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Ciriel 
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...   Erstellt am 12.05.2008 - 16:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nun ist es wirklich soweit: Wir sind am endgültigen Ende der Kurzgeschichten angelangt. Dieses letzte Mal geht es um "The Retired Colourman / Der Farbenhändler im Ruhestand" (1926 / 1927)
www.sherlockian.net/canon/stories/reti.html

Mr. Amberly engagiert Holmes, weil seine (um 20 Jahre jüngere) Frau angeblich mit ihrem Liebhaber (einem Bekannten von beiden) und einer großen Menge seines privaten Vermögens durchgebrannt ist. Es sieht auch alls danach aus, als habe sie sich ohne ein Wort abgesetzt. Etwas ist an der Sache aber faul... und schon ist Holmes einer wesentlich größeren Sache auf der Spur.


Meine Lieblingsbilder sind wiederum von Frank Wiles. "Cut out the peoetry..." zeigt die beiden in einer recht typischen Szene, und auch "The man sprang to his feet..." gefällt mir sehr gut.

Es ist von Watsons' "alter Schulnummer" ("old school number") die Rede. Aus verwaltungstechnischen Gründen bekam jeder Schüler einer boarding school eine Nummr, um ihn leichter identifizieren zu können.

Was ich mich frage: Kann jemand mit einer Prothese ("artificial leg") auf die Füße springen (siehe auch das erwähnte Bild)?

Holmes bemerkt zwar mal wieder, dass Watson alles wirklich Wichtige übersehen hat, jedoch macht er ihm dann gleich anschließend, als er merkt, dass Watson doch ein Lob erhofft hat, ein Kompliment: "Don't be hurt, my dear fellow. You know that I am quite impersonal. No one else would have done better. Some possibly not so well.(...)". Wir kennen ja Holmes. Das ist eben seine Art, Wertschätzung zu zeigen. Und wieder: Ist Watson gekränkt, mildert Holmes seine Kritik zumindest ein bißchen ab. Später nennt er Watson ja auch noch eine "unschätzbare Hilfe". Ich würde gerne wissen, ob Watson sich darüber gefreut hat.
Andererseits macht er sich auch wieder einen Spaß auf Watsons' Kosten, als er ihn und Amberly mit dem Zug losschickt. Über den Telefonanruf ist er ja gar nicht überrascht und lacht auch noch, als Watson ihm sagt, wie es steht und was passiert ist. Eigentlich hätte es sich Watson auch denken können - spätestens dann, als der Vikar erklärt, das Telegramm nicht geschickt zu haben.

Ein paar Fakten:
- Es gibt in Lewisham tatsächlich mal einen Pub namens "Blue Anchor"
- Die Albert Hall ist die größte Konzerthalle Englands (7000 Plätze). Dort finden auch heute noch Konzerte statt.
- Das erwähnte Crackford's Clerical Directory gibt es noch heute.

Trägt Mr. Barker sein Freimaurerzeichen verbotenerweise offen (ich kenne mich da nicht aus)? Holmes tadelt Wilson ("The Red-Headed League / Die Liga der Rothaarigen") wegen genau deselben "Vergehens" noch.

Welches Gift ist es wohl, dass Amberly schluckt will? Klinger erwähnt Cyanide or Ferrocyanide (fragt mich nicht nach dem Unterschied, das habe ich nicht richtig verstanden oder herausfinden können, es geht jedenfalls um Zyan bzw. Zyankali). Also was?

Wer war eigentlich Mr. Barker? Holmes äußert sich dazu nicht klar und widerspricht gar sich selbst: Mal sagt er, Barker hat nur das getan, was er ihm gesagt hat, gleichzeitig heißt s wiederum, sie haben unabhängig voneinander in derselben Sache recherchiert (Holmes quasi als "Alibi-Anzeige" für Amberly und Barker für die Familie der ermordeten Frau). War Barker der sonnenbrillentragende Detektiv aus "The Empty House / Das Leere Haus", der Watson damals aufgefallen ist? War es gar Cyril Barker aus "The Valley of Fear / Das Tal der Furcht"? Oder der erwähnte "hatred rival" [für Dienstmädchen Agatha] aus "Charles Augustus Milverton"? Es gibt gar die Vermutung, ER sei der Detektiv gewesen, der in einem Brief einen Lösungsvorschlag für den Fall aus "The Man with the Watches / Der Mann mit den Uhren" macht. Oder ein inzwischen erwachsener ehemaliger "Irregular"? Theorien und Vorschläge gibt es wahrlich genug...

Das "Broadmoor Prison" wurde 1893 gegründet, existiert noch heute und hatte damals 95 weibliche Insassen. Heute ist es allerdings ein psychartrisches Krankenhaus und kein Gefängnis für "criminal lunatics" (etwa "wahnsinnige Kriminelle") mehr.

Spielt Holmes eigentlich selbst Schach?

Vielleicht wollte Dr. Ernest Amberlys Geld UND seine Frau?

Was ich sehr interessant fand: Holmes ist im juristischen Sinne nicht ins Haus von Amberly eingebrochen. Dazu gehörte damals im rechtlichen Sinne bereits die Absicht, ein Verbechen zu begehen (also z. B. etwas zu stehlen), doch Holmes hatte nur die Absicht, sich ein wenig umzusehen.

Was mich indirekt zu der nächsten Frage führt: Warum hat Amberly den "strong room" überhaupt gebaut? Brauchte er ihn wirklich oder hatte er von Anfang an die Idee, seine Frau zu ermorden? Es gibt tatsächlich einen Verbrecher mit dem Pseudonym "H. H. Holmes". Er war ein Massenmörder, der hinter der Dachfassade seines eigenen Hotels ein wahres Labyrinth von Räumen und Gängen angelegt hatte (komplett mit Falltüren und Folterwerkzeugen). Insgesamt ermorderte er dort 133 Menschen (meist junge Frauen).

Würde jemand, der gerade stirbt, den Stift noch in die Tasche stecken? Aber der Inspektor unterbrach Holmes mitten im Satz. Vielleicht wollte der Detektiv eigentlich sagen, dass er überrascht wäre, wenn man dort einen Stift finden würde? Wir wissen ja, wie Holmes manchmal von der Polizei dachte. Möglicherweise hielt er es nicht für nötig, die Annahme zu korrigieren.
In dem Zusammenhang noch eins: Ist MacKinnon ein Pseudonym? Denn die Wahrheit wäre für den Polizist eher einlich als karrierefördernd...

Zum Schluss: Wer ist Carina? Alle möglichen Vorschläg wurden gemacht, die sogar Irene Adler oder die direkte Übersetzung als "Liebling" (= carina) einbeziehen (und Holmes mal wieder eine "Damenbekanntschaft" andichten wollen), aber eine solide Erklärung wurde nicht gefunden.


Wir haben es geschafft!
Damit ist die Leserunde der Kurzgeschichten beendet, denn wir haben sie alle durch! Auch wenn es recht lange gedauert hat, ein bißchen schade finde ich es doch (und ich hoffe, Ihr auch!). Aber wir brauchen ja nicht zu verzagen, denn noch liegen die Romane vor uns.

Also: Nächste Woche starten wir mit der Roman-Leserunde und damit mit "A Study in Scarlet / (Eine) Studie in Scharlachrot" (1887). Es geht dann um das erste Kapitel des ersten Teils.
Und wenn sich bis dahin nicht noch jemand geäußert hat, ob nun ein Thread für alles oder Einzelthreads für jedes Kapitel besser sind, suche ich mir einfach was aus (aber wehe, es meckert dann jemand ). :teufelchen:


Also, bis nächste Woche!
Nun ab mit der Diskussion - aber ohne Farbe bitte!

[Dieser Beitrag wurde am 12.05.2008 - 17:37 von Wiggins aktualisiert]





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...   Erstellt am 12.05.2008 - 18:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ciriel schrieb

    Es ist von Watsons' "alter Schulnummer" ("old school number") die Rede. Aus verwaltungstechnischen Gründen bekam jeder Schüler einer boarding school eine Nummr, um ihn leichter identifizieren zu können.


Bei Haffmans wird daraus eine Spindnummer. Ich fand es erstaunlich, daß sich Watson daran erinnert. Deine Erklärung ist da viel nachvollziehbarer.

Ciriel schrieb

    Wer war eigentlich Mr. Barker?

Als ich die Geschichte zum ersten Mal las, hatte ich den Verdacht, er wäre Holmes in Verkleidung. Ging es da nur mir so? Es wäre aber auch typisch gewesen, Watson zunächst mit der Begründung vorzuschicken, etwas Wichtigeres/Anderes zu erledigen zu haben, und dann doch in Verkleidung an dem Ort von Watsons Ermittlung(sversuch) aufzutauchen.
Der Beschreibung nach hätte er es sein können, zumal er auch nicht mit Watson spricht, sondern nur nickt und Schnauzbart, wie Sonnenbrille große Teile seines Gesichts verdecken.

Ciriel schrieb

    Was ich sehr interessant fand: Holmes ist im juristischen Sinne nicht ins Haus von Amberly eingebrochen. Dazu gehörte damals im rechtlichen Sinne bereits die Absicht, ein Verbechen zu begehen (also z. B. etwas zu stehlen), doch Holmes hatte nur die Absicht, sich ein wenig umzusehen.

Das ist ja unglaublich!! Auch wenn Holmes mit derlei Methoden gewöhnlich ungestraft davonkommt, hätte ich doch zumindest irgendeine Reaktion seitens MacKinnon erwartet. Aber wenn es sich so verhält...

Ciriel schrieb

    Warum hat Amberly den "strong room" überhaupt gebaut? Brauchte er ihn wirklich oder hatte er von Anfang an die Idee, seine Frau zu ermorden?

Zunächst glaubt man ja, die "einbruchsichere" Stahlkammer ist zum Schutz seines Vermögens gebaut worden.
Da diese aber über Rohrleitungen verfügt, die sogar in den Stuck integriert sind, was zu der Annahme verleitet, daß die Leitungen nicht erst vor Kurzem installiert worden sind, sieht es für mich auch eher so aus, als ob es sich um eine "ausbruchsichere" Todeskammer handelt. Ob diese von vornherein für die möglicherweise untreu werdende Ehefrau gedacht war, (der Fall soll sich 1898, also ein Jahr nach der Eheschließung zugetragen haben) oder für einen möglichen Einbrecher - wer weiß?

Ciriel schrieb

    Würde jemand, der gerade stirbt, den Stift noch in die Tasche stecken?

Wenn er noch nicht einmal die Zeit hat, die Botschaft zu Ende zu schreiben, sicherlich nicht.
Diese Stelle hat mich auch stutzig werden lassen. Wenn man bei der Leiche einen Stift finden sollte, dann nur, weil Amberly diesen gefunden und zu den Leichen geworfen hat. Es würde aber nicht zu der bisherigen Vorgehensweise Amberlys passen, einen Stift neben der Leiche zu finden und nicht daraus zu schlußfolgern, daß mit diesem Stift auf einer entsprechenden Höhe innerhalb der Kammer etwas geschrieben worden sein könnte.

Seltsam fand ich auch Amberlys Hinweis auf das offen vorgefundene Fenster der Stahlkammer. Wer einen Schlüssel für die Tür hat, muss nicht durch das Fenster fliehen. Sicher, er wollte den Gasgeruch entweichen lassen, und da man normalerweise nichts am Tatort verändern darf, wäre es nur logisch (wie auch verräterisch) das Fenster zu öffnen - allerdings darf man dann auch nicht das Anstreichen anfangen.

Holmes hat scheinbar ein gutes Gespür für Menschen, die vorhaben Hand an sich zu legen. (Vgl. VEIL und GOLD) Irgendwie auch eine Art von Einfühlungsvermögen.

Mein Lieblingsbild: Ebenfalls "Cut out the poetry" mit der auch sehr holmestypischen "Sitzposition". Handelt es sich hier wohl um eine Art von Liegesessel oder ist das Sitzpolster verrutscht, als er sich so hingelümmelt hat?




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...   Erstellt am 12.05.2008 - 18:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo!
Ich denke, wir sollten jedes Kapitel einzeln besprechen.





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Martin

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...   Erstellt am 12.05.2008 - 19:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Moritza schrieb

    Ciriel schrieb

      Es ist von Watsons' "alter Schulnummer" ("old school number") die Rede. Aus verwaltungstechnischen Gründen bekam jeder Schüler einer boarding school eine Nummr, um ihn leichter identifizieren zu können.


    Bei Haffmans wird daraus eine Spindnummer.


Huch, was ist denn jetzt? Gibt es verschiedene Hafmans-Übersetzungen?
Bei mir steht Pultnummer. Dies finde ich auch glaubwürdig und meine mich daran zu erinnern, bei Museumsbesuchen auch entsprechende Blechschildchen an schulischen Schreibpulten gesehen zu haben.


Moritza schrieb

    Zunächst glaubt man ja, die "einbruchsichere" Stahlkammer ist zum Schutz seines Vermögens gebaut worden.
    Da diese aber über Rohrleitungen verfügt, die sogar in den Stuck integriert sind, was zu der Annahme verleitet, daß die Leitungen nicht erst vor Kurzem installiert worden sind, sieht es für mich auch eher so aus, als ob es sich um eine "ausbruchsichere" Todeskammer handelt. Ob diese von vornherein für die möglicherweise untreu werdende Ehefrau gedacht war, (der Fall soll sich 1898, also ein Jahr nach der Eheschließung zugetragen haben) oder für einen möglichen Einbrecher - wer weiß?


Die Gaskammer wurde sicherlich mit der Absicht gebaut jemanden zu ermorden, sonst würde eine solche Installation keinen Sinn machen. Wer weiß schon wie Mr. Amberley zu seinem Vermögen kam? Wie oft war er wohl verheiratet?
Das die Kammer aber gebaut wurde um genau jene Frau zu ermorden, finde ich nicht nachvollziehbar.





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Ich habe die grüne Haffmans-Ausgabe von 1987, übersetzt von Hans Wolf.




Wiggins 
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...   Erstellt am 12.05.2008 - 20:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die habe ich auch. Und trotzdem unterscheiden sich die Ausgaben?





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...   Erstellt am 12.05.2008 - 22:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ciriel schrieb

    Wer war eigentlich Mr. Barker?
    Oder ein inzwischen erwachsener ehemaliger "Irregular"?


Mir gefällt diese Theorie. Immerhin bezeichnet Holmes ihn ja als Freund und Rivalen von der Surrey-Seite.
Gemeint sind damit die Teile Londons die südlich der Themse liegen.
Mehr als ein paar Jahre kann Mr. Barker noch nicht als Detektiv praktitztieren, denn zu Beginn der Aufzeichnungen von Holmes Abenteuern erfahren wir das er der erste und einzige beratene (= private?) Detektiv ist.
Beides würde zu der Irregular-Theorie passen.





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...   Erstellt am 12.05.2008 - 23:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ohohoho, da hab ich mir am Donnerstag so schön, lang und breit was aufgesetzt und nun stoß ich wieder erst zur Leserunde, wo die Kanongeschichte schon wieder tot und leer diskutiert wurde . Etwas anderes, als schon gesagt wurde, kann ich auch nicht mehr anmerken und würde ich es alles mit meinen Worten wiederholen, wäre es ausnahmslos albern und lächerlich - nein, das braucht nicht kommentiert zu werden u_u.

Vielleicht habe ich ja das nächste Mal mehr Glück ...




Ciriel 
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...   Erstellt am 13.05.2008 - 07:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@Pagali
Immer ran mit Deiner Meinung! Auch wenn das Mesite gesagt wurde - vielleicht entwickelt sich daraus noch eine weitere Diskussion - wer weiß. Also bitte keine falsche Bescheidenheit.

@Mycroft
Danke für die Meinungsäußerung. Ansonsten kannst Du das (beim nächsten mal auch gerne in den Thread "Gemeinsam lesen?"-Thread schreiben. nur, damit kein Durcheinander entsteht. Das "Gemeinsam-Lesen"-Thema ist ja auch zur Organisation da.

@Moritza, Wiggins
Ich schaue heute abend noch mal in meine Ausgabe, was da steht. Aber egal, ob da nun Spindnummer oder Pultnummer steht - richtig ist beides nicht, da es sich bei der "school number" um eine reine Verwaltungsnummer handelt. So, wie man heute oft bei Klassenarbeiten die Klasse (Jahr und Buchstabe, z. B. 4a - xxx) angeben muss, ist es da wahrscheinlich die "Schulnummer".
Ich bin mir bei der Übersetzung nicht sicher, ob der Übersetzer das wußte.

Dsas mit Holmes in Verkleidung ist eine gute Idee, Moritza. ich weiss, das ich schon beim ersten Lesen gedacht habe, dass mir diese recht genaue Beschreibung etwas sagen soll. Auf Holmes kam ich aber nicht, wie ich zugeben muss.

Was die Kammer angeht: nein, dass er die genbaut hat, um diese Frau zu ermorden, finde ich auch nicht wahrscheinlich. Es ei denn, Amberly sei Hellseher. Aber verdächtig bleibt es so oder so. Wenn jemand mit solchen Hintergedanken ein Haus (um-) baut...
*grusel*





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...   Erstellt am 13.05.2008 - 08:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Okay ... also ich finde es abwechslungsreich, dass der Missetaeter hier anfangs mal wirklich wie das Opfer wirkt. Sogar Holmes nimmt Amberley als leidgebeugte Kreatur wahr. Aber im Laufe der Geschichte, sieht es so aus, als ob es eher die Last der ueblen Taten seines Lebens (wer weiss, wieviele Uebeltaten der alte Knabe schon zu verbuchen hat) waeren, die ihn so "gramgebeugt" erscheinen lassen.

Interssant auch, wie Watson in dieser Geschichte von Holmes eingesetzt wird. Erinnert mich in gewisser Hinsicht an HOUN. Er ist hier wieder Kundschafter und Ablenkungsmanoever zugleich. Watson "vorzuschicken" scheint ueberhaupt eine ganz ergiebige Technik zu sein. Denn dem treuherzigen, etwas naiven Burschen gegenueber sind die Taeter unvorsichtiger, als gegenueber Holmes persoenlich. Ist ja eigentlich paradox, weil Watson seinem Freund alles mitteilt, was er gehoert und gesehen hat, aber irgendwie scheint es doch so zu sein.

Und wieso sind Amberleys Haus und Garten derartig runtergekommen? So arm, dass er sich haette kein Personal haette leisten koennen, war ja wohl nicht. Vielleicht so geizig? Anscheinend musste seine Frau sich bis zu ihrer Ermordung um alles alleine kuemmern. Aber andererseits, so schnell kann ein Garten auch wieder nicht verwildern. Vielleicht hat sich ja niemand bisher darum gekuemmert. Etwas komisch. Bei der Gaskammer wundere ich mich auch. Aber egal ob Amberley damit ungehorsame Gattinnen, Einbrecher oder andere Personen aus dem Weg raeumen wollte, sie deutet auf einen grausamen Kern im Wesen des raetselhaften Amberley hin.




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