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Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 24.01.2007 - 15:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 45

29. Mai
15:35 Uhr


„Schwöre mir, dass du keine Tricks versuchen wirst,“ Nick warf ihr einen finsteren Blick zu.
„Ich verspreche es.“ Kam es nur wenige Sekunden später kleinlaut zurück. Nick's Miene hellte sich urplötzlich wieder auf. „Feines Mädchen. Trotzdem, um die kommst du nicht herum.“ Er deutete mit einem Grinsen auf ihre Handgelenke. Niedergeschlagen warf Scully einen Blick darauf. Seit Stunden trug sie nun schon diese verdammten Dinger und allmählich gingen sie ihr auf die Nerven. Hatte Nick noch immer eine solch große Panik und befürchtete, dass sie versuchen würde zu fliehen? Hatte er denn nicht endlich begriffen, dass er es geschafft hatte, sie zu brechen? Selbst wenn Dana Scully sich hätte wehren wollen, bestand keine Chance den Kampf gegen Nick zu gewinnen. Ihr Körper war geschwächt von all den Prügeleien und Niederträchtigkeiten. Die letzten Tage waren ein einziges Desaster gewesen. Auch wenn Nick noch nicht versucht hatte, sie zu irgendwelchen Kuschelstunden oder anderen Intimitäten zu überreden, waren die gemeinsamen Stunden ein Gräuel in ihrer Erinnerung. Wo war nur Mulder? Warum hatte er sie noch immer nicht gefunden? Und... würde er sie überhaupt je finden?

„Bitte Nick. Ich habe nicht vor zu..“, er brüllte abrupt dazwischen. „Lüg mich nicht an! Natürlich willst du fliehen – du denkst doch seit Tagen an nichts anderes mehr... Doch - an deinen Mulder. Aber glaube mir, er wird nicht kommen. NIEMALS!“ Bei seinen Worten lief Scully ein Schauer über den Rücken. Noch immer hoffte sie, dass er sich irrte. So ein Verrückter konnte doch nicht Recht behalten - nicht wenn es um Mulder ging.
„Sag, dass er dich nicht retten wird!“, Scully rührte sich nicht, „Sag ES!“ Er packte ihren Arm und drohte ihn zu zerdrücken. „Oder soll ich unseren guten Freund, den Gürtel wieder herausholen?“ Ein fieses Grinsen huschte über sein Gesicht. Scully schüttelte sofort mit dem Kopf. „Nein, bitte nicht!“, flehte sie schluchzend.
„Sag es“, diesmal war Nicks Stimme ruhiger, klang jedoch auch bedrohlicher. Er verstärkte den Griff um ihren Arm.

„Er wird nicht...“, Nick platzte lautstark dazwischen. „WER wird nicht?!“ Der Schmerz wurde unerträglich. Scully's Herz klopfte wie wild. Warum konnte Nick sie nicht einfach in Frieden lassen?
„Mulder... Mulder wird nicht kommen, um mich zu retten..“, ihre Stimme war ein einziges Flehen. Nick war nun zufrieden gestellt. Er ließ sie los. „Warum nicht gleich so? Also, wo waren wir?“ Scully hörte gar nicht, was er sagte. Sie wollte ihn nicht mehr hören müssen. Schluchzend vergrub sie das Gesicht in ihren Händen. Wie war sie nur in diesen Alptraum geraten?
„Ach, hör jetzt auf zu flennen. Ich bin dir doch schon gar nicht mehr böse“, Nick klang erstaunlich ruhig. Nachdem er kurz gewartet hatte, aber keine Besserung bemerkte, lief er zum Küchenbereich und beträufelte einen Waschlappen mit kaltem Wasser. „Vielleicht hilft das.“ Aufopferungsvoll hielt er ihr ihn entgegen. Scully schaute mit vertränten Gesicht darauf und nahm die Erfrischung kurzerhand an. „Danke.“

Nachdem die Tränen fortgewischt waren, startete Nick einen neuen Versuch. „Können wir dann los, oder hast du es dir anders überlegt?“, seine sanfte Ader wunderte Scully nicht. In den letzten Tagen hatten sich seine Launen zu oft und in kürzester Zeit gewechselt. Man konnte diesen Mann einfach nicht mehr als ‚normal‘ einstufen. Ihre Antwort war ein Nicken. „Dann komm.“ Nick griff in seine Unterhose - Scully wandte angewidert den Blick ab, doch als er etwas zwischen den Fingern hielt, schaute sie fassungslos darauf. Es war der Schlüssel! Er hatte also doch die Wahrheit gesagt. „Da staunst du, wa`? Tja, manchmal bin ich auch ein ehrlicher Mann“, ein schelmisches Grinsen umspielte seine Lippen, während er das Schlüsselloch suchte, es fand und die Tür aufschloss.
Sofort suchte ein frischer Luftzug seinen Weg in den Wohnraum. Dankbar und um einiges erleichterter, sog Scully die Waldluft ein. Ein blauer Himmel mit vereinzelt weißen Wolken erstreckte sich am Horizont. Es war ein wundervoller Tag.

„Das Wetter sieht gut aus, nicht wahr? Ich hab´s bestellt gehabt, weißt du?“, bubenhaft grinste er ihr entgegen. „Komm, nicht so ernst dreinblicken. Sei mir dankbar und erfreu dich, verstanden?!“, nun belegte schon wieder eine gewisse Gereiztheit seine Stimme. Scully antwortete schnell. „Ich danke dir, Nick.“ Dann nahm er sie bei den Schultern und schob sie sanft nach draußen. Als er die Hüttentür hinter ihnen schloss, erkannte Scully ihre Möglichkeit zur Flucht. Doch wo sollte sie hin? Sie wusste nicht, in welchem Wald sie sich befand, geschweige in welcher Richtung die nächste Stadt lag. Ihr Blick fiel auf das Auto von Nick. Wenn sie nur die Schlüssel gehabt hätte...
Noch immer in Gedanken versunken, bemerkte sie nicht den Blick von ihrem Entführer, der nun die Holzhütte verschlossen hatte.
„Ich weiß, was du gerade denkst. Du grübelst über einen Fluchtweg nach. Das kannst du dir aber wieder ganz schnell aus dem Kopf schreiben, meine Teuerste!“, seine Hand schnellte vor und packte sie grob im Nacken.
„Hast du mich gehört? Hör auf mit deinen fiesen Spielchen! Sonst sperre ich dich für die nächsten sechs Monate in die Hütte! Und dann gibt es keine Spaziergänge am Nachmittag mehr für dich!“ Mit brutaler Gewalt zwängte er sie auf die Knie. Scully gab seinem Druck widerstandslos nach. Sie sah keinen Sinn mehr, sich gehen ihn zu wehren. Er hatte sie, auch wenn es schwer zu akzeptieren war, besiegt. „Nick, bitte..“, flehte sie nun. „Ich werde nicht fliehen.“ Die Worte schmerzten in ihrem Herzen, doch es war die einzige Möglichkeit, Nick zu besänftigen. „Bitte, hör auf.“

Ihr Flehen schien Eindruck zu schinden. Nick zog sie wieder auf die Füße und drehte ihr Gesicht zu seinem. „Wenn du auch nur eine falsche Bewegung machst, werde ich dich für immer auslöschen! Kapiert!?“ Seine Arme schubsten sie von ihm fort. Scully stolperte kurz, konnte einen Sturz aber noch verhindern. Während sie die aufkommenden Tränen versuchte zu unterdrücken, hellte sich Nick´s Miene wieder auf. „Wir gehen dort entlang“, erklärte er kurz angebunden und zeigte nach Westen. Nachdem er ihre Höhe erreicht hatte, legte er einen Arm freundschaftlich um ihre Schultern. „Na komm. Wir wollen doch den schönen Tag genießen, statt uns zu streiten, oder?“ Scully schluckte das Unwohlsein hinunter und schaute eingeschüchtert auf den Boden vor ihren Füßen. Der Spaziergang begann.

Zehn Minuten später...

„Schau mal, ein Eichhörnchen!“, Nick deutete auf die Baumkrone der großen Fichte. „Och wie süß, nicht wahr?“
Scully stellte fest, dass er sich wie ein kleiner Junge benahm. Die Stimme unnormal hoch, grinste er über beide Ohren und zeigte auf das winzige Tierchen. „Ja, sehr niedlich.“ Scully zeigte keine große Begeisterung. Auch wenn sie sich freute, mal wieder ein anderes Lebewesen als den Mann neben ihr zu sehen, konnte sie sich nicht über das Tier freuen. Sie hatte noch immer Angst, dass Nick wieder einen seiner Wutanfälle erleben würde.
Nick stupste sie seitlich an. „Hey, lächel doch mal. Das steht dir viel besser, als dieser kritischer Blick“, versuchte er sie aufzumuntern. So sehr sich Scully auch bemühte, seiner Bitte nachzugehen – es war leicht zu erkennen, das es kein aufrichtiges Lächeln war. Jedoch reagierte Nick nicht weiter und schaute wieder in die Blätterwerke der nahe stehenden Bäume.
„Die unberührte Natur ist doch was Schönes, findest du nicht auch?“, er schien keine Antwort zu erwarten, denn er blickte weiterhin zu den Baumkronen.

‚Ich muss hier weg. Ich will hier weg. Aber wie soll ich das anstellen?‘, niedergeschlagen schaute Scully um sich. Hunderte Bäume ragten aus dem Erdboden hervor. Die Blätter verdeckten den Himmel und die Nachmittagssonne. Weit und breit schienen sie und Nick die einzigsten Menschen in diesem Wald zu sein. Doch als ihr Blick auf eine Gestalt fiel, die sich etwa 25 Meter hinter einen dicken Baumstamm geduckt hatte, entrutschte ihr ein erfreuter Quieker. Nick´s Körper spannte sich abrupt an. „Was ist?!“ Scully schaffte es nicht, schnell genug ihren Blick von dem Mann abzuwenden, somit folgte er ihren Augen und fand nur wenige Sekunden später ihre Entdeckung. Noch bevor Scully zu einem Hilfeschrei angesetzt hatte, drückte er ihr seine Hand auf den Mund. Er durfte nicht riskieren, dass dieser Fremde sie bemerkte. ‚Nein, lass mich los... bitte‘, ihr Herz klopfte wie wild. Diese Chance auf Rettung durfte sie sich nicht zerstören lassen. Mit allen Kräften die sie noch besaß, versuchte sie sich aus seinem Griff zu befreien, jedoch hinderten ihre gefesselten Hände sie mächtig daran.

„Hör auf!“, rief Nick gedämpft, aber bestimmt. Der brodelnde Tonfall war bereits in seine Stimme zurückgekehrt. „Du kleine Schlampe! Hör auf dich zu wehren!“ Doch Scully dachte nicht daran, ihren Widerstand einzustellen. Im Gegenteil, sie sammelte alle Stärke zusammen und holte zu einem gezielten Tritt aus. Und sie traf! Nick ging stöhnend zu Boden. Sofort begann Scully wie am Spieß zu schreien: „Hiiiillfeee! Helfen Sie miiir!“ Geschafft – der Unbekannte hatte sich umgedreht. Doch die vielen Baumstämme ließen keinen Blickkontakt zu. Während Scully wild mit den gefesselten Armen fuchtelte, um sich erkennbar zu machen, grübelte Nick fieberhaft, was er tun konnte. Er durfte nicht zulassen, dass sie ihm weggenommen wurde. Aus den Augenwinkeln erkannte er, dass der Mann - breite Schultern, Kurzhaarfrisur mit Jeans und schwarzer Lederjacke - angelaufen kam. Er war wohl ein einfacher Wanderer. Nick´s Panik stieg an. Er musste etwas tun! Als er stürmisch um sich schaute, fiel ein großer, schwerer Ast in sein Blickfeld. ‚Ich muss es tun.‘ Nick streckte die Arme aus und griff danach. Nur wenige Sekunden später war er auf den Beinen.

Scully, noch immer schreiend, hatte den Rücken zu Nick gewandt und bemerkte nicht, wie er den schweren Ast hoch über seinen Kopf hob und zum Schlag ausholte. Der Wanderer war in diesem Moment zwölf Meter entfernt und riss überrascht die Augen auf, als er die Szene sah, die sich vor seinen Augen abspielte. „Hinter Ihnen!“, rief er, erschrocken und warnend zugleich, doch Scully reagierte nicht schnell genug. Gerade wollte sie sich umdrehen, da knallte das Holz auf ihren Hinterkopf auf. Die Welt vor ihren Augen wurde urplötzlich schwarz...

15:59 Uhr
Kapitel Ende


[Dieser Beitrag wurde am 22.03.2007 - 22:48 von Amber-Scully aktualisiert]





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Nina ...
Schreibsüchtiger
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...   Erstellt am 24.01.2007 - 21:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So, habs dir zwar schon über ICQ gesagt, aber hier nochmal:
Einfach super. Ich liebe diese Stoiry und bin mega gespannt wies weitergeht.
Vorallem was Nick noch so alles mit Scully vor hat.




darkphoebe ...
*~M-F~* Azubi
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...   Erstellt am 25.01.2007 - 16:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


wirklich spannend da fragt man sich wie gehts weiter.





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Phoebe: fahr zur hölle.
Cole: da komme ich gerade her.

Sei so wie du bist, denn du belügst dich sonst nur selber.

Amber-Scully ...
Die Foren - Chefin
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...   Erstellt am 25.01.2007 - 16:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


danke euch beiden ^^

ja, bin schon beim 46
ich kann euch versprechen, es wird noch eine menge unerwartendes geschehen *gg*

ansonsten heißt es erstmal ein bissl gedulden





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Leo ...
Frischling
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...   Erstellt am 17.07.2007 - 12:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wieder mal,
ein spannender Teil.
Leider hat der Fremde nicht geschafft ihr zu hilfe zu eilen.
Was würd nun passieren?




Jaguar4 ...
Kampfgeistmember
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...   Erstellt am 17.07.2007 - 14:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich würd ja lachen wenn der wanderer Lucas wäre
aber die Geschichte is echt gut
da fiebert man echt mit und leidet mit Dana





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