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Sonnuschka 
Dieses Baums Blatt
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Registriert seit: 15.08.2006
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...   Erstellt am 15.08.2006 - 11:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallöchen,

da ich weder über die nötige wallende Mähne noch einen Hauch von Talent für Hochsteckfrisuren im römischen Stil verfüge, will ich mir für mein Ballkleid eine passende Kopfbedeckung anfertigen. Es sollte etwas möglichst einfach anzufertigendes sein, unter dem ich meine kurzen Haare gut verstecken kann.
Gut hatte mir Dein Kopfschmuck mit der Feder vor 2 Jahren auf dem Ball gefallen, liebe Tina. Ich weiß aber nicht, wie das hinten aussah, ich glaube das war offen und das wäre dann für mich eher ungeeignet. Hast Du noch so Federn?

Hat sonst jemand eine Idee für mich oder kann mir ein passendes Stück sogar verkaufen? Mein Kleid ist rosa.




Justine_de_Farinot ...
Administrator
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Registriert seit: 11.10.2005
Beiträge: 678
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...   Erstellt am 15.08.2006 - 11:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also ich würde dir einen Turban empfehlen, der ist sehr einfach herzustellen, man nehme einen langen schmalen Schal (vorzugsweise aus dem Kleiderstoff oder aber passend in der Farbe, am festlichsten sieht natürlich Seide aus), den wickelst du so um den Kopf, bis es dir optisch am besten gefällt, steckst die Stoffbahn an mehreren Stellen zusammen, daß es hält, nimmst das Ganze vorsichtig ab und nähst von Hand die Stellen zusammen, die du gesteckt hast.
Oder aber du schneidest einen Kreis aus, den du am Rand kräuselst und mit Schrägband einfasst. Das kannst du dann leicht schräg wie eine Mütze aufsetzen.

Den Turban kannst du mit ein paar Federn, Quasten, Perlen oder dergleichen dekorieren (weiße und schwarze Hahnenfedern müßte ich noch da haben) und fertig ist das gute Stück.
Es macht übrigens nichts, wenn die kurzen Haare noch hervorgucken, damals gab es auch (dem Tituskopf gleich) kürzeres Haar bei den Damen. Ein paar Strähnen könntest du in Stirnhöhe (wenn sie dazu lang genug sind natürlich nur) aufdrehen.
Hier ein paar Bilder, wie es dann aussehen kann:







Signatur
Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau)

Sonnuschka 
Dieses Baums Blatt
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Registriert seit: 15.08.2006
Beiträge: 3
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...   Erstellt am 15.08.2006 - 12:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


He, Tina,

danke für die ausführliche Antwort und die Bilder. Ich vergaß zu erwähnen, dass sowohl die Turbane wie auch die "Kochhauben" mir nicht so sehr zusagen. Außerdem schwitzt man da doch sicher furchtbar drunter, oder?

Aber ich glaube, ich versuche es trotzdem mal. Ich habe bestimmt noch Stoffreste von meinem Kleid.

Gab es damals eigentlich schon Samt?

Grüßlis

Sonny




Citoyenne ...
Der Blätter zwey
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Registriert seit: 15.10.2005
Beiträge: 26
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...   Erstellt am 07.09.2006 - 12:48Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Na sicher gab es schon Samt ich bin mir jetzt nicht mehr sicher ab wann es den gab aber ich glaube mindestens ab dem Mittelalter, wenn nicht sogar schon ab der Spätantike, aber da ist Alessandra ja Spezialistin für.

Baumwollsamt, wie man ihn heute gewöhnlich bekommt habe ich aber bisher nur für Herrenkleidung nachweisen können, da man ihn als Ersatz für Sämischleder verwendet hat und das Zeug wohl eher bockig gewesen sein muss. Allerdings habe ich woanders schon gelesen, dass man ihn für Westen nimmt und er "zur Ähnlichkeit dem Seidensammet gemacht" ist.
Seidensamt bekommt man fast nicht mehr, das was heutzutage als Seidensamt angeboten wird ist meistens nicht komplett aus Seide sondern das "Trägermaterial" aus Viskose.




Becky ...
Der Blätter zwey
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Status: Offline
Registriert seit: 14.11.2005
Beiträge: 38
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...   Erstellt am 07.09.2006 - 22:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Samt gab es auf jeden Fall ab circa 1300.

Seidensamt: Das schöne fließende Zeug heute ist seiden-Voscose-Samt. der schillert schön und hat nur einen Rücken aus Seide.

Baumwollsamt ist auch ein feines Stöffchen.
Nich ganz so fließend, aber ein unvergleichlicher Schimmer.

Seidensamt aus 100% Seide: Fühlt sich an wie Frotté. Glänzt auch ganz schön, aber Baumwolle und Viscose schimmern schöner.
Meine Erkenntnis: Ich würde SEidensamt nicht für ein Kleid benutzen, weil er im Vergleich zu Viscose und Baumwolle vom Gefühl her schlechter abschneidet. Obwohl man einen sehr edlen Bademantel draus machen könnte.





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