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Judith7 
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...   Erstellt am 11.05.2008 - 16:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





Der "Karneval der Kulturen"


ist eine multikulturelle Massenveranstaltung in Berlin, die seit 1996 alljährlich um das Pfingstwochenende herum im Ortsteil Kreuzberg gefeiert wird. Organisator ist die Werkstatt der Kulturen in Berlin.

Er entwickelte sich vor dem Hintergrund der wachsenden Internationalität Berlins und als Konsequenz der verstärkten Zuwanderung von Menschen aus allen Weltregionen.

Die Weltstadt Berlin ist heute ethnisch, religiös und kulturell heterogen geprägt und ist nach der deutschen Vereinigung in den Mittelpunkt des internationalen Interesses gerückt, auch als Symbol für den Weg zu einem vereinten Europa. Zeichen für einen aufkommenden Nationalismus und Rassismus werden seismographisch genau registriert, aber auch klare Parteinahmen für eine auf Akzeptanz und Toleranz aufgebaute Gesellschaft.

Als Stadt mit der höchsten Ausländerzahl (ca. 450.000) in Deutschland hat Berlin die Rolle einer "Integrationswerkstatt". Integration jedoch kann nur gelingen, wenn kulturelle Vielfalt, gegenseitiger Respekt und Toleranz tatsächlich erlebbar und erfahrbar sind. Berlin kann seine Internationalität als Chance begreifen und seine Rolle als Vermittler aktiv gestalten. Diese Überzeugung liegt der Idee des Karnevals der Kulturen zugrunde, der seit 1996 von der Werkstatt der Kulturen in Berlin-Neukölln initiiert und veranstaltet wird. Die Werkstatt ist ein Ort des Dialogs und der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalität, Kultur und Religion. Die Werkstatt versteht sich als Zentrum des wechselseitigen Kulturtransfers, sie will das künstlerische Potential der in Berlin lebenden Zuwanderer fördern, sichtbar, hörbar und erlebbar machen.

Der Karneval schafft einen integrierenden Handlungsrahmen für unterschiedliche kulturelle Initiativen. "Karnevaleske" Elemente finden sich in fast allen Kulturen. Das Kostümieren und Maskieren der Akteure, das Festlegen spezieller Rhythmen und Choreographien, die farbenprächtigen Umzüge in Gruppen auf der Straße sind volkstümliche Bräuche, die auch in Kulturen ohne spezifische Karnevalstradition zu finden sind.

Karneval ist Ausbrechen aus engen Verhältnissen. Karneval ist Stolz und Freude an der Selbstinszenierung, an der Selbstdarstellung im sozialen und kulturellen Zusammenhang einer Gruppe. Karneval fördert und stimuliert populäre Kunst und Kultur – und dies auf höchstem Niveau.

Wegen seiner spezifischen Dynamik, seiner kulturübergreifenden Geschichte und seiner Offenheit für neue Motive war es dem Karneval möglich, vom kolonialen Europa aus in den karibischen, südamerikanischen und afrikanischen Raum überzuspringen, um Jahrhunderte später in verwandelter Form seine Impulse zurückzugeben in ein kulturell, politisch und demographisch völlig neu strukturiertes Europa.

Der Berliner Karneval der Kulturen reiht sich ein in die Tradition neuerer Karnevals in Europa – wie dem Notting Hill Carnival in London und dem Rotterdamer Zomercarnaval –, ist aber aufgrund der Anzahl der beteiligten Nationalitäten und des breiten kulturellen Spektrums seiner Akteure weltweit einzigartig.

Der Karneval der Kulturen in Berlin ist offen für alle; er wird von Menschen jeglicher kultureller Prägung mitgetragen als Bestandteil einer urbanen, pluralen Kultur, der sie sich zugehörig fühlen. Er ist die Plattform, auf der die Akteure selbstbewußt ihre eigene kulturelle Identität präsentieren.

Die Einwanderer sehen den Karneval als eine Gelegenheit, Präsenz zu zeigen, Zugehörigkeit zu demonstrieren und Berlin seine Internationalität erleben zu lassen.

Der Karneval ist ein Fest aller Altersgruppen. Er integriert die Älteren genauso wie Kinder und Jugendliche vieler Nationalitäten. Unterstützt wird dieser Integrationsprozeß durch das Engagement vieler Migrantenvereine und Berliner Jugend- und Kultureinrichtungen, die als Multiplikatoren in ihrem jeweiligen Umfeld wirken.

In vielen ethnisch geprägten Karnevalsgruppen hat die intensive Auseinandersetzung mit der Kultur der Herkunftsländer und ihrer ethnischen Gemeinschaft in Berlin sowie die positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und ihre große Präsenz in den nationalen und internationalen Medien zu einem gewachsenen Selbst- und Gruppenbewußtsein geführt. Die Offenheit des Karnevalskonzepts bietet besonders Migranten die seltene Chance, sich unabhängig von ihrem sozialen Status aktiv einzubringen.

Gerade Jugendliche in multiethnischen Projekten identifizieren sich stark mit der Idee des Karnevals. In der Vorbereitungszeit entwickeln sie eine beeindruckende Bereitschaft zum kontinuierlichen, zielorientierten Arbeiten und zur konstruktiven Auseinandersetzung in der Gruppe. Die Freude an der Selbstinszenierung und -darstellung bei einem Fest, das sie mit so vielen Gleichgesinnten feiern, beeinflußt nachhaltig das Verhalten der Jugendlichen, führt zu gesteigertem Selbstbewußtsein und Verantwortungsgefühl für ihr Umfeld.

Die Idee des Karnevals wird von vielen kosmopolitisch denkenden und international agierenden Vertretern der elektronischen Musikszene mitgetragen, die einen wichtigen Teil der Sub- und Jugendkultur in Berlin bilden.

Mit dem Karneval der Kulturen ist es gelungen, kulturelle Vielfalt bundesweit als einen bereichernden Charakterzug der Hauptstadt Berlin zu präsentieren.

Karneval der Kulturen, c/o Werkstatt der Kulturen,
Nadja Mau, Ellen Haering & Stefanie Schatte, Wissmannstraße 32,
D-12049 Berlin, fon: +49.30.60 97 70-0/-22, fax: +49.30.60 97 70-13,
» info@karneval-berlin.de, » www.karneval-berlin.de

http://www.karneval-berlin.de/de/geschichte.7.html





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... und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Rajabeat ...
Redakteur mit Ehrenstern *
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...   Erstellt am 11.05.2008 - 18:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das würde mir gefallen.
In Wien haben sie wieder diese seltsame Parade, da muss man aber hauptberuflich schwul sein.

"Ich will auswandern." - Warum denn das? -
"Ja schau, früher war schwul sein verboten, jetzt ist es toleriert, aber bevor das Pflicht wird, da geh ich lieber."





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And in the end the love you take is equal the love you make

dieovonroissy ...

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...   Erstellt am 11.05.2008 - 22:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


igitt, raja ist Angehöriger einer spießigen Randgruppe, ein bekennender Hetero *s*




Rajabeat ...
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...   Erstellt am 18.05.2008 - 14:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Spiessig bin ich gar nicht, Lady O - ganz im Gegentum!
Gestern war in Wien der Life-Ball - was mich da stört ist lediglich ein Moderator des ORF, der bei jeder passenden und unpassendem Gelegenheit dem daran uninteressiertem Publikum kundtut, wie toll schwul er ist. Und Politiker, die aus christlicher Überzeugung gegen gleichgeschlechtliche Ehen sind tummeln sich zuhauf auf diesem Ball.
Also von mir aus kann der Moderator erzschwul sein und die Familienministerin eine Lesbe, das ist mir so was von wurscht - aber Beruf sollte man keinen draus machen.



So sieht ein Karikaturist inseren Kandesbrunzler und seinen Vize am Ball der Bälle.





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