MissConfused  Administrator


Status: Offline Registriert seit: 17.12.2004 Beiträge: 504 Nachricht senden | Erstellt am 10.11.2005 - 11:40 | |
Hallo zusammen,
hier folgt eine Erklärung der Kognitiven Vehaltenstherapie bei Angststörungen:
Kognitive Verhaltenstherapie
Kognitive Verhaltenstherapie ist die wichtigste Strategie der Psychotherapie gegen Angstneurosen. Kognitive (= erkennende) Verhaltenstherapie bedeutet: Die Patienten sollen durch Verhaltenstraining erkennen, dass alles gar nicht so schlimm ist. Bei dieser Therapie, die von wenigen Tagen und Wochen bis hin zu Monaten und Jahren dauern kann (je nach Schweregrad der Angstneurose), wird der Patient unter therapeutischer Aufsicht mit seiner Angst konfrontiert.
Dan Coler, Verhaltenstherapeut aus München, erläutert, was bei der Therapie passiert: «Jemand hat Angst, Auto auf der Autobahn zu fahren oder in die U-Bahn zu steigen. Ich fahre mit dem Patienten auf die Autobahn und steige mit ihm in die U-Bahn. Das Problem bei der Angst: Je öfter ich mich gegen etwas sperre, z.B. mit der U-Bahn zu fahren, desto schlimmer wird die Angst.
Durch die permanente Konfrontation kann ich dem entgegenwirken. Es kommt zum Abbau der Angst. Der Patient braucht schließlich keine Hilfe mehr.» Die Therapie lässt sich durch einen Angstabbau im Gedankenbereich verstärken.
Coler: «Ich lasse die Angst gedanklich entstehen, so lange, bis sie körperlich gespürt wird, durch Zittern oder Schweißausbrüche. Dann folgt eine Entspannungsphase. Das wiederhole ich mehrmals, bis die Angst schwächer wird.»
Darüber hinaus kennen Psychotherapeuten eine noch etwas härtere Variante: Flooding (= Überfluten) ist eine Therapie, die nicht schrittweise, wie die kognitive Verhaltenstherapie, sondern aktuell und verstärkt mit der Angst konfrontiert.
Dr. Michael Osterheider erläutert diese Art der Behandlung: «Jemand hat z.B. eine Schlangenphobie. Beim Flooding wird der Patient für zehn Minuten in einen Schlangenkäfig (mit ungiftigen Schlangen) gesteckt. Das klingt sehr hart, aber die Erfolgsquote liegt bei 70 bis 80 Prozent!
Der Grund: Der Patient merkt, dass die Schlangen ihm nichts tun. Ein Patient, der es zehn Minuten im Schlangenkäfig ausgehalten hat, wird auch grundsätzlich keine Angst mehr vor Schlangen haben.»
Quelle: www.seniorenpro.de/Psyche/A050805ANOND001598
Liebe Grüße von
Miss Confused
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babalu  Moderator (Ergotherapie und Spieltherapie)


Status: Offline Registriert seit: 28.08.2005 Beiträge: 117 Nachricht senden | Erstellt am 07.03.2006 - 10:18 | |
Jups, mal zustimmen muss....
Ich hatte nach einem Hundebiss (mit schweren Folgen, bin seither schwerbehindert) eine echte Hundephobie - habe Schweissausbrüche und Herzrasen bekommen, wenn mir einer begegnet ist...
Da ich ja nun weiss, wie man sowas behandelt, habe ich einen Bekannte besucht, der einen 8 Wochen alten Hund hatte... tja, mit dem zumsammen ab ins Gästezimmer und immer her mit der Panik :o)
Am Ende des Wochenendes hat das Viech mit mir im Bett geschlafen - und ich hab auch geschlafen...
Vorsichtig bin ich Hunden gegenüber immer noch - aber die Panik ist weg.
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