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Sebastian ...
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...   Erstellt am 26.11.2007 - 13:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Kein Lohn unter 10 €!
„Wie hoch müsste Ihr Lohn mindestens sein, damit Sie noch bereit wären, dafür zu arbeiten?”
Das wurden Anfang 2006 rund 11.000 Erwerbslose gefragt.Sie nannten einen Stundenlohn von mindestens 6,80 € netto, d.h. umgerechnet ca. 10 € brutto. (Stefanie Bender u.a. Was muten sich Arbeitslose zu? IAB DiscussionPaper No.23/2007, 22)Die gängigen Mindestlohnforderungen liegen alle darunter. Sie berücksichtigen offensichtlich nicht die Vorstellungen von LohnarbeiterInnen.Ein Alleinstehender hätte mit 10 € brutto einen Nettomonatslohn von 1.122 € (bzw. 1.670 € brutto bei 38,5 Stunden die Woche und 14% Krankenversicherungsbeitrag).Dieser Betrag liegt

* rund 20% über dem Alg II-Niveau eines vollzeiterwerbstätigen Alleinstehenden (im Durchschnitt 942 €: 347 € Regelsatz + 315 € Warmmiete + mindestens 280 € nicht als Einkommen angerechneter Freibetrag vom Erwerbseinkommen),
* rund 20% über dem Betrag, der als Armutsrisikogrenze in Deutschland gilt (938 €),
* rund 13% über dem Betrag, der bei einem Alleinstehenden nicht gepfändet werden darf (989,99 €).

10 € brutto – immer noch ein Niedriglohn
International gelten als Niedriglohn zwei Drittel des Wertes, der von der Hälfte aller Bruttolöhne erreicht wird. Danach ist ein Bruttolohn von 1.670 € ein Niedriglohn. (T. Kalina, C. Weinkopf, Mindestens sechs Millionen Niedriglohnbeschäftigte in Deutschland, IAT-Report 2006/03, 3)
10 € reichen nicht, wenn man Kinder hat
10 € brutto decken selbst bei einer Gesamtarbeitszeit der Eltern von 66,5 Stunden in der Woche nicht die vollen Unterhaltungskosten einer vierköpfigen Familie auf Hartz IV-Niveau.Beispiel: Familie Müller hat zwei Kinder unter 18. Bei einer durchschnittlich als angemessen anerkannten Warmmiete von 488 € haben sie je nach Alter der Kinder einen Alg II-Bedarf zwischen 1.529 und 1.669 €. Wenn Frank M. 38,5 und Eva M. 28 Stunden die Woche für 10 € brutto die Stunde arbeiten würden, würde ihr Nettolohn zusammen 1.976 € (Steuerklasse III/V) betragen.Von Frank M.'s Lohn werden 310 €, von Eva M.&slquo;s Lohn 280 € nicht als Einkommen angerechnet. Angerechnet werden also nur 1.386 € (1.976€ - 590€). Je nach Alter der Kinder hätten sie allein mit ihren Nettolöhnen (d.h. ohne Kindergeld) noch einen Alg II-Anspruch zwischen 143 und 283 €.
10 € brutto – knapp an der Armutsrente
10 € brutto ergeben (bei 38,5 Wochenstunden) einen Jahresverdienst von 20.040 €. Das entspricht nur etwa 68% des gegenwärtigen durchschnittlichen Bruttojahresentgelts. Pro Versicherungsjahr würden damit in Westdeutschland 68% des gegenwärtigen Rentenwerts von 26,27 € oder rund 18 € erzielt. Bei 40 Versicherungsjahren erreichen Männer eine Rente von 720 €, Frauen bei 30 Jahren eine Rente von 540 €.
All das zeigt:
die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 10 € ist äußerst bescheiden!
Arbeitgeber: Wer von seinem Lohn leben will, macht sich arbeitslos
Arbeitgeber interessieren sich nicht dafür, ob man von seinem Lohn Miete zahlen, Kinder ernähren oder eine ausreichende Rente erarbeiten kann. Sie kaufen die Ware Arbeitskraft, um Gewinne daraus zu erzielen. Ein gesetzlicher Mindestlohn würde die Rendite des Kapitals schmälern. Die Arbeitgeber-Propaganda verschleiert die Profitgier und nennt den gesetzlichen Mindestlohn "beschäftigungsfeindlich". Lohnabhängige, die danach streben, über den Lohn das soziale Existenzminimum zu decken, machen sich angeblich selbst arbeitslos.Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) kämpft, solange es geht, gegen einen gesetzlichen Mindestlohn, damit Unternehmen ungehindert Löhne unterhalb des Existenzminimums zahlen und Arbeitskräfte auf staatliche Lohnzuschüsse z.B. über Hartz IV verweisen können. Auch Kombilöhne erhöhen die Prozentsätze der Renditen.
Arbeitslosigkeit wegen zu hoher Löhne?
Arbeitgeber behaupten, dass die Massenarbeitslosigkeit nur eine Folge zu hoher Löhne sei. Schon bei einem Armutslohn von 7,50 € malen sie das Drohbild Hunderttausender Arbeitsloser an die Wand. (BDA kompakt, Juli 2007)Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten jedoch ist in Deutschland von 29,5 Mio. im Jahre 1991 auf 23,2 Mio. im Jahr 2006 gesunken (IAB-Kurzbericht 5/2007, 8), obwohl es keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt und die Nettoreallöhne im Durchschnitt gesunken sind. (FAZ 25.09.2007, 11)Die Nachfrage nach Arbeitskraft sinkt eben nicht wegen zu hoher Löhne. Sie sinkt aufgrund technischer Fortschritte und höherer Produktivität, aufgrund von Fusionen und Kapitalexport in profitablere Auslandsmärkte und aufgrund des wachsenden Drucks von Finanzanlegern. Sie sinkt nicht zuletzt auch aufgrund von Krisen, mit denen die Überproduktion von Waren und Kapital alle Jahre wieder vernichtet wird.Das daraus folgende Überangebot an Arbeitskraft, d.h. die wachsende Arbeitslosigkeit, erlaubt es dann Arbeitgebern, das Lohnniveau immer mehr unter das Existenzminimum zu drücken.Um dieser Rücksichtslosigkeit der Käufer der Ware Arbeitskraft Schranken zu setzen, brauchen wir dringend einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens zehn Euro.
Gesetzlicher Mindestlohn von mindestens zehn Euro
statt Kombilöhne und Lohnsubventionen mit Hartz IV!

* Aktionsbündnis Sozialproteste (ABSP) • fon (0551) 9964381 • info@spamdie-soziale-bewegung.de • http://www.die-soziale-bewegung.de
* Attac Aschaffenburg • c/o Peter Diehl • Hinterm Hag 19b, 63762 Großostheim • http://www.attac-aschaffenburg.de
* Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen e.V. (BAG-SHI) Moselstr. 25 • 60329 Frankfurt • fon (069) 27 22 08 96 • info@spambag-shi.de • http://www.bag-shi.de
* Erwerbslosen Forum Deutschland, Vorsitzender: Martin Behrsing, • Schickgasse 3, 53117 Bonn • fon (0228) 24 95 59 4 • info@spamerwerbslosenforum.de
* Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, •
o Landesverband Hessen • Zimmerweg 12 • 60325 Frankfurt am Main • http://www.gew-hessen.de
o Landesverband Bayern • Schwanthaler Str. 64 • 80336 München • http://www.gew-bayern.de
* Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken c/o Hans Kroha • Max-Planck-Straße 64 a, 63500 Seligenstadt • Hkroha@spamt-online.de • http://www.labournet.de/GewLinke
* Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne (RMB) • fon (069) 74 01 69 • info@spamrhein-main-buendnis.de http://www.rhein-main-buendnis.de
* Tacheles e.V., Luisenstr. 100, 42103 Wuppertal • fon (0202) 31 84 41 • info@spamtacheles-sozialhilfe.de • http://www.tacheles-sozialhilfe.de
* ver.di Bezirkserwerbslosenausschuss Südhessen • Rheinstr. 50, 64283 Darmstadt • http://suedhessen.verdi.de.

Stand: November 2007Nachdruck und weitere Verbreitung erwünscht!V.i.S.d.P. u. kostenlose Bestellung: Rainer Roth • Berger Str. 195 • 60385 Frankfurt • info(at) klartext-info.de




Phoebe ...
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...   Erstellt am 15.03.2008 - 21:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Sehr schön erläutert.
Die Wirtschaft kennt übrigens noch einen Grund für die Arbeitslosigkeit, die "Kaufzurückhaltung der Deutschen". Würden diese endlich mal mehr Geld ausgeben, dann würde die Wirtschaft in Fahrt kommen und man könnte mehr Job schaffen und höhere Löhne zahlen. Aber so ist man ja gerade zu gezwungen, den Lohn zu kürzen, um die Arbeitsplätze zu erhalten.
Sind das nicht echte Menschenfreunde? Haben immer nur das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn und niemals ihr eigenes.

Ich finde auf diesen zum Teil selbstgemachten Kaufkraftverlust sollte man auch nochmal eingehen.




Umlaut 
Durchstarter
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...   Erstellt am 07.07.2008 - 14:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Mitte der 90ziger Jahre hatte ich für 21,78,-DM Stundenlohn gearbeitet. Auf dem Bau. Das war Tariflohn. Raus hatte ich um die 2800,- DM Netto!
Damit konnte ich damals gut auskommen.
Wenn man das durch ca. 2 teilt und auf Euro rechnet, denn in etwa so kann man das tun, wäre das heute ca. 11,- Euro/Stunde und 1400,- Euro Netto Monatslohn.

Aber wie Viele einwenden werden, sollte man so nicht rechenen, weil der Euro viel stärker ist.
Natürlich, wenn die Löhne mit dem Euro gestiegen wäre, dann wäre heute auch nicht alles doppelt so teuer.
Wenn also hier Gerechtigkeit herrschen soll, dann müßte der Stundenlohn ebenfalls verdoppelt werden, aber mindestens 15,- Euro/Stunde Brutto betragen, und nicht 10,- Euro, wie vor 15 Jahren!!!
In Norwegen und Dänemark und andere EU Staaten geht das doch auch, damit die Löhne mithalten. Deutschland .... pffff
Das ist meine Meinung dazu.




Ottokar ...
Moderator
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...   Erstellt am 07.07.2008 - 16:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Phoebe schrieb

    Die Wirtschaft kennt übrigens noch einen Grund für die Arbeitslosigkeit, die "Kaufzurückhaltung der Deutschen". Würden diese endlich mal mehr Geld ausgeben, dann würde die Wirtschaft in Fahrt kommen und man könnte mehr Job schaffen und höhere Löhne zahlen. Aber so ist man ja gerade zu gezwungen, den Lohn zu kürzen, um die Arbeitsplätze zu erhalten.
    Sind das nicht echte Menschenfreunde? Haben immer nur das Wohl der Arbeitnehmer im Sinn und niemals ihr eigenes.

    Ich finde auf diesen zum Teil selbstgemachten Kaufkraftverlust sollte man auch nochmal eingehen.


Wenn jemand in den Chefetagen so etwas äußert, dann sollten ihm sämtliche Abschlüssen aberkannt werden, denn dann hat er die Grundzüge des Wirtschaftssystemes nicht verstanden.
Über das Problem, das wir heute haben, wurde schon vor 150 Jahren dicke Bücher geschrieben.
Durch die fortschreitende Automatisierung wurde die Ware Arbeitskraft immer weniger nachgefragt, aber durch die immer bessere Versorgung gibt es immer mehr Menschen.
Durch das Überangebot der Ware Arbeitskraft ist zudem deren Wert dramatisch gesunken.
Dies hat dazu geführt, dass die Kaufkraft der Ware Arbeitskraft enorm gesungen ist und mehr Waren produziert werden, als man verkaufen kann.

Die Kaufkraft derjenigen, deren Arbeitskraft nicht benötigt wird, ist sogar fast auf NULL gesunken, denn diese haben kein Geld, um sich die vom Kapital angebotenen Waren zu kaufen, weil ihnen eben ihre Ware "Arbeitskraft" niemand abkauft. Und wer keine Waren verkaufen kann, geht Pleite.
Da im Grundgesetz aber die Pflicht des Staates zur Sicherung eines Existenzminimums eines jeden Bürgers verankert ist, können diese Pleite gegangenen Bürger gerade so eben überleben - aber eben mit einer kaum feststellbaren Kaufkraft.

Da das Kapital somit immer weniger Waren verkaufen kann, muss sie für die, welche sie verkauft, die Preise erhöhen, um den Profit gleich groß zu halten.
Das wäre die erste Stufe der Preisspirale.
Will das Kapital seinen Profit steigern und kann die Ausgaben nicht senken, muss es die Preise noch mehr erhöhen. Das wäre die zweite Stufe der Preisspirale.
Ebenso muss es die Preise erhöhen, wenn seine Ausgaben steigen. Das wäre die dritte Stufe der Preisspirale.

Das sind die Ursachen des anhaltenden Preisanstieges, aus dem es kein Entkommen gibt - es sei denn, die Ware Arbeitskraft wird wieder stärker nachgefragt und steigt im Wert. Das wäre aber nur bei einer Verknappung der Ware Arbeitskraft möglich, da die Geburtenrate aber weit über dem Bedarf liegt, ist das ausgeschlossen.
Damit gibt es nur einen Ausweg: eine Umverteilung des Geldes nach unten, um die Kaufkraft wieder zu erhöhen.
Ein funktionierendes Modell dafür gibt es aber nicht, denn dazu wäre es nötig, dass das Kapital auf einen Teil seines Provits verzichtet, was es aber freiwillig nicht tut. Und der Staat kann hier keine Pflicht zum Provitverzicht in Form einer Steuer schaffen, da dies die dritte Stufe der Preisspirale in Gang setzen würde.
Möglich wäre das also nur in Form einer freiwilligen Selbstregulierung des Kapitals. Dazu wäre aber eine Menge Nationalstolz erforderlich, um seine Provitgier dem Staatsinterersse unterzuordnen. Aber so etwas wie Nationalstolz, hiermit meine ich wohlgemerkt keinen Rechtsextremismus, ist dem Kapital, gerade in Zeiten umfassender Globalisierung, schon lange abhanden gekommen.
Also versucht der Staat stattdessen die Gruppe derer, die ihre Ware Arbeitskraft nicht mehr verkaufen können weil sie keiner haben will, langfristig einzudämpfen, u.a. indem die Kinderversorgung für diese Bürger finanziell erheblich erschwert wird und diese Bürger sich deshalb entschließen, auf Nachwuchs zu verzichten.

Wer hier die Schuld auf den schiebt, dem seine Ware Arbeitskraft nicht abgekauft wird, der verdreht bewusst die Tatsachen um seine Schuld zu verbergen.

[Dieser Beitrag wurde am 07.07.2008 - 17:02 von Ottokar aktualisiert]




Dino 
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...   Erstellt am 07.07.2008 - 20:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Gelesen....

Da muß ich Umlaut recht geben.

Zutreffende Erlebnise:

Ich Zeitarbeiter mit Tariflohn von 9,04.
Einsatzfirma, Lehrling wird Geselle und bekommt Vertrag mit 7, 9x Euro Stundenlohn.
Ich habe ihm vorgeschlagen, bei der Zeitarbeitsfirma anzufangen, da bekommt er mehr...

Wegen Terz mit der Arge meckert meine Partnerin dort,
SB sagt, sie könne doch mit 5 Euro Stundenlohn zufrieden sein, ist doch ein guter Lohn....

Das man durch Arbeitskraft kaum zu Reichtümern kommt, wissen wir schon lange. Aber das ein Einkommen als Handwerker mit Verantwortung nicht reicht, um eine Familie zu ernähren, das weis ich erst seit Beginn meiner Bedarfsgemeinschaft.

Und seit dem weis ich ach, das Medien unzuverläßig sind, Medien, die nicht nur B**d heißen.

Und das Behörden und Ämter ungesetzlich handeln habe ich auch gelernt.

Aber ich bin SELBER daran Schuld!
Ich muß eben auf Familie, Mobilität usw verzichten und Tag und Nacht arbeiten. Da komme ich vieleicht so durch.

Ist es Wut oder Trauer, die mir den Schlaf raubt?

Dino




underdog ...
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...   Erstellt am 18.07.2008 - 18:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Dino schrieb


    Ich muß eben auf Familie, Mobilität usw verzichten und Tag und Nacht arbeiten. Da komme ich vieleicht so durch.



Aber Dino,

das ist doch verboten.....
als Kraftfahrer DARF ich zum Bleistift im Durchschnitt nur 48 Stunden pro Woche arbeiten..... Ist EU-Vorschrift sogar. ($21 Arbeitsschutzgesetz).
Der Rest der Woche ist Freizeit und Vergnügen und manchmal etwas körperliche Ertüchtigung. Sogenannte Ruhezeit, Lenkzeitunterbrechung und so Scherze.
Jaja, Autofahren macht halt mehr Spass als Arbeiten. Und ... ich sitze eh meistens vor meinem Bett und schaue zum Fenster raus (wenn ich wieder nen Job hab)

Grüsse Martin




Dino 
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...   Erstellt am 20.07.2008 - 16:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Martin und die freundlichen Mitleser

Okai, mehr als 50 Stunden sind ********
Nehmen wir mal 5 mal 10 Stunden plus 5 mal 45 Min Pause. Rückfahrten von Baustelle sind lt. Arbeitgeber !keine! Arbeitszeit. sagen wir mal 30 Min. am Tag.
= 56 Std und 15 Minuten.
Arbeitswege von 2 Stundne einfache Strecke sind zumutbar. 56:15 + 10 = 76:15 Stunden.
Geld reicht nicht, also Nebenjob (Zeitungen austragen)
(War zwischen Trennung und Scheidung von 1. Frau)
Hin, auf Bündel warten, zum Zustellbezirk, verteilen und Rückweg, sagen wir mal 2:30 Stunden an 6 Tagen.

76:15 + 15 = 91:15 Stunden für eine Woche


Das ist ein Beispiel für Arbeiter, vermutlich kann jeder Selbstständige dir vergleichbares liefern

Alles im legalem Rahmen.....

So etwas nenne ich "Tag und Nacht arbeiten"
Bei so etwas hätte ich eh keine Zeit für Partnerin und Kinder, hätte sich Hartz eh erledigt.




underdog ...
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...   Erstellt am 21.07.2008 - 09:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Hallo Dino,

sorry, ich hatte die Satire-Tags vergessen zu setzen.



MfG Martin




Phoebe ...
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...   Erstellt am 07.08.2008 - 04:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Ottokar schrieb

    Das sind die Ursachen des anhaltenden Preisanstieges, aus dem es kein Entkommen gibt - es sei denn, die Ware Arbeitskraft wird wieder stärker nachgefragt und steigt im Wert. Das wäre aber nur bei einer Verknappung der Ware Arbeitskraft möglich, da die Geburtenrate aber weit über dem Bedarf liegt, ist das ausgeschlossen.


Tja, es gebe da die eine oder andere Möglichkeit, die Ware Arbeitskraft wieder stärker gefragt zu machen, allerdings sind so etwas dann weniger zivilisierte Methoden.





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