AlNo unregistriert
| Erstellt am 27.12.2006 - 14:15 |  |
Das weiß ich nicht. Ich hörte wwas von nächstes Frühjahr.
Habe mir die 1.Staffel übrings gekauft.
Schön am Weihnachtstag die ersten beiden Folgen gesehen:Ja, kann was! 
Die Box ist sehr hübsch gemacht, 3 DVDs mit eiem ausfürlichen Booklet. Die technische Qualität ist auch gut.
Was ich bis jetzt beurteilen kann: man setzt hier nicht ganz so sehr auf Kurzweil wie in den Filmen, z.B. gibt es zu Anfang den langen Dialog zwischen Kara und Halef über die Bekehrung zum Islam. Halef darf sich sehr blumig ausdrücken. Stil und Handlung blieben nah am Roman.
Aber es wurde auch nie so lang, dass es mir auf den Senkel ging. Gelegentlich erzählt Kara Ben Nemsi kurz in Ich-Form aus dem Off.
Kara und Halef finden den toten Gallingre, lassen die beiden Mörder aber ziehen, folgen ihnen zum Wekil und dann die Salzsee-Überquerung. Die ist besser geworden als im Film.
Die Zeitungskrtik von damals, "ein Toter, zwei Kamele und fünf Beduinen so einfach habe Karl May es sich nie gemacht" konnte ich nicht nachvollziehen - im ersten Teil der Romanvorlage "Durch die Wüste" kommt doch auch gar nicht mehr vor!
[Dieser Beitrag wurde am 27.12.2006 - 14:19 von AlNo aktualisiert]
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AlNo unregistriert
| Erstellt am 30.12.2006 - 20:58 |  |
Ja, sowas ist halt immer subjektiv!
Die Qualität und die Gestaltung der DVDs sind gut.
Was schon mal moniert wurde, ist die als ärmlich empfundene Ausstattung der Serie - aber auch der Vorwurf hat sich aus meiner Perspektive nicht erhärtet.
Natürlich wäre es sher toll gewesen, wenn die Stambul/Istanbul-Szenen nicht nur einen Kanal in einem ärmlichen Viertel gezeigt hätten, sondern einen Kamerascwenk über das historische Stambul - aber wie soll das ein Serien-Budget hergeben?
Auch so eine Völkerschlacht wie in "Durchs wilde Kurdistan" geht natürlich nicht.
Die Negativ-Kritiken von der Erstaustrahlung kommen mir persönlich etwas überzogen, sogar etwas seltsam vor.
@ speziell Elspefan: sehr schöne, ruhig-geheimnisvolle Musik von Martin Böttcher.
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AlNo unregistriert
| Erstellt am 15.04.2007 - 22:20 |  |
„Kara Ben Nemsi Effendi“, 2.Staffel
Über Ostern habe ich sie komplett geguckt. Mein Kommentar dazu:
Erst mal das Negative:
Die Dramaturgie: in der Tat, die war nicht immer so gelungen. Gerade in den ersten vier Folgen kam sie mir etwas schlangenlinienförmig vor. Einige Sachen kamen hier etwas plötzlich, Bsp.: eine Folge endet mit dem Kampf der Aladschys. Er ist etwas kurz und sieht zumindest weniger anstrengend als im Buch aus. Zu Beginn der nächsten Folge erfährt man erst, dass Kara sich den Fuß verletzt hat.
Insgesamt leidet die Dramaturgie etwas darunter, dass sich gewisse Handlungsteile wiederholen: die Helden erfahren, dass ihnen eine Falle gestellt wird, entgehen dieser, die Bösen entfliehen wieder und irgendwie erfahren die Helden von einem neuen Ort, zu dem die Spur führt.
In den letzten beiden Folgen lässt die Dramaturgie wiederum etwas nach. Das Aufspüren der Schut-Höhle inklusive Falltür-Brücke und die Durchsuchung seines Anwesens sind spannend, jedoch die Figur des Schuts/Karanirwans ist, wie sogar des Begleitheft zugibt, misslungen: er taucht erst in der Höhle, leistet sich eine Schießerei mit Kara, versucht schwimmend zu entkommen und wird am jenseitigen Ufer von Kara überwältigt. In der nächsten Folge ist er als Gefangener bei der Hausdurchsuchung dabei, spricht aber nur zwei Sätze. An seiner Stelle schmiss man nahe liegender weise eine Puppe vom Felsen. Leider sieht dabei nur einen Schemen und Staub aufwirbeln. Leider keine Aufnahme vom in der Tiefe liegenden Schut. Als über 26 Folgen gesuchter, international operierender Bandenchef überzeugte der Auftritt leider überhaupt nicht, dabei sieht der Darsteller eigentlich so aus, wie ich mir den Schut/Karanirwan im Buch vorgestellt habe.
Mehr Raum nahm der Kampf Omar Ben Sadeks mit Hamd el Amasat ein. Dieser war als vermeintlich vertrauenswürdiger Gallingre-Angestellter Hamd en Nassr zum Schluss erschienen, als etwas plötzlich er, die hergelockte Mme. Gallingre und seine Begleiter anreisten.
Missglückt ist auch das Ende, als Stojko Vites, Lindsay, Mme.und M.Gallingre alle Kara ihren Dank ausprechen und Lindsay noch über Teeaufbrühen philosophiert, bevor m nächsten Morgen Kara dem traurig-leisen Halef Rih übergibt.
Etwas verwirrend wird es mit der großen Personenzahl der Verfolgten – der Mübarek, Barud el Amasat aus Stambul (Bruder des Gallingre-Mörders Abu en Nassr/Hamd el Amasat), der korrupte Gefängnischef Manach al Barscha, die Aladschy-Brüder und Afrit/Suef - , die meist nur schlecht, aus der Beobachtung heraus zu sehen sind, plus sonstigen Personen und den Hinweisen auf die nächste Station, die mitunter nicht sehr hervor gehoben wurden und von mir ein zweites Angucken erfordern.
Postives?
Gute Darsteller.
Gute Schauplätze.
„Lord Lindsay“ spricht lauter und gewinnt an Farbe.
Die Handlung schien mir doch sehr nahe an den Vorlagen zu sein und alle nennwerten Charaktere zu berücksichtigen.
Lediglich wurde aus dem Köhler Scharka ein Schwefelbrenner, wohl umständehalber. Falls ich mich nicht vertue, gingen Kara und Co. Direkt mit dem gefangenen Schut/Karanirwan in die Schut-Höhle, wo letzterer zu fliehen versuchte (?).
Es gibt drei elspereife Explosionen – die Hütte des Mübarek flliegt in Stücke, im Turm der alten Mutter knallt es und in der Schut-Höhle explodiert es, worauf die Helden verschüttet werden. Außerdem gibt es mehr Kampf-Action, nämlich in der Teufelsschlucht und beim Auftauchen der Eskorte von Hamd en Nassr/Hamd el Amasat.
Die Komik empfand ich gut dosiert.
Wurde schon in der ersten Staffel beim erschlagenen Hund Blut gezeigt, so ist das, im deutlichen Gegensatz zu den Kinofilmen, auch wieder der Fall, als z.B. Barud al Amasat in die Schlucht stürzt und Blut im schmalen Wasserrinnsal zu sehen ist. Also etwas härter als gewohnt, aber keine übertriebnen Gewaltdarstellung. Erst am Ende stößt der Bluträcher im Kampf den unter ihm liegenden Hamd das Messer in die Brust, was mich doch an die eltsame Gewaltablehnung denken ließ, die Bad Segeberg letztes Jahr Winnetou untergejubelt hatte.
Das ruhige Erzähltempo, ist beibehalten, langweilig fand ich es (abgesehen von o.gen.Kritiken) aber nicht.
An Bild-und Tonqualität hatte ich bei einer 30 Jahre alten Serie nichts auszusetzen.
Box, Begleitheft und Soundtrack-CD gefielen.
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