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kazenogaara ...
Gaisuto no Ginta
..................

...

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Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 589
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...   Erstellt am 11.08.2009 - 17:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Kapitel 42 – Buchstabensuppe

Es regnete wie in Strömen.
Sayoko ließ seufzend ihren Löffel in die Suppe fallen.
„Das schmeckt doch noch nicht mal jemandem, der gerade am Verhungern ist...“, beschwerte sie sich lauthals.
„Psst!“, machte Ginta, „Bitte Sayoko, mach hier nicht so ein Theater!“
„Das kann ich doch wohl! Ich habe für das Essen auch bezahlt und euch eingeladen!“
„Wo sie Recht hat, hat sie Recht“, musste Jumon zugeben und kaute auf einem Brot herum.
„Nun gut, ich seh es ja ein“, Sayokos Stimme wurde wieder leiser, „Sonst werden wir noch rausgeschmissen und bei diesem Wetter ist das nicht gerade angenehm...“
„Ein Glück dass wir es noch nach Ippo-City geschafft haben, bevor es anfing zu regnen“, freute sich Jumon und schluckte das Stück Brot, das er im Mund hatte runter.
„Danke für das Essen, Sayoko“, bedankte sich Shiana, die gerade ihren letzten Happen aß.
Sie hatte ihren Teller zuerst bekommen und war somit als erste fertig.
Ginta ließ sich Zeit und stocherte mit der Gabel in sein Essen.
Erwartungsvoll blickte Sayoko in die Runde.
„Wir müssen reden“, meinte sie, wodurch sie plötzlich die gesamte Aufmerksamkeit bekam.
„Ich mache mir Sorgen, um uns, um das was hinter uns liegt und das was uns noch erwarten wird...“
Ginta starrte wieder bedrückt auf sein Essen.
„Wie meinst du das?“, fragte er.
„Unser letzter Gegner, er war leicht zu besiegen. Bestimmt war er nicht einer dieser komischen Monarchen. Diesmal hatten wir Glück, wobei uns einiges hätte passieren können.“
„Bisher hatten wir immer Glück...“, sagte Jumon, „Und ich beurteile das obwohl ich noch nicht so lange der Gruppe angehöre.“
„Die Gruppe...“, murmelte Ginta vor sich hin. Er wusste was nun kommen würde.
„Das ist auch eine Sache die mir Sorgen macht. Unsere Gruppe...“, seufzte Sayoko auf.
Shiana hörte still dem Gespräch zu.
„Ryoma und Oto haben die Gruppe verlassen...“, erklärte Jumon, „Oto wegen ihrer Ausbildung, und Ryoma?“
„Wir nehmen bisher nur an, dass es wegen seinem Vater ist.“
„... Sein Vater...“, murmelte Ginta.
Sayoko lehnte sich nach hinten.
„Das ist so ein Punkt. Um unserem Ziel näher zu kommen, sollte sich die Gruppe einfach besser kennenlernen, man sollte keine Geheimnisse mehr untereneinander haben und sich vollstes Vertrauen schenken können! Teamwork nennt man das... Es gibt wohl einiges zu erzählen und erklären...“
Ginta nahm einen Bissen von seinem Essen.
„... Und ich finde es gibt einige Dinge zu klären. Ginta du solltest anfangen...“
Sich wundernd schob er eine Augenbraue nach oben.
„Iff?“, sagte er und schluckte hinunter.
„Ich habe so viele Wissenslücken. Was hat es mit deinem Amulett auf sich, wieso reagierte es, wieso landeten ausgerechnet wir zwei in dieser komischen Stadt, wieso ... bist du so wie du bist?“
Der weiß-haarige Junge konnte in diesem Augenblick nichts sagen.
War es, dass Sayoko ihn mit diesen Fragen konfrontierte? Oder war es weil sie plötzlich so offen war? Aber das wollte sie doch, oder nicht? Dann waren es doch die Fragen die ihn so schockten.
„Ginta, wir sind doch Freunde...“, murmelte sie, „Das ist auch so ein Punkt. Ich verstehe nicht einmal wieso wir in so einer kurzen Zeit so gute Freunde geworden sind.“
Sayoko war so aufgebracht, dass sie ihren Kopf ihre Hände stützte.
„Sayoko, ich...“, fing Ginta an, „Ich verstehe es doch selber nicht. Ich verstehe nicht wieso die Shal meine Eltern umbringen mussten, meine Großmutter und so viele andere Menschen. Ich verstehe ebenfalls nicht, wieso in mir ein Gefühl sitzt, das Angst davor hat euch zu verlieren... Aber was ich verstehe ist, dass es Gründe gibt, wieso ich diese Reise bis zum Schluss durchziehen muss.“
Er sah ihnen ins Gesicht.
„Ihr seid ein Grund, wieso ich es schaffe so weit zu kommen... Ohne euch...“
Gintas Blick veränderte sich und seine Stimme wurde leiser.
„Du vermisst sie, nicht wahr?“, meldete sich Shiana auch einmal zu Wort, „Du vermisst Oto und Ryoma.“
Er versuchte zwar etwas zu sagen, doch er konnte nicht. Seufzend senkte er seinen Kopf.
Jumon beobachtete alles still und machte sich seine Gedanken dazu.
„Ryoma habe ich als erstes kennengelernt. Ich bin gerade erst aus meiner Heimatstadt verschwunden und ich war allein. Wir haben uns schnell angefreundet und er meinte er wäre ein Abenteurer, wie sein Vater. Ab da an wich er nicht mehr von meiner Seite... komisch nicht wahr?“
„Japp...“, antwortete Sayoko.
„Oto haben wir in ihrer Heimatstadt getroffen. Wir haben sie von diesem... Eigenartigen Kerl befreit, keine Ahnung wie er hieß...“
Er machte kurz eine Pause und nahm einen Schluck Wasser.
„Kurz darauf trafen wir auch Ama, dann dich Sayoko und dann Jumon... den Rest kennt ihr ja...“
„Ginta...“, fing Sayoko wieder an, „Hast du dir schon jemals Gedanken gemacht warum wir dich alle auf deiner Reise begleiten?“
„Nein, aber ich denke, ich kenne die Gründe... Ryoma weil es sein Wunsch war Abenteuer zu erleben wie sein Vater. Bei Oto war es weil sie zum Med-Dorf wollte... Ama wollte uns nicht begleiten weil er auf der Suche nach seinen Eltern war... und bei euch?“
Ginta überlegte.
„Jumon bei dir ist es, weil du doch nicht mehr in deinem Dorf sein wolltest, oder?“
Jumon sah Sayoko an.
„... Und du Sayoko weil....“
„Was ist mit Shiana?“, unterbrach die Pink-haarige.
Was war nun mit Shiana?
Ginta wusste es selber nicht genau.
Sie nickte ihm nur zu und grinste. War das das Zeichen es ihnen erzählen zu können?
„Sie 'kenne' ich schon länger als euch alle...“
„Wie meinst du das?“, wunderte sich Jumon, „Du hast sie doch als letzte von allen getroffen, oder nicht?“
„Nein, nicht wirklich“, erwiderte Ginta, „Ich habe sie in meinen Träumen getroffen. Bisher habe ich noch niemandem davon erzählt, aber es war so, dass ich immer wieder von ihr Träumte, wie sie nach mir rief.“
„Das ist wirklich merkwürdig“, gab Sayoko von sich und kratzte sich am Kinn.
„Wieso hast du nach Ginta gerufen, Shiana?“, fragte Jumon.
Sie überlegte kurz.
„Ich... ich weiß nicht mehr genau. Ich wachte in diese Zelle auf und das einzige an das ich mich erinnern konnte, war Ginta...“
„Aber ihr habt euch zuvor doch noch nie getroffen?“, wunderte sich Jumon.
Stille.
Wieder einmal eine Frage die nicht beantwortet werden konnte.
„Wieso nur ist alles so verwirrend...?“, beschwerte sich Sayoko, „Was war denn das in dieser Stadt!? Warum sind wir einfach so in einer anderen Stadt gewesen!?“
„In welcher Stadt?“, wunderte sich Jumon mal wieder, „Du hast recht, es gibt einige Geheimnisse die man sich noch erzählen sollte...“
'... Ich auch', fuhr er seinen Satz in Gedanken fort.
„Als wir auf dem Weg nach Langoria Ite waren, wurden Ginta und ich doch ohnmächtig, nicht wahr?“
„Ja, daran kann ich mich noch gut erinnern. Es war echt schwer euch in die nächste Stadt zu schleppen...“
„Ginta und ich... nun ja, ich kann das nicht wirklich beurteilen, aber für mich kommt es so vor, als hätten wir beide eine Art Zeitreise gemacht.“
„Eine Zeitreise?“
„Ja, so komisch es auch klingt, aber während unserem Sturz muss irgendetwas aktiviert worden sein, was unsere Seelen in der Vergangenheit materialisiert hat... Ich denke dass es mit dem Amulett zu tun hat.“
„Dem Amulett?“, wunderte sich Ginta und zog den kleinen Anhänger unter seinem Shirt hervor.
Er nahm die Kette ab und legte sie auf den Tisch.
Sayoko wollte nach dem Amulett greifen. Zögerlich näherte sie ihre Hand, zuckte jedoch zurück als sie merkte dass das Amulett sich zu ihr bewegte.
„Was....!? Hast du das gesehen, Ginta?“
Ginta nickte.
Alle sahen überrascht aus, bis auf er.
„Mach du das mal, Jumon...“, forderte Sayoko den Jungen auf.
Jumon tat dasselbe, was Sayoko tat und das Amulett reagierte genauso.
„Jetzt du Shiana.“
Shiana wollte zuerst nicht, traute sich dann aber doch und hielt ihre Hand über dem Amulett.
Diesmal bewegte es sich nicht nur, sondern es leuchtete auch schwach.
„Ginta....“
„Hört zu Leute“, verteidigte er sich, „das... das...“
Er seufzte.
„Hast du davon gewusst?“
„Ja. Das Amulett hat immer reagiert, wenn ihr in der Nähe wart. Es hat immer reagiert, wenn euch etwas passiert ist....“
„Das macht doch alles irgendwie gar keinen Sinn!“, brüllte Sayoko, die sich dann jedoch wieder beruhigte, als sie erkannte, dass sie noch im Restaurant waren.
„Doch macht es...“, wand Jumon ein, „Ich sehe sie, diese Aura. Seit Anfang an schon, doch ich konnte mir nie erklären was das ist.“
„Du verfügst nicht nur über die Fähigkeit Geister zu sehen, sondern auch die Aura?“
„Geister, Seelen, Auren... Es gibt keinen großen Unterschied...“
„Und was siehst du nun?“
„Sayoko, es ist so: Jeder hat seine ganz eigene Aura. Doch bei Ginta ist das sehr eigenartig. Er ist nicht allein in seinem Körper, sozusagen. Aber das ist nicht nur bei ihm so. Shiana hat auch eine merkwürdige Aura – tut mir Leid Shiana...“
„Schon gut, fahr fort“, bat sie.
„... Das ist genauso wie mit Myu... Ich kann es mir nicht erklären, aber irgendetwas ist mit ihr...“
Die Katze bekam das Gespräch mit und als sie das hörte, vergrub sie ihren Kopf noch viel weiter in Gintas Tasche.
„Myu? Aber...“, wunderte sich Ginta, beugte sich hinunter und kraulte ihren Rücken.
„Ich habe keine Antworten darauf...“
„Es gibt anscheinend noch viel zu viele Fragen die wir uns einfach nicht beanworten könnte“, sagte Sayoko und seufzte.
„Da magst du wohl Recht haben“, meinte Ginta, „Aber ich denke, auf unserer Reise werden wir genug Gelegenheiten bekommen sie zu beantworten! Darum sollten wir uns nicht solche Sorgen um die vergangenen Ereignisse machen, sondern mit Zuversicht und Hoffnung in die Zukunft blicken...“
'...Ich werde euch bestimmt wieder sehen, Oto und Ryoma', sprach er in Gedanken zuende.
„Ich bin auf deiner Seite Ginta“, unterstützte ihn Shiana.
Jumon nahm einen Schluck Wasser und sagte: „Ich auch!“
„Ich natürlich auch, das wäre wohl gelacht wenn wir das nicht schaukeln könnten!“, lachte Sayoko.
Ginta hatte es geschafft. Zumindest für einen Moment wich Sorge, Angst und Zweifel aus seinen Freunden.
Ob dies noch lange anhalten würde?





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