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Miguel ...
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...   Erstellt am 23.06.2006 - 06:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


La Barra - die exotische Ausgabe von Kampen
Uruguay: Wo sich der Sylt-Urlauber heimisch fühlt. Dünen, Galerien, Clubs und noble Strandcafés. Ist das hier wirklich ein Stück Südamerika?
Von Hauke Schrieber

Mit jedem Meter Richtung Norden werden die Hochhäuser im Rückspiegel kleiner. Eben noch zwischen den Hotelklötzen von Punta del Este, dem "Monte Carlo der Südhalbkugel". Jetzt für 15 Kilometer auf der Landstraße immer am Atlantik entlang. Vorbei an Dünenlandschaften, über eine Brücke, die die Form von Wellen hat, bis zu jenem Ort, der übersetzt "die Stange" bedeuten könnte. Oder aber auch "die Bar", was passender wäre.





La Barra, Uruguay. Vier Autostunden östlich der Hauptstadt Montevideo. Eine Straße, eine Handvoll Abzweigungen, die wenige Meter zum Ozean hinunterführen. Kleine, bunte Häuser, die zwei Geschosse selten überragen. Am Straßenrand parken Oldtimer neben nagelneuen deutschen Sportwagen.

Der Atlantik ist kühl, aber nicht so kalt wie in Argentinien. Deshalb kommen sie aus Buenos Aires mit der Fähre über den Rio de la Plata. Außerdem Urlauber aus Brasilien. Europäer kaum, Deutsche ganz selten. Dabei dürfte sich der Freund eines gepflegten Sylt-Urlaubes kaum woanders auf der Welt so heimisch fühlen wie hier. Das Meer ein Paradies für Wellenreiter. Die Dünen mit den Grasbüscheln. Die hübschen Häuser, mit akribisch gestutztem Rasen. Nur selten Reetdächer, dafür waghalsige Steinbauten direkt am Wasser - Architekten-Kunstwerke.

Überhaupt: Kunst. Jedes fünfte Haus eine Galerie. Einheimische arbeiten im Ausstellungsraum. Fremde Künstler kommen, um ihre Werke für ein paar Tage in einem der kleinen Häuser an der Straße aufzustellen. In der Regel Kunstmaler.

Auf jede Modeboutique kommen drei Bars, auf jeden der wenigen Souvenirläden drei Restaurants. Kaum zu glauben: Es gibt in La Barra keine schlechten Bars und keine Enttäuschungen beim Essen. Im "Splendido" sitzt man auf der Terrasse oder drinnen an langen Holztischen. Lateinamerikanische Live-Musik, offenes Feuer. Die saftigen Rindersteaks, der frischeste Fisch - zu Preisen, von denen man auf Sylt nur träumen kann. Zwei Personen, drei Gänge: Die Gäste müssen sich schon arg bemühen, um umgerechnet auf mehr als 50 Euro zu kommen. Man trifft sich zum Drink direkt am Atlantik, bei entspannter Musik, die nachts nur ein wenig lauter wird - denn das ist keine Partymeile. Die Hotels direkt am Meer: keine Klötze, selbst die großen. Das Bekannteste liegt oben im Hang, zwischen Bäumen versteckt - und ist die einzige Schwäche La Barras. Das "Mantra" ist pompös und unpersönlich.

Ganz anders das kleine Hotel "Le Club" direkt am Atlantik. Nur zehn Zimmer, alle in Blau und Weiß. Holzterrassen, ein vorzügliches Restaurant, Preise ab 100 Euro pro Nacht. In der eigenen kleinen Bucht sonnen sich junge Models, die regelmäßig im "Le Club" für Bademodekataloge fotografiert werden. Und dennoch: Es ist kein Ort, an dem sich Leute über 30 in irgendeiner Form deplaziert vorkämen.

Wer es zwischendurch etwas lebhafter braucht, mietet sich ein Auto und ist in einem halben Tag in Montevideo. Im Mercado del Puerto, der Markthalle unten am Hafen, kann man herrlich Steaks und Fisch essen, in den Bars der Ciudad Vieja, der Altstadt, das Ganze nachträglich hinunterspülen.

Auch die Weiterfahrt auf der Landstraße Richtung Westen lohnt sich. Vorbei an Feldern, die an Schleswig-Holstein erinnern, mit schwarz-weiß gescheckten Kühen, kommt man nach einem weiteren halben Tag in den kleinen Ort Colonia del Sacramento, wo die Besucher aus Buenos Aires anlegen. Kopfsteinpflastergassen, ein Leuchtturm, eine kleine Kirche. Von hier aus starten die "Buquebus"-Fähren über den Rio de la Plata nach Argentinien. Doch wer noch ein paar Tage das Sylt Südamerikas genießen will, dreht um und fährt zurück nach Osten. Bis La Barra.



Quelle Hamburger Abendblatt

[Dieser Beitrag wurde am 23.06.2006 - 06:43 von Miguel aktualisiert]





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ich bin Uruguayaner und habe 15 Jahre in Deutschland gelebt.

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...   Erstellt am 23.06.2006 - 13:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Klasse Werbung für UY
liest sich wirklich gut.





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