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Ciriel 
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...   Erstellt am 26.02.2008 - 13:32Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bei sehr sommerlichen Temperaturen geht es heute um die Geschichte 'Silverblaze / SIlberstrahl' (1892).
http://www.sherlockian.net/canon/stories/silv.html

Aufregung im Trainigsstall von Kings Pyland: Nicht nur, daß der verläßliche Trainer tot aufgefunden wird (und es ganz so aussieht, als sei er umgebracht worden) - so kurz vor dem wichtigen Rennen verschwindet auch noch der Favourit des Rennens 'Silverblaze'!
Als alle Suche vergeblich bleibt und auch vom Mörder keine Spur zu finden ist (oder auch nur ein Grund, warum jemand den Trainer habe umbringen wollen), wird Holmes in den Fall hinzugezogen.
Was ist wirklich in der Nacht geschehen. Und warum sind die Zigeuner so schnell vom Land verschwunden. Haben sie etwas mit der Entführung des Pferdes zu tun? Warum verhält sich Silas Brown so merkwürdig?

Meiner Meinung nach ist 'Silverblaze' eine der besten Geschichten des Kanons. Holmes scheint auf der Höhe seiner Karriere zu sein. Scharfer Verstand (und Deduktionen) und schnelle Handlungsweise. Auch die Geschichte selbst ist spannend (auch wenn Doyle später schrieb, er kenne sich mit den Verhältnissen auf der Rennbahn nicht aus).
Besonders schön: Der Zwischenfall mit dem Hund in der Nacht. Genau das ist jene trockene Schlagfertigkeit, die anscheinend Scotland Yard nicht richtig zu würdigen weiss!

Straker tut mir nicht wirklich leid. Ich frage mich allerdings, wie ein erfahrener Trainer auf die Idee kommen kann, direkt hinter dem Ppferd ein Streichholz anzureißen. Alle untrainierten Pferde haben Angst vor Feuer, gerade ein temperamentvolleres Rennpferd wird dann sicher nicht ruhig unangebunden (!) stehen bleiben. Feuer wird auch das verträglichste Tier sehr nervös machen. Das sollte er eigentlich wissen!

Hat Holmes auf der Rennbahn auch selbst gewettet? Anzunehmen wäre es, das würde jedenfalls eine weitere Erklärung für seine guten finanziellen Verhälnisse bieten.

Was ich mich ausserdem frage: Darf ein Pferd quasi inkognito bei einem Rennen laufen?
Brennt eine Kerze bei so schlechtem Wetter (mit Dauerregen) so lange, daß man sie sogar noch Stunden später vom Haus aus sehen kann?

Warum heißt es einmal Mapleton und einmal Capleton? Oder wars einfach ein Druck- bzw. Lesefehler?

Nächste Woche beschäftigen wir uns dann um 'The Yellow Face / Das gelbe Gesicht' (1893).

Soviel zu Anfang. The Game is ahoof!





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"Nanna nenn' ich Nökkvis Tochter..."

Wiggins 
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...   Erstellt am 21.01.2009 - 18:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zwar habe ich keine Ahnung von Pferden und Pferderennen, wundere mich aber auch über das Inkognito an den Start tretenden Pferdes.

Ebenso frage ich mich was der Konkurrent mit Silberstern machen wollte?
Es als seines ausgeben und riskieren das der Betrug auffliegt? Colonel Ross erpressen? Es verkaufen und wiederum sich des möglichen Betrugsverdachts aussetzen? Wollte er es vielleicht einfach nur für dieses eine Rennen zurückhalten, damit sein Favorit bessere Siegchancen hat, und Silberstern später zurückgeben? Würde das nicht auch einen Skandal entfachen?

[Dieser Beitrag wurde am 21.01.2009 - 21:28 von Wiggins aktualisiert]




greenghost ...
Alec MacDonald
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...   Erstellt am 21.01.2009 - 20:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Am schlimmsten wäre wohl gewesen Leberkäse aus Silverblaze machen zu wollen

und diesen dann möglichst als teure Delikatesse zu verkaufen

[Dieser Beitrag wurde am 21.01.2009 - 20:15 von greenghost aktualisiert]




Spuerhund ...
Billy
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...   Erstellt am 21.01.2009 - 22:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wiggins schrieb


    Ebenso frage ich mich was der Konkurrent mit Silberstern machen wollte?


vielleicht als Zuchthengst verwenden, damit die guten Anlagen weitergegeben werden? Wäre allerdings problematisch, weil Vollblüter etc entsprechende Zuchtpapiere vorweisen müssen.
oder war Silverblaze schon Wallach?

@Greenghost: ich dachte, aus Pferden mache man gemeinhin Sauerbraten

Gruß,

Spürhund





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Mrs. Hudsooon!

Ciriel 
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...   Erstellt am 22.01.2009 - 07:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Was sind denn das für kannibalistische Anwandlungen hier? Da kriege ich ja glatt Angst!

Ich kenne mich mit Pferderennen auch nicht soooo gut aus, aber normalerweise sind es Hengste, die laufen.

Was den Trainer angeht: Ja, er verhält sich mit den Streichhölzern mehr als unprofessionell. Das würde kein vernünftiger Mensch tun, der sich mit Pferden auskennt (Vollblüter sind ohnehin von leichter erregbarem Gemüt).

Wiggins schrieb
    Es als seines ausgeben und riskieren das der Betrug auffliegt? Colonel Ross erpressen? Es verkaufen und wiederum sich des möglichen Betrugsverdachts aussetzen? Wollte er es vielleicht einfach nur für dieses eine Rennen zurückhalten, damit sein Favorit bessere Siegchancen hat, und Silberstern später zurückgeben? Würde das nicht auch einen Skandal entfachen?


Erpressung könnte ich mir glatt noch vorstellen. Aber: Das Risiko ist ziemlich hoch, zumal Ross sich denken können wird, dass der Trainer zumindest ein Motiv hat.
Verkaufen? Nein, das denke ich nicht. Es gibt zwar alle möglichen Tricks, aber gerade bei diesem Pferd ist das Risiko doch sehr hoch, dass es schnell erkannt wird, und so riskofreudig erschien mir der Trainer nicht. Zucht wäre sicherlich auch eine nette Idee - aber wie gesagt braucht man da Papiere, wenn man gute Preise etc. erzielen will (deshalb gibt es ja gekörte Hengste - decken kann jeder, aber es geht ja vor allem um die positiven Eigenschaften und Stärken, die hoffentlich vererbt werden).

Ich glaube ja, er wollte Silver Blaze nur für dieses Rennen zurückhalten. Dannach hätte er ihn freilassen können, und der Hengst wäre irgendwann wieder an seinem eigenen Stall aufgetaucht. Pferde haben ein sehr gutes Ortsgedächtnis und finden fast immer nach Hause, wenn ihnen die Gegend nicht völlig fremd ist. Damit hätte man dem Trainer auch nichts Eindeutiges nachweisen können.

[Dieser Beitrag wurde am 22.01.2009 - 07:42 von Ciriel aktualisiert]





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"Nanna nenn' ich Nökkvis Tochter..."

Wiggins 
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...   Erstellt am 23.01.2009 - 19:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bei Haffmans steht bezgl. dieser Geschichte der Hinweis, daß die Hälfte der Beteiligten ins Gefängnis gehen würde, die andere Hälfte von der Rennbahn für immer verbannt worden wäre, hätte sich das so zugetragen wie Watson es schildert.




Ciriel 
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...   Erstellt am 24.01.2009 - 21:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ja, den Hinweis kenne ich. Aber es ist doch eine gute Geschichte. Sicherlich ist Kritik angebracht, aber anderseits finde ich auch, dass man von einem Autor nicht verlangen kann, sich mit allem auszukennen. Sicherlich hätte er sich informieren können - aber so einfach wird das auch nicht gewesen sein.

Am Ende ist es auch die Idee, die zählt.





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