkugel auf. Diese wird immer größer, bis sie die Breite des Ganges eingenommen haben. Danach tritt eine blauhaarige Frau aus dem Licht. Ihre weißen Augen blicken kurz zu Samusa, doch sie schaut dann sofort zu Boden. Danach tritt eine grünhaarige Frau aus dem Licht. Ihre Augen sind auch weiß. Diese macht das Verhalten der blauhaarigen nach. Das Licht verschwindet. Die Frauen verneigen sich kurz. Samusa fällt auf, dass diese beiden die gleiche Kleidung tragen. Es sind weiße Gewänder, die überall mit Saphire beschmückt sind.
Die blauhaarige tritt nun vor. ''Die legendäre Auserwählte... Lady Samusa... Mein Name ist Azura... Dies ist meine Schwester Fiona... Bitte... Verzeiht uns, doch wir suchen Euch schon sehr lange...'' Azura bewegt ihre Lippen nicht beim Reden, was Samusa ein wenig wundert. Die Worte hallen in ihrem Kopf.
''Warum habt ihr mich gesucht? Und überhaupt... Wie kommt ihr hier her? Habt ihr meine Freunde gesehen?'' Azura und Fiona machen Anstalten zu gehen und winken Samusa zu sich, damit sie ihnen folgt, was sie auch macht. Fiona schaut zu Samusa. ''Eure Freunde haben wir auf unserer Suche nach Euch gesehen. Sie sind alle ganz nah, doch sie entfernen sich immer mehr. Wir sind durch den Ausgang hergekommen... Doch wir wissen, dass dieses Labyrinth ein Werk des Bösen ist. Und unser Wunsch...'' Dann dreht Azura ihren Kopf zu Samusa. ''Unser Wunsch... Wir wollen eine endgültige Erlösung von Euch. Nur Ihr könnt sie uns geben.'' Samusa schüttelt den Kopf. ''Wie soll ich es denn anstellen...? Ausserdem habe ich selbst keine Macht.'' Die Schwestern bleiben stehen und drehen sich endgültig zu Samusa um. Azura nickt. ''Doch, Lady Samusa, das habt Ihr. Ihr wisst nicht, wie viel Macht Ihr eigentlich besitzt... Wir wollen Euch Eure Macht zeigen...'' Samusa schaut ungläubig drein. ''Wie wollt ihr denn das anstellen?'' Fiona schaut kurz zu Azura, dann wieder zu Samusa. Dann lächelt sie. ''Wir möchten Euch auf Euren Weg begleiten. Wir wollen Euch Eure wahre Macht langsam offenbaren. Doch wollen wir Euch nicht in dieser Gestalt begleiten... Wenn Ihr Lord Vhait besiegt habt, könnt Ihr uns unsere ewige Ruhe geben.'' ''Warum nicht diese Gestalt?'' Keine Antwort... Die beiden scheinen sich zu konzentrieren.
Sie fassen sich an den Händen und ein rotes Licht umgibt sie. Dieses verschlingt sie und schrumpft. Die Schwestern scheinen in dem Licht verschwunden zu sein.
Nun ist es still. Samusa schaut sich um und bemerkt, dass auf dem Boden ein Schwert liegt. Dieses ist übersäht mit Azursplitter. ''Wir begleiten Euch in der Form dieses Schwertes. Benutzt dies, wenn Ihr in Schwierigkeiten seid. Wir werden Euch beschützen. Auch, wenn Kronos Euch schon schützt, so kann er dies nicht immer tun...'' Samusa nimmt dieses Schwert, beobachtet dieses lange, dann schaut sie sich um. ''Ich danke euch...Könnt ihr mir denn den Weg zu meinen Freunden zeigen?'' Das Schwert fängt an der Spitze an zu leuchten. Ein Lichtstrahl entsteht und bahnt sich seinen Weg durch die Gänge. Samusa folgt dieser Spur, nachdem sie sich ausführlich bedankt hat. Sie ist nun erleichtert, dass sie ihre Freunde nun nicht mehr alleine suchen muss...

Der Lichtstrahl scheint endlos zu sein und Samusa denkt, dass sie noch lange nach ihren Freunden suchen muss. Doch sie hört nun Stimmen. Diese Stimme scheint von Lycia zu kommen. Sie scheint sich über etwas aufzuregen, denn ihre Tonlage ist nicht sehr ruhig.
Als Samusa um die Ecke kommt, sieht sie Lycia, Vendigo und Atraja. Lycia tritt immer wieder gegen die Mauer. ''Tzz... Der hat sie doch nicht mehr alle. Was erhofft er sich, dass er uns trennt? Wir werden uns doch eh wiedertreffen. Und gemeinsam schaffen wir das.'' Lycia schaut ein wenig gelangweilt um sich und entdeckt Samusa. ''Samusa? Bei der Hüterin des Friedens, du lebst.'' Jubelnd vor Freude fällt sie ihr um den Hals. Auch Atraja und Vendigo scheinen erleichtert zu sein, auch wenn sie es nicht zeigen wollen. Samusa lächelt und nickt. ''Ja... Ich lebe noch. Und ich bin froh, euch gefunden zu haben... Doch... Wo sind die anderen?'' Sie schaut sich um und blickt zu Lycia. Diese schüttelt den Kopf und blickt zu den anderen beiden. ''Nur wir drei sind hier. Er hat uns getrennt und wir können nicht mit unseren Wölfen kommunizieren... Und Vendigo kann auch nicht mit seinem Schützling reden. Wir hatten gehofft, dass der Rest von uns bei dir ist... Doch es scheint nicht so zu sein.'' Sie blickt ein wenig verwirrt drein. Atraja tritt zu Samusa und zeigt in eine Richtung. '' Nun können wir die anderen suchen gehen, nicht wahr? Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass ich nur schnell hier raus möchte...'' Samusa nickt. Dann bittet sie das Schwert um weitere Hilfe und wieder erscheint ein Lichtstrahl. Die anderen schauen Samusa verwundert an. Samusa schüttelt mit dem Kopf. ''Ich werde dies erklären können, wenn wir hier rausgefunden haben. Wir sollten nun jedoch dem Lichstrahl folgen, denn so finden wir zu den anderen...''
Stillschweigend folgen sie dem Lichtstrahl. Es dauert einige Zeit, bis sie die Stimmen von den anderen hören. Es scheint, als würden sich welche streiten. Als die Suchenden zu den anderen stoßen, müssen sie feststellen, dass Xerxes und Kronos miteinander streiten. Die beiden merken nicht, dass welche hinzugestoßen sind. Loturus und Ladicula versuchen, die beiden zu beruhigen. Jedoch ohne Erfolg. ''Wieso schaffst du es nicht, mit Lady Samusa zu kommunizieren? Ihr zwei seid doch viel enger verbunden, als wir mit unseren Wölfen... Machst du dir denn keine Sorgen?'' Xerxes ist ausser sich und blickt ernst zu Kronos rüber. Dieser blickt verärgert zurück. ''Und ob ich mir Sorgen mache. Vielleicht sind Eure Sorgen grösser als meine, doch es sind Sorgen...Ich habe es oft versucht, doch ich kriege keine Verbindung zu ihr. Es tut mir Leid, doch Mercos hat dieses Labyrinth so hergerichtet, dass wir mit unseren Schützlingen nicht reden können. Ich kann wirklich nichts machen...'' Zwischen den beiden herrscht eine Stille, die beängstigend ist. Samusa schreitet auf sie zu. ''Ähhmm... Bitte... Streitet euch nicht mehr. Ich bin doch schon hier... Und mir ist nichts passiert.'' Die beiden schauen leicht ungläubig aber auch erleichtert zu Samusa. Xerxes will sich verbeugen, doch dann umarmt er sie. ''Ich bin so froh. Ich habe mir solche Sorgen um Euch gemacht.'' Samusa scheint verlegen zu sein, wegen der Umarmung und schweigt. Lycia gibt ein Geräusch von sich, um die Aufmerksamkeit der anderen zu erlangen. ''Wir sollten später weitermachen und schauen, dass wir hier rauskommen. Ich höre etwas, was nicht sehr erfreulich klingt...'' Die anderen sind nun still. Tatsächlich ist etwas zu hören, dass nach einem Knurren klingt. Kronos scheint belustigt zu sein. ''Das ist mein Bruder... Er hat gesagt, dass wir hier rausfinden müssen, doch er hat nicht gesagt, wie wir rausfinden müssen... Und dieses Monster... Scheint ein Wächter des Labyrinths zu sein. Er macht es einem nie leicht.'' Lycia dreht sich zu Kronos um. ''Aber wir schaffen das Monster doch, nicht wahr? Wir können es schlagen, nicht wahr?'' Loturu tritt vor. ''Wir werden es alle zusammen besiegen.''
Es ist ein lautes schnauben zu vernehmen, von lautem Trampeln gefolgt. Die Auserwählten und ihre Wölfe stellen sich in Angriffsposition...

Das Schnauben wird lauter, genauso wie das Trampeln. Alle sind zum Kampfe bereit und sind gespannt, wer ihr Gegner sein wird. Sogar Samusa, die darauf brennt, ihr Schwert auszuprobieren. Die Temperatur der Umgebung steigt. Doch nun sinkt sie auch wieder. Anscheinend bahnt es sich den Weg durch das Labyrinth. Lycia schüttelt den Kopf. ''Wie lange wir noch warten müssen? Vielleicht kennt es den Weg durch dieses Labyrinth nicht...'' Sie seufzt und schüttelt den Kopf.
Doch etwas scheint die Wand neben ihnen durchbrechen wollen. Es entsteht ein Riss in der Wand, dicht gefolgt von einem Krachen, was eine Nebelwolke entstehen lässt. Samusa versucht, etwas darin zu entdecken, doch vergeblich. Sie kann nur ahnen, was passiert ist. Die wand ist durchbrochen worden.
Nur langsam verschwindet der Nebel und lässt eine Gestalt in sich erkennen, doch umso schneller steigt die Spannung bei allen.
Der Nebel ist verschwunden. Das erste, was Samusa sieht, ist ein grosses Pferd, dass aus einer schwarzen Flamme besteht. Seine hellblauen Augen schauen alle Anwesenden vor sich an. Es scheint so anmutig, doch ist sein Blick voller Zorn. Es tritt zur Seite und eine Gestalt, eingehüllt im schwarzen Umhang kommt zum Vorschein. ''Ihr werdet hier nun sterben...'' Die Auserwählten scheinen verwundert zu sein. Die Stimme der Gestalt klingt weiblich. Samusa schaut ihr Gegenüber fragend an. ''Ähm... Bist du unser Gegner? Du musst dann dieses Monster sein, welches dieses Labyrinth bewacht, richtig?'' Stille. Dann geht die Gestalt auf Samusa zu. ''Ich? Ein Monster? Wer behauptet dies?'' In ihrer Stimme liegt ein Hauch von Zorn. ''Ich bin kein Monster... Ich denke auch nicht, dass ich auch nur im geringsten so aussehe... Also hüte deine Zunge. Nunja... Solange, bis ich dich erledigt habe.'' Sie dreht sich um und streichelt den Hals des Pferdes. ''Man nennt mich Lorai. Mein Stamm ist nur dazu da, um Vhait zu dienen...''
Samusa scheint, dass die Hitze nicht mehr aufgetaucht ist. Doch sie fragt sich, wer oder was diese Hitze ausgestrahlt hat.
Lorai wendet sich von ihrem Pferd ab und legt ihren Umhang ab. Vor den Auserwählten erscheint ein scheinbar sehr junges Mädchen. Ihre Augen sind schwarz und ihr Haar ist Feuerrot. Sie trägt ein meerblaues Kleid, welches ihr bis zu den Knien geht und sie trägt schwarze Stiefel.
Die Hitze ist immer noch nicht da. Kronos schaut Lorai an. ''Du bist also unser Gegner? Du starhlst aber nicht diese Hitze aus, die ich vorhin gespürt habe.'' Lorai dreht sich um und kichert ein wenig. ''Oha... Ich glaube, ich wurde ertappt...'' Dann grinst sie. ''Nun gut... Du willst diese Präsenz wieder spüren? War es Angsteinflössend? Oder mochtest du es, diese Kampfeslust?'' Kronos schweigt und Lorai lacht laut auf. ''In Ordnung... Ihr sollt diese Präsenz wieder spüren.''
Sie schliesst ihre Augen und schliesst sich und dass Pferd in eine Feuerkugel ein. Samusa stockt der Atem. Diese Hitze...Sie ist nun deutlich zu spüren. Doch sie würde nur zu gerne wissen, was Lorai macht.
Nach einer Zeit verschwindet die Feuerkugel und Lorai taucht wieder auf. Doch sie ist nicht mehr diesselbe. Sie hat nun rotschwarzes Haar und ihr linkes Auge ist hellblau und das rechte ist schwarz. Sie ist grösser geworden und sie scheint ein schwarzes Feuerkleid anzuhaben. Sie grinst ihr Gegenüber an. ''Ich hoffe, es hat euch hier im Labyrinth gefallen. Doch ich dulde niemanden hier. Denn dies ist mein Labyrinth. Und nun...''

Lorai schaut Samusa an. ''Hmmm... Was soll ich nun mit Euch anstellen? Einen schnellen Tod habt ihr nicht verdient. Also... Werde ich Euch leiden lassen.'' Ein lautes Lachen geht von ihr aus. Dieses scheint durch das ganze Labyrinth zu hallen, denn es ist noch lange zu hören.
''Was ist mit deinem Pferd geschehen?'', fragt Loturus und Lorai schaut ihn an, als würde er ein Störenfried sein, der schnellstens ausgelöscht werden muss. ''Nun... Falls du es nicht mitbekommen haben solltest, Junge... Wir haben uns vereint. Er ist mein Partner und nur zusammen sind wir stark. Und ihr habt Glück... Ihr dürft nun eine Kostprobe dieses Ergebnis bekommen.'' Wieder lacht sie.
Die Wölfe und ihre Schützlinge sind nun besonders achtsam. Samusa ist ein wenig unsicher, ob sie das Schwert gut führen kann. Schliesslich hat sie dieses gerade erst bekommen. Und sie hatte bisher niemals die Zeit gefunden, um den Umgang mit dem Schwert weiter zu erlernen. Doch sie ist entschlossen. Sie weiss, dass man alles schaffen kann, wenn man nur fest daran glaubt. Also stellt sie sich, wie die anderen, in Kampfstellung.
Lorai schaut wieder zu Samusa. ''Du willst also mitkämpfen? In Ordnung...'' Lycia dreht sich nun auch zu ihrer Freundin. ''Samusa... Glaubst du... Du schaffst es?'' Samusa nickt entschlossen und blickt dann zu Lorai. ''Ich glaube daran...''
Lorai scheint belustigt über Samusa zu sein. Sie streckt ihre Hand aus und schliesst für einen Moment die Augen. Aus ihrer Hand erscheint ein Schwert, welches schwarz ist.
Grinsend will sie sich auf Samusa stürzen und sie angreifen, doch Kronos und Lycia stellen sich ihr in den Weg. Lycia will mit ihrem Feuerschwert nach Lorai schlagen, doch diese weicht aus und stösst sie weg. ''Du bist noch nicht dran... Tzz...'' Kronos will Lorai nun mit seiner Macht aufhalten, doch Lorais Macht scheint stärker zu sein und schleudert ihn weg. Kronos versucht, wieder aufzustehen, doch etwas scheint ihn nicht zu lassen. Samusa schaut ihn an. Alles in Ordnung mit dir? Ihr Wächter nickt und es scheint, als würde ein kleines Lächeln von ihm entweichen. Nun könnt Ihr endlich beweisen, dass Ihr nicht schwach seid. Gebt Euer bestes... Ich glaube an Euch... Samusa schaut zuerst verdutzt, doch dann nickt sie entschlossen und hält ihr Schwert in Richtung Lorai, die mittlerweile auch schon Loturus und Ladicula ausser Gefecht gesetzt hat. Nun stellen sich Vendigo, Atraja und Xerxes schützend vor Samusa, doch sie schüttelt den Kopf. ''Bitte. Ihr braucht mich nicht zu beschützen. Ich will nicht mehr länger Tatenlos hier rumstehen und endlich mitkämpfen.'' Xerxes schaut Samusa verständnisvoll an. ''Wir verstehen dich... Also gut... Doch wir möchten dir gerne helfen. In Ordnung?'' Samusa nickt und ist froh, dass sie auf Verständnis gestoßen ist. Entschlossen stellt sie sich zu ihnen und macht sich bereit.
Lorai greift Atraja an, doch sie weicht aus und schlägt nach ihrer Feindin. Diese blutet nun im Gesicht, weil Atraja ihr einen Kratzer zugefügt hat. Lorai scheint davon keine Kenntnis genommen zu haben, denn sie konzentriert sich nun auf Samusa. Doch Atraja gibt sich nicht so leicht geschlagen und greift sie an. Diesmal wird sie von Lorai ach ausser Gefecht gesetzt. Vendigo und Xerxes greifen nun gemeinsam an. Doch Lorai weicht ihnen mit einer Lichtkugel aus und schlägt nach Samusa. Diese kann mit ihrem Schwert den Angriff abwehren. Samusa ist ein wenig unsicher. Soll sie nun angreifen? Und wenn ja, wie?
In dem Moment stürzt Lorai zu Boden. Xerxes und Vendigo haben ihre Macht zusammengetan und sie mit ihrer Macht getroffen. Doch es währt nicht lange, denn sie steht wieder auf und blickt wütend zu den beiden. Diese blicken entschlossen zurück und rennen auf Lorai zu. Auch Samusa will nun einen Angriff auf sie starten. Sie schlägt mit dem Schwert nach ihr. Doch auf einmal bemerkt Samusa, dass Xerxes und Vendigo sie entsetzt anstarren. Was ist los? Selbst Kronos blickt entsetzt zu ihr.
Ein stechender Schmerz lässt sie zu sich runterschauen. Blut. Lorai hat sie mit ihrem Schwert durchbohrt. Deshalb wohl all diese Blicke. Samusa will lächeln. ''Es ist doch... alles in Ordnung... Ordnung...'' Lycia, die es geschafft hat, aufzustehen, rennt nun zu Samusa. Lorai grinst nun siegessicher. ''Du bist nichts... Nur ein Insekt, dass zerquetscht werden muss... '' Ihr Lachen jagt Samusa einen Schauer über den Rücken.
Es wird dunkel... Tränen laufen über Samusas Wangen. Wieder hat sie nur Schwäche bewiesen. Sie hat sich verwunden lassen.
Werde ich nun... sterben?
Es wird dunkler... Nur leise hört sie, wie Lycia und Xerxes versuchen, mit ihr zu reden, doch sie ist zu schwach. Sie kann nicht antworten. Die Dunkelheit macht ihr Angst. Sie fühlt sich alleine...
Nun ist es still...

''Es ist dunkel... Wo bin ich?'' Samusa versucht, ein Licht zu finden, doch vergebens. Sie kann ihre Hand vor Augen nicht mehr sehen. ''Bin ich... Bin ich tot?''
''Nein...''
Samusa blickt wieder um sich, als sie diese Stimme hört. Sie scheint ihr jedoch nicht unbekannt zu sein.''Wer ist da? Und warum... Warum bin ich nicht tot?''
''Wer ich bin, ist nicht von Bedeutung... Warum du nicht tot bist? Weil du hier bist...'' Der Klang dieser Stimme scheint traurig zu sein, denn Samusa erkennt keine Freude in ihr.
''Warum bin ich... hier?''
''Weil du hierher geflüchtet bist... Aus Trauer...''
Samusa schüttelt den Kopf. Nein. Diese Stimme lügt. Doch Samusa sagt nichts dazu, denn es stimmt auch. Doch sie weiss nicht, wieso.
''Weil du schwach bist.'', sagt die Stimme. Samusa weiss, dass auch dies wahr ist, doch sie will es nicht einsehen. Nicht jetzt. Nicht in dieser Zeit.
''Ich darf nicht schwach sein. Ich muss... Ich muss Lorai besiegen.''
''Du kannst sie nicht besiegen, wenn du nicht genau weisst, warum du hier bist...''
Was soll dies bedeuten? Ist sie nicht hier, weil sie schwach ist und sich hierher geflüchtet hat? Warum redet diese Stimme so wirr?
''Wer... Wer bist du. Zeig dich endlich. Ich kann mit niemandem reden, den ich nicht sehen kann...''
Ein Lichtstrahl erscheint. Eine Person ist zu erkennen. Samusa geht näher zu ihr hin. Doch als sie direkt vor ihr steht, bekommt sie einen Schreck. Diese Person ist Samusa. Deshalb kam ihr diese Stimme so bekannt vor. Doch sie fragt sich, warum sie diese nicht erkannt hat.
Doch diese Samusa weint. Ihre Tränen scheinen nicht enden zu wollen. Und diese Tränen sind rot. Blutrot...
''Was ist mit dir? Warum weinst du?'', fragt Samusa, doch es kommt keine Antwort. Stattdessen wird sie nur mit einem leeren Blick angesehen.
''Du bist schwach, sonst würde ich nicht hier sitzen... Du musst stärker werden.'' Samusa schaut ihr Gegenüber an.
''Du... du bist Ich? Dann kannst du mir sagen, warum ich so schwach bin?'' Wieder keine Antwort. Doch sie zeigt auf eine Stelle, an der eine Kugel erscheint. In dieser Kugel erscheint Samusa, die gerettet wird.
''Du lässt dich beschützen... Du bist schwach...''
Samusa scheint entsetzt zu sein. Sie schweigt eine Zeit lang. Doch dann nickt sie. ''Du hast Recht... Ich bin schwach. Doch ich weiss mir nicht anders zu helfen... Kannst du mir nicht helfen?'' Keine Antwort. Samusa geht einen Schritt zurück. ''Du bist nicht... Nein... Du bist nicht ich.'' Ihre Stimme wird lauter und sie schliesst ihre Augen für einen Moment. Nein. Es kann einfach nicht sein. Sie ist nicht schwach. Auch Samusa besitzt eine Gabe, wie die anderen. Auch sie kann sich alleine wehren. Auch sie kann ihre Schwäche besiegen und Stärke zeigen. Nein. Sie muss nicht mehr beschützt werden...
''Wer? Wer bist du? Los. Sag es schon.'' Die Person steht auf, dreht sich zu Samusa und grinst.
''Ich bin deine grösste Angst. Du kannst mich nicht besiegen, denn du wirst immer wieder neue Ängste bekommen...'' Sie lacht. ''Und deine grösste Angst ist es, dass du deine Freunde nicht beschützen kannst. Denkst du etwa, du bist hier, damit du deine Stärke findest? Nein... Du bist hier, weil du in meiner Gewalt bist...''





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