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Ciriel 
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...   Erstellt am 26.02.2008 - 12:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Es ist mal wieder Montag! Um den Start der Woche ein bißchen zu versüßen, folgt hier die Besprechung der Geschichte "The Black Peter / Der Schwarze Peter" (1904).

Peter Carey, von allen nur "Der Schwarze Peter" genannt, wurde auf grausame Weise ermordet: Man spießte ihn in seiner "Kajüte", der Hütte auf seinem Grundstück, wo er sich meist aufhielt, mit einer Harpune auf. Kaum jemand ist gut auf ihn zu sprechen, und viele haben Grund, auf ihn wütend zu sein Allerdings wird ein Notizbuch am Tatort gefunden, das in irgendeiner Verbindung mit dem Verbrechen zu stehen scheint. Warum sollte sonst jemand versuchen, das kleine Häuschen aufzubrechen? Wer war in der Hütte? Ein Zeuge hat eine Silhouette gesehen, die aber nicht die von Carey sein konnte.
Wer ist also der Täter?


Ich mag schon gar nichts mehr zu Pagets Zeichnungen sagen, es klingt ohnehin fast gleich: Sehr schön! Stimmungsvoll! Das Übliche eben...
Besonders gefallen haben mir: ""Good gracious, Holmes!" I cried ...", "Holmes examined it in his minute way" und ""Someone has been tampering with it", he said." sowie "Shall I sign here?"
Außerdem ist das Lesen in Fremdsprachen den eigenen Kenntnissen immer förderlich. Neu gelernt: "Murky" und "nefarious" (letztes Mal war es "mar").

Watson beginnt die Geschichte mit der Bemerkung, daß Holmes nie in so guter Form gewesen sei wie im Jahr 1895. Laut Tabelle ereignete sich "The Devil's Foot" / Der Teufelsfuß" nur 2 Jahre später, und in dieser Geschichte macht er in Cornwell Urlaub, um seine Gesundheit nicht zu ruinieren. Was ist in den zei Jahren geschehen, daß sich seine Gesundheit so verschlechtert hat?

Eine kurze Anmerkung sozusagen für Hörspielfans: Die Einleitung aus der Reihe mit Renneisen und Fitz als Holmes und Watson stammt aus dieser Geschichte ("Der wachsende Ruhm meines Freundes Sherlock Holmes hatte ihm ausserordentlich viel Kundschaft beschert..."). Sie wird dann nur je nach Fall im letzen Satz ein wenig abgeändert.

Es werden zwei Fäklle erwähnt, die von Watson ursprünglich nicht veröffentlicht wurden: Der Fall von "Cardinal Tosca" und dem des "Canary Trainers".

Holmes benutzt ab und zu das Pseudonym und die Verkleidung eines "Captain Basil". Klinger zählt eine Liste von Verkleidungen und Aliases auf, die Holmes benutzt (der Menge wegen ist dies nur eine Auswahl): "a common loafer" ("The Beryl Coronet"), "a rakish young plumber named Escott" ("Charles Augustus Milverton"), "a venerabele Italian priest ("The Final Probelm"), "a drunken looking groom ("A Scandal in Bohemia"), "a sailor" (The Sign of Four"), "an opium Smoker" ("The Man with the Twisted Lip"), "registration agent" ("The Crooked Man") und als Spion Altamont ("His Last Bow").
Da kann ich Watson nur recht geben: An Holmes ist ein Theaterschauspieler verloren gegangen, scheint es!
Watson erwähnt fünf Verstecke, die Holmes hat, wo er sich umziehen kann. Ob eins im Diogenes Club bei Mycroft war?

Holmes Morgengewohnheiten sind entweder sehr seltsam, oder möglichweise hat er gar keine: Watson schreibt hier, Holmes sei noch vor dem Frühstück ausgegangen. Ein anderes Mal berichtet Watson, er sei ein Langsschläfer und stehe spät auf - und er erwartet ein weiteres Mal, daß Holmes um 7 Uhr morgens das Frühstück einnimmt. Was mag diese unterschiedlichen Gewohnheiten erklären?
An anderer Stelle widersprechen sich Watsons Beobachtungen ebenfalls. Hier bemerkt Holmes, als sie sich abends auf die Lauer nach dem Einbrecher legen wollen und erst einmal nichts zu tun ist "(...) and give a few hours to the birds and the flowers."
. Watson schreibt abers anderswo [I]"Appreciation of nature found no place among his many gifts ....”

Daß Holmes die Handhabung der Harpune beim Metzger um die Ecke an einem toten Schwein ausprobiert, klingt für mich sehr modern, so etwas wie der Beginn der modernen Kriminalforschung. Da probiert man im Zweifelsfall ja auch aus, ob es sich überhaupt so abgespielt haben kann wie die Beteiligten erzählen. So kann Holmes dann auch sicher sein, daß es ein starker Mann sein muss.

Wieder einmal nimmt Klinger bezug auf das Manuskript: In der ersten Fassung blieb die Hälfte des Taschenmessers, mit der die Tür der "Kajüte" versucht wurde aufzubrechen, in der Tür stecken. Am Ende war das allerdings kein wichtiger Beweis und wurde wahrscheinlich deswegen von Watson geändert.

Typisch Holmes: Sobald Hopkins zugibt, nur der Schüler zu sein und einen Fehler gemacht zu haben, bekommt Holms gute Laune und reagiert großzügig und freundlich. Irgendwie doch ein bißchen eitel...

Cairns Geschichte bleibt seltsam, so viel Kraft hat kaum ein Mensch. Er hätte nicht nur sehr schnell sondern auch zielgerichtet erfolgen. Eine Harpune ist aber nun mal nicht gerade sehr handlich. Vielleicht wurde er ja von Carey an die Wand gedrängt und handelte impuliv, da sein Leben bedroht wurde. Das hätte ihm sicher bei einem Menschen wie Carey jeder geglaubt. Notwehr ist etwas anderes als ein Mord. Zumindest wären das sicherlich mildernde Umstände in der Verhandlung gewesen.
Das Ganze ist überhaupt ein komischer Zufall: In derselben Nacht wird Carey nicht nurvom einzigen Menschen aufgesucht, der weiss, was 12 Jahre zuvor auf dem Schiff wirklich geschehen ist, sondern auch noch von Neligan besucht (zumnindest hatte der junge Mann das ja vorgehabt). Das ist ein wenig viel Zufall, oder? Vielleicht taten Neligan und Cairns sich ja auch zusammen, als aber Neligan vom "spontanen" Mord (oder auch Notwehr, für diesen Punkt einerlei) erfuhr, wollte er nichts mehr mit Cairns zu tun haben?

Warum shickt Holmes ein Telegramm nach Dundee? Auf die Art "verschwendete" er drei Tage, bis der Fall geklärt werden konnte. Auch Hopkins hätte er schneller zum Früstück einladen können. Es gibt inzwishen ein Telefon in der Nähe ("across the road"). Ich kann mir nicht vorstellen, daß Holmes, der immer gerne mit den neusten Methoden arbeitete, kein Telefon mochte. Anderen "neumoduischen Kram" hat er auch verwendet, wenn er Erfolg versprach.

Und als letztes: Ich verstehe nicht, warum Holmes und Watson nach Norwegen fahren. Was wollen sie da? Norwegen hat mit dem Fall allerhöchstens indirekt etwas zu tun. Warm also? Oder vermutet Holmes vielleicht, daß der alte Neligan noch lebt (wodurch auch immer)?

Soweit meine Fragen und Anmerkungen. Also: Seid immer vorsichtig, wenn Ihr mit der Börse zu tun habt, denn man kann nie wissen!

Nächste Woche beschäftigen wir uns dann mit "the most dangerous man in London" - oder mit anderen Worten "Charles Augustus Milverton / Charles Augustus Milverton" (1904).





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Wiggins 
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...   Erstellt am 26.02.2008 - 17:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zumindest eine der beiden erwähnten Fälle ist ebenfalls aufgezeichnet worden. "... bis zu seiner Festnahme von Wilson reichte, dem berüchtigten Kanarienvogelabrichter ..." (Haffmans Ausgabe)
Zu finden in dem Buch Sherlock Holmes Nachlaß Band 2. Die Gechichte heißt Der Vogelfreund.

Der Schwarze Peter spielt (nach Baring-Gould) von Mittwoch den 3. Juli bis Freitag den 5. Juli 1895.





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greenghost ...
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...   Erstellt am 06.03.2008 - 15:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Weshalb sich Holmes Gesundheit in 2 Jahren dermassen verschlechtert, frag ich mich auch.
Watson erkennt in "Devils foot" Anzeichen, welche das sind, wird nicht beschrieben, das Holmes Konstitution der harten, anspruchsvollen Arbeit nicht mehr gewachsen ist.Was durch "Unbesonnenheiten seinerseits" (ich nehme an Kokain, aber auch die Uneinsichtigkeit sich mal auszuruhen) noch verstärkt wird.
Immerhin ist Holmes in dem Fall ein Patient, das heißt für Watson natürlich den Datenschutz einzuhalten.Vielleicht erkrankte Holmes an was auch immer. Es hört sich aber eher nach Arbeitsüberlastung, einem ausgewachsenen Burn-out-Syndrom an. Holmes neigt zu Depressionen (auf viktorianisch:Melancholie), möglicherweise traten dadurch auch psychosomatische Beschwerden auf (Magengeschwür o.ä.).

Auf Holmes Verstecke wäre ich neugierig. Wie geht denn sowas, er muss ja ungesehen ein und ausgehen können.Und wo sind die?

Die verschieden geschilderten Aufstehzeiten resultieren wahrscheinlcih aus den sehr diffizielen "Dienstzeiten". Holmes hat ja 24 Std., an 7 Tagen der Woche und 365 Tage im Jahr "offen".D.h. Klienten werden bestimmt zu allen Tages und Nachtzeiten auftauchen.
Langschlafen wird er vor allem nach anstrengenden und langwierigen Fällen.

Ciriel schrieb:
Typisch Holmes: Sobald Hopkins zugibt, nur der Schüler zu sein und einen Fehler gemacht zu haben, bekommt Holms gute Laune und reagiert großzügig und freundlich. Irgendwie doch ein bißchen eitel...



Eitel ist der Gute auf jeden Fall. Er hätte aber auch anders reagieren und Hopkins Vorwürfe machen können.





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Ich habe ja schon vor Jahren die Existenz von Ideen empirisch nachgewiesen

Wiggins 
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...   Erstellt am 05.07.2009 - 22:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


greenghost schrieb
    Auf Holmes Verstecke wäre ich neugierig. Wie geht denn sowas, er muss ja ungesehen ein und ausgehen können.Und wo sind die?


Aus dem Kanon geht es nicht hervor.
Aber ich denke auch das eines im Diogenes Club sein dürfte.
Zwei weitere sind in Pastiches lokalisiert: Eines ist in der Dorset Street in Whitechapel und ein anderes direkt neben Baker Street 221.

ciriel schrieb
    Ich verstehe nicht, warum Holmes und Watson nach Norwegen fahren. Was wollen sie da? Norwegen hat mit dem Fall allerhöchstens indirekt etwas zu tun. Warm also? Oder vermutet Holmes vielleicht, daß der alte Neligan noch lebt (wodurch auch immer)?


Ich gehe davon aus das mittlerweile ein Klient an Holmes herangetreten ist, dessen Fall ihn nach Norwegen lockt. Unter den erwähnten Fällen gibt es ab und an Hinweise auf mind. einen solchen Fall.





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rita 
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Meine zwei Euro-Cents zur Geschichte:

http://rita.1on.de/archives/1996-elemen … -1904.html




IreneAdler ...
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Nice!





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Wohl einer der brutalsten Fälle des Kanons, ausgehend von der Tötungsart. Mir gefällt die Geschichte an insgesamt gut, wobei einige Punkte zum nachdenken bringen.

Ciriel schrieb

    Daß Holmes die Handhabung der Harpune beim Metzger um die Ecke an einem toten Schwein ausprobiert, klingt für mich sehr modern, so etwas wie der Beginn der modernen Kriminalforschung. Da probiert man im Zweifelsfall ja auch aus, ob es sich überhaupt so abgespielt haben kann wie die Beteiligten erzählen. So kann Holmes dann auch sicher sein, daß es ein starker Mann sein muss.


Auf jeden Fall ein wichtiger Punkt (ich musste ja ein wenig an den Film "Rocky" denken), der weiterhin aber die Frage aufwirft: Wo war Holmes da eigentlich? Ist er in einen normalen Schlachtbetrieb gegangen und hat höflich nachgefragt, ob er mal zulangen darf? Und woher hatte er eigentlich diese Harpune? Konnte man die seinerzeit einfach in der Stadt erwerben?

Lancelyn Green merkt darüber hinaus an, dass es Harpuniere in dem Sinne, wie sie hier geschildert werden, im Jahr 1895 nicht mehr in der englischen Schiffahrt gab. Ab 1880 etwa rüsteten sich die Schiffe offenbar mit mechanischen Abschussvorrichtungen aus, mit Muskelkraft geworfen oder gestoßen wurden Harpunen dann nicht mehr. Insofern hat Cairns sich offenbar trotz der technischen Veränderung seines Berufes kräftig gehalten.

Ciriel schrieb
    Holmes benutzt ab und zu das Pseudonym und die Verkleidung eines "Captain Basil".


Das finde ich sehr schön, da wir später Basil Rathbone als Holmes bekamen.

Ciriel schrieb
    Das Ganze ist überhaupt ein komischer Zufall: In derselben Nacht wird Carey nicht nurvom einzigen Menschen aufgesucht, der weiss, was 12 Jahre zuvor auf dem Schiff wirklich geschehen ist, sondern auch noch von Neligan besucht (zumnindest hatte der junge Mann das ja vorgehabt). Das ist ein wenig viel Zufall, oder?


Für mich der wichtigste Knackpunkt des Falles. Ein wahrhaft gigantischer Zufall...

Ciriel schrieb
    Und als letztes: Ich verstehe nicht, warum Holmes und Watson nach Norwegen fahren. Was wollen sie da?


Das hat mich auch irritiert. Da der Fall ja abgeschlossen ist, klingt es für mich eigentlich nich so, als ob die Reise noch damit zu tun hätte. Der Verbleib des toten Vaters ist ja geklärt. Ob Doyle einen Fall schreiben wollte, der in Norwegen hätte spielen sollen und den er dann trotz dieses "anteaserns" vergaß?

[Dieser Beitrag wurde am 29.06.2018 - 17:29 von Dekkard aktualisiert]




LangdalePike ...
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...   Erstellt am 13.12.2019 - 11:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Dekkard schrieb
    Lancelyn Green merkt darüber hinaus an, dass es Harpuniere in dem Sinne, wie sie hier geschildert werden, im Jahr 1895 nicht mehr in der englischen Schiffahrt gab. Ab 1880 etwa rüsteten sich die Schiffe offenbar mit mechanischen Abschussvorrichtungen aus, mit Muskelkraft geworfen oder gestoßen wurden Harpunen dann nicht mehr. Insofern hat Cairns sich offenbar trotz der technischen Veränderung seines Berufes kräftig gehalten.

Bekanntlich hat ACD 1880 auf einem Walfänger angeheuert. Ob ihn die Fähigkeiten der Harpuniere so beeindruckt haben, dass er das unbedingt in eine Geschichte einbauen wollte und er die technische Weiterentwicklung (sofern er davon wusste) ignorierte?

Dekkard schrieb
    Für mich der wichtigste Knackpunkt des Falles. Ein wahrhaft gigantischer Zufall...

Aber was wäre das Genre schon ohne diese Art von Zufällen? Außerdem macht ein unschuldig Verdächtiger die Sache natürlich interessanter, zumal es wieder die Unfähigkeit der Inspektoren (ob sie nun Hopkins, Lestrade oder Jones heißen) betont, die nur noch auf ihren Verdächtigen fixiert sind und andere Indizien ignorieren.

Übrigens: Bin ich der Erste, dem auffällt, dass die Umstände, unter denen Cairns überführt wird, sehr an die Gefangennahme von Jefferson Hope erinnern? Beide Male wird jemand von Holmes unter einem Vorwand in die Baker Street gelockt, mit Handschellen gefesselt und leistet zunächst heftigen Widerstand.

[Dieser Beitrag wurde am 25.12.2019 - 21:26 von LangdalePike aktualisiert]




LangdalePike ...
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...   Erstellt am 13.12.2019 - 11:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


greenghost schrieb

    Weshalb sich Holmes Gesundheit in 2 Jahren dermassen verschlechtert, frag ich mich auch.
    Watson erkennt in "Devils foot" Anzeichen, welche das sind, wird nicht beschrieben, das Holmes Konstitution der harten, anspruchsvollen Arbeit nicht mehr gewachsen ist.Was durch "Unbesonnenheiten seinerseits" (ich nehme an Kokain, aber auch die Uneinsichtigkeit sich mal auszuruhen) noch verstärkt wird.
    Immerhin ist Holmes in dem Fall ein Patient, das heißt für Watson natürlich den Datenschutz einzuhalten.Vielleicht erkrankte Holmes an was auch immer. Es hört sich aber eher nach Arbeitsüberlastung, einem ausgewachsenen Burn-out-Syndrom an. Holmes neigt zu Depressionen (auf viktorianisch:Melancholie), möglicherweise traten dadurch auch psychosomatische Beschwerden auf (Magengeschwür o.ä.).

Gerade wenn er 1895 (und sicher auch in den beiden folgenden Jahren) so aktiv war, erklären sich die gesundheitlichen Probleme dadurch sehr gut. Insofern sehe ich da keinen Widerspruch, ganz im Gegenteil.




LangdalePike ...
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...   Erstellt am 13.12.2019 - 11:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ciriel schrieb
    Cairns Geschichte bleibt seltsam, so viel Kraft hat kaum ein Mensch. Er hätte nicht nur sehr schnell sondern auch zielgerichtet erfolgen. Eine Harpune ist aber nun mal nicht gerade sehr handlich. Vielleicht wurde er ja von Carey an die Wand gedrängt und handelte impuliv, da sein Leben bedroht wurde. Das hätte ihm sicher bei einem Menschen wie Carey jeder geglaubt. Notwehr ist etwas anderes als ein Mord. Zumindest wären das sicherlich mildernde Umstände in der Verhandlung gewesen.

Ich bin eigentlich ziemlich sicher, dass Cairns keine Anklage wegen Mordes oder auch nur Totschlags zu befürchten haben wird: Carey war als gewalttätiger und gefährlicher Mann bekannt, zum Zeitpunkt des Todes hatte er zu seinem Messer gegriffen. Außerdem wollte er den Kapitän erpressen und hatte daher gar keinen Grund, ihn zu töten.
Wegen Diebstahls, versuchter Erpressung und Zurückhaltens von Informationen/Begünstigung muss er sich natürlich vor Gericht verantworten, aber den Strick bedeutet das sicher nicht.

[Dieser Beitrag wurde am 25.12.2019 - 21:26 von LangdalePike aktualisiert]




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