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...   Erstellt am 01.01.2008 - 03:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kunstkalender 2008:


Hallo zusammen,

hier, im neu angelegten Kunstkalender können täglich datumsbezogene Beiträge gepostet werden, die in irgend einer Weise mit Kunst und Kultur zu tun haben.
Das können sowohl Geburts- oder Todestage von bekannten Künstlern, Schauspielern, Musikern oder Autoren sein, aber auch besondere Ereignisse, die sich an diesem Datum ereignet haben.
Auch themenbezogene Bilder oder Tonsequenzen können hier eingestellt werden, sowie eigene Anmerkungen und Kommentare zu den jeweiligen Beiträgen.
Bitte aber nur Beiträge aus dem Kunstbereich, keine Beiträge aus Wirtschaft oder Politik, sowie sonstigem Tagesgeschehen.

Ob die Struktur und der Standort in der derzeitigen Form so bleiben wird, das wird sich spätestens dann zeigen, wenn abzusehen ist, ob diese neue Kategorie angenommen wird. Es liegt also an uns, was wir daraus machen.

Mit "wir" meine ich natürlich nicht nur stille Mitleser, mich selbst oder ein, zwei weitere engagierte Mitglieder, sondern ALLE Interessenten an diesem Kunstkalender, also auch unsere nichtregistrierten Gäste!
Jeder kann und sollte sich daran beteiligen.


Bitte die jeweiligen Beiträge nicht in eigenen Threads, sondern in chronologischer Reihenfolge als Antwort auf den Vorbeitrag posten!

Um die Sache mal ins Rollen zu bringen, möchte ich gleich mal den ersten Beitrag zum 1. Januar hier einstellen. Es handelt sich dabei um Daten aus dem Musik- und Kabarettbereich.



01. Januar 1962:
Brian Epstein ermöglicht den Beatles einen Vorspieltermin bei der Plattenfirma Decca in London, wo die Gruppe am 1. Januar 1962 fünfzehn Stücke zum Besten gibt (darunter Money, Till There Was You und Besame Mucho).
Schließlich entscheiden sich die Decca-Geschäftsführer Mike Smith und Dick Rowe aber doch für "Brian Poole & The Tremeloes", da nach ihrer Meinung "Gitarrengruppen aus der Mode kommen" würden.
Das Ergebnis dieser Einschätzung ist bekannt.

01. Januar1933:
Das politische Kabarett "Die Pfeffermühle" wird in München eröffnet.
Die Pfeffermühle war der Name eines legendären politischen Kabaretts, das am 1. Januar 1933 in der Münchner Bonbonniere, in der Nähe des Hofbräuhauses, sein erstes Programm aufführte.

Die Gründer waren Klaus und Erika Mann sowie Therese Giehse und Magnus Henning (1904-1995). Zu den Textern gehörten außer Erika und Klaus Mann Walter Mehring und Wolfgang Koeppen, zu den Darstellern unter anderen Therese Giehse, Lotte Goslar, Sybille Schloß, Cilli Wang und Igor Pahlen. Magnus Henning war Komponist und Pianist. Erika Mann schrieb viele Texte selbst und trat als Conferenciere und Darstellerin in einem weißen Clowskostüm auf.

Nur wenige Wochen mit einem weiteren Programm nach der höchst erfolgreichen Premiere musste die Truppe vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen. Die Pfeffermühle nahm ihren Spielbetrieb als Exilkabarett am 30. September 1933 in Zürich im Hotel Hirschen wieder auf. Das zweite Exilprogramm wurde am 1. Januar 1934 mit deutlicheren Bezügen, aber ohne ausdrückliche Namensnennung, auf das Dritte Reich gestartet. Es folgte das dritte, noch schärfere Exil-Programm am 3. Oktober 1934 in Basel. Ein Zürcher Gastspiel im November löste Krawalle von Schweizer Nazis aus, so dass die Vorstellungen nur unter Polizeischutz weiter geführt werden konnten. Die Pfeffermühle kehrte der Schweiz den Rücken und begab sich ab 1935 auf Tournee durch die Tschechoslowakei und die Benelux-Länder.

1935 wurde Erika Mann als "geistiger Urheberin" des "deutschfeindlichen" Kabaretts die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Bis zur letzten Aufführung in Europa am 14. August 1936 gab die Pfeffermühle 1034 Vorstellungen. Als der Druck der Nationalsozialisten in Europa zu stark wurde, versuchte Erika Mann Anfang 1937 ohne Erfolg, mit The Peppermill in New York Fuß zu fassen. Therese Giehse und Magnus Henning kehrten nach Europa zurück, Lotte Goslar und Sybille Schloß blieben in Amerika, ebenso wie Erika Mann, die auf andere Weise auf Vortragsreisen die Amerikaner über die Gefahr, die vom nationalsozialistischen Deutschland ausging, aufzuklären versuchte.

Quelle beider Textauszüge: Wikipedia.de

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[Dieser Beitrag wurde am 24.01.2008 - 15:40 von Minotaurus aktualisiert]





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Am 01. 01. 1934 starb der jüdische Schriftsteller

Jakob Wassermann

Geboren am 10.3.1873 in Fürth, gestorben am 01. 01. 1934 in Altaussee/Steiermark.

Nach Abschluss der Realschule hätte Wassermann wie sein Vater, ein erfolgloser jüdischer Spielwarenfabrikant, Kaufmann werden sollen, brach aber die 1889 in Wien begonnene Lehre ab, weil er sich zum Schreiben berufen fühlte. Nach einjährigem Militärdienst in Würzburg, kurzer Tätigkeit in einer Versicherung und einer ziellosen Wanderzeit in Süddeutschland wurde er Sekretär Ernst von Wolzogens und begegnete durch dessen Vermittlung 1896 dem Verleger Albrecht Langen in München, der ihn die Redaktion der Zeitschrift Simplicissimus aufnahm. Bei Langen veröffentlichte Wassermann nach seinem Erstling Melusine - Ein Liebesroman (1896) weitere Prosaarbeiten, darunter die Novelle Die Juden von Zirndorf (1897, Neuausg. 1987), eine Chronik aus dem 17. Jahrhundert über das Leben des Shabbetaj Zvi, mit einer anschließenden Beschreibung der jüdischen Gemeinde in der fränkischen Kleinstadt im 19. Jahrhundert. In München, wo Wassermann fast drei Jahre wohnte, gewann er die Freundschaft Thomas Manns und Rainer Maria Rilkes. Ende 1897 begann er, Feuilletons und Theaterberichte für die Frankfurter Zeitung zu schreiben, in deren Auftrag er später nach Wien übersiedelte, wo er sich den Dichtern des Jung-Wien anschloss, besonders Arthur Schnitzler.
In den späten 1920er und frühen 1930er Jahren gewann Wassermann Weltruhm mit mehreren Romanen, die eine Neigung zum Sensationellen aufweisen. Wassermanns Werke, die noch heute in zahlreichen Ausgaben verbreitet sind, besitzen trotz Weitschweifigkeit und ästhetischer Mängel ihren Wert als Dokumente ihrer Epoche. Von der Psychoanalyse und dem Stil Dostojewskis beeinflusst, spürte Wassermann subtil den Seelennuancen seiner Figuren nach. In der Überzeugung, er könne durch Literatur ein neues Menschentum fördern, kämpfte Wassermann gegen jede Form von Trägheit des Herzens und für den Triumph der Gerechtigkeit.
Dieses Vorhaben bildet auch den Kern von Wassermanns berühmtesten und gelungenstem Prosawerk Der Fall Maurizius (1928), in dem der sechzehnjährige Etzel Andergast in jugendlicher Überschwänglichkeit einen Justizirrtum aufdeckt, den achtzehn Jahre zuvor sein Vater als Erster Staatsanwalt begangen hatte.
(QUELLE: Auszug aus Wikipedia)
Weitere Informationen über den Schriftsteller: ://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Wassermann

„Der Fall Maurizius“
kann man online lesen oder ausdrucken bei Spiegel-online, PROJEKT GUTENBERG
http://gutenberg.spiegel.de/index.php?i … n#gb_found

Meine persönliche Buchempfehlung des Schriftstellers dort:
Der u. a. 1908 erschienene Roman
"Caspar Hauser oder die Trägheit des Herzens“
http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=2 … 1#gb_found

Ein Roman über die „Trägheit des Herzens“
Über die Herkunft des Findelkindes Caspar Hauser rätselt das ganze Land: Ist er ein ungewollter Fürstensohn?
Caspars Lebensjahre in Nürnberg und Ansbach – bis zu jenem Schicksalstag, da er einem Unbekannten in den Hofgarten folgt, werden in diesem Roman spannend und sehr bildhaft beschrieben.
Zitat: "Der schönste Krimi aller Zeiten." Golo Mann

Mein Tipp:
Das Hörbuch - sehr schön vorgelesen! - gibt es kostenlos zum Download als MP3 hier:
http://www.wolframhuke.de/caspar/index.php?page=2

[Dieser Beitrag wurde am 01.01.2008 - 12:32 von Elke aktualisiert]




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2. Januar 1999

Sebastian Haffner † 2. Januar 1999

Sebastian Haffner (* 27. Dezember 1907 in Berlin; † 2. Januar 1999 in Berlin; eigentlich Raimund Pretzel) war ein deutscher Publizist.

Geboren wurde Raimund Pretzel in Berlin-Moabit. Sein Vater Carl Louis Albert Pretzel war Pädagoge, später in der Weimarer Republik Mitarbeiter im preußischen Kultusministerium. Einer der Brüder Raimunds war der Germanist Ulrich Pretzel. Haffner besuchte das Königsstädtische Gymnasium am Berliner Alexanderplatz; er ging zusammen in eine Klasse mit dem späteren SA-Sturmführer Horst Wessel (wie Haffner Jahrgang 1907); der spätere Minister für Staatssicherheit der DDR, Erich Mielke (nur einen Tag nach Haffner geboren), hatte die Schule frühzeitig verlassen.[1] Nach dem Abitur studierte Raimund Jura und trat anschließend in den Staatsdienst ein. Er verließ diesen bereits 1933 aus Protest gegen den nun an die Macht gekommenen Nationalsozialismus. Bis Mitte 1936 war er vor Gericht tätig, meist als Vertretung für andere Anwälte. In dieser Zeit lernte er seine künftige Ehefrau Erika Landry kennen, die in der Terminologie der Nazis Jüdin war. Ab Sommer 1936 arbeitete Haffner als Journalist. Nachdem er sich schon lange mit Emigrationsgedanken getragen hatte, ging er im August 1938 nach England, wo seine Verlobte bereits auf ihn wartete. Hier schrieb er mit Germany: Jekyll and Hyde eine in politischen Kreisen viel beachtete Analyse der innerdeutschen Verhältnisse. Daraufhin begann er in der Exilzeitung Die Zeitung zu arbeiten, bevor er 1942 zum Observer wechselte. Um seine in Deutschland verbliebene Familie nicht zu gefährden, legte er sich das Pseudonym Sebastian Haffner zu (Sebastian ist abgeleitet von Johann Sebastian Bach und Haffner von der Haffner-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart). Trotz der Wertschätzung für seine Person seitens der Briten entging er als Deutscher nicht der zeitweiligen Internierung bei Kriegsbeginn.

Unter seinem Mentor David Astor schrieb Haffner für den Londoner Observer die nächsten 19 Jahre und stieg zeitweilig zum heimlichen Chefredakteur auf. Wegen Differenzen mit Astor, der ab 1948 Herausgeber war, und der Londoner Redaktion über die Haltung zum geteilten Deutschland wurde er 1954 Deutschlandkorrespondent in Berlin, bis er die Zeitung am Tage des Mauerbaus endgültig verließ. Er schrieb für Die Welt bis 1962 und war danach bis 1975 Kolumnist beim Stern. Unter der Rubrik Monatslektüre schrieb Sebastian Haffner in der Zeitschrift konkret regelmäßig über Bücher, die gerade neu erschienen oder sonst irgendwie lesenswert waren. Haffner stand zeitweilig hinter den demonstrierenden Studenten der 68er-Bewegung.

Haffner war Dauergast der Radio- und TV-Sendung Internationaler Frühschoppen von Werner Höfer. Außerdem hatte er eine eigene Fernsehkolumne beim SFB.

Haffner gilt als einer der erfolgreichsten Autoren historischer Literatur, die sich an ein breites Publikum richtet. Er war einer der bedeutendsten und umstrittensten deutschen Publizisten der Nachkriegszeit. Seine Lebensthemen waren Hitler und die (preußisch)-deutsche Geschichte. Er verstand es, komplizierte geschichtliche Zusammenhänge einem breiten Publikum verständlich zu machen und gleichzeitig in scharfsinniger Analyse und mit unorthodoxer Fragestellung bekannten historischen Sachverhalten neue Perspektiven zu geben. Politisch lässt er sich insgesamt kaum dauerhaft einordnen, konstant ist einzig seine kompromisslose, klarsichtige und vorurteilslose Ablehnung des Nationalsozialismus. Während er in den fünfziger Jahren antikommunistisch argumentierte, näherte er sich gegen Ende der sechziger Jahre dem linken Spektrum, von dem er sich später wieder entfernte.


Bekannte Werke:

- Die sieben Todsünden des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg. Hamburg 1964, ISBN 3-7857-0294-9 (2. Aufl. 1981)

- Winston Churchill in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg 1967, ISBN 3-499-50129-5 (2. Aufl. 1974)

- Der Teufelspakt: 50 Jahre deutsch-russische Beziehungen. Reinbek bei Hamburg 1968, (ohne ISBN)

- Die verratene Revolution - Deutschland 1918/19. Stern-Buch, Hamburg 1969, (ohne ISBN)

- Anmerkungen zu Hitler. Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-596-23489-1

- Die deutsche Revolution 1918/1919 - wie war es wirklich?. München 1979, ISBN 3-463-00738-X
(Neuauflage von Die verratene Revolution - Deutschland 1918/19.)

- Preußen ohne Legende (Bildteil: Ulrich Weyland, Hrsg.: Henri Nannen). Stern-Buch, Hamburg 1979, ISBN 3-570-01123-2

- Überlegungen eines Wechselwählers. München 1980, ISBN 3-463-00780-0

- Preußische Profile (mit Wolfgang Venohr (Hrsg.)). Königstein im Taunus 1980, ISBN 3-7610-8096-4

- Die sieben Todsünden des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg. Bergisch Gladbach 1981, ISBN 3-7857-0294-9
(Neuauflage von Die sieben Todsünden des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg.)

- 1918/1919 - eine deutsche Revolution. Reinbek bei Hamburg : Rowohlt, 1981, ISBN 3-499-17455-3
(Neuauflage von Die verratene Revolution - Deutschland 1918/19.)

- Sebastian Haffner zur Zeitgeschichte. München 1982, ISBN 3-463-00839-4

- Im Schatten der Geschichte: Historisch-politische Variationen. Stuttgart 1985, ISBN 3-421-06253-6

- Von Bismarck zu Hitler: Ein Rückblick. München 1987, ISBN 3-463-40003-0

- Der Teufelspakt: Die deutsch-russischen Beziehungen vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg. Zürich 1988, ISBN 3-7175-8121-X
(Neuauflage von Der Teufelspakt: 50 Jahre deutsch-russischen Beziehungen.)

- Der Verrat. Deutschland 1918/1919. Neuauflage von '3', Berlin 1993, ISBN 3-930278-00-6
(Neuauflage von Die verratene Revolution - Deutschland 1918/19.)

- Germany: Jekyll & Hyde. London 1940, Berlin 1996, ISBN 3-930278-04-9

- Zwischen den Kriegen. Essays zur Zeitgeschichte. Berlin 1997, ISBN 3-930278-05-7

- Geschichte eines Deutschen. Die Erinnerungen 1914-1933. (Geschrieben um 1939, aus dem Nachlass veröffentlicht), Stuttgart & München 2000, ISBN 3-421-05409-6

- Der Neue Krieg (mit einer E-Mail von Juergen Kuttner). Berlin 2000, ISBN 3-89581-049-5

- Historische Variationen. Stuttgart 2001, ISBN 3-421-05503-3
(Neuauflage von Im Schatten der Geschichte: Historisch-politische Variationen.)

- Die Deutsche Frage: 1950–1961: Von der Wiederbewaffnung bis zum Mauerbau. Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-596-15536-3

- Das Leben der Fußgänger. Feuilletons 1933-1938. München 2006, ISBN 3-423-34293-5





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03. Januar 1956

Mel Gibson

Mel Columcille Gerard Gibson (* 3. Januar 1956 in Peekskill im Staat New York) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Filmregisseur, der in beiden Eigenschaften zu den kommerziell erfolgreichsten Persönlichkeiten der Filmgeschichte zählt. Als Filmemacher, als politischer Aktivist und durch sein persönliches Verhalten löste er wiederholt heftige Kontroversen aus.

Der ebenfalls in den USA geborene Vater Hutton Gibson zog nach einem Gewinn von 25.000 US-Dollar im TV-Quiz Jeopardy! 1968 mit der ganzen Familie nach Australien, woher seine Frau stammte.

Eine von Mels Schwestern entdeckte dessen schauspielerisches Talent und veranlasste ihn zu einer Bewerbung an das National Institute of Dramatic Art in Sydney. Dort konnte er in mehreren Theaterstücken erste Erfahrungen sammeln. Nach einigen kleineren Rollen auf der Bühne und vor der Kamera bekam Mel Gibson 1979 in dem von George Miller inszenierten Kinofilm Mad Max die Rolle eines Polizisten, der sich durch eine post-apokalyptische Welt kämpfen muss. Der selbst für australische Verhältnisse relativ günstig produzierte Streifen wurde zu einem weltweiten Kassenschlager, der seinen Hauptdarsteller auf einen Schlag international bekannt machte und zu zwei aufwändig produzierten, erfolgreichen Fortsetzungen 1981 und 1985 führte.

1995 gelang ihm als Regisseur und Hauptdarsteller ein Welterfolg mit dem historischen Schlachtengemälde Braveheart. Der Film erntete 10 Oscar-Nominierungen und gewann in fünf Kategorien, unter anderem als Bester Film und für die Beste Regie. Damit hatte sich Gibson endgültig einen Platz in der Filmgeschichte gesichert.

Ab 1992 bereitete er den Film Die Passion Christi vor, den er dann 2003 in Italien drehte, mit einem selbst aufgebrachten Budget in Höhe von 25 Millionen Dollar, was etwa seiner damaligen Gage als Hauptdarsteller pro Film entsprach. Gibsons Ankündigung, den Streifen in den alten Originalsprachen und zudem ohne Untertitel aufführen zu wollen (auf Letzteres verzichtete er dann doch), ließ die öffentliche Kritik an einem möglichen Erfolg zweifeln. Der Film erreichte jedoch 2004 einen Platz unter den zehn kommerziell bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreichsten Kinofilmen der Geschichte. Vor allem durch seine explizite Gewaltdarstellung löste er allerdings heftigen Protest von verschiedenen Seiten aus.

Ähnlich wurde 2006 sein kurz vor dem Erscheinen der Conquistadoren im Reich der Maya angesiedeltes, kommerziell ebenfalls höchst erfolgreiches Spektakel Apocalypto aufgenommen.


Seine bekanntesten Filmrollen:

* 1977: Ich hab Dir nie einen Rosengarten versprochen (I Never Promised You a Rose Garden)
* 1977: Summer City
* 1979: Mad Max
* 1979: Tim
* 1980: The Chain Reaction
* 1981: Gallipoli
* 1981: Punishment (Fernsehserie)
* 1982: Ein Jahr in der Hölle (The Year of Living Dangerously)
* 1982: Mad Max 2 (The Road Warrior)
* 1982: Attack Force Z
* 1984: Die Bounty
* 1984: Menschen am Fluß (The River)
* 1984: Mrs. Soffel (Flucht zu dritt)
* 1985: Mad Max 3 (Beyond Thunderdome)
* 1987: Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapon)
* 1988: Tequila Sunrise
* 1989: Brennpunkt L.A. (Lethal Weapon 2)
* 1990: Air America
* 1990: Der Vogel auf dem Drahtseil (Bird on a Wire)
* 1990: Hamlet
* 1992: Forever Young
* 1992: Brennpunkt L.A. – Die Profis sind zurück (Lethal Weapon 3)
* 1993: Der Mann ohne Gesicht (The Man Without a Face)
* 1993: The Chili Con Carne Club
* 1994: Maverick
* 1995: Braveheart
* 1995: Pocahontas (Synchronstimme)
* 1996: Kopfgeld (Ransom)
* 1997: Fletchers Visionen (Conspiracy Theory)
* 1997: Fathers’ Day
* 1998: Lethal Weapon 4
* 1999: Payback – Zahltag
* 2000: Chicken Run – Hennen Rennen (Chicken Run) (Synchronstimme)
* 2000: Der Patriot (The Patriot)
* 2000: The Million Dollar Hotel
* 2000: Was Frauen wollen (What Women Want)
* 2002: Signs – Zeichen
* 2002: Wir waren Helden (We Were Soldiers)
* 2003: The Singing Detective
* 2005: Paparazzi



Persönliche Anmerkungen:

Mit seiner persönlichen Lebensphilosophie (religiös-fundamentalistische Einstellung) kann ich nichts anfangen, aber als Schauspieler und Regisseur ist er große Klasse. Meine ganz persönlichen Favoriten sind "Mad Max 1-3", "Braveheart " und "Der Patriot."
Seine bekannteste Rolle aber wird vermutlich die Rolle des apokalyptischen Polizisten Mad Max bleiben, mit der er erstmals einem breiten Publikum bekannt wurde.
Diese Trilogie gilt (neben Pierre Boules "Planet der Affen" und George Lucas' "Krieg der Sterne") als eine der wenigen, positiven Ausnahmen in der Filmgeschichte, in der die weiteren Folgen nicht nur ein "billiger Aufguß" des Pilotfilms waren.

Hier einige kleine Ausschnitte:

http://www.youtube.com/watch?v=6R8H59FMc9Y
http://www.youtube.com/watch?v=ofStzh_sZ7I


Viele Grüße zum 52. Geburtstag von Mad MacX an Mad Max!





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Felix (Ludwig Julius) Dahn
Geboren am 9.2.1834 in Hamburg; gestorben am 3.Januar 1912 in Breslau.

Dahn war der älteste Sohn einer deutsch-französischen Schauspielerfamilie. In München begann er ein Jura- und Philosophiestudium; später wechselte er nach Berlin, wo er zum Dr. jur. promovierte. Nach seiner Habilitation bekam er eine Dozentur u.a. für Deutsches Recht an der Universität München. 1863 wurde er a.o. Professor in Würzburg, 1872 erhielt er einen Lehrstuhl in Königsberg, 1888 in Breslau. Er war verheiratet mit Therese von Droste-Hülshoff (1845-1929), einer Nichte von Annette von Droste-Hülshoff.

Veröffentlichungen u. a.:
• 1865 Prokopius von Cäsarea. Ein Beitrag zur Historiographie der Völkerwanderung und des sinkenden Römertums
• 1875 König Roderich
• 1876 Ein Kampf um Rom
• 1884 Die Kreuzfahrer *)
(Quelle: Spiegel-online/Projekt Gutenberg)


… Mit einer rein akademischen Karriere gab sich Felix Dahn nicht zufrieden. Bereits in den 1860er Jahren brachte er es auch zum Hausautoren der "Gartenlaube", damals der mit weitem Abstand auflagenstärksten deutschsprachigen Zeitschrift. In ihr veröffentlichte er über viele Jahre hinweg zahlreiche Gedichte. Ebenso war er Mitglied in dem auch politisch einflussreichen, unter der Ägide Emanuel Geibels stehenden "Münchner Dichterkreis" sowie in dessen Berliner Pendant "Tunnel über der Spree". Dahns Popularität gründete jedoch vor allem auf einem historischen Roman, der zu den gelehrten Professorenromanen zählt, die sich in den Gründerjahren des Deutschen Reiches außerordentlicher Beliebtheit erfreuten: Ein Kampf um Rom (1876). Darin schildert Dahn, nur bedingt den quellenmäßig verbürgten historischen Vorgängen entsprechend, dafür aber mit starken und vielfältigen Bezügen zum politischen Tagesgeschehen seiner Zeit, den Untergang des Ostgotenreiches in Italien im Zeitraum vom Tod Theoderichs des Großen (526) bis zur Niederlage unter König Teja (552). Der Roman ist eines der einflussreichsten literarischen Werke des auf historische Sinnstiftung bedachten, germanenmythisch konnotierten nationalliberalen Gründerzeitnationalismus. Gleichzeitig finden sich in dem Werk aber auch schon dezidiert sozialdarwinistische Momente, die über die Gründerzeit hinausweisen.
Teilweise zusammen mit seiner zweiten Frau Therese, einer Nichte der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, verfasste er darüber hinaus eine Reihe voluminöser historischer Romane zur deutschen Frühgeschichte und Sammlungen von Sagen und mythologischen Erzählungen, die fast alle ebenfalls das Germanenthema variieren. In den 1880er und 1890er Jahren schrieb er eine umfangreiche Polemik in Vers und Prosa gegen die naturalistischen Schriftsteller, u.a. gegen Gerhart Hauptmann. Sein historisches Hauptwerk ist die Urgeschichte der germanischen und romanischen Völker, erschienen zwischen 1880 und 1889 in vier Bänden. Darin schildert Dahn die Entwicklung der einzelnen Ethnien von ihren Anfängen bis zum Tode Karls des Großen. (Quelle: Auszug Wikipedia)

Mein Tipp: „Ein Kampf um Rom“,
ein recht bekannter, historisch zwar nicht immer korrekter, aber gut zu konsumierender „Schinken“ (gern gelesen!) http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=3 … 1#gb_found
Eine recht treffende Rezension hierzu http://www.buecher4um.de/Rezensionen/Be … mpfRom.htm

Diesen Roman findet man auch häufig aus Haushaltsauflösungen auf Flohmärkten …

*) Anm.: Um 1970 gab es ein mehrteiliges Hörspiel, das im Sender "Deutschlandfunk" ausgestrahlt wurde und damals ("fast") genauso bekannt wurde, wie "Krieg der Welten".
Vielleicht erinnern sich manche Hörer noch daran ...

[Dieser Beitrag wurde am 03.01.2008 - 11:06 von Elke aktualisiert]




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7. Januar 1902

Wilhelm Hertz
Wilhelm Hertz wurde am 24.09.1835 in Stuttgart geboren. Er starb am 07.01.1902 in München.
Hertz studierte von 1855-1858 Philosophie und Sprachwissenschaften in Tübingen. Hertz stand unter starkem Einfluß von Ludwig Uhland . Ab 1858 lebte er in München und schloß sich dort Geibel , Heyse und Lingg an. 1861 wurde er Privatdozent für germanische Altertumskunde in München und wurde 1878 Professor für deutsche Literaturgeschichte an der Technischen Hochschule in München.
Werke u.a.
• 1859 Gedichte
• 1860 Lanzelot und Ginevra (Epos)
• 1861 Das Rolandslied (Übersetzung)
• 1862 Marie de France (Übersetzung)
• 1863 Hugdietrichs Brautfahrt (Epos)
• 1865 Aucassin und Nicolette (Übersetzung)
• 1867 Heinrich von Schwaben (Epos)
• 1877 Gottfried von Straßburg (Übersetzung)
• 1882 Bruder Rausch (Epos)
• 1886 Spielmannsbuch (Übersetzung)
• 1900 Gesammelte Dichtungen

(Quelle: Spiegel-online Projekt Gutenberg)




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8. Januar
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins wurde am 08.01.1824 im Bezirk Marylebone in London geboren. Collins gilt als Vater des englischen Kriminalromans und als Erfinder der eigentlichen Detektivgeschichte. Collins war der Sohn des bekannten englischen Landschaftsmalers William Collins und der Offizierstochter Harriet Geddes. Seinen zweiten Vornamen Wilkie hatte er von seinem Patenonkel, dem erfolgreichen Maler David Wilkie. Nach seiner Schulausbildung arbeitete er fünf Jahre bei einem Teeimporteur in London. 1843 erschien eine Geschichte von ihm in der Zeitschrift "The Illuminated Magazine" mit dem Titel "The Last Stage Coachman". Er begann mit seinem ersten Roman "Antonina: Or The Fall Of Rome", den er aber wegen dem Tod seines Vaters 1847 unterbrach. Um diesen Sterbefall zu verarbeiten, schrieb er eine Biographie seines Vaters: "The Memoirs of William Collins, R.A.", die 1848 veröffentlicht wurde. 1850 erschien dann "Antonina". Bald darauf lernte Collins den zwölf Jahre älteren Charles Dickens kennen, der zu dieser Zeit bereits einen großen Namen hatte. Mehrere Jahre arbeiteten die beiden zusammen an Dickens' Zeitschriften "Household words" und "All the year round". Hier veröffentlichte Collins auch seine ersten Romane "The dead secret" und "Basil: A Story of modern life". Von November 1859 bis August 1860 erschien in "All the year round" sein erfolgreichster und bekanntester Roman "The Woman In White" als Fortsetzungsgeschichte. Die Buchausgabe schlug sämtliche Rekorde und wurde schon einige Wochen später in viele Sprachen übersetzt. Nach dem Roman "Armadale" erschien "Der Monddiamant" 1868, in dem der erste "richtige" Romandetektiv, Sergeant Cuff, den Verbleib eines mysteriösen Diamanten aufklären muß.
(Quelle spiegel-online Projekt Gutenberg) http://gutenberg.spiegel.de/?id=19&autorid=105

Verfilmungen:
Der Regisseur Wilhelm Semmelroth inszenierte nach Drehbüchern von Herbert Asmodi in den 1970er Jahren für den WDR folgende werkgetreue Fernsehverfilmungen, die mit großem Erfolg und hoher Sehbeteiligung in der ARD ausgestrahlt wurden:
• Die Frau in Weiß (1971, mit Heidelinde Weis, Pinkas Braun, Helmut Käutner)
• Der rote Schal (1972, mit Ellen Schwiers, Heinz Ehrenfreund, Fred Haltiner)
• Der Monddiamant (1973, mit Anneliese Uhlig, Theo Lingen, Paul Dahlke)
• Lucilla (1980)
(Quelle Wiki und weiterführende Links bei http://de.wikipedia.org/wiki/William_Wilkie_Collins )




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9. Januar / Joan Báez

Joan Baez (* 9. Januar 1941 in Staten Island, New York/USA als Joan Chandos Báez) ist eine US-amerikanische Folk-Sängerin mit mexikanischen Wurzeln, die besonders für ihre starke, klare Sopran-Stimme und ihr politisches Engagement bekannt ist. Sie wird auch als "das Gewissen und die Stimme der 1960er" bezeichnet.

Joan Baez kam 1941 im US-Staat New York als zweite Tochter von Albert Vinicio Báez und Joan Bridge Báez zur Welt. Ihre Eltern waren Quäker.

Ihr Vater, ein Physiker mexikanischer Abstammung, weigerte sich, für die lukrative Waffenindustrie zu arbeiten. Diese idealistische Einstellung des Vaters mag Einfluss auf Baez’ späteres politisches Engagement gegen den Vietnamkrieg und für die Bürgerrechte gehabt haben. Wegen ihrer dunkleren Hautfarbe wurde sie während ihrer Kindheit im so genannten "Schmelztiegel der Nationen" öfter als "Nigger" bezeichnet und durfte nicht mit Nachbarskindern spielen.

Aus beruflichen Gründen des Vaters zog die Familie häufig um. Stationen waren u. a. Palo Alto, Boston, Paris, Rom und Bagdad. Besonders letztgenannter Ort prägte sie durch die Armut und menschenverachtende Behandlung der dortigen Bevölkerung, die sie damals als 10-Jährige erlebte.
1956 hörte sie zum ersten Mal eine Rede des jungen Martin Luther King und kaufte sich ihre erste Gitarre, wodurch der Grundstein für die beiden wichtigsten Aktivitäten ihres Lebens gelegt wurde.

Da ihr Vater eine Stelle als Dozent am Massachusetts Institute of Technology erhalten hatte, zog die ganze Familie im Spätsommer 1958 erneut um, diesmal nach Belmont, Massachusetts.


Musik:
Joan schrieb sich zwar an der Boston University ein, konzentrierte sich aber bald nur noch auf ihre Gesangskarriere. Diese begann 1959 mit einigen Auftritten im Club 47, einem Folk-Club in Cambridge, der Hochburg des US-amerikanischen Folk-Revivals. Dort hatte sie bereits erste Fans und nahm an den Aufnahmen der LP Folksingers ’Round Harvard Square teil, die dann bei einem kleinen Plattenlabel aus Boston erschien. Ebenfalls 1959 erreichte sie auf dem renommierten Newport Folk Festival zum ersten Mal ein größeres Publikum. Sie war dorthin von Bob Gibson eingeladen worden, der sie im The Gate Of Horn Club gesehen hatte.

Ihre erste Solo-LP erschien ein Jahr später unter dem Titel "Joan Baez" bei Vanguard Records. Das Nachfolgealbum "Joan Baez Vol. 2" (1961) erhielt in den USA Goldstatus, genauso wie beide Teile von "Joan Baez In Concert" von 1962.
1961 ging sie außerdem auf eine USA-Tournee und lernte dabei Bob Dylan kennen, der im Vorprogramm von John Lee Hooker auftrat. Sie begann, seine Songs zu interpretieren und stellte ihn ihrem Publikum vor. Auch eine Liebesbeziehung der beiden ließ nicht lange auf sich warten.

In der ersten Hälfte der 1960er stand sie mit an der Spitze der Folkbewegung. Bereits zu dieser Zeit beeinflusste ihr Stil Künstlerinnen wie Joni Mitchell, Bonnie Raitt und Judy Collins.
1962, auf einer Tournee durch die Südstaaten, entschloss sich Joan Baez, nur noch dort aufzutreten, wo es keine Rassenschranken gab. Somit blieben ihr in den USA nur die schwarzen Universitäten.
Am 28. August 1963 sang sie auf dem Civil Rights March das berühmte "We Shall Overcome", welches in den folgenden Jahren quasi zu ihrem sängerischen Markenzeichen wurde. Außerdem trat sie dort zusammen mit Bob Dylan auf.

Genau wie Dylan wurde auch sie von der British Invasion beeinflusst und begann ihre akustische Gitarre durch Bass und E-Gitarre zu verstärken, was bereits auf Farewell, Angelina (1965) zu hören ist. Kurz zuvor hatte Dylan begonnen, Folk mit Rockmusik zu verknüpfen, indem auch er seine Gitarre elektrisch verstärkte und mit einer Begleitband auftrat. Da Joan Baez sich von Dylan auf dessen Englandtour 1965 vernachlässigt fühlte, er sie auch kein einziges Mal bat, mit ihm aufzutreten (sie, die damals bereits erfolgreich war, hatte Jahre zuvor den noch unbekannten Dylan sehr gefördert), ging die Beziehung im folgenden Jahr in die Brüche.
* (Ja, ja, so sind die Männer!) * Anmerkung vom Mino

Gegen Ende des Jahrzehnts experimentierte Baez mit Lyrik, was auf Baptism; A Journey Through Our Time von 1968 zu hören ist. Bei diesem Album handelt es sich um eine Sammlung von Gedichten, die entweder gesprochen oder mit orchestraler Begleitung vorgetragen wurden.

Im selben Jahr heiratete sie David Harris, einen bekannten Gegner des Vietnamkrieges. Als Fan von Country-Musik beeinflusste er ihre Musik in diese Richtung, was auf David’s Album aus dem Jahr 1969 hörbar ist. Dieses Album enthält unter anderem das Traditional "Poor Wayfaring Stranger", bei dem sie von ihrer Schwester Mimi Fariña begleitet wird, und "Will The Circle Be Unbroken" mit Elvis Presleys ehemaligen Backgroundsängern The Jordanaires.

1969 trat sie auf dem Woodstock-Festival auf. Die schwangere Sängerin nutzte dieses große Forum, um die Missstände in der Welt anzuprangern, wie zum Beispiel auch die Inhaftierung ihres Ehemanns, der zu dieser Zeit eine dreijährige Freiheitsstrafe verbüßte und einen Hungerstreik unter den Mithäftlingen initiiert hatte, nachdem er aus einem Bezirksgefängnis in ein Bundesgefängnis verlegt worden war. Anschließend nahm sie ihre Gitarre herunter und sang a cappella den Gospel "Swing Low, Sweet Chariot."

1971 coverte sie "The Night They Drove Old Dixie Down" von The Band, die damit einen Top-10-Hit in den USA gehabt hatten. Mit dem 1972er-Album Come From The Shadows wechselte sie zu A&M Records, wo sich ihre Musik ein wenig in Richtung Mainstream-Pop veränderte und sie begann, ihre eigenen Songs für das 1975er-Album Diamonds & Rust zu schreiben. Der Titelsong darauf befasst sich mit ihrer missglückten Liebesbeziehung zu Bob Dylan. Zumindest eine Zeile davon, "My poetry is lousy you’ve said." ("Meine Lyrik sei miserabel, hast du mir gesagt."), deutet auch auf die künstlerischen Differenzen der beiden hin.
* (Wobei die krächzende Stimme von Bob Dylan nicht im Entfernstesten an die füllige Sopranstimme von Joan Báez heranreichen konnte. Und zwar zu keiner Zeit!) * Anmerkung vom Mino

1972 trat sie zusammen mit B.B. King und den Voices of East Harlem im berühmten Gefängnis "Sing Sing" im Bundesstaat New York auf. Sie hatte sich zusammen mit ihm, anders als viele ihrer Kollegen, dazu entschieden, eine Filmprojektgruppe aus dem Gefängnis zu unterstützen und bei einem Abschlusskonzert mitzuwirken. Dort trat sie für Toleranz und Verständnis für Strafgefangene ein. Für den Film, der aus Interviews mit den Gefangenen und Gefängnispersonal, Aufnahmen von den Vorbereitungen für das Konzert und eben den Auftritten der Künstler selbst besteht, hat sie den Titelsong "Sing Sing Ossining" eingespielt.

1973 ließ sie sich von Harris scheiden und hatte später eine Beziehung mit Steve Jobs. 1975/76 folgte mit der Rolling Thunder Revue ihre zweite Tournee mit Bob Dylan. Außerdem spielte sie 1978 in seinem Film Renaldo and Clara mit.

Sie wechselte kurz zu CBS Records, war aber für ihr Live Europe ’83 von 1984 ohne ein US-amerikanisches Label. Dafür eröffnete Joan Baez 1985 das Live-Aid-Konzert, nachdem sie im vorangegangenen Jahr erneut auf Europatournee mit Bob Dylan gewesen war.
1987 folgte das nächste Album in den USA, The Contemporary Ballad Book, auf dem Label Gold Castle Records.

1988 trat sie unter dem Namen 3 Voices auf einigen Konzerten gemeinsam mit Konstantin Wecker und Mercedes Sosa auf. Ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum feierte sie 1989 mit dem Album Speaking of Dreams. Für das 1992er-Album Play Me Backwards wechselte sie erneut die Plattenfirma, diesmal ging sie zu Virgin Records.

Kurz vor ihrem 50. Geburtstag 1991 begann ein neuer Schub an Professionalität ihr Leben zu verändern. Sie nahm sich zum ersten Mal einen professionellen Manager und obendrein Gesangstraining. Außerdem unterzog sie sich einer Psychotherapie. Seit dieser Zeit spielt sie bei Plattenaufnahmen nur noch sehr selten Instrumente, sondern konzentriert sich weit mehr auf ihren Gesang.

1995 wurde mit Ring Them Bells ein vielbeachtetes Baez-Live-Album veröffentlicht, auf dem sie gemeinsam mit einigen Freundinnen und Kolleginnen (Dar Williams, Indigo Girls, Tish Hinojosa, Janis Ian, Mary Black, Kate & Anna McGarrigle und Mary Chapin Carpenter) sowie ihrer Schwester Mimi Fariña zu hören ist.

2003 erschien ihr bisher letztes Album Dark Chords on a Big Guitar, gefolgt von einer US-Tournee 2004 und einer weiteren 2005. Im März und April 2006 tourte sie durch mehrere Städte Deutschlands.

Zu ihren Interpretationen gehören klassische US-Traditionals und -Folksongs wie House Of The Rising Sun, Barbara Allen, Lieder von Pete Seeger, Woody Guthrie und Bob Dylan, aber auch zahlreiche Lieder auf Spanisch und vereinzelt in anderen Sprachen, wie Italienisch, Französisch, Russisch und Deutsch ("Kinder" von Bettina Wegner). Sie machte aber auch das Lied "Donna Donna" 1960 weltweit bekannt, das 1965 auch von Donovan gesungen wurde. Es entstammt ursprünglich dem Jiddischen (Text von Aaron Zeitlin [1889-1973]; Musik von Schalom Secunda [1894-1974] unter dem Originaltitel Dos Kelbl - Das Kälbchen, später Donaj, Donaj - Herr, Herr) und beschreibt die Situation der Juden in der Zeit des Dritten Reiches, in der es entstand.

Sie sang die Lieder des Soundtracks in dem Science-Fiction-Film Lautlos im Weltraum. Sie interpretierte auch vielfach (zum Beispiel in Woodstock) den berühmten Folksong über den schwedischen Arbeiterführer Joe Hill mit dem Titel "I dreamed I saw Joe Hill last night."


Auszeichnungen:

- Goldene Schallplatte (8x Album, 1x Single)
- Grammy Nominierungen (6x)
- John-Steinbeck-Award (2003)
- Move For Vietnam Peace Award, Chicago Business Executives (1971)
- Public Service Award (Rock Music Awards; 1975 oder 1977)
- Thomas Merton Award (1975);
- Bammy (1978, 1979, 1996)
- Earl Warren Civil Liberties Award (1979)
- Ehrendoktorwürde (2x, 1980)
- Jefferson Award, American Institute of Public Service (1980)
- Lennon Peace Tribute Award (1982)
- Americans For Democratic Action Award (1982)
- SANE Education Fund Peace Award (1983)
- Chevalier, frz. Legion d'Honneur (1983)
- Best Live Album, Academy Charles Cros (1983)
- Leadership Award, ACLU of Southern California (1989)
- Death Penalty Focus of California Award (1992)
- Award of Achievement, The Gleitsman Foundation (1994)
- Golden Achievement Award, WXPN-FM Radio, Philadelphia (1996)
- World Peace Music Award 2004
- Grammy für ihr Lebenswerk 2007

Quelle: Wikipedia.de



Persönliche Anmerkungen:

Für mich gehört Joan Báez zu den besten Bühnenkünstlerinnen, die das vorige Jahrhundert hervorgebracht hat. Wer diese Stimme nur einmal gehört hat, vergißt sie nie!
Neben Milva, Violeta Parra und Loreena McKennitt gehört die mehrsprachige Sängerin ganz sicher zu den faszinierendsten Ausnahmekünstlerinnen des Jahrhunderts. Sie war (und ist) nicht nur auf internationalen Folklorebühnen, sondern auch in renommierten Konzerthäusern zu Hause.
Auch sie gehört zu dem Personenkreis, der mir ins Bewußtsein ruft, daß es noch ein anderes Amerika gibt als das, was wir heute kennen.

Auf Aufzählungen ihrer besten Songs möchte ich an dieser Stelle verzichten, da es den Rahmen dieses Threads bei weitem sprengen würde.
Stattdessen hier einige Musikvideos von ihr:

http://de.youtube.com/watch?v=4cmNRVL1drA
http://de.youtube.com/watch?v=HRhHpTRuBrk
http://de.youtube.com/watch?v=VDDHFyI_AAI
http://de.youtube.com/watch?v=tmWRnbxACH0

Und hier der Link zu ihrer Website mit Discographie: http://www.joanbaez.com/

KUNST-WERK wünscht ihr zu diesem Anlaß alles Gute zum 67. Geburtstag und der Mino sagt Danke für viele unvergeßliche Stunden bei ihrer Musik!





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10. Januar 1952 / * Gerhard Schöne

Gerhard Schöne (* 10. Januar 1952 in Dresden) ist ein deutscher Liedermacher.
Er wuchs als Sohn einer evangelischen Pfarrersfamilie im sächsischen Coswig auf. Er gehörte in der DDR zu den bekanntesten Liedermachern und ist auch heute noch auf Konzerten und mit neuen CDs erfolgreich.

1981 erschien seine erste LP bei Amiga in der DDR. 1985 fand seine Musik im DEFA-Kinderfilm "Der Junge mit dem großen schwarzen Hund" Verwendung.
1988 erschien seine LP "Du hast es nur noch nicht probiert", die mit Liedern, wie Mit dem Gesicht zum Volke deutlich die Stimmung in der DDR zum Ausdruck brachte. Schöne gehörte zu den Künstlern, die aktiv die Wendezeit 1989/90 begleiteten.

Gerhard Schönes Texte sind manchmal kindlich-naiv und einfühlsam, aber immer auch gesellschaftskritisch. Populär ist Schöne vor allem wegen seiner Sammlung von Kinderliedern aus aller Welt sowie aus eigener Feder geworden. Am bekanntesten sind "Kinderland" und "Jule wäscht sich nie." Ebenso erfolgreich wurde er mit Liedern für Erwachsene. Er tritt häufig auf Evangelischen Kirchentagen auf.

Gerhard Schönes Alben erscheinen im Buschfunk-Verlag in Berlin.


Ehrungen:

Trotz seiner kritischen Töne wurde er als erfolgreichster Liedermacher der DDR 1989 mit dem Nationalpreis der DDR geehrt. 1994 erhielt der den Verdienstorden des Landes Berlin. Wegen seines Engagements für Kinder wurde er zum UNICEF-Botschafter ernannt.
2002 würdigte ihn der Verband Deutscher Schulmusiker für seine Leistungen in der Musikerziehung mit der Leo-Kestenberg-Medaille.


Diskographie:

* 1981: Spar deinen Wein nicht auf für morgen (LP, als CD 1995)
* 1982: Lieder aus dem Kinderland (LP, als CD 1994)
* 1985: Menschenskind (LP, als CD 1995)
* 1986: Kinderlieder aus aller Welt (LP, als CD 1994)
* 1988: Du hast es nur noch nicht probiert (Live-Doppel-LP)
* 1989: Lebenszeichen
* 1989: Kinder-Lieder-Galerie (LP, als CD 1990)
* 1991: Ich bin ein Gast auf Erden (Preis der deutschen Schallplattenkritik)
* 1992: Die sieben Gaben
* 1993: Bis die Katze bellt
* 1993: Schönes Liederpaket
* 1993: Lieder
* 1995: Böses Baby Kitty Schmidt (Leopold-Medienpreis)
* 1996: Die große Erfindung des kleinen Herrn Mutzelbach
* 1997: Jule wäscht sich nie
* 1997: Der glattrasierte Weihnachtsmann
* 1997: Seltsame Heilige
* 1998: Alligatoren in der Kanalisation
* 1998: Das Leben der Dinge
* 2000: Wege zueinander
* 2000: Das Perlhuhn im Schnee
* 2001: Kindergedichte
* 2002: Klabüster, Klabüster (Live-Doppel-CD)
* 2003: Fremde Federn
* 2004: Könige aus Morgenland
* 2005: Die Lieder der Fotografen
* 2007: Wo? (Live-CD/DVD, Burgen- und Schlössertour 2006)
* 2007: Der Engel, der die Träume macht

Quelle der Auszüge: Wikipedia.de





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11. Januar 2003 / †Mickey Finn

Mickey Finn (eigentlich Michael Norman Finn ; * 3. Juni 1947 in Thornton Heath, Surrey; † 11. Januar 2003 Croydon, London) war von 1970 bis 1975 Perkussionist der britischen Glam Rock-Band T. Rex..

Als Jugendlicher gehörte Mickey Finn zur englischen Mod-Szene der frühen 1960er Jahre. Ende der 1960er Jahre schloss er sich der Hippie-Künstlergruppe Haphash & The Coloured Coat an, die nicht nur malte, sondern sich auch musikalisch betätigte.
Im Oktober 1969 traf er im makrobiotischen Restaurant „Seed“ auf der Londoner Fulham Road auf Marc Bolan. Finn gestaltete dort gerade psychedelische Wandmalereien und ein gemeinsamer Freund machte die Musiker miteinander bekannt. Bolan suchte einen neuen musikalischen Partner für sein Duo Tyrannosarus Rex, weil er sich kurz zuvor von seinem bisherigen Mitmusiker Steve „Peregrin“ Took (* 28. Juli 1949; † 27. Oktober 1980) wegen dessen Drogenproblemen und politischen Ansichten getrennt hatte.

Finn galt zwar nicht als herausragender Musiker, sah aber gut aus und passte ins visuelle Image der sich formierenden Band um Bolan. Nach einer erfolgreichen England-Tournee ab November 1969 und der Veröffentlichung der LP „A Beard Of Stars“ im März 1970 benannte Bolan die um den Bassisten Steve Currie (* 20. Mai 1947; † 28. April 1981) und den Schlagzeuger Bill Legend (* 8. Mai 1946) ergänzte Formation im September 1970 in die Kurzform T. Rex um.

Der Bongo-Spieler und bekennende Motorradfan Mickey Finn wurde zum unverzichtbaren Sidekick des extrovertierten Marc Bolan. Im März 1975 verließ er T. Rex, wenige Monate bevor Bolan die Band (vorübergehend) für aufgelöst erklärte. In den 1980er und 1990er Jahren arbeitete er als Studiomusiker, z.B. für die schottische Independent Band The Soup Dragons oder die schottische Pop-Soul-Gruppe The Blow Monkeys.

Am 30. September 1997 wurden Mickey Finn, Bolans Sohn Rolan Seymour Feld (* 26. September 1975), die ehemaligen T. Rex-Musiker Jack Green (* 12. März 1951), Gitarre, und Paul Fenton (* 4. Juli 1946), Schlagzeug, anlässlich des 20. Todestages zu einem Erinnerungskonzert für den charismatischen Leadsänger in die Aufführungshalle „Cambridge Corn Exchange“ eingeladen. Die große Resonanz ermutigte Finn, Green und Fenton zusammen mit Ex-Smokie- Gitarrist Alan Silson (* 21. Juni 1951), Dave Major, Keyboard, und Rob Benson, Gesang, die Revival-Kapelle Mickey Finn's T-Rex zu gründen. Die Band, die heute unter dem Namen T-Rex - A Celebration Of Marc And Mickey auftritt, tourt auch jetzt noch durch kleinere englische Veranstaltungshallen und wird gerne für deutsche Oldie-Festivals gebucht. Den Nachruhm teilt sie sich u.a. mit der 1992 ins Leben gerufenen Londoner Tributeband T.Rextasy.

Am 11. Januar 2003 starb Mickey Finn im Mayday University Hospital des Südlondoner Stadtbezirks Croydon an Leber- und Nierenversagen und wurde am 5. Februar 2003 im engsten Familienkreis im Beckenham Crematorium beigesetzt.

Quelle: Wikipedia


Hier zur Erinnerung noch zwei bekannte Musikvideos von T. REX:
http://de.youtube.com/watch?v=5oGcfwKN5jY (Get it On)
http://de.youtube.com/watch?v=8xJ_agcMy … re=related (Children of the Revolution)





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