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blacky 
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...   Erstellt am 26.10.2008 - 15:29Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo,

hab mal eine frage wegen einer Freundin und hoffe das sich jemand damit auskennt.

Also sie ist 18 Jahre alt, in Ausbildung und zieht nun in eine eigene Wohnung.
Naja ausziehen ist gut gesagt... besser gesagt ihre Mutter hat die Wohnung gekündigt und zieht in eine neue Wohnung allerdings ohne ihre Tochter.
Und damit sie nicht ohne Wohnung da steht hat sie einen neuen Mietvertrag für die Wohnung abgeschlossen und ist somit Nachmieter.
Naja nun hat sie der Kindergeldkasse das mitgeiteilt das sie ab 01.11 alleine wohnt(muß man ja) und das sie bitte das Geld nun auf ihr konnte überweisen.
Noch schnell dazu die angaben hinzu gefügt das sie Unterhalt von ihrem Vater erhält und schwupps angechickt.
Nun kam die absage der Kindergeldkasse, das ihr kein KG mehr zusteht da sie Barunterhalt von ihrem Vater bekommt.
Weitere begründung fehlt.
Ihr wurde ja vorher wo sie bei ihrer Mutter gewohnt hat auch KG zugestanden und warum jetzt nicht mehr?

Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus und weiß wie das Geld beantragt werden muß damit sie es auch bekommt.


Vielen Dank fürs Lesen und eventuell Beantworten

[Dieser Beitrag wurde am 26.10.2008 - 15:42 von blacky aktualisiert]




Ottokar ...
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...   Erstellt am 26.10.2008 - 16:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Unterhalt hat mit KiGe absolut nichts zu tun!
Allerdings ist es so, dass das KiGe nicht dem Kind sondern dessen Mutter bzw. Vater zusteht, ein Elternteil ist der KiGe-Berechtigte, nicht das Kind!
Die Zahlung des KiGe direkt an das Kind kann also nur der KiGe-Berechtigte beantragen, nicht das Kind.
In diesem Fall muss das also ihre Mutter tun.




blacky 
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Registriert seit: 04.09.2008
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...   Erstellt am 26.10.2008 - 16:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Okay vielen danke für die Antwort.

Also ihre Mutter muß das Kindergeld wieder beantragen?
Aber davon hat sie ja dann selber nichts.
Ihre Mutter hat die Wohnung gekündigt weil meine Bekannt ihrem Vater mitgeteilt hat das sie den unterhalt nicht mehr auf das Konto ihrer Mutter überweisen soll da sie davon nix abbekommt.
Soll heißen die 400€ (Unterhalt + Kindergeld) Investiert die Mutter in andere Dinge und sie selbst muß sich von ihrem Lehrlingsgeld essen usw. kaufen.
Als das die Mutter erfahren hat war sie sauer und will jetzt auch nicht mehr mit ihrer Tochter zusammen wohnen "Da hättest ja auch bei deinem Vater bleiben können. Ich bekomme nur Harz 4, hab dich groß gezogen und will mir auch immer mal wieder was schönes kaufen. Das steht mir zu und darum bekomme ich den Unterhalt."
Die Mutter ist halt der Meinung "Was auf mein Konto überwiesen wird gehört auch mir." und daher hat meine Bekannt halt die Veränderungmitteilung gestellt.

Naja gut das heißt dann also das sie kein Kindergeld mehr bekommt.




mugel ...
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...   Erstellt am 26.10.2008 - 18:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Kindergeld ist eine heikle Sache.
Das Kindergeld steht dem kindergeldberechtigtem Elternteil zu.
Selbst wenn das kind nicht mehr im Haushalt dieses Elternteils lebt, ist das so.
Die Berechtigung endet aber dann, wenn das Elternteil keinen Unterhalt mehr leistet. Mir sagte die Kindergeldkasse das dies nur dann greift, wenn weder unterhalt in Form von Geldleistungen, noch Naturalien geleistet werden. Ich wollte das Kindergeld nämlich auf meine Tochter übertragen, (also der umgekehrte Fall) was sich trotz das ich selbst das wollte, auch als Fiasko entpuppte.

Einzigste Möglichkeit ist das Kindergeld abzuzweigen, dafür gibt es ein extra Formular bei der Kindergeldkasse. Darin muß auch eingetragen werden das der berechtigte Elternteil keinerlei Unterhalt mehr leistet.
Einzigstes Problem was ich hier sehe, liegt in der Bestätigung des berechtigten Elternteils. Dieser muß in der Regel nämlich in die Abzweigung einwilligen. (Bei uns ist das ganz streng gehanhabt)

Kindergeld Bezug ist abhängig vom Lehrlingsgehalt, übersteigt das einen bestimmten Betrag so fällt der Anspruch auf Kindergeld weg.

Ich habe hier eine Seite der Studenteninfo gefunden worin das Thema sehr gut erklärt ist.

Das wichtigste in Kürze und besondrs Punkt 5. Auszahlung der Kindergeldes direkt an das Kind ("Abzweigung") ganz unten, solltest Du dir unbedingt anschauen.

http://www.studis-online.de/StudInfo/kindergeld.php

Wichtige Ergänzung:

Du schreibst, ihre Mutter erhält Hartz IV. eigentlich wird das Kindergeld bei Hartz IV Bezug voll angerechnet und wird von der Hilfeleistung abgezogen. Erhält die Mutter kein Kindergeld mehr, so fällt der Abzug an der Hilfeleistung weg und sie erhält entsprechend mehr Hilfe zum Lebensunterhalt. Ihre Mutter hat also keinen Vorteil durch den Erhalt des kindergeldes, es sei denn sie hätte das Kindergeld bei der Arge nicht angegeben.
Dieser Verdacht drängt sich auf, weil es sonst keinen Grund gäbe warum die Mutter im Bezug des Kindergeldes einen solchen Vorteil sieht, um sich davon etwas leisten zu können.

Da stellt sich dann auch die Frage, ob sie überhaupt ihre Tochter ordnungsgemäß bei der Arge abgemeldet hat. Abhoilfe würde da eventuell ein Besuch bei der zuständigen Arge schaffen um diese Fragen zu klären



[Dieser Beitrag wurde am 26.10.2008 - 18:42 von mugel aktualisiert]




Ottokar ...
Moderator
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...   Erstellt am 28.10.2008 - 09:56Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Die Einkommensgrenze des Kindes für den Bezug von KiGe liegt bei derzeit 7.680 Euro Brutto! im Kalenderjahr.

Unterhalt ist eindeutig Kindesunterhalt. Den erhält also per Gesetz (BGB) das Kind und nicht die Mutter. Verprasst die Mutter diesen Unterhalt für sich selbst, dann ist sie dem Kind gegenüber Schadensersatzpflichtig. Außerdem macht sie sich strafbar, wenn sie dieses Einkommen - das sie ja für sich verbraucht statt wie vom Gesetzgeber vorgesehen für dich - der ARGE nicht meldet, denn dieses würde auch auf ihr ALG II angerechnet.

In Abhängikeit des Verhältnisses zur Mutter wären hier mehrere Möglichkeiten gegeben:
1. (anonyme) Anzeige bei der ARGE, dass sie Einkommen erhält (KiGe und/oder Kindesunterhalt), welches sie nicht angegeben hat,
2. Schadensersatzklage auf Herausgabe des Kindesunterhaltes.


[Dieser Beitrag wurde am 28.10.2008 - 09:59 von Ottokar aktualisiert]




Dole ...
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...   Erstellt am 29.10.2008 - 22:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Kindergeld im Normalfall;

Unabhängig vom Unterhalt steht dem Azubi oder Studentin bis zum 26 Lebensjahr das Kindergeld zu . Bedingung: Die Mutter müsste den Antrag mit Lehrvertrag erneut einreichen. Dazu ein Abtrennungsantragen stellen, wenn das Kind eine eigene Wohnung hat und selbst der Empfänger ist. Bei dieser Antragsform bleibt im Falle eines Hartz IV Bezuges der Mutter eine Verrechnung mit dem Grundregelsatz unantastbar. Im Normalfall wird Kindergeld, nur bei Ausbildung, Studium oder Schule nach den 18. Lebensjahr an das Kind selbst oder an den Eltern gezahlt. In Bedarfsgemeinschaft wird das Kindergeld gemäß. SGB II mit dem Grundregelsatz verrechnet.

Ich hoffe, dass ich helfen konnte.





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