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Minotaurus  Hausherr und Gastgeber
    

Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2008 - 18:31 |  |
27. Januar 1972 / † Mahalia Jackson
Mahalia Jackson (* 26. Oktober 1911 oder 1912 in New Orleans, Louisiana, USA; † 27. Januar 1972 in Evergreen Park nahe Chicago, Illinois, USA) war eine US-amerikanische Gospelsängerin und gilt weltweit als eine der besten Sängerinnen in der Geschichte der Gospelmusik.
Mahalia Jackson wuchs in New Orleans auf und begann in einer Baptistenkirche zu singen. 1928 zog sie nach Chicago, um mit den Johnson Brothers, einer der ersten professionellen Gospelgruppen, aufzutreten.
Als die Johnson Brothers sich Mitte der 1930er Jahre auflösten, begann Jackson ihre Solokarriere 1937 mit einem Vertrag bei Decca Records. Das Resultat, "God's Gonna Separate the Wheat from the Tares", war von mäßigem Erfolg, aber Jackson wurde ein populärer Konzertgast. Sie machte eine Aufnahmepause bis 1946, als sie mit Apollo Records einen Vertrag abschloss und veröffentlichte mehrere heute hochgeschätzte Singles, die sich damals jedoch schlecht absetzten. "Move on up a Little Higher" (1948) wurde allerdings ein sehr großer Erfolg, und die Geschäfte vermochten die starke Nachfrage kaum zu befriedigen. Jackson wurde sowohl in den USA und bald darauf in Europa berühmt. "I Can Put My Trust in Jesus" (1952) gewann einen Preis der Französischen Akademie, während "Silent Night" in Norwegen die bestverkaufte Single wurde. Sie begann eine Rundfunkserie auf CBS und schloss 1954 einen Vertrag mit Columbia Records. Mit ihrem Massenerfolg kam es zu einer Reaktion von Gospel-Puristen, die ihr vorwarfen, ihren Sound zugunsten der Popularität verwässert zu haben. Umfangreiche Europa-und Welttourneen von 1952, 1961, 1964, 1967, 1968, 1971 brachten sie nach Stockholm, Paris, Hamburg, Berlin, Frankfurt, München, Zürich, Tel Aviv, Rom, Antibes, London, Tokyo und andere Orte. Im deutschen Fernsehen trat sie 1967 in einer Eurovision-Sendung zum Start des Farbfernsehens in der BRD (Galaabend der deutschen Schallplatte) mit anderen internationalen Stars auf, wo man ihr schon die chronische Krankheit ansah. Des Weiteren trat sie in Filmen wie St. Louis Blues,Imitation of Life und The Best Man auf.
Die Karriere Jacksons verlief Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre weiter erfolgreich; sie machte Aufnahmen mit Duke Ellington (Black, Brown and Beige), sowie Percy Faith und trat 1958 beim Newport Jazz Festival auf. In der berühmten Schlussszene von Douglas Sirks Film Solange es Menschen gibt sang sie Trouble to the world. Sie sang beim Amtsantritt John F. Kennedys 1960, beim March on Washington for Jobs and Freedom und später auch bei Martin Luther Kings Bestattung. In den späten 1960er Jahren verlor sie an Kraft und Popularität. Sie beendete ihre Karriere 1971 im Ausland mit einem Konzert in Deutschland (München) und starb 1972 mit 60 Jahren nach mehreren Herzinfarkten und dem daraus resultierenden rapiden Gewichtsverlust an Herzversagen.
Bekannte Songs:
- Abide With Me
- Amazing Grace
- Bless This House
- Come On Children Let's Sing
- Didn't It Rain?
- Elijah Rock
- Go Tell It On The Mountain
- God Put A Rainbow In The Sky
- Great Gettin' Up Morning
- Holding My Saviours Hands
- How Great thou Art
- How I Got Over
- I found The Answer
- In The Upper Room
- Joshua Fit The Battle Of Jericho
- Just As I Am
- Lord, Don't Move The Mountain
- Movin on Up A Little Higher
- Oh Happy Day
- O Little Town of Bethlehem
- Remember Me
- Roll Jordan, Roll
- Silent Night, Holy Night (Stille Nacht, heilige Nacht)
- Somebody Bigger Than You And I
- Summertime/ Sometime I Feel Like A Motherless Child
- Tell The World About This
- The Upper Room
- There Is A Balm In Gilead
- To Me It's Wonderfull
- Trouble Of The World
- We Shall Overcome
- What Child is This
- When The Saints Go Marching In / Down By The Riverside
Quelle der Auszüge: Wikipedia
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(Marcel Reich-Ranicki) |
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Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden | Erstellt am 28.01.2008 - 02:25 |  |
28. Januar 1956 / * Peter Schilling
Pierre Michael „Peter“ Schilling (* 28. Januar 1956 in Stuttgart) ist ein deutscher Sänger, der vor allem in den 1980er Jahren Erfolg hatte. Er lebt heute in München und ist weiter als Musiker, aber auch als Buchautor tätig.
Schilling zählt zu den kommerziell erfolgreichsten Künstlern der Neuen Deutschen Welle. Mit seinem Titel „Major Tom (völlig losgelöst)“ war er in vielen europäischen Ländern die Nummer 1 der Charts. In der Bundesrepublik Deutschland führte der Titel 1983 für acht Wochen die Hitlisten und war die meistverkaufte Single des Jahres. Nachfolgende Titel mit ähnlichem Strickmuster (Die Wüste lebt, Terra Titanic, Hitze der Nacht) reichten an diesen Erfolg nicht mehr heran. Die englische Version von „Major Tom“ wurde auch in den USA ein Hit. Dort konnte er auch 1989 mit dem Titel „The Different Story“, der in Zusammenarbeit mit Hubert Kah und Michael Cretu entstanden war, einen Disco-Hit landen.
Peter Schillings Lieder handeln sehr oft von Science Fiction-Themen wie die Zukunft des Planeten Erde oder Raumfahrt.
Und sie handeln von diversen Literaturrätseln bei KUNST-WERK! (Anmerkung vom Mino)
Quelle der Auszüge: Wikipedia
Hier der Link zu seiner Webseite (mit Hörproben):
http://www.peterschilling.com/
Und hier geht´s zu "Major Tom:"
http://www.youtube.com/watch?v=5w7LqnzJmWg (Deutsche Version)
http://www.youtube.com/watch?v=F-f8OsHVAEc (Englische Version)
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Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden | Erstellt am 29.01.2008 - 02:29 |  |
29. Januar 2005 / † Ephraim Kishon
Ephraim Kishon (hebr. אפרים קישון; * 23. August 1924 in Budapest, Ungarn; † 29. Januar 2005 in Meistersrüte (Appenzell Innerrhoden), Schweiz, eigentlich Ferenc Hoffmann ) war ein israelischer Satiriker ungarischer Herkunft. Er gilt als einer der bedeutendsten Satiriker des 20. Jahrhunderts.
Kishon lebte und arbeitete als Journalist, Schriftsteller und Regisseur (Theater, Film) in Israel und Appenzell (Schweiz). Sein Schwerpunkt lag in der humoristischen Darstellung der israelischen Alltagsrealität und seines Familienlebens. Er schrieb zumeist Kurzgeschichten, aber auch Theaterstücke und Drehbücher.
Kishon war ab April 2003 in dritter Ehe verheiratet mit Lisa Witasek. Seine erste Ehe mit Eva (Chawa, geb. Klamer; Sohn Rafael) wurde geschieden und er heiratete in zweiter Ehe Sara (geb. Lipovitz, † 2002), die im deutschen Sprachraum als „die beste Ehefrau von allen“ bekannt wurde. Sohn Amir und Tochter Renana wohnen in Tel Aviv.
Kishon wurde in einer ungarisch-jüdischen Familie in Budapest geboren und wuchs dort auch auf. Er sprach in seiner Jugend weder Hebräisch noch Jiddisch. Kishons Vater Dezső war Bankdirektor, seine Mutter Erzsébet vormals dessen Sekretärin. Er hatte eine Schwester, Agnes.
Seine Begabung wurde schon recht früh erkannt. So erlangte er 1940 den 1. Preis des ungarischen Novellenwettbewerbs für Mittelschüler. Wegen der Rassengesetze wurde ihm das Studium an einer Hochschule verwehrt, so dass er 1942 eine Ausbildung zum Goldschmied begann.
1944 wurde Kishon in ein Konzentrationslager nach Polen deportiert. Er überlebte, da ihm im letzten Kriegsjahr 1945 auf dem Weg ins Vernichtungslager Sobibor die Flucht gelang. Ein Großteil seiner Familie aber kam in den Gaskammern von Auschwitz ums Leben.
1948 machte er sein Diplom als Metallbildhauer und Kunsthistoriker. Wegen der Kommunisten folgte im Mai 1949 die Auswanderung mit einem Flüchtlingsschiff nach Israel. Hier wurde sein Name Kishont, ein Name, den er sich zugelegt hatte, weil er im kommunistischen Ungarn weniger bürgerlich klang, in Kishon geändert (Kis-Hont ist ungarisch für „kleiner Hont“, wobei Hont ein verbreiteter ungarischer Nachname ist).
Eine Anekdote, die auch in seinen Büchern vorkommt, beschreibt, wie er zu seinem späteren Namen kam: Ein Beamter stutzte diesen bei der Abwicklung der Einreiseformalitäten kurzerhand auf Kishon. Den Vornamen Ferenc ersetzte der Mann mit der lakonischen Bemerkung „gibt es nicht“ durch „Ephraim“.
Bereits 1952 begann er in hebräischer Sprache in der Zeitung Ma’ariv, der größten Tageszeitung in Israel, unter dem Namen Chad Gadja („Lämmchen“) eine tägliche Kolumne zu schreiben. Diese tägliche Glosse betreute er 30 Jahre lang. 1953 wurde Der Schützling im Nationaltheater Habimah von ihm aufgeführt. 1959 wählte die New York Times sein Look Back Mrs. Lot („Drehen Sie sich um, Frau Lot“) zum „Book of the Month“. Damit begann Ephraim Kishons internationale Karriere.
Die Weltauflage seiner Bücher liegt bei 43 Mio. (davon 33 Mio. in deutscher Sprache). Auf Hebräisch sind ca. 50 Bücher, im Deutschen etwa 70 Bücher erschienen (viele Zusammenstellungen von bereits erschienen Geschichten); weltweit etwa 700 Bücher in 37 Sprachen. Kishons Filme wurden zweimal für den Oscar nominiert (Schlaf gut, Wachtmeister und Sallach) und seine Filme wurden – neben einer Reihe von anderen Auszeichnungen – dreimal mit dem Golden Globe bedacht.
Weltweit bekannt sind die Familiengeschichten, Kishons meistverkauftes Buch. Es ist, abgesehen von der Bibel, auch das meistverkaufte Buch in hebräischer Sprache. Sein im deutschen Sprachraum wohl bekanntestes Werk ist die Bürokratie-Satire Der Blaumilchkanal.
Großen Anteil an dem Erfolg im deutschen Sprachraum hat der österreichische Schriftsteller und Theaterkritiker Friedrich Torberg, der bis zu seinem Tod im Jahre 1979 die Bücher Kishons aus dem Englischen ins Deutsche übersetzte. Nach 1979 schrieb Kishon selbst auf Deutsch oder wurde von Gerhard Bronner übersetzt.
Viele Ausgaben von Kishons Büchern sind mit Illustrationen des 1923 geborenen österreichischen Zeichners und Karikaturisten Rudolf Angerer ausgestattet (signiert mit RANG).
Zielscheibe von Kishons Satiren waren neben den kleinen Ärgernissen des Alltags vor allem die Bürokratie und die große und kleine Politik, speziell die in Israel. Daneben war der Kunsthistoriker Kishon seit seinem Theaterstück Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht (1965) ein scharfer Kritiker der modernen Kunst und des dazugehörigen Kunstmarktes. Für die TV-Verfilmung dieses Stückes fertigte Kishon in satirischer Absicht sogar eigene Kunstwerke nach moderner Manier an. In dem Essay Picasso war kein Scharlatan (1985) und später in seinem Buch Picassos süße Rache (1995) vertiefte er, ausgehend von einer Feststellung Pablo Picassos, seine Kritik. Wenngleich er dabei an einigen Künstlern wie etwa Joseph Beuys oder Andy Warhol kein gutes Haar ließ, betonte er ausdrücklich, dass er nicht alle modernen Kunstwerke, sondern nur deren Überhöhung durch die Kunstkritik ablehne.
Weniger bekannt ist, dass Kishon auch einer der weltbesten Billardspieler (Carambolage) war und viele internationale Turniere gewann. Auch Schach gehörte zu seinen Hobbys. 1990 wurde ein nach ihm benannter Schachcomputer mit Sprachausgabe, der Kishon Chesster, auf den Markt gebracht.
Nach dem Tod seiner Frau Sara 2002, der „besten Ehefrau von allen“, heiratete Kishon im Februar 2003 die österreichische Schriftstellerin Lisa Witasek.
Ephraim Kishon starb am 29. Januar 2005 an einem Herzanfall; noch am Vorabend seines Todes gab er den Stuttgarter Nachrichten ein vielbeachtetes, ausführliches Interview.
Sammlungen von Satiren:
* Arche Noah, Touristenklasse, satirische Kurzgeschichten, 1963, ISBN 3-499-26512-5
* Drehn Sie sich um, Frau Lot!, satirische Kurzgeschichten, 1962, Weltbild Verlag, Augsburg 2004, ISBN 3-89897-108-2
* Der seekranke Walfisch, satirische Kurzgeschichten, ISBN 3-404-12432-4
* Wie unfair, David, 1969
* Der Blaumilchkanal, satirischer Roman, ISBN 3-423-20203-3
* Nicht so laut vor Jericho, 1970
* Salomos Urteil, Zweite Instanz
* Kein Applaus für Podmanitzki
* Kein Öl, Moses?, 1974
* Paradies neu zu vermieten, 1979, ISBN 3-404-12786-2
* Kishons beste Geschichten, 1980, ISBN 3-7766-0453-0
* Kishons beste Autofahrergeschichten, 1985, ISBN 3-404-14474-0
* Mein Freund Jossele
* Abraham kann nichts dafür
* Picasso war kein Scharlatan. Randbemerkungen zur modernen Kunst, 1986, ISBN 3-7844-2102-4
* Total verkabelt, 1989, ISBN 3-404-12742-0
* Picassos süße Rache. Neue Streifzüge durch die moderne Kunst, 1995, ISBN 3-7844-2453-8
* Auch die Waschmaschine ist nur ein Mensch, 2001 (Deutsche Übersetzung), ISBN 3-404-14623-9
* Der Schachcomputer. Gegner und Freund.
* Kishon für Österreicher, 2005, ISBN 3-7844-2988-2
* ...und was machen wir am Nachmittag?, erzählt humorvoll über das kleine Land Israel
* Hogy volt?, (dt. Wie war das nochmal?)
* Wer´s glaubt, wird selig (Politische Satiren), 1. Auflage 2000 (Langen Müller), ISBN 3-7844-2792-8
* Kishon´s schönste Geschichten für Kinder, ISBN 3-85001-338-3
* Nichts zu lachen, Autobiographie
Romane:
* Der Fuchs im Hühnerstall, satirischer Roman, 1969, der Roman erzählt die Geschichte eines Politikers, der ein Dorf umkrempeln will.
* Der Glückspilz, satirischer Roman auf die moderne Mediengesellschaft, Langen Müller Herbig, 2003, ISBN 3-404-14816-9
* Mein Kamm, satirischer Roman auf Massenbewegungen, insbesondere den Nationalsozialismus, 1997, ISBN 3-404-14248-9
Theaterstücke (Auswahl)
* Der Schützling (engl. Originaltitel: His Friend at Court), 1953
* Schwarz auf Weiß. Ein satirisches Märchenspiel in drei Akten (engl. Originaltitel: Black on White), 1956
* Kein Wort zu Morgenstern (engl. Originaltitel: Not A Word to Morgenstern), 1959
* Der Trauschein (engl. Originaltitel: The Licence; Deutsch von Helmut Castagne), 1961
* Sie und Er (engl. Originaltitel: He and She), 1963
* Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht (engl. Originaltitel: Unplug, the Water is Boiling), 1965
* Der Betrüger (engl. Originaltitel: The Swindler), 1967
* Es war die Lerche (engl. Originaltitel: It was the Lark), 1974
* Sallah Shabati, 1988
* Es war die Nachtigall, 1989
* Der Vaterschaftsprozess des Josef Zimmermann, 1998
* Wo der Pfeffer wächst (engl. Originaltitel: The Fith Column)
Filme (Auswahl)
* Sallah Shabati oder Tausche Tochter gegen Wohnung (1964)
* Ervinka (1967)
* Der Blaumilchkanal (1969)
* Schlaf gut, Wachtmeister! (1970)
* Der Fuchs im Hühnerstall (1978)
* Der Trauschein (1983)
* Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht (1985)
Auszeichnungen:
* 1953 - Nordau-Literaturpreis, Israel
* 1958 - Sokolov-Preis, Israel
* 1966 - Medaillon des bulgarischen Schriftstellerverbandes
* 1970 - Herzl-Preis, Israel
* 1970 - Jabotinsky-Preis
* 1978 - Orden wider den tierischen Ernst (2002 nach Disput mit Norbert Blüm zurückgegeben)
* 1984 - Neumann-Preis
* 1984 - Karl-Valentin-Orden
* 1984 - Shalom-Aleichem-Literatur-Preis, Israel
* 1988 - Goldenes Schlitzohr
* 1996 - Österreichischer Staatspreis für Kunst und Literatur
* 1998 - Großer Literaturpreis von Ungarn
* 1999 - Bialékpreis, Israel
* 1999 - Ungarischer Staatspreis für Literatur
* 2001 - Münchhausen-Preis
* 2002 - Israel-Preis
* 2004 - DVD Champion - Lifetime Achievement Award für sein Lebenswerk
* ???? - Bruder Eulenspiegel
Quelle der Auszüge: Wikipedia
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(Marcel Reich-Ranicki) |
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Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden | Erstellt am 02.02.2008 - 01:02 |  |
2. Februar 1942 / * Graham Nash
Graham Nash (* 2. Februar 1942 in Blackpool, England) ist ein Sänger und Songwriter, der in den 1960ern mit den Hollies in England äußerst erfolgreich war.
Graham Nash wuchs in Manchester auf. In der Schule traf er im Alter von fünf Jahren Allan Clark, der schnell sein bester Freund wurde. Sie sangen zusammen im Schulchor und gründeten in den 1950ern ein Skiffle-Duo namens Two Teens, das sich später in The Levins und dann in The Guytones umbenannte.Zu dieser Zeit hatten sich beide Guytone-Gitarren besorgt. Zu frühen Rock ’n’ Roll-Zeiten nannten sie sich dann Ricky and Dane Young. Aus einem Zusammenschluss der Bands Fourtones, in der die Beiden zu dieser Zeit spielten, und The Deltas wurde 1962 dann das erste Line-Up von The Hollies.
Nash wechselte bei den Hollies von der Rhythmus-Gitarre zum Gesang und wurde schnell zu einem der Haupt-Songwriter der Gruppe.
Crosby, Stills and Nash (and Young):
1968, nach einem Besuch in Amerika, wo er David Crosby in Laurel Canyon kennen gelernt und mit Drogen Erfahrungen gesammelt hatte, verließ Nash die Hollies auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs, um mit David Crosby und Stephen Stills die Band Crosby, Stills and Nash zu gründen. Graham Nash ist für einige der erfolgreichsten und bekanntesten Titel der Band verantwortlich: Teach Your Children, Just a Song Before I Go und Wasted on The Way.
Solokarriere:
1971 erscheint sein erstes Soloalbum Songs for Beginners. 1972 singt er mit David Crosby die LP Graham Nash/David Crosby-LP ein, die bis auf Platz #4 in den US-Billboard-Charts steigt. [1] Mit Neil Young singt er die Single War Song ein.
1974 erscheint Nashs zweites Soloalbum Wild Tales. Mit Crosby zusammen arbeitet er nach dem Ende von Crosby, Stills and Nash als Duo weiter. Crosby & Nash veröffentlichen zwei Studioalben und eine Live-LP. Zwischendurch gab es immer wieder einzelne Konzerte von Crosby, Stills and Nash bzw. Crosby, Stills, Nash and Young.
Ende der 1970er trennt er sich von David Crosby, der damals unter massiven Drogenproblemen litt. Aus dem letzten geplanten Album wurde schließlich Nashs drittes Soloalbum Earth & Sky (1980).
Anfang der 1980er beteiligt er sich an einigen Reunion-Shows mit Stills und Crosby, sowie an einer Show der Hollies, was zu einem weieren Album mit dem Titel What Goes Around führt. 1986 erscheint sein Soloalbum Innocent Eyes, das allerdings floppte.
Seitdem tourte Nash weiter mit Crosby und Stills, von Zeit zu Zeit unterstützt von Neil Young. 2002 erschien sein fünftes Soloalbum Songs for Survivors. 2005 spielt er mit der norwegischen Band a-ha zwei Lieder für deren Analogue-Album ein. 2006 arbeitet er an David Gilmours Soloalbum On an Island mit.
Politisches Engagement:
Nash engagiert sich seit den 1970ern gegen Atomenergie. 1979 organisierte er mit anderen Rockstars (Jackson Browne, Bonnie Raitt, Bruce Springsteen) eine Konzertreihe gegen Nukleartechnologie unter dem Namen Musicians United for Safe Energy (MUSG), von der auch ein Live-Mitschnitt (No Nukes) erhältlich ist. 2007 nehmen er, Raitt und Browne ein Musikvideo für eine neu eingespielte Version von Buffalo Springfields For What It’s Worth auf. Diese Neuauflage von MUSG firmiert unter dem Namen No Nukes group. [2] Sie sind lose verbunden mit dem Nuclear Information and Resource Service (NIRS).
Nash Editions:
Graham Nash sammelte seit den 1970ern Fotografien und betätigte sich schon seit frühester Jugend als Fotograf. 1990 verkaufte er Teile seiner Sammlung bei Sotheby’s. 1989 gründete er zusammen mit Marc Holbert Nash Editions, eine Firma, die sich auf das Scannen und Ausdrucken von Fotografien spezialisiert hat. Die Firma erfand ein neues Verfahren, das sogenannte „digital fine-arts printmaking“. Auf Grund ihrer Verdienste wurden Nash und Holbert mit dem PMDA-Visionärs-Preis ausgezeichnet. Das Unternehmen „gehört heute zu den führenden Fine-Art-Print-Studios der Welt“.
Nash und Holbert engagieren sich außerdem in der Museumsarbeit und stifteten mehrere Bilder aus Nashs Privatsammlung sowie eigens hergestellte Drucker und Scanner an Museen und Schulen.
Diskografie
Solo
* 1971 - Songs for Beginners
* 1973 - Wild Tales
* 1980 - Earth & Sky
* 1986 - Innocent Eyes
* 2002 - Songs for Survivors
Crosby & Nash
* 1972 - Graham Nash / David Crosby
* 1975 - Wind On The Water
* 1976 - Whistling Down The Wire
* 1977 - Live
* 1997 - Another stoney evening (Live 1971)
* 2004 - Crosby-Nash
Quelle der Auszüge: Wikipedia
Hier ein bekannter Song der Hollies:
http://de.youtube.com/watch?v=lP94PlEts … re=related (Long Cool Women)
Von Crosby, Stills and Nash:
http://de.youtube.com/watch?v=HlVNod_krsM (Southern Cross)
Und hier etwas von Crosby, Stills, Nash & Young:
http://de.youtube.com/watch?v=4zdB1zyjI … re=related (Almost Cut my Hear)
KUNST-WERK wünscht Graham Nash alles Gute zu seinem 66. Geburtstag! 
Oder um es mit den Worten von Udo Jürgens zu sagen:
"Mit sechsundsechzig Jahren, da fängt das Leben an..." 
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(Marcel Reich-Ranicki) |
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Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden | Erstellt am 03.02.2008 - 23:27 |  |
3. Februar 1907 / * James A. Michener
James Albert Michener (* 3. Februar 1907 in New York City; † 16. Oktober 1997 in Austin, Texas) war ein US-amerikanischer Schriftsteller.
Als Waise wuchs Michener bei seiner Pflegemutter Mabel Michener in Doylestown, Pennsylvania auf. Er arbeitete zunächst als Lehrer und als Lektor. Im Zweiten Weltkrieg, während seines Einsatzes im Südpazifik, entstand auf der vanuatuischen Insel Espiritu Santo sein erstes Buch Die Südsee, eine Sammlung von lose zusammenhängenden Kurzgeschichten. Für dieses Buch erhielt er 1948 den Pulitzer-Preis.
Später wurde daraus das Broadway-Musical South Pacific.
Michener schrieb zahlreiche weitere Romane, zum großen Teil historische Romane, von denen sich viele mit dem Leben in einem bestimmten Land oder US-Bundesstaat von den Anfängen bis zur Gegenwart beschäftigen. Diese Romane basieren auf historisch korrekten Informationen, während die meisten Hauptfiguren fiktiv sind. Während der Recherche für seine Werke reiste er viel und erforschte die von ihm beschriebenen Länder genau.
Viele seiner Werke, wie Hawaii und Colorado Saga wurden mit Weltstars wie Marlon Brando, Grace Kelly, James Garner, Charlton Heston, Julie Andrews, Max von Sydow, Richard Chamberlain, Lynn Redgrave, Timothy Dalton, Glenn Close und vielen anderen verfilmt, wobei in den meisten Fällen Michener selbst das Drehbuch schrieb. Michener schrieb außerdem die Drehbücher zu einer Reihe von Fernsehserien.
Michener starb an akutem Nierenversagen, nachdem er eine Woche vorher selbständig seine bereits zwei Jahre dauernde Dialysebehandlung beendet hatte.
Seine bekanntesten Werke (Auswahl):
* Alaska
* Karibik
* Hawaii
* Klondike
* Mexiko
* Der Adler und der Rabe
* Die Kinder von Torremolinos
* Dresden, Pennsylvania
* Die Quelle
* Die Bucht (engl: Chesapeake)
* Verheißene Erde
* Sternenjäger
* Die Brücken von Toko-Ri
* Die Brücke von Andau
* Karawanen der Nacht
* Sayonara
* Iberia
* Mazurka (engl: Poland)
* Frühlingsfeuer
* Kent State
* Havanna
* Patrioten
* Endstation Florida
* Texas
* Die Colorado-Saga (engl: Centennial)
* Die Südsee
* Rückkehr ins Paradies
1992 erschien seine Autobiographie "Die Welt ist mein Zuhause."
Außerdem veröffentlichte er mit seiner letzten Ehefrau Mari Sabusawa Michener, einer gebürtigen Japanerin, einige Werke über japanische Kupferstiche und hatte verschiedene politische Ämter inne.
An der Universität von Texas befindet sich die Michener Art Collection, ein Museum für zeitgenössische Kunst.
Quelle der Auszüge: Wikipedia
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4. Februar 1948 / * Alice Cooper
Alice Cooper (* 4. Februar 1948 in Detroit, Michigan; gebürtig Vincent Damon Furnier, nach einer Namensänderung allerdings auch offiziell Alice Cooper) ist ein US-amerikanischer Rockmusiker.
Alice Cooper gilt als einer der Wegbereiter des Genres Schockrock. Durch die provokanten Texte seiner Lieder und Auftritte mit viel Make-Up gelang es ihm, zu polarisieren. Besonders durch provozierende und aufwändige Bühnenshows, deren Höhepunkt häufig seine gespielte Exekution war, wurde Alice Cooper bekannt. Zahlreiche Musiker und Bands (Ozzy Osbourne, Kiss, Marilyn Manson, Lordi, u. a.) wurden maßgeblich durch Coopers Musik und seine Show beeinflusst.
Für seine finanzielle Unterstützung bekam Cooper von der christlich-liberalen Grand Canyon University in Phoenix (Arizona) im Mai 2004 den Ehrendoktortitel "Doctor of Music" verliehen.
1964 gründete Alice Cooper, damals noch als Vincent Furnier, seine erste Gruppe „The Earwigs“, nach einer Weile änderte diese ihren Namen in „the nazz“. Die Band war regional bekannt, trat bei der David Letterman Talent Show auf und spielte Beatles-Songs. 1965 änderte die Band ihren Namen und wurde zu "The Spiders"; die Band spielt Covers, in erster Linie Rolling-Stones- und Yardbirds-Songs. 1967 änderte die Band abermals ihren Namen und wurde zu "The Nazz". Ab 1968 nannte sich die Gruppe dann ebenso wie der Sänger "Alice Cooper".
1968 traf die Band den Musiker Frank Zappa und brachte 1969 und 1970 zwei Alben bei dessen Label Straight Records heraus; beide waren noch wenig erfolgreich. Anschließend entwickelte die Band zusammen mit Produzent Bob Ezrin ihren klassischen Sound.
Ab 1970 entwickelte die Band ihre charakteristische Bühnenshow mit Sänger Cooper im Mittelpunkt. Mit einem bisher in diesem Umfang noch nie dagewesenen Aufwand an Lasereffekten, Kostümen, Make Up und Requisiten aus der Folterkammer führte die Band auf ihren Tourneen grelle Horrorshows auf, in deren Verlauf Cooper mit einer Boa hantierte, große Mengen künstliches Blut vergoss, in Zwangsjacken gesteckt und auf andere Arten gefoltert wurde und als "Höhepunkt" mittels Erhängen oder Enthauptung jeweils seine Hinrichtung simulierte. Für Kritiker waren die Spektakel Beleg dafür, wie sehr sich eine Band "heutzutage anstrengen muss um den Schockeffekt zu erzielen, den einst Elvis mit einem einfachen Hüftschwung auslöste". Zuweilen ging die Rechnung mit der kalkulierten Provokation auf und Coopers Shows riefen die Stadtverantwortlichen auf den Plan, die Konzerte wurden wegen "Jugendgefährdung" erst ab 18 Jahren freigegeben. Die Folge: In ihren erfolgreichsten Zeiten waren Coopertourneen regelmäßig ausverkauft.
Nachdem die Band mit dem Hit "I'm Eighteen" vom Album "Love It To Death" 1971 einen ersten größeren Erfolg hatte und auch mit dem Nachfolgealbum "Killer" weiterhin Furore machte, gelang 1972 mit dem Konzeptalbum "School's Out" und dem gleichnamigen Top-10-Hit der endgültige Durchbruch. Das Nachfolgealbum "Billion Dollar Babies" (1973) war noch einmal ungleich erfolgreicher und machte die Alice Cooper Group zu einer der größten und bedeutendsten Rockgruppen der Zeit. Große Hits dieses Albums waren unter anderem "Elected" und "No More Mr Nice Guy". Nach dem weniger erfolgreichen Album "Muscle Of Love" (1973) folgte im folgenden Jahr die (niemals offiziell erklärte) Auflösung der Band, um allen Mitgliedern Zeit für Soloprojekte zu geben - die allerdings alle - bis auf das des Sängers Alice Cooper (Welcome to my Nightmare s.u.) niemals veröffentlicht wurden.
Die Band fand sich später unter dem Namen "Billion Dollar Babies" noch einmal für kurze Zeit zusammen. Ihr einzig erschienenes Album war "Battle Axe".
Sänger Alice Cooper setzte seine Karriere als Solomusiker fort, er änderte seinen Namen Vincent Furnier 1974 auch offiziell in Alice Cooper. Von diesem Zeitpunkt an wechselte er die ihn begleitenden Musiker in regelmäßigen Abständen. Künstlerisch wollte er fortan noch mehr auf Konzeptalben und bei seinen Konzerten auf eine stark visuelle Bühnenshow setzen. Mit neuen Musikern gelang ihm dies mit seinem erfolgreichen Album "Welcome To My Nightmare" (1975) und der anschließenden Tour; die Ballade und Single-Auskopplung "Only Women Bleed" wurde ein Hit. Die folgenden Alben, mit Ausnahme von "Goes to hell" (1976), waren weniger erfolgreich; außerdem wurde Cooper in den folgenden Jahren zu einem starken Alkoholiker. Erst nach einer Therapie in einer Klinik kam er 1978 vom Alkohol los. Seinen Alkoholismus und die Eindrücke dieser Klinik verarbeitete er in dem Album "From The Inside" (1978), das er zusammen mit Elton Johns Liedtexter Bernie Taupin schrieb, der ebenfalls alkoholkrank gewesen war. Das Album ist Alice Coopers am stärksten persönlich geprägtes Album und er selbst nennt es sein "classiest-sounding album".
1981 folgte jedoch ein Rückfall zum Alkohol, was sich auch auf sein musikalisches Schaffen auswirkte. Die nächsten vier Alben zwischen 1980 und 1983 zeichnen sich vor allem durch bizarre Texte aus und waren wenig erfolgreich. Erst Mitte der Achtziger Jahre kam Alice Cooper endgültig vom Alkohol los.
Für die folgenden zwei Alben tat sich Alice Cooper 1986 mit dem Gitarristen Kane Roberts zusammen. Die Alben gehen wieder deutlich mehr in Richtung modernen Hardrocks und orientieren sich an zeitgenössischer Musik von Bands wie Bon Jovi und Aerosmith. Der erneute weltweite Durchbruch gelang Alice Cooper 1989 mit seinem Album "Trash" und dem Hit "Poison". Auf dem vom damals extrem erfolgreichen Produzenten Desmond Child produzierten Album sind auch zahlreiche Gastmusiker wie Aerosmith und Bon Jovi zu hören. Diese erfolgreiche Zeit fand auch Ausdruck in Alice Coopers Gastrolle in dem Kinofilm Wayne's World (von und mit Mike Myers), in dem er mit dem Song "Feed My Frankenstein" von seinem Album "Hey Stoopid" (1991) auftritt. 1994 brachte Cooper mit "The Last Temptation" seit langer Zeit wieder ein klassisches Alice-Cooper-Konzeptalbum heraus. Dieses Album ist düsterer als die Vorgängeralben und orientiert sich mehr an Coopers Werken aus den Siebzigern. 1999 erschien "the life and crimes of alice cooper", das Outtakes sowie Songs von 1965 bis 1999 beinhaltete. Die nächsten Alben "Brutal Planet" (2000) und "Dragontown" (2001) handeln von den Missständen auf der Erde (Anfangszeile aus "Brutal Planet": "We're spinning 'round on this ball of hate") und sind musikalisch deutlich härter als alle Werke zuvor. Das auf drei Alben angelegte Konzept ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Ein Teil der Atmosphäre dieser Konzerte ist auf der DVD "Brutally Live" erschienen.
Seit der 2000er Brutal Planet Tour tritt Alice Coopers Tochter Calico (* 19. Mai 1981) in den Shows mit auf, so wie es früher auch schon ihre Mutter Sheryl (1975, "Welcome to my nightmare"-Tournee) getan hatte. Sie spielt verschiedene Rollen, wie eine Krankenschwester, eine Domina oder sogar Britney Spears, und lässt sich als Paris Hilton von ihrem Handtaschen-Chihuahua in die Kehle beißen. 2005 war auch sein Sohn mit von der Partie und spielte einige Charaktere auf der Bühne.
Im September 2003 kam das Album "The Eyes Of Alice Cooper" heraus, das aber, wider Erwarten, nicht der dritte Teil der Brutal-Planet-Trilogie ist. Das Album orientiert sich am klassischen Garagerock der Siebziger Jahre.
Am 4. Juli 2005 erschien das Album "Dirty Diamonds", welches sowohl musikalisch als auch vom Songwriting her (technisch) ausgefeilter ist als sein Vorgänger. Die Besetzung der Musiker änderte sich nur geringfügig. Im Januar 2006 ist ein neues Cooper-Stück veröffentlicht worden: "Mankind" aus dem Soundtrack des Horrorfilms "Bloodrayne". Nach fast 2 jähriger "Dirty Diamonds" Tour rund um den Globus, geht er jetzt noch Anfang 2007 zurück ins Studio, um dort sein nächstes Album aufzunehmen.
Ryan Roxie (Gitarre), der Musiker, der von 1996 bis 2006, und somit länger als jeder andere Musiker vor ihm im Dienste Alice Coopers stand, kündigte im März 2006 seinen vorübergehenden Rückzug aus der Alice-Cooper-Band an, um sich um seine Familie und seine Solo-Karriere kümmern zu können. Als Ersatz steht seither Keri Kelli (früher u.a. bei Slash's Snakepit, den L.A. Guns und Pretty Boy Floyd), der gemeinsam mit Roxie in der Band Dad's Porno Mag spielte, bei Alice Cooper auf der Bühne und war auch im Juni 2006 erstmals mit ihm in Deutschland zu sehen. Auch der ehemalige Bassist von Ritchie Blackmore's Rainbow Greg Smith hat lange Jahre mit Alice Cooper gespielt.
Bis heute geht Alice Cooper regelmäßig auf Tour. (Tour in Deutschland mit Deep Purple im Februar 2006.) Nebenbei gehört ihm ein Restaurant namens "Cooperstown" in Phoenix, Arizona. Seine Freizeit verbringt er mit Golfspielen, seinen drei Kindern sowie seiner Frau, mit der er seit fast 30 Jahren verheiratet ist. Am 2. Dezember 2003 wurde ihm ein Stern auf dem legendären Walk of Fame verliehen.
Alice Cooper, der auch eng mit Groucho Marx, dem Kopf der legendären Marx-Brothers und Salvador Dalí befreundet war und mit Bruce Springsteen und Paul McCartney befreundet ist, hat 1976 in Zusammenarbeit mit Autor Steven Gaines ein autobiografisches Buch mit dem Titel "Me, Alice" (The Autobiography of Alice Cooper as told to Steven Gaines) veröffentlicht. Von diesem Buch wurde nur eine geringe Anzahl an Exemplaren aufgelegt, was es zu einem wertvollen Sammlerstück macht. 2007 wird seine Autobiographie Golfmonster' erscheinen.
Quelle der Auszüge: Wikipedia
Hier noch etwas Musikalisches von Alice Cooper:
http://www.youtube.com/watch?v=nlmmui8iq50 (Lost In America)
http://www.youtube.com/watch?v=IX701UimhTM (House Of Fire)
http://www.youtube.com/watch?v=bXcei1FZBu8 (Poison)
Kaum zu glauben, daß dieser Typ heute 60 Jahre alt wird. 
Polarisierende Grüße vom Mino und von KUNST-WERK alles Gute zum Geburtstag! 
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(Marcel Reich-Ranicki) |
Minotaurus  Hausherr und Gastgeber
    

Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden | Erstellt am 09.02.2008 - 21:27 |  |
9. Februar 1948 / † Karl Valentin
Karl Valentin (* 4. Juni 1882 in München; † 9. Februar 1948 in Planegg bei München; eigentlich Valentin Ludwig Fey) war ein bayerischer Komiker, Kabarettist, Autor und Filmproduzent. Er hat mit seinem dialektischen Humor zahlreiche nachfolgende Künstler beeinflusst, darunter Bertolt Brecht und Loriot.
Als Kabarettist und Komiker stand er dem Dadaismus, aber auch dem Expressionismus nahe. Der Humor seiner Sketche und Stücke beruhte insbesondere auf seiner Sprachkunst bzw. seinem „Sprach-Anarchismus“; 1924 lobte ihn der Kritiker Alfred Kerr als Wortzerklauberer.
Valentins Sprachwitz zielte besonders auf ihn selbst; unterstützt wurde sein Humor durch seine lange, hagere Gestalt, die er durch slapstickartige Einlagen betonte. Der Pessimismus und die Tragik seiner Komik wurden durch den ständigen Kampf mit alltäglichen Dingen wie der Auseinandersetzung mit Behörden und Mitmenschen genährt, die er auch selbst erlebte. Typisch dafür waren die Brandschutzauflagen für sein Theater 1931, welches Valentin nur deshalb nach acht Wochen wieder schloss, weil er in einem Sketch auf einem brennenden Zigarettenstummel beharrte.
Valentins wichtigste Partnerin auf der Bühne war Liesl Karlstadt. Mit ihr gelang ihm 1911 der Durchbruch in München. Fortan trat er mit ihr in zahlreichen Sketchen auf.
Ein spezielles Faible Valentins war seine Ausstellung Panoptikum für Gruseliges und Nonsens – z. B. ein „Hungerturm“ und ein Glas Berliner Luft. Allerdings war es unrentabel und ruinierte ihn und Liesl Karlstadt finanziell.
Valentin selbst nannte sich Humorist, Komiker und Stückeschreiber, seine Bewunderer „den ersten deutschsprachigen Pop-Künstler des 20. Jahrhunderts“. Doch erst 55 Jahre nach seinem Tod erschien im Münchner Label Trikont das akustische Gesamtwerk auf acht CDs, zusammen mit einem 150-seitigen Buch mit Texten von Herbert Achternbusch bis Christoph Schlingensief (Valentin ist für mich einer der Größten!)
Alfred Kerr schrieb über ihn:
Alle lachen. Manche schreien. Woraus besteht er? Aus drei Dingen: aus Körperspaß, aus geistigem Spaß und aus glanzvoller Geistlosigkeit. Der Komiker Valentin ist ein bayrischer Nestroy.
Seine Kindheit in der Münchner Vorstadt Au erlebte er als Einzelkind, da seine Schwester und seine zwei älteren Brüder kurz nach seiner Geburt starben. Von der Volksschule (1888 bis 1895) sprach er später als „Zuchthaus“. Er machte eine Schreiner- und Tischlerlehre und war bis 1901 Facharbeiter. In diese Zeit fielen auch erste öffentliche Auftritte als „Vereinshumorist“. Eine Beziehung zu Gisela Royes (1881-1956), dem Dienstmädchen im Hause Fey, mit der er zwei Töchter Gisela (*1905) und Bertha (*1910) hatte, führte schließlich 1911 zur Heirat.
1902 hatte er ein Gastspiel am Varieté Zeughaus in Nürnberg, wo er erstmals als „Karl Valentin“ auftrat. Nach dem Tod des Vaters übernahm Valentin im selben Jahr mit seiner Mutter die Leitung der Speditionsfirma Falk & Fey. 1906 ging die Spedition bankrott und er zog mit seiner Mutter in deren Heimatstadt Zittau in Sachsen um, was Valentins Sprachgefühl beeinflussen sollte.
Nach einer erfolglosen Tournee durch verschiedene Städte kehrte Valentin 1908 nach München zurück, wo er den Monolog Das Aquarium schrieb. Das Engagement an der Volkssängerbühne im „Frankfurter Hof“ beendete seine Geldnöte. Valentin entwickelte in dieser Zeit seine groteske Körpersprache und die sprachspielerische Selbstironie, mit der er auch auf sein Publikum zielte. 1911 traf er Elisabeth Wellano, die als Liesl Karlstadt seine Bühnenpartnerin wurde.
Ab 1912 war Valentin, der sich in München ein eigenes Filmstudio eingerichtet hatte, Darsteller in etwa 40 Kurzfilmen, die teilweise nach seinen Sketchen gedreht wurden. 1929 drehte Valentin seinen letzten Stummfilm Der Sonderling.
Auf der Bühne inszenierte Valentin ab 1914 sein Bühnenprogramm Tingeltangel (unter anderem mit dem Sketch Die Orchesterprobe) und zwei Dutzend spätere Versionen. Wegen seiner Asthmakrankheit musste er während des Ersten Weltkriegs keinen Militärdienst leisten. In dieser Zeit verfasste er verharmlosende Kriegslieder und Sketche. 1915 wird Valentin Direktor des Münchener Kabaretts Wien-München.
Mit Bertolt Brecht parodierte er 1922 dessen neue Trommeln in der Nacht an den Münchner Kammerspielen. Brecht war eng mit Karl Valentin befreundet, den er auch als Künstler sehr schätzte. Die gemeinsame Arbeit der Künstler Valentin und Brecht hat das spätere Schaffen Brechts deutlich beeinflusst. Valentin übernahm in dem surrealistischen Film Mysterien eines Frisiersalons von Brecht und Erich Engel eine Hauptrolle neben Karlstadt und Blandine Ebinger. 1922 und 1923 folgten erste Auslandsauftritte in Zürich und Wien, und ab 1924 bis 1938 Gastspiele in Berlin. Von Valentins „Sprachakrobatik“ waren auch Kurt Tucholsky und Alfred Kerr begeistert.
1931 eröffnete Karl Valentin ein eigenes Theater (Goethe-Saal) in der Münchner Leopoldstraße, das er allerdings schon nach acht Wochen wieder schließen musste: Valentin beharrte gegenüber der Feuerpolizei auf einem brennendem Zigarettenstummel in einem Sketch. 1932 und 1933 folgten die Mitwirkung Valentins in der Rolle des Direktors eines Wanderzirkusses in seinem ersten Tonfilm Die verkaufte Braut, einer Verfilmung der Oper von Friedrich Smetana (Regie: Max Ophüls), und die Verfilmung von Orchesterprobe.
Sein 1934 eröffnetes Panoptikum für Nonsens musste er nach zwei Monaten wieder schließen, und auch ein zweiter Versuch 1935 scheiterte. Valentin verlor dadurch seine und Karlstadts Ersparnisse; sie erlitt einen Nervenzusammenbruch und musste lange pausieren.
Dem Nazi-Regime stand Valentin skeptisch gegenüber; er äußerte sich aber nicht öffentlich. Zwar schrieb er für das Propagandablatt „Münchner Feldpost“ nach dem Desaster des Panoptikums aus Geldnot unpolitische Artikel, ließ sich aber von den Nationalsozialisten nicht vereinnahmen und scheute sich nicht vor satirischen Bildern wie „Auf zum Endsieg“ oder „Das letzte Aufgebot“. Bekannt sind auch seine Bühnenworte „Heil…, heil…, heil…! ja wie heißt er denn nur – ich kann mir einfach den Namen nicht merken.“ Oder auch: „Wie gut es doch sei, dass der Führer nicht Kräuter heiße.“ 2007 berichtete der Spiegel, dass Valentin den Filmemacher Walter Jerven denunziert habe, indem er behauptet habe, er würde in Wirklichkeit Samuel Wucherpfennig heißen. Walter Jerven konnte jedoch innerhab von vier Tagen den Ariernachweis erbringen,
Der Regisseur Jacob Geis filmte 1936 mit Valentin und Karlstadt Die Erbschaft, in dem ein Ehepaar am Ende nichts als einen Kerzenstummel besitzt. Das NS-Regime verbot den Film wegen „Elendstendenzen“; er wurde erst 1976 uraufgeführt.
Von 1939 an hatte Valentin eine neue Bühnenpartnerin und Geliebte: die 35 Jahre jüngere Annemarie Fischer ersetzte auf der Bühne Liesl Karlstadt. Er eröffnete die Ritterspelunke, eine Mischung aus Theater, Kneipe und Panoptikum, die er allerdings im Juni 1940 wieder schloss, bevor die NS-Behörde den Lagerraum für Requisiten zum Luftschutzkeller machte. Seinen letzten größeren Auftritt hatte Valentin, nun wieder mit Liesl Karlstadt, 1940 im Deutschen Theater.
Von 1941 bis 1947 hatte Valentin keine öffentlichen Auftritte; er schrieb in dieser Zeit Dialoge und Gedichte, die aber nie aufgeführt wurden. Die Familie zog 1941 in ihr Haus im Münchner Vorort Planegg; die Münchner Wohnung wurde bei einem Bombenangriff zerstört. Um Geld zu verdienen, begann er 1945, selbstproduzierte Haushaltsartikel für den Lebensunterhalt der Familie anzufertigen. Die Hörspielserie Es dreht sich um Karl Valentin wurde nach fünf Folgen eingestellt, weil sie den Hörern zu pessimistisch war.
1947 und 1948 trat Karl Valentin nach jahrelanger Trennung wieder gemeinsam mit Liesl Karlstadt auf. Der Erfolg blieb jedoch weitgehend aus und der unterernährte Valentin starb im Februar 1948, am Rosenmontag, an einer Lungenentzündung. Diese erlitt Valentin, weil er nach einem Auftritt aus Versehen in einem Theater in der Münchner Wörthstraße (heute ein Penny-Markt) eingeschlossen wurde und die Nacht in den unbeheizten Räumen verbringen musste.
Primär im süddeutschen Raum haben einige Wortschöpfungen und Szenen aus Karl Valentins Werk Eingang in die Alltagssprache gefunden, z. B. „sich wie Buchbinder Wanninger vorkommen“ (wenn man von einer Telefonnebenstelle zur anderen endlos und erfolglos weitergereicht wird, ohne sein Anliegen richtig vortragen zu können), „Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut“ oder der unaussprechliche Name „Wrdl Wrdlbrmpfd“, den der Radfahrer Valentin einem Schutzmann bei der Kontrolle seines Fahrzeugs nennt (im Internet oft fälschlicherweise als „Wrzlprmpft“ zitiert).
Zitate:
* „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.“
* „Mögen hätt’ ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut.“
* „Optimist: ein Mensch, der die Dinge nicht so tragisch nimmt, wie sie sind.“
* „Nenn mich nicht Walentin, du nennst ja auch nicht deinen Vater Water.“
* „Ich kenne keine Furcht, es sei denn, ich bekäme Angst.“
* „Früher war die Zukunft auch besser.“
* „Heute ist die gute, alte Zeit von morgen.“
* „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.“
* „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“
* „Kunst kommt von Können, nicht von Wollen. Sonst müsste es ja Wunst heißen.“
* „Heute mach ich mir eine Freude und besuche mich selbst.“
* „Niemals krank ist auch nicht gesund!“
Quelle der Auszüge: Wikipedia
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20. Februar 1909 / * Heinz Erhart
Heinz Erhardt (* 20. Februar 1909 in Riga; † 5. Juni 1979 in Hamburg) war ein deutscher Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter.
Erhardt war der Sohn des deutsch-baltischen Kapellmeisters Gustl Erhardt. Erhardt wuchs größtenteils bei seinen Großeltern in der lettischen Hauptstadt Riga auf, wo sein Großvater Paul Nelder ein Musikhaus führte. In der Zeit von 1919 bis 1924 lebte er in Hannover, in Barsinghausen, wo er zur Schule ging, und in der Wennigser Mark. Über seinen Großvater kam Heinz Erhardt auch zum Klavierspiel. Erhardts Jugendtraum, Pianist zu werden, wurde aber von den Großeltern nicht unterstützt. Sein Großvater wollte, dass Erhardt eine kaufmännische Ausbildung erhält, und stellte seinen Enkelsohn als Lehrling in seinem Musikhaus ein.
1935 heiratete Heinz Erhardt die Konsulstochter Gilda Zanetti, die er, wie er schreibt, in einem Fahrstuhl kennengelernt hatte. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Grit (1936), Verena (1940), Gero (1943) und Marita (1944). Gero Erhardt wurde Kameramann und Regisseur. Enkel Marek Erhardt ist Schauspieler.
Karriere:
1938 holte Willy Schaeffers Heinz Erhardt in Berlin an das Kabarett der Komiker. Im Zweiten Weltkrieg wurde auch Erhardt als Soldat einberufen. Bei zwei Musterungen wurde er wieder nach Hause geschickt, bei der dritten kam er – als Nichtschwimmer und Brillenträger – nach Stralsund zur Marine, die für ihr Orchester einen Klavierspieler suchte. In der Folgezeit war er an verschiedenen Orten in der Truppenbetreuung tätig und hat – abgesehen von der Grundausbildung – nie mehr eine Waffe in der Hand gehabt. Nach dem Krieg ließ sich Erhardt mit seiner Familie in Hamburg-Wellingsbüttel nieder und arbeitete als Radiomoderator beim NWDR, der 1948 auch den Komponisten Erhardt mit seiner 10-Pfennig-Oper ins Programm nahm.
Humor:
Sein Humor baut in erster Linie auf Wortspielen und verdrehten Redewendungen auf. In vielen seiner Filmrollen spielt er eine Art netten, aber etwas verwirrten und schüchternen Familienvater oder Onkel, der gerne Unsinn erzählt. Gleichzeitig versuchte er in seinen Filmen meist, den typischen Deutschen aus der Zeit des Wirtschaftswunders darzustellen. Unter anderem diente er Otto Waalkes und Willy Astor als Vorbild. Berühmt ist Heinz Erhardt auch für seine zahlreichen witzigen Gedichte. Seine Darbietungen schlossen Klavierspiel, Intonierung und Tanz, meist im kleinen Format, mit ein, was sein Profil als Alleinunterhalter gut abrundete. Dennoch kamen auch etliche Partner-Nummern, so etwa im Film mit Hans-Joachim Kulenkampff oder Peter Alexander und auf der Bühne mit Rudi Carrell oder Udo Jürgens, zustande.
Eigenheiten:
Auffallend an Erhardt war, dass er an sehr ausgeprägtem Lampenfieber litt. Für seine Bühnenauftritte hatte er sich deshalb angeblich eine Brille mit Fensterglas zugelegt. Er war auf der Bühne also mehr oder minder fast blind, musste aber auch sein Publikum nicht sehen. Seine Tochter sagte jedoch in einer Dokumentation, dass er im Gegenteil lediglich Brillengestelle ohne Gläser getragen hat und dies darin begründet war, dass sich sonst die Scheinwerfer in den Brillengläsern gespiegelt hätten. Zudem nahm Erhardt vor Auftritten unter dem Vorwand, hinsichtlich der Bühnenbeleuchtung noch etwas klären zu müssen, oft einen „doppelten Doornkaat“ (ein Kornbrand, von ihm kurz als „Dodo“ bezeichnet) zu sich. Mit dem vorgeschobenen Grund wollte Erhardt diese Angewohnheit vor seiner Frau verbergen.
Seit 1960 war Horst Klemmer sein Manager.
Ehrungen, Krankheit und Tod:
Am 11. Dezember 1971 erlitt Erhardt einen Schlaganfall, bei dem das Sprachzentrum in seinem Gehirn in Mitleidenschaft gezogen wurde, sodass er zwar lesen und verstehen, aber nicht mehr sprechen und schreiben konnte. Bedingt durch diese Aphasie zog er sich weitgehend ins Privatleben zurück.
1978/79 arbeitete er mit seinem Sohn Gero Erhardt an der Fernsehfassung der komischen Oper „Noch 'ne Oper“, die Heinz Erhardt bereits in den 30er Jahren geschrieben hatte. Am 21. Februar 1979, einen Tag nach Heinz Erhardts 70. Geburtstag, wurde diese Fernsehfassung nach 21 Uhr im ZDF ausgestrahlt; mit dabei waren viele berühmte Kollegen wie Paul Kuhn, Hans-Joachim Kulenkampff, Rudolf Schock, Ilse Werner und Helga Feddersen. Heinz Erhardts Stimme wurde aus früheren Rundfunkaufnahmen hinzugemischt, Sohn Gero stand hinter der Kamera.
Von der 1972 veröffentlichten LP „Was bin ich wieder für ein Schelm“ wurden bis 1978 über 200.000 Exemplare verkauft. Die Plattenfirma TELDEC und der Verlag Klemner und Müller überreichten Heinz Erhardt dafür am 31. Mai 1978 „Das Goldene Gedicht“, eine kilogrammschwere Tafel mit Erhardts Gedicht vom „Blähboy“.
Am 1. Juni 1979, vier Tage vor seinem Tod, wurde Heinz Erhardt das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland nachträglich zum 70. Geburtstag verliehen.
Erhardt starb am 5. Juni 1979 und wurde auf dem Hauptfriedhof Ohlsdorf in Hamburg beigesetzt.
Im Nachlass von Heinz Erhardt fanden sich eine Reihe von Klavier-Kompositionen, die er zwischen 1925 und 1931 geschrieben hat, und von denen 23 Stücke 1994 auf CD veröffentlicht wurden.
Heinz Erhardt ist ein Stern im Walk of Fame des Kabaretts gewidmet.
Mit dem „Heinz-Erhardt-Platz“ an der Stelle, wo Erhardt als Polizist Dobermann in dem Film Natürlich die Autofahrer den Straßenverkehr regelte, setzte die Stadt Göttingen dem großen Komiker ein Denkmal (Mai 2003).
Im Jahr 2007 kam Heinz Erhardt bei der Wahl zum besten deutschsprachigen Komiker in der ZDF-Sendung „Unsere Besten – Komiker & Co." auf den zweiten Platz hinter Loriot.
Werke:
Gedichte (Auswahl)
* Die Weihnachtsgans
* Anhänglichkeit
* Die Made
* Ein Naßhorn
* Ritter Fips von Fipsenstein (Gedichtzyklus)
* Eßt mehr Fisch (Das Meer reicht bis zum Strande...)
* König Erl
* Der Berg
* Die Katze
* Der Schauspieler
* Der Geiger
* Die Tänzerin
* Der Apfelschuss
* Der Muselmann
* Die Glocke
* Archimedes
* Der Tauchenichts
* Vom alten Fritz
* Warum die Zitronen sauer wurden
* Der Wahlredner
* Dat Blümsche (schrieb er mit 6 Jahren)
* Der Einsame
* An meine Brille
* Die Turmuhr
* Der Unfall des Mathematikers
* Das Echo
* Das Unwetter
* Drei Bären
* Die polyglotte Katze
* Das Lama
* Gänseblümchen
* Heißer Mai
* Die Eule
* Zitronen
* Schicksal
* Trinklied
Musiktitel:
* Ach Marianne
(mit Hans-Joachim Kulenkampff und Walter Giller)
* Ach, wenn ich doch im Lotto ...
* Agamemnon
* Annemie
* Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar
* Baby, es regnet doch
* Bin ich verliebt?
* Blah, blah, blah
* Blas mal auf dem Kamm
* Bobby schick hat ’nen Tick
* Das Ding
* Das Lehn-Lied (Wenn ich mich aus meinem Fenster lehn’)
* Das soll uns nicht noch mal passier’n
* Das Wackellied
* Der fabelhafte Egon
* Die Oase
* Die Music-Box
* Drei Mann in einem Boot
(mit Hans-Joachim Kulenkampff und Walter Giller)
* Egal, wie es kommt
* Etwas über mein Mädchen
* Fährt der alte Lord fort
* Fräulein Mabel
* Grüß Sie Gott, Frau Stirnima (mit Ralf Wolter)
* Hämmerchen-Polka
* Herr Meyer wird verlangt
* Herr Ober! Bitte zweimal eine Bockwurst
* Ich brech’ so gerne ein
* Ich hab’ zu Haus’ ’ne Frau
* Immer noch ’nen Groschen
* Immer wenn ich traurig bin
* Linkes Auge blau
* Luisenstraße 13
* Mensch, kannst du mir was pumpen?
* Mit der Brille auf der Nase
* Nicht so eilig
* Noch’n Abschiedslied
* Ohne Liebe
* Onkel-Otto-Walzer
* Pappis Wiegenlied
* Pepperkorn
* Schürzenjäger-Polka
* Seemann ahoi
* Sei friedlich
* Skatpolka (Nicht die falsche Dame drücken!)
* Striptease-Susie
* Tante Hedwig
* Tun Sie’s nicht, lassen Sie’s lieber sein! (mit Peter Alexander)
* Unser Willi ist der Beste
* Wir leben, wir lieben, wir lachen (mit Maria Sebaldt)
* Wir wollen uns wieder vertragen
* Wo die Liebe hinfällt (mit Walter Gross)
* Zur Liebe ist es nie zu spät
Musiktitel aus Filmen:
* Ohne Liebe
(aus „Mädchen mit schwachem Gedächtnis“, 1956)
* Die Music-Box
(aus „Witwer mit fünf Töchtern“, 1957)
* Pappis Wiegenlied
(aus „Witwer mit fünf Töchtern“, 1957)
* Tun Sie’s nicht, lassen Sie’s lieber sein! (mit Peter Alexander)
(aus „So ein Millionär hat’s schwer“, 1958)
* Wir leben, wir lieben, wir lachen (mit Maria Sebaldt)
(aus „Vater, Mutter und neun Kinder“, 1958)
* Zur Liebe ist es nie zu spät
(aus „Vater, Mutter und neun Kinder“, 1958)
* Auch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar
(mit Trude Herr am Piano;
aus „Drillinge an Bord“, 1959)
* Linkes Auge blau
(aus „Drillinge an Bord“, 1959)
* Nicht so eilig
(aus „Der letzte Fußgänger“, 1960)
* Immer noch ’nen Groschen (mit Marika Rökk)
(aus „Mein Mann, das Wirtschaftswunder“, 1960)
* Ach, wenn ich doch im Lotto ...
(aus „Mein Mann, das Wirtschaftswunder“, 1960)
* Sei friedlich
(aus „Ach Egon!“, 1961)
* Der fabelhafte Egon
(aus „Ach Egon!“, 1961)
* Drei Mann in einem Boot
(mit Hans-Joachim Kulenkampff und Walter Giller;
aus „Drei Mann in einem Boot“, 1961)
* Ach Marianne
(mit Hans-Joachim Kulenkampff und Walter Giller;
aus „Drei Mann in einem Boot“, 1961)
* Ich brech’ so gerne ein
(aus „Der Fachmann“, 1962;
aus der sechsteiligen Kurzfilmreihe „Heinz-Erhardt-Festival“)
* Grüß Sie Gott, Frau Stirnima (mit Ralf Wolter)
(aus „Was ist denn bloß mit Willi los?“, 1970)
* Immer wenn ich traurig bin
(aus „Das kann doch unsren Willi nicht erschüttern“, 1970)
* Unser Willi ist der Beste
(aus „Unser Willi ist der Beste“, 1971)
* Agamemnon (nur Refrain am Klavier)
(aus „Unser Willi ist der Beste“, 1971)
Filme:
* 1949 Wer macht was falsch? (nur Stimme)
* 1949 Gesucht wird Majora
* 1950 Liebe auf Eis (Männer um Angelika)
* 1955 Drei Tage Mittelarrest
* 1956 Ich und meine Schwiegersöhne
* 1956 Die gestohlene Hose
* 1956 Mädchen mit schwachem Gedächtnis
* 1956 II-A in Berlin (Drei Bayern an der Spree)
* 1957 Der müde Theodor
* 1957 Witwer mit fünf Töchtern
* 1958 Immer die Radfahrer
* 1958 So ein Millionär hat’s schwer
* 1958 Vater, Mutter und neun Kinder
* 1958 Der Haustyrann
* 1959 Natürlich die Autofahrer
* 1959 Drillinge an Bord
* 1960 Der letzte Fußgänger
* 1960 Kauf Dir einen bunten Luftballon
* 1960 Mein Mann, das Wirtschaftswunder
* 1961 Ach Egon!
* 1961 Drei Mann in einem Boot
* 1961 Freddy und der Millionär
* 1962 Die Post geht ab
* 1962 Axel Munthe, der Arzt von San Michele
* 1962 Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett
* 1963 Apartment-Zauber
* 1964 Wenn man baden geht auf Teneriffa
* 1964 Die große Kür
* 1965 Der Ölprinz
* 1965 Das Vermächtnis des Inka
* 1966 Das gewisse Etwas der Frauen
* 1968 Otto ist auf Frauen scharf
* 1969 Charley’s Onkel
* 1969 Warum hab’ ich bloß 2x ja gesagt?
(Der liebestolle Schlafwagenschaffner, Doppelt verheiratet hält besser)
* 1969 Klein Erna auf dem Jungfernstieg (Eine verrückte Familie)
* 1969 Die Herren mit der weißen Weste
* 1970 Was ist denn bloß mit Willi los? (Grüß Sie Gott, Frau Stirnima!)
* 1970 Das kann doch unsren Willi nicht erschüttern
* 1971 Unser Willi ist der Beste
* 1971 Willi wird das Kind schon schaukeln
Fernsehen:
* 1948 Fräulein Mabel
* 1953 Schlager-Expreß
* 1956 Programm gefällig?: Heinz Erhardt setzt sich durch
* 1958 Theaterstück mit "G" (der Dialog besteht nur aus Wörten mit dem Anfangsbuchstaben G)
* 1960 Der Vogelhändler
* 1961 Abenteuer in Norfolk
* 1961 Musik aus aller Welt
* 1962 Willi Winzig
* 1962 Der Kurpfuscher
* 1962 Eine gewisse Marietta
* 1962 Der Fachmann
* 1962 Nachlese 62
* 1963 Das wissen die Götter (serie)
* 1963 Ein ruhiges Stündchen
* 1963 Die Reise auf den Mond
* 1964 Frau Luna
* 1964 Musikauktion (serie bis 1966)
* 1964 Doddy und die Musketiere
* 1965 Hotel Victoria
* 1966 Der nächste Urlaub kommt bestimmt
* 1966 Gut gefragt ist halb gewonnen
* 1967 Aktien und Lorbeer
* 1967 Witzakademie
* 1968 Die Landstreicher
* 1968 März ist Trumpf
* 1968 Die Rudi-Carrell-Show
* 1969 Narren nach Noten
* 1969 Das Sonntagskonzert
* 1969 Die Drehscheibe
* 1969 Zwischenmahlzeit
* 1970 Mit Pauken und Plaketten
* 1970 Humor ist, wenn man trotzdem singt
* 1970 Zwischenmahlzeit
* 1971 Das hat man nun davon
* 1971 Was bin ich?
* 1971 Der Opernball
* 1971 Tanz Café
* 1971 3 x 9
* 1971 Glückspilze
* 1971 Baden-Badener Roulette
* 1971 Unsere kleine Show
* 1979 Noch 'ne Oper (Darsteller/Buch/Musik)
Theaterstücke:
* 1967 Aktien und Lorbeer
* 1969 Das hat man nun davon (Nach dem Lustspiel „Wem Gott ein Amt gibt“ von Wilhelm Lichtenberg, Fernsehaufzeichnung Anfang 1970 im Düsseldorfer Theater an der Berliner Allee, Ausstrahlung im ZDF am 1. Januar 1971)
Allein in dem Lustspiel Das hat man nun davon, das Heinz Erhardt wie jedes Theaterstück selbst bearbeitete, stand er über 500 Mal auf der Bühne in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein einmaliger Rekord. Heinz Erhardt sagte zu den Besucherzahlen: „Von den 509 Vorstellungen waren 90 Prozent ausverkauft, neun Prozent gut besucht, nur ein Prozent war schlecht.“
Musik:
* Die Zehnpfennigoper (1948), herausgegeben 1979 bei Haer, Hamburg, Nr. 200279
* Noch ’ne Oper (ZDF, 1979), Regie: Claus Peter Witt
* Heinz Erhardt: Klavierkompositionen, Eurostar GmbH
Diskografie:
* Heinz Erhardt – Wie er leibt und lebt, 1969/1999 (LP/CD)
* Heinz Erhardt – Heute wieder ein Schelm, 1972 (LP)
* Heinz Erhardt – Was bin ich wieder für ein Schelm, 1972 (2 LPs)
* Heinz Erhardt – Das große Lachen, 1977 (2 LPs)
* Noch’n Lied – Unvergessener Heinz Erhardt, 1979 (LP)
* Heinz Erhardt als „Willi Winzig“ in „Das hat man nun davon“, 1979/2005 (2 LPs/1 CD)
* Portrait Heinz Erhardt, 1981 (2 LPs)
* Heinz Erhardt – Noch’n Gedicht, 1983 (4 LPs)
* Heinz Erhardt – Humor ist Trumpf, 1984 (2 LPs)
* Heinz Erhardt – Seine größten Erfolge, 1984 (LP)
* Heinz Erhardt – Noch’n Gedicht und andere Ungereimtheiten, 1987 (CD)
* Heinz Erhardt – Schalk im Nacken – frisch vom Rill, 1987 (CD)
* Heinz Erhardt – Da gibt’s gar nichts zu lachen, 1993 (2 CDs)
* Heinz Erhardt – Ein Portrait, 1998 (CD)
* Heinz Erhardt – Ein Scherz jagt denselben, 2006 (CD)
Literatur:
* Heinz Erhardt: Noch'n Gedicht. ISBN 3830330472
* Heinz Erhardt: Das große Heinz-Erhardt-Buch. ISBN 3442066786
* Heinz Erhardt: Das Neueste von Heinz Erhardt. ISBN 3980010708 (Mit Grußworten von Peter Frankenfeld, Chris Howland und Jürgen Marcus)
* Heinz Erhardt: Von der Pampelmuse geküßt. Gedichte, Prosa, Szenen. Hrsg. von Heinrich Detering. Stuttgart 2002/2005. ISBN 3-15-018332-4
Quelle: Wikipedia
Ein echtes Multitalent also, so einen könnten wir hier bei KUNST-WERK gut gebrauchen! *sehnsüchtigguck*
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Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke.
(Marcel Reich-Ranicki) |
Brigitte  Registriertes Mitglied


Status: Offline Registriert seit: 03.07.2006 Beiträge: 104 Nachricht senden | Erstellt am 21.02.2008 - 14:50 |  |
21.02.1903 Anaïs Nin
Anaïs Nin, amerikanische Schriftstellerin.
geboren am 21. Februar 1903 in Neuilly-sur-Seine bei Paris
gestorben am 14. Januar 1977 in Los Angeles
In ihrem Tagebuch charakterisiert sie sich so: “Der erste Mensch, dem ich völlig ergeben war, mein Vater, verriet mich, und ich zerbrach. Uneingeschränktes Geben ist verhängnisvoll. Ich zerbrach, zerbrach, zerbrach, und es blieben eine Million unbedeutender Beziehungen übrig.”
Der Vater, Joaquin Nin y Castellanos, Musikprofessor und Konzertpianist, ein eitler Mann und Hypochonder, verläßt die Familie – Anais, ihre Mutter und zwei jüngere Brüder – als die Tochter elf Jahre alt ist. Sie schreibt sich ihre traumatische Verletzung in einem Brief an den Vater von der Seele - daraus wird später das Kindertagebuch, ein Monolog an den Vater, der abwesend bleibt: Er hat eine junge Geliebte.
1923 heiratet sie den Bankkaufmann Hugh Guiler, Leiter der Pariser Filiale der American City Bank. “Er riecht nach Bank”, beschwert sich Nin – dabei verdankt sie ihm, den sie in ihrem Tagebuch konsequent übergeht, ein sorgloses Leben. 1947 kommt eine geheimgehaltene Ehe mit dem siebzehn Jahre jüngeren Rupert Pole hinzu. Mit Hugh lebte sie an der Ostküste (New York City), mit Rupert an der Westküste der USA, in Los Angeles.
Anais Nin ist zeitlebens besessen von ihrem Tagebuch: Bis kurz vor ihrem Tod sind sieben (stark gekürzte) Bände publiziert: Protokolle eines unkonventionellen und ich-zentrierten Lebens, zahlreicher Affären (im Paris der dreißiger Jahre hat Nin bis zu vier Liebhaber gleichzeitig) und Freundschaften mit späteren Berühmtheiten, z.B. Henry Miller, den Anais finanziell unterstützt und mit dem sie über zehn Jahre eine Beziehung hat. Er seinerseits unterstützt ihre literarische Arbeit.
1937 – sie hat eben mit dem 50. Band des Tagebuchs begonnen – stellt er sie in eine Reihe mit den “Offenbarungen des Augustinus, Petronius, Abaelard, Rousseau, Proust.”
Nicht alle ZeitgenossInnen sind dieser Meinung. Für Simone de Beauvoir verkörperte Nin genau diejenige Art von Weiblichkeit, die einer “die Haare zu Berge stehen” läßt. “Ihre Meinung über die Weiblichkeit macht mich wütend”, erklärt Beauvoir 1972.
Diejenigen, die Nins Erotika gelesen haben - schlechte Auftragsarbeiten - verachten sie als Autorin. Ihre Tagebücher werden erst ab 1966 publiziert. Von da an wächst ihr Ruhm stetig. Das Tagebuch ist, obwohl sie auch Romane schrieb, ihr eigentliches Werk: “Ich habe es als Brief an meinen Vater begonnen, und jetzt möchte ich daraus einen Brief an alle Welt machen. Es soll von einem Land zum anderen weitergereicht werden, von Hand zu Hand, und jede Seele mit der gleichen Intensität anrühren, mit der ich die meine darin ausliefere.”
Zitat:
Jede Handlung, die etwas mit meinem Schreiben zu tun hatte, war zugleich ein Akt der Verführung ... meines Vaters. ... Ich war durch die Ungeheuerlichkeit meiner Sünde (den Wunsch, meinen Vater zu verführen) zur Strafe, zum Scheitern verdammt. Jede Handlung ... mit anderen Menschen war mit sexuellen Assoziationen belastet: ein Buhlen um die Welt. (Anais Nin, 1957)
Sulamith Sparre
Bair, Deirdre. 1998. Anais Nin: Eine Biographie Btb.
Barillé, Elisabeth. 1992 [1991]. Maskierte Venus: Das Leben der Anaïs Nin [=Une masque si nue]. München. Knaus
Fitch, Noel Riley. 1995. Anaïs: Das erotische Leben der Anaïs Nin [=Anaïs: The Erotic Life of Anaïs Nin]. Aus d. am. Englisch von Rita Seuss & Ute Schischkowitz. Wien. Europa Verlag.
Nin, Anais. 1968ff. Die Tagebücher der Anais Nin. 4 Bde. Hg. Gunther Stuhlmann. Aus d. am. Engl. von Herbert Zand. München. dtv 759, 858, 981, 10569
Salber, Linde. 1992. Anaïs Nin in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg. rororo monographie 482
Salber, Linde. 1995. Tausendundeine Frau: Die Geschichte der Anaïs Nin. Reinbek bei Hamburg. Rororo
Salber, Linde. 2002. Anais Nin: Tausendundeine Frau. Freiburg. Kore
Quelle: www.fembio.org
Anmerkung: Ein kleiner Beitrag zum Thema "Gleichberechtigung." 
Signatur Am liebsten ist mir derjenige, der gerade bei mir ist.
(Hermann Hesse) |
Leseratte  Registriertes Mitglied


Status: Offline Registriert seit: 04.01.2008 Beiträge: 31 Nachricht senden | Erstellt am 22.02.2008 - 19:49 |  |
22. Februar 1886
Hugo Ball
Geboren am 22.2.1886 in Pirmasens; gestorben am 14.9.1927 in Sant'Abbondio/Tessin.
Ball wuchs in gutbürgerlichen Verhältnissen einer streng katholischen Familie auf, brach die Lehre in einem Ledergeschäft ab, holte das Abitur nach und studierte 1906-10 Germanistik, Soziologie und Philosophie in München und Heidelberg. Seine Dissertation über Nietzsche schloß er nicht ab, überwarf sich mit seinen Eltern und ging nach Berlin an Max Reinhardts Schauspielschule.
1911/12 arbeitete er als Dramaturg in Plauen, 1912-14 an den Münchner Kammerspielen. Er verhalf Wedekind zum Durchbruch auf der Bühne, führte selbst Regie, war Mitarbeiter von Zeitschriften und Lektor verschiedener Theaterverlage.
Gemeinsam mit Kandinsky plante er einen Almanach als Ergänzung zum »Blauen Reiter«, das Projekt scheiterte am Kriegsausbruch. Da man ihn für kriegsuntauglich erklärte, ging er nach Berlin, wo er für Zeitschriften arbeitete, sich mit revolutionärem Anarchismus beschäftigte und Kontakte zur literarischen Avantgarde pflegte.
Im Mai 1915 emigrierte er nach Zürich; er schrieb wieder für Zeitschriften und tingelte mit einem Varieté-Ensemble als Klavierspieler und Texter durch die Schweiz.
Im Februar 1916 gründete er mit Hans Arp, Tristan Tzara und Marcel Janco in Zürich das »Cabaret Voltaire«, die Wiege des Dadaismus; er zog sich aber bald wieder aus dem Kreis der aktiven Dadaisten zurück und arbeitete 1917-20 als Mitarbeiter, schließlich als Verlagsleiter der »Freien Zeitung«, wo er politische Tageskommentare und kritische Beiträge verfaßte.
Nach dem Ruin des Verlages verlor er das Interesse an der politischen Aktion, widmete sich einem streng orthodoxen Katholizismus und studierte die alten Mystiker. Vortragsreisen führten ihn durch Deutschland und die Schweiz.
Nach seiner Heirat 1920 wohnte er, unterbrochen von Italienaufenthalten, im Tessin, wo er enge Freundschaft mit Hermann Hesse schloß. Er schrieb für die katholische Zeitschrift »Hochland« und befaßte sich mit dem Exorzismus als einer Form frühchristlicher Psychotherapie.
Werke u.a.
* 1911 Die Nase des Michelangelo (Tragikomödie)
* 1918 Flametti oder Vom Dandysmus der Armen (Roman)
* 1919 Zur Kritik der deutschen Intelligenz
* 1923 Byzantinisches Christentum
* 1924 Die Folgen der Reformation
* 1927 Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk
* 1927 Die Flucht aus der Zeit (Aphorismen)
Quelle: Projekt Gutenberg.de (http://gutenberg.spiegel.de)
Signatur Lesen bildet,
BILD nicht! |