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Isabella ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 26.05.2006 - 19:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo
Zum Thema Herrenhosen im Empire kann ich berichten : Es gab sie in Seide, Leinen und Wolle und auch als Mischgewebe Wolle/Seide, Wolle/ Leinen.
Das üblichste waren wohl festgewebte Wollstoffe dessen Gewicht ca. 500 gr/m beträgt. Diese Qualität wurde auch beim Militär verwendet.
Wichtig für die Passform ist nicht nur der richtige Schnitt, sondern auch der korrekte Zuschnitt, denn er trägt ein wesentliches dazu bei.

Zu den Jacken kann man sagen das die Stoffe, zumindest im Militärbereich, noch dicker sind, so bei ca 900 gr/m ....
Der Stoff hat ausreichenden Eigenstand, so das ich auf die heutigen Einlagen verzichten kann. Mit modernen Haushaltsnähmaschinen kann man diese Stoffe nicht mehr verarbeiten .aber historisch korrekt ist ja sowieso die Handarbeit. Dann kommt noch ein Nachteil ... diese Kleidung ist nach der Herstellung so steif, das sie erst einmal eingetragen werden muß. Doch hat man dieses Handycap einmal überwunden, legt man eine solche Jacke auch nicht mehr ab.

Viel Spaß bei der Stoffsuche ....

Isabella




Elisabeth 
Ast
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...   Erstellt am 30.05.2006 - 09:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Wichtig für die Passform ist nicht nur der richtige Schnitt, sondern auch der korrekte Zuschnitt, denn er trägt ein wesentliches dazu bei."

d'accord,das war schon immer so -

Wobei die Vorstellung , über das was " Passform " ist , sehr von dem abhängt , was die jeweilige Mode als solche vorschreibt-
Einen zweinähtigen Sakko-Ärmel Anno 2006 hätte man vor 200 Jahren als " untragbar " empfunden- und umgekehrt würde jeder Geselle mit einer Schnitt -bzw.Passform Anno 1800 durch die Meisterprüfung 2006 rauschen.....

Bitte Vorsicht walten lassen bei Verallgemeinerungen, wenn es um Materialien geht:
Die Vielfalt an Wolltuchen und anderen Stoffen war erheblich grösser als wir das in unseren kühnsten Dilettantenträumen auch nur erahnen könnten-





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der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht .....

Republicain ...
Dieses Baums Blatt
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...   Erstellt am 30.05.2006 - 09:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Genau.
Ich habe nämlich schon festgestellt, dass mich Stoffe schon leicht an den Rand des Wahnsinns treiben können. Ich habe nämlich einen recht dicken und somit für den Fraque gut geeigneten Stoff auch für einen solchen verwendet. Die Culotte dazu sieht aber dann reichlich blöd aus, weil der Stoff zu starr wirkt, dabei waren ja oft Culotte und Fraque aus dem selben Stoff, obwohl gegenteilige Eigenschaften verlangt werden!





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Catherine ...
Zweig
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...   Erstellt am 30.05.2006 - 14:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Oh ja und an gestreiften Ärmeln kann man sich ebenfalls tot puzzeln. Tino´s Hochzeitsfrack ist aus gestreiftem Seidentaft und bis wir die Ärmel auf dem Stoff zurecht geschoben (so das die Streifen an den Nähten dann zusammen laufen)und gesteckt haben (man will ja immer perfekt sein), das war schon echt zum abgewöhnen. Jeden Tag muss ich das nicht haben.





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"Ich were erstickt, wenn ich dieses nicht gesagt hätte" Liselotte von der Pfalz

Adolphe ...
Zweig
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...   Erstellt am 30.05.2006 - 16:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Meiner Meinung nach werden vielfach die verschiedenen Stile der Epochen verwechselt.
So wird z.B. eine Hose um 1813, deren obere
Kante bis unter die Brust gehen sollte (wg der kurzen Weste) einfach als Hüfthose gefertigt.
Da dann logischerweise dazu keine kurze Weste passt, macht man sie halt länger. Logisch das ein eventueller Rock dann auch länger werden muss usw.
So zieht ein Fehler den nächsten automatisch nach sich. Auch fallen mir immer die weiten Schnitte auf.
Das "prall ansitzen" wird anscheinend mit zu eng verwechselt......................





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Der Schein trügt..........

Catherine ...
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...   Erstellt am 31.05.2006 - 07:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Adolphe schrieb

    Auch fallen mir immer die weiten Schnitte auf.
    Das "prall ansitzen" wird anscheinend mit zu eng verwechselt......................



Einspruch Euer Ehren!

Zum Teil liegt es auch mitunter daran, das grad vielen Damen ihre Sachen selber nähen. Wenn die betreffende Damen jedoch niemanden hat zum abstecken, dann wirds oft brenz´lig. Mir selbst geht es mit manchen Sachen (meist die Ärmel) ebenso - hab dann nach Fertigstellung, wenn man sich auf irgendeinem Foto mit zu weiten Oberarmen entdeckt hat, das Nachsehen, das ich trennen und enger machen darf.

Hier z.B.:
http://www.f-l-g.org/Galerie/2005/Caldi … ero_13.htm

Der Ärmel ist ziemlich weit geworden (Oberarm) und muss noch geändert werden. Tino könnte mir zwar dabei helfen, aber er läuft mir eher davon, wenn ich auch nur Ärmel rufe. Wenn ich aber seine Ärmel solange probiere, bis sie auch ja schön eng am Körper anliegen etc. dann hält er gern mal stille. Schon ein Krampf mit die Männers...

[Dieser Beitrag wurde am 31.05.2006 - 07:48 von Catherine aktualisiert]





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"Ich were erstickt, wenn ich dieses nicht gesagt hätte" Liselotte von der Pfalz

Adolphe ...
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...   Erstellt am 01.06.2006 - 09:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wenn man´s denn erkennt und ändert ist es ja o.k....

Aber wenn man sich so durch diverse Seiten klickt, gerade auch von Schneidern, da sieht man wie die Schere zwischen Wirklichkeit und Anspruch auseinanderklafft......

Was mir bei vielen Originalen (sei´s Militär oder Zivil)auffiel, ist die dünne aber feste Tuchqualität.
Dieses Tuch erlaubt eine offene Kante ohne auszufransen. Dadurch werden die Kanten wunderschön flach, nicht wie die wulstigen Gebilde die man heute oft sieht.
Bei den heutigen Tuchen sind die von z.B Hainsworth meiner Meinung nach dazu besser geeignet. Weil sie wesentlich fester sind, als die von Mehler. Diese sind mir im Griff irgentwie zu weich........

[Dieser Beitrag wurde am 01.06.2006 - 09:46 von Adolphe aktualisiert]





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Republicain ...
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...   Erstellt am 01.06.2006 - 13:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mehlertuch kann man auch in der Regel abschneiden, ohne dass es franzt. Ich habe da mittlerweile keine Hemmungen mehr.
Versteifen ist halt Pflicht, wenn es sonst zu lappig wird.
Insgesamt waren die Tuche damals besser. Im "Costume Close Up" bekommt man schon einen Eindruck davon, besonders von der Sorgfalt, mit welcher die Tuche produziert wurden. Kein Wunder, dass sich auch Gentlemen Anzüge aus Tuch selbst für formelle Anlässe machen ließen, vor allem allerdings in England.





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... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet.

Isabella ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 06.06.2006 - 11:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich gebe Adolphe zum den Tuchqualitäten recht.

Die Mehlertuche sind für die hist. Darstellung vielfach zu weich.
Das liegt daran, das die Vorgarne zu fest gedreht werden und in der Ausrüstung später nicht mehr genügend Faserspielraum zum verfilzen haben. jaja, die heutige Mode will es nicht mehr ...

Daher werden wir Teile, die eine Versteifung benötigen, wohl pikieren müssen.




GrafvonMansfeld ...
Der Blätter zwey
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...   Erstellt am 23.04.2009 - 19:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also ich muß auch noch sehen wo ich kleidung herbekomme





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Ich intressiere mich für das 18Jh. Rokoko zeit!
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