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Ciriel 
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...   Erstellt am 26.02.2008 - 12:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bei schönstem Sonnenschein nehmen wir uns einer der beliebtesten Geschichten an: Es geht diese Woche um "The Speckled Band / Das gefleckte Band" (1892)
http://www.sherlockian.net/canon/stories/spec.html

Helen Stoner bekommt es mit der Angst zu tun: Vor 2 Jahren verstarb ihre Zwillingsschwester unter mysteriösen Umständen. Kurz vor ihrem Tod hörte sie ein sodnerbares Pfeifen... Nicht genug damit, daß Helen Stoner nun wegen Reparaturarbeiten im Zimmer ihrer schwester übernachten muss, auch sie hört dieses seltsame Pfeifen...
Grund genug, Holmes aufzusuchen und ihn um Rat zu bitten. Haben eventuell sogar die Zigeuner etwas mit dem Tod Julias zu tun? Oder gar Grimsby Roylott?

Was mir zumindest dieses Mal sehr aufgefallen ist, ist Holmes sehr freundliche Art Helen Stoner gegenüber: Keine Ungeduld, kein Ermahnenn auf das Beschränken auf tatsachen. Auch wenn die Geschichte lang ist, hört er geduldig zu - und vergißt nicht, oft (!) einen beruhigenden Ton zu verwenden. Immer wieder bestärken darin, daß die Entscheidung, herzukommen, richtig war. Fast ein wenig ungewöhnlich für ihn!

Was mich ein bißchen überrascht hat: Die Vermutungen über den eventuellen sexuellen Mißbrauch. Hatte ich mir noch nei gedacht. Denn Helen mag zwar die Male seiner Gewaltätigkeit tragen, aber das muss ja nicht unbedingt etwas bedeuten. Grundsätzlich ist Roylott ja doch zu allen recht gewalttätig, egal wer es ist. Da frage ich mich, wie siene Frau die Entscheidung treffen konnte, ihn zu heiraten. Brutal war er anscheinend schon immer, denn schon sein indischer Butler hatte bis zum Tod unter ihm zu leiden.

Für wie dumm hält er seine Stieftochter eigentlich? Ich meine, daß die Reparaturarbeiten nicht unbedingt notwendig waren (zumindest nicht an diesem Teil des Hauses), dürfte ihr ebenso schnell klar gewesen sein wie ihm.

Eine der besten Szenen bleibt für mich die mit dem ersten aktiven Auftreten von Roylott und dem berühmten Schürhaken. Lustig, auf welche Art Holmes die Drohung einfach übergeht und sich nicht im mindesten beeindrucken läßt. Und dazu noch der eher lässige Beweis, daß Holmes eigentlich ebenso stark ist wie Roylott.

Vielleicht hat Holmes Angst vor Schlangen? Nachdem das im Klinger erwähnt wird, habe ich drüber nachgedacht und war irgendwie amüsiert über den Vergleich zu Indiana Jones ("Why have it to be snakes?"). Immerhin möglich ...

Womit wir bei einer der großen Fragen wären... Was ist das für eine Schlange? Da es eine "swamp adder" (Sumpfviper) nicht gibt, muss es eine andere sein. Nach der Auflistung im Klinger tendiere ich entweder zu einer Kobra oder eine der letzten aus Austrailien (Taipan? Habe gerade den Text nicht greifbar). Zwar hatte er jemanden aus Indien, der ihm die exotischen Tiere besorgte, aber deshalb müssen ja nicht zwangsweise auch immer alle Tiere aus Indien gewesen sein.

Hat Roylott bekommen, was er verdient hat? Hat Holmes wirklich kein schlechtes Gewissen? Oder sagt er das nur, um sich selbst zu beruhigen?
Was mich zu einer weiteren Frage bringt: Warum wirkt das Gift so unterscheidlich schnell. Julia konnte sogar noch kurz mit Helen reden. Roylott muss fast sofort tot gewesen sein.
Oder war es es gar nicht? Immerhin hat Watson nicht sofort eine Untersuchung vorgenommen...

Holmes warnt Watson, daß es sehr gefährlich werden könnte... nette Szene - freundschaftlich ohne viele Worte.

Irgendwie bezarr: Die Theorien im Klinger, wer Ryolott nun wirklich umgebracht hat: Entweder hatte Holmes (mal wieder, wer kommt eigentlich immer auf solche Ideen?) eine geheime Liason mit Stoner, der Roylott deshalb aus dem Weg haben will... Helen hat in Wirklichkeit alle ermordet (wegen des Geldes?), vielleicht sogar die eigene Mutter (obwohl man sich da ja wirklich fragen kann, ob der Unfall ein Unfall war oder ob Roylott seine Finger im Spiel hatte) oder Watson wars, wenn auch in Notwehr. Das war mir am Ende etwas zu fantastisch (und das von mir!). Ich blicke da nicht richtig durch.

Pagets Zeichnungen wie immer wieder richtig klasse: Ich kann mich wieder nicht entscheiden zwischen "Well, look at this" und "He made neither sound nor motion".

So, nun fürs Erste genug der Einleitung.
Fröhliches Spekulieren allerseits!

Nächste Woche geht es um "The Engeneers' Thumb / Der Daumen des Ingenieurs" (1892).





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Wiggins 
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...   Erstellt am 26.02.2008 - 17:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zu dieser Kanon-Geschichte gibt es ein Pastiche das mit den ganzen Ungereimtheiten aufräumt und den wahren Hergang der Ereignisse schildert. Denn es ist doch schon erstaunlich das Holmes auf die richtige Lösung gekommen sein will, obwohl Schlangen nicht hören, können, keine Milch trinken usw.
Sherlock Holmes und die wahre Geschichte vom gesprenkeltem Band sorgt dafür das der wohl unlogischste Fall endlich mit den wahren Hintergründen daherkommt.

Eine kurze Besprechung dazu findet sich unter Pastiches.

[Dieser Beitrag wurde am 02.03.2008 - 19:09 von Wiggins aktualisiert]





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Moritza ...
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...   Erstellt am 15.04.2008 - 21:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ciriel schrieb

    Was mich ein bißchen überrascht hat: Die Vermutungen über den eventuellen sexuellen Mißbrauch. Hatte ich mir noch nei gedacht. Denn Helen mag zwar die Male seiner Gewaltätigkeit tragen, aber das muss ja nicht unbedingt etwas bedeuten.

Worin liegt diese Vermutung denn begründet? Ich meine auch, im alten Forum gab es einen Post dazu.
Helen wurde laut Holmes schwer mißhandelt, aber Mißhandlung ist ja lange mal kein Mißbrauch. Die Schwestern schlossen sich nachts ein, was Holmes veranlaßte nach dem Grund zu fragen. Ihre Erklärung, sich dadurch vor dem Geparden und dem Pavian schützen zu wollen, empfand ich als glaubwürdig. Und die Beschreibung Watsons von Roylotts Gesicht, daß "von den Malen aller schlimmen Leidenschaften gezeichnet" war, läßt meine Vermutungen ebenfalls nicht in diese Richtung gehen.


Ciriel schrieb

    Grundsätzlich ist Roylott ja doch zu allen recht gewalttätig, egal wer es ist. Da frage ich mich, wie siene Frau die Entscheidung treffen konnte, ihn zu heiraten. Brutal war er anscheinend schon immer, denn schon sein indischer Butler hatte bis zum Tod unter ihm zu leiden.

Es wurde damals ja nicht gerade aus Liebe geheiratet. Sie hatte das Geld und er den alten englischen Namen. Und für die viktorianische Frau gab es kaum andere Existenzmöglichkeiten als die der Ehefrau. Sie saß als junge Witwe in Indien und er war möglicherweise die beste Partie.
Der frühere Roylott wird von Helen als tüchtig und mit starker Persönlichkeit beschrieben. Der Vorfall mit dem Butler ereignete sich schon in der Ehe. Helen selber vermutet eine erblich bedingte Disposition hinter der Veränderung, die vor allem nach der Rückkehr nach England zum Vorschein kam.
Alles in allem ist es aber irgendwie auch bezeichnend, daß eine so junge Ehe kinderlos blieb.

Ciriel schrieb

    Für wie dumm hält er seine Stieftochter eigentlich? Ich meine, daß die Reparaturarbeiten nicht unbedingt notwendig waren (zumindest nicht an diesem Teil des Hauses), dürfte ihr ebenso schnell klar gewesen sein wie ihm.


Stimmt, zumal sie auch noch in Kürze heiraten will. Ein oder zwei Monate später wäre das Zimmer eh frei gewesen. Umso erstaunlicher auch, daß Helens Verlobter bei diesen seltsamen Umständen weder Verdacht schöpft noch Helen Glauben schenkt. Zudem soll es sich bei ihm auch um einen "lieben Freund" handeln, den sie seit vielen Jahren kennt. Kennt er wiederrum die Geschichten über ihren Stiefvater nicht? Nicht gerade sehr verantwortungsbewußt, der Gute!

Ciriel schrieb

    Eine der besten Szenen bleibt für mich die mit dem ersten aktiven Auftreten von Roylott und dem berühmten Schürhaken. Lustig, auf welche Art Holmes die Drohung einfach übergeht und sich nicht im mindesten beeindrucken läßt. Und dazu noch der eher lässige Beweis, daß Holmes eigentlich ebenso stark ist wie Roylott.


Ja, köstlich, wie er Roylotts Fragen ignoriert und anfängt über den Frühling und Krokusse zu fabulieren. Mich hat es allerdings immer ein bißchen geärgert, daß Roylott nicht lange genug blieb, um zu sehen, wie Holmes den Schürhaken wieder gerade bog.

Meine Lieblingsbilder: Ebenfalls "He made neither sound..", sowie das Bild, in dem Holmes, auf dem Bett kniend nach der Schlange schlägt.




Ciriel 
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...   Erstellt am 16.04.2008 - 07:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Moritza schrieb
    Worin liegt diese Vermutung denn begründet? Ich meine auch, im alten Forum gab es einen Post dazu.

Genau das weiss ich eben nicht genau. Wenn jemand im alten Forum dazu was geschrieben hat (ich war es nicht), dann möge derjenige doch noch mal bitte seine Vermutungen posten!

Ich denke, die Argumentation wird herumgedreht: Daß die Schwestern sich einschließen, wird mit den wilden Tieren erklärt, was am Ende aber nur eine "glaubwürdige Ausrede" (Du schriebst ja auch, dass es glaubwürdig klingt) ist, um nicht die Wahrheit enthüllen zu müssen.
Gleiches gilt für die blauen Flecken - ist zwar mit Gewaltätigkeit erklärt, aber nur ein Teil der Wahrheit.

Wegewn der heirat: Okay, das stimmt. Es blieb der Frau ja wahrsacheinlich gar nichts anderes übrig, als zu heiraten (gabs niemanden anderen?).





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...   Erstellt am 16.04.2008 - 11:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Klinger äußert sich also schon mal nicht in diese Richtung.

Ich hatte mir die Geschichte noch mal wegen dieses Verdachtes durchgelesen und die oben genannten Textstellen, waren die einzigen, ansatzweise auffälligen, die ich finden konnte.
Aber für mich, sind diese Beispiele, weder zusammengenommen, noch im Einzelnen Indizien, die einen derartigen Verdacht stützen könnten.

Vielleicht liegt es ja an der Übersetzung. Habe mir gerade den englischen Originaltext angeguckt. Da steht:"You have been cruelly used".
Bei der Haffmans-Übersetzung wurde nicht wortwörtlich, aber doch sinngemäß übersetzt. Denn Holmes Aussage bezog sich allein auf die blauen Flecke auf dem Handgelenk.
Möglich, daß es bei einer anderen Übersetzung zu Mißverständnissen kommt.


[Dieser Beitrag wurde am 18.04.2008 - 17:14 von Moritza aktualisiert]




Wiggins 
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...   Erstellt am 18.04.2008 - 14:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eine ... ein "sexueller Übergriff" ist mir beim Lesen der Geschichte nie in den Sinn gekommen.
Vielleicht liegt es daran das ich ein Mann bin?
Denkt ihr Frauen schneller an solches, weil es für euch eher eine reale Gefahr darstellt?

Allerdings fand ich es schon immer merkwürdig, das die Schwestern eine Lüftung zu einem anderen Raum hin als völlig normal empfinden. Vor allem: bei einer solch einfachen Lüftungsanlage - mehr als ein Loch in der Wand das vergittert ist, ist es ja nicht - muß man doch alles(!) aus dem Nebenzimmer hören.
Und das festgeschraubte Bett? Das fällt auch nicht auf?

Und da wird keiner stutzig?

Dazu die hörende und Milch schlabbernde Schlange ... Steht die für etwas ganz anderes?

Bekam Watson, als er den Fall niederschrieb, einen hochroten Kopf und gab ich Mühe die Fakten so gut er eben konnte zu verschleiern? Immerhin wäre das ein Thema, das man im viktorianischen England nicht eben einfach so in der Öffentlichkeit diskutiert oder im Strand veröffentlicht.





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Moritza ...
Dr. John Hamish Watson
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...   Erstellt am 11.09.2010 - 09:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wiggins schrieb

    Zu dieser Kanon-Geschichte gibt es ein Pastiche das mit den ganzen Ungereimtheiten aufräumt und den wahren Hergang der Ereignisse schildert. Denn es ist doch schon erstaunlich das Holmes auf die richtige Lösung gekommen sein will, obwohl Schlangen nicht hören, können, keine Milch trinken usw.
    Sherlock Holmes und die wahre Geschichte vom gesprenkeltem Band sorgt dafür das der wohl unlogischste Fall endlich mit den wahren Hintergründen daherkommt.

    Eine kurze Besprechung dazu findet sich unter Pastiches.




Ich muss zugeben, dass ich das Pastiche bis heute nicht zu Ende gelesen habe, nachdem ich es irgendwann zur Seite legte, weil mir die, von mir erwartete Auflösung, nicht gefiel.

Und da möchte ich doch mal eine Lanze für Sir Arthur Conan Doyle brechen.
Es gibt rund um die Welt zahlreiche Märchen und Sagen über milchtrinkende Schlangen. Beispiel: Indien.
Oder aus dem Volksglauben generell.
Keine Ahnung inwieweit sich Conan Doyle mit der Thematik auseinander gesetzt hat, bzw. welche Bücher er zur Thematik gelesen haben mag. Aber hier ein Ausschnitt aus Brehms Thierleben von 1883.

Lange Zeit war man der Meinung, daß die Ringelnatter nicht trinke. Lenz hat niemals Wasser in dem Magen der von ihm untersuchten Nattern gefunden, obgleich er sie bei heißem Wetter lange ohne Wasser ließ, sie in dieses legte und bald darauf schlachtete. Trotzdem darf das Gegentheil nicht bezweifelt werden: ein Freund unseres eben genannten Forschers beobachtete, daß eine seiner Gefangenen, nachdem sie im Hochsommer vierzehn Tage lang gedurstet, ein mit Wasser gefülltes Näpfchen rein austrank, und auch andere Schlangenfreunde haben dasselbe erfahren. Dursy wundert sich über jeden Beobachter, welcher das Trinken der Ringelnattern nicht gesehen hat und deshalb das Gegentheil behauptet. An heißen Tagen kann man wahrnehmen, daß sie die auf den Boden herabgefallenen Tropfen begierig aufsaugen, und ebenso glückt es sehr häufig, sie in ähnlicher Weise wie die Jachschlange aus einer mit Wasser gefüllten Schüssel trinken zu sehen. Von mir gepflegte und mit anderen Schlangen in einem und demselben Käfige gehaltene Ringelnattern tranken ebenso regelmäßig wie ihre Verwandten. Außer Wasser nehmen wenigstens einzelne auch Milch zu sich, mindestens dann, wenn sie nichts anderes haben können, und wenn sie sich einmal an solche Flüssigkeit gewöhnt haben, mag es geschehen, daß sie solche vielleicht sogar gern trinken. Auf diese Wahrnehmung dürfte die allbekannte Sage sich begründen, daß die Ringelnatter am Euter der Kühe und anderer milchenden Hausthiere sauge, um sich einen für ihr Leben erforderlichen Genuß zu verschaffen.

Es ist auch nicht richtig, dass Schlangen absolut taub seien. Ihr Gehör ist aber sehr unterentwickelt. Sie verfügen über ein Innenohr, welches (im Zusammenspiel mit dem Unterkiefer) fähig ist sehr feine Schwingungen am Boden aufzunehmen, bspw. das Trippeln einer Maus.

Baumschlangen allerdings berühren den Untergrund eher selten mit dem Kopf. Da die Schwingungen auf der den gesamten Körper umgebenden weichen Haut schnell an Kraft verlieren, greifen diese Arten möglicherweise direkt die Luftschwingungen auf. Dies konnte jedoch bislang nicht eindeutig nachgewiesen werden. Das Gehör ist somit nicht völlig aus der Wahrnehmungswelt der Schlangen ausgeschlossen, spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
http://www.schlangenforum.at/aa_buch/bi … nerven.htm

Ich will jetzt nicht das gesamte Internet durchforsten, aber so ganz erforscht scheint die Sache mit dem Gehör immer noch nicht zu sein.
Genauso kann man nicht mit letzter Sicherheit behaupten, dass niemals nie eine Schlange an Milch genascht hat.
Und dass man Schlangen mit Hilfe einer Schlinge fängt, habe ich des öfteren gesehen.
Doyle hat also keineswegs völligen Unsinn geschrieben, und er wird - einige (indische?) Sagen und Erzählungen aus dem Volksglauben im Hinterkopf gehabt haben.




chrodechilde123 ...
Sholto Lestrade
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...   Erstellt am 11.09.2010 - 12:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


vielen dank...

das ding mit der schlange scheint für unseren geschätzten chef immer mehr zur fixen idee zu werden





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'Journeys end with lovers' meeting' REDC

allerteuerste 
Dr. John Hamish Watson
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...   Erstellt am 11.09.2010 - 20:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was mich in Sachen Schlange immer wundert(e), ist, wie "folgsam" dieses Tierchen seinem "Herrn" gegenüber zu sein scheint.





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IreneNorton ...
Billy
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...   Erstellt am 11.09.2010 - 20:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Stimmt das wundert mich auch, aber mehr wundert mich, das die Schlange so versessen drauf war, jemandem zu beißen bzw. ihr Gift abzusondern.




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