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Sinend 
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...   Erstellt am 15.04.2007 - 02:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kann man sich an jemanden gewöhnen UND ihn lieben?
Und wenn Alete schmeckt, liebt man sie deswegen auch schon?





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Sinnend in den Tag – träumend in die Nacht

Michael ...
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...   Erstellt am 15.04.2007 - 10:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Sinend,
einen schönen Sonntagmorgen Dir und allen anderen.
Deine erste Frage verstehe ich und würde sie mit ja beantworten. Meine Frage ging aber dahin, ob Liebe sich wandelt, wenn sie zur Gewohnheit wird, oder ob Liebe auf die Dauer zur - durchaus guten - Gewohnheit werden muss, um Bestand zu haben.
Deine 2. Frage ist für mich einfach nur ein Rätsel.
Etwas Sinn würde entstehen, wenn ich in Alete keine Babynahrung, sondern ein Mädchen zum Vernaschen sehen würde. Aber das bietet doch keiner einem Baby an, oder?





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Man kann die Fackel der Wahrheit nicht durch die Menge tragen, ohne einigen Leuten den Bart zu versengen.
Lichtenberg

Sinend 
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...   Erstellt am 16.04.2007 - 16:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber Michael,
Alete steht hier als Synonym für die Person, die ich liebe.
Die Frage wäre somit zu verstehen:
Nur weil ich glaube, jemanden zu liebe, liebe ich dann auch schon?

Aber zurück zu deinen Fragen und Antworten (aus meiner Sicht) erhalten:

Wandelt sich Liebe, wenn sie zur Gewohnheit wird?
Liebe wandelt sich. Generell
Liebe wandelt sich auch, wenn sie Gewohnheit wird. Liebe wächst und gedeiht oder verliert mit der Zeit an Substanz und verwelkt. Sie ist einem ständigen Wandel unterworfen.
Doch ich glaube nicht, dass Liebe zu einer Gewohnheit werden muss um Bestand zu haben. Sie kann dadurch Bestand erhalten, aber ebenso eingehen. Das kommt auf die Menschen an. Sind uns Gewohnheiten nur mehr lästige Pflichten, so werden sie früher oder später abgelegt. Sind uns die Gewohnheiten zu einem liebenswerten Alltag geworden, werden wir sie pflegen – beide Möglichkeiten verändern. Langsam, aber stetig.





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Sinnend in den Tag – träumend in die Nacht

Michael ...
LITERA(r)T
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...   Erstellt am 17.04.2007 - 16:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Sinend,

ich denke, wir sind uns so weit einig, dass es nicht um die Liebe zum Maikäfer, zum Regenbogen, zu Gott geht, sondern um zwischenmenschliche Liebe. Ich frage nicht rein theoretisch, wenn es mir um die Bedingungen des Lieben-Könnens geht. Kann ich lieben, wenn mir nicht zur rechten Zeit Liebe vorgelebt wird? Ist mein Versuch zu lieben, konsensfähig, wenn ich fast ausschließlich nach meinen Vorstellungen handle? Hat der Mensch die Liebe gleichsam im Blut wie das Atmen, oder muss er Lieben lernen wie das Laufen und Sprechen? Gibt es zwischen Menschen so etwas wie eine rein geistige Liebe, eine Liebe frei von Bildern, Wünschen und Interessen? Ich selbst habe zu all dem Ideen und Erfahrungen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich sie durch die richtige Brille wahrnehme. So bin ich mir auch unsicher, wie ich es verstehen soll, wenn die Partnerin sagt: "Wir wären ja schön dumm uns zu trennen, wo wir uns doch so aneinander gewöhnt haben."





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Lichtenberg

Sinend 
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...   Erstellt am 22.04.2007 - 07:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber Michael,

ich vertrete die Meinung, dass ich nur dann lieben kann, wenn ich mich auch selbst liebe. Ob mir dabei unbedingt Liebe vorgelebt werden muss, weiß ich nicht. Ist auch schwer zu sagen, wenn man in so viel Liebe aufwachsen durfte, wie ich. Somit ist es für mich wahrscheinlich auch ein Leichtes, Liebe zu schenken. Dennoch glaube ich, dass man die Liebe generell in sich trägt. Sie muss nur manches Mal wieder erweckt werden – von wem auch immer.

Sollte es eine rein geistige Liebe geben (was ich mir sehr gut vorstellen kann), so wird diese sicherlich nicht frei von Bildern, Wünschen oder Interessen sein. Denn auch oder vor allem der Geist spiegelt doch Bilder wieder, die durch meine Wünsche erzeugt werden.

Was deinen letzten Satz (Wir wären ja schön dumm uns zu trennen, wo wir uns doch so aneinander gewöhnt haben), so ist es für mich natürlich sehr schwer, hier etwas zu sagen. Denn mir fehlt das Gesicht, die Stimme, die Tonlage. Doch du hast dies alles zu den Worten dazu bekommen. Darum kannst auch nur du dir eine ehrliche Antwort geben.
An sich gilt für mich Folgendes:
Aus meinem Mund wäre es purer Sarkasmus, beruhend auf Unsicherheit und Freudlosigkeit, resultierend aus dem (wahrscheinlich selbst für mich noch geheimen) Wunsch, die Beziehung zu beenden.
ABER(!!!):
Aus einem anderen Mund kann es wirklich die allerschönste Liebeserklärung sein, die dir dieser Mensch damit schenkt. So kann ich dir nur vorschlagen, Worten nicht nur solo zu sehen, sondern auch die vielen Augenblicke des dazugehörigen Lebens einzubinden. Hör einfach auf deinen Verstand und vor allem auf dein Herz! Die zwei sind die einzigen, die mir die Wahrheit noch nie verwehrt haben – auch wenn ich sie nicht immer hören wollte.

Alles Liebe
Sinend





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Fred ...
LITERA
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...   Erstellt am 24.07.2008 - 19:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Sinend
irgendwie kam ich auf dieses Aphorismus.
Man muss sich selbst lieben, dann kann man auch andere lieben!
Liebe = Leben!

Fred

[Dieser Beitrag wurde am 24.07.2008 - 19:34 von Fred aktualisiert]





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nie müde werden, Freude zu schenken°

Michael ...
LITERA(r)T
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...   Erstellt am 25.07.2008 - 11:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ein Affe isst Mus, wenn er genug gegessen hat, bleibt Aphorismus übrig.





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Lichtenberg

Sinend 
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...   Erstellt am 25.07.2008 - 22:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Fred schrieb
    ...Liebe = Leben!...

Dem muss ich widersprechen!
Liebe ist zwar ein Teil vom Leben, aber nicht Leben.
Das Leben ist Liebe, Hass, Freude, Trauer, Glück, Pech, Angst, Mut, ...
Die Liebe ist eben "nur" ein Teil des Lebens – aber ein wundervoller!

Zumindest empfinde ich es so und darum kann ich es nicht zulassen, dass mir das Leben in seiner Vielfalt so verkürzt wird, dass es "nur" mit Liebe gleichgesetzt ist ;)


Herzliche Grüße
Sinend





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Sinnend in den Tag – träumend in die Nacht

Nordlicht 
LITERA(r)T
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...   Erstellt am 26.07.2008 - 09:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Sinend,

Deinem Widerspruch muss ich mich anschließen. Ich könnte mich noch darauf einigen, zu sagen: ohne Liebe kein menschenwürdiges Leben. Zum Leben gehört für mich aber auch, beim ersten ernsthaften Liebeskummer nicht vor einen Baum zu fahren oder sich von der Brücke zu stürzen. Anders herum wird vielleicht ein Schuh daraus: ich muss leben wollen, um Liebe geben zu können.
Herzliche Grüße und
ein schönes Wochenende
das Nordlicht





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Kant: Wie kann ein so krummes Holz den aufrechten Gang lernen.

Sinend 
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...   Erstellt am 26.07.2008 - 12:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Oh Nordlicht, da legst du mir etwas vor, wo ich stundenlang diskutieren könnte und bereits wochenlang in mich gegangen bin – leider ohne wirkliches Ergebnis.
Das Thema Liebe beschäftigt mich wirklich in allen Facetten, denn sie ist so umfangreich und so vielfältig!
Und was ist menschenwürdig? Ist es das, was sich jeder von uns selbst angedeihen lässt oder dass, was wir den anderen angedeihen lassen?
Wenn ich da nur ein ganz klein wenig kratze, komme ich schon wieder ins Grübeln und die nächsten Fragen türmen sich im Hinterstüberl.

Wie auch immer – es gibt ja noch einen gravierenden Unterschied zwischen Liebe und Leben.
Leben haben wir nur eines – Liebe erhebt sich stets aufs Neue.

Oder doch nicht?
;)


Liebe Grüße
Sinend





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