Aine unregistriert
| Erstellt am 04.06.2007 - 17:26 |  |
Kurz fiel ihr Blick auf Maximus, es war zwar nett, das er versuchte sie in Schutz zu nehmen, aber gegen ihren Herrn, konnte niemand wirklich etwas ausrichten und das Romano so an die Decke ging und reichlich laut wurde, hatte sie bereits erahnt. Doch konnte sie ein leichtes zusammen zucken nicht verbergen, kannte sie solche Wutausbrüche und wusste wie solche oft endeten, zumindest für sie, mit Schlägen. Es war nun einmal das Verhalten einer Sklavin, welches sie so sehr geprägt hatte und nun mehr denn je, zu Tage trat. Wo sie schon recht verunsichert war und auch voller Angst.
Kurz senkte sie den Blick und hob ihn wieder, als sie den Blick des Richters auf sich Ruhen spürte, er suchte Bestätigung seiner Worte in ihren Augen, doch sie konnte sie ihm nicht geben, die Wahrheit war einen andere, eine Schmerzhaftere und eine die sie mit mehr Angst erfüllte.
Du meine Güte, sie hatte eines gelernt, niemals zu lügen, auch wenn die Wahrheit viele Gesichter hatte und sich erst später, als das offenbarte, was sie war. Sie hatte doch den Worten Centurio Quintus glauben geschenkt, hatte ihm doch abgenommen, das ihr Herr, die Insel verlassen hatte, hatte sich versichern lassen, das sie nun frei war, sie hatte so viele Dinge nicht gewusst, die nun auf solch schmerzhafte Weise ans Licht gekommen waren.
Sie senkte wieder den Blick, voller Bitterkeit, da es nun an ihr lag so viele Wahrheiten aufzudecken, die sie selbst nicht glauben wollte, denn wenn sie erst einmal geredet hatte, dann war es wahr und keine Einbildung mehr.
Müde strich sie sich wieder übers Gesicht, die Erklärung die kommen würde, würde ihr nicht leicht fallen.
Doch erhielt sie noch einmal eine kurze Gnadenfrist, als man sie in ein anderes Zimmer brachte, wobei sie sich diesmal wirklich die Worte zu Recht legte, die sie sagen wollte.
Angekommen in dem anderen Zimmer, setzte sie sich wieder auf, zog, wie so oft, die Beine an ihren Körper und ignorierte den stechenden Schmerz an ihrer Seite und auch den tadelnden Blick eines Heilers, sollte sie doch am besten still liegen, was sie aber nicht wollte. Zumindest noch ein einziges Mal, wollte sie jemanden, als gleich gestellte Person gegenüber sitzen.
"Alle Dokumente die für mich ausgeschrieben worden sind, sind ungültig!“ eröffnete sie eher düster. "Hätte ich gewusst, was mich erwartet, als ich Centurio Quintus das erste Mal begegnet bin, wäre ich niemals auch nur auf den Gedanken gekommen, mich auf das alles hier einzulassen!“ fügte sie hinzu, machte eine Pause und sammelte all ihren Mut, in der Hoffnung, nicht unterbrochen zu werden. Jetzt wo sie unter sich waren, fiel es ihr ein wenig leichter zu reden.
"Ich versichere euch, ich habe die ganze Zeit über, das geglaubt, was man mir versichert hat, das man meinen Herrn von der Insel verstoßen hätte, das all sein Vermögen an die Stadt ging und man mir die Freiheit schenkte!“ ein wenig sprach aus ihr die Hoffnung, die jeder Sklave hatte, frei zu sein, die Ketten los zu werden und endlich selbst Entscheidungen zu treffen. "Euch gegenüber habe ich von sich überstürzenden Ereignissen geredet!“ sagte sie an Romano gerichtet und sah dem Richter kurz in die Augen, aber lange konnte sie seinem Blick nicht standhalten. "So war es, zumindest für mich, da ich nie wirklich damit gerechnet habe, das man mir die Freiheit schenkt, denn… wenn meinen Herrn etwas wichtig war und ist, dann ist es Geld und ich war eine lukrative Einnahmequelle, was glaubt ihr wie viele Wetten er durch mich gewonnen hat, Gladiatorenkämpfe erfreuen sich erstaunlicher Beliebtheit!“ wieder machte sie eine kurze Pause.
"Nun, ich bin Centurio Quintus das erste Mal vor einigen Tagen in der Arena begegnet, kurz nach einem unangenehmen Vorfall mit einem anderen Gladiator, der wohl ein allzu leichtes Opfer in mir sah und mich unterschätzt hatte! Nun der Centurio bekam die kurze Auseinandersetzung zwischen mir und dem Anderen mit und schien sich erstaunlich schnell dazu entschlossen zu haben, mich für die Armee zu wollen. Er verlangte zu erfahren, wer mein Herr sei und das er mich für die Stadt kaufen wollte!“
Den kleinen Kampf zwischen ihr und Quintus ließ sie unerwähnt, wie auch all die anderen Ereignisse, die wohl dazu geführt haben, dass sich die Wege des Centurios und die eigenen kreuzten.
Warum nur immer sie, schoss es ihr ein weiteres Mal in den Kopf.
"Ich sagte es ihm, mit dem Hinweis dazu, dass mein Herr mich wohl nicht verkaufen würde, wer würde schon jemanden, der viel Geld einbracht einfach so verkaufen und das auch noch für einen wohl eher albernen Posten für einen weiblichen Gladiator! Wie ich später feststellte, schien ich mich geirrt zu haben es dauerte vielleicht ein paar Stunden und der Centurio kam zurück und sagte mir ich sei frei, doch… ich war misstrauisch, schon immer und hielt das ganze für einen Scherz, doch nachdem er mir das Schreiben, das meine Freiheit beglaubigte überreicht hatte, schien es wohl zu stimmen!“ wieder machte sie eine Pause.
"Nun, ich kam zu Quintus, lernte dort Maximus kennen und wollte eigentlich mehr darüber erfahren, wie Quintus nun meinen Herrn überzeugt hatte, mich fortzugeben, ich war immer noch misstrauisch, wollte dem Frieden nicht glauben, aus meiner Erfahrung heraus nun einmal mit einem Herrn, wie meinem Herrn, die zu übermäßiger Gewalt und Grausamkeit!“ Ihre grünen Augen verdüsterten sich aufgrund der vielen Erinnerungen und der Schmerzen, dessen Zeugnisse, auf ihrem Rücken waren und welcher nun durch den dünnen Stoff der Decke verborgen war.
"Nun.. naja, dann kam die Sache mit Maximus, lenkte mich ein wenig von dem ab, was mich die ganze Zeit beschäftigte!“ fasste sie zusammen und stieß dann ein leises seufzen aus. "Das meiste davon kennt ihr ja bereist!“ fügte sie hinzu und kam damit zu den Ereignissen die sich vor einigen Stunden abgespielt hatte und die ihr zu erzählen wesentlich schwerer fielen. Sie hatte soweit ausgeholt mit ihren Erzählungen, damit Romano verstand, dass sie wirklich keine Ahnung gehabt hatte.
"Nun, im Glauben meinem Herrn für immer entkommen zu sein, erklärte ich mich einverstanden, den mir Angebotenen Posten anzunehmen, auch wenn ich... ehrlich gesagt, genug von blutigen Kämpfen habe!" sagte sie ruhig, bisher war ihre Stimme fast immer ohne jegliche Emotionen gewesen, ohne Färbungen, die verrieten, was sich in ihr abspielte, sie war sich auch bewusst, das man ihr schweigend zu hörte und sie aus reden ließ.
"Aber ich wollte nun einmal Maximus helfen, bisher hatte ich nur wenige Freunde, aus verschiedenen gründen, denn als Gladiator, sollte man keine Freundschaft schließen, wer weiß, wann man plötzlich seinem Freund in einem Kampf gegenüber steht."
Aine verriet mehr über sich, als sie vielleicht wollte, aber nun würde sie es nicht zurück nehmen, sie wollte Hilfe, also redete sie, wobei sie Blicke auf Maximus und auch Romano vermied. Sicher war der Richter schon ungeduldig, weil sie sich so viel Zeit ließ, mit den Erklärungen.
Nun kam sie zu dem teil der Geschichte, wo sie und Maximus sich gestritten hatten, aber sie nahm es sich vor, dass alles abzuwandeln und hoffte, das Maximus das einfach hin nehmen würde ohne zu protestieren.
"Nun, heute Abend, nachdem ihr mich dann damit beauftragt hattet, auf Maximmus ein Auge zu haben, wollte ich ihm den gefallen tun in den Circus zu gehen, wo er sich wesentlich wohler fühlte, als bei Quintus im Haus! Und da ich dachte, er wäre dort gut aufgehoben, wollte ich einmal auf eigene Faust, die Stadt erkunden, die wohl nun meine Heimat werden sollte!" sagte sie ruhig.
"Bis dahin war ich immer noch in dem glauben, Centurio Quintus habe meinen Herrn Mediteranes verwiesen und ich endlich meine Ruhe und meine Frieden vor ihm, doch ich hatte mich wohl sehr geirrt... er hatte eben nicht die Stadt verlassen und wie es aussieht ist er mehr als wütend und ich kann nur ahnen weshalb... " sie stockte und atmete tief durch, so vieles gab es noch zu erzählen, doch verließ sie der Mut mit einem Male.
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Romano  Senator, Richter

Status: Offline Registriert seit: 08.06.2006 Beiträge: 538 Nachricht senden | Erstellt am 04.06.2007 - 22:46 |  |
cf Zimmer für Notfälle
Mit dem Gefühl bleischwere Füße zu haben, humpelte Romano leise grummelnd den beiden Liegen hinterher, die vor seiner Nase davon getragen wurden. Diese Aine.. sie brachte seine Gedankenwege durcheinander. Romano wollte zurück zu der jungen rothaarigen Albiana.. doch er konnte sich jetzt wirklich nicht mehr verdrücken. Wenigstens wurde Maximus nicht umgebettet, das wäre mit Sicherheit aufregend gewesen. Prüfend sah er den Heiler an. Mhm.. an den richtigen Stellen suchen. "Da hat euer Bote richtig Glück gehabt. Denn zuvor war ich gerade noch zu Hause gewesen." Mit einem Nicken entliess er den Mann und schloss die Tür.
Stirnerunzend beobachtete er Aine, wie sie sich aufsetzte und nahm auf einer unbequem aussehenden Kline Platz, wobei er sein gelähmtes Bein nicht hochlegte. "Was soll das heissen? Nicht gültig?" fuhr er seine zweifelnden Geschütze wieder auf und sah Aine aufgebracht an. Die junge Frau schnitt ihm das Wort ab und sprach derweil weiter. Und wieder kam Centurio Quintus Name ins Spiel. So langsam fragte er sich in welchen Bereichen Quintus seine Finger nicht im Spiel gehabt hatte. "Ja.. überstürzende Ereignisse. Du triffst es gut." stimmte er ihr widerwillig zu.
Je mehr Aine ihm erzählte, um so unruhiger wurde er auf der Kline. Daher erhob er sich und trat die erste Runde durch das Zimmer an. Hin und wieder bleib er stehen, sah Aine an, sah Maximus an und wieder zu Boden. Hinter seiner hohen Stirn arbeitete es. Romano versuchte die Puzzleteile, die er von der jungen Frau bekam an seinen Platz zu setzen. Langsam konnte er den roten Faden sehen, der sich durch die Erzählung oder besser Erklärung wand. Romano ballte die Hand um den Knauf seines Gehstocks. "So schnell hatte er ihn gefunden? Ein paar Stunden nur hat es gedauert, bis er sagte, dass ihr frei seid? Seltsam, seltsam... Von wem wurde es beglaubigt? Von Quintus selbst? Mhm.. glaube ich nicht.. das dürfte er gar nicht." Er schüttelte den Kopf.
Vor Aines Bett blieb er stehen, hörte weiterhin zu. Er fasste sie genau ins Auge, musterte sie und dachte sich seinen Teil, nicht ganz sicher ob er ihr glauben sollte oder ob sie gerade ganz gewaltig und geschickt log.
Dabei bemerkte er auch ihre Unsicherheit. "Aine.. du sagst, dass ihr in der Arena niemals Freunde gesucht habt, weil ihr befürchtet habt, dass ihr irgendwann gegen diese Freunde kämpfen müsst." Er schwieg kurz um die Worte wirken zu lassen. "Doch kaum aus der Arena entlassen und in einem Haus eines Centurios beschliesst ihr einem Mann zu helfen. Ihr kommt mit seiner Geschichte zu mir und bittet mich ihm zu helfen. Dank euch stellt sich dieser junge Mann als mein Sohn heraus. Ich übertrage euch die Verantwortung für ihn." Nochmals fasste er sie genau sin Auge. "Ihr hattet somit nicht die geringste Ahnung, dass ihr überfallen werden könntet, sobald ihr euch auf der Straße blicken lassen würdet? Dann frage ich mich, wie lange es her ist, dass euer Herr wieder seine Helfer um sich scharen und euch so weh tun konnte. Laut eurem Bericht sollte er eigentlich schon längst das Land verlassen haben. Somit liegt die Verantwortung für euren Herrn bei Centurio Quintus. Er hat nicht ausreichend dafür gesorgt, dass er geht." Er atmete tief und lange aus. "Daraus entstand letztendlich eine Verkettung unglücklicher Umstände."
Signatur ~Ich bin ich, bin ich.~
Romano Caius
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Aine unregistriert
| Erstellt am 04.06.2007 - 22:58 |  |
Verkettung unglücklicher Umstände, das war schon fast die richtige Bezeichnung für all das, nur waren diese Umstände etwas, was sie niemals hatte gewollt, sie wollte nicht wieder zurück zu ihrem Herrn.
Sie nickte nur stumm, bei Romanos Mutmaßung, das Centurio Quintus womöglich nicht dazu befugt war, ihren Herrn der Stadt zu verweisen und sein Vermögen zu konfiszieren. Das ungute Gefühl in ihr, das man sie herein gelegt hatte, das man mit ihr spielte, wuchs und auch ihre Unsicherheit.
Es war für sie nicht einfach über das zu reden, zumal dies ja eigentlich nur ein geringer und wenn man es auch so wollte, unbedeutender Teil ihre Lebens, denn sie da erzählte, aber viele ihrer Gefühle, die in ihr tobten fanden Ausdruck durch ihre Worte, die sie so kühl und scheinbar gefasst von sich gab, doch dass das Gegenteil der Fall war, konnte man nur an wenigen ihrer Gesten erkennen, denn wie so oft, hatte sie alle ihre Gefühle tief in sich versteckt und sie war die unnahbare Gladiatorin aus der Arena.
Ein leichtes Zittern, oder das nervöse in einander verschlingen ihrer Finger oder das den Blicken anderer ausweichen, waren Indikatore dafür, wie aufgewühlt sie in Wirklichkeit war, welche Ängste sie verbarg und wie sehr sie doch mitgenommen war von den Ereignissen und wie erschöpft sie immer noch war, auch wenn es körperlich nicht den Anschein hatte.
Sie seufzte, wie erwartet, würde sie noch einiges erklären zu haben und zumindest auch ihre Vermutungen offenbaren die sie aufgrund ihrer Erfahrungen hatte, welche für sie am schwersten auszusprechen waren, denn im Grunde bedeutete dies eine gewissen Endgültigkeit für sie, der sie nicht entkommen konnte.
Sie war eben nur eine Sklavin, nicht einmal das Gesetz würde sie in Schutz nehmen, denn allein für ihre Bestrafung war nur ihr Herr zuständig und was er mit ihr anstellen würde konnte sie sich nur allzu lebendig ausmalen.
Es war nicht die Angst vor dem Tod, die sie hatte, sondern eher die Angst vor dem ungewissen, schon lange hatte man ihr nicht mit dem Tode gedroht, sondern mit dem Leben, einem Leben voller Schmerzen, voller Einsamkeit und Verzweiflung, man spielte mit ihren Ängsten und zerbrach sie so innerlich.
Sie spielte mit einer ihrer Haarsträhnen um ihre Gedanken zu ordnen, um sich zu wappnen für den Rest der Geschichte, oder viel mehr der Wahrheit, je nach dem aus welchem Blickwinkel sie erzählte, zumindest erzählte sie das, was sie für die Wahrheit hielt und was sie au ihren Erfahrungen mit ihrem Herrn wusste und da war nichts positiv.
Ein Schatten lag über ihren Augen, wie immer verbarg sie alles, was in ihr vorging hinter einer Mauer, nur keine Blöße geben oder Schwäche zeigen.
"Die Helfer meines Herrn, sind ihm treu ergeben, meist ehemalige Soldaten die man unehrenhaft entlassen hat und die nun die Drecksarbeit erledigen!" sagte sie düster.
"Und sie gehen sogar soweit zu behaupten, sollte er einmal in Schwierigkeiten durch sie geraten, das sie sagen, sie haben auf eigene Faust gehandelt, man kann ihm nichts nachweisen und was er mit seinen Sklaven macht... spielt das keine Rolle... wir haben keine Recht...." ihre Miene verfinsterte sich noch ein wenig.
"Und ich wusste wirklich nicht, das er noch hier in Mediteranea ist!" beteuerte sie aufrichtig hob den Kopf und kurz konnte Romano sehen, wie sehr sie ihren Herrn fürchtete, dass sie nciht zu selbigen zurück wollte.
"Ich fürchte er fühlt sich hinter gegangen und glaubte, dass ich irgendwie seine Geschäfte offenbart habe… von denen ich keine Ahnung habe, die meiste Zeit war ich in der Arena und mir hat man eh nie etwas erzählt… und um mal wieder zu beweisen, wer mehr Macht besitzt und das ich eben nur eine Sklavin bin… hat er mir seine Lakaien auf die Fersen geschickt, um mich zu ihm zu bringen!“
Nervös und angespannt ballte sie ihre Hände zu Fäusten und öffnete sie wieder, sie wollte nicht zurück zu ihrem Herrn. Dort war alles nur ein lebendiger Alptraum, aber große Hoffnungen machte sie sich nicht, selbst einem Richter waren die Hände gebunden, wenn es um die Gerichtsbarkeit eines Sklaven ging.
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Romano  Senator, Richter

Status: Offline Registriert seit: 08.06.2006 Beiträge: 538 Nachricht senden | Erstellt am 05.06.2007 - 12:34 |  |
Dieser Quintus... dachte Romano. Was hat er sich nur dabei gedacht, dass Aine ihm mit dem Armeeposten helfen könnte?! Wie nur hatte er den Herrn so schnell ausfindig gemacht? Lauter W-Fragen schwirrten in seinem Kopf herum. "Der Centurio wusste also auch nicht, wie weit die Macht deines Herrn reicht." stellte er trocken fest und nahm auf der unbequemen Kline Platz. Aufmerksam beobachtete er ihre wenigen Regungen. Ihre Finger spielte wie verrückt miteinander. Mhm... spielte sie mit ihm? Dem Richter? Romano schüttelte den Kopf. Wahrscheinlich nicht, die Geschichte war zu wahr um sie so einfach abzutun. Er hatte die meisten Puzzleteile, so hoffte er, an den richtigen Platz gesetzte. Hie und da fehlte noch ein kleines Steinchen. Und wenn er schwieg, würde sie die Reste sicher so oder so erzählen wollen. Tatsächlich öffnete sich ihr hübscher Mund, nun spielte ihren Finger nicht mehr mit ihresgleichen sondern mit den Haaren. Romano hob den Blick, als sie wieder anfing zu sprechen. "Ehemalige Soldaten? Wie denn das? Wieso weiss ich nichts davon?" knurrte er leise. "Langsam kriege ich den Eindruck, die Armee macht was ihr gefällt."
Er verstummte, als sie meinte, sie habe keine Rechte. Mhm.. sowohl war, da sie ihm bestätigt hatte, dass ihre Papiere ungültig waren. "Da sieht man mal wieder was ausreicht um jemandem in den Dreck zu ziehen." brummelte Romano. Abermals erhob er sich und ging zu Aines Liegestatt rüber. "Gut, wenn ihr denn wirklich null Ahnung hattet, was euer Herr trieb, so mag ich das euch glauben. Quintus hat euch anscheinend wie ich damals kämpfen sehen und beschlossen seine Vorteile aus eurem Können und Wissen zu ziehen. Damit erst fing ja alles an.."
Er lächelte schwach. "Euer Können hat jedoch allemal ausgereicht um sich den Männern zu erwehren, die euch einfangen wollten. Bestimmt erkanntet ihr sie an diversen Merkmalen, dann wären sie leichter zu identifizieren und einzufangen. Solche Leute, das die auf eigener Faust handeln sind nicht gut, um den noch jungen Frieden in der Stadt zu gewährleisten."
Abermals erhob Maximus seine Stimme. Er schwieg, solange Maximus sprach, um ihm nicht das Wort abzuschneiden. "Maximus.. die ganze Geschichte ist sowas von kompliziert, dass ich davon Kopfschmerzen kriege." gab er zu und setzte fort. "Wir werden sehen, wie es ausgeht. Du machst doch mit, hm?" Romano setzte sich zu ihm und ergriff seine suchende Hand. "Mein Sohn, ob Aine zurückgeht hängt von vielem ab. Ich denke, sie wird nicht zurückgehen, wenn man an dem und dem Rädchen dreht. Ihr hattet noch einen dritten Helfer habe ich gehört. Dieser kann den Überfall als Augenzeugen bestätigen. Somit haben wir was in der Hand. Beruhige dich, Maximus, nicht aufregen. Du bist in einem ruhigeren Zimmer, nur du und Aine sowie meine Wenigkeit sind hier."
Signatur ~Ich bin ich, bin ich.~
Romano Caius
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Aine unregistriert
| Erstellt am 05.06.2007 - 13:09 |  |
Aine schüttelte den Kopf, sie selbst wusste ja nicht einmal, wie weit der Einfluss ihres Herrn reichte, sie wusste nur, dass jener interessante Kontakte hatte, auf die er immer dann zurück griff, wenn man ihm etwas anhängen wollte und seine Lakaien waren nun einmal in der Lage alle Befehle auszuführen, da sie meist die gleiche Mentalität hatten, wie er selbst, ein Hang zu Grausamkeit und Gewalt, welchen sie oft selbst genug zu spüren bekommen hatte.
"Die Männer stammen aus der römischen Armee oder waren einmal Leibwächter, je nach dem, aber sie wurde meist entlassen, aus vielen Gründen: Betrug, Bestechung, Mord, Vergewaltigung!" erzählte sie relativ ruhig, doch noch immer beschäftigte sie ihre Finger, in dem sie mit ihren Haaren spielte. Sie war immer noch innerlich, mehr als angespannt und nervös und auch eines: verängstigt, was man wohl nicht von einem Gladiator wirklich erwartete, aber nun einmal jeder hatte seine Ängste, und bei ihr war es nun einmal die Furcht vor ihrem Herrn.
Sie gab keinen Kommentar bezüglich ihres Können ab, denn was wusste Romano wirklich über sie? Eigentlich rein gar nichts, er hatte sie nur in der Arena kämpfen sehen, ansonsten hatte sie nie Waffen tragen dürfen und ihre Kenntnisse in Selbstverteidigung waren zwar sehr gut, doch brachten sie einem nicht viel, wenn man es mit zwei Gewalt bereiten Männern zu tun hatte, die jede ihrer noch so kleinen Schwachstellen im Kampf kannten udn sie hinterrücks überfielen. In einem offenem ehrlichen Kampf war sie sehr gut, wusste ihre Gegner schnell und effektiv außer Gefecht zu setzen, doch wenn sie aus einem Hinterhalt heraus angegriffen wurde, dann war selbst sie wehrlos, zumal sie nicht erwähnt hatte, dass sie nicht einmal bewaffnet unterwegs war, und sie sich unwohl dabei fühlte, wenn sie ein Schwert bei sich trug, eben auch eine Angewohnheit einer Sklavin.
Ansonsten wusste auch Romano nicht viel über sie, nur das was sie ihm erzählt hatte und das war wirklich nicht viel, sie redete ja nie gerne über sich und ihre Vergangenheit.
Was den jungen Frieden in Mediteranea anging, sie war sich nicht sicher ob dies alles wirklich auch sie betraf. Leise seufzte sie wieder und hob dann etwas verunsichert den Kopf, als Maximus sie so vehement in Schutz nahm. Dankbar sah sie ihn an, denn bisher hatte sie noch niemand für sie so eingesetzt oder versucht ihr zu helfen, nur hegte sie nciht wirklich große Hoffnungen, das Romano ihr helfen konnte, denn im Grunde war er Richter und wie alle anderen an die Gesetze gebunden, vielleicht mehr, als andere Bürger und er wusste sicherlich, das nun einmal Sklaven von der Gerichtsbarkeit ausgeschlossen waren.
Dennoch fühlte sie sich ein wenig Besser, weil Maximus sich für sie einsetzte und ihr somit zeigte, dass sie nicht wirklich allein war.
Immer noch hatte sie gewaltige Schuldgefühle, weil sie Maximus in etwas hinein gezogen hatte, was ihn nichts anging und er durch ihr verschulden verletzt wurde. Sie senkte wieder einmal unsicher den Blick.
Warum nur immer sie....
Die Worte Romanos bezüglich ihrer Rückkehr zu ihrem Herrn, machten ihr nicht wirklich Mut, da sie ja selbst wusste, dass sie eben Eigentum war und man sie jederzeit zurück verlangen konnte. Sie schluckte trocken, große Hoffnungen machte sie sich nicht, auch wenn Romano ihr zu helfen versuchte.
Wieder hob sie den Kopf und hoffte Maximus Blick aufzufangen, der unstet und Orientierungslos wirkte. Fragend sah sie zu Romano, was war denn jetzt eigentlich mit Maximus los, es war irgendwie an ihr vorüber gegangen was die Ärzte bezüglich Maximus gesagt hatten, eigentlich nicht verwunderlich, denn sie hatte ja ihre eigenen Sorgen und Probleme.
"Wie geht es dir?" fragte sie ihn unsicher, immer noch geplagt von Schuldgefühlen.
[Dieser Beitrag wurde am 05.06.2007 - 14:30 von Aine aktualisiert]
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