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besucherin unregistriert
| Erstellt am 10.06.2009 - 08:30 |  |
und schon wieder ein traditions unternehmen, der diesen bitteren weg gehen muss.
tausende beschäftigte bangen um ihren job.
der union lobt herrn guttenberg für seine konsequenz, der kleine mann versteht nur bahnhof.
da werden millionen und abermillionen als vorzeitige wahlgeschenk, getarnt als *abwrackprämie* ausgegeben, ein marode bank bekommt bürgschaften und ebenfalls millionen, aber man lässt mit sehende auges so hertie wie karstadt über der jordan gehen.
(was hätte man alles mit diesen geld machen können, z.B. in bildung oder schulbereich)
gestern sagte in berliner runde jemand, *die lokalpolitiker, beklagen sich über die verödung der innenstädte, genehmigen aber in gleichen atemzug irgend einkaufssilos auf die grüne wiese*.
frau schikedanz wäre es ein leichtes gewesen zu helfen, aber so wird sie wohl *hohe verluste* einfahren.
nein, zu hartzIV empfängerin wird die dame nicht, gott sei gedankt.
was aus der arcandor flaggschiff KaDeWe wird, wissen nur die götter und die investoren.
man kann nur hoffen, dass es keine leichenfledderei betrieben wird, wie anno tobac beim hertie.
die britische eigentümer haben ihren schnitt gemacht, und jetzt lassen die hertie über die klinge springen.
was und welches unternehmen kommt als nächstes??????
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Angela 

Status: Offline Registriert seit: 01.01.2008 Beiträge: 547 Nachricht senden | Erstellt am 10.06.2009 - 08:34 |  |
Judith, ist das KaDeWe ab heute geschlossen oder alle Karstadt Häuser?
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Robert 

Status: Offline Registriert seit: 25.08.2008 Beiträge: 351 Nachricht senden | Erstellt am 10.06.2009 - 09:03 |  |
Die Vorstellung, dass Karstadt Häuser, Hertie Häuser, Quelle Häuser, Wehmeyer, Neckermann demnächst leer stehen könnten, muss für die Stadtverantwortlichen ein Alptraum sein.
Mit Insolvenz von Kaufhausketten wird eine drohende Verödung der Innenstädte wird ja immerzu mit dieser Insolvenz in Verbindung gebracht.
Es gibt auch Menschen, die sagen, selbst wenn es bei Karstadt brummen würde, unsere Innenstädte sind längst verödet. Die Veränderung in den Innenstädten ist seit Jahren zu beobachten. Hohe Mieten, keine Parkplätze, kein Grün sind einige Gründe dafür.
Die Familie Schickedanz wird genau so wenig wie die Familie Schäffler oder Porsche ihre Privatschatulle für die Menschen öffnen, denen sie einen Teil ihres Reichtums zu verdanken haben. Fehlentscheidungen und Gier von Managern treffen wieder einmal den Mitarbeiter.
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besucherin unregistriert
| Erstellt am 10.06.2009 - 09:08 |  |
Angela,
die häuser sind offen, der verkauf geht weiter.
neueste meldung:
spon schrieb
Der italienische Fiat-Konzern steigt beim insolventen US-Autobauer Chrysler ein - und nun zeigt ein Unternehmer aus Italien auch Interesse an dem, was aus einer Fusion zwischen Karstadt und Kaufhof entstehen könnte.
Investor Maurizio Borletti ist laut einem Bericht des "Handelsblatts" an einer Beteiligung an einem möglichen neuen deutschen Warenhauskonzern interessiert.
Nach der Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor plant der Chef des Rivalen Metro , Eckhard Cordes, die Übernahme der Karstadt-Häuser, um sie mit der eigenen Tochter Kaufhof zusammenzulegen. Dabei prüft der Manager laut "Handelsblatt" bereits den Weiterverkauf des dabei entstehenden neuen Warenhauskonzerns an einen ausländischen Käufer.
"Wir wollen einen starken Kaufhauskonzern bauen", sagte Metro-Chef Cordes am Dienstagabend dem ZDF. "Wir haben ein kurz- und mittelfristiges Ziel, dieses neue Ganze zu schaffen, und ich glaube sogar, und da bin ich jetzt ganz tollkühn, dass es die Möglichkeit geben könnte, ein solches neues Unternehmen an die Börse zu bringen", betonte der Metro-Chef im "heute-journal". Metro sei aber nicht auf Schnäppchenjagd, sondern wolle einen "fairen Kaufpreis" zahlen.
Der Konzern um die traditionsreiche Kaufhaus-Kette Karstadt könnte nun - 128 Jahre nach der Gründung des ersten Hauses - zerschlagen werden. Rund 43.000 Beschäftigte der Karstadt-Mutter Arcandor bangen um ihre Arbeitsplätze. Die Geschäfte laufen aber weiter. Das erfahrene Duo aus Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und dem eigens ernannten Arcandor-Bevollmächtigten Horst Piepenburg soll unter dem Schutz des Insolvenzverfahrens Arcandor sanieren und möglichst viele Stellen erhalten.
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Paula 

Status: Offline Registriert seit: 23.04.2008 Beiträge: 1316 Nachricht senden | Erstellt am 10.06.2009 - 18:59 |  |
Da ist nun eingetroffen, was sich seit dem Wochenende schon abgezeichnet hat.
Im Unternehmen selbst läuft der Geschäftsbetrieb erst einmal weiter, während an der Börse die Aktien nach einem steilen Sturz vorübergehend herausgenommen wurde.
Die Gehälter der Beschäftigten sind bis August gesichert.
Natürlich blutet das Herz bei der Vorstellung, die erste Liga der glitzernden Warenhauswelt.
Aber, sind wir nicht alle etwas schuld daran? Haben wir Kaufhäuser und Versandhäuser nicht schnöde im Stich gelassen ? Gehören wir nicht auch zu denen, die den Internetumsatz in den letzten Jahren in Höhe gehoben haben?
Ziehen wir nicht, aus welchen Gründen auch immer ,die grünen Wiese Märkte der Innenstadt
vor?
Oder suchen nach Schnäppchen bei ebay?
Und jetzt jammern wir, nachdem die Insolvenz daher schleicht, vermeintlich wie der Tod persönlich. Welch eine Heuchelei.
Ich bin der Meinung, die Insolvenz kann sich als Retter erweisen, das haben die Berater unserer Politiker richtig erkannt, denn die Karstadt Krise ist nicht ausschließlich ein Missmanagement, da bin ich mir ganz sicher. E ist ein Strukturproblem.
Sollten Karstadt und Kaufhof zusammen kommen, stehen die Chancen für ein Happy End sehr gut.
Für mich sieht die Insolvenz nicht so düster aus, wie uns die Arbeitnehmervertreter und die SPD glauben machen will.
Thomas Cook ist der Mercedes unter den Reiseveranstaltern und wird es auch bleiben.
Es wird keine Schwierigkeit geben, den Arcandor Anteil bei anderen Veranstaltern zu platzieren.
Genau so positiv bewerte ich die Versandsparte.
Sie hat weltweit einen guten Ruf.
Anlässlich der Geschwindigkeit in der das Unternehmen Arcandor auf sein Ende zugerast ist,
hat es zu keiner Zeit eine Chance gegeben, es aufzuhalten.
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<Minotaurus> unregistriert
| Erstellt am 11.06.2009 - 12:58 |  |
Alle genannten Argumente für "pro Karstadt" und alle Alpträume in Ehren, aber für mich stellt sich mehr die Frage: Brauchen wir wirklich all diese Konsumtempel?"
Wer um Himmels willen sollte denn dort immer mehr und immer mehr konsumieren? Noch dazu bei rückläufiger Konjunktur und einem gleichzeitigen auseinanderklaffen der Schere zwischen Arm und Reich?
Brauchen wir diese Konsumtempel zu unserer Selbstbefriedigung, sogar noch dann, wenn wir gar nicht in der Lage sind, dort etwas zu kaufen? Sozusagen als Schaufenster unserer Bedürfnisse?
Oder sollten wir lieber den Gesetzen der Marktwirtschaft Folge leisten und solche Einrichtungen eines natürlichen Todes sterben lassen?
Den unverhältnismäßig hohen Einsatz von Steuergeldern halte ich jedenfalls für nicht gerechtfertigt, denn wer seine Kunden nicht (oder nicht mehr) erreicht, der hat (meiner Meinung nach) seine wirtschaftliche Lebensberechtigung am freien Markt verwirkt.
Ein Konkurs wäre hier die logische und einzig richtige Konsequenz. Allerdings unter Einbeziehung des zuvor beiseite geschafften "Privatvermögens" dieser Bankrotteure!
Alles Andere ist nur eine künstliche Luftblase, die uns nur eine falsche Realität vorspiegelt. Diese allerdings in ziemlich schlillernden und verführerischen Farben, so daß so manches Herz bereits beim Gedanken an den Abschied davon schon blutet.
Oder sollte man das vielleicht eher "Krokodilstränen" nennen, denn genau dieselbe herzblutende Klientel kauft bereits seit vielen Jahren sehr preisbewußt über den Onlinehandel. Die dortigen Umsätze und die Ergebnisse sprechen für sich, denn der Strukturwandel hat (trotz aller Nostalgie) längst stattgefunden.
Ebenfalls "herzblutende" Grüße vom Mino. 
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