kazenogaara  Gaisuto no Ginta
     

Status: Offline Registriert seit: 17.03.2007 Beiträge: 610 Nachricht senden | Erstellt am 06.05.2007 - 19:36 |  |
Kapitel 9 – Oto Kitamuki
„Ich heiße Oto Kitamuki, bin 17 Jahre alt und ich will eine Ausbildung zur Ärztin machen, deswegen jobbe ich in dem Krankenhaus“, stellte sie sich vor, während die Drei durch die Stadt liefen, „Und wer seid ihr zwei?“
„Ich bin Ryoma Sakamoto, 19 und auf einer langen Reise durchs Land“, lächelte er sie an und zwinkerte ihr zu, aber sie wandte sich ab und blickte Ginta an.
„Also... ehm...“ stotterte Ginta, „ich heiße Ginta Sabekaze und bin 15 Jahre alt. Schön dich kennen zu lernen.“
Während seiner kleinen Vorstellung wurde er leicht rot.
Oto war ein bisschen größer als Ginta, hatte lange blonde Haare, und grau-blaue Augen.
Sie trug ein weiß-beiges Kleid.
„Danke, dass ihr mich gerettet habt. Ich bin euch was schuldig. Aber ich muss jetzt dringend wissen, ob alles in Ordnung ist mit dem Krankenhaus, wir sehen uns!“, verabschiedete sie sich und schon war sie verschwunden.
„Warte doch liebes Otolein!“, brüllte ihr Ryoma noch hinterher.
„Wir müssen ihr doch noch den Brief geben“, seufzte Ginta, „Dann müssen wir ihr wohl folgen.“
„Bleibt uns wohl nichts anderes übrig“, gab Ryoma zu.
Ginta schulterte seine Tasche und merkte, dass der klappbare Stab in seiner Tasche nicht sehr praktisch war.
'Gegen die Shal wird mir der als Waffe wohl noch hilfreich sein. Ryoma hat sein Schwert, also muss ich damit auskommen. Wo stecke ich ihn nur hin, sodass er schnell fassbar ist? Ah!', dachte er sich und steckte ihn unter seinen Umhang.
Die Beiden gingen weiter und merkten, wie kühl es langsam schon wurde.
„Sag mal Ryoma...“
„Was ist denn Ginta?“
„Weißt du, wie es zurück zum Krankenhaus geht? Ich kenne den weg nicht mehr“, murmelte er und vergrub sein Gesicht mehr in seinem Umhang, weil es ihm ein wenig peinlich war.
„Ach, da geht es bestimmt dort entlang!“, meinte Ryoma und zeigte in irgendeine Richtung.
„Von da sind wir doch gekommen“, wunderte sich Ginta, „Ich frag eben mal nach.“
Dies tat er auch, indem er einfach die Frau fragte, die gerade an ihm vorbei lief.
Wenige Minuten später standen sie auch schon vor dem Gebäude. Männer und Frauen liefen hin und her, trugen Sachen und einige waren dabei die Schäden zu reparieren.
Nicht weit von dem Geschehen entfernt, standen zwei alte Männer und sprachen mit Oto. Bei dem einen musste es sich wohl um den leitenden Chefarzt handeln. Sein weißer Mantel und sein weises Aussehen zeugten zumindest davon. Der andere Mann war etwas kleiner und dicker, hatte ebenfalls graues Haar und trug eine Brille. Ob das der Bürgermeister war? Die perfekte Chance für Ginta und Ryoma den sich Unterhaltenden ins Wort zu fallen.
„Entschuldigung“, unterbrach Ginta höflich das Gespräch.
„Ah, Ginta und Ryoma, ihr seid mir gefolgt?“
„Ja, wir müssen noch mit dir reden“, meinte Ginta.
„Das sind sie. Ginta Sabekaze und Ryoma Sakamoto, sie haben mich befreit und den Schurken gefesselt.“
„Was für eine Heldentat“, meinte der Chefarzt.
„Ich habe schon Leute geschickt, um ihn abzuholen, diesen Schuften“, sagte der andere Mann.
„Das war doch nicht der Rede Wert“, prahlte Ryoma.
„DU hast ja auch nur Oto befreit“, schmunzelte Ginta, doch Ryoma tat so, als hörte er nichts.
„Ginta, was war das, worüber du noch reden wolltest?“, erkundigte sich die Blonde.
„Ach genau“, er kramte den Briefkuvert aus der Tasche, „Dies soll ich dir eigentlich überreichen. Es ist von deiner Großmutter, sie meinte es wäre dringend.“
„Ihr habt meine Großmutter kennengelernt?“
„Ja, in der Hütte auf dem Weg hier her. Sie kann echt lecker kochen“, erklärte der der schwarz-haarige Schwertkämpfer.
Ginta übergab ihr den Brief und sie öffnete und las ihn sofort. Die Beiden beobachteten sie. Freute sie sich nun? Oder war sie traurig? Ständig wechselte ihr Gesichtsausdruck.
„Otochen, was ist denn los?“, fragte Ryoma besorgt.
„Da steht drin, dass ich zur Ausbildung im Med-Dorf zugelassen werde, mit persönlicher Einladung der Chefs, die dort zuständig sind...“
Sie fing fast zu weinen an, als Ryoma sie unterbrach: „Aber Otochen, das ist doch wunderbar, wenn du deine Ausbildung beginnen darfst!“
„Ryoma!“, mahnte Ginta ihn, „Jetzt lass sie doch erst einmal ruhig durchatmen...“
„Aber ich wollt doch nur...“, schmollte Ryoma und wandte sich dann jedoch wieder zu Oto.
„Aber... aber ich kann Großmutter doch nicht allein lassen“, nuschelte sie.
„Wir müssen noch mal bei ihr vorbei“, fügte sie noch hinzu.
„Und wie und wo machst du dann deine Ausbildung?“, fragte Ginta.
„Ach, weißt du. Ich träumte schon immer einmal Ärztin zu werden und das Med-Dorf, ist ein altes Dorf, dessen Tradition es schon immer war, sich mit Medizin auseinanderzusetzen. Die besten Ärzte des Landes, die bewundernswertesten Heiler, sie haben alle eine Ausbildung im Med-Dorf absolviert. Dazu muss ich mit einer Fähre auf einen anderen Kontinent, Ruterion. Schon als ich klein war, träumte ich davon, diese Chance zu bekommen und endlich habe ich sie!“, erklärte sie.
„Kann es sein, dass eine Fähre nach Ruterion fährt, von der Hafenstadt Vernezye aus?“, fragte Ginta, der sich wieder an die Worte des Barkeepers erinnerte.
„Ja, das wäre eine Möglichkeit nach Ruterion zu fahren, sogar die schnellste, meiner Meinung nach.“
„Möchtest du uns nicht begleiten? Wir sind auf dem selben Weg“, schlug Ginta vor.
„Ja bitte Otolein! Komm mit uns, dann reist du wenigstens nicht allein“, grinste Ryoma.
„Aber ich... bin mir noch nicht sicher, ob ich überhaupt will“, sagte sie mit trauriger Stimme, „Gehen wir erst einmal zurück zu meiner Großmutter...“
Ginta nickte.
„Auf geht's“, murmelte Ryoma.
[Dieser Beitrag wurde am 15.03.2010 - 19:46 von kazenogaara aktualisiert]
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