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Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 15.07.2007 - 21:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 55
18:47 Uhr


Scully´s Augen weiteten sich prompt vor Angst. Hätte sie doch Carter schneller überzeugt! Nun war alles zu spät. Ein Gefühl der Hilflosigkeit durchflutete sie. Ihre Hoffnung war urplötzlich gestorben, als wäre sie einen 100 Meter hohen Berg hinuntergestürzt. Schon allein sein Gesicht wieder zu sehen, bereitete ihr einen unerträglichen Schmerz, im Herzen. Sie hatte sich so über die wiedergewonnene Freiheit gefreut. Und nun dieser Rückschlag! Am liebsten wäre sie aufgesprungen, hätte Nick den Hals umgedreht und wäre anschließend schluchzend zusammengebrochen, doch Dr. Carter legte ihr eine Hand auf die Schulter. Die Geste sollte heißen, dass sie die Ruhe bewahren musste. Überstürztes Handeln könnte sie noch mehr in das Verderben reißen.
"Was wollen Sie hier, Mr.?", fragte Carter, als wäre nichts gewesen. Der Störenfried setzte eine freundliche Miene auf. "Nach meiner Freundin sehen und wie ich erkenne, ist sie wach. Wunderbar!", seine Stimme hatte einen unnormalen Tonfall angenommen. Er grinste bis über beide Ohren und lief an das Bett heran. Als Carter in Scully's Gesicht schaute, warf Nick ihr einen vielsagenden Blick zu. 'Du gehörst mir. Versuche es erst gar nicht!'

Mit Mühe richtete die Agentin sich auf. Liegend wollte sie ihrem Entführer nicht in die Augen schauen müssen. Schon allein seine Anwesenheit versetzte sie in die letzten Tage zurück, Tage voller Schmerz und Leid. Scully wusste nicht, was sie sagen sollte. Sie versuchte Nick zu ignorieren und wandte ihre Aufmerksamkeit Carter zu. Er musste endlich etwas tun! Dieses versuchte sie ihm mit ihren Augen verständlich zu machen. Worte hätten sie nur verraten...
"Würden Sie uns bitte einen Moment alleine lassen?", spielte Nick den Unwissenden und wartete, bis Carter aufgestanden war. Scully flehte innerlich. 'Nein, nicht! Lassen sie mich nicht allein!' Doch es hatte keinen Zweck. Carter verließ zögernd den Raum und hinterließ das Opfer seinem Täter.

Nick's Miene wandelte binnen weniger Sekunden von freudig überrascht auf wütend. Er umrundete das Bett und setzte sich auf die Stelle, an der Carter eben noch gesessen hatte. Seine Augen funkelten bedrohlich, als er im Flüsterton begann.
"So... du dachtest also, du könntest diesen Wanderer dazu bewegen, dir zu helfen? Da hast du dich geschnitten. Durch deine Aktion hast du dir nur eine Narbe eingehandelt, und meine erste Leiche," Scully versuchte, stark zu wirken, doch sie war zu überrascht, als er ihr erzählte, was er getan hatte. Ihre Augenbraue wanderte unbewusst aufwärts.
"Und nicht nur er. Auch ein nerviger Straßenpolizist ist wegen dir drauf gegangen. Wenn ich du wäre, würde ich mich schämen...", fast konnte man ihm glauben. Er klang so wie vor einer Woche - so, wie sie ihn kennen gelernt hatte. Immer machte er sie für furchtbare Geschehnisse verantwortlich. Er genoss es sichtlich, die 'Erziehung' zu übernehmen. Wahrscheinlich hatte er nie Kinder gehabt. Nur, dass Dana Scully nicht dumm war! Sie fiel auf diese Masche nicht hinein, sondern versuchte, aufkommende Schuldgefühle zu verdrängen. Nicht sie war Schuld, sondern Nick!
"Warum Nick?", unterbrach sie ihn und hoffte, Carter würde bereits ihre Geschichte im Krankenhaus verbreitet haben. "Warum verschwindest du nicht einfach? Hast du nicht begriffen, dass ich deine Gefühle nicht erwider?", fast klang sie wie die Alte. Nur, dass die Umgebung eine andere war. Sie war nicht in einer kleinen Waldhütte eingeschlossen und trug keine Handfesseln - obwohl, bei dieser Sache war sie sich nicht sicher. Wahrscheinlich waren diese mittlerweile unsichtbar geworden. Nick hatte einfach eine zu große Macht über sie. Auch wenn sie sich wehren konnte und schon ein paar Schritte in die richtige Richtung geschafft hatte, musste sie immer wieder einstecken. Sodurch hatte Scully es bisher nicht geschafft, den Kampf endgültig zu gewinnen.

Doch Nick interessierte sich nicht für ihre Worte. Er hatte nur seinen Plan im Sinn. Und dieser bestand aus Scully! Sie war der Hauptteil, und nichts und niemand würde ihn daran hindern können!
Nick lachte auf. Sie klang einfach nur lächerlich mit ihrem Versuch, Stärke zu zeigen. Zwar war ihr Wille immer noch nicht gebrochen, doch das war ihm egal. Er würde sich weit weg ein Neues Versteck suchen und dann hätte er die verlorene Zeit im Nu eingeholt. In dieser Kleinstadt durfte er nicht mehr länger bleiben als nötig. Und wenn er erneut untergetaucht war, dann wäre es egal, wie lange er brauchte, um Scully auf seine Seite zu ziehen. Dann hatte er alle Zeit der Welt!

"Hör mir mal zu, meine Liebe," er beugte sich zu ihr hinunter, packte ihre Arme, drückte diese in die Kissen und flüsterte dann in ihr Ohr:"Du gehörst mir! Sieh das endlich ein! Du wirst den Kampf nicht gegen mich gewinnen. Das sollte endlich in deinen Dickkopf reingehen." Scully versuchte sich aus seinem Griff zu winden, doch er war stark. Stark wie immer. Das er zwei Menschen auf dem Gewissen hatte, störte ihm nicht im geringsten. "Böses Mädchen. Noch ein kurzes Gespräch mit dem Doktor. Dann sind wir hier weg. Dann ist niemand mehr da, der dir zur Seite steht. Finde dich damit ab!", Nick war wütend, das spürte sie. Fast hoffte Scully, er würde ihr den Arm brechen. Dann würden die Ärzte endlich gegen ihn einschreiten. Sie warf einen verzweifelten Blick zur Tür. Ihre Hoffnung, Carter mit dem Sicherheitsdienst auf der Schwelle stehen zu sehen, sank immer mehr. Wahrscheinlich war der junge Arzt viel zu verwirrt, um es jemanden anzuvertrauen. Wieder einmal verfluchte Scully das Misstrauen der Menschen.
Nick hatte ihre Augen verfolgt. Sein Griff verstärkte sich noch einmal, als er sie erneut tadelte.
"Du glaubst, dir wird jemand zur Hilfe kommen? Vergiss es doch endlich!", dann konnte er sich nicht mehr bremsen, ließ ihren linken Arm los und schlug ihr ins Gesicht. Scully liefen Tränen der Verzweiflung über die Wangen. "Sag es! Sag den Satz! Und ich werde das Zimmer verlassen... Sag ihn!", brüllte er nun, aber leider nur in Zimmerlautstärke.
Scully begann zu schluchzen. Nun war das rundum vergessen. Sie fühlte, wie ausgeliefert sie ihm war. Wie hilflos und allein. Sie hasste dieses Gefühl, doch wusste sie nicht mehr, wie sie dagegen angehen konnte... Wenn doch nur Mulder endlich kommen würde, um sie zu retten.
"Ich bin allein und es wird niemand zur Hilfe kommen. Es gibt nur uns beide...", weinte sie unter Tränen. Nick grinste sofort und richtete sich auf. Ihre Haut war unter dem Druck errötet, den er auf ihre Arme ausgeübt hatte. "So ist brav...", flüsterte er nun zuckersüß und wischte ihr eine Träne fort. Dann drehte er sich weg und verließ das Zimmer. Scully ließ er allein, allein mit ihren Tränen und ihrer Verzweiflung.

18:59 Uhr
Kapitel Ende


[Dieser Beitrag wurde am 15.07.2007 - 23:02 von Amber-Scully aktualisiert]





Signatur
Leider ist jennifer ( Amber ) am 17.9. verstorben an Krebs, wollte das nur mal bekannt geben..( die Mutter)

Nina ...
Schreibsüchtiger
...



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...   Erstellt am 16.07.2007 - 15:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wieder ein super wahnsinns Kapitel....da tut einem Scully richtig leid....

ich off Mulder kommt bald





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