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Memno ...
10 Liter Wein
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 20:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallöli,
nachdem ich auf einem Fest von einem vorzüglichen Kräutermet verwöhnt worden bin, hab ich beschlossen selbst einen zu machen (weil ich so einen nirgens finden konnte). Ich hab damals nur die info bekommen es währe ein Keltischer Kräutermet.
Hab mich dann auf die suche im www begeben und hab dann unteranderem diese Angabe im Rezept gefunden:
Kräuter: Mädesüß (60g), Johanniskraut (100g) und Eisenkraut (40g) (bezieht sich auf einen 10l Ansatz)
Nach längerer Suche bin ich dann auf die Super Seite Honigweinkeller gestoßen und hab mich dann ans Studium diesm doch sehr umfangreichen Thema gemacht (deshalb hab ich den Rest des Rezepts dann doch weggelassen.
Nun aber zu meinen Fagen:
-Hat schon jemand einen Met mit diesen Käutern gemacht?
-Sind diese Kräuter denn überhaupt dazu geeignet?
von Mädesüß weis ich`s, aber die anderen beiden kenn ich halt nicht.
Vielen Dank schon im Voraus
Mfg Memno





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catwiesel ...
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 21:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo und willkommen im Forum,

nun es ist gut dass du nachfrägst bevor Du eine schlechte erfahrung mit Kräutern machst.
Und dass Du den Honigweinkeller gefunden hast wird denk ich Deinem Met auch sehr gut tun.

Nun zu den Gewürzen, wenn ich mich richtig erinnere gab es erfahrungsberichte mit vor allem getrocknetem Mädesüss dass den Met dann grasig also eher nicht gut schmecken lies.
Hier also vielleicht eher mit frischen Kräutern arbeiten?

Ansonsten würde ich so vorgehen, gegen Ende der Gärung würde ich ein Säckchen mit den Kräutern reinhängen und alle 1-2 Tage probieren so dass nicht zuviel "Kraut" in den Wein kommt. Ist der Geschmack beim 1. mal probieren viel zu schwach die Dosis erhöhren.


Gruss

Catwiesel





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Memno ...
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 21:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo catwiesel,
danke für die Schnelle Antwort, Werde schon noch warten, bis das Mädesüß "Reif" ist, mir gings nur schon im vorfeld abzuklären ob die anderen beiden Kräuter überhaupt dazupassen denn so wie ich das jetzt sehe steht halt im www auch ne menge Sch.... und eigentlich will ich mich ja auch nich gleich vergiften.
Die Wartezeit bis zum ersten Mädesüß werd ich mir mit nem Met ala Honigweinkeller vertreiben

Gruß Memno





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Fruchtweinkeller ...
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 22:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo im Forum,

eine Diskussion zur Anwedung von Mädesüß findest du hier:

http://www.razyboard.com/system/morethr … 976-0.html

Ob Mädesüß traditionell in einen Met gehört oder nicht ist nicht unumstritten. Unter anderem das haben wir hier diskutiert:

http://www.razyboard.com/system/morethr … 166-0.html





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Memno ...
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 22:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Fruchtweinkeller,
danke für die beiden Link`s, aber die hab ich schon gelesen. Sorry wenn das nicht so rüber kommt, aber mir geht das nicht ums Mädesüß, sondern um die beiden anderen Kräuter, dem Johanniskraut und dem Eisenkraut. Kann bei der verwendung von diesen drei Kräutern etwas schiefgehen, so in der Art, dass ich das Gebräu dann nur noch als Spritzmittel nehmen kann, oder ist das gesundheitlich eher unbedenklich????
Vorallem weiß ich auch nicht ob es sich bei den Kräutern eben um jene handelt die in dem damaligen Met drinn waren.Mehr Info ist da aber leider auch nicht zu bekommen denn die Person die damals den Met gemacht hat, hat Ihr geheimnis mit auf die letzte große Reise genommen. Die einzige Info die ich habe, ist halt; dass es sich damals um einen Keltischen Kräutermet handelte. Die Oben angeführten Zutaten waren auch das einzige was mein goockel dazu gefunden hat.

Nachdem ich dann auch noch auf eure HP gestoßen bin, und mich zudem auch noch durchs Forum gelesen hab, hab ich mir angesichts so viel Fachwissen nun getraut mich an euch zu wenden.

Hat vileicht jemand mit einer solchen Kräutermischung schon mal jemand Erfahrungen gemacht?? oder hat jemand noch eine Idee was das sonst noch für Kräuter hätten sein können??
Mit bestem Dank und Gruß Memno





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Birgit ...
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 23:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wie haben bisher weder mit Johanniskraut noch mit Eisenkraut experimentiert. Ein entsprechendes Rezept kenne ich nicht. Mir ist allerdings mal ein Teeversandhaus über den Weg gelaufen, die hatten eine Keltenkräutermischung mit Eisenkraut, Mädesüß und ähnlichen Kräutern zm aromatisieren von Met im Angebot. An Johanniskraut kann ich mich dabei nicht erinnern.

Gruß Birgit





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sigi ...
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 23:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zu Eisenkraut kann ich nichts sagen, aber mit Johanniskraut wäre ich vorsichtig.

Ich kenne Johanniskrautöl, das wurde während meiner Kindheit - vor 50 Jahren - zum Einreiben verwendet.

Tee wurde bei uns nie hergestellt weil vor innerer Einnahme von Johanniskraut gewarnt wurde.

Bevor Johanniskraut als Metgewürz eingesetzt wird,
sollte man abklären, ob das Hypericin nicht gefährlich werden kann.

Ich weiss von phototoxischer Wirkung bei einer Freundin die Tee getrunken hat. War nicht angenehm für sie.

Gruss... Sigi





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sigi ...
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 23:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


BTW Birgit, Andreas, Albert, Flo, Jan, Ihr habt ja meinen Mädesüsswein probiert...

Mir schmeckt er ja, aber haltet Ihr Mädesüss nach dieser "Erfahrung" fürs Aromatisieren von Met für geeignet ?

Gruss... Sigi

[Dieser Beitrag wurde am 25.04.2008 - 23:27 von sigi aktualisiert]





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catwiesel ...
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...   Erstellt am 25.04.2008 - 23:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also mit "überlieferten keltischen Rezpten" und geheimen Mixturen die nicht verraten werden ist vielleicht ein bisschen vorsicht geraten.
Ich vermute stark dieses "überlieferte" Rezept existiert garnicht. Und wenn doch lässt es sicherlich Fragen offen wie getrocknete Blätter? Blüten? oder frisch?
Meine Vermutung liegt nahe hier wird erstmal zu Mädesüss gegraten "weil das früher in jedem met drin war" dann johanniskraut und eisenkraut weil das "bekannte heilmittel" sind und die kelten ja wohl schon kannten.

Zurück zum Punkt, ob diese Kräuter giftig sind kannst Du Dir selber beantworten wenn Du in einem Lexikon nachschaust (oder wikipedia)
Ich lese da raus, giftig sind die Kräuter nicht, aber zB das Johanniskraut enthält Bestandteile die vielleicht (bei Übergenuss?) unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen kann. Und auch das Eisenkraut soll medizinisch wirken (magenberuhigend?)

Persönlich würde ich keinen solchen Met machen wollen aber wenn Du es einfach ausprobieren willst, ich möchte Dich nicht hindern.
Vielleicht kannst Du diese 3 Sachen ja als getrocknete Kräuter/Tees herbekommen und kannst ein paar Liter fertigen Met zum Versuch mal würzen. Aber hier ist eventuell ein Heugeschmack zu befürchten.

Gruss

Catwiesel





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...   Erstellt am 25.04.2008 - 23:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Um dir die Bedenklichkeit oder Unbedenklichkeit dieser Kräuter bescheinigen zu können müsste ich googeln. Das kannst du sicher ebenso gut wie ich

Aber ein paar grundsätzliche Gedanken möchte ich los werden. Die Kelten haben nichts schriftlich hinterlassen. Wenn ich mich also frage wie authentisch ein "keltischer Kräutermet" sein kann... dann kratze ich mir am Kopf Ist zwar nicht "keltisch" sondern "wikingerisch": Wir besuchten mal einen Kurs, der sich mit den Kräutern der Wikinger beschäftigte. Kurzsusammenfassung: Sehr viel Spekulation, sehr wenig handfestes Wissen. Das dürfte bei den Kelten nicht viel anders sein.
Ich halte es für plausibel dass man nicht nur geschmacksverbessernde, sondern vor allem auch rauschverstärkende Kräuter verwendet hat. Laut Storl/"Pflanzen der Kelten" wurde Met mit Bilsenkraut versetzt, eine Quelle für diese Aussage ist nicht genannt. Aus gesundheitlichen Gründen würde ich von derartigen Versuchen allerdings dringenst abraten.
Andere mögliche Zutaten, die aus späterer Zeit als Beimengung von Bier und/oder Wein überliefert sind, wären zum Beispiel Schafgarbe, Eichenride oder Heidekraut.
Bemerkenswert sind archälogische Funde (Griechen, Römer und später) von Weinkübeln mit passenden Schöpftassen und Sieben: Offensichtlich wurden fertige Weine mehr oder weniger (?? genau weiß es keiner) vor dem Trinken mit Gewürzen versetzt, die erst unmittelbar vor dem Genuß abgeseiht wurden. Ob die Kelten das auch so gehalten haben? Das weiß niemand. Man darf nicht vergessen dass damaliger Wein geschmacklich wenig mit "unserem" heutigen Wein zu tun gehabt haben dürfte, das gilt sowohl für Trauben- als auch Honigwein. Es ist gut möglich dass die Gewürze das Gebräu überhaupt erst genießbar machten.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich halte aus diesen Gründen heraus nicht viel davon, den Ollen verstorbenen rezeptlich nacheifern zu wollen. Mein Motto: Es gefällt heute was uns heute schmeckt. Wenn du mit Glühwein-ähnlichen Mischungen arbeitest erzeilst du vielleicht keine keltischen Honigweine, aber tendenziell sehr leckere Honigwein

Johannis- und Eisenkraut wirst du ausprobieren müssen. Über einen Erfahrungsbericht hier im Forum, ganz egal ob das Experiment negativ oder positiv ausfällt, würden wir uns freuen.

Ups, schon wieder war jemand schneller Und nicht nur einer.

Sigis Mädesüßwein war interessant weil ich den Geschmack nicht einordnen konnte, aber als "süß" empfand ich ihn nicht, und zu meinen Favoriten für eine Aromatisierung zählt Mädesüß nach der Erfahrung eher nicht. Aber man muss halt alles mal gekostet haben.

[Dieser Beitrag wurde am 25.04.2008 - 23:30 von Fruchtweinkeller aktualisiert]





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