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Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 15.11.2007 - 00:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 65
20:56 Uhr


"Nick, sind wir da?", fragte Scully leise in die Dunkelheit hinein. Sie traute sich nicht, die Augenmaske abzunehmen, weil sie nicht wusste, ob Nick sie gerade beobachtete. Zumindest hatte er vor wenigen Sekunden den Wagen gestoppt und den Motor ausgeschaltet. Waren sie etwa schon an der Hütte angekommen? Zurück an dem Platz ihrer Alpträume?
Nick gab keine Antwort. Für ein paar Sekunden war es mucksmäuschenstill im Fahrzeug.

'Vier Wagen sind vorbeigefahren', stellte Nick mit klopfenden Herzen fest. Dies war zwar sehr erfreulich, jedoch beunruhigte ihn der Wagen ein wenig, der einige Meter entfernt geparkt hatte. In der Dunkelheit war nicht zu erkennen, ob es sich um ein Polizei oder FBI Gefährt handelte. Vielleicht war es nur eine ganz gewöhnliche Kleinfamilie, die eine Pinkelpause einlegen wollte? Apropos Pinkeln. Plötzlich meldete sich Nicks Blase wie aufs Stichwort. Wann hatte er wohl zuletzt eine Toilette aufgesucht? Seitdem er die Hütte verlassen hatte, keine. Doch konnte er seine Geiseln einfach so im Auto lassen, während er einem der wichtigsten Bedürfnisse nachging?

„Nick, was ist los?“, wiederholte die Agentin unsicher. Es kam ihr seltsam vor, dass Nick ihr keine Antwort gab. Er war doch sonst immer in den unpassendsten Gelegenheiten so gesprächig. Erst, als sie kurz inne hielt, bemerkte sie sein schweres Atmen, welches sicher seines war. Mulder klang definitiv anders. Apropos Mulder. Dieser hatte schon lange nichts mehr von sich gegeben. Litt er vielleicht an einem schlechten Gewissen, weil er Scully nicht vor ihrem Entführer gerettet hatte? Oder befürchtete er, vollständig die Kontrolle über sich zu verlieren, wenn Nick ihn provozierte? Wahrscheinlich wollte er sie nur beide schützen, indem er Nick keinen Grund zum ausflippen gab. Also blieb er still und wartete genauso ab, was Nick als nächstes tun würde, wie Scully es tat.
Während diese ihren Gedanken nach hing und nervös auf eine Antwort wartete, starrte Nick geistesabwesend aus dem Fenster.

‚Irgendetwas stimmt mit ihm nicht. Das kann ich spüren‘, stelle Scully, fast über sich selber erschrocken, fest. Sie kannte diesen Mann nun schon seit einer Woche und hatte ihn und seine Macken leider zu gut kennen lernen müssen. Trotzdem wunderte sie sich, dass sie ihn in gewissen Dingen schon so gut einschätzen konnte. Naja, vielleicht würde es zumindest einen kleinen Vorteil erbringen.
War die Polizei ihm schon auf die Schliche gekommen? Als sie kurz an das Geschehene im Krankenhaus zurückdachte, wunderte sie sich zum ersten Mal, wie Nick es so leichtfertig geschafft hatte, zu fliehen. Niemand war ihnen gefolgt. Niemand hatte Nick aufhalten können. Irgendwann musste dieser Mann doch einmal einen Fehler machen. Warum schaffte es keiner, ihn zu stoppen?
Doch vielleicht war ihnen doch jemand auf der Spur, vor dem Nick nun zum ersten Mal Respekt bekam. Warum hielt er sonst mitten auf halber Strecke den Wagen an?
Sie konnten unmöglich die Hütte erreicht haben. Dafür waren sie noch nicht lange genug unterwegs. Und Zeit war auch noch nicht so viel vergangen, seit dem Mulder zu ihnen gestoßen war. Obwohl...Zeit. Ihr Zeitgefühl hatte sie bereits seit langem verloren. Zwar wusste sie, dass es dunkel draußen geworden war, doch wie viele Stunden seit ihrem Verlassen der Hütte vergangen waren, konnte sie nicht abschätzen. Seit dem Morgen, der Recht ruhig im Gegensatz zu den anderen Tagen begonnen hatte, war so viel geschehen, was sie niemals zu hoffen gewagt hatte. Mulder war wieder bei ihr! Die Polizei war Nick dicht auf dem Fersen! Es war lediglich eine Frage der Zeit, bis man ihn geschnappt haben würde. Aber ob die Zeit ihnen reichen würde, war die große Frage.

„Nick, antwortete mir doch endlich!“, forderte die Agentin nun.

Gebannt wartete sie auf eine Reaktion, doch zuerst geschah nichts. Dann legte sich nach einem kurzen Rascheln ein Finger auf ihre Lippen, sanft und vorsichtig. Kurz spielte Scully mit der Vorstellung, dass es Mulders Finger sei, doch nachdem sich die Hand zurückgezogen und stattdessen auf ihre Hände legte, stand fest, dass es nicht ihr Partner war, denn die Hände, die nun auf die ihren ruhten, kannte sie zu gut. Niemals würde sie das unangenehme Kribbeln, welches die Berührung hinauf beschwor, vergessen können. Denn nur Nick berührte sie so.

„Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich habe alles unter Kontrolle“, kurz streichelte er ihr über ihre Handrücken, und Scully ließ dies zu, da sie sich in weiteren Gedanken verlor.
Nick klang keinesfalls beunruhigt geschweige denn unter Druck gesetzt. Scheinbar war er sich seiner Sache sicher und niemand würde ihn an seinem Vorhaben hindern. Wahrscheinlich hatte er sich bereits Kilometer vom FBI entfernt.
Ihre Hoffnung ging urplötzlich verloren. Wenn wirklich niemand mehr kommen würde, hieße das, Mulder und sie wären Nicks Launen schutzlos ausgeliefert und mussten somit für sich selber kämpfen. Ob sie dies schaffen konnten, war eine andere Frage. Zwar wollten sie es, aber Nick schien immer eine Rettung zu wissen, selbst in brenzligen Lagen, wie die, im Krankenhaus.

„Lass mich los!“, nun versuchte sie sich ihm zu entziehen, aber schaffte es jedoch nicht. Nick hatte scheinbar gespürt, dass ihr diese Geste nicht gefiel und hatte seinen Griff verstärkt. Sie wappnete sich schon vor dem nächsten Schlag, doch er blieb aus. Ohne Protest ließ er wenig später ihre Hände los. Scully wunderte sich. Dies war eigentlich ein Moment, indem er ihr seine Stärke bewies. Warum gab er also nach? Zum Glück musste sie ihm nicht in die Augen schauen. Ihm so nahe bei sich zu spüren, war ihr immer wieder ein sehr unangenehmes Gefühl. Die Zeitspanne, bis er ihr die Augenmaske abnahm, schien ewig zu sein. Scully fragte sich, warum er dies tat, ließ es jedoch stumm geschehen.

Die Agentin blinzelte ein paar Mal, ihre Augen gewöhnten sich schnell an die Umgebung - da es eh schon stockdunkel draußen war - dann schaute sie sich um. Keine Polizeiwagen, keine Rettung. Niemand, der ihr und Mulder zur Hilfe kommen würde. Außerdem befanden sie sich nicht im Wald, sondern standen auf einem Rastplatz. Sie war kurz überrascht, verbarg jedoch ihre Gefühle. Warum ging Nick so ein großes Risiko ein?

„Hey! Schau mich gefälligst an, wenn ich dir schon den Gefallen tue, und dir das Ding abnehme!“, sie gehorchte ihm, jedoch hielt sie seinem Blick nicht lange stand. Zum hundertsten Male wünschte sie sich, ihm nie wieder ins Gesicht blicken zu müssen. Sie hatte niemanden jemals so gehasst wie ihn. Warum konnte er nicht endlich aus ihrem Leben verschwinden? Als sie kurz zu Mulder schaute, begann es schmerzvoll in ihrem Herzen zu stechen. Erneut wurde ihr bewusst, wie sehr sie ihn brauchte. Und sie würden es zusammen schaffen. Sie brauchten lediglich eine günstige Situation, um Nick zu überrumpeln.
Mulder saß noch immer ohne Regung auf dem Beifahrersitz, die Hände hinter dem Rücken verschränkt und eine Augenmaske auf dem Gesicht. Scully hatte ihren Partner nur selten in solch einer Lage gesehen und erlebt. War er immer so schweigsam, fragte sie sich plötzlich und versuchte sich an die Geiselnahme im Reisebüro zu erinnern, indem Duane Barry ihren Partner als Geisel genommen hatte. Als sie sich an den Vorfall erinnerte, musste sie seine Ruhe bewundern. Damals ging es genauso um Leben und Tod, doch Mulder hatte keine Angst gezeigt. Nein, er hatte sich sogar freiwillig in Duane´s Gefangenschaft begeben, nur um das Leben eines anderen Mannes zu retten, welcher zuvor angeschossen worden war.

In ihrer jetzigen Situation schien es jedoch ähnlich zu sein. Hauptsache Scully würde nichts geschehen. Immerhin hatte er sich erneut ergeben, um ein Leben zu retten, als er das erste Mal auf Nick getroffen war. Scully nahm an, dass ihm ihr Leben fast wichtiger war, als sein eigenes. Vielleicht würde sie ihn später darauf ansprechen, sofern sie die Gelegenheit dazu finden würde.
Wenn es der Wahrheit entsprach, war es zwar eine schöne Gewissheit, weil sie dadurch die Bestätigung für seine Liebe hatte, jedoch war es auch ziemlich dumm. Nick würde sie früher oder später gegeneinander ausspielen, um sie auseinander zu bringen oder würde sie als Druckmittel verwenden. Letzteres würde wohl das Schlimmste sein. Scully konnte es nicht sehen, wenn Mulder litt, genauso wenig wie er sie. Nick hatte also die richtigen Bedingungen, um seinen Plan durchführen zu können. Für ihn, und zwar nur für ihn, standen die Karten gut.

„Vergiss die Sache und lass uns einfach gehen“, versuchte Scully das letzte Mal an seinem Verstand zu appellieren, doch noch bevor sie mit irgendwelchen Konsequenzen rechnen konnte, hatte Nick schon ausgeholt. Er hatte ihr mitten ins Gesicht geschlagen. Der Schmerz kam so überraschend, dass Scully´s Kehle ein leiser Schrei entwich. Erst jetzt reagierte Mulder und rief erschrocken: „Scully, alles okay!? Lassen Sie sie in Ruhe!“

„Halt die Klappe!“, brüllte Nick zur Antwort, lehnte sich zurück und grinste breit. Scully versuchte ihn zu ignorieren und schaute an ihm vorbei aus dem Fenster. Wie groß konnte ihr Hass gegen diesen Mann noch wachsen? Ihr größter Wunsch war, ihm endlich alles zurückgeben zu können, was er ihr angetan hatte.
Nach scheinbar endlosen Sekunden des Schweigens drehte sich Nick zu Mulder um und nahm ihm die Augenmaske ab. Dieser blinzelte einige Male, ehe er etwas erkennen konnte. Dann schaute er Nick mit hasserfüllten Augen ins Gesicht.
„Fass sie nie wieder an, sonst kriegst du es mit mir zu tun!“, er gab sich alle Mühe, bedrohlich zu klingen, doch Nick´s Reaktion zeigte sofort, dass er ihn nicht ernst nahm. Er grinste schelmisch, dann nahm seine Miene wieder einen finsteren Ausdruck an und er entgegnete leise: „Du glaubst, mir in deiner Situation drohen zu können? Schau dich doch mal an. Du hast keine Chance gegen mich, denn du bist es, der die Handschellen trägt. Also hör auf zu träumen und stelle dich der Realität. Scully gehört mir. Und wenn ich erstmal mit dir fertig bin, wird es keinen Mulder mehr in ihrem Leben geben. Also sei still und hör auf meine Nerven zu strapazieren!“

Mulder hielt während der Worte Nick´s Blick stand, sagte jedoch nichts, nachdem dieser geendet hatte.
Er hoffte nur, dass Nick kein Recht behalten würde, denn er war ein absoluter Mistkerl und hatte es nicht verdient, dieses Spiel zu gewinnen. Er gehörte hinter Knast und Mulder hoffte, dass er da auch enden würde.
Nachdem es wieder still im Wagen geworden war, wandte sich Nick von Mulder ab und versuchte, die Lage abzuschätzen. Der Platz wurde lediglich von zwei Laternen beleuchtet. Zwar waren ein paar Fahrzeuge zu erkennen, jedoch waren diese in weiterer Entfernung geparkt. Menschen konnte er zur Zeit keine entdecken. Wenn er jetzt wirklich eine Pinkelpause einlegen wollte, musste er schnell und präzise handeln. Kurz überlegte er sich, wie er vorgehen sollte, dann erhob er das Wort.

„Ich werde jetzt mal kurz für kleine Jungs gehen. Will jemand mit?“

Scully und Mulder antworteten nicht.

„Ich hätte gern ein eindeutiges Ja oder Nein!“, forderte Nick nun schon ein Stück lauter. Zuerst schüttelte Scully, dann Mulder den Kopf. Scully wollte keinesfalls mit Nick alleine sein müssen, schon gar nicht auf so einem verlassenen Parkplatz. Wer weiß, welche Einfälle ihm da kommen würden.
„Gut, dann halt nicht!“, grummelte Nick und verließ binnen weniger Sekunden das Fahrzeug.

21:08 Uhr
Kapitel Ende


So meine Lieben... endlich gehts weiter! In den letzten Tagen habe ich die ersten 17 Kapitel überarbeitet. Hoffe dort sind nun keine Fehler mehr zu entdecken. Und bei diesem neuen Kapitel, was euch hoffentlich gefallen wird, hoffentlich auch nicht. Also, viel Spaß beim lesen. Ich werde diesmal an meiner Story dranbleiben... Und euch nicht so lange warten lassen. Eure AmberScully

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Leider ist jennifer ( Amber ) am 17.9. verstorben an Krebs, wollte das nur mal bekannt geben..( die Mutter)

darkphoebe ...
*~M-F~* Azubi
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...   Erstellt am 07.12.2007 - 21:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


sehr gut wieder geschrieben und witzig wíe mulder versucht scully zu retten, glaube das auch mulder das wirklich machen würde, weil schützertyp ist.Doch mir fehlt dir spannung einwendig zum Ende hin will nur pinkeln und man überlegt bloß ob scully und mulder jetzt abhauen oder nicht. Aber ansonsten gut umgesetzt unsere Ideen, doch mir fehlt cooper, kommt er in der nächsten Szene vor? oder einer der sich sorgen um die beiden macht oder ihnen langsam auf liche kommt und dann doch falschen weg ist.





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Phoebe: fahr zur hölle.
Cole: da komme ich gerade her.

Sei so wie du bist, denn du belügst dich sonst nur selber.

Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 07.12.2007 - 21:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


hihi, ja cooper kommt gleich beim nächsten chap.
ja, bin gerade auch am überlegen. im prinzip könnten die beiden ja abhauen... aber sollen se ja net. das bringt ja sonst meine ganze planung durcheinander ^^

muss mal schauen wie ich das umsetze.
aber keine sorge. die spannung kommt dann in den nächsten chaps wieder ^^

danke dir mausi





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