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Elke ![]() Registriertes Mitglied ![]() Status: Offline Registriert seit: 25.12.2007 Beiträge: 53 Nachricht senden |
11. Januar | |||||
Minotaurus ![]() Hausherr und Gastgeber ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden |
12. Januar 1876 / *Jack London ![]() Jack London (* 12. Januar 1876 in San Francisco als John Griffith Chaney; † 22. November 1916 in Glen Ellen, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist. Jack London ist bekannt durch seine Jugendbücher "Ruf der Wildnis" und "Wolfsblut" sowie durch den mehrfach verfilmten Roman "Der Seewolf" und den autobiographisch beeinflussten Roman "Martin Eden." Diese Werkauswahl gibt gleichzeitig eine Übersicht über die geographischen Gegenden, die er kannte und über die er schrieb: der arktische Norden Nordamerikas (Klondike) zur Zeit des Goldrausches, Kalifornien und die Seefahrt auf dem Pazifik. Jack London wurde in San Francisco als uneheliches Kind von Flora Wellman und dem Astrologen William Henry Chaney geboren (der später, London gegenüber, allerdings seine Vaterschaft bestreiten sollte). Londons Biografen gehen heute fast einhellig von Chaneys Vaterschaft aus. Am 7. September 1876 heiratete seine Mutter den Farmer, Kleinhändler und Tischler John London. Mit ihrem neuen Mann John London zog Londons Mutters nach Oakland. Londons Stiefvater erkannte den Jungen als seinen Sohn an, wodurch dieser dessen Nachnamen erhielt. Die Familie lebte meist in armen Verhältnissen, und zog in den folgenden Jahren innerhalb der San Francisco Bay Area mehrmals um, da John London wiederholt versuchte, auf neuen Grundstücken sein Glück als Farmer zu machen. All diese Versuche scheiterten. 1886 zog die Familie endgültig nach Oakland zurück. John London war zu dieser Zeit weitgehend invalid und seine Frau sowie der junge Jack London mussten zum Einkommen der Familie beitragen. Jack London arbeitete so bereits als Kind unter anderem als Zeitungsjunge, Helfer in einem Wirtshaus und als Arbeiter in einer Konservenfabrik. Später, als erfolgreicher Schriftsteller, bekannte er sich, geprägt durch diese Erfahrungen, häufig zu den unteren Schichten der Gesellschaft und bekannte sich offen zum Sozialismus - wenn auch zu einem Sozialismus sehr eigener Prägung. Seine Ansichten kommen in verschiedenen seiner Schriften (z.B. Die eiserne Ferse, Martin Eden) zum Vorschein. Jack Londons sozialistischer Einschlag mischt sich dabei auf eigenartige Weise mit sozialdarwinistischen Ansichten. Die arme, arbeitende Bevölkerung ist in Londons Weltsicht zwar roh und unkultiviert, in ihrer unbändigen, oft barbarischen Lebenskraft jedoch der dekadenten Ober- und Mittelschicht entschieden überlegen. Im "Seewolf" tritt diese Thematik besonders deutlich hervor - ein kultivierter, verweichlichter Protagonist trifft auf einen »wilden« (obgleich gebildeten) Menschen. Auch in "Ruf der Wildnis" und in "Wolfsblut" tritt dieser Konflikt zwischen Natur und Kultur auf. Hier wählt Jack London das Spannungspaar Wolf - Hund, wobei sich im Wolfsrudel die Vitalität der Natur paart mit der harten Auslese im Kollektiv, gegen die der domestizierte und dadurch dekadent und schwach gewordene Haushund keine Chance hat. Für London stellt dies das Spannungsverhältnis zwischen Natur- und Kulturmensch dar. Ein ähnlicher Gegensatz ist z.B. auch in Selma Lagerlöfs um eben diese Zeit veröffentlichtem Roman "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" zu finden, wo sich der Hausgänserich Martin aus seiner ihm vom Menschen anerzogenen Verweichlichung erst lösen und im Schwarm der Wildgänse beweisen muss. Die Betonung der Weisheit des Kollektivs in gleichermaßen sozialistischer wie sozialdarwinistischer Ausprägung - Sichtweisen, die heute oft als sich Ausschließende erscheinen - waren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert durchaus verbreitet. Eine eklektizistische Synthese der Ideen von Karl Marx, Darwins, Schopenhauers und Nietzsches waren seinerzeit gerade bei Künstlern nicht selten anzutreffen. Sie finden sich in sehr ähnlicher Ausprägung beispielsweise auch bei dem schwedischen Schriftsteller August Strindberg, einem Zeitgenossen Jack Londons. London schlug sich als Jugendlicher als Fabrikarbeiter, Austernpirat, Landstreicher, und Seemann durch. Bereits als Kind las er Romane, vor allem aus öffentlichen Bibliotheken. Einer seiner ersten Einflüsse war die englische Schriftstellerin Ouida. Nach einer Zeit auf See, u.a. als Robbenjäger auf einer Reise nach Japan, und als obdachloser Hobo holte London das Abitur nach. 1896/97 studierte er an der Universität von Berkeley, brach das Studium aber nach nur einem Semester ab. In Kalifornien waren Nachrichten von Goldfunden am Klondike River eingetroffen. Das Goldfieber erfasste ihn und er segelte am 25. Juli 1897 gemeinsam mit seinem Schwager James Shepard und anderen nach Norden. Jack London versuchte sich kurzfristig erfolglos als Goldsucher in Yukon. Kurz darauf wurde er, mittellos nach Kalifornien zurückgekehrt, vor allem durch seine Tiergeschichten und seine Erzählungen vom harten Leben einfacher Menschen, zur Berühmtheit und zum Bestseller-Autor. Durch seine in kurzer Folge veröffentlichten Romane, Reportagen und Artikelserien wurde er in sehr kurzer Zeit wohlhabend. Von den Einnahmen seines Schreibens kaufte er sich eine Jacht, mit der er mehrere lange Seereisen unternahm. Nachdem er als Schriftsteller und Journalist berühmt geworden war erhielt er zahlreiche lukrative Aufträge, lebte u.a. als Undercover-Reporter monatelang in einem Elendsviertel von London und geriet als Korrespondent im russisch-japanischen Krieg in Gefangenschaft. 1910 zog er sich auf eine von ihm gekaufte Farm in Sonoma County zurück, wo er, ähnlich seinem Zeitgenossen Knut Hamsun, eine quasi ursozialistische, dem modernen, industrialisierten, entfremdeten Leben möglichst ferne, »natürliche« Existenz führen wollte. In seinem 1913 veröffentlichten autobiographischen Roman John Barleycorn oder (dt.) König Alkohol thematisierte London seinen Alkoholismus. Er behauptete in diesem Buch zwar, Zeit seines Lebens Alkohol in großen Mengen getrunken zu haben, jedoch ohne jeden Genuss. Wie glaubwürdig diese Aussage ist, ist umstritten. Die Hauptthese des Buches ist, dass Alkohol ein Dämon ist, der qua Konvention Männern erlaubt, gesellig zu sein, sie letztlich aber in die Sucht führt und vernichtet. Von den Frauen hingegen erhoffte sich London (mittels des Frauenwahlrechts), ein Verbot des Alkohols und neue Formen der suchtfreien Geselligkeit - ohne dass klar würde, wie dergleichen konkret aussehen könnte (was umso mehr auffällt, da sich London über Formen weiblicher Geselligkeit in dem Buch sehr abfällig äußert). London jedenfalls war seit dieser Zeit und bis zu seinem Lebensende ein Befürworter der Prohibition, die landesweit in den USA erst nach seinem Tod politisch verwirklicht wurde. Jack London war zweimal verheiratet: in erster Ehe mit Elisabeth Maddern und in zweiter Ehe mit Charmian Kittredge. Jack London starb im Alter von vierzig Jahren auf seiner Farm in Glen Ellen, Sonoma County. Die früher weithin vertretene Auffassung, London hätte seinem Leben selbst ein Ende gesetzt, gilt heute als umstritten. Einiges spricht dafür, dass London, der die letzten Jahre seines Lebens an einer Niereninsuffizienz litt und der sich zuvor wegen anderer gesundheitlicher Probleme bereits mehrerer Operationen unterziehen hatte müssen, einer Harnvergiftung erlag. Möglicherweise trug auch sein bedeutender Alkoholkonsum oder auch das Morphium, das er zuletzt nahm, um die Schmerzen seiner Beschwerden zu lindern, zu seinem Tode bei. Manche Biografen vermuten, sein Kreislauf habe wegen der gesammelten gesundheitlichen Belastungen versagt. Für einen Selbstmord Londons könnte hingegen sprechen, dass London in seinen letzten Jahren an Depressionen litt - wofür es außer autobiografischen Zeugnissen auch mehrere Belege Dritter gibt - und dass er in seinem Buch John Barleycorn wie auch in anderen, autobiografisch gefärbten Erzählwerken wiederholt berichtet, dass er unter Einfluss von Alkohol mehrmals versucht habe, sich das Leben zu nehmen. Für beide Hypothesen gibt es Indizien. Die Ursache seines frühen Todes ist aber letztlich ungeklärt. Romane: * A Daughter of the Snows, 1902 deutsch.: An der weißen Grenze * Frisco Kid (The Cruise of the Dazzler, 1902) (Kalifornien) * Ruf der Wildnis (The Call of the Wild, 1903) (Klondike, Hundegeschichte) * The Kempton-Wace Letters, 1903 (gemeinsam mit Anna Strunsky) * Kid und Co. * Der Seewolf (The Sea-Wolf, 1904) (Seegeschichte) * The Game, 1905 (Preisboxer) * Wolfsblut, Weißzahn, der Wolfshund (White Fang, 1906) (Klondike, Kalifornien, Hundegeschichte) * Before Adam, 1907 (Frühgeschichte der Menschheit) * The Iron Heel, 1908 ("Die eiserne Ferse", Antiutopie) komplett in HTML oder PDF * Lockruf des Goldes (Burning Daylight), 1910 (Klondike, ein „Sonoma-County Roman“) * The Abysmal Brute, 1911 (Ein Boxer flieht von der Korruption in die Kalifornische Wildnis) * Adventure, 1911 (Sklaverei auf den Solomon-Inseln) * Ein Sohn der Sonne (A Son of the Sun), 1912 (Südseegeschichten um einen Kaufmann und Abenteurer) * The Scarlet Plague, 1912 (Utopischer Roman, Menschheit durch Krankheit fast ausgelöscht) * Smoke Bellew / Alaska Kid, 1912 (Alaska, Episodenroman, naturalistisch) * Das Mondtal (The Valley of the Moon, 1913) (London, England und Kalifornier) * Martin Eden, 1913 (stark autobiografisch, Hauptfigur begeht Selbstmord) * The Mutiny of the Elsinore, 1914 * Die Zwangsjacke (The Star Rover, 1915, auch als The Jacket verlegt) (Strafvollzug/Reinkarnation) * The Little Lady of the Big House 1916 (Kalifornien) * Jerry of the Islands, 1917 (Pazifik, Hundegeschichte) * Michael, Brother of Jerry, 1917 (Hundegeschichte, Tierschutz) * Hearts of Three, 1918 * Die Insel Berande, 1927 * Das Mordbüro (The Assassination Buero), 1963 (vervollständigt von R.L. Fish, Thriller) * Abenteuer eines Tramps (The Road), 1967 (1. Auflage) * Die Kurzgeschichten Jack Londons sind in unterschiedlichen Zusammenstellungen erschienen. Tatsachenberichte: * The People of the Abyss[1], 1903 (erschütternde Undercover-Reportage über die Londoner Slums) * The Cruise of the Snark, 1913 (Reiseerinnerungen, Pazifik, Hawaii) * König Alkohol (John Barleycorn, 1913) (Alkoholabhängigkeit, stark autobiographisch) * Abenteurer des Schienenstranges (The Road, 1907) (Autobiographisch, Landstreicherabenteuer) Essays / Reden: * War of the Classes 1905 (Reden zum Sozialismus) * Revolution and Other Essays, 1909 (Sozialistische Gedanken) * The Human Drift, 1917 Filmografie: Eine Auswahl von Filmen, die nach Romanen, Erzählungen oder Motiven von Jack London im Laufe der Filmgeschichte entstanden sind: * 1913 - The Sea Wolf - (frühe Stummfilm-Version, in der Jack London selbst in einer Nebenrolle als Seemann einen Kurzauftritt hat) * 1925 - Adventure - Regie: Victor Fleming * 1926 - The Sea Wolf - Regie und Rolle des Wolf Larsen: Ralph Ince * 1935 - The Call of the Wild - Regie: William A. Wellman (mit Clark Gable als John Thornton) * 1936 - Conflict (nach The Abysmal Brute) - (mit John Wayne) * 1939 - Romance of the Redwoods (nach The White Silence) - Regie:Charles Vidor * 1940 - Queen of the Yukon - (mit Charles Bickford) * 1941 - The Sea Wolf - Regie: Michael Curtiz (mit Edward G. Robinson als Wolf Larsen) * 1942 - The Adventures of Martin Eden - (mit Glenn Ford als Martin Eden) * 1952 - The Fighter (nach The Mexican) - (mit Lee J. Cobb) * 1972 - Der Seewolf - Regie: Wolfgang Staudte (legendärer deutscher TV-Mehrteiler mit Raimund Harmstorf als Wolf Larsen) * 1972 - Call of the Wild - (mit Charlton Heston als John Thornton) * 1972 - Der Schrei der schwarzen Wölfe - Regie: Harald Reinl (mit Raimund Harmstorf) * 1973 - Zanna Bianco (italienische Version von White Fang) - (mit Franco Nero und Raimund Harmstorf) * 1974 - Kit und Co. - (DDR-Verfilmung mit Manfred Krug und Rolf Hoppe) * 1975 - Il Lupo dei mari (italienische Version von The Sea Wolf) - (mit Chuck Connors als Wolf Larsen) * 1975 - Lockruf des Goldes (deutsche Version von Burning Daylight) - Regie: Wolfgang Staudte (mit Rüdiger Bahr, Arthur Brauss und Ferdy Mayne) * 1976 - The Call of the Wild - (mit John Beck als John Thornton) * 1978 - Das verschollene Gold der Inka (deutscher TV-Film nach The Hussy) Regie: Wolfgang Staudte (mit Vadim Glowna) * 1979 - Martin Eden - (italienischer TV-Mehrteiler) * 1991 - White Fang - (mit Klaus Maria Brandauer und Ethan Hawke) * 1993 - The Sea Wolf - (mit Charles Bronson als Wolf Larsen) * 1993 - Call of the Wild - (mit Rick Schroder als John Thornton) * 1995 - Legends of the North (nach Smoke Bellew) (mit Randy Quaid) * 1997 - Call of the Wild - (mit Rutger Hauer als John Thornton) Literatur über Jack London: * Jonathan Auerbach: Male call. Becoming Jack London. Durham u. a.: Duke Univ. Press. 1996. ISBN 0-8223-1820-2 * Thomas Ayck: Jack London. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 7. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. 2000. (= Rowohlts Monographien; 50244) ISBN 3-499-50244-5 * Robert Barltrop: Jack London. Eine Biographie. Frankfurt am Main u. a.: Ullstein. 1988. (= Ullstein-Buch; 34490; Ullstein-Sachbuch) ISBN 3-548-34490-9 * Lois A. Cuddy: Evolution and eugenics in American literature and culture, 1880-1940. Essays on ideological conflict and complicity. Lewisburg, Pa. u. a.: Bucknell University Press u. a. 2003. ISBN 0-8387-5555-0 * Daniel Osborn Dyer: Jack London. A biography. New York: Scholastic Press. 1997. ISBN 0-590-22216-3 * Justin D. Edwards: Exotic journeys. Exploring the erotics of U.S. travel literature, 1840-1930. Hanover, NH u. a.: University of New Hampshire. 2001. ISBN 1-584-65115-6 * Frederick Feied: No pie in the sky. The hobo as American cultural hero in the works of Jack London, John Dos Passos, and Jack Kerouac. San Jose u. a.: Authors Choice Press. 2000. ISBN 0-595-17033-1 * Christopher Gair: Complicity and resistance in Jack London's novels. From naturalism to nature. Lewiston u. a.: Mellen. 1997. (= Studies in American literature; 22) ISBN 0-7734-8719-0 * Georg Hartmann: Interpretation und Stundenausarbeitungen zu Jack London. Wolfsblut. Frankfurt am Main: Hirschgraben. 1984. ISBN 3-454-50103-2 * Rolf Italiaander: Jack London. Berlin: Colloquium. 1978. (= Köpfe des XX. Jahrhunderts; 88) ISBN 3-7678-0445-X * Alex Kershaw: Jack London. A life. London: Flamingo. 1998. ISBN 0-00-654848-2 * Michael Klein: Das weiße Schweigen. Jack Londons Weg durch das Eis. Wien: Zsolnay. 2001. ISBN 3-552-05167-8 * Michail Krausnick: Jack London. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2006. 192 Seiten. ISBN 3-423-31085-5 * Charmian London: Jack London. Das Abenteuer eines Lebens. Erzählt von seiner Frau. Berlin: Universitas. 1976. ISBN 3-8004-0827-9 * Rolf Recknagel: Jack London. Leben und Werk eines Rebellen. Biografie. 4. Aufl. Berlin: Verlag Neues Leben. 1989. ISBN 3-355-00885-0 * Jeanne Campbell Reesman: Jack London. A study of the short fiction. New York: Twayne. 1999. (= Twayne's studies in short fiction; 75) ISBN 0-8057-1678-5 * Hinrik Schünemann: Jack London. Bedarfsorientiertes Literaturmarketing in Amerika zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Frankfurt am Main u. a.: Lang. 2000. (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 14, Angelsächsische Sprache und Literatur; 363) ISBN 3-631-35808-3 * Clarice Stasz: Jack London's women. Amherst: University of Massachusetts Press. 2001. ISBN 1-558-49301-8 * Rebecca Stefoff: Jack London. An American original. Oxford u. a.: Oxford University Press. 2002. ISBN 0-19-512223-2 * Irving Stone: Zur See und im Sattel. Jack London - ein Leben wie ein Roman. Frankfurt am Main u. a.: Ullstein. 1992. (= Ullstein-Buch; 22780) ISBN 3-548-22780-5 Quelle der Auszüge: Wikipedia ![]() Persönliche Anmerkungen: Neben James A. Michener gehört Jack London ganz sicher zu den faszinierendsten Schriftstellern seiner Zeit. Ganz besonders die epische Breite und die Erlebnistiefe seiner Erzählungen haben es mir angetan. Plötzlich ist man nicht mehr Leser, sondern mitten drin in der Geschichte, die wie ein Film vor den Augen des Lesers abläuft. Epische Breite ist ja bei vielen Lesern ziemlich verpönt, da viele Schriftsteller sich dabei in Banalitäten und Nebensächlichkeiten verlieren, dabei den "roten Faden" verlieren und sie es somit nicht schaffen, den Leser nachhaltig zu fesseln. Sie wird daher oftmals als "langweilig" empfunden. Diese Gefahr besteht bei Jack London jedoch nicht. Jedes - vermeintlich unwichtige - Detail erhält im weiteren Verlauf der Geschichte einen Sinn und der Kreis schließt sich wieder. Der Leser spürt, daß der Autor hier nicht nur eine fiktive Geschichte erzählt, sondern darin sein Leben und seine gesamte Persönlichkeit beschreibt. Wenn Jack London heute überhaupt noch bekannt ist, dann als vermeintlicher Jugendschriftsteller. Das kann verschiedene Hintergründe haben: Jack London selbst gab sich das Image des nicht alternden Helden, der immer auf Abenteuer aus ist. So könnte man meinen, er hätte auch für einen eher jugendlichen Leserkreis geschrieben, was aber keineswegs stimmt, wenn man seine Werke kennt. Zumindest auf dem deutschen Buchmarkt werden seine Bücher aber als Jugendbücher aufgemacht und angeboten. Oft wird er in die Ecke "Karl May" gerückt, obwohl zwischen Karl May und Jack London ideologische und künstlerische Welten liegen und auch ihr literarisches Schaffen sich ganz grundlegend voneinander unterschied. Warum ist das so? Ganz einfach: Wenn man Jack Londons Werk im Jugendliteratur-Genre ansiedelt, so ist es nicht nötig, sich mit seinen z.T. revolutionären, philosophischen Theorien zu beschäftigen, denn hier liegt ebenfalls ein Knackpunkt von literaturwissenschaftlicher Seite im Umgang mit Jack London. Als bekennender Sozialist war Jack London seinen Zeitgenossen der beginnenden Ära des Hochkapitalismus äußerst suspekt, denn viele seiner Bücher verarbeiten gesellschaftspolitisch brisante Themen. Zudem paßte sein darwinistisches Weltbild nicht in die damalige Zeit, die noch stark von tiefreligiösen Vorstellungen geprägt war. Auch dies führte dazu, daß man bis heute versucht, seine Bücher als Unterhaltungslektüre für Jugendliche abzustempeln. Dieses Schicksal teilt er mit seinem Schriftstellerkollegen Jonathan Swift , dessen satirisch- sozialkritischer Roman "Gullivers Reisen" ebenfalls in die Ecke der Kinderliteratur verbannt wurde, ohne daß dessen wirklicher Inhalt erkannt wurde. Bereits zu seinen Lebzeiten wurde Jack London als Autor und als Mensch von allen Seiten stark angegriffen. Die bürgerliche Welt betrachtete ihn als frechen Aufsteiger. Mehrere z.T. hochgebildete und studierte Autoren mussten sich den Rang von einem Emporkömmling ablaufen lassen. Sogar mehrere Plagiatsvorwürfe wurden gegen ihn erhoben. Diese ließen sich zwar allesamt nicht bestätigen, aber Plagiatsvorwürfe sind in der literarischen Welt bis zum heutigen Tage ein sehr probates Mittel, einen Autor zu diskreditieren. Seine realistischen Schilderungen von Grausamkeiten hingegen stieß die Feingeister vor den Kopf. Jack erscheint in seiner Sprache oft urwüchsig und archaisch, manchmal sogar vulgär und roh. Er beschreibt die Gesetze der Natur, das Recht des Stärkeren und den hohen Wert von Ethik, Freundschaft und Zuverlässigkeit. Obwohl viele amerikanische Schriftsteller von Jack Londons Werken deutlich beeinflußt wurden, gab allein Eugene O'Neill dies öffentlich zu. Ernest Hemingway, Henry Miller, Norman Mailer, John Steinbeck oder John Kerouac: Keiner dieser Autoren-Größen wollte später mit Jack London in Verbindung gebracht werden. Ein anderer Grund für die Nichtwürdigung Jack Londons in der literarischen Fachwelt könnte sein, daß sich seine Bücher sehr schwer einordnen lassen. Sind z.B. seine Tiergeschichten philosophische Betrachtungen oder einfach nur Kindergeschichten? Insgesamt stellen Jack Londons Arbeiten für die Nachwelt ein schwer einzuordnendes Werk dar, an dem diverse Literaturkritiker sich bis heute die Zähne ausbeißen (MRR zum Beispiel hat schon gar keine Zähne mehr). Erst wenn man bereit ist, wirklich hinter die Kulissen zu sehen und Jack London als Mensch, als Ganzheit in seinem inneren Kern zu begreifen, wird man erkennen, daß viel mehr dahinter steckt, als so manch oberflächliche Betrachtungsweise zuläßt. Hier ein Zitat von Jack London zum Thema Kunst:
Ja, ich gebe es zu: Auch ich habe schon mal versucht, eine Kurzgeschichte ("Alaska") im Stil von Jack London zu schreiben, aber dabei die ernüchternde Erfahrung gemacht, daß ich nicht im Entferntesten an mein großes Vorbild heranreichen kann.Sozialdarwinistische Grüße vom Mino an einen der größten Schriftsteller seiner Zeit. ![]() Edit: Zweites Bild verkleinert, um nicht seitlich scrollen zu müssen. ![]() . [Dieser Beitrag wurde am 14.01.2008 - 01:27 von Minotaurus aktualisiert] Signatur ![]() Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke. (Marcel Reich-Ranicki) | |||||
Elke ![]() Registriertes Mitglied ![]() Status: Offline Registriert seit: 25.12.2007 Beiträge: 53 Nachricht senden |
Guten Morgen! | |||||
Minotaurus ![]() Hausherr und Gastgeber ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden |
Ooooch, das tut mir aber leid! Das liegt vermutlich daran, daß der flinke Mino niemals schläft? ![]()
Danke! Besonders der Link zu Bettina Licht war sehr gut!Sehr empfehlenswert ist auch der Fernseh-Vierteiler "Lockruf des Goldes", der sich ganz eng an die Buchvorlage hält (was bei Literaturverfilmungen eher ungewöhnlich ist). Nachtwandlerische Grüße vom Mino. Signatur ![]() Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke. (Marcel Reich-Ranicki) | |||||
Minotaurus ![]() Hausherr und Gastgeber ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden |
13. Januar 1968 Signatur ![]() Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke. (Marcel Reich-Ranicki) | |||||
Elke ![]() Registriertes Mitglied ![]() Status: Offline Registriert seit: 25.12.2007 Beiträge: 53 Nachricht senden |
13. Januar | |||||
Minotaurus ![]() Hausherr und Gastgeber ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden |
14. Januar 1941 / † Fritz Grünbaum 14. Januar 1941 Am selben Tag, als Fritz Grünbaum starb, wurde in Amerika Faye Dunaway geboren. Dorothy Faye Dunaway (* 14. Januar 1941 in Bascom, Florida) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin. In den 1970er Jahren war Dunaway eine der bekanntesten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle als skrupellose Produzentin in der Mediensatire Network bekam sie einen Oscar, nachdem sie zuvor zweimal nominiert worden war (Chinatown und Bonnie und Clyde). Elf Nominierungen und drei Golden Globes stehen allerdings auch sieben Nominierungen für die Goldene Himbeere als „Schlechteste Schauspielerin“ gegenüber, einmal gar als „Schlechteste Schauspielerin des Jahrzehnts“ (für die 1980er Jahre). Zweimal erhielt sie eine Himbeere, sie ist damit neben den Oscar-Preisträgerinnen Halle Berry und Liza Minnelli eine von dreien, denen diese „Ehre“ zuteil wurde. Faye Dunaway war zweimal verheiratet. Zwischen 1974 bis 1979 lebte sie mit ihrem ersten Mann, Peter Wolf, dem Sänger der J. Geils Band, zusammen. 1983 heiratete sie den Fotografen Terry O'Neill, von dem sie schon 1980 den Sohn Liam bekam. Diese Ehe hielt bis zum Jahr 1987. 14. Januar 1950 Ebenfalls an einem 14. Januar wurde Hanne Haller geboren. Hanne Haller (* 14. Januar 1950 in Rendsburg; † 15. November 2005 in Tegernsee; bürgerlich Hannelore Haller) war eine deutsche Schlagersängerin, Komponistin, Texterin, Produzentin und Tonmeisterin. Hanne Haller wuchs in Schleswig-Holstein auf. Ihre Mutter war eine Opernsängerin, ihr Vater Bankkaufmann. In ihrer Schulzeit spielte sie ab 1965 in Ronnenberg bei Hannover Schlagzeug in der Band "The Rooks" (Die Nebelkrähen). Nach der Schule studierte sie ab 1968 Sport, musste das Studium jedoch wegen einer schweren Krankheit aufgeben. Im gleichen Jahr gründete sie einen Gospelchor. In den 1960er Jahren besang sie beim christlichen Verlag "Frohe Botschaft" in Wetzlar eine Single mit zwei Liedern von Siegfried Fietz ("Wir sind nur eine Minderheit" und "Broadway"). Nach Abbruch ihres Studiums machte Haller eine Ausbildung zur Medizinisch-Technischen-Assistentin (MTA), welche sie 1970 mit dem Examen abschloss. Dann war sie im Strahlen-Biochemischen Labor der Universität Göttingen tätig. 1971 begann sie ihre musikalische Karriere. Der Produzent Georg Moslener produzierte mit ihr die Single "Frühling in Vietnam", die sich aber nicht durchsetzte. Haller lernte Klavier spielen und konnte bereits 1971 ihr erstes Album "Applaus für Hanne Haller" aufnehmen. Doch dieses Werk wurde nie auf den Markt gebracht, weil die Plattenfirma in Konkurs ging. Daraufhin zog Hanne Haller nach München und erlernte den Beruf des Tonmeisters. Nebenher jobbte sie in verschiedenen Branchen und nahm auch weiterhin Schallplatten auf. Ende der 1970er Jahre begann sie auch zu komponieren. Hierzu legte sie sich das Pseudonym Hansi Echer zu. Der Sänger Karel Gott veröffentlichte schließlich 1978 den von ihr geschriebenen Titel "Wohin der Wind die Blätter weht". Zuvor hatte sie bereits für Curd Jürgens das Lied "60 Jahre und kein bisschen weise", das zusammen mit seiner Autobiographie erschien, komponiert. Nach einigen weiteren Singles bekam sie 1979 die Chance, als Sängerin einem größeren Publikum bekannt zu werden. Sie nahm mit dem Titel "Goodbye, Chérie" an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil und belegte den siebten Platz. Daraufhin folgten weitere Schallplattenaufnahmen, bei denen meist Bernd Meinunger die Texte schrieb. Mit dessen getextetem Titel "Samstag Abend" gelang ihr 1981 ein Erfolg (Platz 11 der deutschen Charts). Daraufhin gründete sie mit Meinunger 1982 einen Musikverlag. In ihrem eigenen Tonstudio produzierte Haller seither ihre Titel selbst. Im gleichen Jahr bekam sie auch ihre erste Goldene Stimmgabel (weitere folgten). 1985 entdeckte Haller die Gruppe Wind, die mit dem von ihr komponierten Lied "Für alle" beim Eurovision Song Contest den 2. Platz belegte. Nach diesem Erfolg schrieb Hanne Haller auch für andere Künstler neue Titel, wie etwa für Daliah Lavi, Katja Ebstein (für sie schrieb sie z. B. das Lied der ARD-Fernsehlotterie 1986), Rex Gildo, Lena Valaitis, Caterina Valente, Jürgen Drews, Ingrid Peters, Wolfgang Fierek (für ihn schrieb sie dessen Hit "Resi, i hol di mit mei'm Traktor ab") und Milva. Sie entdeckte auch Rosanna Rocci. Nach einigen kleineren Erfolgen hatte Haller 1989 ihren zweiten kommerziellen Hit mit "Mein Lieber Mann" (Platz 20 der Hitlisten). Danach war Haller in zahlreichen Fernsehsendungen zu sehen und gewann mit ihren weiteren Schlagern mehrere Hitparaden. 1992 nahm Haller beim Deutschen Song-Festival "Schlager 92" teil und konnte diesen Wettbewerb mit ihrem Titel "Schatz, ich will ja nicht meckern" gewinnen. Der von ihr entdeckte Sänger Leon gewann 1996 die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest, der Titel schied jedoch in einer nichtöffentlichen Vorauswahl der EBU aus. 1999 nahm Haller mit "Während Du mich liebst" bei den Deutschen Schlager-Festspielen teil und erreichte Platz vier. Am 2. Februar 2003 veranstaltete Haller ihr erstes Live-Konzert vor über 1.200 Zuschauern. Dieser Start führte sie zu einer Tournee im Jahr 2004. Damit verbunden war nach langer Zeit wieder einmal ein Hit: "Vater unser" wurde von den Radiosendern geliebt und das Album "Mitten im Licht", das passend zur Weihnachtszeit erschien, stieg für vier Wochen in die Media Control Album Charts ein. Die Künstlerin erkrankte Mitte der 1990er Jahre an Brustkrebs. Sie starb am 15. November 2005 an den Folgen ihrer Krankheit. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof der Ortschaft Egenstedt in der Gemeinde Diekholzen (Landkreis Hildesheim). Ja, der Mino war auch schon dort und hat die Gegend unsicher gemacht. Quelle der Auszüge: Wikipedia So, aber jetzt kommt´s! 14. Januar 1934 Die wichtigste Person, die an diesem Datum geboren wurde, habe ich euch bisher vorenthalten: Ihr Name ist Mama und es handelt sich um die Mutter des Mino, die heute ihren 74. Geburtstag feiert. Gäbe es sie nicht, so gäbe es auch keinen Mino und somit auch keine Künstler- und Autorenplattform Namens KUNST-WERK, die euch mit etlichen Informationen rund um Literatur, Kunst und Kultur, aber auch mit täglichem Blödsinn versorgt. Meine "kleine Schwester" hingegen ist Leadsängerin in einer Hardrock-Band und Laienschauspielerin in einer Theatergruppe. Beides (rumgröhlen und Leute verarschen) hat sie bereits als Baby gelernt, ein "Naturtalent" also. Somit hat also auch der Geburtstag unserer Mutter etwas mit Kunst zu tun, zumindest im weitesten Sinne. Aus diesem Anlaß möchte ich ihr - auch im Namen von KUNST-WERK - alles Gute zum Geburtstag und weiterhin viel Glück und Gesundheit wünschen! (So, das mußte einfach mal gesagt werden!) Gefeiert wird dann am nächsten Sonntag im Kreise der Verwandtschaft. Bei diesem Anlaß verspreche ich auch, zur buckligen Verwandtschaft immer lieb und brav zu sein, so wie bisher. Beste Grüße vom Mino ![]() Signatur ![]() Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke. (Marcel Reich-Ranicki) | |||||
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Minotaurus ![]() Hausherr und Gastgeber ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden |
15. Januar 1949 / * Franz Xaver Bogner Signatur ![]() Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke. (Marcel Reich-Ranicki) | |||||
Minotaurus ![]() Hausherr und Gastgeber ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 13.06.2006 Beiträge: 1550 Nachricht senden |
16. Januar 1948 / * John Carpenter Signatur ![]() Worte, Worte, nichts als Worte! Dazwischen manchmal ein Gedanke. (Marcel Reich-Ranicki) | |||||
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