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buffer 10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 10.09.2008 Beiträge: 13 Nachricht senden | Erstellt am 10.09.2008 - 11:34 |  |
hallo
habe folgendes problem:
mein holunderblütenwein wird einfach nicht klar. habe schon zweimal eine kieselsol gelatine klärung versucht, jedoch ohne erfolg. ich hatte den wein mit tannin angesetzt. kann es sein das ich den wein nur mit gelatine klären muß?? tannin ist ja ein negatives schönungsmittel. sodas ja eigentlich gelatne zu klärung reichen müßte oder liege ich da falsch?? oder verliert das tannin nach vollendeter gärung seine negative ladung?? hat da jemand vieleicht erfahrung??
danke
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Josef  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 06.02.2005 Beiträge: 2592 Nachricht senden | Erstellt am 10.09.2008 - 22:53 |  |
Hallo buffer, wilkommen im Forum.
Für die klärung von Holunderblütenwein brauchst du meistens Kiselsol und Gelatine.
Ganz wichtig ist, das du mit kleineren Mengen (0,1 Liter) Vorversuche machst, damit du die optimale Gelatinemenge herausfindest.
Sonst kann es passieren das die Schönung ins Gegenteil umschlägt und der Wein trüb bleibt. Wenn du bereits mehrere versuche hinter dir hast, kann das schon der Fall sein.
Letzte Rettung ist in einem solchen Fall Agar Agar.
Ist etwas schwieriger in der Anwendung weil es heiß in den Wein gemischt werden muss. Und Vorversuche nicht vergessen.
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 14278 Nachricht senden | Erstellt am 10.09.2008 - 22:58 |  |
Nur eine kleine Ergänzung: Das käuftliche Tannin löst sich normalerweise vollständig. Ansten sind Klärungen nicht vohersagbar und nicht repoduzierbar. Jeder Ansatz ist anders und reagiert anders. Wie Josef schon geschrieben hat muss man notfalls in den sauren Apfel beißen und entsprchende Vorversuche durchführen.
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! |
buffer 10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 10.09.2008 Beiträge: 13 Nachricht senden | Erstellt am 10.09.2008 - 23:26 |  |
danke schonmal für die antworten
von vorversuchen hab ich auch schon gehört. bloß seh ich da folgendes problem. wenn ich zum beispiel einen versuch mit einem halben liter wein mache heißt das folgendes: bei einem ausgangswert von zehn liter wein und 1gr gelatine heißt das ja, daß ich bei 0,5l, 50mg gelatine zum versuch brauche. was für wagen für den normalen geldbeutel messen so kleine mengen oder gibts da nen anderen trick????
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 14278 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2008 - 07:59 |  |
Die Gelatine wird ja in Wasser vorgelöst. Die Konzentration Gelatine/Wasser kennst du, dann davon einfach eine entsprechend geringe Menge einsetzten.
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
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Josef  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 06.02.2005 Beiträge: 2592 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2008 - 19:50 |  |
Einen halben Liter brauchst du garnicht. Fülle mehrere Trinkgläser mit 0,1Liter Wein und mische verschiedene Mengen Gelatine hinein und du wirst direkt sehen welche für deinen Wein die richtige ist.
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buffer 10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 10.09.2008 Beiträge: 13 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2008 - 23:32 |  |
danke für die antworten. hab mir bei hbs24 nen vinoferm filter gekauft. kann dieses gerät nur weiter empfehlen. top ergebniss nach einmal grob filtern
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Josef  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 06.02.2005 Beiträge: 2592 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2008 - 23:42 |  |
Ich glaube so schnell hat sich noch keiner für einen Filter entschieden. Aber auf die Dauer ist das der Richtige Weg.
Auch wenn du bei der Grobfilterung schon ein gutes Ergebnis erziehlt hast, musst du bis Steril hochfiltern sonst kann es passieren, das sich später in den Flaschen noch Trübstoffe absetzen auch wenn der Wein jetzt schon klar aussieht.
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JasonOgg  1000 Liter Wein
    

Status: Offline Registriert seit: 13.08.2007 Beiträge: 2264 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2008 - 16:10 |  |
Ich habe gestern fast den ganzen Tag mit dem Filtern meines Holunderblütenweins verbracht:
Die erste Stunde ging drauf reinigen, ausprobieren und Überschwemmung beseitigen. Der Silikonschlauch war zu flexibel, bzw. ich habe zu viel Druck gemacht.
Danach kam die erste Grobfilterung, was aus der Zitronensaft Optik eher das Aussehen von kalt gelagerten Olivenöl brachte, ohne Flocken.
Die Reinigung des Gärballons nahm ebenfalls fast zwei Stunden in Anspruch. Zuerst löste sich der Schmier aus Pollen und Hefe am Boden nicht. Der Ballon hat einen Ablaß, dort hat sich der gelbe Matsch richtig in den Silikonschlauch gefressen. Reinigung mit Pitt verbesserte die Sache, eine Aquarium Schlauchbürste löste die letzten Bröckchen. Den Ballon mit Wasser gefüllt und mit Mengenangaben markiert, Chemoxi Pro als Waffe eingesetzt und mit einem anderen Ballon weitergemacht.
Nach der Feinfilterung sah das ganze schon eher wie Wein aus. Geschmacklich ist er mir etwas süß geraten. Jetzt noch Sterilfiltern in den ersten Ballon, damit ich den Ablauf zum Abfüllen nutzen kann.
Der andere Ballon hat jede Menge Putz-/Schleifspuren in den oberen zwei Dritteln (war gebraucht). Diese hatten sich mit eine weißen Ablagerung gefüllt, so das der Ballon richtig milchig war (s. anderen "Chemoxi" Thread). Also wird die letzte Waffe - Salzsäure - im wieder mit Wasser gefülltem Ballon eingesetzt. Jetzt ist er klar, aber der Silikonschlauch ist und bleibt verfärbt.
Alles sterilisiert, Druckgefäß, Filter, Auffangballon und schon mal die ersten Flaschen und die Korken. Nach dem Filtern hat der Wein das schon oft erwähnte Funkeln, ist sehr hellgelb mit einem klitzekleinen Hauch von Grün.
Das Abfüllen gestaltet sich mit einem Ballon mit Ablasshahn zum Kinderspiel: sterilisierte Flasche drunterhalten und vollaufen lasssen. Ergebnis 17x0,75l und 2x0,5l Geschenkfläschen. Das ging glatt auf. Als meine SSP (ständige Sozialpartnerin) probieren wollte, da mußte sie mit dem Vorlieb nehmen, was noch aus dem Filter tropfte. Sie findet ihn lecker.
Nachdem ich anschließend noch meine 10kg Holunderbeeren abgepresst, 2l als Saft abgezweigt und den Rest als Wein angesetzt hatte und möglichst viele Spuren beseitigt hatte, da durfte ich eine Flasche 2007er Rote Johannisbeere aus der Ober-Lausitz probieren und da wußte ich wieder, wofür man sich die Mühe macht 
Signatur Was lange gärt wird gut. |
Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 14278 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2008 - 16:15 |  |
Es kann natürlich sein dass du zu viel Druck produziert hast. Unser Zulaufschlauch ist mit (damals beiliegenden) Rasterbändern gesichert. Bevor der Schlauch sich löst oder undicht wird fliegt der Filter selbst auseinander 
SSP, das muss ich mir merken 
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
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