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BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 16.10.2006 - 20:30 |  |
Kürbis – das verkannte Genie
Ist Ihnen zu Kürbis bislang außer Suppe und süß-saures Kompott nichts eingefallen? Die unendlichen Möglichkeiten des Herbstgemüses waren etwas in Vergessenheit geraten, aber seit einigen Jahren ist er aus seinem Dornröschenschlaf wieder erwacht. Ein furioses Comeback des Allrounders ist im Gange, das wollen wir nicht verpassen!
Kürbis ist so vielseitig wie kein anderes Gemüse, und nicht nur durch sein enormes Volumen verdient er Aufmerksamkeit. Schon seine Blüten lassen sich füllen und fritieren, man kann ihn backen, pürieren, dünsten, braten ...
"Biedermann und Kosmopolit. Der Kürbis"
In seiner FAZ-Kolumne "Hier spricht der Koch" schrieb Johann Lafer (geboren in der Steiermark) über den Kürbis: "Ein Kürbisfeld im Herbst sieht aus, als seien alle Sterne der Milchstraße als dicke, gelbe Kugeln auf einmal auf den Acker gefallen. So hab ich mir das als Kind vorgestellt. Wenn der Kürbis im Bauerngärtchen hinter dem Haus unter großen Blättern so vor sich hin wächst und allmählich anschwillt, nimmt man ihn kaum wahr, aber dann liegt er plötzlich dick und fertig da."
Und weiter: "Für einen steirischen Bauern war ein Kürbis einfach Fleischersatz. Eine dicke Kürbisscheibe wurde wie ein Schnitzel paniert, (...). In meiner Jugend war der Kürbis für mich mit einer der wichtigsten steirischen Delikatessen verbunden, dem Kürbiskernöl, das etwas ganz Besonderes ist."

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BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 16.10.2006 - 20:34 |  |
Dem Kürbis auf der Spur
Von den über 30 Arten die es gibt, werden drei in unseren Breiten angebaut. Diese drei Arten sind von einer Formen- und Farbenvielfalt, wie sie bei kaum einer anderen Nutzpflanze zu finden ist. Kurze Beschreibung der gebräuchlichsten Sorten:
- Gelber Zentner: Bei uns am häufigsten angebaut, kann bis zu 50 kg schwer werden.
- Hokkaido: Besonders aromatisch, maximal 4 kg. Schale kann mitgegessen werden.
- Butternut: Birnenförmig, wenig Kerne. Unverletzt und gekühlt ist er bis zu zwei Jahren haltbar.
- Türkenturban: Rot-grün, ähnelt verblüffend seinem Namensgeber. Etwa 5 kg.
- Steirischer Ölkürbis: Vornehmlich in Österreich angebaut, dient der Gewinnung des dickflüssigen, dunkelgrünen Kürbiskernöls. Relativ teuer, für 1 Ltr. Öl werden 25 bis 30 Kürbisse benötigt.
Lagerung
Ganze Winterkürbisse lassen sich am Besten an einem gut belüfteten, dunklen, trockenen und kühlen (ideal sind 10 Grad) Ort lagern. In diesem "Wohlfühlmilieu" hält er 4 bis 6 Monate die Frischetreue. Nach dem Anschneiden, in Klarsichtfolie verpackt, lässt er sich mindestens eine Woche im Kühlschrank aufbewahren ohne Schaden zu nehmen.
Vorbereitung, einfach gemacht
Um großvolumige Kürbisse besser verarbeiten zu können, werden die Früchte zunächst halbiert, dann auf die Schnittfläche gelegt und je nach Verwendungszweck in 2-3 cm dicke Streifen geschnitten. Das faserige Innere mitsamt den darin befindlichen Kernen wegschneiden. Zuletzt lässt sich die Schale mit einem scharfen Messer streifenweise bequem abschälen. Die weitere Art der Zerkleinerung hängt vom jeweiligen Rezept ab.

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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 16.10.2006 - 21:43 |  |
Gartenkürbis
Cucurbita pepo
Der Gartenkürbis, der auch Schmuck oder Gemüsekürbis genannt wird, ist ein großer Winterkürbis, der vor allem in Nordamerika angebaut wird. Die Schale ist sehr hart und das Innere dickfleischig, faserig und mit großen Kernen durchsetzt. Die Form des Gartenkürbis ist meist rund, manchmal auch kubisch. Das Fruchtfleisch ist gelb- bis dunkelorange, trocken und schmeckt sehr intensiv, würzig und süß. Die getrockneten Kerne sind ebenso eine Köstlichkeit. Man kocht gehaltvolle Suppen, Chutneys oder Marmelade aus Gartenkürbissen. Als Gemüsebeilage werden sie eher selten gereicht.
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 23.10.2006 - 21:27 |  |
Kürbisse
Die Menschen sind auf den Kürbis gekommen, aber neu ist diese Liebe nicht. In Mittel- und Südamerika wurden Kürbisse schon vor etwa 10.000 Jahren von den Mayas und Azteken angebaut (Halloween gab es damals übrigens noch nicht!).
Das besondere Gemüse gehört zu den größten Früchten, die Mutter Erde uns schenkt. Manche Kürbisse, so man sie in Ruhe wachsen lässt, können ein Gewicht bis zu 500 kg erreichen. Auf den Teller oder in den Suppentopf passen sie dann allerdings nicht mehr.

Kürbisstand
Der Kürbis ist eng mit der Melone und Gurke verwandt. Wie diese wächst und gedeiht er im Freiland. Die Kürbispflanze ist rankend und hat große Blätter. Deswegen sind besonders Zierkürbisse auch eine hübsche Gestaltung für Höfe. Wollte man den Kürbis ganz streng botanisch zuordnen, so müsste man sagen, er ist eine Beere. Wobei man dann von sehr großen Beeren sprechen würde. Manche Botaniker nennen den Kürbis auch Panzerbeere. Der Name ist in der harten Schale des Kürbis begründet. Lateinisch wird der Kürbiss „Cucurbita“ genannt. Oft wird er dem Gemüse zugeordnet, vermutlich weil wir eher herzhafte Speisen aus ihm kochen. Aber, botanisch gesehen, ist er eine Beere. Bei Beeren liegen die Kerne frei im Fruchtfleisch und dies ist beim Kürbis ebenfalls so.
Mit der Entdeckung Amerikas kam auch für uns die Entdeckung des Kürbis, doch wurde das vielseitige Gemüse erst einmal nur als Viehfutter verwendet. Erst nach und nach eroberte der Kürbis auch unseren Speisezettel. Ein Grund war, dass die Menschen sich zunehmend für die Nahrungsmittel interessierten, die in der jeweiligen Jahreszeit angeboten werden. Keine lange Lieferwege, sondern Früchte und Gemüse sind gefragt, die frisch sind und die nicht künstlich frisch gehalten werden.

Kürbisse
Das, was bei uns im Hof zur Zierde wächst und rankt, ist übrigens häufig der „Flaschenkürbis“. Auch diese Pflanze ist ein Kürbisgewächs, gehören aber nicht zur Gattung der Kürbisse und ist deswegen nicht genießbar. Kürbisse lassen sich am besten nach ihrer Verwendung betrachtet einteilen. Wir haben dann:
· Speisekürbisse
· Halloweenkürbisse
· Zierkürbisse (nicht zum Verzehr geeignet)
Insgesamt gibt es mehr als 800 verschiedene Kürbissorten, die sich in Form, Farbe und Größe unterscheiden. Kürbisse sind derzeit in Mode und fast hat man das Gefühl, dass jedes Jahr neue Sorten dazu kommen.
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 09.11.2006 - 15:44 |  |
Kürbis
Es gibt mehrere Kürbissorten, zu den bekanntesten gehören der Gartenkürbis, die Zucchini und der Riesenkürbis. Sie alle sind Früchte einer Gemüsepflanze, die der Melone und der Gurke ähnlich ist. Während beispielsweise der robuste Gartenkürbis, bekannt aus "Halloween", ein Wintergewächs ist, sind Sommerkürbisse wie der Pastetenkürbis nicht lagerfähig und leicht zerbrechlich. Dafür kann man Schale und Kern essen. Das orange Fruchtfleisch des Winterkürbisses ist trockener aber auch süßer im Geschmack, beim Garen wird es weich.
Sommerkürbis kann man roh oder gekocht essen. Dazu passen Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten. Auch gefüllt, überbacken, geschmort, fritiert oder gegrillt ist er eine Delikatesse. Der Winterkürbis eignet sich für Suppen, Eintöpfe, Couscous und Currys, aber auch püriert mit Kartoffeln. Kürbisse enthalten Vitamin A, C, und E, Kalium, Eisen und 90 Prozent Wasser. Aus den Kernen wird zudem das gesunde Kürbiskernöl hergestellt. Es soll ein Heilmittel gegen Prostatabeschwerden und Reizblase sein, entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken.
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BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 01.10.2007 - 09:06 |  |
Kürbis – einfach riesengroß!
Dekorativ, vielseitig und immer köstlich
Kaum zu glauben, dass noch vor wenigen Jahren Kürbisse auf unseren Märkten eher selten waren. Inzwischen stapeln sie sich dort zu bunten, ungetümen Bergen. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, Sorten und Größen, von tennisballgroß bis zentnerschwer.
Da leuchten im klaren Orange die dünnschaligen Hokkaidos, die so praktisch sind, weil handlich und klein, und die obendrein eine so dünne Schale haben, dass man diese tatsächlich nicht mühsam entfernen muss. Sie löst sich nämlich beim Kochen auf.
Es gibt die riesigen, gefleckten Ölkürbisse, aus deren schalenfreien, dunkelgrünen Kernen man das köstliche Kürbisöl presst, die gewaltigen Gärtnerkürbisse, die früher als einzige bei uns bekannt waren, bevor die anderen Varianten in unsere Gärten eingedrungen sind.
Bildschön sind auch die dunkelgrünen und die bräunlichen Muskatkürbisse, mit ihren ausgeprägten, dicken, dekorativen Rippen. Und dann die ausgewachsenen gelben und grünen Zucchini, die ja (wie ihr Name schon sagt) nichts anderes sind, als kleine „zucche“, also kleine Kürbisse, und deren Schale in diesem großen Zustand tatsächlich so hart und fest wird wie die von Kürbissen.
Und schließlich die ganze Palette der niedlichen Zierkürbisse, die als Tischdekoration die leuchtenden Herbstfarben ins Zimmer bringen: von der (durchaus essbaren) Kapuziner- beziehungsweise Bischofsmütze bis zu den nur Kinderfaust großen, bunten Kürbischen, die sich so hübsch als Tischdekoration machen.
Kürbisse halten sich in den Winter hinein, wenn man sie trocken und nicht zu kalt aufbewahrt, geben also auch noch zu Weihnachten eine gute Suppe. Eingemacht (süßsauer) oder als Creme können sie auch noch länger Freude machen.
Für Kürbismuffel gut als Einstieg geeignet sind so genannte Hokkaido (international als „Uchiki Kuri“ benannt), die sehr aromatisch schmecken, eine handliche Größe haben und nicht geschält werden müssen.
quelle: www.wdr.de
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