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kralhei ...
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...   Erstellt am 15.06.2007 - 10:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Klosterkirche in Aussig a. E.

oder Adalbertskirche



Bauliche Veränderungen scheinen im Zeitraum 1870 bis 1900 an dieser Kirche nicht vorgenommen worden zu sein, da im Aussiger Schrifttum nichts darüber zu finden ist. Die Dominikaner beschränkten sich auf ihr kirchliches Wirken und traten im öffentlichen Leben nicht hervor. Die Gottesdienste erfreuten sich aber auch in dieser Kirche eines guten Besuches, zumal die Dominikaner meist tüchtige Prediger waren. Während die Stadtkirche in den Jahren 1899 bis 1901 erneuert wurde, fanden der Pfarrgottesdienst und die Firmung in der Klosterkirche statt.
Um das Jahr 1870 wirkte hier der Dominikanerprior Stampfer, der sehr Musik liebend war und sich bald mit dem Musiklehrer Ignaz Schlosser befreundete, der sich in Aussig niedergelassen hatte. Dieser stammte aus Katharinaberg, wo er am 22. Feber 1834 geboren war. Mit dem Prior Stampfer rief Schlosser den Cäcilienverein zur Pflege der Kirchenmusik ins Leben und dirigierte ihn auch. Die Proben wurden in der Schule Salzgasse abgehalten. Die Orgel spielte Frau Pauline Schwarz, geborene Rischawy, die Gattin des Arztes Dr. Schwarz (geb. am 26. 6. 1828 in Bubna bei Prag), die 1849 nach Aussig kam. Sie galt als eine gefeierte Künstlerin, Beherrscherin des Klaviers, des Gesanges und der Orgel, so daß sie im musikalischen Leben der Stadt zu ihrer Zeit tonangebend war. Unter Mitwirkung der Frau Schwarz veranstaltete Ignaz Schlosser Kirchenkonzerte in Aussig, die in Leitmeritz, Dux und anderen Orten wiederholt wurden und dem Cäcilienvereine viel Anerkennung brachten. Schlosser spielte nicht bloß in der Klosterkirche Orgel, auch im Judentempel war er lange Jahre als Organist tätig. Er starb unvermählt am 8. April 1897 im 63. Lebensjahre.
Seit dem Jahre 1885 besorgte Frau Pauline Schwarz das Orgelspiel in der Klosterkirche durch 15 Jahre in der 11-Uhr-Messe. Gestorben ist sie am 13. September 1905 in Aussig. Nach ihrem Tode spielte die Orgel in der Klosterkirche der Lehrer Eduard Karafiat (geb. 6. Jänner 1852 in Leitmeritz, gest. 10. Juli 1920). Er war auch Chormeister des Aussiger Gesangvereins. Sein Tatendrang bewegte sich auf dem Gebiete des geistlichen Liedes und der Kirchenkonzerte.

(Wenzel Rost, „Etwas von der Kirchenmusik in Aussig", 18. Gemeindebrief der kath. Gemeinde Aussig und Schreckenstein, 1951.) Um/409

[Dieser Beitrag wurde am 15.06.2007 - 10:47 von kralhei aktualisiert]





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Karl Heinz Kralowetz


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