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crazyandy ...
Waldeidechse
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...   Erstellt am 14.03.2006 - 16:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Häutungsprobleme
Fast jeder Schlangenhalter hat bei seinem Tier schon mal eine unvollständige Häutung erlebt. So etwas kann vorkommen, wenn man das Tier bei der Häutung stört, oder nicht genügend raue Gegenstände im Becken vorhanden sind. Solche Probleme sind aber meist nichts tragisches, wenn z. B. nur die Schwanzspitze davon betroffen ist - dieser Hautrest lässt sich leicht manuell entfernen.

Wenn das aber mehrfach hintereinander passiert, und mehrere Hautschichten übereinander liegen, kann es dazu kommen, dass die Schwanzspitze irgendwann schlechter durchblutet wird und schließlich abstirbt.

Problematischer sind nicht vollständig gehäutete Augenkapseln. Diese sollte man auf keinen Fall mit Gewalt entfernen, da man dadurch die Hornhaut schädigen kann - wenn diese verletzt wird, kann die Schlange ihr Auge verlieren.

Das Tier sollte als Vorbereitung ca. 10-15 Minuten warm gebadet werden, oder für einige Stunden in einem Behälter mit feuchten Moos gelegt werden. Dann reibt man mit einem Stück rauen Stoff oder Papier langsam kreisförmig über das Auge (am besten funktioniert es mit Küchenpapier oder einem feuchten Waschlappen). Meist reichen einige Minuten aus, um die Haut zu entfernen.

Klebt die Augenkapsel aber fester auf dem Auge, kann man seine Finger mit Klebeband umwickeln und vorsichtig über dem Auge abrollen (um den Klebstoff etwas zu entfernen, sollte man das Klebeband einmal über die eigene Haut ziehen). In den allermeisten Fällen dürfte das die Kapsel lösen. Hilft auch das nicht, bleibt ein Besuch beim Tierarzt mit "feinmechanischer Erfahrung" unumgänglich.

Wenn sich das Tier in kleinen Fetzen häutet, so können mehrere Ursachen dahinter stecken. Man sollte seine Schlange zunächst auf Milbenbefall untersuchen.
Oft liegt es aber daran, dass der Behälter, bzw. Bodengrund zu trocken ist. Das ist oft der Fall, wenn man Behälter aus unbehandeltem, unbeschichtetem Holz verwendet (Bekleben der Seitenwände mit Korkplatten schafft Abhilfe), oder ein Substrat, welches der Luft Feuchtigkeit entzieht. Ich halte bei fast allen Tieren den Bodengrund um das Wasserbecken feucht - dadurch wird konstant Feuchtigkeit an die Luft abgegeben und es entsteht ein feuchtwarmes Versteck unter dem Wasserbecken.

Häutungsprobleme erlebt man auch oft im Winter, wenn die Luft durch ständiges Heizen sehr trocken wird. Viele Tiere nehmen in der "trockenen Zeit" gerne Versteckplätze an, die man mit feuchtem Spaghnum-Moos oder feuchter Erde auspolster. Auch vor der Häutung werden diese feuchten Ecken meist gerne von den Schlangen aufgesucht.

Wenn sich die Haut nur in Fetzen löst und die Schlange beim Einrollen Hautfalten hat und sehr blass wirkt (ohne in der Häutungsphase zu sein), dann leidet das Tier meist an Dehydrierung (innere Austrocknung). Das kommt häufig bei sehr kleinen Schlangen vor, die bei zu trockener Haltung zu hohen Temperaturen ausgesetzt waren. Falls ein Bad in warmen Wasser keine Abhilfe schafft, sollte man nicht zu lange warten, um der Schlange eine Elektrolytlösung einzuflößen (verdünnte Ringer-Lösung ist geeignet). Dehydrierte Tiere sind sehr anfällig für andere Infektionen, außerdem kann es durch den Wassermangel zu Nierenschäden kommen. Das Baden der Schlange sollte unter Aufsicht geschehen. Da die Tiere meist geschwächt sind, können sie leicht im zu tiefen Wasser ertrinken. Ich lege geschwächten Tieren beim Baden einige Zweige mit ins Wasser, wo sie sich festklammern, bzw. drauflegen können.

Wenn sich die Schlange trotz bester Haltungsbedingungen weiter schlecht häutet und man Stressfaktoren ausschlie0en kann, sollte man den Kot der Schlange von einem Tierarzt untersuchen lassen.
Bei Wurm- oder Einzellerbefall ist der Organismus meist so geschwächt, dass die Häutung ebenfalls schlecht verläuft. Im Kapitel "Innenparasiten" sind einige Behandlungsmethoden aufgelistet.


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crazyandy





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crazyandy ...
Waldeidechse
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...   Erstellt am 14.03.2006 - 16:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Inclusion body disease (IBD)
Merkblatt zur Einschlusskörperchen-Krankheit bei Boiden von Dr. med. vet. Renate Keil
Diese vor drei Jahrzehnten in den USA erstmals bei Tigerpythons beschriebene Viruserkrankung tritt in den letzten Jahren sehr häufig auch in Deutschland auf.

Übertragung:

Es handelt sich nach den derzeitigen Erkenntnissen um ein Virus, das

1. durch direkten Kontakt
2. vermutlich durch Milben
3. von der Mutter auf die Jungtiere

übertragen werden kann. Wieweit auch indirekte Übertragungen eine Rolle spielen, z.B. durch Gerätschaften, Fütterungsbehälter, Transportbehälter usw., die kurz zuvor mit erkrankten Tieren in Berührung gekommen waren, müsste noch untersucht werden, ist aber wahrscheinlich.

Krankheitsverlauf:

Der Krankheitsverlauf ist recht unterschiedlich, aber offenbar immer tödlich. Da es zu einer Immunsuppression kommt, werden als erste Krankheitszeichen häufig Magen-Darm-Erkrankungen, Häutungsprobleme oder Lungenentzündung diagnostiziert und manchmal durchaus erfolgreich behandelt, allerdings treten bald wieder Rezidive auf. Bei manchen Tieren dagegen fällt dem aufmerksamen Besitzer ein zunächst oft nur leicht verändertes Verhalten auf, das auf eine Enzephalitis hinweist:

1. die Tiere züngeln anders, langsamer, lassen die Zunge oft unbeweglich draußen,
2. sie wirken lahm
3. sie zittern leicht mit dem Kopf, wenn sie kriechen,
4. sie haben unterschiedlich große Pupillen (Anisokorie), die auf Lichteinfall zögernd reagieren,
5. erscheinen orientierungslos
6. sind im letzten Stadium nicht mehr zu normaler Fortbewegung fähig, drehen sich auf den Rücken, bewegen sich "schraubenförmig".

Die Übergänge sind fließend, und manchmal sind die ersten Anzeichen nur winzige Störungen im Bewegungsablauf. Manche Tiere fressen noch bis zum Schluss gut, oft können Sie im Endstadium das Futter aber nicht mehr verdauen und erbrechen es.

Diagnostik:

In der Regel wird die Diagnose erst gestellt, wenn das tote Tier zur Sektion eingeschickt wird und histologische Schnitte der Organe angefertigt werden, in denen man die Viruseinschlusskörperchen sieht. Ein serologischer Test steht bisher noch nicht zur Verfügung, es wird aber an der Entwicklung gearbeitet. Eine sichere Nachweismöglichkeit beim lebenden Tier ist die Entnahme von Gewebe der Leber und der Bauchspeicheldrüse in Narkose (Biopsie), um im histologischen Schnitt Einschlusskörperchen nachzuweisen. Natürlich ist das sehr aufwendig und nicht ungefährlich, zur Routineuntersuchung also nicht geeignet.

Nur bei Boiden, leider nicht bei Pythoniden, gibt es eine gute Alternative. Boas zeigen Einschlusskörperchen häufig auch in den Erythrocyten, oft sehr lange, bevor die Erkrankung tatsächlich ausbricht. So kann man durch die Entnahme von einem Tropfen Blut, der gefärbt und mikroskopisch untersucht wird, die Infektion häufig sehr früh feststellen. Manchmal kommt nur eine befallene Zelle auf mehrere Tausend Erythrocyten - ein "Schnellnachweis" ist diese Methode nicht, und sie setzt auch einige Erfahrung voraus - aber sie ist gefahrlos und bis auf den Kanülenstich in die Vene auch schmerzlos für das Tier. Sie kann also eventuell auch ohne Probleme mehrmals wiederholt werden.

Der Nachteil dieser Nachweismethode ist, dass sie nicht bei Pythons funktioniert, weil sie bei ihnen die Erythrocyten anscheinend nicht befallen werden und man auch bei Boas noch nicht weiß, nach welcher Inkubationszeit sie positiv ist. Dafür sind noch Tierversuche nötig, auch daran wird gearbeitet. Ein negativer Blutausstrich besagt also nicht, dass das Tier mit Sicherheit von dem Virus frei ist. Bei einem Tier, das Kontakt mit IBD-Tieren hatte, sollte die Blutuntersuchung also auf jeden Fall nach einigen Monaten wiederholt werden, wenn die erste Untersuchung negativ war. Bis dahin sollten solche Schlangen in strenger Quarantäne gehalten werden.

Behandlung:

Es gibt leider keine. Bereits nachweislich erkrankte Tiere sollten schmerzlos getötet werden (mit Barbiturat beim Tierarzt). Wurde zwar die Infektion, aber noch keine Erkrankung festgestellt, sollte eine solche Schlange keinesfalls verkauft werden oder jemals wieder in einen Bestand mit anderen Schlangen integriert werden. Solange sie klinisch gesund ist, kann sie einzeln, oder mit anderen positiven Tieren zusammen gehalten werden, wobei aber keine Zucht möglich sein darf, weil damit zu rechnen ist, dass zumindest ein großer Teil der Jungen angesteckt wird. Wer ein solches Tier unkontrolliert abgibt, gefährdet durch die weitere Ausbreitung dieser Seuche gesunde Bestände und letztlich auch die ganze Art (von Schadensersatzforderungen ganz abgesehen).

Vorbeugung:

1. Strenge Quarantäne neuer Tiere für mindestens ein halbes Jahr.
2. Blutuntersuchung am Anfang und Ende der Quarantänezeit.
3. Kauf neuer Tiere nicht aus dubiosen Quellen (Zeitungsinserat, Börse, "Sonderangebot" ...), sondern bei Züchtern, die dem Bluttest zustimmen und deren Elterntiere negativ getestet wurden.


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...   Erstellt am 14.03.2006 - 16:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Legenot (Dystocia)
Die Legenot ist ein gefürchtetes Problem, was aber zum Glück nur selten eintritt, wenn man einige Dinge bei schwangeren Weibchen beachtet.

Zunächst einmal sollte man natürlich in der Lage sein, eine Trächtigkeit zu erkennen. Eine Legenot entsteht oft aus einer nicht erkannten Paarung, oder dem Kauf eines schwangeren Weibchens. Wenn man die Vorzeichen einer bevorstehenden Eiablage nicht erkennt, legt das Weibchen im günstigen Fall die Eier ins Wasserbecken, im schlimmsten Fall verendet das Tier unerwartet, da die nicht abgelegten Eier im Eileiter anschwellen (durch Wasseraufnahme) und schließlich in Fäulnis übergehen, was das Tier nach einigen Wochen umbringt.

Wie erkennt man nun, dass die Schlange kurz vor einer Eiablage steht? Der Eiablage geht immer eine Häutung voraus (Pre-laying-shed). Nach dieser Häutung kriechen die nach einem Eiablageplatz suchenden Weibchen ruhelos im Becken umher, auf der Suche nach einem passenden, geschütztem Ort. Man sollte dem Tier nun einen passenden Behälter anbieten. Bei bodenbewohnenden Schlangen an einer warmen, geschützten Stelle auf dem Boden, bei baumbewohnenden Schlangen im Geäst. Vogel-Nistkästen können hierbei gute Dienste leisten. Ich verwende meist Blumen-Übertöpfe passender Größe, die ich zur Hälfte mit Terrarienerde fülle (leicht feucht) und zur Hälfte mit trockenem Moos abdecke. Die Temperatur im Behälter sollte 25-28°C betragen. Der Durchmesser sollte ein wenig größer sein, als die zusammengerollte Schlange, die Höhe ca. 20 cm.
Es vergehen meist nur Minuten, bis die Schlange den Behälter gefunden hat und hineinkriecht. Bis zur Eiablage ist es nicht ungewöhnlich, dass sie noch regelmäßig den Behälter verlässt und sich sonnt oder weiter umherkriecht. Über kurz oder lang wird das Tier zur Ruhe kommen und die Eier ablegen. In dieser Zeit sollte man für viel Ruhe sorgen und andere Tiere, besonders die Männchen, aus dem Behälter entfernen, da sie den neuen Gegenstand natürlich ebenfalls inspizieren. Keinesfalls sollte man täglich den Zustand des Weibchens im Ablagebehälter kontrollieren. Ich versuche, die Tiere 2-3 Tage nicht zu stören, wenn sie im Eiablagebehälter zur Ruhe gekommen sind. Innerhalb von 14 Tagen nach dem Pre-laying-shed sollte das Weibchen seine Eier gelegt haben. Wenn das Weibchen diesen Termin überschritten hat, oder auch nach dieser Zeit noch Wehentätigkeit zeigt, bzw. deutliche Beulen in der Bauchregion hat, befindet es sich im akuten Stadium der Legenot.

Wenn das trächtige Weibchen den Ablagetermin nur einige Tage überschreitet, sollte man mit ihr einen Tierarzt aufsuchen. Die Ursache für eine Legenot kann vielfältig sein. In Frage kommen Stress, fehlende Eiablagemöglichkeiten, ein schlechter Allgemeinzustand, zu große Eier, ein verklebter Eileiter, eine Blockade oder ein schlechter Muskeltonus, so dass die Wehen nicht ausreichen, um die Eier aus dem Eileiter auszustoßen. Man sollte jede Maßnahme mit einer Kalziuminjektion beginnen, gefolgt von einer Inkektion mit Oxytocin - ein Wehenhormon. In einigen amerikanischen Artikeln habe ich gelesen, dass das Hormon Vasotocin bei Reptilien wesentlich besser wirken soll. Ob es mittlerweile hier erhältlich ist, weiß ich allerdings nicht.

Es gibt auch Fälle, wo die Schlange mehrere Eier legen kann, aber einige Eier zurückhält, was man an Beulen vor der Kloake erkennen und ertasten kann. Meist sind diese Eier zu groß oder zu unförmig, um auf normalem Weg gelegt zu werden. Fast immer handelt es sich dabei auch um unbefruchtete Eier. In diesem Fall sollte der Tierarzt zunächst durch tasten und röntgen die Lage und Anzahl der Eier feststellen. Manchmal reicht ein Einlauf mit Parafinöl in die Kloake und eine sehr vorsichtige Massage, um das Problem zu beheben. Wenn das Ei aber nicht beweglich ist, sollte man es nicht mit Gewalt versuchen - Verletzungen und Unfruchtbarkeit sind die Folge. Der Tierarzt kann das Ei, das am nächsten zur Kloake liegt, durch die Bauchdecke punktieren und den Ei-Inhalt absaugen. Das verbliebene Ei kann dann entweder weitermassiert werden oder wird in den meisten Fällen einige Tage später gelegt.
Falls sich dann immer noch nichts tut, Hormininjektionen keinen Erfolg haben oder es nachweislich sehr viele Eier sind, sollte man die Schlange operieren lassen, damit die Eier komplett aus dem Eileiter entfernt werden. Diese Notfallmaßnahme ist leider der einzige Weg, das trächtige Tier noch zu retten.

Daher sollte es sich von selbst verstehen, beim leisten Verdacht oder ungewöhnlicher Unruhe weiblicher Tiere, sofort einen Ablagebehälter in das Becken zu stellen. Man sollte nur kräftige, gut genährte Weibchen ab dem 4. Lebensjahr zur Zucht zulassen und auch nicht jedes Jahr verpaaren. Jede Trächtigkeit kostet das Weibchen sehr viel Substanz, wie man an dem ausgemergeltem Zustand vieler Tiere nach der Ablage sehen kann. Zu junge oder zu häufig verpaarte Tiere haben oft nicht genügend Kraft oder sind noch zu klein, um ihre Eier zu legen.

Falls die Eiablage problemlos läuft, so beginnt unmittelbar nach der Ablage beginnt eine weitere Häutungsphase. Es ist daher nicht ungewöhnlich ist, dass das Weibchen auch der Ablage noch nicht direkt frisst, sondern erst nach dem "Post-laying-shed".


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...   Erstellt am 14.03.2006 - 16:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Pilzerkrankungen (Mykosen)
Pilzerkrankungen sind ein schwieriges Thema, zumeist werden Tiere, die auf zu feuchtem Boden gehalten werden, von Hautpilzen befallen. Betroffen sind größtenteils die Bauchschuppen. Eine Mykose erkennt man an abstehenden, rötlich bis bräunlich gefärbten Schuppenrändern. Wenn sich diese Hautkrankheit verschlimmert, können die befallenen Schuppen schließlich absterben, oder unregelmäßig weiter wachsen.

Die Behandlung ist nicht einfach, der erste Schritt besteht darin, das Tier auf völlig trockenem Boden in einem Quarantänebecken unterzubringen. Dort wird zumindest ein weiteres Wachstum der Pilze unterbunden. Der nächste Schritt ist die Applikation eines geeigneten fungiziden Mittels (Antimykotikum). Das Problem dabei ist, dass sowohl Salben, als auch flüssige Wirkstoffe nicht besonders gut auf der Reptilienhaut haften und meistens schnell von der Schlange beim Umherkriechen wieder abgerieben werden.

Ich verwende zur Behandlung von Mykosen meistens Tinkturen (z. B. Kanesten, der zugrunde liegende Wirkstoff ist das Fungizid Clotrimazol), was unter anderem den Vorteil hat, dass sie auch unter die Schuppen gelangt und dort wirksam ist. Bei der Dosierung muss man allerdings sehr vorsichtig sein und das Mittel äußerst sparsam auftragen. Bei zu hoher Dosierung wird auch die Schlange geschädigt, was sich in leichten bis schweren Vergiftungserscheinungen bemerkbar macht (Lethargie). Man sollte das Tier genau beobachten und im Falle einer Überdosierung das Mittel für einige Tage absetzen. Am genauesten lässt sich das Mittel in Form eines Pumpsprays dosieren.
Auch Betaisadonna-Präparate sind für die Behandlung von Mykosen geeignet.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach Schwere des Befalls und Art des Pilzes. Es ist mitunter eine vierwöchige, tägliche Behandlung nötig, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Bei einem Pilzbefall sollte man, auch wenn die Symptome schon verschwunden sind, noch 1-2 Wochen nachbehandeln, um einen Rückfall zu vermeiden.


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...   Erstellt am 14.03.2006 - 16:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Verstopfung
Überfütterte, wenig aktive Schlangen sind besonders anfällig für eine Verstopfung, weitere Gründe sind zu niedrige Temperaturen, sowie eine zu geringe Luftfeuchtigkeit im Becken und mitverschlungenes Substrat. Man kann meist auch Verhärtungen im Darmbereich ertasten. Wenn man nichts dagegen unternimmt, kann der nicht ausgeschiedene Kot hart wie Stein werden und muss operativ entfernt werden.

Als erstes sollte man die Verhältnisse im Behälter korrigieren und alle Holzteile aus dem Behälter entfernen, unbehandeltes Holz entzieht der Luft viel Feuchtigkeit. Behälter, die komplett aus unbeschichtetem Holz gebaut sind, taugen ohnehin nur bedingt für die Schlangenhaltung. Die Luft ist in diesen Behältern oft so zu trocken, dass man auch gehäuft Häutungsprobleme beobachten kann. Ein Auskleiden der Wände mit Kork verschafft Abhilfe. Man muss außerdem die Fütterungshäufigkeit reduzieren und der Schlange mehr Bewegung verschaffen, indem man die Schlange zur Bewegung stimuliert. Meist reicht es schon aus, die Schlange einige Minuten durch die Hände kriechen zu lassen und danach ins Terrarium zurückzusetzen. Die Schlange sollte darüber hinaus über mehrere Tage täglich einmal für ca. 15 Minuten warm gebadet werden.
Hilft das nichts, so kann man dem Tier etwas warmes Wasser einflößen. Hat man immer noch keinen Erfolg, hilft meist nur ein Abführmittel. Frisst die Schlange noch selbstständig, kann man z. B. etwas Abführmittel in eine Maus einspritzen und abwarten, was passiert (wenn das Tier nicht frisst, muss man es mit einer Schlundsonde eingeben). Die Dosis und das Mittel sollte auf jeden Fall vorher mit einem Tierarzt abgesprochen werden.

Eine Verstopfung kann natürlich auch durch exzessiven Darmparasitenbefall ausgelöst werden, aber auch durch verschlucktes Substrat. Wenn der Darm der Schlange mit Substrat verstopft ist (z.B. Sägespäne) hilft meist nur noch die operative Entfernung, bei kleineren Arten ist das sehr problematisch und bedeutet meist das Todesurteil. Aber so weit muss es ja nicht kommen, wenn man das richtige Bodensubstrat wählt und die Fütterungen beaufsichtigt.


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