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Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 16.07.2007 - 21:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 59
19:10 Uhr


"So, das genügt denke ich", meinte Nick zufrieden. Scully ließ verzweifelt den Kopf hängen. Warum musste Nick sie nur immer bestrafen? Konnte er sie nicht endlich in Ruhe lassen. Kurz schweifte sie mit ihren Gedanken ab. Nick erkannte, wie ihre Hoffnungen schwanden und freute sich. Hatte sie begriffen, dass er nicht locker lassen würde? "Hey, was ist mit meiner kleinen Kämpferin geschehen? Du gibst doch sonst nicht so schnell auf...?", diese Worte deprimierten sie noch mehr. 'Lass mich doch endlich in Frieden', dies war der einzige Gedanke, der Scully durch den Kopf ging. Nach scheinbar endloser Zeit ließ er ihre frisch gefesselten Hände sinken und stand auf. "Wir werden uns jetzt ein besseres Plätzchen suchen. Also hoch mit dir!", irgendwie war es ein seltsames Gefühl, dass Scully stumm blieb und sich nicht wehrte. Verhielt sie sich nur so, weil sie befürchtete, er könnte dem Arzt etwas antun? Um nicht noch einen Menschen auf dem Gewissen haben zu müssen?
Nick packte sie an den Schultern und zog sie vom Bett auf. "Komm schon. Mach dich nicht so schwer!", schimpfte er. Wahrscheinlich wollte sie Zeit schinden. "Nur weil du dir den Kopf angeschlagen hast, werden deine Beine doch noch funktionieren, oder?" Scully spürte, wie angespannt er war. Als sie aufrecht stand, hatte sie einen Moment Probleme, das Gleichgewicht zu halten. Seitdem sie das Bewusstsein wiedergefunden hatte, war sie keinen einzigen Schritt gegangen. Scheinbar dachte Nick, sie würde es ihm bewusst schwer machen. Schnell entschuldigte sie sich, um ihn nicht noch wütender zu machen. "Es tut mir leid...", jammerte sie. "Ich kann nicht," sie nahte umzukippen, aber Nick war schnell und umfasste ihren zittrigen Körper. Er stöhnte genervt auf. "Mein Mädchen kann nicht, mhm. Dann brauchen wir einen Rollstuhl. Tragen werde ich dich nicht," er setzte sie zurück auf´s Bett und lief dann zu Carter. Dieser hockte noch immer am Boden. Er schaute ängstlich drein, als Nick auf ihn zu trat.
"Du! Besorg mir einen Rollstuhl! Das ist doch ein Krankenhaus, also, sofort! Und wehe du bist länger als eine Minute weg!", rief Nick im Befehlston. Carter sah ziemlich mitgenommen aus. Nick traute ihm nicht zu, dass er irgendwelche Tricks versuchen würde. Der junge Arzt fürchtete zu sehr um sein Leben.
Nachdem Carter aufgestanden war, schaute er kurz zu Scully. Sie war ziemlich blass. Getrocknete Tränen klebten an Haar und Haut. "Glotz sie nicht an! Beweg dich!", Nick's Hand schnellte vor und drückte Carter´s Schulter. "Und wehe, du versucht irgendwen zu warnen!", bedrohlich flüsterte er ihm ins Ohr. Carter's Gesicht zeigte prompt seine Angst. "Nein, das werde ich nicht." Seine Stimme zitterte. Dann ließ Nick ihn los. Er warf dem Arzt einen vielsagenden Blick zu und sah dann mit an, wie Carter zögernd den Raum verließ.

"Na siehste. Auch noch Extrawünsche erfülle ich dir. Du kannst ruhig ein bisschen mehr Dankbarkeit zeigen", Nick blickte direkt in Scully´s Gesicht. Auch ihm entging nicht, dass sie furchtbar aussah. Er lief zu dem kleinen Waschbecken an der gegenüberliegenden Wand. Aus der Tücherbox nahm er sich ein paar Blätter und benässte diese mit eiskaltem Wasser. Anschließend kehrte er an Scully´s Seite zurück. "Willst du oder soll ich?", die Antwort war ein verständnisloser Blick. Natürlich musste er es tun. Sie hatte gerade keine freien Hände. Nick seufzte. "Jaja, okay." Er setzte sich neben sie. "Schaust du mich bitte mal an?", fragte er leicht genervt, als sie weiterhin stur geradeaus schaute. Nachdem sie ihm das Gesicht zugewandt hatte, fing er an, es ihr zu säubern. Zwar waren die Tücher kalt, doch Scully genoss die Erfrischung. Zwar wunderte sie sich über Nick, aber sie ließ sich nichts anmerken und behielt einen neutralen Ausdruck. Seine Berührungen versuchte sie zu ignorieren. In diesem Moment meine er es nur gut mit ihr. Auch wenn er ihr sonst ein Ekel war, ließ sie seine Hände gewähren.
Nach etwa einer halben Minute waren Dreck und Tränen fortgewischt. Nick strahle übers ganze Gesicht.
"Jetzt siehst du wieder schön aus," er schmiss die Tücher in den Papierkorb nahe des Bettes. "Und, bekomme ich kein Danke?", wollte er nun fordernd wissen.
"Danke", flüsterte Scully gefühlslos. Erneut fragte Nick sich, was sie auf einmal so verändert hatte. Er hob einen Finger und setzte diesen unter ihr Kinn.
"Was ist denn los mit dir, mhm? Wo bleiben deine Beschimpfungen? Ich habe fast schon vergessen, was für ein mieses Schwein ich in deinen Augen bin...", er hatte es lustig gemeint, doch Nick klang ernst. Er zog den Finger zurück. Scully sagte nichts. Es hatte eh keinen Sinn. Sollte Nick doch machen, was immer er wollte. Den Wunsch, ihm zu entkommen, würde sich nicht erfüllen. Zumindest glaubte sie nicht mehr daran. Sie war ganz auf sich allein gestellt. Mit diesem Gewissen würde sie leben müssen.
Erst jetzt erinnerte sich Nick an Carter. Dieser war schon viel zu lange weg. Er stand auf und lief zur Tür. "Na komm schon," grummelte er und hoffte, die Tür würde sich öffnen. Kurz fragte er sich, ob es richtig gewesen war, den Arzt gehen zu lassen. Wenn dieser Arzt doch geplappert hatte, musste Nick so schnell wie möglich verschwinden. Doch vorerst blieb er wie angewurzelt stehen und wartete.


Carter schloss die Tür und blickte sich um. Keine Menschenseele befand sich auf dieser Etage. Machten die Ärzte und Krankenschwestern gerade alle Mittagspause? Er schaute auf die Uhr. Es war bereits 19:15 Uhr. Schichtwechsel! Wieder einmal verfluchte er die Leere um diese Uhrzeit. Die nächsten Kollegen würden erst gegen 20:00 Uhr hier sein. Carter wollte gar nicht wissen, wie die Lage dann mit Nick stehen würde. Vielleicht war er dann schon gar nicht mehr am Leben...
Er hatte ein paar Schritte gemacht, da ertönte ein aufforderndes Zischen ein paar Meter hinter ihm. Carter drehte sich blitzschnell um. Erleichterung überfiel ihm, als er Doktor Elwo erkannte. Die beiden liefen sofort aufeinander zu. "Dr. Elwo. Sie müssen mir helfen! Dieser Kerl...", Elwo brachte ihm mit einer Handbewegung zum Schweigen. "Schon gut. Die Polizei ist verständigt. Ich schätze, in den nächsten fünf Minuten sind sie da." Carter´s Miene verriet zuerst nichts. Dann entgegnete er aufgebracht:" Aber... Nick wird denken, ich hätte ihn ausgetrickst. Er...", Elwo legte ihm die Hand auf die Schulter. "Ist schon gut. Warum hat er sie laufen lassen?" Carter schüttelte betrübt den Kopf. "Nur für ne´ Minute. Ich soll ihm einen Rollstuhl besorgen," als er auf seine Uhr schaute, stellte er mit Erschrecken fest, dass bereits zwei vergangen waren. "Oh scheiße!", fluchte er, löste sich aus Elwo´s Berührung und rannte den Flur hinunter. Er musste ganz schnell einen Rollstuhl besorgen, sonst würde dies sein Ende bedeuten. Und Carter war lange noch nicht zum Sterben bereit...
Elwo blickte ihm nur stumm und verwirrt hinterher. Dann versteckte er sich wieder hinter der halb geöffneten Tür.


"Ahhh, ich hab dich schon erwartet!", Nick grinste über beide Ohren. Dann änderte sich seine Miene abrupt. Carter hatte keinen Rollstuhl mitgebracht. "Was soll das, häh?!", er sprang vor und nahm den Arzt beim Kragen, kaum das dieser über die Schwelle getreten war.
"Hey, ganz ruhig. Der Raum war abgeschlossen. Ich habe den Schlüssel nicht..", vereidigte sich Carter. Und es war die Wahrheit. Nur würde Nick sich damit zufrieden geben? Eingeschüchtert blickte er in die Augen seines Gegner´s. "Bitte, ich...", Nick starrte ihn noch immer zornig entgegen. Dann erhob sich plötzlich eine zarte Stimme.
"Hör auf, Nick. Schau, ich kann selbst laufen", Scully war mit Mühe aufgestanden und stand nun leicht zittrig neben ihrem Bett. "Lass ihn schon los", bat sie Nick wiederholt. Zu ihrer Erleichterung tat Nick, worum sie ihn gebeten hatte. Carter atmete tief durch und flüsterte dann "Danke" in Scully´s Richtung. Nick hatte allmählich seine wütende Grimasse abgelegt und lief ihr entgegen. "Oh, das freut mich. Komm, ich werde dir behilflich sein", sein Blick blieb an ihren gefesselten Händen hängen. "Die werde ich dir lieber abnehmen, denke ich." Er setzte sie kurz zurück aufs Bett, nahm dann ein Messer zur Hand und durchschnitt die Stricke. Dann half er wieder auf. Gerade als Scully ihn abschütteln wollte, spürte sie, wie ihre Beine versackten. Also musste sie Nick´s Berührung wohl oder übel zulassen. Er legte ihren Arm um seine Taille, seinen Arm über ihre Schulter. "Es geht doch", er grinste schelmisch und schaute dann zu Carter auf. "Um deiner Gesundheit Willen hoffe ich, dass du niemanden von mir erzählt hast... Und nun öffne die Tür!"

19:20 Uhr
Kapitel Ende


[Dieser Beitrag wurde am 17.07.2007 - 21:40 von Amber-Scully aktualisiert]





Signatur
Leider ist jennifer ( Amber ) am 17.9. verstorben an Krebs, wollte das nur mal bekannt geben..( die Mutter)


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