joefloki 

Status: Offline Registriert seit: 17.11.2005 Beiträge: 46 Nachricht senden | Erstellt am 25.11.2008 - 16:32 |  |
Folgendes lese ich gerade auf der Internetseite des ORF, ich stelle das ohne Kommentar hier ein:
Billige Hotels, teure Flüge
Die Krise erreicht das Urlaubsparadies.
Türkisblaues Wasser, herrliche Sandstrände, Palmen, so weit das Auge reicht, und luxuriöse Villen säumen die Küste von Punta Cana im Südosten der Dominikanischen Republik.
Doch der schöne Schein trügt: Die Strände der beliebten Urlaubsinsel bleiben leer, die Gäste lassen auf sich warten, die Finanzkrise hat nun auch die Karibik fest im Griff.
Bauprojekte gestoppt
Die Tourismusindustrie der Karibik ist durch die weltweite Finanzkrise schwer getroffen, die Bauarbeiten an zahlreichen Luxushotelanlagen mussten gestoppt werden.
Hunderte Bauarbeiter seien arbeitslos oder würden in ihre Heimat zurückgeschickt, berichtete die Nachrichtenagentur AP.
Von Armut bedroht
Erst Anfang November hieß es in der Abschlusserklärung des 18. Iberoamerikanischen Gipfels (SEGIB) in San Salvador, dass infolge der Krise in Südamerika und in der Karibik neun Millionen Menschen in die Armut abzurutschen drohen.
Chinesische Arbeiter heimgeschickt
Viele Arbeiter auf Cap Cana verbringen nun ihre Zeit damit, einen Job außerhalb der Tourismusbranche zu suchen, andere sind bereits in ihre Heimat zurückgekehrt.
Auf der Baustelle des Ritz-Carlton, einer nordamerikanischen Nobelhotelkette, wurden im Oktober 60 Chinesen entlassen, weil sie ihren ausstehenden Lohn eingefordert hatten. Zuvor waren bereits 160 chinesische Arbeiter aufgrund der finanziellen Lage nach Hause geschickt worden.
Wann das zu drei Vierteln fertiggestellte Luxushotel weitergebaut werden kann, bleibt ungewiss.
Fluglinien reagieren auf Krise
Die Folgen der Finanzkrise für die Tourismuswirtschaft der Karibik werden sich laut Experten aber erst dann wirklich zeigen, wenn die Wintersaison Mitte Dezember eröffnet wird. Dann nämlich fliehen die Touristen alljährlich aus den winterlichen Regionen in das sonnenverwöhnte Urlaubsparadies.
Doch schon jetzt verzeichnen Hoteliers in der Karibik Rückgänge bei Buchungen von 30 bis 50 Prozent. Die Fluglinie American Airlines, die den größten Teil der Passagiere auf die Dominikanische Republik befördert, musste bereits 44 Prozent der Flüge streichen.
"Last Minute" in die Karibik?
Wer sich also über niedrige Hotelpreise freut, sieht sich dagegen mit höheren Flugkosten konfrontiert. Abgesehen davon, dass angesichts der weltweiten Krise viele Menschen ihre Urlaubspläne überdenken werden.
Scott Berman, Tourismusberater für PricewaterhouseCoopers in Miami, sieht das ganze dennoch positiv: Wer Zeit habe und flexibel sei, werde heuer güngstige Last-Minute-Angebote in der Karibik finden.
Blasser Hoffnungsschimmer
Und es gibt auch unverbesserliche Optimisten in der Dominikanischen Republik: So plante die Hilton Hotels Corp. im September, als die Finanzkrise gerade ins Rollen kam, 17 neue Hotels in der Karibik, zusätzlich zu den bereits bestehenden 13.
Gregory Rockett, mit der Expansion der Hotelkette beauftragt, ist zuversichtlich, dass die neuen Hotels in den nächsten fünf Jahren gebaut werden können.
Signatur Joefloki
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