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kralhei ...
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...   Erstellt am 17.06.2007 - 09:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kleische

meine Heimat



Wer kann sich noch an Kleische erinnern?


[Dieser Beitrag wurde am 17.06.2007 - 10:20 von kralhei aktualisiert]





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Karl Heinz Kralowetz

Ernst 
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...   Erstellt am 17.06.2007 - 14:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber Kralhei, wenn es um Kleische geht, kann und will will ich nicht schweigen. Leider bin ich etwas enttäuscht, daß auf ähnliche und zutreffende Artikel kaum Resonanz erfolgt. Ich habe schon richtig verstanden, daß versucht wird, ehemalige Bewohner dieses größten Stadtteils zu Reaktionen zu animieren. Aber in dieser Kategorie sind etweder die Leute zu alt und können keinen Computer handhaben oder ist Bequemlichkeit im Spiel. Ich selbst denke noch gern an die Schulwege zur Th.Körner Schule über den Resselweg, Resselstr.,Billrothstr.Ohnsorgstr.und Th.Körner Str. zurück. Nach den herrlichen Fotoaufnahmen dieser Gegend muss wohl nach Kriegsende viel dazu gebaut worden sein; jedenfalls war zwischen "Eigenen Herd" und dem Hofefeld ein Weg mit landwirtschaftlicher Nutzung. Dort war meistens "Kukuruz" auf einem riesigen Feld angebaut.Wir haben als Schulkinder immer die halbreifen Maiskolben gestiebitzt. Es war doch ein grosser Fortschritt, daß das Hofefeld unter der Aera des Bürgermeister Leopold Pölzl in den Jahren 1932 bis 1938 entstanden ist. So wurden Wohnungen für die kleinen Leute gebaut, die in der Stadt manchmal in Kellerwohnungen, Mansarden usw. in uralten Häusern hausten. Ich selbst wurde in der "Grünen Gasse" geboren. Da war weder Bad, noch Balkon, fliessende Wasser vorhanden. Ich bin die ersten 2 Schuljahre in die Volksschule in der Salzgasse gegangen. Da war in den Schulräumen noch Gaslicht und unser Oberlehrer Franz Liebzeit musste noch bei Dunkelheit das Licht mit Streichholz anzünden.Übrigens wurden die kirchl. Firmungen nicht immer in der Klosterkirche vorgenommen. Vielmehr vom Leitmeritzer Bischof in der Stadtkirche.
Es ist ja ganz interessant,wenn an bedeutendende und verdienstvolle reiche Mitbürger der Stadt erinnert wird. Aber das soll nicht darüber hinwegtäuschen, daß z.B. mein Vater sich anfangs des 1.Weltkrieges opferte, damit der Sohn seines Bäckermeisters nicht zum "kaiserlichen Heer" einrücken musste.Mein Vater hat immer darüber berichtet, wie grausam die einfachen Soldaten (Titel Gemeiner) von den Offizieren behandelt wurden. Mein Vater hat mit uns Kindern immer darüber gesprochen, daß "Bürgerlichen" nichts für die kleinen Leute übrig hatten und Selbsthilfe übten, indem sie die Konsumvereine aufbauten. Nach dem Hitlereinmarsch wurden die Konsumvereine zerstört. Meine Mutter ist immer in die Filiale des Konsumvereins am Anfang der "Laubenhäuser" einmal im Monat mit dem Buckelkorb einkaufen gegangen. Es wäre viel zu schreiben, aber heute solls genug sein von der schönen alten "Zeit".
Ich würde mich über Kritiken und Berichte freuen.Mit frdl.Gruß Ernst





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Ernst Löbel

kralhei ...
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...   Erstellt am 18.06.2007 - 16:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber Ernst,
zu Deinem Bericht kann nur ich sagen, daß ich vom Hofefeld 8 (am Rondell) den gleichen Schulweg hatte, und auch im Kukuruzfeld unsere Abenteuer hatten.
Noch zu erwähnen wäre noch, dass wir beim Heldmann (Sohn war der Heldmann Gust) die Lebensmittel und bei der Milchhalle bei (Hoche und später Stenjek) die Milch holten. Zum Fleischer mußten wir zum Stransky am Stern. Meine Schwester mußte ich zum Kindergarten im "Eigenen Herd" bringen und auch manchmal abholen. Die Post war ebenfalls im Eigene Herd. Bei Möser am Stern gab es auch Unterlagen für die Schule. Die meisten Schulsachen holten wir aber in den kleinen Laden Resselstraße / Schillerstraße. Leider habe ich den Namen nicht mehr im Kopf.
Viele Grüße
KralHei





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Karl Heinz Kralowetz

Ernst 
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...   Erstellt am 19.06.2007 - 13:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber Karlheinz, es ist schon richtig,daß wir viel vergessen haben. Es war auch leider so, daß wir bereits 1938 in die Stadt umgesiedelt sind und nach dem Kriege kaum noch spazieren gehen konnten, weil die Deutschen ja mit der weissen Armbinde nicht gerade frei und unbehelligt waren. Deswegen habe ich grosse Erinnerungslücken. Ein Viertel über das ich überhaupt keinen Bezug mehr habe, ist das sogenannte "Cottage". Gemeint ist das Viertel wo angeblich die besser gestellten Leute in Häuser und Wohnungen hatten. Die Strassenbahn führte doch steilauf die Beethovenstr. zum Stern und zurück über die Kleischerstr. Rechter Hand war das Cottage. Ich kenne den Ausdruck nur deswegen, weil meine Mutter,eine geborene Ded, ihre Eltern dort wohnten. Der Opa war aus Melnik und war Pflastermeister, aber er konnte nicht deutsch.Ich habe meinen Opa kaum kennen gelernt, wie ich als Kind so aufgeschnappt habe, war mein Vater dort nicht sonderlich beliebt.
Das Viertel muss sich doch bis hinauf zu der Westphalenstr., wo viele Gebäude (u.a.die Blindenschule, Wöchnerinnenanstalt, Jugendherberge usw.) gezogen haben. Wir sind die Westphalenstr. oft gegangen, um zu dem Stadion zu kommen.Dort war auch die "Vogelwiese" Vergnügungspark mit der Kurzweilmühle.Vielleicht gibt es kundige Leute, die dieses schöne Viertel in Erinnerung haben.
Der "Eigene Herd" war schon vor dem Hofefeld gebaut worden. Den Friedhof Schäferberg kannte ich gut, denn dort waren die Grosseltern und meine Mutter, die ja 1945 beim Fliegerangriff ums Leben kam, beerdigt.
Kann ich vielleicht jemand auch etwas über den Schlachthof und die Seilbahn die zu den Laurenziviertel führte, sagen. Nach den jetzigen Luftaufnahmen muss sich ja dort allerhand Industrie angesiedelt haben.
Für heute frdl. Grüße Ernst.





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Ernst Löbel


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