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Balthor

Status: Offline Registriert seit: 05.07.2009 Beiträge: 2 Nachricht senden | Erstellt am 05.07.2009 - 12:54 |  |
Hallo,
ein Kumpel von mir hat eine Allergie gegen Honig entwickelt. Zu seinem Leidtragen zählt auch dazu, dass er vorher sehr gerne Met getrunken hat.
Nun ist mir der Gedanke gekommen mit Kunsthonig Met herzustellen, damit er nicht immer zuschauen muss wie wir anderen Met trinken 
Mal vom Geschmack abgesehen, es gibt sicherlich geschmacklich "guten" Kunsthonig, ist es überhaupt möglich ausschließlich mit Kunsthonig Met herzustellen und wenn ja muss man dabei auf etwas besonderes Acht geben?
MfG Florian
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paradisebird  100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 31.12.2008 Beiträge: 127 Nachricht senden | Erstellt am 05.07.2009 - 13:12 |  |
hey
soweit ich das bei wikipedia verstanden habe ist kunsthonig einfach nur ein gemisch aus glucose und fructose,welches mit stärke verdickt wurde . eigentlich müsste das vergärbar sein, allerdings müsstest du für die stärke noch amylase hinzugeben.
aber wie ist das denn mit anteil an echtem honig der in Kunsthonig erlaubt ist ?
Außerdem wie siehts mit dem honig geschmack aus , schmeckt der Kunsthonig wie echter??
mfg thilo
[Dieser Beitrag wurde am 05.07.2009 - 13:15 von paradisebird aktualisiert]
Signatur mfg
Thilo
Ich wohne im Paradies und hab nen Vogel |
Catwiesel  500 Liter Wein
   

Status: Offline Registriert seit: 08.07.2006 Beiträge: 911 Nachricht senden | Erstellt am 05.07.2009 - 13:19 |  |
ich bezweifel ernsthaft dass in irgendeiner form met aus kunsthonig entstehen kann.
kunsthonig ist nur ein zuckergemisch das in seiner konsistenz, nicht in seinem geschmack den honig imitiert. insofern kann man gleich zucker nehmen - und beides hat keinen honig geschmack.
jetzt wenn jemand einen kunsthonig findet der tatsächlich honig aroma hat ist es einen versuch wert einen met damit zu machen.
doch vorsicht, meine erfahrung mit künstlichen aromenstoffen beim vergären waren nicht sehr positiv...
Signatur Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Thor sein Leben lang.
(Martin Luther) |
Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13428 Nachricht senden | Erstellt am 05.07.2009 - 13:21 |  |
Ich denke da hat Paradisebird den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich setzte noch einen dauf: Warum sich die Mühe machen und Invertzucker vergären? Da könnte ich auch direkt Haushaltszucker nehmen, der würde sogar besser gären. Im übrigen enthält Kunsthonig lt. Wikipedia bis zu 10% Honig (ohne Kennzeichnungspflicht) damit es wenigstens nach etwas schmeckt. Nicht gut für Allergiker... Da würde ich komplett zum Fruchtwein wechseln ehe ich etwas "metartiges" zusammenschütte das hinen und vorne nicht schmeckt und auch mäßig gärt.
Gängige Allergene im Honig sind meines Wissens die Pollen. Wenn dein Kumpel herausfindet gegen welche Pollen er allergisch ist kann er uU einen entsprechenden Sortenhonig finden der die Pollen in nicht signifikanter Menge enthält.
Zudem: Ein Met mit Tannin dürfte nur noch wenig Protein und damit nur ein sehr geringes allergenes Potential aufweisen.
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! |
Neugierer 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 28.10.2004 Beiträge: 460 Nachricht senden | Erstellt am 05.07.2009 - 16:51 |  |
Hallo !
Balthor schrieb
Hallo,
ein Kumpel von mir hat eine Allergie gegen Honig entwickelt.
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Wohl eher gegen einen der Pollen die darin enthalten sind ... oder wirklich direkt gegen Honig ?
Hat Dein Kumpel auch eine Pollen-Allergie ?
Ja:
... dann ist wohl ein wirklich reiner Sortenhonig (ab 55%) von Nöten - der praktisch keine anderen Pollen enthält.
Nein:
... er sollte es mal mit Honigen aus Deutschland probieren, bei uns vertriebene Auslandshonige (Herkunft steht auf der Rückseite des Glases) enthalten öfters agressive Pollen die leicht Allergien auslösen.
Wir haben einen Kunden der wegen seiner "Pollenallergie" (Weide) auch keinen Honig essen soll ... er bekommt von uns speziell Frühjahrshonig mit 1-2% extra Frühjahrspollen* untergemischt. Wir haben hierfür extra eine Pollenfangeinrichtung gekauft die beim Einsatz täglich geleert werden muß. Die Beschwerden während der betroffenen Zeiträume haben bei Ihm deutlich abgenommen.
Balthor schrieb
Nun ist mir der Gedanke gekommen mit Kunsthonig Met herzustellen, damit er nicht immer zuschauen muss wie wir anderen Met trinken 
Mal vom Geschmack abgesehen, es gibt sicherlich geschmacklich "guten" Kunsthonig, ist es überhaupt möglich ausschließlich mit Kunsthonig Met herzustellen und wenn ja muss man dabei auf etwas besonderes Acht geben?
MfG Florian
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Es gibt Kunsthonig ?
Zumindest nennt er sich nicht so !
Heute ist (Auslands-)Honig so günstig das Kunsthonig praktisch nicht zu kaufen ist, dies insb. da er sich nicht "Honig" nennen darf (Lebensmittelkennzeichnungsverordnung)!
Im türkischen Laden bei uns gibt es ein Produkt mit einer schön eingelegten Bienenwabe im Klarglas. Inhalt: Invertzucker, Honig (20%), Wachs (auf türkisch steht aber keine Zutatenliste drauf).
Gruß
neugierer ...
... der jetzt garnicht wüßte woher er Kunsthonig oder dergleichen kaufen könnte ...
*) Hinweis:
Für alle die an Pollen Interesse haben: .. es gibt bis auf sehr wenige Imker praktisch keine die deutschen Pollen verkaufen.
Wenn Imker Pollen verkaufen dann fast ausschließlich aus dem europäischen Ausland (meist Spanien).
Signatur Gruß, Neugierer ... alias Alex der Oberhesse !!
Lahntaler Fruchtweinphantasie & Lahntaler Imkerei "Auf den Stieden" - 35094 Lahntal - bei Marburg in Oberhessen
Lecker Honig, lecker Wein .... so soll es sein ! |
Birgit  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 03.04.2004 Beiträge: 7841 Nachricht senden | Erstellt am 06.07.2009 - 07:55 |  |
Unser altbekannter Lieferant hat eine Abteilung Kunsthonig Die sind teilweise für Diabetiker gedacht. Als Allergiker würde ich da sehr vorsichtig sein 
http://www.arauner.com/shop/shop.asp?a=al&cid=101
Gruß Birgit
Signatur Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers, sprudelt Gift und süße Labung, sprudelt Süßes und Gemeines; nach dem eig'nen Wert des Zechers, nach des Trinkenden Begabung! (Friedrich von Bodenstedt)
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Balthor

Status: Offline Registriert seit: 05.07.2009 Beiträge: 2 Nachricht senden | Erstellt am 07.07.2009 - 08:41 |  |
Hallo,
ich dank euch allen für eure Antworten. Ich werde den Tipp mit den ausländischen Honigsorten mal weiter geben.
Eine Frage zu den Tannin hätte ich da noch, wird das bei den im Supermarkt üblich verkauften Met verwendet? Ich bin aus dem Wiki Artikel ganz ehlich nicht wirklich schlau geworden bei dem wo wie und was! Wenn ja reicht das wohl nicht aus da er auf diesen Met reagiert hat.
Aber ich werde mein Vorhaben nicht aufgeben ^^ vielleicht findet sich ja tatsächlich eine sinnvolle Möglichkeit für Allergiker eine Met herzustellen (was sicherlich ne Marktlücke ist )
Und jetzt am Ende fällt mir noch was ein, ich hab gelesen das wenige Allergiker gegen die Ausscheidungen der Biene allergisch sind. Gibt es da Produkte auf den Honigmarkt, bei den Versucht wurde die entsprechenden Stoffe zu "neutralisieren"?
MfG Florian
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13428 Nachricht senden | Erstellt am 07.07.2009 - 10:59 |  |
So wie das Kauf-Zeug oft schmeckt würde ich sagen: Je billiger desto besser Zudem wird niemand "allergenfrei" draufschreiben, das müsste der Hersteller nämlich erstens beweisen können und zweitens hätte er ein Problem wenn doch eine Allergie auftritt...
Bei den Ausscheidungen der Bienen handelt es sich in erster Linie auch um Proteine/Enzyme. Auch hier gilt: Fällung mit Tannin sollte möglich sein. Theoretisch entfernt auch das Aufkochen des Honigs Protein, aber ob das für einen Allergiker ausreichend ist kann ich nicht sagen. Und der Geschmack hätte dann ebenfalls gelitten.
Ach ja, vielleicht ist es keine "echte" Allergie: Honig kann auch Histamine enthalten, für Leute mit Histaminintoleranz ist Honig deshalb tabu (Symptome ähnlich Allergie).
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Neugierer 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 28.10.2004 Beiträge: 460 Nachricht senden | Erstellt am 07.07.2009 - 15:46 |  |
Hallo !
@Fruchtweinkeller
Bist Du Dir da sicher das Honig für Hystaminintolerante Personen "TABU" ist ?
In Ihrem Diätplan für eine histaminarmen Ernährung meiner Schwägerin steht meines Wissens nichts davon.
(Bin eigentlich sogar der Meinung das da Beispielrezepte mit Honig drin sind / Nachtrag: Beispielhaft hier ein ähnliches Heft aus dem Internet mit gleich drei Rezepten mit Honig).
Konnte auch weder im "großen Honigbuch"* noch bei Wiki etwas entsprechendes finden.
Würde mich freuen wenn Du mir da einen oder auch mehrere Verweise zu geben könntest, als "Bienenbetreuer" ist man da immer sehr interessiert.
Danke Dir ! Nachtrag: Klasse wenn das verifiziert wäre
Gruß
neugierer ...
... der gerne in "Sachen Honig" etwas neues dazulernt !
*Das große Honigbuch / Kosmos / Autoren:
Helmut Horn - Leiter des Honiglabor an der Uni Hohenheim (die Referenz für Deutsche Honige)
Cord Lüllmann - Leiter des Institut für Honigforschung Bremen (Labor spezalisiert auf Honigimport nach D)
[Dieser Beitrag wurde am 07.07.2009 - 15:58 von Neugierer aktualisiert]
Signatur Gruß, Neugierer ... alias Alex der Oberhesse !!
Lahntaler Fruchtweinphantasie & Lahntaler Imkerei "Auf den Stieden" - 35094 Lahntal - bei Marburg in Oberhessen
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13428 Nachricht senden | Erstellt am 07.07.2009 - 16:23 |  |
Neugierer, da habe ich wohl Unsinn von mir gegeben Ich hatte das aus dem Gedächtnis runtergeschrieben und habe da wohl was durcheinander gebracht... Eine Pseudoallergene Wirkung des Honig scheint es wohl zu geben (http://www.inform24.de/allergie.html), aber nach ein bisserl Googelei finde ich viele Rezepte für Leute mit Histaminintoleranz mit Honig Die Warnungen sind deutlich in der Minderzahl, auf die Schnelle habe ich nur das gefunden:
http://www.upana.at/pages/news/histaminintoleranz.php
Sagen wir mal so: Histamin ist mW im Bienengift, und das ist nicht im Honig. Wenn Histamin im Honig ist tippe ich auf einen mikrobiologischen Ursprung, und das sollte bei guter Honigqualität ja nicht relevant sein.
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