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didi ...



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...   Erstellt am 18.08.2007 - 21:45Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Klassische indische Tänze

Einführung:
Der klassische indische Tanz verfügt über viele Facetten. Jede Region, jede Volksgruppe hat ihre eigenen Tänze, von Volks- und Ritualtänzen bis hin zu komplex choreographierten Gruppentänzen. Trotz dieser Vielfalt gibt es eine übergreifende Tanzkultur. Sie zeigt sich in vielen Gemeinsamkeiten des Bewegungsrepertoires und der mythologischen Stoffe. Der klassische indische Tanz handelt von Göttern und Dämonen, Helden und Schurken, Prinzen und Prinzessinnen. Dominierendes übergreifendes Element in allen klassischen Tänzen ist die Sprache des Körpers: Mit Gesten, Blicken, Sprüngen und Pirouetten zeigt sie Liebe, Vergnügen, Mut, Sorge, Furcht, Zorn, Entschlossenheit, Verwunderung, Abscheu u.a.m., erzeugt sie Stimmungen und Emotionen. Diese Körpersprache beruht auf einer alten, ausgefeilten Tanztheorie, die in der Welt ihresgleichen sucht.
Insgesamt werden heute 7 verschiedene Stile als klassische Tänze klassifiziert:

Bharatanatyam:
Die klassische Tanztradition des Bharata Natyam wird vor allem in den südöstlichen, tamil- und telugusprachigen Regionen Indiens gepflegt. Bharata Natyam - der Begriff ist erst am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden - bezeichnet verschiedene Stilrichtungen wie etwa den Solotanz Sadir Natya, den Gruppentanz Kuruvanji oder die Tanztheater Bhagavatamela und Kuchipudi. Der Bharata Natyam zeigt dermaßen hohe Übereinstimmungen sowohl mit alten tanztheoretischen Texten als auch mit den Tanzposen historischer Tempelskulpturen (z.B. im Nataraja-Tempel des südindischen Chidambaram aus dem 12. Jh.), daß man von einer der ältesten Tanztraditionen Indiens sprechen kann. In Anlehnung an die alten Textvorlagen hat der Bharata Natyam eine große Zahl von Körperhaltungen und -bewegungen (karana), Schrittfolgen (cari) sowie Hand- und Fingergesten (hasta) klassifiziert. Hinzu kommt eine ausgeprägte Mimik. Kopf, Nacken und Schultern bilden eine Einheit und werden mitunter zusammen seitwärts bewegt. Charakteristisch sind lineare Bewegungen und auch, daß Arme und Beine imaginäre Dreiecke nachbilden, etwa wenn die Beine seitlich angezogen sind oder die Hände auf den Hüften liegen. Je nach Schultradition kommen im Bharata Natyam bis zu 120 präzise festgelegte Bewegungssequenzen vor, die einzeln mit Lautsilben, den Sollukattus, benannt sind. Die Tänzerinnen tragen oft einen reich verzierten Seidensari, der sich vorne bei Spreizbewegungen fächerartig öffnet, und eine passende Brokatbluse. Geschmückt sind die Akteure mit silbernen Halsketten, Hüftgürteln und Armringen sowie Fußglöckchen. Handflächen und Fußsohlen können mit roter Farbe in geometrischen Verzierungen und mit glückverheißenden Symbolen bemalt sein.

Kathakali:
Der Kathakali ist eine Imitation der Welt. Bis ins kleinste Detail sind Bühne und Darsteller mit Svmbolismen besetzt. So repräsentiert das Podium je nach Szenerie den Himmel, die Erde oder die Unterwelt. Und die Dochte einer hohen Öllampe auf der Bühne gelten als Sonne und Mond. Von besonderer Bedeutung sind Make-up und Kostüme. Schon am Morgen der abendlichen Aufführung mischt der Maskenbildner die Farben. Bereits Stunden vor dem Auftritt schminkt er bestimmten Darstellern einen breiten, weißen Kragen aus Reispaste über Kinnlade und Backenknochen.Diese Gesichtsmanschette muß zwischen durch immer wieder trocknen, bis sie hart wie Stuck geworden ist. Dann malt er Augenbrauen, Mund und Stirn in verschiedenen Farben und Mustern an. Farben und Make-up sind klar typisiert, so daß der Zuschauer gleich erkennt, wen er für gut und für böse zu halten hat. Die Kostüme sind meist üppig ausgestattet mit Schmuck, langen Kordeln, hohen Kronen oder Kopfbedeckungen, Pfauenfedern, Rüschenschals und aufgestickten kleinen Spiegeln. Nach Make-up und Kostümierung sind die Darsteller nicht mehr bloße Schauspieler, sondern Götter oder Helden und Dämonen. Auch darf man sie dann nicht mehr mit ihrem persönlichen Namen anreden. Bei Beginn der Aufführung erscheinen mit unter die Hauptdarsteller hinter einem brusthohen Vorhang und geben in einem langsamen Einführungstanz dem Zuschauer Gelegenheit, sich allein auf die kunstvollen Make-ups und die minutiöse Mimik zu konzentrieren.

Kuchipudi:
Der Kuchipudi-Tanzstil stammt aus dem Bundestaat Andhra Pradesh im Südosten Indiens. Er wurde vermutlich nach einem Dorf benannt, von dem es heißt, der Nawab von Golconda, Abdul Hassan Tahnisha, habe es einer Gruppe von Tänzern gestiftet, die nicht vor den Moslems geflohen waren.Der Kuchipudi hat Ähnlichkeit mit dem Solotanz im Bharata Natyam und mit dem brahmanisch geprägten Bhagaparamela-Tanztheater. Diese Stilrichtung ist in ihren Vorläufern schon ab dem 7./8. Jahrhundert nachweisbar. Sie faßte Tanz, Theater und Musik als ein besonders geeignetes Mittel auf, Bhakti, die Idee einer vor allem vishnuitisch geprägten Gottesliebe, zu verbreiten. Hinzu kamen, ab etwa dem 13. Jahrhundert, Elemente des Krishna-Kults. Dementsprechend oft handeln die Kuchipudi-Stücke von Episoden aus den Leben Vishnus und Krishnas.
Einer der bekanntesten Autoren von Bhagavatamela und Kuchipudi-Stücken ist der Heilige Tirtha Narayana Yati (um 1400), aus dessen Feder viele Dramen stammen, die oft als Vorlage für neuere Versionen und Choreographien dienten. Sein Schüler Siddhendra Yogi soll es gewesen sein, der mit einem eigenen Stück den Nawab von Golconda begeisterte. Dieser Heilige gilt daher als der Begründer des Kuchipudi. Im Unterschied zum Bhagavatamela sind die vor Ort mitunter mehrtägigen Aufführungen des Kuchipudi dramaturgisch weniger geschlossen. So können einzelne Programmteile des BharataNatyam-Solotanzes den Handlungsverlauf eines Stückes durchbrechen. Während im Bhagavatamela ausschließlich Männer tanzten, treten im Kuchipudi auch Frauen auf. Die große Vielfalt der Stücke und der breite Raum für Virtuosität haben den Kuchipudi-Stil immer beliebter gemacht. Gefördert haben dies vor allem der Tanzmeister Vempati Chinna Satyam, die Tänzerin Yamini Krishnamurti und, in jüngerer Zeit, das Künstlerpaar Raja und Radha Reddy.
Die Tanztechnik des Kuchipudi gleicht im wesentlichen der des Bharata Natyam: Auch sie weist viele Übereinstimmungen mit dem Natyashastra-Text auf, auch sie wechselt zwischen kraftvollen und eher anmutigen, zwischen rein rhythmischen und mehr ausdrucksvoll-erzählerischen Elementen. Charakteristisch für den Kuchipudi ist das äußerst virtuose Bewegungsrepertoire: Zu den Besonderheiten zählen ein artistischer Tanz auf einem Messingtablett, auf dem der Darsteller zu einem 'Verblendung' (mohana) genannten Raga bis zu fünfunddreißig rhythmische Variationen entwickelt, oder ein Tanz mit brennenden Lichtern, die der Akteur auf Kopf und Händen balanciert

Odissi:
Als ursprünglicher Tempeltanz, dargeboten von Devadasis ('Dienerinnen der Götter', welche die Statuen ankleideten, wuschen und bei Festen tanzten und sangen, war der Odissi einem Schicksal ausgesetzt, das er mit anderen Tanzstilen lndiens teilen mußte. Spätestens ab der Ganapati-Dynastie (1434-1568) war es üblich, daß Devadasis, auch Maharis genannt, vor Tempelgottheiten tanzten, insbesondere im Jagannath-Tempel in Puri. König Narasimha I. (1238-64) soll mehrere Hundert dieser Tempeltänzerinnen an dem von ihm errichteten Sonnen-Tempel von Konarak beschäftigt haben. Während der Herrschaft der Moslems und Briten gerieten die Maharis aber zunehmend in Verruf, da ihnen Tempelprostitution nachgesagt wurde. Erst vor vier Jahrzehnten wurde im nordöstlichen Bundesstaat Orissa diese bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. zurückreichende klassische Tanzform wiederentdeckt. Der Odissi ist meist ein Solotanz, der fast nur von Frauen dargeboten wird. Seine Tanztechnik beruht auf den klassischen Ausdrucksformen von Nritta und Nritya: Nritta ist ein reiner Tanz ohne Inhalt und Symbole, Nritya hingegen ist ein Tanz, bei dem oft devotionale Themen durch eine stilisierte Form von Körperbewegungen, Beinarbeit, Handgesten und Mimik ausgedruckt werden. Man tanzt überwiegend auf den Fersen, vor allem wenn die Tänzerin kraftvoll stampfend und in genau vorgeschriebenen geometrischen Mustern vor- oder rückwärts schreitet, so daß die Fußglocken laut erklingen. Es gibt ein großes, oft dem Natyashastra folgendes Repertoire an Drehungen, stehenden oder auch sitzenden Positionen, Sprüngen, Gangarten und Handgesten. Besonders charakteristisch ist die Tribhanga-Haltung, bei der Beine, Hüfte und Kopf wie zu einer S-Kurve geformt werden, sowie die Chauka-Grundposition, in der man die Füße nach außen dreht und die Beine ein wenig beugt. Daneben gibt es eine Reihe spektakulärer Bewegungsmuster wie zum Beispiel die Wagenrad-Position oder die Bienendrehung. Die Tänzerinnen tragen traditionelle Kostüme: einen Seidensari im Webstil Orissas mit passender Blume, eine fächerförmige Schürze und einen Gürtel, der aus silbernen Plättchen zusammengesetzt ist und doppelt um die Hüfte gewickelt wird. Blumen kränzen das zu einem Knoten hochgesteckte Haar, das häufig auch ein Diadem schmückt. Armringe, Ketten und Fußglöckchen runden die durchweg graziöse Erscheinung der Tänzerin ab. Das Gesicht wird einfach geschminkt, nur die Augenpartie wird mit schwarzer Farbe betont, um den mimischen Teilen einen besonderen Ausdruck zu verleihen. In die Handflächen sind oft rote Farbmuster gemalt.

Manipuri:
Die Manipuri- oder Raas-Tänze haben ihren Ursprung - wie der Name schon sagt - in wunderschönen Manipur, das im Nordosten Indiens liegt. Sie gehören zu den großartigsten Tanztraditionen Indiens. Entstanden aus ländlichen Fruchtbarkeitszeremonien werden die Manipuri-Tänze ständig durch neue, frische Impulse belebt. Vielleicht gelten sie auch deshalb als die ältesten und zugleich jüngsten unter den klassischen indischen Tänzen.
Anmutige, bis ins letzte Detail stimmige Bewegungen und bruchlose Abläufe sind typisch für diesen Tanzstil. Es scheint, als ob die Fersen der Tänzer fast nie den Boden berührten. Alles scheint von schwereloser Leichtigkeit. Die Manipuri-Tänze symbolisieren die Essenz hinduistischen Strebens: Das Bemühen der menschlichen Seele, mit dem Universum eins zu werden.
Die Manipuri-Tänze sind vor allem Gruppentänze. Charakteristisch sind ausgefeilte Choreographien sowie die farbenprächtigen Kostüme der Tänzerinnen mit den weit ausgestellten zylindrischen Röcken. Die Tänze sind mit Mythen und Legenden, die in diesem Teil Indiens so zahlreich vorhanden sind, eng verflochten. Im Mittelpunkt stehen oft Shiva und Parvathi, die einer Legende zufolge diesen schönen Landesteil besucht haben sollen.

Mohini Attam:
Der Mohini Attam ist vermutlich der jüngste der klassischen indischen Tänze und hat seinen Ursprung im südindischen Kerala, wo er besonders unter der Herrschaft des berühmten Maharadscha Swati Tirunal als (wahrscheinlich) weiblicher Gegenpol zum Kathakali zur Blüte gelangte. Seine Wurzeln gehen vermutlich auf das 14. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Entwicklung wurde er u.a. auch vom Bharata Natyam beeinflußt, was besonders in den hastas (Hand- und Fingergesten) und im Repertoire deutlich wird. Andere Quellen besagen, daß der Mohini Attam zwischen dem 14. Und 17. Jahrhundert aus dem Bharata Natyam, dem Kathakali und einem Volkstanz besonders von den Frauen in Kerala entwickelt wurde. In der heutigen Form ist der Mohini Attam ein sehr rhythmischer Tanz, der mit ausgefeilter Körpersprache, Mimik und Gestik vor allem Themen aus Ramayana, Mahabarata und den Puranas interpretiert.

Kathak:
Der traditionelle Kathak-Stil ist eine Synthese zweier Kulturen, der hinduistischen und muslimischen. Die Bezeichnung Kathak leitet sich ab vom Wort katha (Geschichten), denn die Tänzer erzählten mit ihren spezifischen Ausdrucksmitteln Geschichten aus den großen Epen des alten Indien. Der Kathak hat in der heutigen Form eine lange Entwicklung durchlaufen. Einst als religiös inspirierter, erzählender Tanz in den hinduistischen Tempeln Nordindiens entstanden, ist er im Laufe des 15. Jahrhunderts zu opernhaftem Spiel erweitert worden. Unter der Herrschaft der muslemischen Moguln im 16. Jahrhundert wurde aus dem Kathak dann eine höfische Tanzform, in deren Mittelpunkt der Krishna-Kult stand. Heute vereinigen sich im Kathak hinduistische und muslemische Elemente zu sprühender, rhythmisch virtuoser Darbietung. Die Bewegungsmuster und Ausdruckformen sind im Kathak immer eng mit der zugrunde liegenden Geschichte verflochten.





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didi ...



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...   Erstellt am 18.08.2007 - 21:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


In Indien kennt man genauso viele Volkstänze, wie im Land unterschiedliche Volksgruppen vertreten sind. Von ganz einfach bis exotisch, die indischen Volkstänze sind stets farbenprächtige, lebendige Darstellungen.

Einige der bekanntesten Volkstänze sind die lamaistischen Tänze in den gompas von Ladakh, Sikkim und Darjeeling, der kraftvolle Bhangra aus dem Punjab, der Stocktanz aus dem Gujarat und der Koklikatai-Stelzentanz aus Tamil Nadu. Volkstänze aus dem mittleren Indien werden jedes Jahr beim Bhagoria-Tanzfest aufgeführt.

KLASSISCHER TANZ

Alle klassischen indischen Tänze sind zurückzuführen auf die Rolle, die der hinduistische Gott Shiva als Nataraj, der Herr des Tanzes, spielte.

Shivas erste Frau war Sati. Als Satis Vater, der Shiva gar nicht mochte, Shiva beleidigte, verübte Sati Selbstmord, indem sie sich verbrannte. Der aufgebrachte Shiva tötet daraufhin seinen Schwiegervater und tanzte den tandava – den Tanz der Zerstörung.

Später wurde Sati als Parvati wiedergeboren, heiratete Shiva erneut und tanzte den lasya. So wurde der tandava die männliche Form des Tanzes und der lasya die weibliche Form. Ganz am Anfang war der Tanz Bestandteil der Tempelzeremonien. Die Tänzer wurden bekannt als devadasis, die in ihren Tänzen Geschichten aus dem Ramayana oder Mahabharanta erzählten.

Auch wenn Tempeltänze heute nicht mehr üblich sind, beruhen die klassischen indischen Tänze immer noch auf ihren hinduistischen Wurzeln. Sie bestehen aus folgenden Einzelteilen: nritta (den rhytmischen Elementen), nritya (der Kombination von Rhytmus und Ausdruck) und natya (dem dramatischen Bestandteil).

Der nritya findet Ausdruck durch Augenstellung, Handhaltung und Bewegung des Gesichtes. Diese drei Dinge bilden zusammen mit dem Rhytmus (nritta) die Elemente des Tanzes.
Um ein natya zu verstehen, womit hier ein Tanzdrama gemeint ist, ist eine tiefergehende Kenntnis hinduistischer Legenden und Mythen erforderlich.

Der klassische indische Tanz ist in vier Grundformen gegliedert: Bharatanatyam, Kathakali, Kathak und Manipuri.

Der Bharatanatyam wiederum ist in drei Untergruppen aufgeteilt. Sie sind die beliebtesten Formen des klassischen Tanzes, entstanden in den grossen Tempelanlagen im Süden, und erzählen Szenen aus dem Leben Krishnas. Diese Tänze werden ausschliesslich von Tänzerinnen aufgeführt. Das Repertoire von verschiedenen Handbewegungen ist bei diesen Tänzerinnen bewundernswert.
Die drei Abwandlungen des Bharatanatyam sind Orissi, Mohini Attam und Kuchipudi. Diese Bezeichnungen deuten auf die Entstehungsort hin.

Die Tanzform des Kathakali rangiert an zweiter Stelle.

KATHAKALI-TÄNZE

Die Tanzform des Kathakali hat ihren Ursprung in Kerala und wird ausschließlich von Männern getanzt. Durch den Kathakali werden die heldenhaften Kämpfe zwischen Göttern und Dämonen erzählt. Er ist sehr dynamisch und dramatisch.

Berühmt sind beim Kathakali auch die farbenfrohen Masken und das reichhaltige Make-up der Tänzer. Die Ursprünge des Kathakali-Tanzes gehen 400 bis 500 Jahre zurück, als man unter freiem Himmel in Tempelhöfen oder in Dörfern Tanzveranstaltungen durchführte. Die Gesichter edler männlicher Charaktere, wie zum Beispiel tugendhafte Könige, der göttliche Held Rama usw. haben vorherrschend grünes Make-up. Charakteren höherer Geburt, welche einen bösen Charakterzug haben, wie zum Beispiel der Dämonenkönig Ravana, ist ein ähnliches grünes Make-up zugedacht, mit roten Markierungen an der Wange geschlitzt. Extrem verärgerte oder exzessiv böse Charaktere tragen vorherrschend rotes Make-up und einen langen fliessenden Bart. Waldbewohner wie zum Beispiel Jäger werden mit einer vorherrschend schwarzen Make-up Grundlage repräsentiert. Frauen und Asketen haben glänzende, gelbliche Gesichter.

Kathakali ist aber nicht nur eine besondere Tanzform, sie ist weitaus mehr. Zu ihr gehören Elemente von Yoga und ayurvedischer Medizin. Sämtliche Requisiten werden aus natürlichen Material gefertigt. Auch das Make-up wird aus Pflanzenpulver und dem Saft bestimmter Bäume hergestellt.

Die Perücken entstehen aus der Rinde besonderer Baumarten, gefärbt mit Früchten und Gewürzen, und zum Mischen der Farben benutzt man Kokosnußöl. Verbranntes Kokosnußöl dient zum Schminken der Augen, und Blütenblätter der Auberginen legt man unter die Augenlider, um das Weiße der Augäpfel dunkelrot zu färben.

Das Schminken vor der Aufführung ist schon ein Erlebnis für sich. Wenn man Glück hat, kann man den Tänzern beim Schmicken zusehen.

Begleitet werden die Tänzer normalerweise von Trommlern und einem weiteren Musikanten, der ein Harmonium spielt.

Quelle: www.tu-dresden.de, www.artindia.net


Dieser Tänzer stellt den bösen Teil dar. Er trägt ein grünes Make-up und rote Augen.


Dieser Tänzer stellt eine Frau dar. Zu erkennen am gelben Gesicht.


Hier ein böser Charakter und ein Waldbewohner.





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didi ...



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...   Erstellt am 18.08.2007 - 22:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



In der indischen Mythologie wird beschrieben, wie der Tanz in Verbindung mit dem Schauspiel zur Unterhaltung aller höheren und niederen Wesen von Brahma, dem Schöpfer, entwickelt wurde... Für den Menschen hat der Weise, Bharata Muni, im Auftrage der Götter, die heilige Schrift des Tanzes, Natya Shastra, niedergeschrieben.


INDIAN TEMPEL DANCES








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Clarissa 



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...   Erstellt am 28.10.2007 - 14:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


WOW didi! Das ist sehr informatief!
Danke!

Ich hab dazu noch eine schöne Seite gefunden.
Hoffe, der Link kann hier rein.

Tarang - India Dance and Music





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ShahMohabbat ...



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...   Erstellt am 29.11.2007 - 08:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der zweite Beitrag von Didi mit den Bildern ist von meinem Board. Es wäre schön, wenn das irgendwo noch mit Erwähnung findet, denn es war viel Arbeit, die ganzen Bilder hochzuladen und den Text darunter dazu zu schreiben.

Keine Angst, ich will keinen Ärger, aber was sein muss, muss sein.





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Liebe Grüße



"There is no easy money. You should work hard to earn it! " Zitat Shahrukh Khan

Badkhangirl ...



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...   Erstellt am 29.11.2007 - 22:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ShahMohabbat, das wurde woanders übernommen. Dann müssen die von dir genommen haben. Aber ich sag Didi Bescheid, dass sie deinen Namen dazuschreibt.





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