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...   Erstellt am 13.03.2009 - 16:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 




Von FOCUS-Redakteur Michael Odenwald
Nasa Sonnenflecken sind ein Maß für die Aktivät der Sonne. Wieder einmal ächzt Südamerika unter einer verheerenden Dürre. Betroffen sind Chile, Paraguay, Uruguay, Süd-Brasilien und weite Landstriche im Norden Argentiniens. In Uruguay fiel 2008 laut dem staatlichen Wetterdienst nur die Hälfte der normalen Niederschläge. Besonders schlimme Auswirkungen hat die Trockenheit indes auf Argentinien. Dort liegen Kadaver ausgemergelter Rinder verstreut in der ausgedörrten Pampa. Seit vergangenem Oktober verendeten nach Angaben der Landwirtschaftsgesellschaft des Landes rund 1,5 Millionen Tiere. Auch die Ernteerträge gingen drastisch zurück. Bei Weizen etwa fielen sie um 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei Mais um 27 Prozent, die Sojaernte reduzierte sich um sieben Prozent. Die Verluste beziffern Experten mit rund fünf Milliarden Dollar. In Argentinien und Uruguay – dort ist bereits die Trinkwasserversorgung gefährdet – verhängten die Regierungen den Notstand.

Regenwälder dämpfen KlimawandelIm Jahr 2005 hatte eine ähnliche Dürre das Amazonasgebiet in Brasilien getroffen. In den großen Flüssen dieses wasserreichen Gebiets wurden Tiefstwasserstände von nur 1,32 Metern registriert, was stellenweise zehn bis zwölf Meter unter dem mittleren Niveau liegt. Kleinere Zuflüsse und Seen trockneten aus, viele Orte blieben ohne Trinkwasser, auch waren ihre Einwohner, die auf den Wasserstraßen des Amazonas mit Booten verkehren, von der Außenwelt abgeschnitten. Schon damals fürchteten manche Forscher, dass der Amazonas-Wald verschwinden könnte, wenn sich solche Trockenperioden häufiger wiederholen. Für das Weltklima hätte der Niedergang dieser „grünen Lunge“ unseres Planeten katastrophale Folgen.
Eine neue Studie einer internationalen Forschergruppe, veröffentlicht im Wissenschaftsjournal „Science“, lässt jetzt erkennen, wie sich die Bilanz des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) bei anhaltender Trockenheit verändert.

Von der CO2-Senke zur Quelle

Bislang galt der größte zusammenhängende Regenwald der Erde als zuverlässige CO2-Senke, das heißt, dass die Vegetation dort große Mengen des Gases aus der Luft holt. Insgesamt binden die Wälder ein Fünftel des weltweit bei der Verbrennung fossiler Kraftstoffe ausgestoßenen Treibhausgases. Jetzt aber zeigte sich, dass der Amazonas-Wald auf Regenmangel sehr sensitiv reagiert. Schon bei der großen Dürre von 2005 war er von einer Senke zu einer Quelle des Treibhausgases geworden. „Viele Jahre lang half der Amazonas-Wald, den Klimawandel zu bremsen. Doch die Abhängigkeit von diesem natürlichen Hilfsmechanismus ist sehr gefährlich“, konstatiert Studien-Hauptautor Oliver Phillips von der University of Leeds. „Wenn sich diese große CO2-Senke verringert oder gar umkehrt, was nach unseren Forschungsergebnissen möglich ist, wird die CO2-Konzentration in der Atmosphäre noch schneller steigen. Dann müssten wir noch größere Anstrengungen zur Stabilisierung des Klimas unternehmen.“

In normalen Jahren absorbiert der Wald ungefähr zwei Milliarden Tonnen CO2 und dämpft so den globalen Temperaturanstieg. Doch im Dürrejahr 2005 entließ er drei Milliarden Tonnen des Gases in die Luft. Beides addiert sich zu einer zusätzlichen CO2-Menge von fünf Milliarden Tonnen. Das entspricht dem Ausstoß von Europa und Japan zusammen. Weltweit werden derzeit über 30 Milliarden Tonnen emittiert. Hauptursache der Treibhausgas-Freisetzung ist das Absterben von Bäumen, deren Biomasse verrottet, wobei CO2 entsteht. „Äußerlich erscheinen die meisten Wälder unbeeinträchtigt, doch unsere Daten zeigen, dass mehr Bäumen absterben“, erklärt Phillips. „Weil das Gebiet so groß ist, können schon kleine ökologische Störungen große Auswirkungen auf den globalen Kohlenstoffzyklus haben.“



http://www.focus.de/wissen/wissenschaft … 78601.html





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ich bin Uruguayaner und habe 15 Jahre in Deutschland gelebt.


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