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Angela ...



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...   Erstellt am 25.01.2008 - 13:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Bildquelle und weitere hörbare Gedichte von Eduard Mörike


LeseKost heute von Eduard Mörike für Ingeborg




Ganz richtig hört ich sagen.
Daß, wer in Zwiebeln schlief,
Hinunter ward getragen
In Träume schwer und tief;
Dem Wachen selbst geblieben
Sei irren Wahnes Spur,
Die Nahen und die Lieben
Halt er für Zwiebeln nur.

Und gegen dieses Übel,
Das sehr unangenehm,
Hilft selber nur die Zwiebel,
Nach Hahnemanns System.
Dies laßt uns gleich versuchen -
Gott gebe, daß es glückt -


Und schafft mir Zwiebelkuchen


Sonst werd ich noch verrückt!


Eduard Mörike





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Angela ...



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...   Erstellt am 27.01.2008 - 10:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Meine Großmutter legt sechs Rinderrouladen
in einen eisernen Schmortopf, schneidet fünf große Zwiebeln in Viertel, gibt sie dazu und fünf geschälte Knoblauchzehen sowie einige Wacholderbeeren und Pfefferkörner, den Lorbeer nimmt sie nicht, sie schiebt die trockenen Blätter beiseite.

Ich sehe ihr zu, dein Haar war einmal schwarz, frage ich. Sie sieht auf, als hätte ich sie bei etwas erwischt.

Sie rührt weiter im Topf. Das weißt du doch... Meine Großmutter wird vor mir sterben.

Sie steht am Herd, sie rührt die Zeit unter, ich sehe auf meine Uhr, zwei Minuten sind vergangen. Sie öffnet den Backofen. Ich glaube, sie hat mir angesehen, dass ich an ihren Tod gedacht habe.
Ich wollte nicht an ihre Lebenszeit rühren.


AUS: Familienleben

Autor Viola Roggenkamp







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Minka ...



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...   Erstellt am 28.01.2008 - 07:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


liebe Angela,

hab Dank für Mörike und Zwiebelkuchen!
Das ist eine herzhafte, süddeutsche
Mischung bei der man auf alle Fälle
gesund bleibt.

Wie schön Du uns versorgst mit Deinen
wunderbaren Ideen.

sei herzlich gegrüßt

Ingeborg





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lasst uns wachsam sein!

Angela ...



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...   Erstellt am 29.01.2008 - 18:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


»Der Nachmittag war reizend. Wollen Sie nicht noch bleiben und mit mir essen? Ich habe allerdings nur wenig im Hause, ich war nicht auf Besuch vorbereitet. Auch mein Mädchen ist nicht da...« Thomas strahlte jungenhaft: »Wenn ich noch bleiben darf? Aber dann müssen Sie erlauben, daß ich koche! Man kann auch aus wenigem delikate Dinge kochen!«
»Das stimmt«, sagte Josephine Baker.
»Es muß nicht immer Kaviar sein.« ...
Am meisten interessierten sie die pikanten Eier, die Thomas herstellte.
»Madame, es handelt sich um eine eigene Komposition!
Ihnen zu Ehren taufe ich sie hiermit:
Eier Josephine

Aus : Es muss nicht immer Kavier sein
Autor Johannes Mario Simmel





Bildquelle


Zutaten

110 g Butter
250 ml Milch
50 g Mehl
2 Eigelb
Geriebene Muskatnuss
Parmesankäse
4 Eier
50 g Feingehackter Schinken

Zubereitung

Weisse Sauce: Butter zerlassen.
Mehl darueber sieben und so zerruehren, dass beides hell bleibt.
Langsam Milch unter staendigem Ruehren dazu geben.
Sauce muss leicht dick sein. Vom Feuer nehmen.
Darin 2 Eigelb darin verquirlen.
Mit Muskatnuss, Schinken und Parmesankaese dazugeben.

Verlorene Eier: 4 Eier vorsichtig aus der Schale in leicht kochendes Essig-Wasser gleiten lassen.
Nach gut 3 Minuten mit einem Sieb heraus
holen.
Und in kaltem Wasser voellig abkuehlen lassen.
Danach vorsichtig mit Kuechentuch abtupfen.
Ein richtiges verlorenes Ei muss pflaumenweich sein.
Verlorene Eier in eine Form geben und mit weisser Sauce bedecken.
Mit etwas Parmesankaese und Butterflocken überdecken und 5 Minuten überbacken.





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Angela ...



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...   Erstellt am 02.02.2008 - 09:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Der alte Turmhahn
Idylle

Zu Cleversulzbach im Unterland
Hundertunddreizehn Jahr ich stand,
Auf dem Kirchenturm ein guter Hahn,
Als ein Zierat und Wetterfahn.
In Sturm und Wind und Regennacht
Hab ich allzeit das Dorf bewacht.
Manch falber Blitz hat mich gestreift,
Der Frost mein’ roten Kamm bereift,
Auch manchen lieben Sommertag,
Da man gern Schatten haben mag,
Hat mir die Sonne unverwandt
Auf meinen goldigen Leib gebrannt.
So ward ich schwarz für Alter ganz,
Und weg ist aller Glitz und Glanz.
Da haben sie mich denn zuletzt
Veracht’t und schmählich abgesetzt.
Meinthalb! So ist der Welt ihr Lauf,
Jetzt tun sie einen andern ’nauf.
Stolzier, prachtier und dreh dich nur!
Dir macht der Wind noch andre Cour.
Ade, o Tal, du Berg und Tal!
Rebhügel, Wälder allzumal!
Herzlieber Turm und Kirchendach,
Kirchhof und Steglein übern Bach!
Du Brunnen, dahin spat und früh
Öchslein springen, Schaf’ und Küh,
Hans hinterdrein kommt mit dem Stecken,
Und Bastes Evlein auf dem Schecken!
- Ihr Störch und Schwalben, grobe Spatzen,
Euch soll ich nimmer hören schwatzen!
Lieb deucht mir jedes Drecklein itzt,
Damit ihr ehrlich mich beschmitzt,
Ade, Hochwürden, Ihr Herr Pfarr,
Schulmeister auch, du armer Narr!
Aus ist, was mich gefreut so lang,
Geläut und Orgel, Sang und Klang…


Das berühmte Gedicht vom Cleversulzbacher Turmhahn
setzt sich noch über unzählige Verse fort und kann natürlich hier nicht ganz wiedergegeben werden.










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Minka ...



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...   Erstellt am 03.02.2008 - 07:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


liebe Angela!

Das hast du schön zusammengestellt. Danke.

In Cleversulzbach läutete eines Abends spät ein
Japaner und wollte vom Herrn Pfarrer eine Führung.
Notgedrungen machte er die Türe auf und liess den
Besucher ein in der Hoffnung, dass er auch bald
wieder ginge.
Im Museum angekommen sagte der japanische
Besucher den "Turmhahn" von vorne bis hinten
auswendig dem Herrn Pfarrer.

Dieser war froh, dass er dem späten Gast noch
Einlass gewährte, wurde er doch so reich
beschenkt.

Ingeborg





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Romi 



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...   Erstellt am 03.02.2008 - 09:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und ich bin ganz verrückt in den verrückten
Zwiebelkuchen von Angela Mörike




Angela ...



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...   Erstellt am 06.02.2008 - 09:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Ulrich Wickert


Die Tür öffnete sich, und ein junger Mann trug eine Suppenterrine herein, bot Jacques die Kelle an und ließ ihn von der hellen Vichyssoise zwei Löffel in seinen Teller schöpfen. Jacques liebte diese Kartoffel-Lauchsuppe, und kalt, wie sie hier angeboten wurde» paßte sie gut zum Klima. Hess probierte und machte jenes melodische Geräusch, mit dem Gourmets ihre Zufriedenheit andeuten. Der junge Mann verließ den Raum wieder.

Aus: Die Wüstenkönigin





Vichyssoise


Ein Richter fliegt nach Afrika, und schon ist er in Waffenhandel und den Kampf um Öl, Milliarden Dollar und Diamanten verwickelt, ohne auf den Genuß am vorzüglichen Essen verzichten zu müssen. Und wie gut tun in der Gluthitze der Tropen ein kühler Weißwein und eine kalte Suppe!

Zutaten:

500 g Kartoffeln, das Weiße einer Lauchstange, 2 Zwiebeln, 20 g Butter, Salz, Pfeffer, je 1 Messerspitze geriebene Muskatnuss und zerriebener Majoran,
1/4 l Fleischbrühe, 1/4 l Milch, 1/8 l Sahne,
2-3 Scheiben Weißbrot, Butter


Zubereitung

Kartoffeln, Lauch und Zwiebeln putzen, schälen und zerkleinern. Zwiebel und Lauch in der heißen Butter glasig dünsten, Kartoffeln, Gewürze und Fleischbrühe zugeben und in etwa 30 Minuten weich kochen. Abgießen, pürieren oder durchs Sieb streichen. Mit der Milch verrühren und kalt werden lassen. Dann abschmecken, mit der leicht geschlagenen Sahne verrühren und mit in etwas Butter gerösteten Brotwürfeln bestreuen.





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Angela ...



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...   Erstellt am 07.02.2008 - 12:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Thaddäus Troll

In einem unliebenswürdigen Gewand verbirgt sich ein delikater Kern. Sie schmecken hehlinge (=heimlich) gut, Außen pfui und innen hui, überspitzt ausgedrückt.
Zunächst künden die Maultaschen des Schwaben Vorliebe für Gebilde aus Mehl, für Papp, wie sich Nichtschwaben herabsetzend ausdrücken, was auf schwäbisch onomatopoetisch: Babb hieße.
Eine leichenfarbene Hülle aus Nudelteig entsagt jedem optischem Reiz und wirkt appetitzügelnd. Aber wie köstlich ist die reiche Fülle aus Bratwurstbrät, Schinken, Fleisch, Speck, Spinat, Zwiebeln, Eiern, Petersilie, Muskat und Majoran! Jede Hausfrau hat dafür ihr Spezialrezept. Diese Maultaschen schwimmen wie Wasserleichen in der Fleischbrühe. Oder werden mit Eiern überzogen, im Ofen gebacken. Oder mit Zwiebeln überschmelzt als blasse Wesen einem Kartoffelsalat beigelegt.

Thaddäus Troll



Maultaschen

Hackfloisch, Zwieble, Peitschestecke,
Wassergwoichte Doppelwecke,
Peterleng, Spinat ond Brät,
Älles durch die Fleischwolf dreht,
Oier drüber, Salz ond Pfeffer,
Geit a Toigle, geit en Treffer,
Grad für d’Nudelböda g’richt;
Und schao kriagt dui Sach a Gsicht!
Drufgschmiert, zuadeckt, toilt ond gschnitte.
Net lang gfacklet, maih ond ‚ditte,
Nei end Brüah ond ufkocht gschwend!
Selber schuld, wer’s Maul verbrennt!

Heinz Eugen Schramm

Lilly Urban schreibt dazu so schön:

Der Maultasche werden wahre Wunderwirkungen nachgesagt: beispielsweise heißt es, sie kitte Ehen, bzw. ließe gar nicht erst zu, dass diese überhaupt zu kriseln beginnen - vorausgesetzt, die schwäbische Hausfrau beherrscht die Kunst des Nudelteig Knetens, Rollens, Füllens, Kochens einwandfrei. Dann ist ihr die Bewunderung und Zuneigung des Gatten für alle Zeit gesichert.
So jedenfalls heißt es.

Kein schwäbisches Gericht ist so beliebt und bekannt, wie besagte Taschen und so hielt ich es für angebracht, mich - als gebürtige ( aber bekennende nicht-kochende ) Schwäbin- auf die Spuren des Mythos Maultasche zu begeben.

Ursprünglich galten die Taschen, wie auch die heute so beliebten Ravioli oder Pizzen, als "Arme Leute - Essen", denn alle Reste der vorhergehenden Tage, wie z.B. restliches Siedfleisch, hart gewordenes Brot oder altes Gemüse, konnten bei diesem Gericht noch mal auf wunderbare Weise vereint werden - ohne, dass es der Familie auffiel.

Heute gelten die Maultaschen längst als salonfähig. Gefüllt mit Wachtelfleisch, Kalbsbries oder Morcheln, stellen sie die edle Variante dar. Wie auch immer: es gibt nichts, was man nicht in diese Taschen einbauen könnte. Ganz nach dem Motto: "En de kloinschte Däschla, send oft de beschte Sächla.




Bildquelle





4 Scheiben Vollkorntoast
1 Zwiebel
1 Bund Petersilie
400 g Spinat, blanchiert
3 EL Pflanzenöl
Salz, Pfeffer,
etwas geriebene Muskatnuss
3 Eier
250 g Weizenmehl (Type 550)
30 ml Wasser
1 Eiweiß zum Bestreichen
3 Liter kochendes Salzwasser

Toast, Zwiebel, Petersilie und Spinat klein schneiden. In 2 EL Öl anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 1 Ei verquirlen und unter die Füllung mischen.

Aus Mehl, 2 Eiern, 1/2 TL Salz, Wasser und 1 EL Öl einen geschmeidigen Teig kneten. Falls er klebt, etwas Mehl zufügen. Teig halbieren. Beide Hälften auf einer bemehlten Fläche ausrollen.

Zwölf Portionen Füllung auf einer Teighälfte verteilen. Mindestens 1 cm breite Ränder freilassen. Diese mit Eiweiß bestreichen.

Zweite Teighälfte darüber legen. Ränder fest andrücken und Maultaschen ausrädeln.

Maultaschen in kochendem Salzwasser 10 Minuten bei mittlerer Hitze sieden lassen.



Dies war ein LeseKostwunsch von Delfin.





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Delfin ...



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SUPERLECKER!!! Tausend Dank liebe Angela





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Die Seele ernährt sich von dem,
worüber sie sich freut.

(Augustinus)

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