kazenogaara  Gaisuto no Ginta
     

Status: Offline Registriert seit: 17.03.2007 Beiträge: 589 Nachricht senden | Erstellt am 09.04.2007 - 20:46 |  |
Kapitel 6 – Erste Informationen
Durch die Kronen der Bäume schien die Sonne, und in der Ferne erkannte Ginta schon den Ausgang des Waldes. Die beiden sind seit dem Morgen glücklicherweise an keinem weiteren Monster vorbeigezogen.
„Schau dort ist der Ausgang zu sehen!“, rief Ginta mit voller Begeisterung.
„Haa!! Ich wette, dass ich schneller bin als du!“, erwiderte Ryoma, der schon einen großen Vorsprung hatte.
Doch dann rannte Ginta auch los.
Ihr Blick erstreckte sich über eine weite Landschaft mit Feldern und Blumenwiesen. Die Vögel zogen ihre Wege über den Himmel und ein oder zwei Hasen versteckten sich noch schnell in ihren Höhlen.
Man konnte schon Funtaprolis erkennen. Aber das waren sicherlich noch 8 oder 9 km.
„Auf geht’s! Komm im Dauerlauf!!“, versuchte Ryoma Ginta zu begeistern.
„Und eins, und zwei.....“
Ginta grummelte nur und bemühte sich, genauso schnell zu laufen.
Aber das konnte er nur schwer, ihm gingen wieder die Bilder seiner Großmutter durch den Kopf. Und doch versuchte er, sich so viel wie möglich der Landschaft einzuprägen.
...
Als sie etwa die Hälfte der Strecke geschafft hatten, kamen Ginta und Ryoma an einem kleinen Häuschen an. Auf einem großen Schild stand: „Okunumiyaki – Verkauf“
„Los, Ginta!!!! Lass uns etwas futtern!!“, Ryoma grinste und zog Ginta mit in das Häuschen.
„Konnichi wa! Ist jemand da?? Juhuu?!“ Es war schon längst Mittag und beide hofften, dass die Ladenbesitzer nicht Pause machten.
Grrrmlll. Ginta wurde ein bisschen rot im Gesicht, und man merkte, dass dies sein Magen war.
„Wartet einen Augenblick“, kam es aus der Küche, die hinter der Theke war.
„Ich bin nicht mehr die Jüngste.“ Eine alte Frau kam aus der Küche hervor und grüßte die beiden jungen Männer.
„Wir würden gerne Okunumiyaki bestellen…“, erwähnte Ginta, doch bevor er zu Ende reden konnte, stellte die alte Frau zwei Teller mit dieser Köstlichkeit auf den Tisch. Sie grinste sehr liebenswürdig und Ryoma und Ginta fühlten sich gleich viel wohler.
„Itadakimasu!!“
„Itadakimasu!!“
Sie schlangen es nicht herunter, wie man erwartet hätte, sondern genossen es. Man könnte fast glauben, sie haben seit Tagen nichts Gutes mehr zwischen die Zähne bekommen.
„Das ist umsonst, ihr seid seit langer Zeit meine ersten Kunden.“ Doch in diesem Moment wirkte sie ein bisschen bemitleidenswert.
Nach der dritten Portion fragte die alte Frau: „Was macht ihr denn hier eigentlich?“
„Wir sind auf dem Weg nach Funtaprolis“, entgegnete Ginta.
„Genau!“, nuschelte Ryoma mit vollem Mund.
„Könnt ihr mir nicht einen Gefallen tun? Bringt ihr diesen Brief zu meiner Enkelin? Sie lebt in Funtaprolis und arbeitet in einem Hospital.“
„Gerne doch! Wenn sie uns noch ihren Namen verraten würden?“
„Sie heißt Oto und hat blonde Haare. Vielen dank!“, erwiderte die nette Frau.
Nachdem sie sich von der alten Frau verabschiedeten, liefen sie weiter Richtung Funtaprolis.
...
Ein riesiges Tor stand nun vor Ryoma und Ginta. Es war verziert mit komischen Mustern.
„Wir trennen uns hier. Ich habe noch etwas anderes zu erledigen, du suchst Oto“, sagte Ginta.
„Ehhmm einverstanden, ich übernehme das Mädchen und du...“ Doch dann war Ginta schon verschwunden.
Die Stadt war voller verschiedener Menschen, die Ginta noch nie zuvor gesehen hat.
Er lief instinktiv in Richtung Norden, über den Markt. Dort sah er eine Vielzahl von Ständen, einer verkaufte Waffen, der andere Stoffe und Leder, und wieder ein anderer verkaufte Früchte und Gemüse. So eine Vielfalt an verschiedensten Dingen kannte Ginta gar nicht. Der Markt von Kueteika war ja nur eine Straße, aber dieser war ein riesiger Platz in der Nähe des Rathauses.
Die Sonne schien immer noch sehr stark und es waren kaum Wolken am Himmel zu sehen.
Er versuchte dunkle Gassen zu finden. „Ich sammle Informationen am besten an Orten, wo sich Kriminelle treffen, und die treffen sich an dunklen Orten wie Bars“, dachte sich Ginta, während er die Gassen durchforstete.
Dann entdeckte er ein Schild mit der Aufschrift „Mordeslust – Die Bar“.
Er drückte die Tür mit einem lauten Knarren auf. Es stank nach Zigarren und Bier. Ein dicker Nebel verhüllte den Raum und es war kaum etwas zu sehen. Dreckige Männer mit langen Bärten saßen an Tischen und tranken Bier, oder spielten Karten oder Dart.
Es war laut und jeder schaute Ginta schief an.
Er setzte sich an die Theke und versuchte den Wirt zu erwischen.
„Entschuldigung, darf ich sie etwas fragen?“
„Was willst du denn hier, halbes Bürschchen?“, erwiderte der Wirt mit einer sehr brummigen Stimme.
„Ich bin auf der Suche nach dem Hauptquartier der Schattenallianz. Wo kann ich die finden?“, flüsterte Ginta und schaute sich um, ob jemand ihn beobachtete.
„WASSS?!!? Muhhahaha, du willst zur Schattenallianz??“
„Sagen sie schon!“ Ginta wurde langsam ungeduldig.
„Wirklich? Vielleicht kann ich da weiterhelfen......“
[Dieser Beitrag wurde am 20.05.2007 - 19:44 von kazenogaara aktualisiert]
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