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msunbelievable
unregistriert

...   Erstellt am 23.04.2008 - 21:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Oherjemine.
Ich wollte einfach gerne eine Fiction hier posten, damit ich mal aktiv werde , aber ich musste irgendwie mir selbst eingestehen dass ich in den letzten Jahren sehr unproduktiv war ;D
Also eine etwas ältere FF von mir, mein Schreibstil und die Handlung gefallen mir nicht sonderlich gut, deshalb kann ich Kritik auch verstehen. Falls ihr mehr lesen wollt, eine etwas längere FF ist auf meinem Profil.

Klickeeen & Leeseeen

Du machst mein Leben zum Kartenhaus
& ziehst die unterste Karte raus.




Written by: Leni x3 aka Sarah aka Leni aka Lama

Pairing:
Bill/Tom

Idee: Kommt von Kartenhaus von Silbermond. Ein wunderbarer Song, mit einem Text voller Poesie und Gefühle.

Warnings:
Depri/Kitsch

Beta:
Meine wunderbare Tasha aka Mo0n aka Kamel. Sie ist ein wunderbarer Mensch und hat eigentlich immer ein Ohr offen für mich. Außerdem meinte sie, dass ihr die FF gefällt

Widmung: Kameli. Weil sie ein wunderbarer Mensch ist. Ganz ohne großen Grund bekommt sie diese Widmung ;D Ich hab sie einfach gern (:

A/N: Eine etwas ältere FF, aber Kameli meinte, sie gefällt ihr, also habe ich sie on gestellt.

***

„Ich such nach dem, was mich vergessen lässt,
dass es in meinem Leben dunkel ist,
und dass die Nacht den Tag besetzt
und mir keinen Funken Licht mehr lässt...“


Ich umschließe die wärmende Tasse, auf welcher mein Name steht, mit meinen kalten, schmalen Händen und schaue so lange in den heißen, zur Decke aufsteigenden Dampf, dass meine Augen anfangen zu brennen.
Langsam atme ich aus und lehne mich an die Wand, gucke aus dem Fenster und sehe –
Nichts.
Würde ich meine Gefühle beschreiben, könnte ich genau das sagen, - sieh aus dem Fenster - ‚Nichts’.
In mir ist alles leer, weder Trauer, noch Hass, Liebe, Reue oder sonst all das, was man alltäglich als normal empfindet.
Der Schnee -
die Kälte.

Das, was mich umgibt, was ich tagtäglich von allen bekomme -
Kälte.

Mein Blick schweift auf einen kleinen Spielplatz, bedeckt von dem endlosen Weiß, das in dicken Schichten fällt.
Die alte, rostige Schaukel wurde schon lange nicht mehr benutzt, genauso die Rutsche, die Wippe oder auch der Sandkasten, welcher wohl schon längst in die Jahre gekommen ist und nun mehr als Katzenklo dient.

Dennoch hängen an genau diesem Ort Massen von Erinnerungen, die ich niemals gegen auch nur das Kostbarste der Welt eintauschen würde.

Ich bin selbst jedes Mal aufs Neue überrascht, wie sehr ein Ort einen in seine Aura ziehen kann und das ganze Leben verändern.

Wie wertvoll einem ein alter Kinderspielplatz erscheinen kann, wenn man so viele Jahre auf ihm gespielt hat.

„...Mir fehlt nichts und doch fehlt mir viel.
Ich bin zu schwach um noch mal aufzustehen
und zu stark um hier zu liegen...“


Ich würde nicht sagen, dass ich mein früheres Leben vermisse, es noch mal durchleben wollen würde.
Auch sind die Gedanken, Erinnerungen und Gefühle weitgehend negativ, aber doch gehörte diese Zeit zu der besten und gleichzeitig schlechtesten meines Lebens.
Es ist doch sinnlos, dieser hinterherzusehen, sie nicht vergessen zu wollen oder können, obwohl einen alles innerlich zerreißt.

Man wünscht sich nichts sehnlicher als einfach wieder ein normales Leben zu führen, normal auf die Straße gehen zu können ohne zu denken, jeder guckt dir hinterher, jeder weiß, was du durchlebt hast, und jeder hat Mitleid mit dir.
Ich will da nicht raus, aber ich muss – irgendwann…

***


„..Jetzt bin ich aufgewacht,
halt das Licht in meinen Händen,
hab schon nicht mehr dran gedacht,
dass sich das Blatt noch mal wendet...“


„Komm! Setz’ dich zu mir“, lächelst du freundlich und deutest auf die Schaukel neben dir.
Starr wie ein Brett folge ich deiner Anweisung; das alte Gerüst knirscht, als ich mich niederlasse.
Über uns beiden erstreckt sich der Nachthimmel mit Millionen kleiner Sterne.
„Bill, was ich dir sagen wollte…“ Ich schlucke, mein Hals ist plötzlich so trocken. Mein Blick haftet an dem Sand unter mir, so als wäre dieser plötzlich furchtbar interessant...
„Was ich dir sagen wollte…“ Wieder setzt du an, etwas zu sagen. Ich gucke dich immer noch nicht an, würde nur wieder versinken in deinen Augen, deiner Mimik, dir.

„Also Bill, ich weiß nicht so recht, wie ich dir das sagen soll, einfach so ins Gesicht…“ Nervös spielst du mit deinen Fingern; das sehe ich von der Seite.
“Was sagen, Tom?!“ Ein Blick in dein Gesicht, und ich verstumme wieder.

Du holst tief Luft, schaust kurz in den Himmel auf, ein kleines Flehen?
“Kennst du das Gefühl, jemanden gerne zu mögen? Diesen Jemand für sich haben zu wollen? Du weißt genau, dass du ihn über alles liebst, aber weißt, dass es ihm nicht so geht?“

Ich nicke mit dem Kopf.
„Aber dich zerreißt es, ihn nur als Kumpel zu haben, obwohl du doch weißt, dass…“ Du stockst, hebst meinen Kopf zu dir an und schaust mir direkt in deine Augen.

„Ich…“ Deine Lippen bewegen sich langsam, deine Stimme ist ganz leise.
„Ich…“ Der Mond scheint etwas in dein Gesicht, du siehst aus wie nicht von dieser Welt, ein wunderschöner Engel, „Liebe dich…“, flüsterst du, streichst mit deinem Daumen kurz über meine Lippen und küsst dieselbigen dann.
Mein Engel…

...“Du hast mein Leben neu gemacht,
steckst mich an mit deiner Kraft.
Du machst alles so lebenswert,
ich will mich nicht dagegen wehren.
Du hast eine Kerze aufgestellt
und bringst das Licht in meine Welt,
machst mein Leben zum Kartenhaus,
auf dir aufgebaut...“

Ich liege im zurzeit kalten Sand, du auf mir.
Deine Augen schauen direkt in meine.
Mir ist kalt und heiß.
Wenn ich einatme, zittert mein ganzer Körper.
„Pssst…“ Beruhigend legst du deinen Zeigefinger auf meine Lippen, und ich schließe meine Augen.

„Ruhig… Denk an was Schönes…“, hauchst du und küsst leicht meine Wange.
„Aber“, ich lächle und suche deinen Mund, „das ist es doch… Das ist schön…“, meine ich und spüre wieder deine Lippen auf meinen.
Wie sie mich sanft, weich und vorsichtig küssen.

Alles scheint blasse Vergangenheit, was zählt ist die Gegenwart.
Mein vorheriges Leben ist weggeblasen, vergessen.
Du bist jetzt meine Basis, du bist das, was mir bis jetzt immer gefehlt hat.
Das letzte Puzzlestück, die letzte Seite eines Romans, das Ende.

Das Ende von allem, meinem Leben, denn ich weiß genau, dass ich dich jetzt immer brauchen werde.

***

„...Wie jedes Wort eine Stimme braucht,
wie der Mond in jede Nacht eintaucht,
wie jede Wahrheit ihr Angesicht,
genauso brauch ich dich.
Du bist der Wind und du trägst mich hoch,
und ich weiß, du kannst mich fliegen sehen
und auch mit einem Wort zum Absturz zwingen.
Bin wieder aufgewacht,
mit der Dunkelheit in meinen Händen,
das hätt’ ich nie gedacht,
dass sich das Blatt wieder wendet...“


„Bill, das mit uns…“ Diesmal scheint die Sonne, es ist Herbst, fast ein Jahr vergangen. Wieder sitzen wir auf den Schaukeln.
Der Beginn - aber ich ahne, dass diesmal wenig Gutes geschehen wird.
„Was ist mit uns?“ Ich grinse leicht, merke aber, wie du dies keineswegs wahrnimmst, sondern leer durch mich durchguckst.
„…ist zu Ende!“ Deine Stimme klingt rau, gebrochen, aber keinesfalls verletzt.
Das ist das einzige, was mich in diesem Moment richtig schockt, nicht mal die Aussage, sondern wie du sie rüberbringst.

„Bedeute ich dir denn nichts?“, frage ich dich und schlucke die Tränen runter, die laufen wollen.
Du beißt dir auf die Unterlippe.
„Aber…“ Ich stocke, nicke.
„Ich verstehe“, meine ich, flüstere nur noch ganz leise.
Zum lauteren Sprechen fehlt mir die Kraft, ich bin leer.

Du guckst mich an mit so viel Selbstbewusstsein, dass es schmerzt, stehst auf und verlässt den Spielplatz ohne dich umzudrehen, ohne nach mir zu gucken, nachzudenken, was ich jetzt machen werde, ohne eine Begründung.

Ich bin ratlos.
Am Ende.
Bis ich das erste Mal bemerke, wie unsicher und unscheinbar das Wort ‚Ende’ ist.

Man denkt, man hat es geschafft, und wieder werden einem Steine in den Weg gelegt, wieder wird die Messlatte höher gelegt und die Ansprüche größer.
Man kann nie wissen, wann man das Ende gefunden hat.
Außer in einem Buch existiert so etwas nicht.

***

„..Du hast mein Leben ausgemacht,
und dir nichts dabei gedacht.
Du warst der Sinn und der Lebenswert,
und jetzt ist all das nichts mehr wert.
Du löschst meine Kerze einfach aus,
weil du sie nicht mehr brauchst“



Und jetzt sitze ich hier, denke an die Erinnerungen, die mir so viel bedeuten und doch alles kaputt machten.
Ich nehme einen Schluck Tee aus der Tasse.
Die Wärme durchströmt sofort meinen Körper, hilft jedoch nicht viel, die Leere in mir zu füllen.
Das Gefühl, innerlich tot zu sein, ist schrecklich.

Wieso tun wir uns so was überhaupt an?
Wieso verlieben wir uns?

Große Liebe’ - existiert die überhaupt?

Man lernt aus Fehlern, aber wieso tun diese so weh?
Gibt es keine andere Lösung?
Solide und doch schwerwiegende Fragen, die ich mir bis heute nicht beantworten kann.
“Bill, kommst du? Tom ist da…“, lächelt meine Mutter und öffnet die Tür einen Spalt.
Reden über Fehler ist wohl die bekannteste Lösung. Als normale Menschen, sich selbst fast fremd, über Geschehenes Reden.

...“machst mein Leben zum Kartenhaus,
und ziehst die unterste Karte raus!“




__

ABC die Katze läuft im Schnee , oder so.

X_x'





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