Micky  Eure Gastgeberin
     

Status: Offline Registriert seit: 16.09.2004 Beiträge: 5038 Nachricht senden | Erstellt am 13.08.2005 - 08:36 |  |
Kill Bill Vol. 2 startete am 22.04.05 in den deutschen Kinos. Hier ein Interview mit Quentin Tarantino zum Start von "Kill Bill" und ein paar Previews auf "Kill Bill Vol. 2" Laras Levelbase Tribune im April 2005 -------------------------------------------------------------------------------- 
Quentin Tarantino trägt einen schwarzen Blues Brothers Anzug. Die schmale Krawatte ist völlig außer Mode. Aber für Tarantino spielt das keine Rolle. Er hat sich für das heutige Interview nur "verkleidet". Das macht er gerne. Auch bei seinen Filmen erscheint der amerikanische Kult-Regisseur oftmals im Kostüm. Das heitert die Mannschaft auf und bringt ein bisschen Abwechslung in die Dreharbeiten...
Mr. Tarantino, in "Kill Bill" geht es mal wieder ordentlich zur Sache. Das Blut fließt in Strömen. Was lieben Sie an der Gewalt so?
Ich nehme das nicht so ernst. Wir übertreiben es ja auch total in unserem Film. Wenn jemand durch ein Samurai-Schwert stirbt, dann spritzt ja gleich eine Blutfontäne in den Himmel. Alles ist übertrieben. Es birgt eine fast schon gewisse Art Komik.
Lange Zeit haben wir Sie nicht als Regisseur erlebt. "Kill Bill" ist erst ihr vierter Film. Warum die lange Abstinenz?
Ich will ja nebenbei auch noch ein bisschen leben. Mein ganzes Dasein soll nicht nur aus Filmen und Sets bestehen. Und außerdem war ich ja nicht ganz weg. Wenn ich keine Regie führe, dann sitze ich meistens zuhause und schreibe.
Was hat Sie denn zu dem Film "Kill Bill" animiert?
Uma Thurman. Und nur Uma Thurman. Wir haben uns schon damals bei den Dreharbeiten zu Pulp Fiction über einen möglichen Streifen unterhalten, in dem sie ein "Kick Ass Chick" spielen soll. Und so ist der Film schließlich entstanden.
Schade nur, dass Uma kurz vor Drehbeginn schwanger geworden ist. Wie haben Sie da reagiert?
Wie Joseph von Sternberg reagiert hat, als Marlene Dietrich keine Zeit hatte. Ich habe gewartet (lacht). Ich hatte gar keine andere Möglichkeit, weil ich nur Uma in dieser Rolle sah. Niemals im Leben hätte ich sie mit jemand anderem besetzt.
Kill Bill sollte ursprünglich nur ein Film sein, stimmt's?
Das stimmt. Dann aber besuchte uns Harvey Weinstein, der Chef von Miramax, auf dem Set. Ich hatte schon soviel Zeugs gedreht [Anmerkung d. Red.: die Drehzeit für Kill Bill betrug fast ein Jahr], dass ich viel mehr Material hatte, als ich brauchte. Da hat Harvey gesagt, dass ich doch einfach zwei Filme draus machen soll.
Hat Sie das gefreut?
Und wie. Ich war total von den Socken. Die Freiheiten, die ich bei Miramax erhalte, erstaunen mich immer wieder. Und so bringen wir jetzt erst einmal "Volume I" auf den Markt. Im Februar nächsten Jahres dann "Volume II".
Ursprünglich sollte Warren Beatty Bill, den Chef der Mörderbande, spielen. Warum haben Sie sich dann doch für David Carradine entschieden?
Irgendwie hat sich während der Vorbereitung herausgestellt, dass nur David und nicht Warren Bill spielen konnte. Im Film drehte sich vieles um fernöstliche Kampfsportarten, Samurai-Schwerter, usw. Es war fast so, als hätte ich im Unterbewusstsein die Rolle für David geschrieben. Vielleicht hat aber auch geholfen, dass ich während der Vorbereitung die Biographie von David gelesen habe (lacht).
In "Volume I" taucht er dann aber trotzdem nur ganz kurz auf.
Ja, aber im zweiten Teil ist er dafür in fast jeder Einstellung zu sehen.
Sie haben auch einen "Engel für Charlie" im Film...
Lucy Liu spielt eine echt böse Zicke im Film (lacht). Sie muss gegen Uma antreten. Und zum Schluss gewinnt natürlich der große Star. Aber Lucy war ein echter Gewinn für die Produktion.
Wie haben Sie sich als Regisseur in den letzten Jahren verändert?
Die Frage, die mich viel mehr beschäftigt ist, wie sehr bin ich noch der Alte? - Ich mag nämlich meine Art, Filme zu machen und will sie nicht unbedingt verändern. Aus diesem Grunde übrigens mache ich auch nicht jedes Jahr einen Film, so wie z.B. Woody Allen. Ich will frisch bleiben, den Fokus nicht verlieren.
Stimmt es, dass Filme so ein bisschen Ihre persönliche Religion sind?
Absolut, Film ist Religion für mich. Wenn ich an einem Film arbeite, dann atme, schlafe und träume ich Movies. Für einen Film würde ich auch sterben.
Klingt recht intensiv...
Ja, so bin ich. Aber ich glaube auch, dass mein Team das weiß, wenn sie mit mir zusammen arbeiten. Ich gebe einfach alles am Set. Und allein aus diesem Grund muss ich mir keine Gedanken machen, dass die Schauspieler ihren Job nicht ernst nehmen. Sie wollen mich und meinen Wahn nicht enttäuschen... (lacht).
Und wenn Sie dann fertig sind mit diesem Film. Was machen Sie dann?
Dann entspanne ich mich. Wir gehen mit der ganzen Crew ganz fürchterlich feiern. Ich habe meistens - hoffentlich - viel Sex, lese und lasse den Lieben Gott einen guten Mann sein.
Warum machen Sie eigentlich Filme?
Ich will für immer das "coole" Kind sein. Der Typ, den die ungeborenen Kids von morgen noch total gut finden. Ich will, dass meine Filme für die nächsten Generationen etwas ganz Besonderes sind.
Sehen Sie sich eigentlich als typischen amerikanischen Filmemacher?
Nicht wirklich. In meinen Streifen sind ja auch immer sehr viel authentische Teile von anderen Kulturen zu sehen. Ich kopiere die Spagetti-Western und integriere die japanischen Kriegsstreifen in meine Filme. Ich spiele mit verschiedenen kulturellen Elementen. Allein das macht mich doch nicht zum typischen amerikanischen Filmemacher, oder?
Es fällt auf, dass in "Kill Bill" die Frauen keineswegs das schwächere Geschlecht sind
Ach, wirklich? - Tatsächlich war das natürlich beabsichtigt. Die Frauenarmee haut alles um, was sich ihr in den Weg stellt. Die Botschaft hier: Frauen sind genauso todbringend wie die Männer. Aber das soll jetzt kein politisches Statement sein. Das hat sich nach der Besetzung des Films einfach so entwickelt.
Warum entwickeln sich die Soundtracks zu ihren Filmen immer auch gleich zu Verkaufs-Hits?
Weil ich die beste Plattensammlung der Welt zuhause habe. Und keine CDs, wohlgemerkt. Alles in Vinyl. Ich überlege bei einer neuen Szene immer auch gleich, welche Musik dazu passt. Das muss wie in einem Guss daher kommen.
Sie hatten sich ursprünglich als Schauspieler ins Skript geschrieben, sind dann aber doch ausgestiegen, warum?
Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen wollte ich beim täglichen Kampfsport-Training mitmachen. Kann ja wohl nicht angehen, dass nur die Mädels den ganzen Spaß haben und ich sitze doof daneben. Zum anderen habe ich dann aber schnell gemerkt, dass ich doch relativ beschäftigt war mit dem Umsetzen des 300 Seiten starken Skripts. Da blieb keine Zeit mehr für die kleine Rolle.
Aber Sie haben trotzdem das Schwertkampf-Training absolviert?
Aber na klar. Jeden Tag stand ich auf der Matte und habe Lucy Liu, Darryl Hannah und natürlich Uma gezeigt, wie ein Samurai wirklich kämpft.
Komisch, Darryl Hannah hat uns verraten, dass Quentin Tarantino gegen sie keine Chance hatte.
Hey, das ist nicht fair! Das sollte sie für sich behalten. Aber leider hat die Dame recht (lacht). Ich bin ein absolutes Weichei. Jeden Morgen nach dem Stretching haben mir schon alle Knochen wehgetan.
Interview: Frank Siering Gefunden von Micky für Laras Levelbase Tribune
Regiearbeit:


Preview zu "Kill Bill Volume II"





Soundtrack anhören Mehr Infos


 Meine Persiflage, das Lara Croft/Kill Bill Kinoplakat! Gibts bei den Wallpapers, hab auch noch eines gemacht:

Signatur Liebe Grüße, Eure
   
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