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nalbi ...
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...   Erstellt am 26.11.2006 - 12:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Guten Tag,
entsprechend der Familientradition v. Stein habe ich mehrere Vornamen, biete hier allen,
die mich persönlich ansprechen wollen,
"Enno" an;

bin zum Cello gekommen "wie die Jungfrau zum Kind" , d. h. mehr oder weniger zufällig. Hatte immer schon eine Grundneigung dazu, mal ein Streichinstrument auszuprobieren. Bin Anfänger mit z. Z. (noch) relativ schlechtem (ersteigertem!) Instrument und eklatant geringem Können.

Rein amateurhaft musiziere ich zur Entspannung, so aus "Jux und Dollerei" - nur zu meiner Freude und ganz ohne jede (verkrampfte) Leistungsambition und ohne Anspruch auf Perfektion...
Was nicht bedeutet, dass ich Perfektionisten - gerade beim Cello - nicht schätze (aber meine persönlichen Leistungsgrenzen sind wohl eher eng...).

Beruflich bin ich Freiberufler, ich studierte verschiedene Fächer.

An Musik liebe ich a) moderne Musik (z. B. Swingstücke v. Rod Stuart, aber auch Elton John, Robbie Williams oder "Beat-Klassiker" wie The Beatles, b) primär im "Klassischen Bereich" schätze ich alles an Barock-Musik, z. B. von Händel - gerne höre ich auch Bach und natürlich Mozart besonders c)liebe auch Chopin als (für mich!) modernen Komponisten.

Lieblingsmusiker:
Klavier: Barenboim und Lang Lang, Violine: Anne Sophie Mutter, Cello: Jaqueline du Pré (leider verstorben!)

Lieblingssängerinnen:

Cecilia Bertoli (Itatlien), Angelika Kirchschlager (Österreich)

Bin ein erklärter Gegner der von mir so qualifizierten "Pseudo-Moderne" ,wozu ich 12-Ton-Musik und nahezu alles von A. Schönberg zähle (dazu ist mein Gehör zu sensibel, um dies als Genuss für mich persönlich gelten zu lassen).

Musikerfahrung besitze ich mit Akustik- und E-Gitarre (35 Jahre) sowie mit Klavier (spiele einen C-3-Yamaha-Flügel, aber rein amateurhaft ....).

Finde dieses Forum interessant - aber sicher noch entwicklungsfähig!

Ich grüße alle!

Enno v. Stein (nickname: Nalbi)

P.S.: Mein Wahlspruch für das eigene Musizieren lautet:

"Per aspera ad astra"
(Über raue Wege zu den Sternen)

[Dieser Beitrag wurde am 08.01.2007 - 12:51 von nalbi aktualisiert]




thanatar ...
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...   Erstellt am 28.11.2006 - 15:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ich persönlich finds gut, wenn sich leute noch als erwachsene dazu entschließen, ein instrument zu lernen. zwar verspüre ich den unwiderstehlichen drang, kundzutun, dass über deinen musikgeschmack die nase rümpfte (nimm's bitte nicht persönlich), aber geschmäcker sind nun mal unterschiedlich ich hoffe, du wirst viel spaß beim cello spielen haben, den haben wir hier nämlich alle!


eine kleine sache noch, um dich in zukunft vor peinlichkeiten zu bewahren: ich weiss nicht, ob es bloss ein satzbaufehler oder ähnliches war, aber mozart ist leider nicht barock, sondern (wiener) klassik!





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nalbi ...
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...   Erstellt am 28.11.2006 - 20:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi, thanatar,
danke für Dein Posting zu meiner Kurzvorstellung. Klar, mein hier "geouteter" Musikgeschmack ist sicher nicht jedermanns Sache, muss auch nicht sein. Wäre auch verdammt langweilig.....

Gestehe jedem zu, die "Nase zu rümpfen" über den einen oder anderen Komponisten, den ich gerne höre -das tue ich übrigens auch, wenn ich für mich unangenehmen "Tonsalat" höre.

Allerdings geht meine Toleranz so weit, jedem zuzugestehen, dass er ein individuelles Gehör und dazu eigene Emotionen entwickeln kann, die sich meiner Beurteilung völlig entziehen. Also, über den individuellen Musikgeschgmack anderer rümpfe ich die Nase nicht (nur wenn der Musikgeschmack mir bzw. meinem Gehör aufgezwungen würde...).

Deine Korrektur betr. "Barock" ist musikhistorisch und von der Systematik her völlig richtig, aber ich persönlich zähle Mozart noch zu den (letzten) eher barocken als "moderneren nach-barocken" Komponisten.

Der Begriff "Barockmusik" ist mussikwissenschaftlich klar feststehend, ich interpretiere ihn aber subjektiv anders. Darüber darf man dann gerne auch die Nase rümpfen, bitte sehr Mir ist das aber ziemlich wurscht

So nehme ich mir auch die Freiheit, z. B. die "Pseudo-Moderne" für mich naserümpfend zu qualifizieren. Es ist doch schön, dass wir nicht alle gleich sind - oder?
In diesem Sinne - Respekt vor dem anderen Musikgeschmack!
Nalbi




thanatar ...
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...   Erstellt am 29.11.2006 - 06:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


natürlich respektiere ich deinen musikgescmack, und will dich auch nicht in irgend einer weise angreifen. mich hat bloß robbie williams überrascht, der überhaupt nicht in die reihe passt. weiterhin bin ich kein freund lang langs, aber, wie gesagt, die geschmäcker sind verschieden, und man kann sich trotzdem gut verstehen!





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nalbi ...
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...   Erstellt am 29.11.2006 - 10:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi, thanatar, klar, so halten wir`s:

Jeder nach seinem Geschmack.

Und dennoch vereint alle Musiker letztlich doch die Freude an der Musik und das "Selbstmachen" und eben nicht nur "Berieselnlassen "- wie es die meisten Mitmenschen heute praktizieren!

Zu "Robbie Williams" magst Du in der Beurteilung richtig liegen, er passt tatsächlich nicht so recht in meine Musiklinie. Aber ich finde zwei CD`s von ihm mit gut gemachten, swingenden Titeln recht ansprechend.

Was ich übrigens vergaß und unbedingt zur Vervollständigung meines vielleicht "exotischen" Musikgeschmacks hinzufügen muss:

a) Klassik/Romantik: Haydn, insbesondere sein Violoncellokonzert Nr. 1 in C-DUR gefällt mir super (habe es leider noch nie als Originalkonzert erlebt); schätze die emi-CD mit der Solistin Jaqueline du Pré sehr (enthält auch das D-Dur-Konzert - empfehle ich jedem Celloliebhaber, wer`s noch nicht hat).

b) Moderne U-Musik: Eros Ramazotti läuft bei mir vorwiegend als sommerliche Cabriomusik - ich schätze ihn als begabten Unterhaltungsmusiker und spiele hin und wieder mal ein Stück von ihm auf dem Klavier....

Viel Erfolg, thanatar, nochmals für Dein in Kürze anstehendes, anspruchsvolles Konzert auf Schloß Burg an der Wupper im Dezember! Ich möchte insgeheim Dein jugendliches Alter mit entsprechenden Fähigkeiten haben und frisch in die Musik einsteigen...toll, was Du machst!
Nalbi

[Dieser Beitrag wurde am 30.11.2006 - 10:52 von nalbi aktualisiert]




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...   Erstellt am 01.12.2006 - 17:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


eines der haydn konzerte haben wir mal im orchester gespielt, welches weiss ich nicht mehr. ich muss dir in sofern recht geben, als dass das solo-cello zu spielen eine menge freude bereitet. zwar kann ich haydn nicht ausstehen (klassik allgemein), weil es mir einfach nicht großatig genug klingt (ich bevorzuge dinge wie chopin, oder mussorgsky [hach, war das toll, endlich mal bilder einer ausstellung auf klavier spielen zu können ]) aber es macht für den solo-cellisten einen riesenspass, haydn u.ä. zu spielen.
als orchester-cellist sieht das gaaanz anders aus: man hat i.d.R. langweilige stimmen, die von As und Ds und Es platzen, alle im selben achtel rhytmus dahergespielt. Bei Beethoven hingegen (eigentlich der einzige klassische komponist, der mir sehr gefällt) wird das anders.
auf dem klavier haydn zu spielen macht mir einfach keinen spaß, allein aus dem klanglichen grund, den ich bereits erwähnt habe. ich will beim klavier große pedal- und oktaveinsätze haben, bei denen das instrument erzittert und bei denen nicht nur das publikum, sondern auch der musiker einfach nur hingerissen sind.
du schätzt wahrscheinlich das technische, klare spiel bei der klassik, was zwar auch in der romantik vorkommt, allerdings in anderer form.

sonst danke ich dir natürlich für die glückwünsche; ich werde mich anstrengen und ich bin mir sicher, dass ich's gut meistern werde!





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...   Erstellt am 01.12.2006 - 19:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gut, thanatar, Haydn und Chopin (ich schätze beide sehr) sind teils sicher gegensätzlich. Bei Chopin erzittert natürlich das Klavier in einer völlig anderen Dimension, wie wahr!
Ich verstehe sehr gut, dass bei Dir, dem "jugendlichen Stürmer", die Prioritäten anders laufen als bei mir dem etwas ruhiger gewordenen "Klar-Klang-Genießer".

Aber das Cello-Solo beim Haydn-C-Dur-Konzert ist für mich ein Paradebeispiel des klassischen Cellospiels - insofern wirklich großartig und (im Hinblick auch auf schnelle Wechsel usw.) schon anspruchsvoll und für mich ein Genuß!

Zu Deinem Solo am 9.12. auf Schloß Burg: Super, dass Du so selbstsicher bist, denn bei viel Lampenfieber und Selbstzweifeln "hakt" es auf der Bühne nur zu schnell - und das Konzert ist gelaufen...
Ich habe selbst nur sporadisch und ausgesprochen amateurhaft vor Publikum gespielt (Gitarre), hatte einmal einen "Blackout" und konnte mich nur mühsam, dennoch erfolgreich aus der Affäre ziehen. Da ist dann die Improvisationskunst gefragt.....wer die nicht hat, kann schnell "einpacken"
Es grüßt bestens!
Nalbi




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...   Erstellt am 01.12.2006 - 22:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


so etwas ähnliches ist mir mal auf dem klavier passiert... man muss sagen, es war schlicht und einfach das schlimmste instrument, das mir je untergekommen ist (wenn man mal von einem instrument, das offen für alle in einem französischen park stand absieht). erstmal war es 10 centimeter zu hoch, weil es auf rollen stand, die beim bau nicht eingeplant waren --> pedal war sehr schwer zu erreichen. dann war es verstimmt, einige tasten hakten, andere gingen gar nicht. dann bin ich bei einer bach fuge extrem raus gkommen, dass ich sie um die hälfte kürzen musste. bei einer brahms rhapsodie lief dann ein lauf nicht, denn ich dann aus wut so oft gepsielt hab, bis der lief (zum glück warn das nur n paar töne, der lauf war wichtig, und beim 3. mal hats geklappt).
was die nervösität betrifft: unterschätze NIEMALS die macht der gedanken und vorstellungen. im psychologieunterricht haben wir sehr makabere beispiele gehabt: ein mann hat sich, nachdem er zu 2 jahren freiheitsstrafe verurteilt wurde, sprichwörtlich zu tode geschämt und ist, obwohl er kerngesund war, am selben tage gestorben. asiatische mönche und andere geistliche stoßen sich schwerter seitlich durch den mund, ohne schmerz zu empfinden. weil sie fest daran glauben, es wird ihnen nicht wehtun. lauter solche dinge, z.T. echt gruselig. genauso verhält es sich mit guten gedanken, oder, wie der zeitlebends kränkelnde philosoph immanuel kant sagte: "ich tu so, als ob mich meine beschwerde nichts angingen"
das einzige, was man davon abgesehen tun kann, ist das stück sprichwörtlich im schlaf zu beherrschen.
ich weiss nicht, ob du das kennst, wenn man spielt udn geht seinen gedanken nach, achtet man nicht auf das spiel, das technisch auf einmal, auch wenn mans nicht merkt, hervorragend wird und fehlerfrei abläuft. irgendwann kommt man wieder zu sich und mekrt, dass man schon fast am ende angekommen ist. ob so eine trance dem klang schadet, weiss ich nicht, da man sich in der trance selbst nicht spielen hört. so aber muss man das stück können, mit eselsbrücken um sich irgendwas zu merken macht man sich nur nervös und es geht in die hose.





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...   Erstellt am 01.12.2006 - 23:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Verstehe sehr gut, was Du meinst, thanatar!

Es ist neurobiologisch und psychologisch äußerst interessant, die (auch körperlichen) Vorgänge zu untersuchen und zu beschreiben, die sich beim Musizieren abspielen!

Wir wissen alle als Musiker, dass sich beim Routinier die Finger z. B. sozusagen selbstständig machen und das Geübte ("im Schlaf") reproduzieren können.
Das geht dann nicht mehr über das Bewusstsein, kann es auch gar nicht, denn die Nervenleiter sind oft nicht so schnell wie das Stück (z. B. mit Sechzehntel) es erfordert.

Ich kenne das. Aber, bei mir ist es so, wenn ich etwas routiniert spiele, bin ich mit den Gedanken durchaus bei der Musik (kann mich aber auch dabei kurzzeitig bzw. belanglos sogar unterhalten). Wenn ich aber massiv gestört werde, also das Bewusstsein richtig "ins Spiel" kommt, dann läufts nicht mehr gut, dann verspiel ich mich.

Eine andere, noch viel routiniertere Ebene ist sicher der von Dir angesprochene "Trance-Zustand", den ich so nicht kenne. Kann mir aber vorstellen, dass es so sein kann.




CelloCharlie 
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...   Erstellt am 24.01.2008 - 22:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


thanatar schrieb

    mozart ist leider nicht barock, sondern (wiener) klassik!


also klassik stimmt meines wissens nach nur teilweise, er lebte im spätbarock(oder rokoko) und komponierte zum schluss seines lebens im stile der frühklassik... belehrt mich bitte falls ich daneben liege

lg





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