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feinmueller

Status: Offline Registriert seit: 24.07.2009 Beiträge: 6 Nachricht senden | Erstellt am 25.07.2009 - 17:07 |  |
Ich denke, ich werde die Hefe mittels tiefer Temperaturen aus dem Rennen nehmen. Wenn ich meine, dass es Zeit wird für sie, zu gehen, dann werde ich die Flaschen kopfunter bei drei Grad lagern, bis sich die Hefe frierend, demoralisiert und sterbend auf dem Verschluss gesammelt hat. Danach degorgiere ich (vielmehr: versuche es) die Flaschen.
Problematisch wird der Umstand sein, dass die Flaschen keinen eingebauten Manometer haben. Warscheinlich werde ich regelmässig Druck ablassen müssen, damit nicht den Keller neu streichen muss...
Ob das alles lohnt, ist eine gute Frage. Ich könnte auch zu Edeka gehen und mir 'ne Kiste Metternich holen. Das würde (ehrlicherweise) wahrscheinlich besser schmecken, aber auch erheblich langweiliger sein.
mfG
der feinmueller
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Catwiesel  500 Liter Wein
   

Status: Offline Registriert seit: 08.07.2006 Beiträge: 911 Nachricht senden | Erstellt am 25.07.2009 - 18:44 |  |
gut, allerdings darfst du nicht vergessen, nur weil du die hefe mit kälte aus dem rennen nimmst hast du keine garantie dass sie wenn es warm wird nicht wieder beginnt. also auch kalt lagern...
des weiteren musst du zum degorgieren die hefe einfrieren, nur kalt und auf den kopf stellen wird nicht klappen.
und ja, gekaufter cidre ist billiger und einfacher... aber darum machen wir ja nicht das hobby oder? 
Signatur Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Thor sein Leben lang.
(Martin Luther) |
Schmidtek 500 Liter Wein
   

Status: Offline Registriert seit: 20.01.2008 Beiträge: 618 Nachricht senden | Erstellt am 25.07.2009 - 23:15 |  |
Das "sich lohnen" war nicht auf eine Vergleich mit gekauftem Sekt/Cidre/Cider bezogen. Dafür ist Weinmachen ja unser Hobby und macht Spaß
Eher auf den Vergleich mit der klassischen Flaschengärung.
Hmm, runterkühlen ist an sich ne feine Sache. Du musst abr auch nach dem Enthefen weiter so kühl lagern, sonst startet die Gärung wahrscheinlich wieder.
Die Frage ist, ob sich die Hefe auch dran hält und fleißig Ruhe gibt. Es kann aber auch sein, dass sie Dir langsam aber sicher den Restzucker auffrisst. Minimieren kannst du das Risiko, wenn du eine Hefe verwendest, die bei niedrigen Temperaturen nicht/unwilliger arbeitet (z.B. Südhefen).
Probiere es aus und berichte uns!
Gruß Schmidtek
Edit:
Habe noch vergessen, warum ich die Kombination Bügelflaschen+Degorgieren für problematisch halte:
Klassische Flaschengärung dauert sehr lange. Bis sich die Hefe unten abgesetzt hat, vergehen Monate bis 1 Jahr (siehe Thread von fibroin). Die mögliche Lagerdauer von Bügelflaschen schätze ich aber als nicht so hoch ein. Wie schonmal geschrieben, bei mir war nach einem Jahr nicht mehr gerade viel "Bums" auf den Flaschen. Deswegen befürchte ich, dass nix mehr an Druck über bleibt...
...aber lass dich nicht von mir abbringen 
[Dieser Beitrag wurde am 25.07.2009 - 23:29 von Schmidtek aktualisiert]
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wok  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 21.09.2005 Beiträge: 2163 Nachricht senden | Erstellt am 25.07.2009 - 23:36 |  |
So jetzt habe ich es gefunden: Das
bidule
Es handelt sich hier um einen kleinen Einsatz, der in die Flasche gesteckt wird, bevor der Kronkorken draufgedrückt wird.
Wenn man die Flaschen manipuliert, rutscht das Hefepellet langsam dort hinein.
Beim degorgieren fliegt das bidule mit hinaus und die Hefe ist raus ohne kratzen zu müssen.
Ein must have für alle diejenigen, die wieder Löcher in ihrem Wein reinzaubern möchten. 
Gruss WOK
Signatur Honni soit qui mal y pense |
feinmueller

Status: Offline Registriert seit: 24.07.2009 Beiträge: 6 Nachricht senden | Erstellt am 25.07.2009 - 23:54 |  |
Hallo Schmidtek,
ich habe mit besagten "Hövels"-Bügelbuddeln gegenteilige Erfahrungen gemacht. Wir hatten obergäriges Bier hineingefüllt, das nach dem Abfüllen offensichtlich noch kräftig weitergegoren ist. Auf den Flaschen war nach Jahren noch dermaßen "Bums" drauf, dass man die Flaschen öffnen konnte, aber nicht mehr schließen: Der Druck hat das rote Dichtgummi nach dem Wiederverschließen einfach 'rausgedrückt, natürlich mit 3/4 des Flascheninhalts.
Ich habe die letzten Flaschen der Charge in der letzten Woche beim Keller-Aufräumen in die Finger gekriegt und war froh, dass der Altglas-Container aus Metall war. Das hat ganz schön genknallt...!
Ich würde daher sagen, dass die Flaschen annähernd zu 100 % dicht sind. Ein weiterer Vorteil: Man muss die Flaschen vor Gebrauch leertrinken, was bei Hövels durchaus nicht unangenehm ist.
mfG
der feinmueller
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Schmidtek 500 Liter Wein
   

Status: Offline Registriert seit: 20.01.2008 Beiträge: 618 Nachricht senden | Erstellt am 26.07.2009 - 00:08 |  |
Hmm, das hört sich doch ganz gut an.
Ich hatte damals normale Bier-Bügelflaschen von Gessner genommen, natürlich aber auch viel weniger Überdruck "produziert", von dem nach 1 Jahr nicht mehr viel übrig war.
Probieren geht über studieren...
Gruß Schmidtek
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feinmueller

Status: Offline Registriert seit: 24.07.2009 Beiträge: 6 Nachricht senden | Erstellt am 27.07.2009 - 19:56 |  |
... und noch 'ne Anfängerfrage:
Kann man mit der Oechsle-Spindel auch während der Gärung den aktuellen Restzuckergehalt messen? Wahrscheinlich bringt der schon vorhandene Alkoholgehalt die Messung durcheinander, oder? Ich könnte mir denken, dass die Spindel mehr anzeigt, als eigentlich da ist.
Ich habe heute mal einen ersten Geschmackstest gemacht und bin schon sehr zufrieden. Restsüße und Alkohol waren angenehm schmeckbar. Wenn es so weiterbrodelt, dann werde ich noch einmal aufzuckern und in vier oder fünf Tagen mit dem Kühlen anfangen.
mfG
der feinmueller
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fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6081 Nachricht senden | Erstellt am 27.07.2009 - 20:41 |  |
Die Spindel zeigt während der Gärung weniger Zucker an, als da ist. Der Alkoholgehalt erniedrigt die Dichte.
Auch hier erklärt:
http://www.fruchtwein.de/Wine/analytik.html
Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. |
feinmueller

Status: Offline Registriert seit: 24.07.2009 Beiträge: 6 Nachricht senden | Erstellt am 23.09.2009 - 20:39 |  |
Hallo,
da bin ich wieder. Meine Cider-Produktion war ein voller Erfolg. Das Zeug schmeckt, ist nicht zu dröge und hat einen angenehmen Alkoholgehalt.
Die Hövels-Flaschen sind zu empfehlen. Sie sind dicht und auch stabil genug.
Das Degorgieren hat auch gut geklappt, wobei ich die Flaschenhälse zuerst zu kalt habe werden lassen. Offensichtlich ist es besser, wenn man den Hefepropf kurz wieder antauen lässt, damit er sich besser von der Innenwand des Flaschenhalses lösesn kann.
Bei Gelegenheit reiche ich ein vollständiges Rezept nach. Ich werde in den nächsten Tagen den nächsten Gärballon ansetzen. Man könnte sich dran gewöhnen...
viele Grüße
der feinmueller
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13406 Nachricht senden | Erstellt am 23.09.2009 - 22:47 |  |
Mach das, Bilder wären auch nicht schlecht (sofern vorhanden)
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! |