Darkprinzess  Moderatorin
    

Status: Offline Registriert seit: 25.09.2006 Beiträge: 1109 Nachricht senden | Erstellt am 21.01.2008 - 15:39 |  |
Heilkräuter sammeln
Sammelt nur so viele Blätter und Blüten das die Pflanze nicht geschädigt wird und die verbleibenden Blüten neue Samen bilden können. Schneidet die gewünschten Teile mit einem scharfen Messer ab damit sich die Pflanze wieder erholen kann. Für den Transport der Heilkräuter eignet sich ein offener Korb oder eine Leinentasche. In einer Plastiktüte welken die zarten Pflänzchen zu schnell. Blüten und Blätter sollten erst gepflückt werden wenn die Sonne den Tau vollständig getrocknet hat. Die Samen werden meist in reifem Zustand gesammelt. Die Wurzeln erntet man im zeitigen Frühjahr oder im Herbst also dann wenn sich die Pflanze in der Ruhepause befindet.
Zum Trocknen vorgesehene Pflanzen sollten möglichst bald nach dem Sammeln verarbeitet werden. Wählt zum Trocknen einen warmen schattigen Platz mit ausreichendem Luftaustausch beispielsweise einen Dachboden. Ganze Pflanzen hängt man bündelweise kopfüber auf (nicht mehr als ungefähr zehn Pflanzen in einem Strauß) geschnittene Blätter Triebe und Wurzeln breitet man auf Gaze oder unbedrucktem Papier aus. Noch besser ist es die Gaze oder das Papier über ein Drahtgestell zu legen damit auch von unten Luft an das Trockengut kommen kann. Die Trocknungsdauer hängt vom Wassergehalt und von der Dicke der Pflanzenteile ab. Deshalb solltet ihr die ausgelegten Kräuter häufiger kontrollieren. Entfernt verschimmelte Teile sofort und wendet größere Stücke von Zeit zu Zeit. Wurzeln oder dickere Pflanzenteile lassen sich auch im Backofen bei etwa 50 grad trocknen.
Zur Aufbewahrung kommen Glas- und Porzellangefäße infrage aber auch Papiertüten oder Stoffbeutel.Viele Kräuter lassen sich auch einfrieren.
Bitte beachten:
Sammelt nur Pflanzen die weder durch Düngemittel Insektizide noch Rückstände von Autoabgasen verunreinigt sind.
Auf Kräutern oder Früchten die im Wald wachsen können sich die Eier des Fuchsbandwurm befinden. Dessen Larven können die menschliche Leber befallen und schwer schädigen. Die Eier des Bandwurms sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Daher solltet ihr alle Pflanzen die ihr im Wald sammelt vor dem Verzehr gründlich waschen. Das Erhitzen auf etwa 60 grad beseitigt die Gefahr einer Infizierung.
(Quelle Naumann Göbel Verlag Kräuter & Essenzen)
[Dieser Beitrag wurde am 28.03.2008 - 12:58 von Darkprinzess aktualisiert]
Signatur Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume.
Ich leb in Euch und geh durch Eure Träume

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