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Miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 4683 Nachricht senden | Erstellt am 04.07.2006 - 14:15 | |
Verkehrssündern drohen im Ausland hohe Bußgelder
Bei "Knöllchen" haben Falschparker jedoch nur wenig zu befürchten - Punkte in Flensburg gibt es nicht
von Nando Sommerfeldt
Hubert P. ist begeisterter Hobbyangler. Doch in diesem Jahr fiel sein Norwegen-Urlaub viel zu kurz aus. Grund: Die Reisekasse war schnell leer. Denn Hubert P. ist nicht nur enthusiastischer Angler, sondern auch Autofahrer. Die Leidenschaft im rechten Fuß mußte er allerdings teuer bezahlen. Satte 550 Euro kostete ihn eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 32 km/h. Tempo 115 reichte aus, um den Norwegen-Urlaub vorzeitig beenden zu müssen.
Im europäischen Vergleich ist Deutschland ein wahres "Bußgeldparadies". "In fast allen europäischen Ländern sind die Bußgelder deutlich höher als hierzulande", bestätigt Michael Nissen Verkehrsjurist beim ADAC. Es lohnt sich deshalb vor Reiseantritt die Verkehrsbestimmungen des Ziellandes zu studieren. Denn neben den teilweise horrenden Bußgeldern gibt es viele Bestimmungen die hierzulande weitgehend unbekannt sind. So drohen Roller- und Motorradfahrern in Italien hohe Strafen, wenn der Helm nicht richtig verschlossen ist. "In diesem Fall muß der Fahrer nicht nur die Geldstrafe berappen, er muß zudem Roller oder Motorrad für 30 Tage vor Ort abgeben", erklärt ADAC-Jurist Nissen. In vielen Ländern - wie beispielsweise den Niederlanden - gibt es eine strikte Halter-Haftung. Selbst wenn der Fahrzeugbesitzer gar nicht im Auto saß, muß er die Konsequenzen tragen.
Wird man auf frischer Tat erwischt, gibt es kein Entrinnen. Die Strafe für eine Geschwindigkeitsüberschreitung sollte sofort gezahlt werden, da das Fahrzeug ansonsten einbehalten werden kann. Die ausländischen Polizeibeamten verlangen vor Ort meistens eine Kaution. Dann bekommt man einen Bescheid der Behörde oder des Gerichtes der über die genaue Höhe der Strafe informiert. Diese stimmt meistens mit der Höhe der Kaution überein, so daß keine Nachzahlungen nötig sind. Der Autofahrer erhält mit dem Schreiben oft auch die Möglichkeit, sich gegen die Entscheidung zur Wehr zu setzen (zum Beispiel in der Schweiz oder Frankreich).
Falschparker und nicht vor Ort erwischte Temposünder kommen meistens ungeschoren davon. Wer das Bußgeld nicht gleich bezahlen muß, kommt häufig um eine Strafe herum. Denn Deutschland hat nur mit Österreich eine gültige Vereinbarung zur Vollstreckungshilfe. Hier werden alle Bußgeldbescheide über einer Bagatellgrenze von 25 Euro auch in Deutschland vollstreckt. "Alle anderen Länder haben praktisch keine Möglichkeit ihre Forderungen in Deutschland zu vollstrecken", erklärt ADAC-Jurist Michael Nissen. Autofahrer müssen allerdings bedenken, daß ihnen bei der nächsten Einreise Zwangsmaßnahmen - in Form von nachträglichen Bußgeldzahlungen - drohen. Einige Länder speichern offene Rechnungen bis zu fünf Jahre in ihren Computern. Unter Umständen können so bei der Einreise neben dem Paß auch offene Bußgelder überprüft werden. "Besonders hoch ist die Gefahr einer `Nachzahlung` in der Schweiz", erklärt ADAC-Experte Nissen. "Die Schweizer Beamten verfolgen Nichtzahler an der Grenze rigoros. Auch in Frankreich, den Niederlanden und Belgien gibt es eine zentrale Registrierung, so daß Verkehrssünder an Grenzübergängen oder Flughäfen leicht überführt werden können." Besser stehen die Chancen beispielsweise in Italien. Hier sind die Behörden weniger gut vernetzt, so daß die Gefahr einer späteren Zahlung eher gering ist.
Diese Rechtslage wird sich jedoch schon bald ändern. Spätestens Anfang April 2007 wird ein EU-Beschluß in Kraft treten, der es künftig erlaubt, Strafen über 70 Euro in allen EU-Staaten zu vollstrecken. Wie die Details der EU-Richtlinie im nationalen Recht umgesetzt werden ist bislang allerdings noch offen.
Die Angst vor ausländischen Punkten in Flensburg ist unbegründet. Die gibt es nur für Verstöße in Deutschland. "Auch ein Fahrverbot gilt nur in dem Staat, in dem es ausgesprochen wurde", erklärt Volker Lempp, Rechtsexperte des Auto Club Europa. Ein Beispiel: Wird der Autofahrer in Frankreich wegen eines Geschwindigkeitsübertretung von 40 km/h angehalten, wird der Führerschein vor Ort einbehalten und nach Deutschland geschickt. Der Fahrer kann sich dann innerhalb der französischen Landesgrenzen nicht mehr ans Steuer setzen. In Deutschland darf er trotzdem fahren.
Anmerkung In Uruguay werden die unbezahlten Knoellchen, dem Schuldenkonto der KFZ Steuer zugeschlagen
Signatur ich bin Uruguayaner und habe 15 Jahre in Deutschland gelebt. |
Miguel  Gründer und Betreiber des Forums
       

Status: Offline Registriert seit: 31.08.2005 Beiträge: 4683 Nachricht senden | Erstellt am 04.07.2006 - 14:26 | |
Kroatien: 25 Jahre alter Kroate 613 Mal ohne Führerschein ertappt
Ein 25 Jahre alter Kroate, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, wurde bis dato 613 Mal wegen Verkehrsverstößen von der Polizei festgenommen, wobei er knapp 500 Mal betrunken gewesen sei.
Erst kürzlich rammte er mit seinem betagten Pkw ein geparktes Auto im östlichen Osijek und beging Fahrerflucht. Bei seiner Festnahme war sein Blut wieder mit 3,84 Promille Alkohol angereichert, obwohl in Kroatien eine Null-Promille-Grenze besteht.
Wie berichtet wurde, war er niemals in der Lage, eine Führerscheinprüfung ablegen zu können, da er Analphabet ist.
Quelle: www.krone.at
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Mallorca

Status: Offline Registriert seit: 22.04.2006 Beiträge: 808 Nachricht senden | Erstellt am 04.07.2006 - 17:28 | |
das mit dn "Knöllchen" läuft hier genauso! Nicht bezahlt,kommt auf die KFZ-Steuer
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Mallorca

Status: Offline Registriert seit: 22.04.2006 Beiträge: 808 Nachricht senden | Erstellt am 08.07.2006 - 02:19 | |
noch was,habe hier am Taxiplatz für echte 5 min geparkt! Resultat: 90 Euraten!!!   
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difilous 

Status: Offline Registriert seit: 21.03.2006 Beiträge: 4157 Nachricht senden | Erstellt am 08.07.2006 - 11:37 | |
Haben ordnungsgemäß geparkt,
aufgeschlitzter Reifen!
Wieviel Euraten hat mir der Difi nicht verraten.
Signatur Wo immer du hingehst: der Himmel hat dieselbe Farbe. |
Dancy 

Status: Offline Registriert seit: 10.08.2006 Beiträge: 134 Nachricht senden | Erstellt am 13.10.2006 - 22:41 | |
Danke, Tomduli, für die Mautbeschreibung.
Äähhh, da ja nun nicht so viel Verkehr auf besagten Mautstraßen ist, macht das Fahren ja auch wieder so richtig Spaß. Und das macht besonders viel Spaß, wenn man ein bißchen mehr Gas geben kann. Soweit ich sehen kann, wurde diese Frage in der Rubrik Auto noch nicht gestellt.
Also: Wieviel km/h darf man denn auf den rutas nacionales fahren? Und was kostet die Überschreitung? Gibt es Blitzer wie in D? Wie hoch ist die Polizeipräsenz?

[Dieser Beitrag wurde am 13.10.2006 - 22:44 von Dancy aktualisiert]
Signatur noch D-NRW (aus dem Ei geschlüpft in Berlin ) |
tomduli unregistriert
| Erstellt am 14.10.2006 - 04:16 | |
Hola dancy,
wenn du erst einmal in Uruguay bist und mit dem Auto fährst, wirst du feststellen, daß hier alles ziemlich relaxt abläuft. Hier gibt es keine Staus, man hat Zeit, warum also schnell fahren. Die Ruhe, das -Tranquilo- kommt und irgendwann fährt du langsamer als du willst. Zeit spielt keine Rolle. Man genießt die Landschaft und rollt daran vorbei. Wie schön die Landschaft vorrübergleiten zu lassen und die grasenden Rinder zu sehen!! Den Gaucho auf seinem Pferd, der freundlich grüßend die Hand hebt, du grüßt zurück und wünscht Dir du säßest auf seinem Pferd, könntest den Platz mit ihm tauschen……. alles viel zu schnell. Das Tranquilo nimmt Besitz von Dir.
Radarkontrollen habe ich noch keine bemerkt, bin ja erst 5 Monate hier und fahre inzwischen sehr langsam durch dieses schöne Land.
tranquilo
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difilous 

Status: Offline Registriert seit: 21.03.2006 Beiträge: 4157 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2006 - 10:41 | |
Hört sich gemütlich an.
Trotzdem wird es doch Geschwindigkeitsbegrenzungen geben. Vielleicht auch ein paar bunte Blechschilder.
Hier in Südspanien existieren ganze Schilderwälder. Bei einem Abhang, steht zum Beispiel ein Gebot von 60 km/h wo man nur im Kriechtempo sich runterstottern kann.
LG; Difi
Signatur Wo immer du hingehst: der Himmel hat dieselbe Farbe. |
tomduli unregistriert
| Erstellt am 14.10.2006 - 14:17 | |
Hola,
selbsverstädlich gibt es auch in Uruguay Verkehrsschilder. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote, alles was es in Europa auch gibt. Aber nur soviel, wie eben nötig, keine Schilderwälder. Auf den gut ausgebauten, 4 spurigen Rutas Nacionales sind es glaube ich 110 km/h, auf den anderen Landstraßen meist 90 km/h Höchstgeschwindigkeit. Besonderen Wert wird hier vor Schulen auf vorsichtiges und langsames Fahren gelegt. Meist stehen an diesen Stellen auch Schülerlotsen, welche den Verkehr regeln. Eine Besonderheit in Uruguay sind Vorrangsregelungen an schmalen Brücken. Hier ist in einer Fahrtrichtung das Zeichen Vorfahrt gewähren auf die Fahrbahn gezeichnet. Zusammenfassend muß ich sagen, daß auch im Straßenverkehr hier in Uruguay fair und rücksichtsvoll miteinander umgegangen wird. In Argentinien haben wir, im Gegensatz zu hier, haarsträubende Situationen erlebt.
tranquilo
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Dancy 

Status: Offline Registriert seit: 10.08.2006 Beiträge: 134 Nachricht senden | Erstellt am 14.10.2006 - 23:26 | |
Danke, Tomduli, Deine Beschreibung läßt einen das "Tranquilo" förmlich spüren. Ich freue mich schon darauf.
Benutzen die Leute im Hinterland für ihre Einkäufe eigentlich vorwiegend den Bus, oder nehmen sie auch schon mal ihr Pferd dafür? Oder hat dort jeder seinen Geländewagen?

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